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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheften)

Zreäag, 16. iiüf. 1950

Wirtschaft.

Der deutsche Außenhandel im April.

Auch im April schlicht der deutsche Außenhandel mit einem Ausfuhrüber­schuß ab, der in diesem Monat 88,5 Mill. Mk. beträgt. Die Einfuhr ist mit 888,2 Mill. Mk. auSgewiesen, also fast genau mit dem gleichen Betrag wie im Bormonat (883,6 Mill. Mk.). Größere Korrekturen an den Zahlen infolge des Abrechnungsverkehrs find im April nicht er­forderlich, da der Umfang der kleinen Biertel- jahrsabrechnungen ungefähr der monatliche^ Ein­fuhr aus Diederlagen o. a. M. entspricht. Die Ausfuhr hat die Höhe des Bormonats nicht erreicht! ihr Ausweis mit 976,7 Mill. Mk. bleibt um 127,3 Mill. Mk. hinter der Ausfuhr im März zurück. F)cr Anteil der Reparations-Sachliefe­rungen an der Ausfuhr im April beträgt 50,8 Millionen Mark (Dormonat 61,2 Mill. Mark).

Bedeutende Veränderungen in der Zusämmen- sehung der Einfuhr find gegenüber dem Vor­monat nicht zu verzeichnen. Die Einfuhr von Lebensmitteln und Getränken weist eine Zu­nahme von 28 Mill. Mk. auf, die Einfuhr von Rohstoffen und halbfertigen Waren ist um 13,6 Mill. Mk., die Fertigwareneinfuhr um 9 Mill. Mark zurückgegangen.

An der Zunahme der Einfuhr von Lebens« mittel n sind vorwiegend Weizen (+ 12,9 Mill Mark) und Eier (+7,5 Millionen Mark) beteiligt; der um 9,9 Mill Mark höhere Ausweis der Ein­fuhr von Gerste ist fast ausschließlich auf die das erste Vierteljahr betreffenden Zollobrechnungen für Futtergerste (8,7 Mill Mark) zurückzuführen. Unter den Rohstoffen hat abgenommen namentlich tue Einfuhr von Oelfruchten und Oelsaaten (14,6 Mill Mark), zugenommen die Einfuhr von Mine« ralölen (+ 19,2 Mill Mark, wovon 9 Mill Mark auf den Abrechnungsverkehr entfallen).

Der Rückgang der Ausfuhr entfällt überwiegend auf die Fertigwaren ausfuhr, die um 99 Mill. Mark hinter der Ausfuhr im Vormonat zurückge­blieben ist. An der Abnahme find die meisten In­dustriegruppen beteiligt, es beträgt der Rückgang der Ausfuhr von Texilfertigwaren 23,7 Mill. Mark (darunter Gewebe aus Baumwolle 7,5, aus Wolle und anderen Tierhaaren 5,9, Kleidung und Wasche 3,8 Mill. Mark), von Walzwerkserzeug- nisten und sonstigen Eisenwaren 18,4 Mill. Mark, von Maschinen (ohne elektrische Maschinen) 15,9 Mill. Mark. Zugenommen hat dagegen die Ausfuhr von schwefelsaurem Kali und Chlorkalzium (+6,2 Mill. Mark).

Weniger ins Gewicht fällt die Abnahme der Aus- fuhr von Rohstoffen und halbfertigen Waren (20,8 Mill. Mark), sowie von Lebens­mitteln und Getränken (9,6 Mill. Mark). Unter ben Rohstoffen zeigen insbesondere Steinkohlen und Koks, sowie nicht ölhaltige Sämereien eine gerin­gere, Kalisalze eine höhere Ausfuhr als im Bor- monat Die Abnahme der Ausfuhr von Lebens­mitteln betrifft vornehmlich Hafer sowie pflanz- liche Dole und Fette

Von den wichtigsten Reparations . Sach- Neuerungen im April gehören zu der Gruppe Rohstoffe und halbfertige Waren: Steinkohlen mit 7,6 Mill Mark, zu der Gruppe Fertigwaren: Eisen- waren mit 10,2, Maschinen (ohne elektrische) mit 9,4 und Eisenbahnwagen mit 6,4 Mill. Mark.

