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Nr. 165 Drittes Blatt

Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheften)

Donnerstag. (7. Juli (930

Wirtschaft.

Oer deutsche Außenhandel im Juni.

100 Millionen Mark Ausfuhrüberfchuh im Juni.

Der Außenhandel schließt im Juni mit einem Aus- fubrüberschuß von 100 Millionen Mark ab. Die Ein­fuhr (813,6 Millionen Mark) ist derjenigen im Mai nahezu gleich geblieben. Die Ausfuhr (910,2 Millionen Mark) hat dagegen um 186,3 Mil­lionen Mark abgcnommcn; der Rückgang ist zum erheblichen Teil jahreszeitlich zu erklären: auch in früheren (Zähren brachte der 3uni regelmäßig einen größeren Rückgang der Ausfuhr. Der Anteil der Reparationssachlieferungen an oer Ausfuhr beträgt 51.8 gegen 78,8 Millionen Mark im Mai. An dem Rückgang der Ausfuhr sind mit Ausnahme der Lebensmittel und Getränke sämtliche Warengruppen beteiligt: 76 Prozent deS Rückganges entfallen auf die Fertigwaren, deren Absatz sich gegenüber dem Vormonat um 143,3 Millionen Mark vermindert hat. 3n größe­rem Umfange abgenommen hat die Ausfuhr von Textilfertigwaren (minus 25,3 Millionen Mark), von Wasserfahrzeugen (minus 24,4 Millionen Mark) und von Walzwerkserzeugnissen und son­stigen Sisenwaren (minus 19,3 Millionen Mark).

Wirtschaft und GenchtSfenen.

Der Beginn der Gerichtsferien, die vom 15. 3uli bis 15. August dauern, rückt erneut das 3nteresse aus die Bestrebungen der Wirtschaft, die darauf hinzielen, die Gerichtsferien völlig a b z u s ch a f - f e n. Wie wir hören, Haden eine Reihe 3n- dustrie - und Handelskammern erneut einmütig für die Abschaffung der Gerichtsferien plädiert. Eie stellen sich damit also auf den gleichen Standpunkt, den der Deutsche Industrie- und Handelstag schon seit geraumer Zeit vertritt. Die Wirtschaft ist zu dem Schluß gekommen, daß die Auswirkungen der Gerichtsferien auf den Ablauf der Rechtspflege sich über einen Zeitraum von mindestens vier Monaten erstreckt. Die Schädigungen, die dadurch dem gefamten Wirtschaftsleben entstehen, find daher auch ein­leuchtend. Gerade jetzt wieder in den Monaten einer starken wirtschaftlichen Depression wird daraus hingewiesen, wie stark durch die Gerichts­ferien dieGläubigernot vermehrt wird und wie notwendig die Aufhebung einer ver­alteten Einrichtung für den gesamten gewerblichen Rechtsschutz ist. 3nzwischen haben sich nun auch bie 3uristenschast und die Organisationen der Anwaltschaft für die Aufhebung der Gerichtsferien ausgesprochen, so daß einer Reu­regelung nichts mehr im Wege steht. Rur vom Rechtsausschuh des Reichstages sind Bedenken ausgesprochen worden, die jedoch kaum so schwerwiegend sein dürften, daß die neuen Pläne ohne weiteres beiseite gelegt würden. Das Reichsjustiymtnisterium hat zwar im Augen­blick die Initiative zur Reuregelung der Gerichts­serien noch nicht ergriffen, trotz alledem hören wir von einer ihm nahestenden Seite, daß man einem älebergangsstadium sympathisch gegenüber- stcht. Dieses UcbergangSfta&ium sieht zunächst einen zeitlich begrenzten Fortfall der Gerichts­ferien vor, um vorerst einmal die Auswirkungen praktisch zu erproben.

Weitere Zunahme der Biererzeugung.

3m vierten Vierteljahr des Rechnungsjahres 1929/30 beliefen fich nach den Erhebungen des Stailstifchen Reichsamts die versteuerten und steuerfrei abgclaffencn Biermengen (3nlandabsatz und Ausfuhr) auf 11898 Mill. Hektoliter: gegen­über den entsprechenden Mengen des Vorjahres (10,921 Mill. Hektoliter) ergibt sich eine Zu­nahme von 9,0 Proz. Da auf den außer­ordentlich kalten Winter 1928 29 ein sehr milder Winter folgte, dürfte sich die verzeichnete Zu­nahme des Bicrabsatzes im wesentlichen durch die Witterungsunterschiede erklären. 3m Rechnungsjahr 1929 30 hat der Malzvcr- brauch zu Zwecken der Dierherstellung eine Ge­samtzunahme um rund 7 Prvz. erfahren (1 055 462 Tonnen-. Die versteuerten und steuerfrei ab- gelaffcncn Biermcngen find von rund 55 Mill. Hektoliter in 1928 29 auf 58,06 Mill. Hektoliter in 1929'30 gestiegen. An der Mehrerzeugung waren sämtliche Landesfinanzamtsbezirke mit Aus­nahme von Karlsruhe beteiligt. An der gesamten Diermenge waren die drei bayerischen Landes- finanzamtsdezirke mit 27,1 (27,7) Proz., die Be­

