einzahllmg von Hausanteilen gefordert und erst durch die Einzahlung die Anwartschaft auf ein Darlehen erworben. Alle auf dem offenen System aufgebauten Bausparkassen rechnen mit einem laufenden starken Mitgliederzuwachs, die gesamte Berechnung fällt aber zusammen, wenn dieser Zuwachs aufhört. Das geschlossene System vereinigt gewisse Gruppen von Sparern z. B. solche, die . an einem bestimmten Zeitpunkt zusammen eintreten, und solche, die auf einen bestimmten Betrag sparen. Innerhalb einer solchen Gruppe läßt sich mit mathematischer Genauigkeit errechnen, wann der letzte Sparer zum Zuge kommt. Also Klarheit, Offenheit und Llebcrsicht- lichkeit ist der Vorteil dieses Systems, das sich in erster Linie die öffentlichen Bausparkassen zu eigen gemacht haben, durch deren Gründung die Bausparbewegung in jüngster Zeit eine ungeahnte Förderung erfahren hat.
Gemäß einem Beschlüsse des Deutschen Sparkassen- und Giro-Verbandes hoben zahlreiche Landesbanken und städtische Sparkassen lhtt Institute auch der Idee des kollektiven B au - sparens dienstbar gemacht. Die Satzungen dieser neuen Bankabteilungen werden nach einheitlichen Richtlinien der Spihenverbände gestaltet. Cs ist demnach zu erwarten, daß das ganze Deutsche Reich, ohne die Bildung neuer Verbände, bald von einem weitverzweigten Rehe von Bausparkassen überzogen ist. Dieser Schritt darf als Zeichen des öffentlichen Vertrauens in die Zweckmähigkeit und. Berechtigung der Bewegung gedeutet werden. Vorbildlich vorangegangen ist die städtische Sparkasse in Stuttgart, die seit April 1928 etwa 1000 Bausparverträge mit einer Vertragssumme von elf Millionen abgeschlossen hat. Ihr folgten dieBa- dische und die Bayrische Bausparkasse, die Westfälische Landesbausparkasse, die Bausparkasse der Rheinprovinz, und in Hessen und Hessen-Rassau die öffentlichen Bausparkassen für den Volksstaat Hessen, bei der Hess. Girozentrale in Darm- stadt. für den Regierungsbezirk Wiesbaden bei der Rassauischen Landesbank in Wiesbaden, für den Regierungsbezirk Kassel bei der Landeskreditkasse in Kassel, errichtet als Abteilung be- stehender öffentlicher Bankanstalten, mit einer gemeinsamen Geschäftsstelle in Frankfurt a. M. und unter voller Garantie der betr. Gewährsverbände. die hinter diesen Danken stehen. Für die Hessische Girozentrale und damit auch für ihre Bausparkasse haften die Mitglieder des Hessischen
Sparkassen- und Giroverbandes, das sind 33 öffentliche Sparkassen, elf hessische Kreise und eine Provinz (Oberhessen). Diese Mitglieder umfas- sen etwa 95 Prozent der Gesamtbevolkemng Hessens. Den Unterbau bilden überall die ort- lichen öffentlichen Sparkassen, welche die Dau- interessenten beraten, chre Anträge entgegen- nehmen und den gesamten Zahlungsverkehr mit den Bausparern vermitteln.
