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Tumen, Sport und Spiel

Zehn Zahn deutsche Hochschule für Leibesübungen

Oben lmks. Staats^kretar Lewald, der Präsident des Reichsausschusses für Leibesübungen, deutsche Sportforum, das Gebäude der Hochschule. - Unten links: Studentinnen Der Hochschule begeben sich zum Speerwerfen auf den Uebungsplah. Rechts: Dr. Diem, der Generalsekretär des Reichsausschusses. Im Kreis links: Professor Dr. Bier, der Rektor der Hochschule.

fung der Heeresschule für Leibesübungen ist, die in den Jahren 1920/21 unter ihrem damaligen Leiter, Major Suren, bahnbrechend auf bem Gebiet der deutschen Gymnastik und Körperkultur gewesen ist und die auch jetzt noch eine der ein- flußreichsten Versuchs- und Lehranstalten des deutschen Sportes ist.

Den Zuschauern wird neben spannenden Kämp­fen und guten Einzelleistungen in drei Stunden ein Ausschnitt aus dem Ausbildungsprogramm des Truppensportes geboten, wobei sportliche und Waffenübungen, modernes Turnen und Gymnastik, Spiele und Reiterkämpfe abwechseln. Das Fest stellt somit eine moderne Truppenschau dar, die bei dem zu erwartenden guten Besuch ihre Auswirkungen auf die Volkstümlichkeit des jungen Heeres nicht verfehlen dürfte.

Gaumeisterschastsspiele im Kaustbatt des Gaues Heffen O. T.

Am kommenden Sonntag findet die Vorrunde der Gaufonderklaffe in Faustball in Marburg statt. Zum ersten Male ist die Sonderklasse mit allen sechs Mannschaften beseht. Nachdem das vergangene Iahr mit nur vier Mannschaften den Uebergang zu dem neuen Spielsystem geschaffen hat, werden diesmal die Spiele infolge der stär­keren Besetzung noch einen spannenderen Verlauf

(davon 45 von Turnern und Turnerinnen des Gaues Hessen) und 22 Prüfungsscheine (davon 16 wie oben) erworben worden sind. Das Zeug­nis des Freischwimmers erhielten 8 Turner und 11 Turnerinnen, den Nachweis als Fahrten­schwimmer erbrachten 12 Turner und 4 Turnerin­nen. In Würdigung der sozialen Bedeutung der Schwimmkunst wird das Stromschwimmen als Wettkampf in die Veranstaltungen des Gaues eingegliedert und erstmals am 17. August in Gie­ßen (obere Lohn) durchgeführt: in fünf Stufen werden die Langstreckenschwimmer ihre Ausdauer über 500 Meter bis zu 1500 Meter erweisen können. In gleichem Sinn soll die schwimmerische Dauerleistung (Wassertreten) durch Ausbreitung des Wasserspieles in Pflege genommen werden. Zwei neue Badeanstalten im Gaugebiet, ein schö­nes Hallenbad in Marburg und ein Sommerbad in Laubach weden dazu beitragen, volkstümliches Schwimmen und fieifhmggtoerte in weitere Kreise zu tragen. Im Wettkampf höherer Ver­bände setzte sich der Gau Hessen mit 16 Siegen an die dritte Stelle im Mittelrheinkreis, und die besten Schwimmer und Schwimmerinnen vom Tv. 1846 Gießen und der Tgde. Friedberg brach­ten achtunggebietende Erfolge von den D. T.-Mei- sterschaften in Altona nach Hause. In den sahungsgemäßen Schwimmausschuß des Gaues Hessen wurden die Abteilungsleiter Balser, Tgde. Friedberg, als Vertreter der Vereine mit Winterbad (Gießen, Friedberg, Bad-Nauheim, Wetzlar und Marburg), und Eifert, Tv. Lau­terbach, als Vertreter der Vereine ohne Winter­bad gewählt: als Beisitzer werden Götz, Tv. Wetzlar, und Weeg, Tv. 1846 Gießen, als Wasserball-Obmann dem Gauwart zur Seite stehen. Um die innere Verbindung von Schwim­men und Turnen zu wahren, müssen bei den Kreisveranstaltungen die Schwimmer an den all­gemeinen Freiübungen teilnehmen. Zum Schluß wies der Gauwart darauf hin, daß die Schwimm­wettkämpfe der höheren Verbände in diesem

kostete. Erst sm Weltkrieg, 1916, mußte mit schwerer Mühe ein solches Massakre niedergedrückt werden, und auch heute noch fliegt mancher haßerfüllte Blick aus sonst so beherrschten, schwarzen Augen der Pa­trouille nach, wenn sie durch die Gassen marschiert.

