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Oberheffen.

Landkreis (Sieben.

* Beuern, 16.3uIL Dieser Tage unternahm der hiesigen Frauenverein unter zahlreicher Beteiligung einen Ausflug nach Marburg, wo die Ellsabethenkirche besichtigt wurde, die mit ihren Sehenswürdigkeiten auf jeden einen tiefen Eindruck machte. Darauf sah man sich die Stadt an und pilgerte zum Schloß hinauf. Die herr­liche Aussicht lohnte die Mühe des Aufstiegs. Nachdem man sich erfrischt hatte, wurde noch der Friedhof besichtigt, der mit seinen schonen An­lagen allgemein bewundert wurde. Der Aus­flug wird den Teilnehmern noch lange in guter Erinnerung bleiben.

A Allend orf a. d. Lda., 16. Juli. Nächsten Sonntag findet das diesjährige K r e i s s ch i e - h e n der Schühenvereine des Kreises Gießen- Nord auf dem hiesigen neuzeitlich angelegten Schühenstand statt. Hieran nahmen zwölf Vereine teil. Wertvolle Preise winken den Siegern. An­schließend hieran soll ein Pokal- und Decher- schießen stattfinden. Die Teilnahme an dem Schie­ßen ist jedermann gestattet. Einem lang­gehegten Wunsche der hiesigen Einwohnerschaft hat Oie hiesige Arbeitsgemeinschaft dadurch ent­sprochen, daß sie am Kleinmüller-Wehr an der Lumda ein B o l k s b a d mit Luft- und Sonnen­bad errichtet hat. Das Holz hierzu wurde in dankenswerter Weise von der hiesigen Stadt gestellt. Damit diese segensreiche Einrichtung von jedermann benutzt werden kann auch Aus­wärtigen ist die Benutzung gestattet werden Jahresbadekarten zu geringem Preise ausge­geben.

- s- Reiskirchen, 15. Juli. Die Blutlaus tritt in diesem Sommer in hiesiger Gemarkung verhältnismäßig stark auf. Die Gemeinde hatte im vergangenen Winter eine Spritzung auf den Gemeindebaumstücken durchgeführt. Hier ist auch eine Abnahme gegenüber dem Borjahre und gegenüber den privaten Baumstücken festzustellen. Die Gemeinde beabsichtigt, im kommenden Winter wiederum eine Spritzung durchzuführen und wird mit allen Mitteln versuchen, auch die privaten Besitzer zur Beteiligung zu veranlassen, da nur in der gemeinsamen Bekämpfung Aussicht auf Erfolg besteht. Die Ernte in der hiesigen Gemarkung ist in vollem Gang, aber durch das Regenwetter der letzten Tage etwas aufgehalten. Leider besteht dadurch die Gefahr, daß ins­besondere die Sommergerste notreis werden wird. Da außerdem sehr stark Lagerfrucht vorhanden ist und die Frucht, insbesondere Roggen, teilweise fest auf dem Boden aufliegt und zudem noch mit Ackerunkräutern, Winden und dergleichen massen­haft durchwachsen ist, muh bei Fortdauer des un­beständigen Wetters mit Auswuchs gerechnet werden.

- s- Linden st ruth, 15. Juli. Die Arbeiten an unserer Wasserleitung werden mit Ab­lauf dieser Woche zu Ende geführt werden. Da das Wasser der Gießener Wasserleitung ent­nommen wird, die durch unseren Ort führt, war nur der Ausbau des Ortsnetzes notwendig, der dann auch in knapp fünf Wochen durchgeführt wurde. Obwohl ein Teil des Dorfes stets für eine eigene Wasserleitung stimmte, entschloß man sich doch der geringeren Kosten wegen für den Anschluß an Gießen. Die Arbeiten werden von der Firma Herrmann in Steinbach durch- l geführt.

- s- Dorf-Gill, 15. Juli. In dem Walde zwischen hier und Garbenteich wurde auf der Landstraße ein herrenloses Automobil aufgefunden. Da es sich anscheinend um einen gestohlenen Wagen handelt, wurde er von der Gendarmerie sichergestellt.

