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98. Gauiumtag Hessen D.T
der Amglicderung der
600 Mk. Ausgaben wird ohne Aussprache ge-
nicht
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können.
Am
betrieb wurde bracht, und neue Selbsthilfe durch örtert.
auf die Anzeige besonders hingewiesen.
** Schwerer Motorradunfa'll.
gaben. Damit ist das rätselhafte Verschwinden des Gelehrten, der von einem Abendspaziergang " wieder zurückgekehrt war, aufgeklärt. Die M freilich, die den Professor veranlaßt haben, in den Tod zu gehen, dürften wohl kaum aufgeklärt werden
Wege zur Ausgestaltung der die Organisation wurden er»
ist, trat der Gauturntag dem Antrag bei, daß der Gauturnausschuß in seiner seitherigen Zu- sammcnsehung, Bezirksturnwarte und Goufach- warte. beizubehalten ist, verschloß sich aber auch nicht der Notwendigkeit, die Bildung von Unterausschüssen für die einzelnen Zachgebiete anzuerkennen. soweit es die Entwicklung aufge- zeigt hat.
Das Gauwettschwimmen und ebenso die Wettkämpfe der anderen Fachabteilungen sollen in Zukunft für sich gesondert obgehalten werden, ober aus inneren und äußeren Gründen werden die Fachgebiete auch auf dem gemeinsamen Gauturnfest mit hochwertigen Vorführungen vertreten sein, soweit der Festort die technischen Vorbedingungen zu geben vermag.
Die Turnvereine Dad-Bauheirn und Lauterbach hatten beantragt, versuchsweise einen Wechsel im Tagungsort des Gauturntags eintreten zu lassen', die Entscheidung fiel für Beibehaltung von Gießen wegen seiner zentralen Lage im Gaugebiet, aber immerhin ließ die Begründung der Anträge nur drei Stimmen am Erfolg fehlen.
Die Liste der 24 Abgeordneten des Hessengaues zum Krei- turntag des Mittelrheinkreises in Bad-Bauheim zu Anfang Mai wurde genehmigt, ebenso ein Dringlichteitsantrag des Tv. Wehlar, auch in Zukunft Heberpunkte im volkstümlichen Teil bei gemischten Wettkämpfen (Geräte) in die Gesamtwer- hing des Turners aufzunehmen.
3um Gauwart für Kinder- und Zugendturnen, sowie für Wandern wurde Mittelschullehrer Erich Wagner (Kirchhain, Bez. Kassel) gewählt.
Das Gaufrauenturnen kommt im nächsten Jahr nach Butzbach, das Gauwettschwimmen nach Lauterbach, dieses Jahr nach Bad-Bauheim, das G o u - Sondervolkstur n e n übernimmt in diesem Jahre die Turngemeinde Friedberg. Für das Gauturnfest 1931 wird noch Bestimmung zu treffen sein. Mit herzlichen Worten laden die Kirchhainer Turner zum diesjährigen Gauturnfest in ihrer altbewährten Turnerstadt ein.
Mit einem gemeinsamen Turnerlied fand die arbeitsreiche und würdig verlaufene Versammlung am späten Vachmittag ihr Ende.
Ortsausgang von Dutenhofen ereignete sich gestern kurz nach 18 Llhr ein schwerer Motorradunfall. Der bei einem Tierarzt in Ehringshausen bei Wetzlar beschäftigte Kraftfahrer Willy Lotz kam auf seinem Motorrad in der Fahrtrichtung nach Wetzlar angefahren, als ihm plötzlich das 6 Jahr alte Bübchen Willy Paul direkt in die Maschine hineinlief, obwohl der Motorradler durch starkes Bremsen versucht hatte, sein Fahrzeug, das auf der schlüpfrigen Straße infolge des Bremsens ins Butschen geriet, sofort zum Stehen zu bringen. Das Bübchen trug bei dem Zusammenprall einen schweren Schädelbruch und einen doppelten Llnterschenkelbruch davon, der Motarrradler erlitt bei dem Sturz Kopfverletzungen und Quetschungen. Nachdem beiden Verunglückte!, durch ein Mitglied der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Boten Kreuz in Gießen die erforderliche erste Hilfe gebracht worden war, wurden sie mit dem städtischen Sanitäts- auto der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt. Hier lag das bedauernswerte Kind heute vormittag noch in sehr ernstem Zustande darnieder. der Motorradler hot sich trotz ärztlichen Abratens nach Hause begeben. An dem Llnalücks- fall soll den Motorradler keine Schuld treffen.
