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Frankfurt—Berlin herangelegt werden (vielleicht um vier bis fünf Minuten), so daß es dann wohl unbe- denklich wäre.
dem Leipziger V-Zug 243 In Fulda einige Minuten mehr Aufenthalt zu geben, damit dort der llebergang von dem Gießener Personenzug auf den O-Zug nach Sachfen zustande kommen kann.
Wenn der O-Zug nach Leipzig statt um 15.16 Uhr um 15.21 Uhr in Fulda abfahren würde, wäre zwischen der Ankunft des um 15.17 Uhr eintreffenden Gießener Zuges und der neuen Abfahrtszeit eine Spanne von 4 Minuten, die zum Ilm- steigen ausreichen dürfte. Hoffentlich wird die Reichsbahndirektion Frankfurt den jetzigen Uebel- stand schnellstens beseitigen.
Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 16. Oktober 1930.
Bereinigung der Grundbücher.
Don der Hessischen Amtlichen Pressestelle wird mitgeteilt:
Aach einer Bekanntmachung des Hessischen Justizministeriums haben die Gläubiger solcher Hypotheken, Grundschulden, Rentenschulden und Reallosten, die nach dem Aufwertungsgeseh auf« gewertet sind, deren Aufwertung im Grundbuch aber noch nicht eingetragen ist, den Antrag aus Eintragung der Aufwertung des Rechts spätestens bis zum 31. März 1931 bei dem zuständigen Grundbuchamt zu stellen. Zuständig ist das Grundbuchamt, von dem das Grundbuch für das belastete Grundstück geführt wird. Wird der Antrag nicht rechtzeitig gestellt, so erlischt das aufgewertete Recht am Grund st ück und wird, soweit es noch im Grundbuch eingetragen ist, von Amts wegen gelöscht.
Der bezeichnete Rechtsverlust bedroht insbesondere alle im Grundbuch eingetragenen noch auf (Papier-)Mark lautenden Rechte, die (weil keine Rückzahlung erfolgt war), ohne eine Anmeldung bei der Aufwertungsstelle kraft Gesetzes aufgewertet find, und ferner die Rechte, mögen sie gelöscht oder noch eingetragen sein, für die (weil eine Rückzahlung bereits erfolgt war) zwar die Anmeldung des Anspruchs auf Aufwertung bei der Aufwertungsstelle erfolgt, aber kein Antrag an das Grundbuchamt auf Eintragung des Aufwertungsbetrags in das Grundbuch gestellt worden ist.
Dom Gießener Diehmarki.
An den Dormarkttagen beim Vieh- markt wird in der Zeit von 14.30 bis 17 Ahr die Hamm st ratze zwischen der Eisenbahnüberführungsbrücke und der Güterabfertigung für jeglichen Fahrzeugverkehr gesperrt.
Die Umleitung nach der Margaretenhütte erfolgt von der Ecke der Hammstrahe durch Gabelsbergerstratze, Franffurter Straße, Wetzlarer Weg. Die Umleitung von der Margareteichütte erfolgt Wer die Eisenbahnüberführungsbrücke. Umlei- tungs- und Sperrschilder werden rechtzeitig auf- gestellt. Die Anfahrt von der Hammstraße zur Güterabfertigung wird hierdurch nicht berührt.
Eine moderne Eisbahn im Werden.
Seit einigen Wochen wird auf den Wiesen an den Eichgärten eifrig gearbeitet. Etwa zwanzig Erwerbslose sind damit beschäftigt — sie werden bezahlt aus der wertschaffenden Arbeitslosenfür- sorge — den schweren Lehmboden auszustechen. Es wird ein Becken ausgehoben von etwa 50 Zentimeter Tiefe und einer Gröhe von 250D Quadratmeter. Zn der gleichen Höhe und Fläche, in dec das Erdreich ausgehoben wird, wird es unmittelbar neben dem Becken aufgeschichtet. Das Q^eden wird dann, nachdem es etwas befestigt ist, mit Wasser gefüllt und schliehlich Aum gegebenen Zeitpunkt als regelrechte Eisbahn zur Derfü« gung gestellt. Das Eis mutz allerdings zu einer bestimmten Stärke, also 12 bis 14 Zentimeter, gefrieren, um benützt werden zu können.
