Hr. 244 vierter Blatt
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Samstag, 18. Oktober 1930
Wirtschaft.
Wochenbericht
vom frankfurter Effektenmarkt.
Auch zu Beginn der neuen Woche setzte sich unter dem Elnsluß der ungünstigen innerpolitischen Verhältnisse der ÄurSabbdu roeiter fort zumal das Publikum in seiner Angst in gröberem Ausmaß zu Abgaben schritt. Auch die schwache Veranlagung der Veuyorker Börse trug zur pessimistischeren Beurteilung der Lage bei Ausschlaggebend dürste wohl in der Hauptsache die Diskonterhöhung der Rcichsbank gewesen sein und auch die Mutmaßung, daß durch den starken' Devisenabzug sich eine weitere Erhöhung erforderlich machen würde. Aber wider Erwarten schlug die Tendenz um. Die Stimmung wurde zuversichtlicher. Ausschlaggebend hierfür war als tendenzänderndcs Moment das 3 u st a n d e - kommen des Lleberbrücku» gskredits Abgaben wurden nur noch in ganz geringem Umfange vorgenommen. Der stark befürchtete Streik in der Berliner Metallindustrie prallte an der inneren Widerstandskraft der Börse fast voll- kommen ab, da man gleichzeitig vermutete,, daß doch eine Einigung, und zwar zu etwas besseren Bedingungen für die Arbeitnehmer erzielt werden wird. Die Berliner Straßenunruhen anlählich der Reichstagseröffnung deprimierten wohl anfangs etwas. Im allgemeinen büßte die Börse von ihrem Optimismus aber kaum etwas ein, da sich die Beurteilung der Lage durch hinzukommende günstige Momente weiter gebessert hatte. Die Auslandbörsen lagen zumeist ebenfalls ge° bessert. Dann ließ die Nachfrage nach Devisen stark nach, wodurch eine Erhöhung des Reichs- bankdiskonts hinsällig geworden sein dürste. Das Interesse für die Mark steigerte sich ebenfalls wieder.
Gegen Ende der Woche besserte sich die Tendenz weiter. Die Verfassung der Börse konnte als sehr fest bezeichnet werden. Das Geschäft nahm in einzelnen Werten, bei zunehmendem Interesse von Auslands- sowie Publikumsseite, lebhafte Formen an. Die günstigen Außenhandelsziffern. sowie die sesten Ausland- börsen übten entscheidenden Einfluß aus. Kurs- besserungen in führenden Werten bis zu 6 Proz. an einem Tag waren keine Seltenheit. Vereinzelt setzten ganz erhebliche Kurssteigerun- gen ein. Material kam nicht mehr an den Markt. Im Vordergründe standen Reichsbankanteile. Echiffahrtswerte. Aku, Bemberg, Dt. Linoleum, I.-G.-Farben, Ilse Bergbau, Aschersleben, Rheinische Braunkohlen, Salzdetfurth. Schuckert, Siemens, Westeregeln und Waldhof, die von 10 bis zu 20 Proz. gegenüber der vergangenen Woche anzogen. Rur Chadeaktien waren im Zusammenhang mit der schwachen Veranlagung der spanischen Valuta 12 Mark schwächer. Auch für Bauunternehmungen und besonders für Kassapapiere machte sich auffallend starkes Interesse bemerkbar. Auch am Pfandbriefmarkt hat sich in dieser Woche die Situation grundlegend geändert. Die Rachfrage hat zum Teil wieder beträchtlich zugenommen. Für Liquidaüonspfandbriefe und sechsprozentige Schuldbuchforderungen war das Interesse bei anziehenden Kursen zeitweise erheblicher. Rur in Goldpfandbriefen war das Geschäft noch ziemlich ruhig.
Am Devisenmarkt nahm das Geschäft wieder einen normalen Verlauf. Die starken Abzüge haben ganz nachgelassen. Spanien lag erneut schwach. Die Mark konnte sich wieder befestigen. Am Rentenmarkt hat das Interesse sür deutsche Anleihen zugenommen. Auch Ausländer besserten sich. Rur Mexikaner lagen schwächer.