** 31 u f dem Wege der Besserung. Der vor einigen Tagen im Gießener Bahnhof aus einem haltenden Personenzug gestürzte und mit ernsten Kopfverletzungen bewußtlos in die Chirurgische Klinik eingelieferte Kaufmann Fritz Müller aus Ehringshausen (Kreis Wetzlar) befindet sich jetzt erfreulicherweise auf dem Wege der Besserung. Er hat das Bewußtsein wieder erlangt und auch jein Allgemeinbefinden ist den Umständen entsprechend gut.
des Beichs-
WWWW Frühjahrskur für
Nervenkranke
u. Nervös-Erschöpfte. Speriaikuranstalt Hot heim
Im Taenni bei Frankf.a.M. —Prospekte durch
O pe r n ga st s p i el im « lad11hcater Gießen. Es ist der Intendanz gelungen, die Oper des Landestheotcrs Darmstadt mit einer ihrer besten Aufführungen, der Neuinszenierung von Wagners „Der fliegende S)oUdnber" zu einem einmaligen Gastspiel zu verpflichten Die Aufführung findet am Freitag, 21. März. 19 Uhr, statt.
** Schneegänfe Aus unserem Leserkreise wird uns berichtete Am gestrigen Sonntag gegen 18 Uhr überflog ein Zug Schneegänse (zirka 30 Stück) in Keilform unsere ctaöt in Richtung Nordwest, über den Neuen Friedhof—Hangelstein. Ein Zeichen des nahenden Frühlings.
*’ Stadttheater-Abonnement. In unserem Anzeigenteil vom Samstag wird zur Einlösung des 7. Abschnitts des Stadttheater- Abonnements aufgefordert. Interessenten seien
I« Bedeutung deS Tages für die Deutsche lonie, die m dem Denkmal ein Werk gc- insamer Opferwilligkeit sehen dürfe, und unter- <f> die starke Verbundenheit des Auslands- üschtums mit der Heimat und ihren Auf- >m und Sorgen. Beichswirtschaftsminister Bo- 1 Schmidt kennzeichnete dos Gefallenendenk- 1 als eine Stätte stiller Andacht und Buhe die, die das große Weltgeschehen miterlebt Den. Hr fügte hinzu: Für die kommenden Gene- ionen aber ist es ein Mahnzeichen der Erin- ing an eine bedeutsame Geschichtsepoche, die ■ mit schweren Sorgen um das Wohlergehen i deutschen Volkes erfüllte. Zurückschauend toer- i sie erwägen können, ob all unsere Kämpfe um nicht wieder die Freiheit gegeben haben, i. notwendig ist für die Aufrichtung und Stär- nwg des deutschen Vaterlandes, und dann wird : unserem Volke die rechte Erkenntnis für die t Ortung der wiedergewonnenen Freiheit vor- ) iben fein. Die stimmungsvolle Feier war um- nut von Vorträgen der hiesigen deutschen langvereine.
> i neues AngeboiZrankreichs «-lottciibejchränkuug gegen spätere Tichcrhcitsgaranticn.
auszugleichen.
Der technische und geldliche Fragenkreis bei Unfällen im Turn- und Wettkampf- ausgiebig zur Darstellung ge-
? veranstaltete h bemal. Äricgl Wa zu Ehren > erftorfatcr Arie* ’ ter Staats- ~ lagistrai- antotfa 'fcter bei Jbü' m Dvrtchee rde tet&jfce. Langem, $u\- •am, den Asch iten zum nden, mit tat fr
In der Frage der Amgliederung der technischen Leitung des Gaues, die in den letzten Monaten lebhaft erörtert worden
Plung des Bassermann-Denkmals statt. Mit t:i Parteitag verbunden sind Sitzungen des ^chs-Frauenausschusses und f-gendausschusses der Partei.
