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Nachdruck verboten

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17. Rebruot 1930

8. äiebunpsteg

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4381 6327 9686

206 ÖftD.nn. ,u 300 M 2145 2872

80126 83382 86051 96603 96670 98771

Prämien zu fe

Im Gewtnnrode verblieben: 2

139797 191679 285836 356878

78859 100460 147328

164056 184306 211816 237536 256685 288167 300617 319466 340008 361536 376781

17199

36205

62975

77204 105314

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224776 242700

273821

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144400 213733 306854 395840

107731 148735 163852 192081

213182 244247 257532 288841 304379 320581

345024 361722

377316

113233 151308 169572 193123 214400 243958 270043 294538 308387 332605 348711 364913 384330

117298 160064

177712 194676 215049 254722 273039

296159 313909 336060 348754 364993

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151233 191390 223986 240601

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116095 140408 161023 199940

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244422 281488 303507 334602

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110987 122203

145246 175587 205557 233895 264169

289835 309277 337160 372841 399191

28007

41916

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93661

111913 133726 149905 176724 223362 236345 264701 291919 311590 340896 377262

110827 120761

141161 164787 201457 231973 255157 232016 303682

3364I5 363130 394268

18857 20090 20748

36318 37750 41623

53428 61954 68729

78957 92891 93651

5000(10, 2 Gewinne zu je 500000. 2 zu ie 800000^

3 zu je 20O000. 4 zu je 7500, 2 zu je 50'00.

12 zu je 25(00. 56 zu je 10000. 118 zu |i 50t X),

382 zu ,e »00, 614 zu je 2000. 1574 zu je 1000.

3380 zu je 500, 8650 zu je 300 M.

134441 162375

182140 199529 229474 256426 284563

300176 316089 339172 358407 372730

16652 23378 26501 27407 30187 49733 60477

52534 65424 65663 58206 66690 69693 73889

Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich Hobe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II

dauernswerten KindeS gibt natürlich zu Besorg- j nissen Anlaß.

" Die deutsch-ruf fische Pamir-Ex - pedition. Man bericht.t uns: Lio Gesell,chaft für Erd- und Völkerkunde vrransta t .te gemein- fam mit den Sektionen Gießen un) Oberhessen des deutschen und österreichischen Alpenvereins einen Vortrag über eine große Forschungsexpe- dition, die im Sommer 1928 von der Rotgemein- schast der deutschen Wi senschast zusammen mit der Russischen Akademie der Wiss.nschaftcn und dem Deutschen und Oesterreichifchen Alpenvor in ausgesandt wurde. Es handelte sich um die wissenschastl'che und alpinist sche Erschießung der Transalailette und des Seltau-Deb.rg^zuges, die das Hochland der Pamire im Aorden und Westen abjchließen. Dieses Hochland umfaßt jen n südlichsten quadrat schen Vorsprung des Ruf i» schen Reiches in Asien, der aus drei Seiten von afghanischem, chir.e ischem und brtiisch-ind'.sll,em Gebiet umschlossen ist. Die Expedition wurde von Herrn W. Rickmer-Rickmers aus Bremen geleitet. Unter den 11 deutschen Vl tgliedorn war der Vortragende, Herr Wien aus München, der der alpinistischen Gruppe angrhilrte. An Hand prachtvoller Lichtbilder schilderte er zu­nächst die schwierigen Eeiu idungsbest igimgen in dem gebirgigen Winkel zwischen den beiden ge­nannten Gebirgszügen und daraus die Tätig- feit der Expedition in der Seltaugruppe, die zur Entschleierung des längsten Talgletsch rs der Erde führte, des 77 Kilometer messenden Fed- tschentoglctschers. Ueberaus a ftrnvenb und ent­behrungsreich war der Vorstoß über e.nrn glet- scherüberslossenen Pah der Seltauwa serfchoide hinab in das westliche Vorland des Gebirges. 3m September wurde schließlich von drei deut­schen Mitg'iedem, darunter Herrn W i e n. der Pik Lenin bestiegen, der weit über 7039 M'ter emporragende höchste Gipfel des Transalti, den man bis vor kurzem für den höchsten Berg des Russisehen Reiches hielt, bis der Topograph der Expedition, Dr. F i n st e r w a l d e r, errechnete, daß der.Garmo der Seltauktite noch etwa 50 Meter höher ist. Alles in allem gab der sehr gut besuchte und mit großem Interesse auf- genommene Vortrag ein anschaulich?s Bild von diesem Teil Innerasiens, in dem die vegeta­tionslose Trockenwüste mit ihren kahlen Fels- hängen und Schuftstrl men ohne jeden Ueber- gang in die Eisw.llste der allenthalben über 6000 Meter hohen Gi fei und der gletscherdurchström- ten Täler übergeht. Dr- L-