# Hungen, 15. Juli. Der Bienenzüch­ter v e r e i n Hungenund ilmgegeno hielt dieser Tage auf der Grube Abendstern im Hecken­wald eine ordentliche Mitgliederversammlung ab, zu der sich neben einer großen Zahl Teilnehmer auch der erste Borsihende des Oberhessischen Jmkerbundes, Lehrer Runk, Nidda, eingefunden hatte. Der Bezirksvereinsvorsihende, Lokomotiv­führer K i ch von hier, besprach die Arbeiten, die der gewissenhafte und rationell arbeitende Imker jetzt an seinen Bölkern vorzunehmen hat. An­schließend fand eine Standschau statt, bei der Bergverwalter K i r ch h ö f f e r über die Be­triebsweise der von ihm benutzten Kastensysteme referierte und Fingerzeige gab für die notwen­digen Maßnahmen des nun beginnenden neuen Dienenjahres. Lehrer Runk ermahnte die Mit­glieder, durch Schaffung guter Bienenweiden und Zuchtwahlbetrieb dazu beizutragen, daß sich die Einfuhr des Auslandhonigs erübrige. Leider sei der Honigertrag, der zu den besten Hoffnungen berechtigte, durch viele Schwärme und die seit­herige zu trockene Witterung durchschnittlich nur als eine Mittelernte zu bezeichnen, vereinzelt sogar unter Mittel. Mit Dankesworten des Ehrenmitgliedes Noll (Riedmühle) schloß die in voller Harmonie verlaufene Tagung.

Was kostet eine Weltreise?

Billige weisen sind anstrengend. Luxusreisen nur für Amerikaner. Gute Gelegenheit für Mitgistjäger.

Von Heinrich Gühring.

Die Sehnsucht, die Sommerreife nicht nur zur Erholung, sondern zum Studium ferner Gegenden zu be­nutzen, ist in unserer Zeit stärker als je. Linser Mitarbeiter warnt davor, sich mit ungenügenden Mitteln und unzureichenden Kenntniffen zu weit hinauszuwagen, und schildert den Luxus, den die amerikanischen Welt­reisenden entfalten.

Die Deutschen, die im Ausland ansässig sind, wissen ein Sieb von den hilfsbedürftigen Landsleuten zu singen, die ihnen mit der Regelmäßigkeit der Zugvögel in jedem neuen Jahr von Neuem zur Last fallen. Don den Bertrelern großer deutscher Firmen wandern sie zu den Vereinen der Aus­ländsdeutschen und von dort zu den Konsulaten, um Unterstützung, Vermittlung von Stellen oder Geld für Oie Rückfahrt zu erbitten. Meist beherr­schen sie die Landessprache schlecht oder gar nicht, und sie haben es auch nicht für nötig gehalten, sich vor­her über die Sitten und die Gewohnheiten der von ihnen besuchten Völker zu informieren. Besonders die Länder um das Mittelmeer werden von Scharen ro­mantisch veranlagter junger Deutscher aufgesucht, die kein genaues Reiseziel haben, und über deren Hilf­losigkeit die deutschen Konsulate in Madrid und in Florenz, Rom, Athen, Belgrad und Budapest zu be­richten wissen. Manche Wanderer werden von den Behörden wieder an die deutsche Grenze zurückgeschickt, andere verkommen, und wieder andere, die mit Zelt und Rucksack auszogen, um auf dem Balkan oder im Nahen Orient auf mitteleuropäische Weise zu leben, holen sich Malaria, Typhus und andere Krank­heiten.

Man kann in der Tat überall billig leben aber etwa 7 Mark muh jede Person täglich doch ausgeben können, wenn sie bei den bescheidensten Ansprüchen eine größere Reise unternimmt. Bei diesem Kostensatz muh man verwanzte Herbergen häufig in Kauf nehmen und in Restaurants essen, die gewöhnlich nur von Einheimischen besucht wer­den, nicht ganz sauber find und nur die Küche des Landes führen: man muh ferner die jeweils un­terste Klasse der Berkehrsmittel benutzen, also auf dem Schiff im Zwischendeck fahren. Wer jung ist, fremde Sprachen spricht, keine Ansprüche an Be­quemlichkeit stellt und nur etwas sehen will, kann fich auch mit bescheidenen Mitteln hinauswagen. Wer aber von den Annehmlichkeiten Gebrauch ma­chen will, die die Fremdenindustrie in den fünf Erdteilen geschaffen hat, braucht eine reichgespickte Börse, und bei Reisen in die Tropen dürften täglich hundert Mark knapp ausreichen. Die Amerikaner, die Weltreisen unternehmen, geben gewöhnlich mehr aus. Wer rechnen muh, dabei nicht übermäßig reise- gewandt ist, schlieht sich wohl am sichersten einer Reisegesellschaft an, die ihn für einen Pauschalbe­trag rund um den Erdball befördert - wobei man furchtbar viel sieht, freilich nicht immer die Dinge, auf die man Wert legt.