Die Woche schloß zuversichtlich und fest. Unter vereinzelten Schwankungen, die durch Gewinnmitnahmen verursacht wurden, konnte sich die Mehrzahl der Papiere weiter bessern. Auch wurde die Ablehnung des Mißtrauensantrages gegen Braun günstig verbucht. Man hofft zuversichtlich auf eine weitere Klärung der innerpolitischen Verhältnisse.
Wochenbericht
vom Frankfurter Schlachtviebmarkt.
Die Tendenz auf dem Frankfurter Schlachtviehmarkt war in dieser Woche allgemein nach unten gerichtet, so daß im Zusammenhang-«pit dem teilweise Widder ganz erheblichen Auftrieb die Preise fast allgemein bis zu 3 Mark nachgaben.
Entspannung am Geld- und Devisenmarkt
Die Lage am Geld - und Terminmarkt hat im Verlaufe dieser Woche unverkennbar eine leichte Entspannung erfahren. Besonders dürste die ungünstige Dcvisensituation überwunden sein, so daß die Möglichkeit der Rückkehr normaler Verhältnisse am Geld- und Devisenmarkt gegeben scheint, vorausgesetzt, daß in der innerpolitischen Lage nicht unvermutet Komplikationen auftreten. Die vorsorgliche Maßnahme der Reichsbank, die Erhöhung des Diskontsatzes, die einen Schreckschuß darstellte, um den Ansturm am Devisenmarkt einzudämmen, hat also doch einen gewissen Erfolg gehabt. Dies ist um so mehr zu begrüßen, als es Ende der vergangenen und zu Beginn dieser Woche noch den Anschein hatte, als ob die Reichsbank genötigt fein würde, eine weitere Erhöhung des Diskonts vorzunehmen. Besonders die Angleichung des Privatdislontsayes am vergangenen Samstag an den offiziellen Diskontsatz von 5 Prozent hatte in Börsenkreisen diese Frage austauchen lassen. Durch die Entwicklung bis heute ist sie aber vorläufig gegenstandslos geworden. Bereits dieser Tage hat
die Entspannung am Devisen, und Tlotenmarkt erhebliche Fortschritte gemacht, roae schon daraus hervorgeht, daß am Donnerstag jum erstenmal wieder der Ausgleich zwischen Nachfrage und Angebot sich im Markte selbst vollzog, da das Angebot sowohl in Devisen als auch in Roten reichlich war.
Auch hat seit Dienstag die Reichsbank kein Gold mehr abzugeben brauchen. Der heute erschienene Medioausweis der Reichsbank, der noch einen Goldabfluh von 225 Mill. Mk. in der Berichtsperiode aufweist, hat also bis zu einem gewissen Grade nur noch historische Be
deutung, da sich inzwischen eine entscheidende Wandlung am Devisenmarkt vollzogen hat. Zudem ist. wie verlautet, zu beachten, daß von der Reichsbank seit Absassung des Medio-Ausweises noch 70 Millionen Mk. in ein Depot bei der Dank von Frankreich gelegt, also nicht verkauft worden sind. Die Entspannung am Devisenmarkt gewinnt noch dadurch besondere Bedeutung, daß sie gleichzeitig mit der monatlichen Transferierung der Reparationszahlungen durch die Reichsbank erfolgte; hatte man doch gerade im Zusammenhang mit der monatlichen Transferierung mit einer Versteifung am Devisenmarkt gerechnet. Weiter ist zu beachten, daß in der nächsten Zeit der älebcrbrüdungefrcöit (530 Mill. Mk.) berein- fommen wird, so daß also wohl weiter mit einer Besserung der devisenpolitischen Situation zu rechnen sein dürste. Dadurch dürfte eine neue Diskonterhöhung, oder das Mittel einer Kreditrestriktion vorerst nicht erforderlich sein.