Stillegung der ErzgrubeFried- r i ch W i l h e l m". Wegen Absatzschwierigkeiten wird die von der Firma Friedrich Krupp im Kreise Siegen betriebene ErzgrubeFriedrich Wilhelm" stillgelegt. Der Belegschaft von 300 Mann ist be­reits gekündigt worden.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. TI., 16. Mai. Tendenz: etwas freundlicher. Die «Stimmung an der Börse war cV?as freundlicher, ohne daß Anregungen vorhanden gewesen wären. Die Kulisse blieb in­folge der nicht vorgenommenen Diskontsenkung ein« zclner Auslandplätze zurückhaltend. Ebenfalls ent­täuschte der flaue Schluß der gestrigen Reunorker Börse. Doch trafen zu Beginn des offiziellen Mark- tes einige Aufträge ein, und die Kulisse nahm, ver­anlaßt hierdurch, einige Deckungen vor, so daß bei zuversichtlicher Tendenz das Geschäft in Spezial- aktien etwas lebhaftere Formen an« nehmen konnte. Gegenüber der gestrigen Abendbörse waren überwiegend kleineKurs erhol ungen

zu verzeichnen. Nachdem aber die Abschlüsse getätigt waren, wurde das Geschäft wieder erheblich stiller. An der gemeldeten Tendenz änderte sich jedoch nichts. Etwas in den Vordergrund traten am Elek­tromarkt Siemens mit plus 2 o. Sy, auf die grie­chische Fernsprechkonzession. Schuckert gewannen 1,5 o. f)., AEG. und Licht und Kraft lagen dagegen leicht abgeschwächt. Am Chemiemarkt bestand für Holzverkohlung und Scheidcanstalt weiter Interesse, mit je plus 1 v. H. Farben eröffneten nur wenig gebessert. Den Montanen wandte sich von Rhein­landseite weitere Nachfrage zu, bei Erholungen bis zu 1 w H. Von Bauunternehmungen waren "Dycker- hoff stärker gedrückt und 1,5 o. H. schwächer. Auch Kunstseideaktien wurden etwas schwächer taxiert. Schiffahrtswerte behauptet. '21.-61 für Verkehrs­wesen lagen 1 v. H. schwächer Banken nicht ein­heitlich, die Veränderungen blieben jedoch klein. Am Rentenmarkr konnten deutsche Anleihen bei et­was lebhafterer Nachfrage bis 0,5 v. H. anziehen. Im Verlaufe wurde die Stimmung bei allge­mein kleinem Geschäft freundlich. Nur Spezialaktien standen weiter im Vordergrund. Be­sonders Rheinstahl fanden Beachtung, da der Divi­dendevorschlag von 7,5 nach 6 v. H. im Vorjahre nnregte. Die übrigen Montanwerte waren darauf­hin etwas lebhafter gesucht. Im allgemeinen erga­ben sich gegen Anfang Kurserhöhungen bis zu 1 v. H. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 v. H. unverändert. Am Devisenmarkt war die Mark etwas schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1910, gegen Pfund 20,37, London gegen Kabel 4,86025, gegen Paris 123,85, gegen Mailand 92,70, gegen Madrid 39,75, gegen Schweiz 25,1350, gegen Hol­land 12,0860.

Berliner Börse.