Der Evang. Arbeiterverein ver­anstaltete am Sonntagabend zusammen mit dem Wartburgverein im Markussaal einen Vortragsabend mit Lichtbildern. Pfarrer Becker gab in einer kurzen Einleitung seiner Freude über die Zusammenarbeit der beiden Vereine Ausdruck, mit dem Hinweis, daß auch der Evang. Bund für die Folge an den gemeinsamen Ver­anstaltungen teilnehmen werde. Hierauf wurden die Besucher im Geist zunächst zu dem höchsten Gipfel Deutschlands, der Zugspitze, geführt, deren Raturichönheiten in den einzelnen Bildern in be­ster Weise zum Ausdruck kamen. Interessant waren dabei die Darstellungen über den Dau und die Tragfähigkeit der auf österreichischem Ge­biete bereits bestehenden Zugspitzbahn. Der zweite Teil des Vortragsabends beschäftigte sich mit dem Eisensteinbergbau in unserer engeren Heimat, nämlich im Gebiet Lahn, Dill und Oberhessen. Rach einer kurzen Erläuterung über den Umfang des Eisensteinbergbaues und die Verhüttung in diesem Gebiet wurden zunächst eine Reihe von Lichtbildern gezeigt, welche die landschaftlichen Schönheiten veranschaulichten. Es folgten dann eine größere Anzahl Bilder, welche die Gewin­nung, Aufbereitung, Verladung, sowie den Trans­port der Eisenerze darstellten. Besonders in­teressant war dabei das Leben und Treiben unter Tage, das die Schwierigkeiten deö Decg- mannsberuses voll und ganz erkennen ließ.

* K a f h o l. Iungmännerverein und Deutsche Iugendkraft, Abteilung Gießen. Der Kathol. Iungmänn.rocrin und mit ihm die Deutsche Jugendlrast, Abteilung Gießen, veranstalteten, wie man uns berichtet, am Sonntagabend im Kath. Dereinshaus einen Familienabend. Giii vorzüglich zusammengesetzt tes Programm, das auf eine sorgenbrechende Stimmung eingestellt war, hat feine Wirkung nicht verfehlt. Der musikalische Teil wurde von der noch jungen Kapelle des jungen Gemeinde- orchesters bestritten, welche unter der Leitung des Kaplans ® re mm ein flottes Spiel bot. Zwei Schwanke fanden durch das gute Zusam­menwirken der Spielerschar eine gelungene Wie­dergabe. die große Heiterkeit auslöste. Auch die übrigen humorvollen Einlagen fanden den Bei- ; fall des vollbesetzten Hauses.

Oberheffen.

Schwerer Llnglücksfall in Lollar.