Die Ausdehnung der privaten und öffentlichen Bausparkassen, sowie die obengenannten Zahlen sind ein Beweis dafür, daß das Handwerk alle Veranlassung hat, sich mit dieser Frage zu befassen zumal der Handwerksmeister nicht nur als Bausparer, sondern auch als Auftragnehmer von Bausvarern ein aktuelles Interesse an der Sache besitzt. Wenn auch die Bausvarbewegung anfänglich von vielen Seiten mit Mißtrauen beobachtet worden ist, und zum Teil sogar infolge mangelnder praktischer Erfahrungen, unrichtiger mathematischer Berechnung der Kapitalansammlung und -Vertellung, sowie ungeeigneter Organisationsformen Anlaß zum Einschreiten der Behörden gegeben hat. so sind doch diese Kinderkrankheiten zum größten Teil überwunden. Die Nachprüfung der Bau- sparbewegung durch das Handwerk hat ergeben, daß das Bausparen dringend förderungswürdig und in seinem Kern« gedanken gesund ist, daß Millionenbestände dem Luxuskonsum entzogen und für den Wohnungsbau flüssig gemacht werden, und daß durch diese Bewegung weiteste Kreise der Bevölkerung wieder zum Sparen erzogen werden können. Es liegt deshalb für das Handwerk die dringende Aufgabe vor, im bauwirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Interesse sich in den Dienst dieses gesunden Gedankens zu stellen, gleichzeitig aber auch auf die Beseitigung von Mißständen bedacht zu fein. Der Dauspargedanke ist dazu angetan, die Herbeiführung normaler Verhältnisse auf dem Bau- und Wohnungsmarkt zu beschleunigen. Das Bauhandwrrk erhält durch die^Bausparer Beschäftigungsmöglichkeit, zumal solche Bautätigkeit nicht an den Ort gebunden ist, vielmehr der persönliche Wille, der Geschmack und Bedarf des Bauherrn wieder in den Vordergrund treten. Schließlich wird die Individualisierung des Baues von selbst dem bedrohenden Einfluß der Bauindustrie Einhalt gebieten und so dem bau- gewerblichen Klein- und Mittelbetrieb ein willkommener Helfer fein.
Wirtschaft.
Wochenbericht vom frankfurter Schlachtviehmarkt.
Da? Geschäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt war in dieser Woche sehr ruhig, zumal auch der Auftrieb verschiedentlich weiter groß war. Infolge der herrschenden Arbeitslosigkeit und der allgemein schlechten Wirtschaftslage konnte sich wieder nur sehr langsames Geschäft entwickeln. Lediglich der Export beteiligte sich wieder in verstärktem Maße am Geschäft, während die hiesigen Metzger wenig Kaufneigung bekundeten und nur den notwendigsten Bedarf eingedeckt haben. Die Preisbewegung war ziemlich uneinheitlich. Während Rinder im großen und ganzen und Schweine gut behauptet waren, gaben Kälber erneut um 6 Mark nach: Schafe konnten ihren Preisstand weiter verbessern. Auf dem Rindermarlt war der Auftrieb stärker als in der Vorwoche. Das Geschäft ging infolgedessen nur langsam von statten, so daß größerer äleber- stand verblieb. Am Schweinemarkt war die Beschickung etwas geringer, trotzdem war der Handel schleppend. Es verblieb Dleberstand. Kälber hatten schleppendes, Schafe ruhiges Geschäft: die Märkte wurden jedoch geräumt. — Der Ge - famtauftrieb bestand aus 1807 Rindern, darunter befanden sich 336 Ochsen, 110 Bullen, 667 Kühe und 470 Färsen, ferner aus 1737 Kälbern, 450 Schafen und 5233 Schweinen. Im Vergleich mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 237 Rinder und 60 Kälber mehr ange* trieben, während 113 Schafe und 103 Schweine weniger zum Verkauf standen. — Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen: al) 56 bis 58, a2) 50 bis 54, b) 45 bis 49. Dullen: a) 54 bis 56, b) 50 bis 53. Kühe: a) 44
bis 47, b) 40 bis 43, c) 35 bis 39. d) 28 bis 34.
Färsen: a) 57 bis 59, b) 53 bis 56. c) 48 bis 52.
Kälber: b) 70 bis 76, c) 64 bis 69, d) 55 bis 63.
Schgfe: al) 48 bis 52. b)\40 bis 47. Schweine: b) 81 bis 84, c) 82 bis 85, d) 81 bis 84, e) 80
bis 82. Verglichen mit den Preisen der vergangenen Woche gaben Kälber 6 Mark, Dullen und Kühe je 2 Mark nach, dagegen konnten Schafe um 2 Mk. anziehen. Ochsen, Färsen und Schweine blieben behauptet.
Gute Entlastung der Reichsbank.
Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 1 5.3 a n u a r hat sich die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten in der zweiten Januarwoche um 483,3 Millionen auf 2054,2 Millionen Reichsmark verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln Hid Schecks um 476,1 Millionen auf 1893,8 Millionen Reichsmark abgenommen, während die Lombardbestände um 16,6 Millionen auf 67,9 angewachsen sind. Bestände an Reichsschatz- wcchseln, die am Ende der Vorwoche 23,8 Millionen Reichsmark betragen hatten, sind nicht mehr vorhanden.