Aus der provinzialbauptstadt.
Gießen, den 17. März 1930.
Oer Schluckschmerz.
Von Dr. SelUOarmsiadt.
Alle gesunden Lebensvorgänge vollziehen sich reibungslos und unbemertt, jeder Schmerz aber ist ein Zeichen von Gesundheitsstörung. Deshalb lassen viele Menschen sich auch erst durch Schmerzen zum Arzt oder Zahnarzt treiben. Viele vernachlässigen aber auch leichtere Schmerzen, weil sie ja an „so ein bißchen Rheumatismus" oder ..ihre alten Kopfschmerzen" gewöhnt seien, oder weil „so ein bißchen Mandetentzündung" ja oft ohne bleibenden Schaden vorübergegangen fei. Wer mit der neuzeitlichen Dolksaufklärung Schritt halten will, der muß schon andere, feine Krankheitszeichen beachten und wissen, daß der Schmerz eigentlich schon ein grobes Krankheitszeichen ist.
Keinesfalls darf man es als unbedenklich an» sehen, wenn sich beim S ch l u d c n ein leichtes Schmerzgefühl im Halse bemerkbar macht. Denn sehr böK' Folgen können sich an eine solche, scheinbar harmlose Sache anfchließen. Die Wissenschaft hat seftgestellt. daß die Keime zahlreicher lösartiger Krankheiten im Halse des Menschen ihr Wesen treiben und durch die porösen Mandeln in den Säftekreislauf eindringen können. Man weiß das von manchen Fällen allgemeiner Blutvergiftung (Sepsis». Man weiß das vom fieberhaften (akuten) und vom schleichenden (chrv- nifchen) Gelentrheumatismus. Die dadurch mit- verursachten, oft so schweren Herzfehler und die schleichenden tödlichen Herzentzündungen kommen also auch daher. Batürlich ist es bei rheumatischen Erkrankungen der Muskeln und der Berven (z. B. Ischias) ebenso. Die Grippekeime wandern mit anderen Katarrhkeimen durch Halsorgane und Lunge ein und machen diese krank, manchmal aber auch entfernte Organe, wie die Leber, den Darm, die Bieren, die Ohren ober als „Kopfgrippe" baä Gehirn. Bicht selten schließt sich an eine „leichte" Grippe ein langwieriger Gelenkrheumatismus. ja schleichende Erkrankungen im Gehirn und Bückenmark können noch lange nach einer „ganz leichten und deshalb übergangenen" Grippe zur Ausbildung kommen. Daß die Keime der (epidemischen) Genickstarre und der ansteckenden Kinderlähmung in Hals und Base von Menschen zu finden find, die gar nicht einmal krank zu sein brauchen, dafür liegen zahlreiche einwandfreie Beweise vor. Ahnungslos versprühen solche Personen diese fürchterlich gc- | fährlichen Keime beim Husten und Biesen in ihre Umgebung, z. D. in der Eisenbahn oder I Straßenbahn, in Schule, Gesellschaft, Theater ufto. I und empfängliche Menschen werden trank, ohne daß man nachweisen kann woher.
Ein solcher empfindlicher und irgendwo, durch einen scheinbar gesunden Keimträger angesteckter ! Mensch merkt meistens etwa eine Woche lang nichts, bis die Krankheit vernichtend zum Ausbruche kommt. Ist er aber aufmerksam, feinfühlig, so merkt er doch häufig ganz im Anfänge etwas Schmerz beim Schlucken. Weiß er etwas von den Gefahren und gurgelt gleich mit einem nicht zu scharfen, aber gut lösenden Mittel, so kann er der Gefahr entgehen, die Erkranlung noch abwenden. Es kommt darauf an, daß das Gurgeln sofort geschieht, wenn ein leiser Schmerz im Halse anzeigt, daß dort etwas Gefährliches vor sich geht. Scharfe Mittel sind ungeeignet, weil fie mit den Krankheitskeimen auch die Abwehrkraft der Schleimhautzellen zerstören. Von ungeheurer Bedeutung ist es, daraus zu achten, daß die I Füße stets warm sind. Sobald die Füße kalt werden, sinkt die Abwehrkraft unserer Säfte und Geweben Krankheitskeime, die bei gut warmen Füßen vom Körper einfach zurückgewiesen I worden wären, können leicht eindringen, wenn die Füße kalt find und schon das unbehagliche Gefühl dem sein empfindenden und scharf denkenden Menschen anzeigt, daß etwas in feinem Körper nicht in Ordnung ist.
