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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheften)
Zreäag, 16. iiüf. 1950
Wirtschaft.
Der deutsche Außenhandel im April.
Auch im April schlicht der deutsche Außenhandel mit einem Ausfuhrüberschuß ab, der in diesem Monat 88,5 Mill. Mk. beträgt. Die Einfuhr ist mit 888,2 Mill. Mk. auSgewiesen, also fast genau mit dem gleichen Betrag wie im Bormonat (883,6 Mill. Mk.). Größere Korrekturen an den Zahlen infolge des Abrechnungsverkehrs find im April nicht erforderlich, da der Umfang der kleinen Biertel- jahrsabrechnungen ungefähr der monatliche^ Einfuhr aus Diederlagen o. a. M. entspricht. Die Ausfuhr hat die Höhe des Bormonats nicht erreicht! ihr Ausweis mit 976,7 Mill. Mk. bleibt um 127,3 Mill. Mk. hinter der Ausfuhr im März zurück. F)cr Anteil der Reparations-Sachlieferungen an der Ausfuhr im April beträgt 50,8 Millionen Mark (Dormonat 61,2 Mill. Mark).
Bedeutende Veränderungen in der Zusämmen- sehung der Einfuhr find gegenüber dem Vormonat nicht zu verzeichnen. Die Einfuhr von Lebensmitteln und Getränken weist eine Zunahme von 28 Mill. Mk. auf, die Einfuhr von Rohstoffen und halbfertigen Waren ist um 13,6 Mill. Mk., die Fertigwareneinfuhr um 9 Mill. Mark zurückgegangen.
An der Zunahme der Einfuhr von Lebens« mittel n sind vorwiegend Weizen (+ 12,9 Mill Mark) und Eier (+7,5 Millionen Mark) beteiligt; der um 9,9 Mill Mark höhere Ausweis der Einfuhr von Gerste ist fast ausschließlich auf die das erste Vierteljahr betreffenden Zollobrechnungen für Futtergerste (8,7 Mill Mark) zurückzuführen. Unter den Rohstoffen hat abgenommen namentlich tue Einfuhr von Oelfruchten und Oelsaaten (—14,6 Mill Mark), zugenommen die Einfuhr von Mine« ralölen (+ 19,2 Mill Mark, wovon 9 Mill Mark auf den Abrechnungsverkehr entfallen).
Der Rückgang der Ausfuhr entfällt überwiegend auf die Fertigwaren ausfuhr, die um 99 Mill. Mark hinter der Ausfuhr im Vormonat zurückgeblieben ist. An der Abnahme find die meisten Industriegruppen beteiligt, es beträgt der Rückgang der Ausfuhr von Texilfertigwaren 23,7 Mill. Mark (darunter Gewebe aus Baumwolle — 7,5, aus Wolle und anderen Tierhaaren — 5,9, Kleidung und Wasche — 3,8 Mill. Mark), von Walzwerkserzeug- nisten und sonstigen Eisenwaren 18,4 Mill. Mark, von Maschinen (ohne elektrische Maschinen) 15,9 Mill. Mark. Zugenommen hat dagegen die Ausfuhr von schwefelsaurem Kali und Chlorkalzium (+6,2 Mill. Mark).
Weniger ins Gewicht fällt die Abnahme der Aus- fuhr von Rohstoffen und halbfertigen Waren (—20,8 Mill. Mark), sowie von Lebensmitteln und Getränken (—9,6 Mill. Mark). Unter ben Rohstoffen zeigen insbesondere Steinkohlen und Koks, sowie nicht ölhaltige Sämereien eine geringere, Kalisalze eine höhere Ausfuhr als im Bor- monat Die Abnahme der Ausfuhr von Lebensmitteln betrifft vornehmlich Hafer sowie pflanz- liche Dole und Fette
Von den wichtigsten Reparations . Sach- Neuerungen im April gehören zu der Gruppe Rohstoffe und halbfertige Waren: Steinkohlen mit 7,6 Mill Mark, zu der Gruppe Fertigwaren: Eisen- waren mit 10,2, Maschinen (ohne elektrische) mit 9,4 und Eisenbahnwagen mit 6,4 Mill. Mark.