Und auch das Militär ist auf alles gerichtet. Bei jederFantasia", einer der aus Klimpermusik von Trommel-Flöte-Fiedel-Tamburin, aus Reiterei und Flintengeknatter zusammengesetzten Volksbelustigun­gen, die nur selten noch wirklich ritterliche Reiter­spiele und Reiterkünste zeigen, hält Polizei und Militär scharf die Augen offen und die Hand am Revolver.

Aber glänzend schön ist es, das bunte Gewühl einer Fantasia in einem der kleinen Steppen- oder Wüstenortei Wenn die weißen Burnusse, die roten ober blauen Mäntel flattern, schöne Pferde tänzeln, die Turbantücher sich im Winde blähen, die grüne Fahne weht und im gelblichen Sandstaub eine aufgeregte Menge durch die Gassen hinaus ins Freie strebt, schön in der wunderbar klaren Glut der afri­kanischen Sonne. Der fremdartige Zauber des Orients liegt über ihr trotz der Einstreuung euro­päischen Kitsches in ihrer Umgebung.

bahre für den Gau Hessen örtlich besonders gün­stig liegen (der Kreis geht nach Hanau, die D. T. nach Darmstadt), und daß ein Kreis­lehrgang in Marburg stattfindet: ebenso lenkte er die Aufmerksamkeit auf das Wasserwanbern (Kanufahren), das in der D. T. an Ausbreitung gewinnt.

Die Deutschland-Rundfahrt.

Buse gewinnt die 6. Etappe durch Protest vor Stübecke.

Am Donnerstag wurde die 6. Etappe der Deutsch- land-Rundfahrt von München nach Stuttgart ausgefahren. Es starteten 61 Fahrer, von denen 50 Augsburg erreichten. Auf der weiteren Strecke, die über Neu-Ulm und Geislingen führte, setzte zeitweise starker Regen ein, der eine Reihe Ausfälle ver­ursachte Za Göppingen fiel die Vorentscheidung, als Thierbach-Dresden mit dem Westdeutschen Stü- decke und dem Berliner Buse weit vor das Feld in Führung ging. Die kleine Spitzengruppe der ge­nannten Fahrer gab den Zuschauern am Ziel ein unwürdiges Schauspiel, da sie sich gegenseitig be­drängten und behinderten. Thierbach passierte als Erster das Ziel vor Buse, jedoch wurde gegen diese Placierung Protest eingelegt. Das Renngericht hat sich mit dem Protest bereits befaßt und Buse den Etappensieg vor Stübecke und Thierbach zugespro­

Deutsche

Fußballmeisterschaft 1930.

Zur Vorrunde am 18. Mai

Der kommende Sonntag bringt im deutschen Fußball die Spiele der Vorrunde um die Deutsche Meisterschaft und damit den Höhepunkt der bald beendeten Spielsaison 1929/30. Sechzehn Mann­schaften aus sieben Landesverbänden stehen sich an acht verschiedenen Orten zu den ersten Spielen der viel befehdeten k. c>.-Runde gegenüber. Die Vorrunde bringt folgende Paarungen:

Frankfurter Stadion: Eintracht Frank­furt V. f. L. Benrath (Schiedsrichter: Peters, Hamburg). Nürnberger Stadion: S p i e l v e r - einigung Fürth Tennisborufsia Berlin (Manger, Düsseldorf). Breslauer Stadion: Sportfr. Breslau 1. F. C. Nürnberg (Sa­lomon, Berlin). Berlin, Poststadion: Hertha- DSC. Berlin Beuthen 09 (Fritz, Oggersheim). Bochum, T. u. S.-Stadion: Schalke 04 Ar­minia Hannover (Weingärtner, Offenbach). Halle, Wackerstadion: Dresdner SC. V. f. B. Königsberg (Gerlach, Breslau). Hamburg, Eimsbüttel: Holstein Kiel V. f.B. Leipzig (Zander, Berlin). Stettin, Preußenploh: Ti­tania Stettin Köln-Sülz 07 (Ruhland, Dresden).