Bornotizen.
| — Tageskalender sürMontag. Deuijche 1 Bolkspartei: Jahres-Hauptversammlung, 20.15 Uhr,
Cin Frankfurter Kaufmann von einer Lawine verschüttet.
2er Kaufmann Alfred Mayer ans .Frankfurt i 3?., der mit seinem Freunde Dr. Reul, ebenfalls ms Frankfurt a. M. eine Skitour unternahm, wurde im Katzbachtobel oberhalb Lach bei Bludenz von I i n e r Lawine verschüttet. Sein Begleiter solle sofort Hilfe herbei, die den Verschütteten aus. irub. Er lag anderthalb Meter tief in der Lawine inii lebte noch, als er ausgegraben wurde, ver - !chi e d jedoch kurze Zeit Im rauf.
Kap. 45 (Jugendfürsorge und besondere Nachnahmen zur Bekämpfung vonVolks- I onkheiten) mit 606 000 Mk. findet cben- |cl[f> Genehmigung. Da im diesjährigen Etat zur 7 ? f ä mPfu n g des Alkoholmißbrau- die 6 nichts mehr eingesetzt ist, beantragte der irretn zur Bekämpfung des Alkoholmihbrauches 11 Wiedereinstellung des Betrages von 10 000 7Ümk. Die Eingabe wurde jedoch abgelehnt,
, dieser mW und Weise. IN! viele KunWck . Vorkommen. Aber! n eine hervvrrage«
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SÄ'," 1 urtb e' öon mannen | ** Dersamnlung 'b .d'e Hnen J ? Dcutschividi^ lcr- ^eichz^.: । schritt 5t dem 'lombagnic , scheit mehrere r dge der "Dei Echtog und d
im „Hindenburg". — Tierschutzoerein Gießen- Generalversammlung, 20 Uhr, Kaufmännisches Vereins haus. — Kriegerverein Gießen: Jahres-Hauptversammlung, 20.30 Uhr, Postkeller. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Vater und Sohn": auf der Bühne Hans Walden und Lilly Romay vom Metropol- Theater (Berlin). — Astoria Lichtspiele: „Die Rache des Verlassenen" und „Eines starken Mannes Liebe".
— A u s dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Diese Woche bringt am Mittwoch, 19. März, „Der letzte Lord", Lustspiel von Ugo Falena, und ein Operngastspiel der Oper des Darmstädter Landestheaters „Der fliegende Holländer" von Richard Wagner in der Inszenierung von Renato Mordo. — Dienstag, 18. März, erste Wiederholung von „Die Sache, die sich Liebe nennt". Ugo Falenas Lustspiel geht als südwestdeutsche Erstausführung in Szene. Das Stadttheater Gießen ist nach der Hamburger Uraufführung das erste Theater, das dieses neueste Lustspiel in Szene setzt.
— N a t i o n a l j o z i a l i st i s che deutsche A rbeiterpartei. Kommenden Mittwochabend im Postkeller öffentliche Versannnlnng Siehe heutige Anzeige.
Taten für Dienstag, 18. Mär».
Sonnenaufgang: 6.09 Uhr. Sonnenuntergang: 18.08 Uhr. Mondaufgang: 23.18 Uhr, Mond- untergang: 7.32 Llhr.
1813: der Dichter Friedrich Hebbel in Wessel- beuren geboren (geftorben 1863). - 1858: der Ingenieur Budolf Diesel in Paris geboren (gestorben 1913).