H Lollar, 18. Febr. Gestern abend gegen 8 Uhr wurde In der oberen Hauptstraße, in der Röhe des Bahnüberganges, der Reifende Schä - f e r von der Holzhandlung Dürr & Co. in Gie­ßen von einem Personenauto ange­fahren. Dr. Schlapp und Dr. Schwalm stell­ten einen doppelten Schädelbruch fest und veranlaßten die Ueberführung des be­dauernswerten Mannes mit dem Sanitätsauto nach der Chirurgischen Klinik in Gießen, wo er in ernstem Zustande darniederliegt. Polizeiliche Ermittlungen wurden sofort aufgenommen. Wie wir von beteiligter Seite hören, ist es zweifelhaft, ob der Verunglückte von dem Kraft­wagen angefahren worden ist. Es bestünde auch die Möglichkeit, daß der bedauernswerte Mann auf dem glatten Wege ausgeglitten und unglück­licherweise gerade gegen das vorüberfahrende Auto gestürzt ist, was er selbst auch wieder­holt ausgesagt hch.

Landkreis Gießen.

X Wieseck, 17. Febr. Der gestrige Unter« haltunasaberd des Frauen-Cyors im Saale von Betz erfreute sich eines sehr zahlreichen Besuchs. Der Chor bot unter Leitung seines Dirigenten Philipp Groß sechs mit bekann­ter Güte und Sorgfalt vorgetrogene Chöre. Mundartgedichte, heitere Zwiegespräche und Duette, sowie ein flott gespielter Einakter wur­den mit lebhaftem Beifall ausgenommen; den übrigen rnusikal schen Teil des Abends bestritten in gutem Zusammenspiel Gustav Weller (Kla­vier) und Karl Decker (Violine). Eine Ver­losung füllte die Pause aus, Tanz machte den Schluß.

: Beuern. 16. Febr. Gestern nachmittag hielt die hiesige Spar- und Vor schuß - kasse I, e.G. m. b. H, im Saale des Mitgliedes K. K. Sommerlad I. ihre diesjährige ordentliche Generalvers ammlun g ab. Die Rechnungs-

Aus der Provinzialhauptstadt ;

Gießen, den 18. Februar 1930.

Letzten Endes.

Letzten Endes" sind Gedankenlosigkeiten, kein Verbrechen Aber vorletzten Endes? Ach was. das gibt es nicht. Also kann es auch kein letztes Ende geben. Ende ist Ende, basta. Und doch wird soviel desletzten Endes" angewendet.

Was ist nicht allesletzten Endes". Die Rot unterer Zeit geht letzten Endes auf den ver­lorenen Krieg zurück Bein das ist nur vor­letzten Endes. Denn letzten Endes besteht eine Rot der Zeit, weil wir sie noch nicht über­wunden haben. Hätten wir sie überwunden, bestünde sie letzten Endes nicht mehr. Letzten Endes muß der Käse, der soeben im Laden ge­tauft wurde, etwas teurer fein als der, den wir direkt vom Erzeuger beziehen. Aber vor­letzten Endes stimmt daS auch wieder nicht, wir müssen letzten Endes die Umständlichkeit emeS solchen Bezugsverfahrens in Rechnung stellen, und so hat letzten Endes zwar der Händler einen Gewinn, aber wir haben ebenso letzten Endes auch unseren Vorteil davon.

Genügt das, um zu zeigen, daßletzten En­des" ein ganz gedankenloses Modewort ist, dem manletzten Endes" nur begegnen kann, wenn man es verfolgt, wo immer man kann, und das man mit Stiel und Stumpf ausrotten sollte?

Cs ist nicht das einzige der Modewörter un­sinniger Prägung. 2 brrletzten Endes' kann man nicht verlangen, daß man mit einem Dch age allen diesen Ungetümen den Garaus macht. Wenn man nur erst mit einem fertig geworden ist. so radikal fertig, daß man es nicht mehr in den Wund nimmt, geschweige schreibt, dann ist schon eine kleine Schlacht gewonnen. Gegen die anderen kann man dann ebenso etappenweise vorgehen. Letzten Endes" wird es schon gelingen, mit diesen Geistern des Unfugs fertig zu werden. Undvorletzten Endes?" Undvorletzten Endes? Und fo fort? . _ .