Berlin, 16. Mai. 3m Gegensatz zu den schwä­cheren Auslandmeldungen eröffnete der heutige Berliner Effektenverkehr in recht freund­licher Haltung. Man hält die Diskontent- scheidung der Reichsbank weiter für wahrschein­lich. 3m Mittelpunkt des 3nteresses stand auch heute der Markt der Brauereiaktien; obwohl eine.Vollfusion Echultheis-Ostwerke und alle da­mit zusammenhängenden Kombinationen von gestern dementiert wurden, hatten die Sprit­werte recht lebhaftes Geschäft. Schultheis zogen dabei erheblich im Kurse an (plus 4,5 v. H.), während Ostwerke, angeblich auf Tauschopcra- tionen, 1 v. H. schwächer eröffneten. Auch für Schiffahrtsaktien und 3.-G.°Farben bestand eini­ges 3nteresse. Chemische Heyden setzten ihre Aufwärtsbewegung auf 59,25 v. H. fort, Ham- mersen zogen um 2, Berger um 1,75 v. Sy usw. an. 3m allgemeinen bewegte sich das Geschäft in engen Grenzen, und der Ordereingang bei den Banken war auch weiterhin sehr gering. Etwas mehr Beachtung fand heute der heimische Rentenmarkt, an dem besonders Deubesitzanleihe 0,25 v. H. höher eröffneten. Die ausländischen Renten lagen dagegen fast geschäftslos, nur 4,5- v. H.-Mexikaner notierten 0,5 v. H. höher. Der Pfandbriefmarkt verkehrte ruhig, die Tendenz war aber freundlich. Der Geldmarkt war un­verändert leicht. Von dem Medio war diesmal überhaupt nichts zu bemerken. Tagesgeld 2,5 bis 5 v. H.; Monatsgeld 5 bis 6 D. Sy, Warenwechsel etwa 4,40 v. H. Auch im Verlause war die Stim­mung trotz des kleinen Geschäftes ziemlich freund­lich, es waren aber immer nur Spezial- werte, die durch Kurs Veränderungen ausfielen. Siemens und Schuckert zeichneten sich durch kleine Gewinne aus, Rheinstahl zogen um etwa 1,5 v. H. an. da der Dividendenvorschlag von 7,5 nach 6 v. Sy im Vorjahre angenehm überraschte. Sprit- werte konnten im Verlause ihren Höchstkurs nicht voll behaupten. Schutzgebiete zogen aus etwa 4,40 v. Sy an.

Berliner Produktenmarkt.

Verlin, 15. Mai. An der heutigen Pro­duktenbörse konzentrierte sich das 3ntcresse auf den Roggenmarkt. 3m handelsrechtlichen Licfe- rungsgeschäft ergaben sich bei lebhafteren Um­sätzen auf Grund von Interventionen Preissteige­rungen um 1 bis 1,50 Mark. Das Angebot zur prompten Waggonverladung trat weniger stark in Erscheinung und man erwartet, daß das her­auskommende Material bei Stüyungskäusen zu ettoa_ gestrigen Preisen Unterkunft findet. Die Verkäufe von eosiniertem Roggen auf wesentlich ermäßigtem Preisniveau werden anscheinend sort-

gesetzk Das Geschäft in 3nlandweizen gestaltet sich immer schwieriger, da die Dinnenmühlen das herauskommende Angebot zu etwa denselben Prei­sen. die hier zu erzielen smd. ausnehmen. Weizen neuer Ernte wird nur vereinzelt umgeseyt, da Forderungen und Gebote nur schwer in Einklang zu bringen sind Weizen- und Roggcnmehl bei gehaltenen Preisen kleines Geschäft- 3n Hafer übersteigt das Angebot weiterhin die Rach- fragc nur für gute Qualitäten; an der Küste ist das Preisniveau gehalten. Das Gerstengeschäft stagniert. Cs notierten (1000 Kilo): Weizen, mär- kifcher 282 bis 284 (rufoig), Mai 294 (Brief), 3uli 297,50 bis 298, September 267,50; Roggen, märkischer 162 bis 170 (fester), Mai 176 bis 177. Juli 188. September 183 bis 183,50 (Geld); Braugerste 190 bis 202 (ruhig), Futter- und Induftriegerste 172 bis 185 (ruhig), Hafer, mär­kischer 151 bis 160 (ruhig), Juli 169,50, Sep­tember 170. '(100 Kilo): Weizenmehl 31,25 bis 39,75 (ruhig); Roggenmehl 23 bis 25,75 (ruhig); Weizenlleie 9 bis 9,50 (ruhig); Roggenkleie 9,25 bis 10 (ruhig); Viktoriaerbsen 24,50 bis 30; kleine Speiseerbsen 21 bis 24; Zuttcrerbsen 18 bis 19; Peluschken 17 bis 18; Ackerbohncn 15,50 bis 17; Wicken 19 bis 22,50; Lupinen, blaue 15 bis 16; Lupinen, gelbe 20 bis 22,50; Rapskuchen 12,75 bis 13,75; Leinkuchen 18 bis 18,50; Trocken- fchnihel 8,20 bis 8,70; Sojaschrot 13,80 bis 14,60, Kartofselslocken 14.80 bis 15,50; Speise- kartosfeln, weiße 1,20 bis 1,40; rote 1,30 bis 1,60, gclbllei|d)ige 2,30 bis 2,60 Marl. Allge­meine Tendenz: uneinheitlich.