Stillegung der Erzgrube „Fried- r i ch W i l h e l m". Wegen Absatzschwierigkeiten wird die von der Firma Friedrich Krupp im Kreise Siegen betriebene Erzgrube „Friedrich Wilhelm" stillgelegt. Der Belegschaft von 300 Mann ist bereits gekündigt worden.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. TI., 16. Mai. Tendenz: etwas freundlicher. — Die «Stimmung an der Börse war cV?as freundlicher, ohne daß Anregungen vorhanden gewesen wären. Die Kulisse blieb infolge der nicht vorgenommenen Diskontsenkung ein« zclner Auslandplätze zurückhaltend. Ebenfalls enttäuschte der flaue Schluß der gestrigen Reunorker Börse. Doch trafen zu Beginn des offiziellen Mark- tes einige Aufträge ein, und die Kulisse nahm, veranlaßt hierdurch, einige Deckungen vor, so daß bei zuversichtlicher Tendenz das Geschäft in Spezial- aktien etwas lebhaftere Formen an« nehmen konnte. Gegenüber der gestrigen Abendbörse waren überwiegend kleineKurs erhol ungen
zu verzeichnen. Nachdem aber die Abschlüsse getätigt waren, wurde das Geschäft wieder erheblich stiller. An der gemeldeten Tendenz änderte sich jedoch nichts. Etwas in den Vordergrund traten am Elektromarkt Siemens mit plus 2 o. Sy, auf die griechische Fernsprechkonzession. Schuckert gewannen 1,5 o. f)., AEG. und Licht und Kraft lagen dagegen leicht abgeschwächt. Am Chemiemarkt bestand für Holzverkohlung und Scheidcanstalt weiter Interesse, mit je plus 1 v. H. Farben eröffneten nur wenig gebessert. Den Montanen wandte sich von Rheinlandseite weitere Nachfrage zu, bei Erholungen bis zu 1 w H. Von Bauunternehmungen waren "Dycker- hoff stärker gedrückt und 1,5 o. H. schwächer. Auch Kunstseideaktien wurden etwas schwächer taxiert. Schiffahrtswerte behauptet. '21.-61 für Verkehrswesen lagen 1 v. H. schwächer Banken nicht einheitlich, die Veränderungen blieben jedoch klein. Am Rentenmarkr konnten deutsche Anleihen bei etwas lebhafterer Nachfrage bis 0,5 v. H. anziehen. Im Verlaufe wurde die Stimmung bei allgemein kleinem Geschäft freundlich. Nur Spezialaktien standen weiter im Vordergrund. Besonders Rheinstahl fanden Beachtung, da der Dividendevorschlag von 7,5 nach 6 v. H. im Vorjahre nnregte. Die übrigen Montanwerte waren daraufhin etwas lebhafter gesucht. Im allgemeinen ergaben sich gegen Anfang Kurserhöhungen bis zu 1 v. H. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 v. H. unverändert. Am Devisenmarkt war die Mark etwas schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1910, gegen Pfund 20,37, London gegen Kabel 4,86025, gegen Paris 123,85, gegen Mailand 92,70, gegen Madrid 39,75, gegen Schweiz 25,1350, gegen Holland 12,0860.
Berliner Börse.