zirke Münster und Düsseldorf mit 13,6 Proz. (13,2) und Berlin mit 10,5 Proz. (10,1) beteiligt. Die Zunahme der Biercrzeugung entfiel wie in den Vorjahren auch 1929,30 auf Dollbier, welches an der gesamten Biermenge mit 95,5 Proz. (95,6) beteiligt war.

Die Biereinfuhr betrug nach den Ergeb­nissen der Handelsstatistik im Rechnungsjahr 1929/30 208 885 Hektoliter (L D. 198 450 Hekto­liter) im Werte von 6,3 Mill. Mark (5,8). Die eingeführten Biere stammen nach wie vor fast ausschließlich aus der Tschechoslowakei. Die Aus­fuhr von Bier bezifferte sich auf 618 760 Hekto­liter (i. D. 571 647 Hektoliter) im Werte von 37,1 Mill. Mark (34,3). Von der Gefamtausfuhr entfielen 456 117 Hektoliter auf Flaschenbier.

Der deutsche Bierverbrauch hat sich von 54,55 Mill. Hektoliter in 1928/29 nach vor­läufiger Berechnung auf 57,65 gehoben. Auf den Kopf der Bevölkerung entfielen 1929'30 90,0 Liter Bier, gegen 85,6 Liter in 1928/29. Die 3st-Einnahmen des Reiches aus der 'Bier« steuer erreichten 411,8 Mill. Mark, d. t ein Mehr von 3,8 Droz, gegenüber dem Vorjahr. Einschließlich der Zollerträge stellten sich die Bierabgaben (Reichssteuer und Zoll) 1929'30 auf 415,9 Mill. Mark (400,8) oder 6,50 Mark (6,29) je Kops der Bevölkerung.

* Bayerische Staatsanleihe von 12 6 Millionen Mark. Der bayerische Finanzminister hat auf Grund eines Beschlusses des Staatsministeriums dem Landtag einen An­trag auf Ermächtigung zur Aufnahme einer Staatsanleihe bis zum Betrage von 126 Millio­nen Mark zugehen laffen, die dazu dienen soll, kurzfristige Verpflichtungen des Staates in Höhe von 84 Millionen Mark (20 Millionen Dollar) in eine langfristige Schuld umzuwandeln. Der Restbetrag von 42 Millionen Mark soll an die bayerischen Großwasserkraft-Llnternehmungen als Darlehen weitergegeben werden.

Rassauische Landes - Dersiche- rungsbank Wiesbaden. Aus dem Ge­schäftsbericht für 1929 geht hervor, daß sich der weitere Aufbau dieser im Jahre 1924 gegrün­deten Anstalt weiter günstig entwickelt hat, trotz der überaus schwierigen Verhältnisse. Die Zahl der selbst abgeschlossenen Versicherungen ist auf 14 427 gestiegen. Mit Einschluß der in Rück­deckung übernommenen Versicherungen hat die Anstalt eine Prämieneinnahme von 900 275 Mk. erzielt, davon entfallen 758 187 Mart auf die selbstabgefchloffenen Versicherungen. Der Schaden­verlauf war normal Die weitaus größten Scha­denzahlungen mußten wieder in der Haftpflicht­versicherung geleistet werden und überschritten sogar die Einnahmen in diesem Versicherungs» zweige, so daß auch das 3ahr 1929 der Anstalt in der Haftpflichtversicherung Verluste brachte. Die Gesamteinnahmen übersteigen die Gesamt­ausgaben um 27 363 Mark. Dieser ^leberschuh wird satzungsgemüh der Sicherheitsrücklage zu­geführt.

* Braunkohlenbergbau in derRhon. Das Braunkohlenbergwerk am Bauersberg (Röhn) ist wieder in Betrieb genommen worden. Die Errichtung eines Drikettwerkes ist geplant, wenn Kohlen in genügender Menge gelagert find.

