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Donnerstag, 16. Oktober 1950

Gießener Anzeiger tGeneral-Anzeiger für Oberheffenj

Nr. 242 Drittes Blatt

Die

Bantnoten.

Datum

16 10

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. 6 . 9 . 5 . 6 . t

bis 10 v. H. und mehr an. Reichsbankantcilc, Julius Berger, Holzmonn, Schultheis, Polyphon, Kali- werte, Deutsche Linoleum, (Slxibeatticn. AEG., Sie­mens usw. hatten etwa Umsätze von 60 bis 100 Mill. Farben prof.ticrcn von der Meldung, daß ihre Di- vid.nde voraussichtlich wieder 12 0. Sy betragen wird, und gewannen bei einem Umsatz von i Mille 4,75 v. H. Am Bantenmartt waren besonders Corn- inerzbank und Danatbant um säst 5 v. f). befestigt. Auch Schiffahrtswerte lagen beträchtlich gebessert. Arn Montanmarkt hatten Klöckner und Nheinische Braunkohlen die Führung und waren starker ge- teic«t Am Anleihemarkt gewannen Altbcsitz 0,25 v. $)., Neubesitz 0,50 v. -. Ausländer ruhig. Mexcka- ner wurden wieder etwas niedriger notiert, tfür Pfandbriefe vergrößerte sich heute die Nachfrage. Besonders auch das Ausland zeigte an diesem Markte Interesse. Reichsschuldbuchforderungen gingen um 1 v.H. in die Höhe. Der Geldmarkt mar etwas leichter. Man nannte Tagesgeld mit 4,5 v. 5). bis 6,5 d. f).; die übrigen Sätze waren unverändert. Auch im Verlaufe blieb d i e Stimmung zu- v e r f i ch t l i ch. Die Umsätze hielten sich in engen Grenzen, und die Kursentw'ckelung war schon aus rein börsentechnischen Gründen nicht immer ganz einheitlich. Etwas stärker gedrückt, d. h. aber kaum über 1.5 v. H. hinausgehend, waren die gestern abend stärker gesteigerten Papiere.

Frankfurter Lchlachtviel markt.

Frankfurt a.M., 16. Dh. Auftrieb: 13 Rinder, 671 Kälber, 399 Schafe, 670 Schweine. Es wurden gewertet: Kälber, beste Mast, und Saugkälber 78 bis 81 Mark, mittlere Mast, und Saugkälber 73 bis 77, geringe Kälber 66 bis 72< Schafe, Maftlammer und jüngere Mafthämmel (Weidemast) 48 bis 51, mittlere Mastlämmer, ältere Mafthämmel und gut genährte Schafe 42 bis 47, fleischiges Schafvieh 35 bis 41 Mark. Marktverlauf: Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft; Schweine schleppend, Ueberstand.

264,6 Millionen Mark Ausfuhrüberschuß im September

158,5 122,5

76.8

100

104,5

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vor Be- Der

sind

4% Oesterretchilcke ©oiotente . . 4,20% Lestcrreichilchc Gilberrentc 4% Ceftcnelchtidje Einheitliche

Rente...........

4% Ungarilche Goldrente . ... 4% Ungarische Staatjrente v. 1910 4Yi% deSgl. von 1913 . . -

4% Ungarische Rroncnrente . . - 4% Türkische Zollanlcike von 1911 4% Türkische Bogdadbahn-Anl

Serie I.....

4% deSgl. Serie N . . - - -

5% Rumänische vereinh. Rente von 1903 ....., - /

4ft% Rumänische vereinh. Rente von 1913 . . . . . - - - - -

4% Rumänische vereinh. Rente -

68,25 !

150

1301

mußte abgcfcht werden. M weitere sachliche Er­mittlungen tich als nötig erwiesen.