Berlin, 16. Mai. 3m Gegensatz zu den schwächeren Auslandmeldungen eröffnete der heutige Berliner Effektenverkehr in recht freundlicher Haltung. Man hält die Diskontent- scheidung der Reichsbank weiter für wahrscheinlich. 3m Mittelpunkt des 3nteresses stand auch heute der Markt der Brauereiaktien; obwohl eine.Vollfusion Echultheis-Ostwerke und alle damit zusammenhängenden Kombinationen von gestern dementiert wurden, hatten die Spritwerte recht lebhaftes Geschäft. Schultheis zogen dabei erheblich im Kurse an (plus 4,5 v. H.), während Ostwerke, angeblich auf Tauschopcra- tionen, 1 v. H. schwächer eröffneten. Auch für Schiffahrtsaktien und 3.-G.°Farben bestand einiges 3nteresse. Chemische Heyden setzten ihre Aufwärtsbewegung auf 59,25 v. H. fort, Ham- mersen zogen um 2, Berger um 1,75 v. Sy usw. an. 3m allgemeinen bewegte sich das Geschäft in engen Grenzen, und der Ordereingang bei den Banken war auch weiterhin sehr gering. Etwas mehr Beachtung fand heute der heimische Rentenmarkt, an dem besonders Deubesitzanleihe 0,25 v. H. höher eröffneten. Die ausländischen Renten lagen dagegen fast geschäftslos, nur 4,5- v. H.-Mexikaner notierten 0,5 v. H. höher. Der Pfandbriefmarkt verkehrte ruhig, die Tendenz war aber freundlich. Der Geldmarkt war unverändert leicht. Von dem Medio war diesmal überhaupt nichts zu bemerken. Tagesgeld 2,5 bis 5 v. H.; Monatsgeld 5 bis 6 D. Sy, Warenwechsel etwa 4,40 v. H. Auch im Verlause war die Stimmung trotz des kleinen Geschäftes ziemlich freundlich, es waren aber immer nur Spezial- werte, die durch Kurs Veränderungen ausfielen. Siemens und Schuckert zeichneten sich durch kleine Gewinne aus, Rheinstahl zogen um etwa 1,5 v. H. an. da der Dividendenvorschlag von 7,5 nach 6 v. Sy im Vorjahre angenehm überraschte. Sprit- werte konnten im Verlause ihren Höchstkurs nicht voll behaupten. Schutzgebiete zogen aus etwa 4,40 v. Sy an.
Berliner Produktenmarkt.
Verlin, 15. Mai. An der heutigen Produktenbörse konzentrierte sich das 3ntcresse auf den Roggenmarkt. 3m handelsrechtlichen Licfe- rungsgeschäft ergaben sich bei lebhafteren Umsätzen auf Grund von Interventionen Preissteigerungen um 1 bis 1,50 Mark. Das Angebot zur prompten Waggonverladung trat weniger stark in Erscheinung und man erwartet, daß das herauskommende Material bei Stüyungskäusen zu ettoa_ gestrigen Preisen Unterkunft findet. Die Verkäufe von eosiniertem Roggen auf wesentlich ermäßigtem Preisniveau werden anscheinend sort-
gesetzk Das Geschäft in 3nlandweizen gestaltet sich immer schwieriger, da die Dinnenmühlen das herauskommende Angebot zu etwa denselben Preisen. die hier zu erzielen smd. ausnehmen. Weizen neuer Ernte wird nur vereinzelt umgeseyt, da Forderungen und Gebote nur schwer in Einklang zu bringen sind Weizen- und Roggcnmehl bei gehaltenen Preisen kleines Geschäft- 3n Hafer übersteigt das Angebot weiterhin die Rach- fragc nur für gute Qualitäten; an der Küste ist das Preisniveau gehalten. Das Gerstengeschäft stagniert. Cs notierten (1000 Kilo): Weizen, mär- kifcher 282 bis 284 (rufoig), Mai 294 (Brief), 3uli 297,50 bis 298, September 267,50; Roggen, märkischer 162 bis 170 (fester), Mai 176 bis 177. Juli 188. September 183 bis 183,50 (Geld); Braugerste 190 bis 202 (ruhig), Futter- und Induftriegerste 172 bis 185 (ruhig), Hafer, märkischer 151 bis 160 (ruhig), Juli 169,50, September 170. '(100 Kilo): Weizenmehl 31,25 bis 39,75 (ruhig); Roggenmehl 23 bis 25,75 (ruhig); Weizenlleie 9 bis 9,50 (ruhig); Roggenkleie 9,25 bis 10 (ruhig); Viktoriaerbsen 24,50 bis 30; kleine Speiseerbsen 21 bis 24; Zuttcrerbsen 18 bis 19; Peluschken 17 bis 18; Ackerbohncn 15,50 bis 17; Wicken 19 bis 22,50; Lupinen, blaue 15 bis 16; Lupinen, gelbe 20 bis 22,50; Rapskuchen 12,75 bis 13,75; Leinkuchen 18 bis 18,50; Trocken- fchnihel 8,20 bis 8,70; Sojaschrot 13,80 bis 14,60, Kartofselslocken 14.80 bis 15,50; Speise- kartosfeln, weiße 1,20 bis 1,40; rote 1,30 bis 1,60, gclbllei|d)ige 2,30 bis 2,60 Marl. Allgemeine Tendenz: uneinheitlich.
Kunst und Wissenschaft.