* Zus ammenschluß der Basalt- La va-3ndustrie beschlossen. Rach mehrjährigen Bemühungen ist nunmehr der Zu­sammenschluß in der Dasalt-Lava-3nduftrie Tat­sache geworden. 3n einer stark besuchten Ver­sammlung der Grubenbesitzer wurde der Ver­tragsentwurf, der vom Basalt-Lava-, Bord- und Pflastersteinvcrband borgelegt wurde, einstimmig genehmigt Dem neuen Vertragswert gehören etwa 95 Proz. aller Betriebe des Basalt-Lava» 3ndustriegebietes im Kreis Mayen und an­schließender Gebiete an.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 17. 3uli. Tendenz: fester. Die Börse, die in den letzten Tagen trotz der innerpolitischen Schwierigkeiten und der sich lange hinziehenden Verhandlungen über das Deckungs- Programm eine kräftige Widerstandskraft gezeigt hatte, eröffnete heute, nachdem unter Anwendung des Artikels 48 die Entscheidung gefallen war, wovon eine wesentliche Beruhigung ausging, in festerer Haltung. Das Geschäft hatte aber aus Mangel an Aufträgen vom Publikum, sowie

an Auslandorders einen sehr geringen Umfang. Dur die Spekulation war zuversicht­lich gestimmt und zeigte Mut, in den führenden Werten in etwas größerem Umfange zu Deckun­gen zu schreiten, so daß in diesen Papieren öic älinsahtätigkeit etwas lebhaftere Formen an­nehmen konnte. 3m allgemeinen fehlten sonst Anregungen. Rur die gestrige feste Reuyorker Börse fand noch freundliche Aufnahme. 3m Vordergründe des 3ntereffes standen am Kunst - feidemarkt Dernberg, die auf angebliche Aus- landkäufe man sprach von amerikanischen Auf­trägenf 7 Prozent gewinnen konnten. Auf dem freien Markt waren Kunstfeidewerte weiter ge­sucht und fester. 21 tu gewannen 3 Prozent. Etwas mehr in den Vordergrund treten konnten noch am Elektromarkt Siemens, die, obwohl eine Erstnotierung erst später zustande kam, 3 Prozent anzogen. Die übrigen Werte dieses Marktes lagen bis zu 1,5 Prozent höher. Am Chemic- markt bestand auch für I.-G.-Farben etwas regere Rachfrage bei einem Gewinn von 1 Pro­zent gegenüber der gestrigen 2Ibcnbbörfe. Holz­verkohlung waren um 1,5 Prozent gesteigert. Die Umfahtätigkeit war am Montanmarkt und am Kalimarkt sehr bescheiden: ersterer lag bis zu 1,5 Prozent, letzterer bis zu 2,5 Prozent fester taxiert. Banken und Schiffahrtsaktien lagen bis zu 1 Prozent gebessert. Von Dauunter- nehmungen büßten Wahß & Frey tag fast 1 Pro­zent ein. Renten und Pfandbriefe lagen heute stiller und kaum verändert. Rach den ersten Kursen beschränkte sich das Geschäft nur noch auf einzelne Spezialaktien. Die Tendenz blieb freundlich. 3m allgemeinen ergaben sich gegen Anfang nochmalige Gewinne bis zu etwa 1 Pro­zent. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 Pro­zent unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1874, gegen Pfund 20.3725, London gegen Kabel 4,8652, gegen Paris 123,61, gegen Mailand 92.87, gegen Madrid 41,70, gegen Schweiz 25,0225, gegen Amsterdam 12.0660.

Berliner Börse.