Tie aufgeworfene Fläche wird jedoch gewalzt, mit einer festen Paddecke versehen, schließlich mit einer Sandschicht bedeckt und sorgfältig geebnet. Die auf diese Weise gewonnene Fläche wird bei eintretender Kalte mit Wasser übersprengt, das sehr schnell gefrieren wird und die Spritzeisbahn ist fertig. Auf der so geschaffenen Eisfläche kann bereits nach der ersten kalten Rächt der schöne Eissport ausgeübt werden.
Tie Arbeiten wurden während der letzten Tage durch den anhaltenden Regen zeitweise unterbrochen. sie werden jedoch bei der nun günstigeren Witterung mit allem Eifer fortgesetzt, so datz wohl damit zu rechnen sein wird, dah die Eisbahn doch noch vor Eintritt der kalten Jahreszeit fertig- gestellt werden kann. Der Bürgerschaft ist damrt
wieder eine Sportstätte geschaffen worden, die sicher gerne in Anspruch genommen werden wird. Dem Eisderein, der sich um die Schaffung der Anlage bemüht hat, gebührt Dank und Anerkennung.
G i e tz t n c r o d,:. i m a r i i v r e t > c.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 150 bis 160, Kochbutter von 130 an, Matte 30 bis 35, Wirsing 8 bis 10, Weißkraut 5 bis 6. Rotkraut, gelbe und rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Unter-Kohlrabi 5 bis 6, Rosenkohl 35 bis 40. Feldsalat 100, Tomaten 25 bis 50, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 50 bis 70, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kürbis 8 bis 10, Kartoffeln 3,5 dis 4, Aepsel 30 bis 50, Birnen 15 bis 40, Dörrobst 30 bis 35, Rüsse 40 bis 60, Honig 40 bis 50, junge Hähne 100 bis 110, Suppenhühner 100 bis 110, Gänse 100 bis 120 Ps. daS Pfund: Tauben 50 bis 70, Gier 15, Blumenkohl 30 bis 70. Salat 10 bis 15, Salatgurken 10 bis 30, Endivien 10 bis 15, Ober-Kohlrabi 6 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 50 Pf. das Stück: Radieschen 10 bis 15 Pf. das Bund: Kartoffeln 220 bis 250, Weißkraut 300, Wirsing 400, Rotkraut 500 Pf. der Zentner.
•• Sitzung des Provinzialausschus- s e s. Am Samstag, 18. Oktober, 8.30 Uhr beginnend, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Giehen eine öffentliche Sitzung des
Wenn Ihre
Empfehlungsanzeige
in der Freitags- oder in der Samstagsnummer des Gießener Anzeigers durch sorgfältige, wirksame Satzausstattung werben soll
dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Mittwochs beziehungsweise Donnerstags in der Geschäftsstelle auf
Provinzialausschusses statt mit folgender Tagesordnung: 1. Klage des Hermann Heine in Hungen gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen vom 25. August 1930 wegen Dersagung des Wandergewerbescheins: 2. Klage des Ernst Brückmann in Birklar gegen den Kreisdirektor des Kreises Giehen auf Aufhebung des Polizeibefehls vom 19.3uni 1930: 3. Antrag der Stadt Butzbach auf Enteignung von Stratzengelände an der Ede Weiseler und Bahn» hofstrahe zu Butzbach: 4. Gesuch des Heinrich Kniese m Schotten um Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft: hier: 'Berufung gegen das Urteil des Kreisausschusses des Kreises Schotten vom 18. 3um 1930.
** Kursus in der Freiwilligen Sani- tötskolonne vom Roten Kreuz. Am kommenden Montag beginnt, wie aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich ist, bei der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz zu Gießen ein Betriebshelfer-Kursus. Unter ärztlicher Leitung sollen die Teilnehmer in der ersten Hilfeleistung bei Unglücksfällen ausgebildet werden. Die Beteiligung an dieser Einrichtung sei ongelegentlichst empfohlen. Näheres ist aus der Anzeige ersichtlich.