Maria Lrsra
Die Schauspielerin Maria D r s f n ist, wie aus Wien gemeldet wird, dort gestern Nacht im Allgemeinen Krankenhaus an den Folgen einer Beronal- oergiftung g e ft o r b e n. Sie ist nur 34 Jahre alt geworden, aber wenn man sich der traurigen Berichte über ihre letzte Lebenszeit und ihr hoffnungsloses Leiden entsinnt, wird man wissen, daß hier der Tod eine Erlösung bedeutete. Am 15. März 1896 in Nikolajew geboren, zeigte die Orska früh eine ausgesprochene Begabung und Neigung für die Bühnenlaufbahn. Kein Geringerer als Josef Kainz in Wien riet ihr, zum Theater zu gehen. Sie begann in Prag, kam dann nach Hamburg, hatte aber zunächst — wie mancher andere ihrer großen Kollegen und Stolleginnen — keinerlei Erfolg. Erst in Berlin, wo sie bei Meinhard und Bemauer ein Engagement sand, wurde sie entdeckt und als Star des Kleinen Theaters bald berühmt. Die Orska ist etwa der Gegentyp zur Bergner und sie hat es — schon ihrer keineswegs wohllautenden Stimme wegen — nicht leicht gehabt, ihre prominente Stellung zu ertämp- fcii und zu behaupten. Ihr eigentliches Feld waren die exzentrischen, nervösen Frauenrollen Wedekinds, Strindbergs und Oscar Wildes; sie ist wohl die bedeutendste „Sulu" der deutschen Bühne gewesen; Ausgezeichnetes leistete sie ferner als „Große Katharina" (Shaw), als „Cyprienne" (Sardou), als „Salome" (Wilde), als „Klara Hühnerwadel" und in den Stücken von Verneuil, der beispielsweise seine „Cousine aus Warschau" geradezu für sie geschrie- ben hat. — Die Orska war zweimal verheiratet, zuletzt mit Herrn Dr. o. Bleichröder; die Scheidung dieser zweiten Che (1924), bei der eine wertvolle Perlenkette eine beträchtliche Rolle spielte, hat seinerzeit großes Aufsehen erregt. Die Schauspielerin hatte sich seit etlichen Jahren dem Genuß von Rauschgiften ergeben, was mehrfach zu den unerquicklichsten Affären Anlaß gab und allmählich ihre ohnehin zarte Gesundheit und ihre künstlerische Existenz untergrub; im März 1929 bat sie in Berlin zum letztenmal gespielt. Dann verschlimmerte sich ihr Zustand schnell; die späteren Vorgänge in Köln, Würzburg und Wien dürften noch erinnerlich fein. Tun ist das längst erwartete Ende gekommen. Wer die Orska einmal auf der Bühne erlebt hat, wird wissen, daß die deutsche Schauspielerei mit ihrem Tode einen schweren Verlust erleidet.
Bücheriisch.
— Der Knaur-Verlag bringt neue Ausgaben zum Preise von 2,85 Mk. pro Band, so sämtliche Werke von Oskar Wilde, herausgegeben und eingeleitet von Arnold Zweig. Die bisher nur in Einzelausgaben erhältlichen Werke, darunter ..Epistola" und „Die Florentinifche Tragödie", sind hier mit den klassischen Prosastücken und Dühnenwerken vereinigt. Der sorgfältigen lieber» sehung entspricht die übersichtliche Einteilung und
der vorzügliche Druck. — Don Emile Zola erschienen die beiden Trilogien „Die Örel Städte" — »Lourdes". .Rom". „Paris" — und »D i e Evangelien" - .Arbeit". .Wahrheit". .Fruchtbarkeit". Diese Werke find gerade heute durch ihre Auseinandersetzung mit den geistigen, wirtschaftlichen und sozialen Problemen von aktuellem Interesse und lebendigster Wirkung. — Der wirksamen Verbreitung eine# lebenden Dichters dient die Zufammenfafsung dreier Werke von Waldemar Dönsels ..Men- schenwcge", ..Eros und die Evangelien" und „Narren und Helden" erscheinen unter dem zu- sammensassenden Titel „Notizen eines Daga- bunden" in einem Bande. (Verlag Th. Knaur, Berlin W 50. (100 bis 102.)