Am Geldmarkt selbst war gestern der Satz für Tagesgeld unverändert aus 4,5 bis 6 Prozent (am 14. und 15. Oktober noch 5 bis 7 Prozent) gesprochen. Eine Aenderung des Privatdiskonts (5 Prozent für beide Sichten), bei der man mit der Möglichkeit einer geringen Ermäßigung des Satzes rechnete, kam vorläufig noch nicht in Betracht.
Die internationale Geldslüssigkeit hält in unge- schwächtem Maße an, besonders in den von den äapifalflüdjllingen bevorzugten Ländern wie Holland und Schweiz.
Allerdings haben die deutschen Plätze Don_ der Geldflüssigkeit an den ausländischen Weltbörsen bieder nicht genügend profitiert.
Lediglich am Schweinemarkt, der in der letzten Zeit besonders stark gedrückt war, konnte man trotz des größeren Auftriebes eine gewisse Widerstandsfähigkeit feststellen, und bei etwas regerem Handel lagen die Preise bis zu 1 Mark gebessert. Gegen Ende der Woche war das Ge- schäst jedoch wieder ziemlich schleppend, die Preise gingen sogar noch unter das Vorwochenniveau zurück, doch kommt dies in den Notierungen nicht zum Ausdruck, da am Nebenmarkt keine amtlichen Notierungen festgesetzt werden. Am R i n derma r k t war der Auftrieb für die jetzigen ungünstigen Wirtschaftsverhältnisse zu stark. Das Geschäft entwickelte sich daher nur sehr langsaim und war während des ganzen Marktes schleppend. Bei bis zu 3 Mark niedrigeren Preisen verblieb großer äleberftanb. Dullen, die seither noch am besten gefragt waren, standen dabei im Vordergründe. Das angetriebene Vieh war von mittlerer Qualität. Etwa 50 Prozent des Auftriebs wurden wieder in die bekannten Versorgungsgebiete ans- geführt. Kälber und Schafe wurden nach ruhigem Handel ausverkauft. Bei Kälbern betrugen die Nachlässe bis zu 3 Mark, bei Schafen
1 bis 3 Mark.
Der Gesamtauftrieb bestand aus 1749 Rindern, darunter befanden sich 207 Dullen, 385 Ochsen, 499 Kühe und 471 Färsen, ferner aus 1125 Kälbern, 597 Schafen und 6275 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 336 Rinder, 25 Kälber, 7 Schafe und 52 Schweine mehr angetrieben.
Dezählt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark' Ochsen Al 56 bis 58, A2 52 bis 55. Bl 47 bis 51; Dullen A 52 bis 54, B 47 bis 51; Kühe A 46 bis 48, B 40 bis 45. C 35 bis 39, D 30 bis 34; Färsen A 57 bis 60, B 53 bis 56,
C 47 bis 52; Kälber B 78 bis 81, C 73 bis 77,
D 66 bis 72; Schafe Al 48 bis 51. B 42 bis 47.
C 35 bis 41; Schweine A 56 bis 58. B 57 bis 59.
C 57 bis 60, D 57 bis 60. E 56 bis 58; Sauen 45 bis 52.
•
* ElektrizitätS AG. vorm. W. Lah- m a h e r L C o., F r a n k f u r t a. M. In dem Bericht für das Geschäftsjahr 1929 30 wird u. a. mitgeteilt daß die Stromerzeugung im Mittel noch um 10,3 Prozent zugenommen, gegen 16 Prozent im Vorjahre, dagegen die Derkehrsunternehmun- gen des Konzerns schon einen durchschnittlichen Rückgang von 1.8 Prozent zu verzeichnen gehabt hätten, der sich im laufenden Iahre weiter fort
gesetzt habe. Im Zusammenhang mit der allgemeinen Depression werden im lausenden Iahre voraussichtlich auch die Gewinnergebnisse einzelner nahestehender Gesellschaften zurückgehen. Die Gesellschaft erzielte einen Geschäftsgewinn von 5,77 (5,39) Mill. Mk., wovon Teilschuldverschreibungszinsen 0,68 (0,69), Unkosten 2,70 (2,33) Mill. Mk. und Abschreibungen 47 800 (43 142) Mark erforderten. Aus dem einschl. 118 594 Mk. Vortrag sich ergebenden Reingewinn von 2,45 (2,44) Mill. Mk. sollen wieder 12 Prozent Dividende auf 18 Mill. Mk. Stammaktien und 6 Prozent auf 10 000 Mk. Vorzugsaktien verteilt werden. Zum Vortrag verbleiben 129 954 Mk.
