Einzelbild herunterladen

Margarine-Vertretung!

Wir suchen zum Besuch der Kolonialwarengeschäfte und Bäckereien einen gut eingeführten, tüchtigen

Vertreter für Gießen und Umgegend

Bewerber, die mit dem Verkauf des Artikels Margarine bereits vertraut sind, werden bevorzugt. Angebote mit Angabe von Referenzen erbeten. *wd

Fritz Homann A G., Margarinewerke, Dissen im TeutoburgerWald

Berufswechsel!

Grobe Deutsche LebenSversicherungS- Akt.-Ges. sucht iür den 1501V Bezirk Gießen

einen neeinnetcn Herrn als Mit­arbeiter. Geboten wird gründliche Ausbildung durch Fachleuteund iiän- bitte Unterstützung, deshalb Berdiemt- Möglichkeit tn kürzester Zeit. Eignung für den Außendienst muß aber vor­handen sein. Bel Bewährung ge­sicherte Eristenz und feine Abvau- geiahr, sondern Anstellung mit feiten Bezügen. Herren, die ernstlich gewillt sich eine derartige Dauervosiuon zu verschaffen, werden um Einsendung ausführlich.Bewerbungsschreiben unt. j. v. 440 an Jnvalidcndank. Ann.. Exv^ Frankfurt a. M. gebet. Streng vertraut.Behandlung wirdzugesicherk.

Cottbuser Tuchhaus

sucht für d. dortigen

Bezirk tüchtigen VkvrvbIkv zur Miisührung der Mustermavven. In Frage kommen nur Herren, die bei erst­klassiger Privaikundschaft bestens einge­führt sind. Erleichterle ZablungSbedin- gungen. Angebote unter Nr. 2909» an den Cottbuser Anzeiger, Cottbus. [507V

Wir suchen zu Ostern 5361)

2 kaufmännische

Lehrlinge möglichst mit höherer Schulbildung. Bewerbungen mit Lebenslaus an

Rinn & ElooS Heuchelheim.

Beste deutsche Bezugsquelle.

billige böhmische Settsedern

nur erstklaffigste Qualitäten:

IVfund graue,geschttssene Äk.0.^0 und 1., dalbweisre M.1.20, weiire.flaumigeM.L-, 2.50 u.3.-Herrschaitsichteiü.schneemeiK, M.4., beiter Halbflaum M.5. u.6., ungeschl. flaum. Nuvssedern M.2.20 2.80 u. 3.25. Flaumruvf 1)1.3.80 u.4.80, Dannen grau M.4. u. 5., Daunen weih 1)1.7. und 10. zollfrei gegen Nachnahme, von 10 Pfund an poftfrei. NichlpassendeS um- getauscht oderGeld zurück. Ausführliche Preisliste und Muster kostenlos. 7/sv

Rudolf Vlahui Deschenitz 2C/1

Di.ee drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien-Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen arten zu mäßigen Preleen die

BrOhfache Druckerei, Gießen, Schulstraße 7, Anruf Nr. 8151

Oeeohmeckvoii l

Vornehm I Persönlich I

7970V

MMMmM

Kuochevkr an kh eiten verbötet fidjerCfteofau" Stark vitawinhattl«« Vieh.Emulsion au» geprüftem Dorschlebertran! WtrN verblüffend schnell gcioe Kümmerlinge mehr erstaunliche ftrefclntt und Tchnellwüchsigkrit läaienö bewahrt beim Genüget viele «luter- rter UnserenRatgeber" mit «eu,ettlicheu ßfil. terung».«nwrisungen erhalten Sie «ratt» la uasereo «tederlageu oder direkt von

M. Brockmann Chem Fahr m b. H.. Lelpzlq-Eutritzscb gg 0

Zu haben: 3n Gießen bei Ernst Noll, Kaiser-Drogerie, Lindenplah 5.

Zn Langd bei Wilhelm Dietz.

Die s??R^te

lendloelch K) er

vie die N' landest Ät.

chlt. bei ika.

tzH-IW

,en »d'w

gut glichen tzchg., wt am Tage fassen, tivii ?°^sellung von w 'm Schiller.

Nud.

rv'^chenAm.

ein rafenber ^erjonen- r achten Girren. n- .öü5 schwere 21er« :rbielt Der Führer, . suhrmiiver. Ikeit weiter, mmern. Kaum 500 t über den Wagen, n taste und dann c er zertrümmert 'her und ein wes. 8t.