— 3m 3unihest von Westermanns Monatsheften finden sich neben dem Roman von Fred Hildcnbrandt: „Schmetterling im weißen Haar" zwei Rovellen „Blanke Kraft" von Earl Emerich Hirt und von Carry Brachvogel „Tizian und Isabella". Den Artikel: „Sport und Diode" von Ruth Götz Sollte jede Dame, die Sport treibt, lesen. Natürlich auch die Abhandlung über „Reuen Schmuck" von Kausek. Die Schilderung einer Fahrt in die Wachau wird dieser schönen Donaugegend dieses 3ahr sicher viele neue Besuche'- zuführen.
— Philosophie und Leben. Herausge- geben von Prof. Dr. August Messer, Verlag Felih Meiner, Leipzig. 6. Iahrg. 1930. Vierteljährlich drei Hefte, 2 Mark, Einzelheft 0,80 Mark. — Das Mai- Heft ist als „Frankfurter Heft" gekennzeichnet, weil die Aufsatze darin von Dozenten der Frankfurter Pädagogischen Akademie versaßt sind. Pros. Dr. W. Schmied Kowarzik spricht über Großstadt und Weltanschauung, Frau Prof. Dr. Marie Anne Kuntze über Großstadtjugend der Gegenwart, Dr. Arthur Kießling über die Seele der Großstadtkinder. Auch der weitere Inhalt des Heftes ist wesentlich pädagogischen Fragen gewidmet, besonders der orage der simultanen oder konfessionellen Schul? und Lehrerbildung.
— Max 3 u n g n i rf e l: Sorge 13. Novelle. Mit einem autobiographischen Nachwort. .Ncclams Universal-Bibliöthek 'Jlr. 7055. Geh 40 Pf„ geb. 80 Pf. (140.) — Diese Erzählung zeigt Iungnickel von einer neuen Seite: Der luftige Wanderbursch, dem der Himmel voller Geigen hing, ist zum ernsten Mann geworden. Die Erzählung gibt die starke Ge- ftaltung einer Kindersecle inmitten eines bewegten Geschehens.
— Wie liest man den Handelsteil einer Tageszeitung? Von Ernst Kahn und Fritz Naphtali. 110. Tausend. Vollständige Neubearbeitung. Preis: Kartoniert 5 Mark. Franlsurter Societäts Druckerei G. m. b.H., Abteilung Buchverlag, Frankfurt a. M. (133) — Der bekannte Führer gibt, von Praktikern für den praktischen Gebrauch geschrieben, eine lebendige Darstellung der kompu- zierten oder kompliziert erscheinenden Vorgänge, die in den Wirtschaftstcilcn der Tagespresse behandelt werden. Das Buch ist längst zu einem beliebten Nachschlagewerk geworden. Die Neuauflage ist vollständig umgearbeitet worden. Sämtliche Kapitel sind auf Grund der bewährten Methoden den neuen Vorgängen und Entwicklungen angepaht und in den Beispielen aktualisiert worden. In dem Kapitel über die Börsen haben besonders die ausländischen, für die in Deutschland immer mehr Interesse auskommt, eine eingehende Darstellung gesunden. Eine Einführung in die Konjunkturbeobachtung und eine Darstellung des Reparationsproblems mit dem 'lioung- plan ergänzen die Einführung in die Tagesprobleme.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, den 17. Mai. Vorabend 7.45 Uhr; morgens 8.30 Uhr; abends 8.20 und 9 Uhr.
Israelitische Religlonsgefellschafk. Sabbatfeier den 17. Mai. Freitag abend 7.30 Uhr; Samstag vormittag 8 Uhr; nachmittags 4 Uhr; Sabbatausgang 9 Uhr. — Wochengottesdienst: morgens 6.30 Uhr; abends 7.15 Uhr.
Aus dem Amtsverkündigungsblatt.
' Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 36 vom 13. Mai enthält: Straßensperre. — Die Anlage von Gemcindekapitalien. — Die Bekämpfung der Tuberkulose. — Die Ausstellung von Duplikat-Arbeitsbüchern. — Einfuhr von Vieh aus stark verseuchten Gebietsteilen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren ang.'führten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H.. Lombardzinsfuß 6 o. H.