Owoftenloj. © neuer, gnam oedecM. » woiKIg. g cedecKL «ncgen,
* Schnee ^Graupeln — Nebel KGeWit'^r.i^wmdsliiic.-O' xhf feicbu- Osi «nassigei Südsüdwest q sturmiscne» NordwesL t>ie Ptene Viegen mu dem winde. Die beiden Stationen stehenden Zahlen geben c e Temperatur an. Die Linien verbinden Orte md-oidcheia nut Meeresniveau umoereenneten Urtldruci.
Wettervoraussage.
Die Stanalftöriing zieht unter Abflachung über der Nordsee weiter. Ihr Einfluß dürfte sich jedoch noch auf die Wetterlage auswirken und zunächst unter Abkühlung Anlaß zu einzelnen Schauern geben. Die Niederschlagstätigkeit nimmt wieder mehr und mehr ab, und auch der ansteigende Luftdruck wird etwas ruhigeres Wetter herbeisühren.
Wettervoraussage für Dienstag, kühleres, wechselnd wolkiges und aufheiterndes Wetter mit vereinzelten Schauern.
Lufttemperaturen am 16. März: mittags 9,4 Grad Celsius, abends 5,7 Grad, am 17. März: morgens 5,2 Grad. Maximum 9,6 Grad, Minimum 4,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. März, abends 6,8 Grad: am 17. März: morgens 4,2 Grad Celsius. — Niederschlag 4,3 mm. — Sonnenscheindauer 1’/« Stunden.
Oie Etatberatungen im Finanzausschuß.
Darmstadt, 14. Blärz. (WHP.) Der Fi- türzausschuh des Hessischen Landtages beriet c Bcstkapitel des Etats des Innenministerium wesentlichen zu Ende.
Stab. 43 (Anstalt für Geistesschwache, 21icestist in Darmstadt) mit 182 446 Mk.
—o— Die orbcntlid)e Jahresversammlung des Hessengaues der D. T. Janb am gestrigen Sonntag zu Gießen in der Turnhalle (Steinstrahe) statt.
3m Namen des Hausherrn, To. 1846, begrüßte der erste Sprecher Universitätsbureaudirektor W. Erle die Gauleitung und die rund 170 Abgeordneten aus 115 Gauvereinen mit gastfreundlichster Ansprache.
Vor Eintritt in die Tagesordnung sprach der erste Gauoertreier, Arthur Pfeiffer (Wetzlar), zu der Versammlung, die sich von ihren Sitzen erhob, ernste Worte über die Bedeutung des Volkstrauertages.
Die Jahresberichte der Verwaltung und der technischen Leitung lagen im Druck vor und wurden nach tarier Aussprache genehmigt.
Im Rückblick auf die Amerikareise des ersten Siegers vom Deutschen lumfeft in Köln, Karl Reuter, Tv. 1846 Gießen, und des zweiten Gauvertreters K. Schneider (Butzbach) beschließt der Qautumtag die Absendung eines Telegramms an den Vorstand des Nord amerikanischen Turnerbundes George Seibel, Pittsburg, mit folgendem Wortlaut: „Großer Turntag Heffengau in Gießen sendet dankbar für Empfang Schneider-Reuter herzliche deutsche Gut-Heil-Grüße. Pfeiffer, Schneider."
Auf Antrag der Rechnungsprüfer, Tv. Heuchelheim und Tv. Treis a. d. Lda., wurde dem Gmi- kafsenwart Wilh. Derlei (Niederwöllstadt), der seinen Kassenbericht eingehend erläuterte, einstimmig Entlastung erteilt und der Dank des Gaues ausgesprochen. ~
Die Rechnung für 1930 werden die Turnvereine Grünberg und Großen-Eichen prüfen. Die seitherige Gau ft euer von 25 Pfennigen pro Mitglied genügt, um den Voranschlag für das Turnjahr
Süddeutsche Fußballmeisterschafi
Erneut fielen gestern in den Endspielen um die süddeutsche Fußballmeisterschaft wichtige Ent- cheidungen. Bamentlich in der
Bunde der Meister befestigte die Frankfurter Ein tr a ch t weiter hin ihre Stellung als erster Anwärter auf den Titel des neuen Verbandsmeisters. Sie errang gegen die Sp. Vgg. Fürth auf deren Platze ein anerkennenswertes 1:1, so daß der Vorsprung von 3 Punkten zwischen diesen beiden zunächst berufenen Vereiircn bestehen bleibt. Da zur gleichen Zeit die M ü n ch e n c r Bayern in Worms von Wormatia 0:1 geschlagen^wurden, sind sie um 4 Punkte hinter die 'Frankfurter Eintracht zurückgesallen. F. E. P i r m a - scns erwies sich auch diesmal auf eigenem Platze als unschlagbar. S. V. W a l d h o f kehrte 3:5 geschlagen nach Hause. Zwischen den beiden Tabellenletzten, dem F. C. F r e i b u r g und dem V. f. B. Stuttgart, tarn es in Freiburg mit 2:2 zur Punktteilung.