Schon 1890 begann die Hamburg-Amerika-Linie mit Reisen nach dem Orient, und 1909 folgte die erste Weltreise, die allerdings dadurch erschwert war, dah man damals noch ganz Südamerika umsegeln muhte, um in den Stillen Ozean zu gelangen. Nach der Eröffnung des Panama-Kanals im Jahre 1915 wurden Weltreisen etwas billiger. Gleichzeitig ver­ringerte sich aber der Wohlstand der europäischen Nationen, und so ist es zu erklären, dah die Mode, den ganzen Erdball zu bereisen, in der Hauptsache eine amerikanische Angelegenheit wurde. Die meisten Dampfer, die Weltreisen unternehmen, beginnen ihre Tour in Newyork, mögen sie nun amerikanischen oder europäischen Schiffahrlslinien gehören. Sie sind luxuriös ausgestattet und gleichen schwimmenden Palästen,in Denen der Reisende nichts von demLuxus vermissen soll, der ihn auch in seiner Häuslichkeit um­gibt. Bei der Weltreise eines großen Dampfers, der 500 Passagiere mitnahm, wurden insgesamt drei Millionen Dollars auigege6en; bie Hälfte ba- von entfiel allein auf Fahrgelber, so bah jeber Rei- fenbe allein für biefen Zweck 3000 Dollars ober 12000 Mark zu entrichten hatte. Die schäbigste Ka­bine kostete taufenb, eine solche mit Bad 7000 unb

eine Luxuskabine 10000 bis 12000 Dollars, also runb 50000 Mark, wozu noch große Spesen für Landreisen kommen. Es gibt Passagiere, die schon fünf oder sechs Weltreisen mit demselben Schiff gemacht haben: aber ihre Zahl ist nach dem letzten Börsenkrach sehr zusammengeschmolzen, und vor allen Dingen haben auch die protzigsten Amerikaner darauf verzichtet, eine Flucht von Luxuskabinen für fünf oder sechs Personen zu mieten unb biese Räume von ihren Innenarchitekten mit eigenen Möbeln einrichten lassen.

Für viel Gelb kann man etwas verlangen. Das Schiffspersonal übernimmt nicht nur bie gewöhnliche Bebienung: man kann einem Angestellten der Schiff­fahrtsgesellschaft z.B. auch das Amt übertragen, das Tagebuch des Reisenden zu führen. Noch wichtiger ist eine andere Art von Dokumenten, die der Tourist sammelt: Er verlangt, daß seine Koffer mit Hotel­zetteln aus aller Herren Länder beklebt sind. Bei Landreifen werden daher oft überflüssige Koffer mit­geschleppt, die buntbetlebt auf das Schiff zurückgelan­gen. Einfacher ist es jedoch, sich diefe Zettel an Bord von den Stewards zu kaufen, bie eine reiche Aus- wähl mit sich führen. Damit bie Reisenben nicht un­vorbereitet in bas nächste Lanb kommen, werben ihnen Kinovorträge über bie Genüsse gehalten, bie ihnen bevorstehen. Regelmäßig wirb an Bord ein Kamera- Hub gebilbet, ber Wettbewerbe für bie besten Auf­nahmen ausfchreibt, unb besten Mitglieder durch bas Surren der kleinen Kinoapparate die Eingeborenen erschrecken. Es gibt Rundfunkklubs unb Golf Hubs: Golf spielt man an einem Apparat, ber bie Stärke des Schlages angibt. Um über bie Langeweile hinweg­zukommen, grünbet man überhaupt Vereine der ver- schiebensten Art unb verteilt bei bieser Gelegenheit zahlreiche Ehrenämter. Uber bas Vereinsleben be­richtet bann eine Bordzeitung. Daneben begrüßen die Tageszeitungen der besuchten Orte die Reisenden mit Sondernummern, die unverändert für alle Schiffe Dienen, und in die nur jeweils ein anderer Schiffs­name eingesetzt wird: die Inserate dieser Zeitungen weisen eindringlich auf die dem Hafen benachbarten Läden hin.