Die Aussichten für den Kampf der Vorrunde sind nicht sehr leicht zu beurteilen. Es wird überall schwere Kämpfe geben, und auch der als schwächster bezeichnete Gegner wird sich bis zum letzten Augenblick seiner Haut wehren und viel­leicht sogar eine .Ueberraschung bringen. Rach der sogenannten Papierform ist damit zu rechnen, daß Süddeutschlands drei Vertreter die Vorrunde überdauern, Westdeutschland dürfte seinen Meister und auch den Dritten in die Zwischenrunde brin­gen, der Berliner Meister und die Meister von Mitteldeutschland und Norddeutschland werden das Achterfeld für die zweite Runde vervoll­ständigen. Ausscheiden dürsten nach dieser Vor­aussage also: V. f. L. Benrath, Tennisborussia Merlin, Sportfreunde Breslau, Beuthen 09, Ar­minia Hannover, D. f. B. Königsberg, Titania Stettin und V. f. B. Leipzig.

Fußball-Länderkampf Oesterreich-England 0:0.

Dor 65 000 Zuschauern wurde am Mittwoch auf der Hohen Warte in Wien der mit großer Span­nung erwartete Fußball-Länderkampf zwischen Oesterreich und England ausgetragen. Die eng­lische Ländermannschaft, die am Samstag in Ber­lin gegen Deutschland mit einem 3:3 zufrieden sein muhte, konnte auch diesmal zu keinem Siege kommen und mußte sich mit einem Remis be­gnügen. Im Gesamteindruck entsprach der Kampf nicht den auf ihn gesetzten Erwartungen. In der ersten Halbzeit hatten die Oesterreicher mehr vom Spiele und waren weit mehr im Angriff, als die Briten. Bei der ausgezeichneten Ab­wehr der Engländer blieb ihnen allerdings ein Torerfolg versagt. Rach der Pause strengte sich England gewaltig an und vermochte das Spiel auch überlegen zu gestalten. Dabei spielten die Briten manchmal recht hart, wogegen die körper­lich unterlegenen Oesterreicher machtlos waren. Aber auch England kam nicht dazu, einen Tor­erfolg zu erzielen und mußte sich mit einem unentschiedenen Ergebnis zufrieden geben. Das Schluhergebnis wird dem Spielverlauf gerecht.

Schiedsrichter Mutters (Holland), der be­reits den Länderkampf in Berlin geleitet hatte, bot in Wien eine gute Leistung.

Schwimmen

im Turngau Heffen D. T.

. o Die Schwimmabteilungen der Turnver- mne des Gaues Hessen hatten ihre Tagung am Sonntag zu Giehen mit rund 60 Teilne^nern gut beschickt

Die Arbeitsfolge, die unter der Leitung des Gauschwimmwartes Franz Sauer, Tv. 1846 Giehen, stand, begann am Vormittag mit einer Vorschwimmer stunde in der Halle des Städtischen Volksbades. Rach einem gut besetz­ten Prüsungsschwimmen für das Turn- und Sportabzeichen wurden hauptsächlich die Pflicht- Übungen für die anstehenden Wettkämpfe im Gau ^ad Kreis in der Form eines Lehrgangs behan- . ^ben der Technik des Streckentcruchens und des Kopfweitsprungs (Startsprungs) ftan- ' ra.lf peue Wettkampfbestimmungen, daß beim Brustschwimmen die Wende nur nach einem An- 'H^gmtt beiden Händen gültig ist und daß das Rückenschwimmen ohne Stortsprung aus der Schwimmlage erfolgt mit dem Anschlag nur einer §ant> bei der Streckenwende: die verschiedenen Sprunge wurden auch turnsprachlich klar heraus- gearbettet Die Uebungsarbeit wurde durch ein Freundschaftsspiel beendet, bei dem Tv 1846 Giehen gegen Tgde. Hanau mit 9:1 Sieger blieb