Schließlich aha, hier ist ja ein Wort, das dafür auch brauchbar und kein Unsinn ist also schließlich kommt doch einmal der Tag, da man sich lieber die Zunge abbricht als ein letzten Endes" zu gebrauchen. Es ist aber nicht nötig, mit der Zunge so rücksichtslos zu ver­fahren, wenn auch Philosophen behaupten, daß sie viel schuld ist an der Leichtfertigkeit des Wortgebrauchs, mit anderen Worten, daß sie oft zur Scheidemünze macht, was Gold sein könnte. Aber letzten Endes nein, schließlich könnten w r auch ein andermal davon sprechen. S.

Aus der Solmser Geschichte.

Am 13. Februar hielt Archivrat Uhlhorn, Marburg, im Oberhessischen Gcschichtsverein zu Gießen einen Vortrag übet »Die geopoliti­schen Grundlagen der Solmser Ge­schichte und ihre Auswirkung i mM i t- telaltcr. Der Redner erläuterte zunächst an Hand von Lichtbildern die geographische <5trut» tut der ehemaligen Solmser Stammlande, d. h. der westlichen Hälste des heutigen Kreises Wetz­lar. Das Gebiet setzte sich aus drei Siedlungs­gebieten zusammen, der Hochebene südlich der Lahn, die mit dem Flußtal selbst im engen Zusammenhangs stand, dem Dilltal und der von beiden fast ganz abgeschnittenen Altenkirchener Hochebene. Dementsprechend sind auch die Burgen des Landes verteilt: Burgsolms, zu dem An­fang des 13. Jahrhunderts Braunfels kam, Wer- dorf und Königsberg. Ursprünglich bildeten diese drei Gebiete mit dem um Weilburg, um Klee- berg und dem Gießener Becken eine zusammen­hängende Grafschaft, die sich auf den in laro- lingifcher Zeit bestehenden Erdagau stützt. Dessen Umfang Ist wiederum durch das Archipresbyterat Wetzlar zu erschließen.

Rach dem Sturz der Konradlner, die lange Zeit die Herrschaft über diese Grafschaft ausübten, kam sie nach Absplitterung eines bedeutenden Teiles des Gebietes um Weilburg um das Jahr 1000 an Worms, in die Hände der Grasen von Gleiberg, die wiederum das Land um Kleeberg an eine Seitenlinie abtraten. Innerhalb dieses Hauses brach aber um 1100 ein Bruderkampf aus, in dessen Verlauf 1103 der Gleiberg zer­stört wurde, und der im folgenden Jahre nur durch eine Teilung geschlichtet werden konnte. Die westliche Hälfte findet sich spater in den Händen des letzten Gleiberger Grafen Wilhelm, der fie an die Pfalzgrafen von Tübingen und die Herren von Merenberg vererbte. Die östliche Hälfte da­gegen erhielt wahrscheinlich der Vater, der wenig bekannte Graf Otto von Gleiberg. Dieser letztere muß, wie aus mancherlei Gründen angenommen wurde, eine Erbtochter des Herrn Marquard von Solms, den die Schifsenberger Urkunde von 1129 nennt, geheiratet haben. Er brachte Land und Grasenrechte mit, nahm aber feinen Wohn­sitz auf Burgsolms und nannte sich seitdem Graf von Solms. Demnach ist er als der Stammvater

ön der heutigen Nachmittogsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

2 »ttplnne m 6000 -TR 379135

10 »etptnne «u 3000 OL 54756 126624 161187 281912 336174

4 »tto.nnt fu 2000 M. 85846 258406

34 ®e»inn» |U 1000 =m. 2190 7320 20988 28217 29744 42295 48366 100855 131409 135914 181835 223966 285877 305322 340783 379832 399884

52 ®»tr>inn» .u 600)>(. 23336 29478 40884 66248 64939 70244 72123 75930 108724 110'72 132500 148340 164700 186270 241806 243567 272736