‘ Die Schwan-Blei st ift-Fabrik, Nürnberg, feiert in diesen Tagen das 75. Jubiläum ihres Bestehens. Sie wurde im Iahre 1855 unter dem Namen ..Großberger & Kurz" gegründet, und zwar im Gegensatz zu handwerksmäßigen Betrieben als richtige Fabrik unter Benützung der Dampskraft. Einige Iahre später wurde die Firma von dem Nürnberger Kaufmann Gustav Schwanhäuser übernommen. Rastloser Aufbau brachte die Fabrik schnell vorwärts und bereits Ende des vorigen Jahrhunderts betrieb sie einen weltumspannenden Export. Die KriegSzeit brachte der Fabrik, ebenso wie der übrigen deutschen Bleistift-Industrie schwere Störungen im AuSlandabsah. die sich nach dem Kriege durch Gründung vieler ausländischer Blei- stiftsabriken verschärften. So begegnet heute der Exvort deutscher Bleistifte weit größeren Schwierigkeiten als früher. Inzwischen machte aber die Schwan-Dleistift-Fabrik in ihren Laboratorien eine bedeutsame chemisch-technische Erfindung. Es konnten Farbstifte auf den Markt gebracht werden, welche trotz der geringen Stärke der Mine (,.Dünnkernstifte") eine große Festigkeit gegen Bruch besitzen. In einer Zeit, in der sogar amerikanische Unternehmer die Bleistift-Fabrikation in Deutschland ausgenommen haben, ist c3 wichtig zu wissen, daß die Schwan-Bleistift-Fabrik ein rein deutsches Unternehmen ist.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M, 18 Okt. Tendenz: zurückhaltend. — Die Wochenschlußbörse stand wieder unter dem Druck einer st arten Zurückhaltung, die vor allem durch die schwache gestrige Neuyorker Börse und die zu erwartenden Abstimmungsergebnisse in der heutigen Reichstagssitzung verursacht wurde. Aber auch der Ordereingang war im allge
meinen, im Vergleich zu den letzten Tagen, ziemlich bescheiden, so daß sich das Geschäft in engstem Rahmen bewegte. Eine Ausnahme machte der Elektro markt, an dem die Schweiz wieder einiges Interesse gezeigt haben soll. Die Umsatztätigkeit war aber auch hier im allgemeinen nicht sehr groß. Schuckert, Geffürel, Felten und Licht & Kraft gewannen bis zu 1,5 v. H. AEG lagen nur knapp behauptet. Farben wiesen kaum eine Veränderung auf. Rül- gerswerke lagen 1 v. H abgeschwächt. 'Am Montan- markt mar die Kursgestaltung nicht einheitlich. Von Kaliaktien gaben Aschersleben 1,5 v. H nach, mährend Westeregeln behauptet blieben. Kunstseideaktien bis 1,5 p. Sy gedrückt. Am Bankenmarkt machte sich für Reichsbankanteile mit plus 1,5 v H. weiteres Interesse bemerkbar. Am Rentenmarkt war die Nach- frage noch deutschen Anleihen etwas reger. Auch Aus lander zumeist leicht erholt. Im Verlaufe wurde die Stimmung wieder freundlicher. Auf Deckungen der Kulisse war eine Geschastsbelebung in Spezialaktien sestzustellen. Gegen Ansang ergaben sich Stursbefferungen bis z u 2 u. f). Am Psandbriefmarkt war das Geschasl heute bedeutungslos. Reichsschuldbuchforderungen lagen etwas niedriger. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,25 v. Sy etwas leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.2025, gegen Pfund 20,43, London gegen Kabel 4,86, gegen Paris 123,88. gegen Mailand 92,81, gegen Madrid 48,45, gegen Schweiz 25,02, gegen Holland 12,0650.