Der am Nachmittag sich anschliehenden Der- fammlung gab der Gauschwimmwart seinen Iah- resb^icht, in dem er das Rettungsschwimmen als die Krone des Schwimmens obenan stellte und gleichzeitig als technischer Leiter des Bezirks Oberhessen der Deutschen Lebens-Rettungs-Ge­sellschaft (D. L. R. G.) mitteilte, daß im 2aufe des Lahres in diesem Bezirk 101 Grundscheine

Freundlichkeit, das die armen Neulinge der Frem­denlegion (deren herrliche Tage vorspiegelnde Wer­beplakate überall auf den Bahnhöfen neben den bel­gischen Hetzbildern der verstümmelten Kinder hän­gen) in Afrika erlebten, ehe sie ihrem trostlosen Schicksal verfielen. Aus der Ferne sah man die armen Kerle bann später bei schweren Erdarbeiten an militärischen Neubauten, sck)arf bewacht, mühselig in der afrifanifdjen Mittagshitze graben und Steine lösen. Die schwerste Arbeit in der Heimat wäre federleicht gewesen gegenüber dieser Fron unter schwarzen Peitschenschwingern in der brütenden Hitze ohne Ruhepause.

Mit großem Geschick spielt der Franzose in Al­gerien Berber, Araber, Marokkaner, Senegal- und andere Neger gegeneinander aus und hält sie dadurch im Schach. Der weiße Franzose, als Offizier, herrscht bann über alle, zuweilen mit Hilfe ber Nilpferb- peitsche unb ber mehrschwänzigen Katze, bie übri­gens auch als Erziehungsmittel in (Eingeborenen* schulen beliebt ist, wie ich mich biirch Augenschein überzeugte. Ganz so fern sind die Zeiten noch nicht, da ständig bie Rebellion in der Kabylie und in den Sahara-Oasen neu aufflackerte unb reichlich Opfer

nehmen. Die Klasse seht sich zusammen auZ hem jahrelangen Gaumeister Tgm. Friedberg und der Mannschaft des Tv. 1846 Giehen, Tv. Wetzlar, A. Tv.Kurhessen" Marburg, Tv. Franckenau Tv. Halgehausen. Wie schon in den früheren Jahren, wird wohl am spannendsten das Spiel Friedberg gegen Giehen werden, da bisher immer Friedberg nur mit ganz knappem Vorsprung den Meistertitel' gegen Gießen errang. Aber auch die anderen Mannschaften sind nicht zu unter­schätzende Gegner, denen leider nur die nötige Spieleerfahrung mit Mannschaften der Kreis- D. T.-Klasse fehlt, um Friedberg und Giehen besiegen zu können. Letztere Mannschaften haben doch durch ihr wiederholtes Zusammentreffen mit den Besten der D. T. einen Vorsprung in ihrer Spielstärke, den sie auch in diesen wieder zeigen dürfte.

Mit der Vorrunde in Marburg jst die Meister­schaft noch nicht entschieden, fonbenf^iefe fällt erst am darauffolgenden Sonntag in Friedberg. Daß gerade die Rückwende den Tabellenstand noch stark umwerfen kann, zeigte sich im vergan­genen Iahre, wo in der Vorrunde Giehen erste war, aber dann in der Rückwende hinter Fried­berg auf den zweiten Platz kam. Am Tage der Rückwende wird bann auch die Meisterschaft der Turnerinnen und Altersturner im Faustball ent­schieden werden.

Handball im Männeriurnverein (O.T).

Am nächsten Sonntag fährt die e r ft e Mann­schaft des Gießener Männerturnvereins nach Friedberg, um eine Rückspielverpflichtung ge­gen bie gleiche ber Friebberger Turngemeinbe ein­zulösen. Das Vorspiel in Gießen enbete mit einem knappen 3:1-Siege ber Männerturner, boch hatte bas bamalige Spiel so sehr unter der Ungunst ber Witterung zu leiben, baß ein regelrechtes Spiel nicht aufkam. Da sowohl bie Friebberger, als auch bie Mtv.er in ben letzten Wochen gegen spielstarke aus­wärtige Mannschaften gute Resultate erzielt haben, bars man gespannt sein, wer bas Spiel für sich ent- fdjeibet.