293820 299451 305007 328650 331694 349963

361010 361804 369305

206 »etn nn« au 300 211 480 2289 5242 8293 8307

* Um d i e hessische Gewerbe st euer d e r A e r z t e. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof beschäftigte sich am Samstag in einer sehr ausführ­lichen S.tzung mit der Frage der Heranziehu-g der Acrzte zur hessischen Gewerbesteuer. Die Sache wird von dem Darmstädter Arzt Dr. W i ß m a n n durch. gefochten, der mit seiner Klage beim Finanzamt und Finanzgericht sich nicht durchsetzen konnte. Nach mehrstündiger Verhandlung verschob der Verwac- tungsgerichishof die Urteilsverkündung auf den

als Gegenburg bauten, nützte nicht viel; Hessen blieb, auf Wetzlar gestützt, in langsamem aber siegreichem Vordringen. 1361 verständigte es sich mit Rassau über die Abgrenzung der beider­seitigen Interessensphären, wobei die Kölner Heerstraße Grenze wurde. Solms mußte nun einen Zweifrontenkrieg führen. Graf Johann IV. von Burgsolms verstand es in Offensivstößen, wobei er auch einmal vorübergehend Wetzlar in feine Gewalt b tarn, Cuft zu gewinnen Infolge der dauernden Fehden aber v rödete die Kölner Heerstraße vollkommen; die Kaufleute nahmen den sichereren Weg über Diez. Dadurch ver­loren jedoch die einst so lockenden Kricgsziele an Wert. Man liquidierte Ende des 13._ Jahr­hunderts das ganze Unternehmen und überlieh Solms den Greifenstein.

Die Grafen von Solms erwarben wenig später in der Wetterau große Besitzungen durch die Falkensteiner Erbschaft und verlegten nun ihren politischen Schwerpunkt hierher. Die Solmser Stammlande sind erst wieder d irch die mod rne Verkehrsentwicklung wirtschaftlich aufgeblüht.

Gietzcncr Wochenmarltpreise.

Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das 'Pfund: Butter 140 bis 180; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 63 bis 140; Wirsing 15 bis 30; Weißkraut 10 bis 15; Rotkraut 10 dis 20; gelbe Rüben 10 bis 12; rote Rüben 10 bis 12; Spinat 30 bis 35; Unter-Kohlrabi 8 bis 10; Grünkohl 15 bis 20; Rosenkohl 30 bis 35; Feldsalat 150 bis 180; Tomaten 70 bis 80; Zwiebeln 10 bis 15; Meerrettich 50 bis 70; Schwarzwurzeln 40 bis 60; Kartoffeln 41/, bis 5; Aepfel 10 bis 15; Dirnen 10 bis 15; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 120 bis 130; Suppenhühner 100 bis 120; Ripse 50 bis 80; das Stück: Tauben 70 bis 80;'Eier 13 bis 14; Blumenkohl 50 bis 100; Salat 25 bis 30; Endivien 40 bis 60; Lauch 5 bis 15; Rettich 10 bis 20; Sellerie 10 bis 40 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3,80 bis 4; Wirsing 12 bis 15; Weißkraut 7 bis 8; Rot­kraut 10 bis 12; Aepfel 10 bis 12; Dirnen 8 bis 10 Mark.

Bornotizen.

Tagöskalender für Dienstag. Stadttheater:Wie es euch gefällt", 19.30 bis 22 injr. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Die weiße Schwester von St. Deith" undDas rote Schwert". Astoria-Lichtspiele:Casanovas Erbe". . .