** D i e Zimmermeister-Zwangsinnung G ießen-Stadt- und Landkreis hielt am Samstag im Restaurant „3um Andres" ihre 3nnungsversammlung ab. Rach kurzer Begrüßung durch Obermeister Rinker (Ron- nenroth) berichtete Geschäftsführer Kirchner (Gießen) über die Derhandlungen mit rheinischwestfälischen Holzinteressenten wegen Lieserung von Bauholz. Es soll den einzelnen 3nnungsmit- gliedern überlassen bleiben, ob sie von der Möglichkeit der Lieferung von Bauholz nach dem Rheinland und nach Westfalen Gebrauch machen wollen. Ueber den Gewerbetag in Alsfeld referierten die 3nnungsmitglieder W i h n e r (Londorf) und Haas (Grünberg). 3m weiteren Verlauf der Verhandlungen wurde beschlossen, der Frage des Anschlusses an den Hessischen Zimmermeisterverband erneut näherzutreten. Es wurde Klage geführt, daß einzelne Gemeinden dem holzverarbeitenden Gewerbe hinsichtlich der Zahlung des Holzgeldes nicht das erforderliche Entgegenkommen zeigten. Die Erhebung von Verzugszinsen für rückständiges Holzgeld durch den hessischen Staat und die Gemeinden wurde als Härte empfunden und nach eingehender Auss-rache eine Entschließung gefaßt, in welcher in Anlehnung cm die
Beschlüsse des Dewerbetags in Alsfeld die Einschränkung der Verzugszinsen gefordert wird.
•• VHC Gießen. Seine 10. Vereinswanderung unternahm am Sonntag der VHC. Gießen mit rund 40 Teilnehmern nach dem hessischen Hinterland. Don Simtshausen, dem Ausgangspunkte der Wanderfahrt, ging es durch Rieder- Asphe über eine aussichtsreiche Höhe, von der man von früheren Wanderungen her bekannte Berge, wie Ehristenberg, Ruine Mellnau und Rimberg erblicken konnte, während sich nach Westen zu daS hessische Dergland mit zahlreichen Höhen auSbreitete. 3n Ober-Asphe wurde angemessene Mittagsrast gehalten. Wohltuend wurde beim Durchmarsch der Dörfer die malerische Tracht der Bewohner, die sich hier erfreulicherweise noch ziemlich erhalten hat, empfunden. Der Weitermarsch führte an einer idyllisch gelegenen 3ogd- hütte, an der sogar ein Gießener Kegelklub eine Erinnerungstafel angebracht hat, vorüber durch prächtige Waldungen und über grüne, mit Wach- holder und Enzian bestandene Tristen. Bergauf, bergab ging der Weg, oftmals beschwerlich, aber stets prächtige Ausblide auf die Hinterländer Berge, auf Schluchten und Täler und vor allem auf die in den schönsten Farben des Herbstes prangenden Wälder gewährend. Rachdem das anmutige Dexbachtal mit dem gleichnamigen Dörfchen und nochmals ein Höhenrüden mit wiederum entzückenden Fernblicken überschritten waren, wurde am Spätnachmittag das Endziel der Wanderung, die Kreisstadt Diedenkops, erreicht, von wo nach genügender Rast die Heimfahrt über Warburg erfolgte.
Oberheffen.
Stadtvorstand in Alsfeld.
H1 Alsfeld, 15. Ott. 3n der am Dienstag abgehaltenen Stadtvorstandssitzung befaßte man sich zunächst mit der Ausführung öffentlicher Rotstandsarbeitenzw:cks Beschäftigung der ausgesteuerten Arbeitslosen, deren Zahl noch ständig zunimmt. Gemäß einem früheren Beschluß war das Kulturbauamt Gießen beauftragt worden, einen Kostenvoranschlag vorzulegen über die Erbauung einer Kläranlage nebst den erforderlichen A b f a n g - und Zubringerkanälen. Der jetzt in Dorlage gebrachte Doranschlag sieht für die genannten Kanalbauarbeiten 97 700 Mk., und für Die Kläranlage 42 000 Mk. vor, so daß unter Hinzurechnung von 10 000 Mk. für unvorhergesehene Arbeiten sich eine Gesamtsumme von 149 700 Mk. ergibt Der Doranschlag wurde genehmigt.