I. G. kZorben.Industrte . . Dynamit Nobel . . . . . Scheideanstalt...... ................. RütgerSwerke......

Metallgeielttchasi.....

kirchliche Jtocbricbfen.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südantage). Samstag, 18. Oktober. Vor­abend 5.15 Uhr; morgens 9; abends 5.35 und 6.15 Uhr.

Israelitische RetiglonsgescUschast. Sabbatseier den 18. Oktober Freitag abend 5 Uhr; Samstag vor- mittag 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 645. Wochengottesdienst: morgens 6.45; abends 5 Uhr.

97,75

54.3

6,3

85,5

Schöffengericht Gießen.

'Gießen, 15. Ott. Ein wegen Diebstahls mehr- fach vorbestrafter Zimmermann aus Mainz hatte einem anderen Patienten im Friedberger Kranken­haus 20 Mark gestohlen. Wegen Ruckfall- Diebstahls erhielt er ein Jahr Gefängnis.

Ein Dormund aus der Provinz hatte mehrere hundert Mart für sein Mündel vereinnahmt, aber sür sich verbraucht. Wegen Untreue und Unterschlagung erkannte das Gericht auf drei Monate Gefängnis.

Ein hiesiger Geschäftsmann hatte auf drei. Wechseln die Unterschrift des Akzeptanten g e f ä l s ch t und die Wechsel begeben. Mit Duck» sicht auf besondere Milderungsgründe kam er mit vier Wochen Gefängnis durch.

Ein Militärmusiker hatte sich Anfangs August dieses Jahres von seiner Truppe unerlaubt ent­fernt, um so die Auflösung seiner Dienstverpflich­tung zu erreichen. Wegen Fahnenflucht er­kannte das Gericht auf a ch t Monate Ge­fängnis und Dienstentlassung.

Eine weitere Dache gegen zwei Soldaten wegen Körperverletzung mehrerer Zivilisten

186.5 145

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288

Änist.-Rokt. Bu-n- AireS Brn-Antw Christians«! «oprnbaaeu Stockholm . HelsingtorS- Statten . - London. . . Jicunort - - Paris.... Schweiz . .

Spante« .

Japan . . - Rio de CTan Wien In D- Ctft. abgest Prag . . . . Belirad - . Badavrst - Dul arten tfTabon . Danzig. . . Konst nttu. Athen. . .

G-anaoa

; Uni uat). .

Cairo . .

Außerhalb des reinen Warenverkehrs bedarf Erwähnung die starte Ausfuhr von Gold

150

130,25 !

Abnahme der Einfuhr betrifft allem Rohstoffe und halbfertige Waren, deren zug sich um 41,1 Mill. Mart verringert hat Rückgang der Einfuhr von Lebensmitteln und tränken beträgt 17 Mill. Mark. Fertigwaren um .3,8 Millionen Mark weniger eingeführt worden.

Büchertisch.

Das 3 n f c H d) i f f. Eine Zeitschrift füt die Freunde des Insel-Derlags. 11. Jahrgang, 4. Heft. Herbst 1930. - DaS sehr stattlich aus- gefallene neue Heft vom .InselschUf' wird durch einen Ellav des bekannten Literardistoriker« Eugen Kuhnemann überEharlotte und Christiane" eingeleitet. Aus dem reichen In­halt kann hier nur etliches herausgearflien werden, was uns besonders wertvoll und bemer­kenswert erscheint; da sind etwa zwei Briefe von Rilke aus Capri vom Dezember 1906: oder ein Stück klassisch geformter Prosa von Albrecht Schaeffer,Sie Heimkehr des Odysseus"; Karl Heinrich Waggerl, dessen erster 'Roman .Brot' im Insel-Derlag kürzlich erschien, gibt auto­biographische Rotizcn, drei Kapitel von Tim­mermans. aus dem neuen schönen Buch .Die Delphine", einer Geschichte aus der guten alten Zeit; über Rudolf Alexander Schröder, den Odendichter, schreibt August Ewald: dazu, cin- gesprengt in den Text zwei Zeichnungen von Timmermans, Holzschnitte von Grandville und Rudolf Koch, einige Photographien. 3in ganzen: ein schönes Hest, nicht allein für die Freunde des 3nsel-BerlagS, sondern für alle Freunde der Literatur, vielseitig, gediegen und an­regend.