Kunst und Wissenschaft.

Maria Lrsra

Die Schauspielerin Maria D r s f n ist, wie aus Wien gemeldet wird, dort gestern Nacht im Allge­meinen Krankenhaus an den Folgen einer Beronal- oergiftung g e ft o r b e n. Sie ist nur 34 Jahre alt ge­worden, aber wenn man sich der traurigen Berichte über ihre letzte Lebenszeit und ihr hoffnungsloses Leiden entsinnt, wird man wissen, daß hier der Tod eine Erlösung bedeutete. Am 15. März 1896 in Nikolajew geboren, zeigte die Orska früh eine aus­gesprochene Begabung und Neigung für die Bühnen­laufbahn. Kein Geringerer als Josef Kainz in Wien riet ihr, zum Theater zu gehen. Sie begann in Prag, kam dann nach Hamburg, hatte aber zunächst wie mancher andere ihrer großen Kollegen und Stolleginnen keinerlei Erfolg. Erst in Berlin, wo sie bei Meinhard und Bemauer ein Engagement sand, wurde sie entdeckt und als Star des Kleinen Theaters bald berühmt. Die Orska ist etwa der Gegentyp zur Bergner und sie hat es schon ihrer keineswegs wohllautenden Stimme wegen nicht leicht gehabt, ihre prominente Stellung zu ertämp- fcii und zu behaupten. Ihr eigentliches Feld waren die exzentrischen, nervösen Frauenrollen Wedekinds, Strindbergs und Oscar Wildes; sie ist wohl die be­deutendsteSulu" der deutschen Bühne gewesen; Ausgezeichnetes leistete sie ferner alsGroße Katha­rina" (Shaw), alsCyprienne" (Sardou), alsSa­lome" (Wilde), alsKlara Hühnerwadel" und in den Stücken von Verneuil, der beispielsweise seine Cousine aus Warschau" geradezu für sie geschrie- ben hat. Die Orska war zweimal verheiratet, zu­letzt mit Herrn Dr. o. Bleichröder; die Schei­dung dieser zweiten Che (1924), bei der eine wert­volle Perlenkette eine beträchtliche Rolle spielte, hat seinerzeit großes Aufsehen erregt. Die Schauspielerin hatte sich seit etlichen Jahren dem Genuß von Rauschgiften ergeben, was mehrfach zu den un­erquicklichsten Affären Anlaß gab und allmählich ihre ohnehin zarte Gesundheit und ihre künstlerische Existenz untergrub; im März 1929 bat sie in Berlin zum letztenmal gespielt. Dann verschlimmerte sich ihr Zustand schnell; die späteren Vorgänge in Köln, Würzburg und Wien dürften noch erinnerlich fein. Tun ist das längst erwartete Ende gekommen. Wer die Orska einmal auf der Bühne erlebt hat, wird wissen, daß die deutsche Schauspielerei mit ihrem Tode einen schweren Verlust erleidet.

Bücheriisch.

Der Knaur-Verlag bringt neue Ausgaben zum Preise von 2,85 Mk. pro Band, so sämtliche Werke von Oskar Wilde, herausgegeben und eingeleitet von Arnold Zweig. Die bisher nur in Einzelausgaben erhältlichen Werke, darunter ..Epistola" undDie Florentinifche Tragödie", sind hier mit den klassischen Prosastücken und Dühnenwerken vereinigt. Der sorgfältigen lieber» sehung entspricht die übersichtliche Einteilung und

der vorzügliche Druck. Don Emile Zola erschienen die beiden TrilogienDie Örel Städte" »Lourdes". .Rom".Paris" und »D i e Evangelien" - .Arbeit". .Wahr­heit". .Fruchtbarkeit". Diese Werke find gerade heute durch ihre Auseinandersetzung mit den geistigen, wirtschaftlichen und sozialen Problemen von aktuellem Interesse und lebendigster Wir­kung. Der wirksamen Verbreitung eine# leben­den Dichters dient die Zufammenfafsung dreier Werke von Waldemar Dönsels ..Men- schenwcge", ..Eros und die Evangelien" und Narren und Helden" erscheinen unter dem zu- sammensassenden TitelNotizen eines Daga- bunden" in einem Bande. (Verlag Th. Knaur, Berlin W 50. (100 bis 102.)