Da die Amerikaner manches nachzuholen haben, was ihnen im Lande der Prohibition verboten ist, auch für die .trockene Jahreszeit" in den Vereinigten Staaten Vorsorgen wollen, wächst der Verbrauch von Alkohol ins Ungeheure. Auf einem großen Dergnü- gungsdampfer wurden in 30 Tagen auf der Fahrt nach Vokohama von 375Pastagieren 2000 Kisten Bier vertilgt! Auf einem anderen Dampfer verbrauchten 306 Amerikaner unb 47 Angehörige anberer Nativ, nen in 181 Tagen 4000 Flaschen Whisky, 2800 Fla­schen Sekt, 4000 Flaschen Wein unb 50000 Flaschen Bier. Im Gegensatz zu ben Engländern unb anbcren .schwächlichen" Völkern trinken bie Amerikaner ben Whisky rein, ohne Zusatz von Sobawaster, unb aus Wassergläsern. Da bie angegebenen Ziffern vielen Kennern ber Berhältuiste zu niebrig erscheinen werben, sei zu ihrer Beruhigung mitgeteilt, baß die Reisenden zwei Fünftel ihrer Zeil an Land zu­gebracht haben: bie angegebenen Mengen Alkohol würben nur an Borb bes Schiffes konsumiert.

Wer wenig Gelb hat, kann auf einer Auslanbs- reife mehr erleben, als ihm lieb ist, Da er mit Dem Ungeziefer unb anderen Unannehmlichkeiten in sehr nahe Berührung kommt. Wer viel Gelb hat, sieht bagegen auf einer Weltreise meist zu wenig, vertreibt sich bie Zeit mit unwichtigen Dingen, mit Alkohol - unb mit Flirt. Fast regelmäßig werben am Schluß ber Weltreise einige Verlobungen gefeiert, unb mancher Mitgiftjäger hat bei solcher Gelegenheit schon kostbares Wild zur Strecke gebracht. Es muß babei nicht immer so dramatisch zugehen wie in bem Fall einer reichen amerikanischen Witwe, bie sich in einen Stewarb verliebte unb ihn bei kurzem Aufenthalt in Manila heiratete. Der Oberftetoarb, ber bavon nichts ahnte, aber boch feine Beobach­tungen machte unb vielleicht auch eifersüchtig war, sorgte für Orbnung, inbem er seinen Untergebenen wegen zu familiären Verkehrs mit Pastagieren in eine femliegenbe Abteilung versetzte. In Neapel verließ bann bas neugetraute Paar bas Schiff, um sich bem Gerebe ber übrigen Reifenden zu entziehen.

Kreis Friedberg.

M. Butzbach, 15 Juli. Dieser Tage sand hier eine Vorstandssitzung des hiesigen Ge­schichtsvereins statt, an der bie Herren Prof. Horst, Reallehrer i. R. Weide, Prof. Dr. Werner und Lehrer Bach teilnahmen. Real- lehrer Weide sprach zunächst über den Stand der Reparaturen im Museum unb gab eine Uebersicht über die bisherigen Ausgaben. Die Ausbesserungsarbeiten erstrecken sich hauptsäch­

lich auf Reinigung und Erneuerung ber Trach­tengruppen unb Figuren. Als Museumsdiener würbe Oberwachtmeister i. R. Köberer ge­wonnen. Cs wird ein Eintrittsgeld erhoben, das fich bei einer größeren Anzahl von Be­suchern ermäßigt. Sonntags von 1314 Uhr ist der Besuch frei. Zu Punkt 2: Bessere Re­klame, sprach ebenfalls Reallehrer Weide. Ueber den Stand ber Geschichtsblätter sprach Prof. Horst. Die Blätter finden großen An­

klang. Es müssen noch mehr Mitarbeiter ge­wonnen werden, die nicht nur Arbeiten, son­dern auch Material unb Anregung liefern. Die Zelt-Bolks-Mission begann vor kurzem hier ihren Bortragsbienst. Bei der Er­öffnung sprachen Bürgermeister Dr. Jansen für die Stadt Butzbach, Pfarrer Schneider als CBer tretet der ei). Kirchengemeinde, und Kaufmann Dinkel für bie ev. Gemeinschaft. Die Borträge, die in volkstümlicher und an­schaulicher Sprache gehalten wurden, behandel­ten sittlich-religiöse Fragen der Gegenwart. Sie erfreuten sich eines stets wachsenden Interesses. Umrahmt wurden die Borträge von gemein­samen Gesängen mit Posaunenchorbegleitung und gemischten Chören.