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7% Deutsche, Reich-anleihe Don 1929 \
Deutsche SnX-Ablü!^Schuld mit
Auslos.-Rechk«
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8% Hesi. volkkNaal von 1929 lrückzahlh. 102%)
Lverhelfen Provinz - Anleihe mit Au-los.-Reckteri
Deutsche Komm. Satnmekabl. Anleihe Serie I
6% Franks Hov.-Vank ®ofbfle. XJU unkündbar bü 1934
7% Franks Pvv-Bank (Bolbpfe unkündbar bis 1932
Rheinisch« Lvv^Bank
Liqu. Soldvse.
6% Pr. Landespfandbriefankalt, Pfandbriefe R. 17
6% Pr LandesvfandbriesanüaU, Äomnu-Cbl. R. 16
1% Pr. Landespsandbriefanftalt, Pfandbriefe R. 10
Q.G.®. abg. VorrriegS-Obligatio- ncn. rückzahlbar 1932
4% Oesterretchtfche tSolvrenre . .
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4% Oeüerrrichijche einheitliche Rente
4% Ungarildie Soldrente ....
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
4ft% deSgl. von 1918
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4% Türkische ZollanIeiLe von 1911
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5% Rumänische vereinh. Sierra von 1903
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Pamburg-Südam. Dampfschiff 8 fcanta Dampfschiff 10
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Berliner HandelSgeieMckaft 12 Gommer;' und Lrioat-Bonk 11 Tarmstedter und Ranonalbank 12 Deutsche Bank und
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SeieUIckat! für GektriiLe
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Hamburger ElekrrizitülS-Derke lf| Rheinische Elektrizität ... S Lcklesiiche Elektrizität. ... 10 Schuckert & Go. ..... . 11 Siemens & £>al5le . . • . . 16 Transradio . ...... k
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xuneritanncbe "Jiotcn.....
4,167
4,187
■' ctflifctc vioten .......
58 56
Dänische tUoten........
111.68
112-12
Englische Noten .......
20,30/
20.337
Frontonichc .'iotrn ......
16,43
16.49
polländi'che .Qo'en ......
168.06
<it" rienifite oten......
22,00
Norwegische Noten.....
111,70
112-14
rutsch Ccfterr ,aioo Kronen
58.91
59,15
Numäntichc Noten......
2,46
2.48
'*rocö:fcbc Noten......
111 98
Schweizer Noten.......
80.79
81 01
Svanikchr Noten.......
50 90
Zschechoslowakische Noten . .
12,415
12 475
Ungarische Noten
72-95
73.25
Deoifinmarfl Berlin — Frankfurt a. ZTL
15. JHa
6 Mai
Bniklicke Hoiierung
tlmNickr Geld
Kotierung 25ner
Veld
Hrnft.» flott.
•68,35
163.69
168.39
iba,73
Bu-n.-ÄireS
1.598
1,602
1,601
1,605
Brü.-Äntw-
58,42
58.54
53.4)5
58.5.5
Gtriftianta. .küDznbcgtn
<11.99
112,21
112 00
112,22
112,02
112.24
112 03
111.25
etolholin .
12,22
112,44
112.18
112,50
Helnnators.
10.542
19.562
10,5-2
10,5'2
Italien. . .
21,955
21,995
21.96
z2.00
ilondon - . .
20,343, 5 ■ I8y
20,383
20,347
20.367
Ncunork . .
4,194
4,187
4.195
i<crti. . . .
16,42
16.42
16,425
16,465
Schweiz • .
80,96
81,12
80.967
81.125
Svt>a:n . .
51,09
51,19
51,13
51,23
Iavan . . .
2,068
2,072
2.06=
2,072
flto de 9an.
J.497
0.499
9,4975
1,49! 5
Vien in T - C<ft. abgest
19,025
59,145
39/35
59,155
Prag . . .
Belgrad . .
'2,404
12 424
12.411
12 431
7.391
7,404
7,391
7.405
®nba»:ft. .
73,14
73,26
73,13
73,27
Pu! ^rien .
1,035
3,041
4,035
3,041
»l'stabon
18,80
18.84
18,79
18,83
Zansifl. . . Konti.ntia.
81,32
81,46
31,33
81.49
1,784
1,788
1,785
1,789
Sitten. . .
5,424
5,434
5,425
5,435
Kanada . .
4,177
4,185
4,181
4,189
llru uay. .
3,846
3,854
3,846
3,854
Ceüro . . .
20,865
20,905
20,87
20,91