An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 423,9 Mill. RM. in die Kassen der Bank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 417,6 Millionen auf 4187,0 Millionen Reichsmark, derjenige an Ren- tenbankscheinen um 6,3 Millionen auf 356,0 Mil- licnen Reichsmark verringert. Unter Berücksichtigung, daß in der Berichtswoche Rentenbankscheine in Höhe von 14,1 Millionen Reichsmark getilgt worden sind, haben sich die Bestände der Reichsbank an Renten- bankscheinen auf 40,2 Millionen Reichsmark ermäßigt. Die fremden Gelder zeigen mit 543,4 Millionen Reichsmark eine Abnahme um 41,2 Millionen Reichsmark.
Die Bestände an Gold und deckungs- fähigen Devisen haben sich um 6,2 Millionen auf 2681,4 Millionen Reichsmark ermäßigt. Im einzelnen haben sich die Goldbestände um 55 000 Reichs- mark auf 2 283,8 Millionen Reichsmark, die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 6,2 Millionen auf 397,6 Millionen Reichsmark verringert.
Die Deckung der Istoten durch Gold allein
besserte sich von 49,6 Prozent in der Vorwoche auf 54,5 Prozent, diejenige durch Gold und deckungs- fähige Devisen von 58,4 Prozent auf 64,0 Prozent.
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* Prolongation der am 31. Ianuar fälligen R e i ch s s ch a tz a n w e i s u n g e n. Hinsichtlich der Erneuerung der am 31. Ianuar fällig werdenden 200 Millionen Mark Reichs- schahanweisungen haben nach Informalionen des WTD.-Handelsdienstes die Verhandlungen zwischen den Banken und dem Aeichsfinanzministe- rlüm zu der Vereinbarung geführt, daß 100 Millionen Mark bis Ende Iuli. 50 Millionen Mark bis Mitte Rovember und die restlichen 50 Millionen Mark bis Mitte Dezember prolongiert worden find. Heber die Bedingungen verlautet, daß die Prolongation zum Lombardzinsfuß der Reichsbank zuzüglich der üblichen Provision erfolgt ist.
* Betriebsstillegungen im Ruhr- gebiet. Rach eingehenden Verhandlungen mit dem Staatskommissar wurde gestern die Stilllegung der Hochofen-, Stahl- und Walzwerkbetriebe Dremerhütte in Geisweid und Weidenau für den 1. Februar beschlossen. Von der Stillegung werden etwa 1003 bis 1200 Arbeiter und Angestellte betroffen. Man will versuchen, wenigstens den Betrieb der Dremerhütte in Me- then aufrechtzuerhalten. Der Grubenbetrieb von Storch & Schöneberg in Gosenbach, dessen Stilllegung gleichfalls beantragt war, wird sortgeführt werden. Die Kündigung von etwa 600 Arbeitern und Angestellten, die bereits ausgesprochen war, ist wieder zurückgezogen worden. — Die Gute Hoffnungshütte Oberhausen A. G., die bereits am 1. Dezember 1929 infolge schlechter Absatz- Verhältnisse von den vier Hochöfen ihres De- triebes Oberhausen einen Jtillgelegt, aber die dadurch überflüssig werdenden 200 Arbeiter in Erwartung einer Belebung des Absatzes noch weiterbeschäftigt hatte, teilt nunmehr mit, daß sie dem Regierungspräsidenten in Düsseldorf gemäß der Stillegungsverordnung die bevorstehende Entlassung von 150 bis 200 Arbeitern angezeigt hat. Die Sperrfrist läuft vier Wochen. Die Entlassungen würden mit dem 14. Februar beginnen.