Flandern. Eine Rovelle aus der großen Flandernschlacht des 3ahres 1917. Bon Hugo Otto Kleine. Berlag Wellersberg, Lindenthal bei Leipzig (270). Ladenpreis 2.40 Mk.

Gauner und Begaunerte. Rrvellen am Rande der Wirklichkeit und der Moral. (Curt Pechstein-Verlag. München. Ganzleinen 5 Mark.,

Silber, die im September 107,9 will, Mark betragen hat.

6% Deutsche Reichsanleihe von 1927 .........

7% Deuliche Reichsanlethe von 1929 ........

Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mit

Ausios.-Rcchten . - - -

DeSgl. ohne AuSlos.-Rechie . - 8% Heil. Bulkssloai vou 1929 (tüthablb. 102%) . Oberhelscn Provinz - Anleihe mit

Auslos.-Rechien . . - teutldie Nomni. Sammelabl.

Anleihe Serie 1 - - -

8% Franks. Hyv.-Bank «oldvle

XIII unkündbar bie 1934 . . - 7% fitanlf. Hyp..Bank Goldvle unkündbar bi6 1932 .....

4U% Rbeinilche Hvp.-Bant

Liqu. Guldpse.. . ... - - - 8% Pr. Landeeviandbrielanuait,

Pfandbriefe R. >9 . .

8°' Pr Landcspianobrtefcmnau,

»omm.-Cbl. R. 20. . . . . 7% Pr. Landerr^andbriefannau, Psandbriese R. 21 ... -

AE G. abg. Bor.riegS-Obitgatw. ncn. rtidxablbar 1932 . -

An der Zunahme der Ausfuhr fmb in erster Linie die Fertigwaren beteiligt deren Absatz um 22,3 Mill. Mark gestiegen ist. Ferner weisen Rohstoffe und halbserügc Waren eine Zunahme um 10 Mill. Mark auf. Dagegen ist die Ausfuhr von Lebensrnitteln und Getränken um 5,3 Mill. Mark zurückgegangen.

Der Grünberger GalluSmarkt.

4- Grünberg, 15. Oktober. Der heutige G a l l u s m a r k t zeigte einen überaus großen Auftrieb, betrug doch die Zahl der zum Verkauf gestellten Ferkel 1160, gegenüber 694 im Vor­jahre. Folgende Preise wurden erzielt: Ferkel bis zu 6 Wochen kosteten 20 Mk., 6 bis 8 Wochen alte 24 bis 30 Mk., 8 bis 13 Wochen alte 30 bis 45 Mk. Tendenz gut, es verblieb Ueberstand. Der Rindvieh markt war wohl infolge des jüdischen Feiertags nur mit zwei Rindern und einer Kuh beschickt.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. Olt, 16. Oft. Tendenz fest. 3m Anschluß an die festere gestrige Abendbörse war man im heutigen Vormittagsverkehr weiter­hin recht zuversichtlich gestimmt, wozu in erster Linie die bessere Beurteilung der inner­politischen Lage durch die Wiederwahl Loebes . zum Reichstagspräsidenten beitrug. Abe: auch die günstigen Außenhandelsziffern und die festere gestrige Reuyorker Börse übten einen entscheiden­den Einfluß aus, so daß eine zunehmende Rachfrage nach Spezial werten, beson­ders von feiten des Auslandes, die Tendenz zum offiziellen Mrginn fest aus allen ließ. Auch kam das Publikum erneut mit Aufträgen an den Markt. Die Spekulation schritt ebenfalls veran­laßt hierdurch, zu Deckungen, so daß sich schon zu

Wirtschaft.

Schwerer Preiskampf um die Kohle.