K S t e i n f u r t h , 16. Juli. Unter großer Be­teiligung ber hiesigen Gemeinde mnb ber Lehrer­schaft des Kreises Friedberg wurde gestern auf dem Bad-Nauheimer Friedhöfe Der-nach kurzer Krankheit im Alter von 49 Jahren unerwartet verstorbene hiesige Lehrer und Vorsitzende des Schulvorstandes Heinrich Hildebrand zur letzten Ruhe bestattet. Der Verstorbene, der 29 Jahre lang ununterbrochen hier in Schule und Gemeinde segensreich gewirkt hat, nahm auch, in der hessischen Sängerbewegung eine führende Stelle ein. Die Wertschätzung, deren er sich erfreute, kam in der Grabpredigt des Pfar­rers Knodt (Bad-Nauheim) unb in zahlreichen Kranzniederlegungen zum Ausdruck. Es sprachen Lehrer Metzler für Den Schulvorstand und das Lehrerkollegium, Bürgermeister Schwegler für die Gemeinde, Rektor Meyer (Friedberg) für den Dezirkslehrerverein Friedberg - Bad-Nau- Heim unb das Kreisschulamt Friedberg, Lehrer Schenk (Melbach) für den Wetterauer Sänger­bund, Beigeordneter Bechtold für den Ge­sangvereinFrohsinn", dessen Dirigent der Ver­storbene 24 Jahre lang war. Ein Schülerchor und die Sänger des GesangvereinsFrohsinn" ent­boten dem verehrten Lehrer und Chormeister den letzten Sängergruß, und die Danner mehrerer Gesangvereine des Wetterauer Sängerbundes senkten sich über bem Grabe.

Kreis Schotten.

V Sichenhausen, 16. Juli. Gestern fiel das vierjährige Söhnchen des Arbeiters Heinrich Dlöser X. hier so unglücklich vorn Kirsch- b a u m, daß es einen Obers chenkelbruch davontrug unb bem Gederner Krankenhause zu­geführt werden mußte.

Kreis Alsfeld.

* Homberg «. d. Ohm, 16. Juli. Das alte GasthausFrankfurter Hof", Besitzer Heinrich D e e g I., ist jetzt durch eine Frankfurt ter Baufirma zu einem modernen Hotelbau um­gestaltet und erweitert worden. Hoch über dem Ohmtal erhebt sich ein schöner Terrassenbau, ber so geschickt mit dem alten Gebäube verbunden worden ist, daß ein organisches Gebilde entstand. Das Hotel verfügt u. a. über eine freie und eine geschlossene Terrasse, Kegelbahn und Saal. Die Einweihung vollzog sich dieser Tage unter Teil­nahme ber Stadtverwaltung. Bürgermeister Sch weiter brachte namens ber Stabt ferne Freube barüber zum Ausdruck, daß bem Ohm­tal hier ein neuer Anziehungspunkt für Fremde erwachsen sei.

Preußen.

Kreis Marburg.

WSN. Marburg, 16. Juli. In bem Dorfe Sterzhausen (Kreis Marburg) ist einS ch u I- streik ausgebrochen, bem sich bie Mehrheit ber Bevölkerung angeschlossen hat. Der Schulstreik richtet sich gegen ben ersten Lehrer, ber es angeblich nicht verstanden haben soll, das Ver­trauen der Dorfbewohner zu gewinnen.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 19. Juli 1930. Freitag abend 7.45 Uhr; Samstag vormittag 8 Uhr; nachmittags 4 Uhr; Sabbataus- gang 9.25 Uhr. Wochengottesdienft: morgens 6.30 Uhr; abends 7.15 Uhr.

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