Bunde der Zweiten und Dritten
Hier hatte die G r u p p e B o r d w e st zwei für die ^Unbildung der Tabellenspitze sehr wichtige Entscheidungen. F. S p. V. Frankfurt gewann das Frankfurter Ortstreffen an Der Festhalle gegen Bolweiß knapp und glücklich mit 1:0 Toren, während Phönix Ludwigshafen in Beu-Jsenburz vom D. f. L. 1:2 geschlagen wurde, so daß die Frankfurter wenigstens rela- tiv mit den Ludwigshafenern punktgleich getopr- den sind. Eine Aeberraschung bereitete auch der S.V. Wiesbaden, da er aus Beckarau mit einem 3:2-Siege über den V. f. L. zurückkehrte. Das Ortstrefsen in Saarbrücken zwischen dem F. V. und den Sportfreunden endete mit 0:0 unentschieden.
Die Gruppe Süd ost sah zunächst einmal den 1. F. C. Bürnberg als sicheren Sieger über den V. s. B. Heilbronn: 2:5 lautete die Biederlage der Heilbronner auf ihrem eigenen Platze. Damit haben die Bümberger einen ihrer Bebenbuhler wohl endgültig abgeschüttelt. S. V. 1 860 München gewann auf bayerischem Boden erwartungsgemäß gegen den K. F. V. Karlsruhe : 2:0 lautete das Ergebnis. Zwischen Phönix Karlsruhe und Jahn Begensburg kam es mit 2:2 zur Punktteilung, wie sie dem derzeitigen Tabellenstande auch entspricht.
Professor Drexel toi aufgefunden.
Bach fünf Wochen aus dem Main gelandet.
WSN. Frankfurt a. M., 16. März. Am heutigen Sonntag gegen 16.30 Uhr wurde der seit Anfang Februar b. *. vermißte Direktor des Archäologischen Instituts des Deutschen Reichs, Projessor Dr. Friedrich Drexel, bei Höchst aus de in Main geländet. Irgendwelche Anzeichen, daß ein Verbrechen vorliegt, wurden nicht wahrgcnom- men
Die Leiche wurde an der Höchster Fähre a n g e j ch we m m t. Sie wurde von dem Fährmann aus dem Wasser gezogen und durch Sanitäter in die Höchster Leichenhalle gebracht. In den Kleidern des Toten fand man eine Brieftasche, in der sich Geld und Papiere befanden, die die Identität des Toten mit dem vermißten Professor einwandfrei er
ster der Bedingung, daß die Sicherheits- rß nahmen, die auf der Londoner See- »nüstungskonferenz nicht verwirklicht werden konn- Ii, innerhalb eines gewissen Zeit -
i u m s fc ft gelegt und in Kraft gesetzt trben; andernfalls würde Frankreich feine o ndlungsfreiheit wieder erlangen. Für die vischenzeit würde Frankreich. das Anerbieten ichen, fein Flottenbauprogramm für fünf a I) r c fe st zulegen, verlangt aber von jedem deren Land das gleiche.