Zu dem folgenden Punkt, die Kosten der Katastervermessung in der S t a d t Alsfeld, gab der Dorsitzende nähere Erläuterung. Cs handelt sich dabei um den Betrag von 20 320 Mark, welcher der Stadt nach dem Ge- bührentaris des Liegenschaftskatastergesetzes für die ausgeführten Katastervermessungsarbeiten in den von der Feldbereinigung ausgeschlossenen Teilen der Gemarkung Alsfeld vom hessischen Staate angefordert worden ist. 3n dieser Angelegenheit haben jahrelange Verhandlungen mit dem hessischen Finanzministerium und dem Lau- I Lesvermessungsamt wegen der Grundlage der Berechnung der Kosten stattgefunden, die schließlich zu einer Vereinbarung im Wege des Vergleichs mit dem hessischen Staat geführt haben, der auch für die übrigen hessischen Gemeinden und Gutsverwaltungen gilt, die sich zur Wahrung ihrer 3nteressen in derselben Angelegenheit für ihre Gemarkungen zusammengeschlossen halten. Der Vereinbarung wurde zugestimmt und der angeforderte Betrag anerkannt unter Anrechnung der geleisteten Abschlagszahlungen. Es soll bei dem Ministerium die Zahlung in sieben gleichen 3ah- reszielen beantragt werden.
Da infolge des hohen Tarifs für das Los - Holz eine Anzahl Berechtigter, trotz wiederholter Aufforderung ihr Losholz nicht eingelöst hat, mußte dieses im Wege der Versteigerung verwertet werden, da eine andere Verwertungsmöglichkeit nicht bestand. Die Versteigerung, die gegenüber dem Tarif einen Mindererlös von 777 Mk. ergab, wurde genehmigt.
Ein Gesuch der Volkshochschule Gießen um Gewährung eines Zuschusses für den im kommenden Winter in Alsfeld abzuhaltenden Kursus wurde dahin erledigt, daß ein Zuschuß bis zu 40 Mk. bewilligt wurde, falls sich aus der Abhaltung des Kurses in Alsfeld ein Fehlbetrag ergeben sollte.
Landkreis (Sicken.
* Großen-Linden, 15. Okt. Die Ballei Lahn-Dill des Jungdeutschen Ordens hielt am Sonntag einen Familien tag ab, der sehr gut besucht war. Man hatte sich zusammen- gefunden, um im Kreise Gleichaesinnter einige angenehme Stunden zu verleben. Aus den Reden des Komturs und der Großmeister klang der Geist der
Treue zur Sache des Jungdeutschen Ordens und ZU seinem Führer. Dem verkörperten Sinnbild der Pflichterfüllung, dem greifen Reichspräsidenten von Hindenburg, wurde eine Minute ehrfurchtsvollen Gedenkens gewidmet. Die Veranstaltung nahm den denkbar besten Verlauf.
• Hattenrod, 15. Oktober. Der hiesige Ge, flügelzüchterverein veranstaltet am 1-, 2. und 3. November feine erste allgemeine Ge« flügelausftellung. Trotz der schweren Not« läge und der in Anbetracht der Verhältnisse geringen Unterstützung durch die Gemeindevertretung, gelang es dem jungen Verein doch, unter der tatkräftigen Führung des ersten Vorsitzenden, Lehrer Dräut, die Vorbereitungen zu treffen. Erfreulicherweise haben eine Reihe Organisationen — A. B. der Ziegenzucht-Derein, der Radfahrer-Verein „Schwalbe", der Gesangverein „Eintracht", bis Bezug- und Absatzgenossenschast, der Kriegeroerein und der Bauernbund —, sowie viele Einwohner des Ortes und verschiedene Geschäftsleute der Umgebung durch Stiftung von Preisen lebhaften Anreiz zur Beschickung der Ausstellung geschossen. Als Preise richter wurde Herr Knips- Fulda gewonnen.