Berlin, 17. 3uli. Unverkennbar trat schon im heutigen Dormittagsverkehr nach den gestrigen Entscheidungen im Reichstage eine ruhigere Stimmung zutage. Man glaubt damit r«hnen zu können, daß das Deckungsproaramm nunmehr durch die Rotverordnung verabschiedet wird, daß alle Anträge, die noch kommen könnten die SPD. hat schon einen eingebracht an dem Widerstand der Deutschnativnalen scheitern wer­den. Der Reichstag wird am Samstag in die Serien gehen und dann tritt eine längere Atem­pause hinsichtlich der innerpolitischen Beunruhi­gung für die Börse ein. Bei den Banken man­gelte es zwar auch heute immer noch an Orders: es wurde aber mit Befriedigung feftgeftellt, daß auch Derkaufsaufträge fo gut wie ganz fehlten, fo daß die Spekulation Deckungs­neigung zeigte, und in einigen Papieren auch schon zu kleinen Meinungskäufen schritt. 3m all­gemeinen setzten sich Kursbesserungen von etwa 1 Prozent gegen gestern durch: einige Werte, wie Kaliaktien, Kunstseidepapiere, Deutsche Linoleum, RWE., Julius Berger ufto. gewannen darüber hinaus bis zu 3 Prozent. Siegen-Solingen profi­tierten von der Meldung des Aktienerwerbs der Lippischen Farbenindustrie und zogen auf 13,75 nach 12,60 Prozent an. Anleihen lagen etwa behauptet. Auch Ausländer zeigten nur geringe Veränderungen. Am Pfandbriefmarkt war auch heute das Geschäft etwas ruhiger: es herrschte aber weiter feste Grundstimmung. Der Geldmarkt brachte für Tagesgeld eine weitere Erleichterung von 3,25 bis 5,25 Prozent, vereinzelt schon von 3 Prozent: die übrigen Sähe blieben unverän­dert. Rach den ersten Kursen war es zunächst ruk>ig, doch setzte sich, von Kunstseidewerten aus­gehend, eine freundlichere Stimmung durch, von der die Hauptpapiere, wie Reichsbank Siemens, Spritaktien, Salzdetfurth, und von Re­benwerten Draubank. Feldmühle und 3ul. Berger 2 bis 3 Proz. profitieren konnten. 3.-G.»Farben gewannen etwa 1 Proz. Der zur Veröffentlichung Mkommene Reichsbankausweis für die zweite Iuliwoche foTmtc mit einer Gefamtentlastung um 145,9 Millionen keine besondere Anregung geben.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a.M., 17.3uli. Auftrieb: 110 Rinder, 176 Kälber. 156 Schafe, 923 Schweine Es notierten: beste Mast- und Saugkälber 75 bis 79, mittlere Mast» und Saugkälber 68 bis 74, geringe Kälber 60 bis 67; Mastlämmer und jün­gere Masthämmel, Weidemast, 49 bis 52; mitt­

lere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 42 bis 48; Schweine nicht notiert. Marktverlauf: Bei allen Gattungen rege, auS- verkauft.

Berliner Prodnktenmarkt.

Berlin, 16. 3uli. Während im Vormittags* verkehr die Tendenz am Produktenmarkt ledig­lich als gut behauptet zu bezeichnen war, machte die Aufwärtsbcwegung zu Börfenbeginn enuut kräftige Fortschritte. Infolge der weiterhin festen Auslandmeldunaen hat sich das Angebot von 3n- landweizen stark vermindert, und soweit Umsätze zustande kamen, erfolgten sie auf 2 bis 3 Mark höherem Riveau als gestern. Der LicserungS- markt lag unter Deckungen gleichfalls sehr fest. Das Angebot von Roggen aller Ernte macht fich auch etwas knapper, allmählich verringert sich die Differenz zwischen den Stützungs- und den im freien Markt erzielbaren Preisen. Reuroggen zur prompten Verladung bringt gegenüber Ware alter Ernte Aufgelder von 4 bis 5 Mark. Der Lieferungsmarkt lag fester, Interventionen waren heute nur in geringem Umfange zu beobachten. Für Weizen- und Roggenmehle waren die For­derungen um 25 Pfennig erhöht, das Geschäft war jedoch kaum lebhafter. In Hafer liegt An­gebot nur zu stark erhöhten Preisen vor, die de» Konsum zum Teil, wenn auch zögernd bewilligt. Wintergerste in guten Qualitäten macht sich knap­per bei festerer Grundstimmung. Es notierten (1000 Kilo): Weizen, märkischer, Juli 291,50 biS 292,25 (fest), Sept. 264 bis 264,50 (Geld), Oft. 267 bis 268, Dez. 275; Roggen, märkischer, 172 bis 177 (fester), Juli 178,50, Sept. 186 bis 187.25. Oft. 189,50 bis 190. Dez. 197 bis 196.50; Gerste 170 bis 190 und 158 bis 170; Hafer, märkischer, 177 bis 185 (sehr fest), Juli 186.50 (Geld), Sept. 189, Oft. 194.50 bis 195.25. Dez. 195.50 bis 198; (100 Kilo). Weizenmehl 33.50 bis 40.25 (still).

Kirche und Schule.