Die Regierung bemüht sich zur Zeit, eine Senkung der Kohlenpreise herbcizu- führen, wobei sie aber auf erhebliche Schwie­rigkeiten stößt, so daß die ganze Aktion, wie wir von unterrichteter Seite hören, schon letzt in die Gefahr des Stillstandes gekommen ist. Aus den Kreisen des Kohlenbergbaues wird erklärt, daß nur dann eine Senkung der Kohlen- Preise möglich wäre, wenn vorher eine 11 n kostensenkung einwandfrei garantiert sei Da aber die Unkosten bei der Kohle entscheidend vom Lohn bestimmt sind, hält man alle anderen Versuche etwa auf dem Umweg über eine Ver­billigung der Tür den Bergbau notwendigen Grubenhölzer, allein für wirkungslos. Der Lohnsenkung steht aber die große Schwierig- feit entgegen, daß vor den Wahlen aus poli­tischen Gründen das Lohnabkommen bis zum 31. Dezember d. 3. verlängert wurde, also eine Kündigung vorher nicht möglich ist. Wie wir hören, wird der Ruhrbergbau zum 31. Dezember das Abkommen kündi­gen. linier diesen Umständen dürfte es, außer­ordentlich schwierig sein, schon jetzt die Lohn­frage aufzurollen, und es ist zweiselhast, ob etwa die Regierung oder die Gewerkschaften in der Lage sind, für Anfang des 3ahres eine Lohn­senkung zuzus ichern, salls die 3 n d u - strie schon jetzt ihre Preise ermäßigt. Bemühungen in dieser Richtung sind im Gange. (Sine weitere Unklarheit über die voraussichtliche Belastung des Kohlenberabaues ergibt sich aus der Kündigung des Mehrarbeitsabkom­mens. Die Gewerkschaften versuchen hier, eine Kürzung der Arbeitszeit zu erreichen, die die In­dustrie für unmöglich hält. Auch hierüber ist im Augenblick noch keine Klarheit zu gewinnen, da die entscheidenden Verhandlungen erst Anfang Rovember beginnen. Die 3ndustrie verlangt, daß die Kündigung des Mehrarbe'.tsabkommens von den Gewerkschaften zurückgenommen wird. Auf Grund dieser bestimmen Haltung des Bergbaues scheint eine Pre.ssenlung für Kohle nur dann mög­lich zu fein, wenn erstens Klarheit auf lange Sicht über die Lohnsätze gegeben ist, und zweitens, wenn eine Lohnkürzung erfolgt. Schließlich ist die Preis­senkung auch abhängig von dem Kampf mit der englischen Kohle, der in der letzten Zeit eine wesentliche Verschärfung erfahren hat. Während in den vergangenen Monaten der 3n- landabsatz der deutschen K hl-e um rund 25 Pio. ent zurückgegangen ist, war der der englischen Kohle in Deutschland nur um 15 Prozent gesunken. Der auf eine zukünftige günstige Regelung mit den Engländern geführte Kamps ist aber teilweise nur dadurch möglich, daß Gewinne aus dem unbe­strittenen Gebiet zur Verbilligung der Kohle im bestrittenen Gebiet eingesetzt werden. Aus diesem Zusammenhang ergeben sich besonders schwierige Probleme für die Kohlenpreissenkung.

Berlin. 15. Okt. (WTD ) Der deutsche Außenhandel im September schließt im reinen Warenverkehr mit einem Aus­fuhrüberschuß von 26 4,6 Millionen Mark gegen 157 Mill. Mark im August ab. Die Ausfuhr hat die vorwiegend jahreszeitlich begründete Aufwärtsentwicklung der letzten Monate im Sep­tember fortgesetzt. Durch eine weitere Zunahme um 30,3 Mill. Mark ergibt sich ein

Ausfuhrwert von 1001,1 Millionen Mk., an dem die Reparationssachlieferungen mit einem An­teil von 61,8 gegen 52 Mill. Mk. im August beteiligt sind.