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 18. Jan. Tendenz: freundlich. An der Wochenschlußbörse war man hinsichtlich der nicht gerade günstigen innerpolitischen Verhältnisse etwas beruhigter, und die allgemeine Situation war wieder ruhiger und zuversichtlicher, zumal eine Lösung in der Frage der Mobilisierungs- anleihe gefunden wurde. Das Geschäft nahm aber keinen größeren Umfang an, da die eingehenden Aufträge nur geringen Umfang annahmen. Die sich wieder bemerkbar machende Entspannung des Geldmarktes feit dem Ultimo trug ebenfalls etwas zur Besserung der Lage bei. Die feste gestrige Neuyorker Börse blieb ohne Eindruck. Etwas lebhafter gehandelt wurden Spezialwerte, bei denen gegenüber der gestrigen Abendbörse ganz ansehnliche Kursgewinne eintraten. Die Spekulation schritt wieder zu Rückdeckungen. Auslandoerkäuse wurden nicht mehr vorgenommen, und es machte fid) später eine etwas lebhaftere Geschäftstätigkeit geltend. Die Umsatztätigkeit blieb aber immer noch stark hinter den letzten Haussetagen zurück. Der gestern wenig beachtete Reichsbankausweis wirkte heute günstig nach. Im Vordergründe standen Kaliwerte. Aschersleben gewannen 3 v. H, Salzdetfurth 4 v. H. und Westeregeln 5 v. H. Am Elektromarkt waren Siemens 4 v. H., Schuckert 2,5 v.H., Gesfürel 1,5 v.H., Licht & Kraft 1 v. H. und AEG. 2,25 v. H. ,höher notiert. Von Chemiewerten eröffneten Farben 2,5 v. $)., Scheideanstalt 1,75 v. H., Deutsche Erdöl und Rütgerswerke je 1,25 v.H. fester. Am Montanmarkt war die Umsatztätigkeit sehr bescheiden, doch ergaben sich auch hier Gewinne bis 1,5 v. H. Zu erwähnen sind nod) Zellstoff Aschaffenburg plus 3 v. H., Waldhof plus 2 v. H. und von Bankwevten Reichsbank mit plus 2,5 v. H. Renten ebenfalls freundlicher. Jrn Verlaufe schrumpfte das Geschäft erheblich ein. Aufträge fehlten, und unter dem Druck einer gewissen Lustlosigkeit traten Abschläge ein. Die Gründstimmung aber blieb freundlich, und ein großer Teil der Anfangsgewinne konnte erhallen bleiben. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 v. Sj. weiter leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,18475, gegen Pfund 20,373, London gegen Kabel 4,867250, gegen Paris 123,91, gegen Mailand 93, gegen Madrid 37, gegen Schweiz 25,1875, gegen Holland 12,1140.
Berliner Börse.
Berlin, 18.Jan. Die innerpolitischen Beklemmungen, die noch gestern nachmittag ausschlaggebend für die Tendenzgestallung waren und die Kurse weiter etwas gedrückt hatten, traten heute mehr in den Hintergrund und machten den
f.reundlicheren Nachrichten aus dem Haag Platz. Man diskutierte viel über die geplante Mobilisierungsanleihe und will wißen, daß diese spätestens bis zum April zur Auslosung kommen werde. Auch der gestern nur wenig beachtete Reichsbankausweis wirkte sich noch nachträglich aus, zumal die Ge l d s ä tz e heute eine u n - erwartete Erleichterung erfuhren. Das Geschäft bewegte sich zwar in dem üblichen Samstagsrahmen. Die Spekulation bekundete aber Deckungsneigung, und auch kleine Aufträge, man sprach besonders vom Rheinland, dürsten zu den ersten Kursen Vorgelegen haben. Die Kurse erfuhren überwiegend kleine Besserungen gegenüber den gestrigen Mittags-Schlußkursen, so daß sie gegenüber den gestrigen Abendbörsenkursen doch erheblich (2 bis 3 v. H.) höher lagen. Stöhr und Polyphon eröffneten zirka 2 v. H. niedriger, dagegen gewannen über den Durchschnitt Sarotti 2 o. H., Ilse Bergbau 0,5 v. H., Schuckert 2,75 v.H., Siemens 3 v.H., Westeregeln 3,5 v. H. und Salzdetfurth 4,25 v. H. Die Meldung über die neue Anleihe regte an, so daß am Rentenmarkt Neubesitz mit 8,5 v. H. einsetzten und im Verlaufe bei zunehmendem Interesse auf 8,7 v. H. anziehen konnten. Ausländer lagen ruhig. Pfandbriefe sehr still. Liquidationspfandbriefe und -anteile eher schwächer. Die Geldsätze waren heute wie folgt: Tagesgeld 5,75 bis 7,25 o. H., vereinzelt schon 5,5 v. H., Monatsgeld 6 bis 8 v. H. Auch nad) den ersten Kursen blieb die Stimmung freundlich, zunächst setzten sich weitere kleine Gewinne durch, später machte sich das Fehlen von Orders wieder fühlbar.