Gisfmischerinnen. tte Gnthhe deS eben zwei wohl- Xtst DaghrLv vor mgeklagt, ihren ten mit Arsen nb Frau Kardvs t s und ihres aus Sohnes beschul- erklärte, sie habe rrbrechen nicht be-

OQC.

3S (Qsi

MIM

durch die Aus- weiter ostwärts

LZ

tur S»ö

.... Mlonta8-

ä'** 7

niillW

)s "X? MUNUM 5 M Srdtenrp^ 38 Mds

0,4 ^at>

rtna^'^z Arad, OK

nden. . xchbroche^

Giadtrais-Austaki in Gießen.

Kommunistischer Spektakel.

Aus der provinzialhaupistadi.

Gießen, den 18. Januar 1930.

Zufrieden sein.

2lls ich jung war, hatte ich eine gewisse Ab­neigung gegen die ewig Zufriedenen. Zufrieden­heit das war für mich gleichbedeutend mit geisti­ger und seelischer Stumpfheit. Was sollte das denn für ein Verdienst sein, sich zu bescheiden, wenn einer nicht ein Herz voller Wünsche und Sehnsucht in sich trug?

Ich habe meine Ansicht über die Zufriedenen im Lause der Jahre geändert. Heute verstehe ich. was ich damals nicht erkannte: daß meine Abneigung im Grunde nicht den Zufriedenen, sondern den Selbstzufriedenen galt. Ich habe einsehen lernen, daß Zufriedenheit eine feine Lebenskunst ist, die ein bescheidenes Leben in ein reiches zu wandeln versteht, eine Lebens­kunst, um die zu ringen es sich wohl lohnt. Lind als ich daher einst einen Menschen kennen lernte, an dem ich eine stets gleichbleibende Heiterkeit und Zufriedenheit bewunderte, fragte ich ihn, wie er es fertiggebracht habe, sich zu solcher Ausgeglichenheit zu erziehen. Da gab er mir zwei Worte mit auf den Weg, denen ich daheim in stillen Stunden nachsann:Es kommt alles auf die Augen an, mit denen wir schauen", und:Alles hat zwei Seiten".

Es kommt alles auf die Augen an, mit denen wir schauen? Gewiß, das selbe Ding kann uns zu verschiedenen Zeiten gefallen oder abstoßen. Das selbe Licht, das uns nach der Dunkelheit hell und freundlich vorkam, erscheint trüb und armselig, nachdem wir in ein helleres geblickt. Lind das selbe Leben, das uns glücklich und reich dünkte, kann all feinen Glanz für uns verlieren, wenn wir in Schicksale geschaut, die uns viel lockender erschienen als das unsere. Wir neigen ja so sehr dazu, nach denen zu sehen, die es besser haben als wir. Warum sehen wir nicht lieber nach den Firmen und Aermsten, die in Not und Elend tasten? Ich glaube, wenn wir es öfter täten, wir würden zufriedener werden. Wir bekämen hellere Augen für alles, was wir als selbstver­ständlich hinnehmen, und was doch Tausende ent­behren müssen. Wir sähen wohl auch mehr die vielen kleinen Freuden, die wir oft so wenig beachten, und die doch unser Leben reich und schön machen können. Ich las einst ein Wort von Carmen Shlva:Das Glück ist nicht in einem ewig heiteren Himmel zu suchen, sondern in tau­send Kleinigkeiten, aus denen sich unser Leben zusammenseht".

Aber noch ein weiteres Wort gab mir mein Freund zu bedenken:Alles hat zwei Seiten". Mir fiel beim Nachsinnen ein Gespräch ein, das ich einst in einem Eisenbahnabteil angehört hatte. Zwei Frauen unterhielten sich. Wie ich aus dem Gespräch hörte, wohnte die eine auf dem Lande, die andere in der Stadt. Die Frau vom Lande begann zu klagen:Ich wünsche, ich könnte auch in der Stadt wohnen. Sie glauben es gar nicht, wieviel Arbeit der Haushalt auf dem Lande macht, wie lange das Neinigen der Wohnung, der Kleider und Schuhe jeden Morgen aufhält. Lind man entbehrt doch jede geistige Anregung, die Sie in der Stadt haben können." Aber der Städterin erschien ihr Los keineswegs beneidens­wert. Sie dachte an ihre enge Wohnung, an Freiheit und Luft, die ihre Kinder entbehrten, an manche Mark, die für Vergnügen ausgegeben wurde, zu denen die Stadt lockte, und die sie viel lieber gespart hätte, um sich und ihrer Fa­milie einmal im Jahr eine Erholungsreise zu ermöglichen. So und ähnlich ging es weiter.