Die Einfuhr ist mit 736,5 Mill. Mark gegenüber dem Dormonat um 59 Mill. Mk. geringer aus- gewiesen. Die konjunkturellen Veränderungen gegen­über dem Vormonat haben sich weder bei der Aus- suhr, noch bei der Einfuhr in fühlbarer Weise bemerkbar gemacht

GdnilUtete Patzenhoser . . .

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Rellftoff LSaldbol ....

ZeUstofi Aschassenburg - . . (Sborloticnburger Saffet . . Dessauer «Boa...... <

Toimler Motoren . . . . . Deutsche Linoleum . . . < yiaitbinenbau A.-B. < Rat. Automobil ...... Ctenfleln & Üoppel . . . Laonbarv Heg ...... Svens ta........

frankfurter Maichttrea . . (SriRnet........

HenItaenNaedt ..... HungDane. ...... Leck, werke........

Matnkraftwerke Höchst a. M. Tiiag..........

Sebr. Roeder......

Boigt & Haesfner .... Süddeutsche Zucker . . .

Frankfurt a. M. «Schluß-s 1411h-

MS

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13

6,8 I

Anfang reges Geschäft in einzelnen Aktien entwickeln konnte. Gegenüber der gest.igen Abend­börse waren Kursbesserungen im Aus­maße von 4 Prozent feine Se.tenheit. Teil­weise waren sogar erheblich: Kursdefl erringen zu verzeichnen. 3m Vordergründe sta löen Elektro­werte, die in der Hauitiache von Schweizer Seite gesucht gewesen fe.n sollen. Siemens und AEG. waren mit je plus 4,5 Prozent führend. Auch für Kaliwerte machte sich leohafte.es 3ntereffe bemerkba Asche sie.en und Weste.egeln ge- wannen bis zu 4,5 Prozent, während Sa,z- detsurch sogar einen Gewinn von 9 Proz. re buchen konnten. Farbenwerte waren meist bis 3,5 Pro­zent gebessert. Kunstseideaktien besserten sich bis zu 2,5 Prozent. Süddeutsche Zucker lagen 4,25 Prozent höher. Am Montanmarkt war die 11m- satztätigkeit allgemein etwas bescheidener. Rur Mannesmann und Rheinstahl traten auf rhei­nische Käufe mehr hervor und gewannen bis zu 2 5 Prozent. Zu erwähnen sind noch Gommer ö- bank, Reichsbanlanteile, Holzmann und Kali- werte, die durchschnittlich 4,5 Prozent gewan­nen. Schifsahrtswerte waren bis zu 1,5 Prozent gebessert. Am Rentenmarkt waren Reubesih ge­fragter und erheblich fester. Von Ausländern waren Mexikaner schwächer, während Türken sich befestigen konnten. Pfandbriefe waren heute ge­be sert. Liquidationspfandbriefe gewannen zirka 1 Prozent. 3m Verlaufe blieb die Tenoenz fest. Rach vereinzelten kleinen Schwankungen zogen die Kurse bei weiter sehr lebhafter R a ch s r a g e gegen Anfang erneut bis 2 Pro­zent an. Ausfallend war auch das 3ntereffe für Bauunternehmungen, die bis zu 5 Prozent ge­wannen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4 5 Prozent etwas angespannter. Am Devisen­markt nannte man Mark gegen Dollar 4,2045, acaen Pfund 20,4275, London gegen Kabel 4,8593, gegen Paris 123,95, gegen Mailand 92,80, gegen Madrid 51,00, gegen Holland 12,0590, gegen Schweiz 25,00.

Berliner Börse.