Turnen, Sport und Spiel.
Handball im Männerturnverein (D.T).
Am morgigen Sonntag trägt die 1. Mannschaft des Männer-Turnvereins auf dem Turn- und Spielplatz am Schiffenberger Weg ein Handball- Freundschaftsspiel gegen die gleiche Mannschaft des Turnvereins Dillenburg aus. Die Dillenburger Mannschaft ist ein gut eingespielter Gegner, der in der vergangenen Derbcmdsrunde an der Tabellenspitze der Meisterklasse des Lahn- Dillgaues stand. Da jedoch diese Mannschaft in letzter Zeit mit Vereinen des hiesigen Gaues keine Spiele ausgetragen hat und man aus diesem Grunde fein Maß über die Spielstärfe der Gäste hat, wäre es gewagt, über den Ausgang des Spiels etwas vorauszusagen, zumal die M.T.V.er mit mehrfachem Ersatz antreten müssen.
Letzte Nachrichten.
2,4 Millionen Theaterzuschuß für Frankfurt a. M.
Frankfurt a.M., 18.Ian. (WTD. Drahtmeldung.) Wie in einer Pressebesprechung von dem Direktor der Städtischen Bühnen mitgeteilt wurde, wird in dem der Stadtverordnetenversammlung demnächst zugehenden Rachtragsetat ein Zuschuhbetrag für die Städti- schenBühnenin Höhe von 2,4 Millionen Mark gefordert werden. Die Ursachen dieses Fehlbetrages sind im allgemeinen bekannt. Bemerkenswert aus dem vorgelegten Material ist. daß die Zahl der Tibonnenten um 600 zu- rüdgegangen ist, während die Einnahme aus den von den Theatergemeinden bezogenen Karten sich erfreulicherweise auf 300 000 Mark gesteigert hat, so daß heute zu jeder Theatervorstellung ungefähr 1000 Personen zu ermäßigten Preisen Zutritt haben. Einen starken finanziellen Erfolg hatte die Operette ,.D a s Land des Lächelns", die bei elf Vorstellungen eine Gesamteinnahme von 60 000 Mk. erbrachte. Das hat mit dazu Veranlassung gegeben, bereits für die Sommerspielzeit die Engagements von vier Operettenkräften vorzunehmen, damit die Operette im Rahmen des bisherigen Spielplanes stärker gepflegt werden kann. Aus den Mitteilungen der beiden Intendanten hatte man den erfreulichen Eindruck, daß die künstlerische Leitung der beiden Theater mit vollem Rachdruck bestrebt ist, durch hochwertige Aufführungen, sowie Uraufführungen die Leistungen auf eine den Traditionen Frankfurts entsprechende Höhe zu bringen. Die in der in- und ausländischen Presse verbreiteten übertriebenen Meldungen über den Fortgang prominenter Künstler ist von dem Operninten- danten auf das richtige Maß zurückgeführt worden. Interessant ist dabei die Mitteilung, daß der Opernsänger Franz Völker, der an der Frankfurter Oper ein Jahreseinkommen von 28 000 bis 30 000 Mark hat, von dem früheren Intendanten der Frankfurter Oper, Professor Krauß, zu einem Gagensatz von 60 000 bis 70 000 Mk. an die Staatsoper nach Wien verpflichtet worden ist.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern leben die Höhe der zuletzt befchlosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6,5 v. H., Lombardzinsfuß 7,5 v. H.
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45,9
20.75 76-25
166
351
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50,5
47
i
220 154,75
104 13
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206
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68 75-75
99
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168
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167
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251.5
46
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17 Bonität
18 Januar
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168.05 1,665
53,245 111,76 111.87 112,22 10.505
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