An dies Gespräch dachte ich. Die beiden Frauen hatten es ja bewiesen, das Wort:Alles hat zwei Seiten." Jede sah nur die Lichtseiten im Leben der anderen und nur die Schattenseiten in ihrem eigenen. Könnten wir es nicht umgekehrt ver­suchen? Laßt uns die Lichtseiten unseres Lebens suchen und die Schattenseiten weniger beachten I

Es mag eine schwere Kunst sein. Aber wenn ich an meinen Freund denke, der so unbeirrt durch anderer Schicksale, fern allem Neid, aller Zerrissenheit und Llnzufriedenheit durchs Leben geht, dann fühle ich, es lohnt sich wohl, diese Kunst des Zufriedenseins zu erlernen. P.

Gießen und die Hekoga.

Eine wichtige Sitzung des S t a d t r a t e s wird am Freitag nächster Woche im Stadtratssihungs- saale abgehalten. Es handelt sich dabei um die Stellungnahme z u den Verträgen der Hekoga mit der Ruhrgas- und Saargas- AG. und die Entscheidung unserer Stadt in dieser wichtigen Angelegenheit.

Der neue Gießener Stadtrat trat am gestrigen Freitagmittag zu feiner ersten Sitzung im Sitzungssaale des Stadthauses, Bergstraße, zusam­men. Die Stadtverwaltung war durch Oberbürger, meister Dr. Keller, Bürgermeister Dr. Seid und die Beigeordneten Dr. H a m m und Justizrat Dr. Rosenberg vertreten. Bon den 42 Stadtratsmit­gliedern waren 41 zugegen, darunter vollzählig die 16 neuen Mitglieder des Hauses.

Einziger Tagesordnungspunkt der öffentlichen Sitzung war die Einführung und Ber- pflichtung der neugewählten Stadt- ratsmitglieder. Oberbürgermeister Dr. K e l - l e r begrüßte das neue Siadtratskollegium und hieß insbesondere die neugewählten Mitglieder an der Stätte der kommunalen Arbeit des Stadtrates willkommen. Hierauf nahm er die Berpflichtung der neugewählten 16 Stadtratsmitglieder durch Hand­schlag vor. Damit war, nach wenigen Minuten, das Programm der öffentlichen Sitzung erledigt.

Als der Oberbürgermeister den Schluß dieser Sitzung verkündete, gab es einen Zwischenfall, den die beiden kommunistischen Stadtratsmitglieder Lepper und Kästner herbeiführten. Gestern gegen mittag sand nämlich im Katholischen Vereins- haus eine von den Kommunisten einberufene Erwerbslosenversammlung statt, von der man einen Demonstrationszug nach dem Stadthaus zwecks Kundgebung in der Stadtrats- fitzung vermutete. Auf Grund dieser Vermutung und gewarnt durch die Ereignisse der letzten Tage in an­deren Städten befand sich vorsorglich ein Polizei-

Dalen für Sonntag, 19. Januar.

(Sonnenaufgang 7.55 LIhr, Sonnenuntergang 16.27 LIhr. Mondaufgang 22.44 LIhr, Mond- untergang 10.28 LIhr.

1809: der Dichter Edgar Allan Poe in Boston geboren: 1863: der Nationalökonom Werner ombart tn Ermsleben geboren; 1868: der Romanschriftsteller Gustav Meyrinck in Wien geboren.

Daten für Montag, 20. Januar.

Sonnenaufgang 7.55 LIhr, Sonnenuntergang 16.28 LIhr. Mondaufgang 0 LIhr, Mondunter­gang 10.40 LIhr.

1813: der Dichter Christoph Martin Wieland in Weimar gestorben; 1859: die Schriftstellerin Elisabeth von Arnim in Berlin gestorben; 1875: der französische Maler Jean Francois Mittet in Barbizon gestorben; 1880: der franzö­sische Staatsmann Jules Favre in Versailles gestorben.