3m 3unihest von Westermanns Mo­natsheften finden sich neben dem Roman von Fred Hildcnbrandt:Schmetterling im weißen Haar" zwei RovellenBlanke Kraft" von Earl Emerich Hirt und von Carry BrachvogelTizian und Isabella". Den Artikel:Sport und Diode" von Ruth Götz Sollte jede Dame, die Sport treibt, lesen. Natürlich auch die Abhandlung über Reuen Schmuck" von Kausek. Die Schilderung einer Fahrt in die Wachau wird dieser schönen Donaugegend dieses 3ahr sicher viele neue Be­suche'- zuführen.

Philosophie und Leben. Herausge- geben von Prof. Dr. August Messer, Verlag Felih Meiner, Leipzig. 6. Iahrg. 1930. Vierteljährlich drei Hefte, 2 Mark, Einzelheft 0,80 Mark. Das Mai- Heft ist alsFrankfurter Heft" gekennzeichnet, weil die Aufsatze darin von Dozenten der Frankfurter Pädagogischen Akademie versaßt sind. Pros. Dr. W. Schmied Kowarzik spricht über Großstadt und Welt­anschauung, Frau Prof. Dr. Marie Anne Kuntze über Großstadtjugend der Gegenwart, Dr. Arthur Kießling über die Seele der Großstadtkinder. Auch der weitere Inhalt des Heftes ist wesentlich pädago­gischen Fragen gewidmet, besonders der orage der simultanen oder konfessionellen Schul? und Lehrer­bildung.

Max 3 u n g n i rf e l: Sorge 13. Novelle. Mit einem autobiographischen Nachwort. .Ncclams Universal-Bibliöthek 'Jlr. 7055. Geh 40 Pf geb. 80 Pf. (140.) Diese Erzählung zeigt Iungnickel von einer neuen Seite: Der luftige Wanderbursch, dem der Himmel voller Geigen hing, ist zum ernsten Mann geworden. Die Erzählung gibt die starke Ge- ftaltung einer Kindersecle inmitten eines bewegten Geschehens.

Wie liest man den Handelsteil einer Tageszeitung? Von Ernst Kahn und Fritz Naphtali. 110. Tausend. Vollständige Neube­arbeitung. Preis: Kartoniert 5 Mark. Franlsurter Societäts Druckerei G. m. b.H., Abteilung Buchver­lag, Frankfurt a. M. (133) Der bekannte Führer gibt, von Praktikern für den praktischen Gebrauch geschrieben, eine lebendige Darstellung der kompu- zierten oder kompliziert erscheinenden Vorgänge, die in den Wirtschaftstcilcn der Tagespresse behandelt werden. Das Buch ist längst zu einem beliebten Nachschlagewerk geworden. Die Neuauflage ist voll­ständig umgearbeitet worden. Sämtliche Kapitel sind auf Grund der bewährten Methoden den neuen Vorgängen und Entwicklungen angepaht und in den Beispielen aktualisiert worden. In dem Kapitel über die Börsen haben besonders die ausländischen, für die in Deutschland immer mehr Interesse auskommt, eine eingehende Darstellung gesunden. Eine Einfüh­rung in die Konjunkturbeobachtung und eine Dar­stellung des Reparationsproblems mit dem 'lioung- plan ergänzen die Einführung in die Tagesprobleme.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, den 17. Mai. Vorabend 7.45 Uhr; morgens 8.30 Uhr; abends 8.20 und 9 Uhr.

Israelitische Religlonsgefellschafk. Sabbatfeier den 17. Mai. Freitag abend 7.30 Uhr; Samstag vormit­tag 8 Uhr; nachmittags 4 Uhr; Sabbatausgang 9 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 6.30 Uhr; abends 7.15 Uhr.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

' Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 36 vom 13. Mai enthält: Straßensperre. Die Anlage von Gemcindekapitalien. Die Be­kämpfung der Tuberkulose. Die Ausstellung von Duplikat-Arbeitsbüchern. Einfuhr von Vieh aus stark verseuchten Gebietsteilen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren ang.'führten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H.. Lombardzinsfuß 6 o. H.