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die heutige VorstellungWie es Euch gefällt" beginnt um 19.30 Uhr. Morgen, Mittwoch, 19. Februar, wird zum letztenmal die OperetteGräfin Mariza" von Kalman gegeben. Freitag, 21. Februar, erste Wiederholung des Lust- spielsWie es Euch gefällt" von Shakespeare. Sonntag, 23. Februar, 18.30 Uhr, Fremdenvoistel- hing zu ermäßigten PreisenDie andere Seite". In VorbereitungWeekend im Paradies", Schwank von Arnold und Bach,Die Heilige Flamme", Schauspiel von Maugham (Gastspiel Auguste Prasch. Greoenberg). __ ,

Kasperltheater. Am Mittwoch, 19. Februar, wird Kasperl im großen Saale des Kath. Dereinshauses seine tollen Streiche aus- führen. 2Ule großen und kleinen Kinder find eingeladen. Siehe heutige Anzeige.

dn bei heutigen Vonnsttaaszlebung wurden Gewinne übet 150 M. gezogen

2 S«winv« iu IOOOO Di 108576

4 «ttoinnt eu 3000 M. 294125 322083

12 ffemmnf »u 2000 TI. 16188 64774 112030

205960 248167 289'81

48 S.w'nn« ,u 1000 M. 236 20600 69987 65746 76095 82501 93070 '62882 17755 186136 '99616 203962 213200 244389 259054 302389 306204 318254 331156 334069 340169 384349 388926 392237

des Hauses Solms anzusehen.

Seine Rachtommen teilten sich bald in Drei Linien, die sich nach ihren Wohnsitzen Braun­fels, Burgsolms und Königsberg nannten. Sie behielten aber den Besitz gemeinsam in Mut- scharung. Die politisch ruhigen Zeiten des 13. Jahrhunderts benutzten fie dazu, ihre Herrschaft im Inneren auszubauen, nach außen aber zu vergrößern. Zunächst durch Pufferstaaten von ihren größeren Rachbarn Rassau und Hessen ge­trennt, tarnen sie durch Beseitigung der schützen­den Wälle in allmählich immer engere BetM- rung mit denselben. Rassau erwarb zunächst WcÜburg und die Herborner Mark, schließlich zusammen mit den «Solmfem die Herrschaft Grei­fenstein, deren Gebiet man untereinander teilte, während die Burg selbst ein Zankapfel zwischen ihnen blieb. Keiner wollte sie dem anderen lassen, da sie den Schlüssel der Kölner Heer­straße bildete, die von Butzbach über Wetzlar zum Westerwald hin als Lebensader das Land durchzog. Rach der nasfauischen Teilung b.- stimmte der Kampf um die Kölner Heerstraße die ganze Solmser Politik gegenüber Rassau- Dillenburg. während Rassau-W. ilburz nach dem Besitz des südlichen Teiles der Grafschaft strebte, dem einzigen Gebiet, in dem es sich noch aus­dehnen konnte. . _

In erste Berührung mit Hessen gerieten die Solmser als dieses Mitte des 13. Jahrhunderts Gießen erwarb. Bald entstand daraus offene Feindschaft, zumal als die Grafen auf die Seite des Erzbistums Mainz traten, das das ganze Mittelalter hindurch in schwerem Kampf mit den Landgrafen stand. Rur der Königsberger Graf, der auf der Altenkirchener Hochebene m allzu enger wirtschaftlicher Abhängigkeit vom Gießener Becken war, schloß sich sehr bald Hessen an. Daß die anderen Grafen den Hohensolms

2?us demGiehenerStandesamts- r e g i ft e r. Es verstarben in der Zeit vom 1. bis 15. Februar in Gießen. 2. Willy Martin Fried­rich Louis Fischer, taufm. Angestellter, 28 Jahre, Roonstrahe 33. 2. Philippine Blick, geb. Geier, Witwe, 52 Jahre, Gnauthstrahe 20. 4. Emma Wörner, geb. Roth, 68 Jahre, Rodheimer Straße 30. 4. Fritz Günther Walter Schmidt, Kausmann, 19 Jahre, Löberstraße 10. 4. Georg Peter Dahmer, Spengler- und Installateur- mcister, 60 Jahre, Reuenweg 40. 9. Clise Bcim- born, geb. Hartmann, 72 Jahre, Wehsteingasfe 16. 14. Minna Wittich, berufslos, 85 Jahre, Linden­platz 12. 14. Johann Philipp Julius Schulze, Rentner. 78 Jahre, Wiesenstratze 1.