Berliner Börse.
Berlin, 18. Okt. Die heutige Wochcnfchluhborfe eröffnete in sehr ruhiger Haltung. Die Umsätze blieben auf ein Minimum beschränkt, und die Unsicherheit, die wegen des Ausgangs der heutigen Reichstagssitzung herrscht, kam in einer gewissen Nervosität bei der Kursfestsetzung zum Ausdruck. Im allgemeinen fehlte es an Anregungen, und Meldungen über die Schwäche der Ausland- börsen mahnten eher zur Zurückhaltung. Die Spekulation bekundete wieder Realisationsncigung, während außenstehende Kreise neue Kaufaufträge, besonders an den Kassamarkt, gebracht haben sollen, was der Tendenz eine gewisse Stütze bot. Trotzdem überwogen bei den ersten offiziellen Notierungen zirka 1,5—2-v. H.-K ursrückgänge gegen die gestrigen Mittagskurfe, d. h. sie lagen nicht mehr wesentlich niedriger, als die bereits abgeschwächicn gestrigen Frankfurter Abendbörsenkurfe. Gebrüder Körting (minus 3 v. Sy) und Schlesische Zement (minus 3,5 v. H.) fielen als besonders schwach auf, während Julius Berger mit einem 5,5-v. H-Gewinn als fester zu erwähnen find. Am Anleihemarkt konnten Altbesitzanleihe auf 55 v. Sy anziehen. Ausländer lagen geschäftslos und ziemlich behauptet. Pfandbriefe etwas ruhiger und nicht ganz einheitlich. Die Geldsätze blieben für Tagesgeld 4,25 bis 7,5 d. Sy; Monatsgeld 6,5 bis 7,5 d. Sy ; Warenwechsel zirka 5,5 v. Sy Bei schleppendem Geschäft war die Tendenz nach den ersten Kursen nicht ganz einheitlich, später aber zur Schwäche neigend. Mit Ausnahme des Schiffahrtsmarktes, an dem die Hamburger Arbitrage Saufneigung bekundete, gingen die Kurse der meisten Papiere zirka 1 v. Sy zurück. Siemens verloren sogar 2,5 v. Sy Die Baissepartei benutzte anscheinend die Geschäftslosigkeit zu Blankoabgaben. Die Umsätze blieben aber ziemlich klein. Salzdetfurth und Berger verloren im Verlaufe ebenfalls noch 2,5 bis 3 v. Sy
Berliner Prodnktcnmarkt.
Berlin. 17. Oft. Seit gestern nachmittag steht der Roggenmarkt im Mittelpunkt des Interesses des Getreidehandels. Die Möglichkeiten einer Annahme des Deimahlungszwanges von Rog'en zu Weizen werden lebhaft erörtert und je nach der Ausfassung bezüglich der neuen Regierungsaktion ergaben sich starke Preisschwankungen. Nachdem in den gestrigen Nachmittagsstunden die Lieferungspreise für die späteren Sichten um 7 bis 9 Mark über Börsenschlußniveau gelegen hatten, machte sich heute zu Börsenbeginn eine Beruhigung geltend. Immerhin waren ncxch PreiSbesse- rungen um zwei bis drei Mark zu verzeichnen.
Wochenbericht
vom Frankfurter Produktenmarkt.
Die uneinheitlichen, jedoch zum größten Teil schwächeren Auslandmeldungen ließen den Frankfurter Produktenmarkt in dieser Woche meist in sehr ruhigerHaltung verkehren. Die Umsatztätigkeit bewegte sich infolge des meist ziemlich schwachen Besuchs in engen Grenzen. Das
Die hinter den Papieren
Frankfurt a. 2P
Serlin
Schluß-s iurS |
l-ltyrT Kurs
Schluß- Anfang«
Iurs |
Kurs
Dalum
17- 10
18 10
17 10 '
18 10
6% Deutlche Reichsanleche
87
—
87,5
. .