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7% Deutsche, Reich-anleihe Don 1929 \

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Lverhelfen Provinz - Anleihe mit Au-los.-Reckteri

Deutsche Komm. Satnmekabl. Anleihe Serie I

6% Franks Hov.-Vank ®ofbfle. XJU unkündbar 1934

7% Franks Pvv-Bank (Bolbpfe unkündbar bis 1932

Rheinisch« Lvv^Bank

Liqu. Soldvse.

6% Pr. Landespfandbriefankalt, Pfandbriefe R. 17

6% Pr LandesvfandbriesanüaU, Äomnu-Cbl. R. 16

1% Pr. Landespsandbriefanftalt, Pfandbriefe R. 10

Q.G.®. abg. VorrriegS-Obligatio- ncn. rückzahlbar 1932

4% Oesterretchtfche tSolvrenre . .

4,20% Ocsterreichifche Silberrente

4% Oeüerrrichijche einheitliche Rente

4% Ungarildie Soldrente ....

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

4ft% deSgl. von 1918

4% Ungarilcbt Kronenrenlr

4% Türkische ZollanIeiLe von 1911

4% Türktich, Bagdadhahn-Lnl. Serie I

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82 75

151

343

121,5

-

Banknoten.

Berlin, 15 ?<a(

«eld

Srles

xuneritanncbe "Jiotcn.....

4,167

4,187

' ctflifctc vioten .......

58 56

Dänische tUoten........

111.68

112-12

Englische Noten .......

20,30/

20.337

Frontonichc .'iotrn ......

16,43

16.49

polländi'che .Qo'en ......

168.06

<it" rienifite oten......

22,00

Norwegische Noten.....

111,70

112-14

rutsch Ccfterr ,aioo Kronen

58.91

59,15

Numäntichc Noten......

2,46

2.48

'*rocö:fcbc Noten......

111 98

Schweizer Noten.......

80.79

81 01

Svanikchr Noten.......

50 90

Zschechoslowakische Noten . .

12,415

12 475

Ungarische Noten

72-95

73.25

Deoifinmarfl Berlin Frankfurt a. ZTL

15. JHa

6 Mai

Bniklicke Hoiierung

tlmNickr Geld

Kotierung 25ner

Veld

Hrnft.» flott.

68,35

163.69

168.39

iba,73

Bu-n.-ÄireS

1.598

1,602

1,601

1,605

Brü.-Äntw-

58,42

58.54

53.4)5

58.5.5

Gtriftianta. .küDznbcgtn

<11.99

112,21

112 00

112,22

112,02

112.24

112 03

111.25

etolholin .

12,22

112,44

112.18

112,50

Helnnators.

10.542

19.562

10,5-2

10,5'2

Italien. . .

21,955

21,995

21.96

z2.00

ilondon - . .

20,343, 5 I8y

20,383

20,347

20.367

Ncunork . .

4,194

4,187

4.195

i<crti. . . .

16,42

16.42

16,425

16,465

Schweiz .

80,96

81,12

80.967

81.125

Svt>a:n . .

51,09

51,19

51,13

51,23

Iavan . . .

2,068

2,072

2.06=

2,072

flto de 9an.

J.497

0.499

9,4975

1,49! 5

Vien in T - C<ft. abgest

19,025

59,145

39/35

59,155

Prag . . .

Belgrad . .

'2,404

12 424

12.411

12 431

7.391

7,404

7,391

7.405

®nba»:ft. .

73,14

73,26

73,13

73,27

Pu! ^rien .

1,035

3,041

4,035

3,041

»l'stabon

18,80

18.84

18,79

18,83

Zansifl. . . Konti.ntia.

81,32

81,46

31,33

81.49

1,784

1,788

1,785

1,789

Sitten. . .

5,424

5,434

5,425

5,435

Kanada . .

4,177

4,185

4,181

4,189

llru uay. .

3,846

3,854

3,846

3,854

Ceüro . . .

20,865

20,905

20,87

20,91