Gießener Wochcnmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 130 bis 170, Matte 30 bis 35, Wirsing 15 bis 20, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rüben 12 bis 15, rote Rüben 12 bis 15, Spinat 25 bis 35, Llnter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 20 bis 25. Rosenkohl 35 bis 40, Feld­salat 100 bis 120, Endivien 80 bis 100, Tomaten 70 bis 90, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 50 bis 80, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kartoffeln 4,5 bis 5, Aepfel 10 bis 15, Dirnen 10 bis 15, Dörr­obst 30 bis 35, Nüsse 50 bis 80, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120, Gänse 110 bis 130 Pf. das Pfund; Käse (10 Stück) 60 bis 140 Pf.; Tauben 70 bis 90, frische Landeier 17 bis 18, Kisteneier 16 bis 17, Blumenkohl 50 bis 100, Salat 30 bis 40, Ober- Kohlrabi 10 bis 15, Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 40 Ps. das Stück; Kar­toffeln 3,80 bis 4, Wirsing 10 bis 12, Weiß­kraut 7 bis 8, Rotkraut 10 bis 12, Aepfel 10 bis 12, Dirnen 8 bis 10 Mark der Zentner.

Bornotizen.

Tageskalender für Samstag. Gie­ßener Ruder-Klub Hassia 1906 e. V.: Mitglieder­versammlung, 20,30 Llhr, im Dootshaus. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Der Graf von Monte Cristo"; 15 Llhr: MärchenvorstellungSchnee­wittchen". Astoria-Lichtspiele:Vogelfrei" und Atlantikfahrt des Meteor".

Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 11.30 bis 13 Llhr:Senta Maria", 18 bis 20 Llhr:D6sir6", 20.30 bis 22 Llhr: Senta Maria". Markusgemeinde: Geistliche Abendmusik, 20 Llhr, in der Stadtkirche. Gießener Theater-Vereinigung: Winterfest, 20 Llhr, im Katholischen Dereinshaus. GdA.,

tommanbo im Stabthause, bas gegebenen­falls ben Schutz bes Stabtrates bei etwaigen Zwi­schenfällen übernehmen sollte. Die Anwesenheit ber Polizei im Stabthaus war auch ben beiden kom­munistischen Siabtratsmitgliebern bekanntgeworben, von benen Lepper in heftigen Worten P r o t e st gegen biese Maßnahme erhob. Er sprach babei im Hinblick auf bie Polizei vonLeuschner-Kosaken" unb -Husaren", bie im Stabthaus nichts zu suchen hätten, ba sie angeblich bie Freiheit bes Stabtrates bebrohten. Kästner fefunbierte seinem Parteige­nossen mit lauter Stimme unb etlichen Faustschlägen auf ben Deckel feines Pultes, fo baß im Hanbum- brehen ein minutenlanger tommuniftl« scher Spektakel im Gange war. Alle übrigen Mitglieber bes Stabtrates unb bie Vertreter ber Ver­waltung nahmen ben Skanbal ber beiben Kommu­nisten, ber roeber auf bas Haus, noch auf bie Ver­waltung einen Einbruck machte, mit gelassener Ruhe, eine Anzahl Stabtratsmitglieber auch mit Heiterkeit hin.

Oberbürgermeister Dr. K e 11 e r ging unbeirrt von bem kommunistischen Tumult zur Tayesorbnung ber nichtöffentlichen Sitzung über unb hatte babei bie volle Zustimmung ber erbrüdenben Mehr­heit bes Hauses. In biesem Teile seiner ersten Sitzung nahm ber Stabtrat bie Wahl ber Mitglieder ber Ausschüsse, Deputationen usw. nach ben Vorschlägen bes Ältestenrates vor. Für biese Vorschläge stimmten glatt 38 Mitglieber bes Hauses, zwei (bie Kommunisten) waren regelmäßig bagegen, ein Mitglieb enthielt sich ber Stimme.

Gau- Fachgruppentagung aller Dehördenange- stellten, Hotel Hopfeld, 11 Llhr. Lichtspiel­haus Bahnhofstraße: ..Der Graf von Monte Cristo". Astoria-Lichtspiele:Vogelfrei" und Atlantiksahrt des Meteor".