* Sangerehrungen. Für 50jähriae ak­tive Sangestätigkeit wurden mit der goldenen Ehrennadel des Hessischen Sängerbundes unter gleichzeitiger Verleihung des Ehrenbriefes des D. S.B. ausgezeichnet: Sänger Karl Dock (M.-G.V.Konkordia"), Stangenrod, Georg Schäfer (Frohsinn"), Londorf. Für 40jährige aktive Sangestätigkcit erhielten die silberne Eh­rennadel des Hessischen Sängerbundes: die Sänger Hch. Krapf (Liederkranz"), Leihgestern, Hch. Gönnert (M.-G.-V.Konkordia"), Stan­genrod, Karl Fay IV. (Liederkranz"), Gedern, Fritz Jäger und Karl E m r i ch (M.-G.-V.), Hirzenhain, 2ohs. Velten (Liederlranz"), Leihgestern, Georg Habermehl und Wilh. Mehendorf (Harmonisches Kränzchen), Schlitz, Ioh. Karl Funk (Polyhymnia"), Beuern.

** D i e Universitäts - Bibliothek for­dert zur Rückgabe aller vor dem 20. Januar ent­liehenen Bücher zum Zwecke der Jahresrevision auf. Letzter Rückaabetermin ist 15. März. An immatri­kulierte Studierende richtet sich diese Aufforderung nicht. Man beachte die heutige Anzeige.

Schottischer Liederabend. Man schreibt uns: Am Freitag, 21. Februar, um 20.30 Uhr pünktlich, veranstaltet das Englische Seminar der Landesuniversität im Musiksaal des Realgymna­siums einen schottischen Liederabend, bei dem Miß Hclolse Russell-Feraussen schottische und englische Lieder zur Harfe fingen wird. Die obbligati Cello-Begleitung wird von Miß Marie Bare aus- geführt, den Klavierpart hat Frau Prwatdozent Dr. Gerber (Gießen) übernommen. Die Künst­lerin, die von der englischen und deutschen Musik­kritik sehr günstig beurteilt wird, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die alte schottische und englische Dolksliederdichtung zu pflegen. Es wird interessant sein, diese musikalisch wie textlich gleich reizvollen Lieder kennenzulernen, auf deren Bedeutung in Deutschland zuerst Herder hingewiesen hat. Näheres in der Anzeige am nächsten Donnerstag.

* Schwer verbrüht. Mit schwärm Ver­brühungen wurde gestern das 2Vs 2ahre alte Kind einer hiesigen Familie in die Chirurgische Klinik eingeliefert. Das Kleine hatte m der Küche einen Topf mit kochendem Wasser vom Herd herabgezogen und sich dabei Arme und Deine stark verbrüht. Das Befinden des be-

62 D-w'nn« »v 600 M. 6903 17491 22049 26380 45181 46308 64209 89301 90108 118176 124488 ----- ------ j65638 172858 18574» 228897 229190 269309 270235 323127 327696 344883 346395