LJ Rodheim a. d. Horloff. 14. 3ult. Am ver­gangenen Sonntag feierte das Dekanat Ridda in unserem Ort fein diesjähriges Miffions- f e st. In dem am Vormittag stattgefundenen Got­tesdienst in unserer geräumigen Kirche sprach Pfarrer C r u 11, Ulfa, über Zweck und Be­deutung der Heidenmiffion. Gleichzeitig war mit dem Gottesdienst die bei uns mit beginnender Ernte übliche schöne Sitte derS i ch e 1 w e i h e" verbunden. Am Rachmittag bewegte sich dann unter Vorantritt des Ruppertsburger Posaunen- chors ein Festzug vom hiesigen Pfarrhaus nach dem idyllisch gelegenen Forsthaus Glaubzahl, wo das Fest seine Fortsetzung fand. Rach ein­leitendem Ehoralvorspiel des Pofaunenchors sprach unser Ortsgeistlicher, Pfarrer Korn­mann, herzliche Worte der Begrüßung. Als Hauptredner des Tages ergriff dann Missionar Lauf, Frankfurt q. M., das Wort zu einer längeren Rede, worin er über die Heidenmiffion in China, der er etwa ein Jahrzehnt dienen durfte, in sehr interessanter Weise erzählte. Ge­meinsamem Gesang und schön vorgetragenen Bibelsprüchen der Rodheimer Schulkinder folgte der Jahresbericht der Mission im Dekanat Ridda, der von Pfarrer Siebeck, Echzell, erstattet wurde und ein Iahreskolleftenergebnis von 1782 Mark aufwies. Anschließend fang die Gemeinde das LiedSo nimm denn meine Hände", worauf Pfarrer Kornmann das Schlußwort sprach, das den Dank an alle, die an dem Zustande­kommen des Festes mitgeholfen hatten, enthielt. Eine am Ausgang erhobene Kollekte wird der Basier Mission zugewiesen.

Letzte Nachrichten.

programmäßige Weinfon Greife des Reichspräsidenten.

Berlin, 17. Juli. (OB. Eigene Meldung.) Reichspräsident von Hindenburg hat heute vormittag um 10% Uhr, wie angekündigt, den Reichskanzler Brüning und den preußischen Ministerpräsidenten Braun empfangen. Bei dieser Gelegenheit sind die durch das inzwischen a u f - gehobene Verbot des Stahlhelms für Rheinland-Westfalen aufgerollten Jragen erörtert und endgültig bereinigt worden. Der Reichspräsident wird die Rheinlandreise nunmehr dem ursprünglich feff gelegten Pro­gramm entsprechend durchführen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Oie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die höhe der zuletzt belchlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 o. h., Lornbardzinsfuß 5 o. H.

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Amerikanische Noten ....

Belgische Noten .....

Dänische Noten .......

Englische Noten . ....... französische Noten.......

Hollänoische fluten.......

Italienische flöten . ....... Norwegische flöten.......

Deutsch-ceslerreich, i 100 Schilling Rumänische Noten ......

Schwedische flöten .......

Schmetter flöten . ...... Spanische Noten...... .

T'chechol.owakiiche Noten. ....

Ungarische Roten .....

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59,05

2.47

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- Frankfurt

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112,37 20,41 16,50

168,89 22,08

112,27 59.29

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81,66 48.40 12.44 73,47

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7% Deutsche RelchSanleihe von 1929 . .

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mt

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6% Hel«. SolMftaa! von 1929 (rüdiablb m2%) .

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Deutsche flomm. Gammelabl.

Anleihe Serie 1

8% Franks. Hvv.-Bank (Molbpfr XIII untünobat bl« 1931 . .

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% Pr. LanSeSpsandbriesanstalt Ptondbriese 9117 .

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Rente .

4% Ungarische Goldrente . . . 4% Ungarische Staatsrente v. 19U, W,% de«gl. von 1913

4% Ungarische Kronenrente .

4% Türkische Zollanleibe von 1911

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Serie I

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5% Rumänische verernh. Rente von 1903 ........

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Metallgelellschaft.......f

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Zementwerk t-eiv^erg . . 10

Ceeentwerf klar ''abt. . . . 10

Wann & ffrcQiag .....fr

Schultdet» Patzenhofer ... 15

Cftroerfe.........11

Aku...........1fr

Bemberg.........14

Zellstoll Waldboi .... 13«/, Zellstoll Alchastenburg ... 12 ISbatiotten bürget Wasser ... fr Dessauer Ma» . L

Daimler Motoren......O

Deutsche Linolenm ......

Maschinenbau 2L-®. ..... 0 Rat. Automobil ...... 0 Crenftetn & koppel.....f

Leonbard Tietz ...... 10 Soenska .......

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Heo!igensiaebt ....... c Iunghan,.........6

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Mainkraftwerke Höchst a. M.. . 8 Miag 10

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168,40 1,523

>8,455 112,09 112,11 112,50 10,534 21,915 20,357 4,1835 16,455

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7,425 73,31

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4,184 4,606

20,875

«68,74 1,527

58,575 112,31 112,33 112,7z 10,554 21,955 20,397 4,1935 16.495

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2,072 0,466

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20,915

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1.784 1,789

5.43 5,44

4.186 4,194

3,566 3,574

20,87 20.815