D i e Sonntags-Vorstellungen im Stadttheater. Aus dem Stadttheater­bureau wird uns geschrieben: Wir machen noch einmal auf das einmalige Tanzgastspiel der Mün­chener Tänzerin Senta Maria als Morgenfeier und Abendfeier im Kammerspielzyklus aufmerk­sam. Am Nachmittag wird als Fremdenvorstel­lung die reizende französische KomödieDesire" von Sacha Guitry mit Oberspielleiter Hans T anner t in der Titelrolle gegeben. Wer Freude an einer eleganten, auf spritzigen Dialog gestellten Komödie hat. wird an diesem Sonntag­nachmittag voll auf seine Kosten kommen.

** Aufhebung des HL Polizei­reviers. In Kürze wird das Hl. Polizeirevier in der Kirchstrahe aufgehoben werden. Die Maß­nahme ist als ein Dehördenabbau anzusehen, da sie eine Einsparung am Verwaltungsapparat be­zweckt. Die jetzt in dem Revier stationierten Po­lizeibeamten werden auf die übrigen Reviere verteilt. Mit dem Inkrafttreten dieser Einschrän- kung ist in etwa vier Wochen zu rechnen.

** Neufestsetzung des Ortslohnes. Das städtische Versicherungsamt gibt im heutigen Anzeigenteil eine Neufestsetzung des Ortslohnes bekannt, wie sie vom Oberversicherungsamt mit Wirkung vom 1. Januar 1930 ab für den Stadt­bezirk Gießen bestimmt worden ist. Interessenten seien auf die Bekanntmachung besonders hin- getoiefen.

* D ie Jahresarbeitsverdienste land- und for st wirtschaftlicher Ar­beiter nach der Neufestsetzung durch den Aus­schuß der hessischen Land- und forstwirtschaftlichen Derufsgenofsenschaft werden für den Gießener (Äadtbereich im heutigen Anzeigenteil bekannt­gegeben. Man beachte die Bekanntmachung.

** Straßensperre. Wegen Ausführung von Kanal- unb Wasserleitungsarbeiten werben bie Pro- vinzialstraßen HeuchelheimAtzbach unb Heuchel­heimKinzenbach (Ortsburchfahrten Heuchelheim) vom 27. Januar ab für jeben Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Robheim a. b. Bieder.

* Rindermarkt in Gießen. Am Diens­tag nächster Woche findet in Gießen Rindvieh- (Nuhvieh-)markt statt.

** Wilddieberei im Walde bei der Badenburg. Vor einigen Tagen wurden in dem Walde zwischen der Dadenburg und Lollar ein durch Kugel und Schrot erlegtes Reh an einem Baume hängend ausgebrochen oorgefunben. Offensichtlich handelt es sich nach den bisherigen Feststellungen um Wilddieberei. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange.

D i e Einreichung von Belegen über den Steuerabzug vom Arbeits­lohn für das Kalenderjahr 1929 betrifft eine Bekanntmachung der Finanzämter Gießen, Butz­bach. Grünbcrg und Hungen im Anzeigenteil der heutigen Nummer, auf die wir besonders Hinweisen.

''Diebstähle. In den letzten Wochen wur­den an einem städtischen Neubau im verlängerten Asterweg (Schwarzlach) 15 Meter neue Regen­abfluhrohre aus Zinkblech, die schon an ber Häuserfront befestigt waren, entwendet. Die ein­zelnen entwendeten Rohrlängen betragen zwei, drei und vier Meter und haben einen Durch­messer von 10 Zentimeter.

'* Zeugen gesucht. Der Polizeibericht meldet: Am 13. Januar, vormittags gegen 11 Llhr wurde ein in der Südanlage in Höh« des Wetterhäuschens aufgestellter Personenkraft­wagen durch Anfahren stark beschädigt. Personen, die Zeuge des Vorfalls waren, werden gebeten, ihre Wahrnehmungen der Kriminalpolizei, Zim­mer 64, mitzuteilen.

" Herrenlose Fahrräder. Bei dem Polizeiamt sind nachstehende Fahrräder sicher- gestellt: Herrenrad, MarkeGöricke" Nr. 732 060, Herrenrad, MarkePanther" Nr. 484 325, Her­renrad, Marke unbekannt, Nr. 8146, schwarzer Rahmen, ebensolche Felgen und gewöhnliche Lenk­stange, Herrenrad (Geschäftsrad), MarkeSaal­burg", Nummer unbekannt, schwarzer Rahmen und ebensolche Felgen, an der Vordergabel Gepäck­träger, Herrenrad, MarkeTorpedo" oder ..Tor­nado" Nr. 245 165. Personen, die glauben Eigen­tumsrechte geltend machen zu können, werden ge­beten, sich bei der Kriminalpolizei, Zummer 66, zu melden.