7% Deutsche ReichSanleihe
97,75
97,75
Deutsche Anl.-Ablöi.-Schuld mit
54,4
54,75
54,5
55
DeSgl. ohne AuSlos.-Nechte . - 8% Hess. Bottsstaat von 1929
6,75
86,5
6,75
6,8
6,75
Frfirfinhlb 102%)......
88
Obernien Provinz - Anleihe mi-
Ofudint j^Rrditen ......
—
Deutsche Komm. Sammelabl.
50,75
51,5
—
8% firanlf. Hhv.-Bank Goldpfe
98,5
XIII unkündbar bis 1934 - -
7% ßranll. Hop-Bank Go'dpfe
—
—
—
93
_
_
_
<y,% Rheinische Hnv.-Bank
84,75
8% Pr. LaadeSpiandbriefanstalt,
100
-
100
8% Pr S andeSV i an dbrief anstatt.
Komm^Lbl. N. 20......
7% Pr. Landesviandbriefanstalt,
97
97
97
—
Pfandbriefe R. 21.....
A E G. qbg. BorrnegS-Obligatio-
—
97
—
94
nen, rückzahlbar 1932 .....
—
—
—-
4% Oesterreichische Goldrente . . 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Oesterreichische Einheitliche
26.5
—-
27
—
3,25
1,85
—
3,2
3,3
■
1,9
24
4% U^«sche Goldrente ....
23,95
24
24,2
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
19
—
18,9
—
4%% desgl. von 1913 ....
—
—
—
—
4% Ungarische Sroneurente . . •
1,85
—
1,9
4,55
1,85
4% Türkische ZoNanlethe v*n 1911
4% Türkische Bagdadbahn-Anl.
4,75
4,4
Serie I..........
—
—
—
4% deSgl. Serie 11.......
6% Rumänische vereinh. Rente
4,525
■
4,5
8,45
454% Rumänische vereinh. Rente
14,13
7,05
■■■
14
4% Rumänische vereinh. Rente .
—
7,13
7,25
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Banfnolen.
a.rn.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt
119.75
119.75
120
125
123,5
10
i-
62.5
67,5
66,25
96
285
28,75
64,5
150
78
138
93
92
124,5
97.5
. 9 10 10 iy*
118
123
96.5
136.5
181
181
126
216 28?
17.5
30
IS'/, 12 . . 8
. S , . u
0 r
. 6 10
. f . 0 , 6
0 10 10 , 'j 10
94 1
150 i
1381
24,9
160
24.25
160
220.5
75
64
69 118,5 87,25
15,75 * 1 30
angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 vH.. Lombordzinsfuß 6 v.H.
95,13
93
81,25
74,5
41,75
44
77
64
182.5
78,5
«mst.-Nott. Buen AireS ‘Brff.-’lntro Gbrifttaiua Kopenhagen Stockholm - HelfingforS-
182
126,65
140
Malnkrastwerke Höchst a. M.
Gebe. Roeder......
SotgtÄ Haeffner ....
Süddeutsche Zucker . . .
Ä.ES..........
Bergmann........
tflehr. LieserungSgesellschast. Licht unO Kraft......
gelten & Guilleaume . - - GeseUschast für Elektrisch«
73,5 82,75 74,13
41,5 44,5
71,25
64,75
133
78,9
64,75
70,5
118,5 88
82
119,5
24.5 160 33,75
12
49.75 217 287
62.5
70,5
119
87,5
82
118,4
24.4
160
34.75
12,13
Unternehmungen . .__
Hamburger ElekinzitätS-Werke 10
Rheinische Elektrizität . . . • 9
firantfuttei Maschine« Gritzner......
Heyligenstaedt . . . Ivvghanr......
Weutiod . . Paris.... Schwei; . .
Spanten. Japan . . . •Mio de Jan Wien in D- lüest. abgeft Prag .... Belgrad . . Budapest. . Bulaarien Lissabon . . Taruig. . . Konstantin. Athen. . . Tanada . . Urn ;uat). . Eotro . • .
120,9 , ------
138.25 138.5
117.75 118.5
125 1 125.75
96 97.25
120,5 120.5
136.65 137,25
126 126
18.5 ' 117,75
Bfu.........