ierunbfed^ rieht sich vor 5t mcrwürdlgo^ t Wdive vvn M riser Ml
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a r i 5 16. März. (WTB3 Nach dem Londoner । derberichterstatter des „Matin" soll die sranzö- ij? Delegation angesichts des gegenwärtigen Stan
der Seeabrüstungsoerhandlungen folgenden :csweg anzunehmen bereit fein: Frankreich i rbe sich bereit erklären, eine Herabsetzung Hncr Flottenansprüche zu bewilligen
bi die Regierung erklärte, daß hierfür Reichs» r i 11 e l zur Verfügung stünden. Bei dieser Ge- hjenbeit kam man auch aus die gegenwärtige ratung des Schank st ättengefehes im ichstag zu sprechen, wobei der Minister für Arbeit und Wirtschaft erklärte, daß er sich |c gen die vom Volkswirtschaftlichen Ausschuß ^machst beschlossene, inzwischen aber wieder aus- fc^obcne Beschränkung der Konzefsionsgenehmi» $ung (auf 400 Einwohner eine Gaststätte) ge- tmnbt habe
Tci Kap. 49 (Fonds für öffentliche und jrineinnütjige Zwecken 164 400 Mk. (Sin- füHmen und Ausgaben» beantragte die Bolks- töEtei, den Fonds zur Verfügung des Ministers II) 000 Mk.» um 20 000 Mk. zu kürzen, da Rille bekannt geworden seien, die eine Befchrän- ümz rechtfertigen. Der Antrag wurde jedoch «bgelehnt. Kap.51 (H o ch b a u w e f e n) hiE 288 050 Mk. Ausgaben sieht die Herabsetzung ton 116000 Ml vor. Von volksparteilicher Seite burben die schweren Be denken zum Aus- hacf gebracht, die dadurch sowohl für den Staat öc auch für die Wirtschaft entstehen und vor- s.schlagen, durch Einsparungen bei fon- ■lijen Kapiteln des Etats einen Ausgleich |u schaffen. Dieser Auffassung schlossen sich auch entere Parteien an. so daß das Kapitel mit leiem Vorbehalt verabschiedet wurde. Eben- h verhielt man sich bei Kap. 52 (Straßen- ertoal tung), wo 200 000 Mk. cingctyart wer- cn sollen.
Aus aller Welt.
Beichsparleilag der Deutschen Volkspartei.
Arn 22. und 23. März findet in Mannheim c« 8. Beichsparleitag der Deutschen Vottspartei a_:t. Der Parteitag beginnt am Samstagvor- iltag im Bosengarlen, hierbei wird der Partei- ousitzende, Reichsminister a. D. Scholz, Id d. R., über die „Deutsche Politik sprechen, (m Samstagabend spricht in einer öffentlichen umbgebung Beichstagsabgeordneler v. Kar - »rf f. Am Sonntagnachmittag findet die Ent-
Ü beritortifne« 1 >migt. Es sieht vor: Beitrag zur Bekämpfung
j h Tuberkulose 28000 Mk., Zuschuß an die
*rSrL kaiiglingsheime in Darmstadt, Mainz und Gie-
f.j Die k V: i 23 600 Mk, an den Heilstättenver-
i auf Sem St. tu für d i e L u p u s h e i l ft ä 11 c in Gie -
atn loftfcixmis 6t n 15 000 Mk. und für Blindenfürsorge 4000
yi MN Mchrk.
vtz bet flanir reter bet DeuM :e Ruhestätte bet Krieger mit Air
. schmäkten. Ariä RobertSchnu! tschen Delegatim1 Feier teilnahm, hi sregietung * Die Weiheredc j n Kolonie ®ttf, 1 ■ würdigte die be
ki'Knahmen und Ausgaben sieht Organisations- wtn mir n-r m iiöcrungcn vor, wonach die Verwaltung und die zu ’übetnebmflt - födagogische Leitung, die bisher in der Hand Hl, «ne« Lehrers vereinigt waren, getrennt wer-
-n TfortrllMfr’- sollen. Hiergegen wenden sich Volkspartei, Zentrum und Ämofraten, die andere Ein- ; t||-'irung«Dorfd)lägc machen. Bei Etimmenglcich'
|eit findet ein Zentrumsantrag Annahme, der erste Lehrerstelle wiederherstellt und den neu« |UI«IKUmU« ^.cgesehenen Kasseninspektor streicht.
»f >lcap. 44 (Dolksgesundheiispflege)mit