LJ Rodheim a. d. Horloff, 15. Okt. 3n finniger Weife wurde hier am Sonntag dos Erntedankfest gefeiert. Bereits am Freitag zogen die Schulkinder durch das Dorf, um Ernte- gaben einzufarnrneln. Die Sammlung ergab über 20 Zentner Kartoffeln, die dem Elisabethenhau« in Darmstadt zugeführt wurden. Am Sonntagmorgen fand dann im feierlich geschmüdten Gotteshaus der Festgottesdienst statt. Rach der Vorführung des alten Rodheimer ErntespielS folgte die Predigt, die gleichzeitig die Abschiedspredigt des nach Laubach versetzten Pfarrers Kornmann war. Wenn es Pfarrer Kornmann auch nur kurze Zeit vergönnt war, in unserem Kirchspiel zu wirken, so sieht man ihn doch ungern von hier scheiden. — Rachdem für das Amt eines Bürgermeisters in unserem Ort nur ein Kandidat ausgestellt war, konnte von einer Wahl abgesehen werden. Der seitherige geschätzte Bürgermeister, Adolf Hofmann II., der seit sechs 3ahren im Dienst ist, wurde für weitere neun 3ahre wieder in das Amt berufen. — Ein hiesiger Landwirt erntete eine Dickwurzel, die das seltene Gewicht von 24 Pfund aufwies.
Kreis Friedberg.
OO Steinfurth, 15.Oktober. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurden die Steuersätze für die Gemeinde umlagen für 1930 genehmigt. Es werden erhoben von 100 Mark Wert an Grundsteuer mit Gebäuden und Bauplätzen 32 Pf., Land- und Forstwirtschaft 64 Pf., Gewerbesteuer und Gewerbekapital 100 Pf., Gewerbesteuer vorn Gewerbeertrag 300 Pf. Der Gemeinderat bet schloß außerdem di e Erhebung der Bier* ft euer mit Wirkung vorn 1. November 1930 ab. Nach der Feldbestellung sollen noch zwei Zentner Mäusegift beschafft werden. Um der Mäuseplage zu wehren, wurde in der Gemarkung bereits zweimal Mäusegist ausgelegt. Auch der noch schädlichere S) a m ft e r tritt in großer Zahl auf. Es muri den in der Gemarkung 2 5 0 8 <51 ü cf gefangen. Für die Vernichtung dieses Nagers gab die Gemeind« 551,70 Mark aus.
Kreis Alsfeld.
»■t Alsfeld, 14. Oft. Die Winterspielzeit des Gießener Stad11heaterS wurde am Sonntag hier mit dem Shakespeare- schen Lustspiel „Liebes Leid und Lust" vor einem gut besuchten Hause eröffnet. Mit diesem Stück stellte sich der größte Teil der neuen Darsteller und Darstellerinnen vor. Das prächtige Bühnenbild schuf die richtige Stimmung für die Aufführung, die vom Intendanten Dr. P rasch selbst geleitet wurde und herzlichen Beifall fand. Die musikalische Begleitung hatte das Alsfelder Jlugendorchester übernommen, das sich unter Leitung von Kapellmeister E u j 6 (Wetzlar) zur Zufriedenheit seiner Aufgabe entledigte. Als Zwischenaktmusik wurde der erste Sah von Mozarts 3upiter-Symphonie gespielt. Infolge der rührigen Werbetätigkeit der Bürgermeisterei hat die Zahl der Theaterabonnenten eine Zunahme erfahren, so dah der Fortbestand der Gießener Theaterabende, die in allen Kreisen der Bevölkerung immer mehr Anklang finden, als gesichert gelten kann. Als nächste Ausführung ist das Zuckmayersche Schauspiel „SchinderhanneS" vorgesehen.
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