Bemberg.......
Rellftoff Daldbof . . . Zellfioss Aschaffenburg . Charlottenburger Walier Dessauer ®a5.....
Daimler Motoren . . . Deutsche Linoleum . . Maschinenbau A.-G. . . -tüt. Automobil . . . « Crenftetn 8 Koppel . . Leonbarv Tietz . . . . Evenska ......
28,25
89 |
Frankfurt a. M
Serkin
Schluß- lurs |
t-Uhr- Kurl
Schluß-1 für* |
Anfang- Kurs
Datorn
17 10
18 10
17 M
18. 10
Weretnigte Stahlwerke ...
65,5
65
65,5
64
Ctaol Minen......16'/,
32,75
32,5
32,25
Kaliwerke Aschersleben ... 10
197.5
196
198.75
197
Kaliwerke Westeregeln ... 10
199,75
199,75
200
200
Kaliwerke Salzdetfurth ... 15
274
—
275
272,75
I. ch. Warben-Industrie . . . 1L
140,5
140,13
142
140,5
Dvnamii Röbel.......6
—
66
Ccheideanftalt........9
—
—
—
Eoldschmidl ....... b
42
—
42,5
42
Rülgerswerke........6
51
50
50,5
50,6
Metallgeiellichaft.......8
92
—
92,5
—
Pbilivv Hol, mann......7
79,75
—
80
80
Zementwerk Heidelberg . . 10
—
88
--
Gemcntreerf Karlstadt. ... 10
——
Waqß & tireljtag......8
56,5
—
56,5
—
Schultheis Patzenhofer ... 15
_
186,5
185,5
Cftroerte.........12
—
——
147
146
Frankfurt a.DI
Serkin
(Schluß-!
1-Ubr«
(Schluß-
Anfang«
für« I
fferd
lurft |
flurä
Datum
17 10
18 10
17 10
18 10
Hamburg-Amerika Paie> . . - -
Hamburg-Südam. Dampfschiff - 8
80
—
79
78,13
——
—
161
—
Hansa Tamvfschiss.....™
——
—
124,5
Norddeutscher Lloyd.....8
79,5
—
79,5
78,5
Allgemeine DeutscheCreditanst. 10
Barmer Bankverein .... 10
107,75
107
100,5
107,9
100,4. 107
Berliner Handelsgesellschaft . 12
Cammer,- und Privat-Bank . 11
131 121,5
121
131,5 121,25
131#25 121,5
Darmstädter und Nationalbanl 12
160,75
—
160.5
160,25
Deutsche Bank und
Tisconlo-Gesellschaft, ... 10
116.5
116,5
116,5
116,5
Dresdner Bank......10
Retchsbanl........12
115 218
115
219,5
115
217,5
115
219
Srrlln, 17 Oktober
ÖSÜ6
Brief ■
Amenkani'che Noten .....
4,21
4,23
Belgische Noten .......
58,38
58,62
Dänische Noten .......
112,15
112,59
Englische Noten........
20,399
20,479
ssranzosische Noten.......
16.45
16.51
Holländische Noten.......
169,06
169.74
ntallenildK- Noten........
21,97
22.05
Norwegische Noien.......
112.08
112,52
Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling
59.11
59.35
8iumäiilid)e Noten.......
2.477
2.497
Schwedische Noten..... .
112,67
113,11
Schweizer Noten........
81,49
81,81
Spanische Noten........
40,62
40.78
Tschechoslowakische Noten.....
12,42
12.48
Ungarische Roten ......
73,36
73,66
17 Oktober
18 Oktober
Amiuchr Mo lerung Seid Srie
^Mliiche Jiouerung Gelb । Arie-
169.19
169.53
169,07
169.41
1.424
1,426
1.442
1.444
58.54
58.66
58.54
58,66
112.35
112,57
112.34
112,56
112.36
112,58
112.33
112,55
112.79
113.01
112.77
112,99
10,568
10,588
10.566
10.586
21,935
22,025
21,99
22,03
20,408
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