ablage für 1929. die mit einem Gewinn von 1791 Mk. abschließt, wurde einstimmig gut­geheißen und der Entlastungsantrag genehmigt. Von dem Gewinn sollen 18,Prozent SiDibeme auf die eingezahlten Geschäftsanteile gewährt werden. Die Wahlen hatten das Ergebnis, daß Kontrolleur Förster i. R. Hch. Koch 11. als Vor­stand, und Jakob Schomber als 2lufsichtsrat einstimmig wiedergewählt wurden. Für das in 1929 verstorbene Ausslchtsratsmitglied Gen e nde- rechner Gg- Stein wurde Karl Krämer neu in den Aufsichtsrat gewählt. Die Genossenschaft, welche dem Verbände der Hessischen Landwirt- schaftl'.chen Genossenschasten angeschlos'en ist, hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einen starken Aufschwung genommen. Der älmsatz betrug im Jahre 1929 512 000 Mk. gegen 357 000 Mk. im Vorjahr. Die Mitgliederzahl ist von 63 auf 80 angewachsen. Die Spareinlagen erhöhten sich von 46 700 Mk. in 1928 auf 68 500 Mk. in 1929. Bei der Submission von Fichten- Stammholz aus dem hiesigen Gemeindewald wurden folgende Preise erzielt: Los 1 Klasse la 18 90 Mk., Los 2 Kl. Ib 20,95 Mk., Los 3 Kl. Ib 19,50 Mk., Los 4 Kl. Ha 22.10 Mk, LoL 5 Ila 21,50 Mk., Los 6 Hb 24 Mk., Los 7 Hb 24 Mk., Los 8 Illa 26 Mk., Los 9 Illa 26 Mk., Los 10 IHb 28 Mk.. Los 11 IVa 32.90, Tannenstämme Los 12 Ib 15.90 Mk. Es wurden zehn Offerten abgegeben. Die fubmittiertc Fest­meterzahl betrug zirka 360 Festmeter, etwa ein Drittel der diesjährigen Ernte.

5 Harbach, 17. Febr. Dieser Tage fand die Versteigerung der Massegrund­stücke unserer Feldbereinigung statt. Der Erlös betrug etwa 72 000 Mk. und ist höher, als erwartet wurde. Die Arbeiten in der Gemar­kung, die durch die Verlegung der Wege und Grundstücke bedingt sind, wurden durch das gün- - ftige Wetter ermöglicht und sind gut vorgeschrit­ten. Rur viel beanstandet 'wird es, daß zwer wichtige Feldwege für den Gebrauch der OrtÄ- einwohner so verlegt sind, daß sie nicht mehr gebraucht werden können. Der Weg nach Grün­berg, der sehr gern gegangen wurde, ist jetzt sehr unpraktisch geworden, und der Weg, der als Kirchweg auf den Wirberg benutzt wurde, ist völlig in Wegfall gekommen. Man muß nun die Chaussee und Staatsstraße benutzen, was einen ilmtoeg von mindestens 20 Minuten bedeutet. Die Kinder, die zur Konfirmandenstunde nach Wir­berg müssen und die Besucher der Kirchspiel­gottesdienste auf dem Wirberg haben den Scha­den davon.

Kunst und Wiffenschafi.

Hundert Jahre Darmstädter Kunst.

Anläßlich der Jahrhundertfeier der Stadt Darmstadt wird der Kunstverein der Stadt Darmstadt eine retrospektive Ausstellung ver­anstalten, bei der Gemälde Darmstädter Maler von 1 730 bis 1 830 aus öffent­lichem und privatem Besitz gezeigt werden sollen. Besitzer von Kunstwerken der bezeichneten Pe­riode, die gesonnen sind, ihren Besitz über einige Sommermonate zur Verfügung zu stellen, werden gebeten, sich mit Herrn Grafen von Harden­berg, im Schloß, Eingang vom Markt, in Ver­bindung zu sehen. In Frage kommen Werke folgender in Darmstadt tätiger Maler: App, Armbrüster, Castner, Edelmann. Eger, Chr- mann, Fiedler, Fohr, Frisch, Gläser, Hagel­gans, Hill, Hirschberger, Issel, Koernlein, Lau- bacher, Frhr. von Löwenstern, Lukas, Michel, Rodingh, Samhammer, SandHaas, Schiklbach, Heinrich Schmidt, Schneeberger, Schnittspahn, Seekah, Sonntag, Spengler, Strecker und Susemihl.

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