Berlin, 16. Okt. Da man nach der Wiederwahl Lobes zum Reichstagspräsidenten die Aussichten des Kabinetts Brüning günstiger beurteilt, konnten die meisten Papiere die Abschwächung von gestern mit­tag wieder aufholen. Heute kam hinzu, daß das Ausland festere Kurfe meldete, wonach tue Provinz, vielleicht auch in Nachwirkung der guten Außenhandelsziffern, Kaufaufträge herausgestellt hat. Auch die Börse sah sich zu Deckungen veranlaßt, zumal der Dollar seine rückläufige Bewegung fort- setzt. Viel beachtet wurde das aus Neuyork gemel­dete Bulletin des Bankhauses Dillon Read & Co, in dem zum Ausdruck gebratht wurde, daß die Sicherheit der deutschen Dollar- Bonds durch die innerpolitischen Verhältnisse nicht gefährdet fei. Obwohl die Nachfrage nach den einzelnen Werten nicht übermäßig groß war und das Gcsli-äst nicht einmal stürmischen Charakter annahm, eröffnete die Börse noch fester, als man erwartet hatte, lieber 30 Papiere erschienen mit Plus-Plus-Zeichen, und die Kursfeststellung erfuhr eine Verzögerung Gewinne bis zu 5 v. H fielen kaum noch auf, eine ganze Reihe von Werten zog

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58,62

112,68

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16.525

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791

Letzte Nachrichten.

Nationalsozialistische Anträge im Reich 'tag.

Berlin, 16. Okt. svDZ. Junkspruch.) Obwohl der Reichstag erst drei Tage versammelt ist, liegen doch bereits über 70 Anträge und Interpellationen der verschiedenen Parteien vor. Die Rationalsoflaliflen fordern Einleitung der notwendigen Schritte zur Aufhebung des Versailler Vertrages und der daraus aufgebauten Tributoerträge, weiter fordern sie Festsetzung des höchst zulässi­gen Z i n s s a h es auf 5 v. h-, wovon mindesten» 1 o. h. auf Tilgung der Schuld zu verrechnen ist. Zuwiderhandlungen sollen wegen Wuchers mit Ge­fängnis nicht unter drei Monaten bestraft werden, wer Geldoderandere Vermögenswerte im Anstande besitzt, hat dies dem zuständi- gen Finanzamt anzu;elgen und aus ver­langen das Geld nach Deutschland zurück- zuführcn, widrigenfalls Bestrafung wegen £an- desverrats eintreten soll, wechsel dürfen nur bh- kontiert werden, wenn der Nachweis eines Warengeschäftes erbracht ist; alle Termin- und Blankogeschäfte an der Börse Jol­len verboten sein, und der börsenmähige handel mit Wertpapieren soll aus­gehoben werden.

Sprechstunden Der trieoattion.

11.30 bis 12.30 Uhr 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag qetchlosfen

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Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse.

Bie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die fiohe der 3utetit besoffenen Dinidende an. - Seidjebantbietont 5 n.tz, Lonchardzinefuß 6 p.tz.

Frankfurt a. TT

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Hamburg-Amerika Patet . . - - Hamburg-Sübam.Dampsichisl - » Pun,a DampsickiN - - - - Norddeutscher Lloyd . . . » Allgemeine TeutlcheCrediianst. 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Hanvelsgelellschasi . 12 Lommer;- und Privat-Bank. 11 Darmiiädter und Narionalbank 12 Deutsche Bank und

Dteconw-GeseUschast, ... 10 Dresdner Bank......10

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kSteltr. LieserungrgeseUschaft. 10 Licht und Kraft......10

gelten L Guilleaume '7*

Gescllchasi für Elektrische

Untemehmungen .... 10 Haniburgcr ElektrizilStS-Derke 10

flbvmlidK Elektrizität .... 9 Schlcillche Elektrizität. ... 10 Schucken L Eo. ..... 11

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Essener Steinkohle......

Geilenkirchener........

Oarpcner .......' "

Hoclch Glien........

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.....................' ...................... Mannermann-Röhrea ManLselder Bergbau . . . . Lberschles. Eiienbebart . . . Obcrschlcs. Lolewerke . . . . .

Bbönir Bergbau . . . . 6W Rbciniscke Braunkohlen . . V ..................- ' Rtebeck Montan......7<-

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