** Anlagenkonzert findet morgen, 11 Uhr, durch das Musikkorps des 1. Batl., 15. Jnf.-Rgts., bei günstiger Witterung in ber Südanlage statt. Lei­tung: Obermusikmeister Löber. Die Musikfolge ist: 1.Ein Rianneswort", Marsch, E. Pollack; 2. Große Fantasie aus dem Ballett:Coppelia", L. Delibes; 3.Der alte Berner" (Charakterstück), M. Schme- ling; 4. Präludium, Chor unb Tanz aus ber Ope­rette:Das Pensionat", Franz v. Supp6; 5.In Treue fest", Marsch, L. Blankenburg.

* Die Museen sinb am morgigen Sonntag zu kleinen Preisen geöffnet.

* Im Lichtspielhaus, Bahnhof­straße, läuft gegenwärtig der zweite Teil deS Terra-GrohfilmsDer Graf von Monte Cr ist o", Regie von Henri Fescvur t. Er beschließt mit der Schilderung der Rache des Gra­fen. der aus dem Kerker entflohen und zu mär­chenhaften Reichtümern gelangt ist, die phan­tastisch bewegten Ereignisse des ersten Teiles, ohne jedoch diesen an Spannung und silmischer Wirksamkeit zu erreichen. Llebrigens haben sich die Bearbeiter in der Fortsetzung nicht mehr so eng an die berühmte Vorlage von Dumas und Maquet gehalten. Man hat den Eindruck, daß nicht alle Möglichkeiten für eine Filmbearbeitung ausgenuht wurden, und man wird überdies, be­sonders in den ersten Akten, durch die zahlreichen Texteinschaltungen gestört, die ihrerseits hier zum Verständnis der komplizierten Ereignisse aller­dings schwer entbehrlich sind. Das Ganze ist mehr auf Gesellschaftsszenen und große Ausstat­tung hin gearbeitet, und man muh wiederum über die außerordentlichen Mittel staunen, die den Bearbeitern augenscheinlich unbegrenzt $ur Verfügung gestanden haben. Die Darsteller smd großenteils aus dem ersten Teil bereits bekannt. Im Vordergründe wiederum: Jean Angelo (Dantes), Lil Dagover (Mercedes). Mo­do t (Graf Morcerf), Batches f (Albert). Soulout (Dilleneuf) und Mary Glorh (Va­lentine).

Eine Wiedersehensfeier ehe­maliger 13er Huf aren findet am 7. und 8. Juni in Frankfurt a.M. statt. Eine Bespre­chung der alten 13er Husaren soll am 26. Januar in Dutenhofen abgehalten werden. Man beachte die Einladung im heutigen Anzeigenteil.

Togal-Tabletten sinb ein hervorragendes Mittel bei Rheuma,Gicht, Ischias,Grippe,Nerven- und Kopfschmerz, Erkältungskrank­heiten. Laut notarieller Bestätigung anerkennen üb. bOOOArzte, barunter viele bedeutende Professoren, die gute Wirkung des Togal. Ein Versuch über- Vzeugt! Frag. Sie Ihr. Arzt. In all. Apoth. RM. 1.40.

0,46 Chin. 12,6 Lith. 74,3 Acid. acet. sal. ad. 100 Amyl.

spröde Haut

Meine Praxisräume

befinden sich jetzt

Liebigstraße 15 (gegenüber dem früh. Finanzamt) Augenarzt Dr. Kranz

496D

Vermietungen] 3-Zluim.- Mw olin. »art. <SübüterteI) kann fofort an Woh> nungsfudjenben mit Drtngltchteitsschetn flca. Umzugsvergüt. frelgemachi werden. Schr. Angeb. u. 519D n. d. Gieß. Anz. erb.

2Zimmer

in bester Lage, möbl. oder nnmöbl, evtl, auch als Bureau- ob. Praxisräume fofort 8u öcrmteten ö30D

Babubofstr. 54 I.

Werkstatt mit elektr. Anschluß au vei mieten 0387

Zu erfragen Hammstrane 4.

Von leistungsfähigem Unternehmen wird in der besten Geschäftslage von

Giefeen

LADEN

sofort zu mieten ge­sucht

Schriftl. Angebote unter 479D an den Gießener Anzeiger erbeten.