Die zweite Mannschaft des Mtv. ist nach Heuchelheim verpflichtet um gegen die erste des dortigen Turnvereins ebenfalls ein noch rück­ständiges Handball-Freundschaftsspiel auszutragen. Während bie Einheimischen auf eigenem Platze bas Vorspiel mit 5:3 für sich entscheiden konnten, wer­ben sie sich in diesem Spiel vor ber stark aufroärts- ftrebenben Heuchelheimer Mannschaft, wenn auch nur mit knappem Resultat, beugen müssen.

Südwestdeutscher Turn-Verband des A. O. T.

Handball.

Kommenden Sonntag gelangt auf dem Uni* versitätssportplah zu Gießen die diesjährige Handballmeisterschaft des Südwestdeutschen Turnverbandes zum Austrag. Als Meister sind in den Verbandsspielen 1929/30 ermittelt wor­den vom:

Main-Rod-Gau Tv. 1886 e. V. Trebur, Wetterau-Gau: Tg. Rieder-Florstadt. Lahn-Dünsberg-Gau: Tv. Garbenteich.

Die Spielstärke der einzelnen Vereine ist unge­fähr als gleichstark zu bezeichnen, trotzdem man geneigt sein könnte, dem Main-Rod-Gau^Meister Trebur etwas mehr Aussicht auf Erringung der Meisterwürde zu geben. Die Spiele beginnen be­reits vormittags mit der Begegnung des Wet- terau-Meisters Rieder-Florstadt und des Lahn- Dünsberg-Meisters Garbenteich, während Tre­bur, welches das Freilos gewann, anschließend an das Spiel GarbenteichRieder-Florstadt ein Gesellschaftsspiel gegen Tv. Londorf austrägt, dessen Ausgang ohne Einfluß auf die Meister­schaft ist. Nachmittags werden sich dann der Sieger aus dem Spiel Rieder-FlorstadtGarben­teich und Tv. Trebur im Entscheidungsspiel gegenüberstehen.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

1900 kombiniert Vatl.-Mannschaft 1/15 3:2 (1:0).

In einem Mittwochabenbspiel standen sich diese Vertretungen^ auf dem 1900-Sportplatz gegenüber. Ein flottes \spiei mit allerdings nur mäßigen Lei­stungen kam zustande. Bei 1900 gaben bie vier mit» wirkenden Ligaspieler ber Mannschaft den nötigen Rückhalt, während bas Militär seine Stützen im Torwart Döckler unb bem Sturmführer Bötti - ger hatte. Bei ber Reichswehr vermißte man ben Mittelläufer Henrichs allzusehr, besten stetes eif». rlges Wirken ben 1900-Angriffen vielleicht eher Ein­halt geboten hätte. So waren bie Blauweißen stets etwas mehr im Vorteil, konnten dies aber zahlen­mäßig nicht recht zum Ausbruck bringen. Bei bem Seitenwechsel führte ber Platzverein 1:0. Nach ber Pause war jebe Partei noch zweimal erfolgreich.

Spiele am 18. Mai.

Die Ligamannschaft empfängt den 1. Fuß­ballklub Langen bei Darmstadt zum Rückspiel und wirb dabei das Bestreben haben, die Vorspiel­niederlage (4:2) wieder wettzumachen. Langen ge­hört zur süddeutschen Oberliga. Seine Hauptwaffs ist der sehr wendige, exakt zuspielende Sturm', wäh« rend in der Deckung der vorzügliche Torwart Anth es hervorragt. Die Gästeelf spielt einen etwas harten, jedoch nicht unfairen Kampfstil, ver­bunden mit großer Schnelligkeit, Eigenschaften, die dem Spiel einen besonderen Reiz geben. Bei 1900 wird man immer noch auf die verletzten Spieler Sack unb Katz verzichten müssen, wozu sich jetzt auch noch B e st gesellt. Trotzdem hat man die ent­standenen Lücken durch Brambach im Tor unb Schneider auf Rechtsaußen zufriedenstellend ausgefüllt, so daß mit einem günstigen Abschneiden der Gießener gerechnet werden kann wenn man auch naturgemäß dem Erstklassigen die größeren Gewinnchancen einräumen muß.

Ligareserve-, dritte und vierte Mann­schaft erhalten Besuch aus Grünberg. Den Reigen der Spiele eröffnen vormittags 1900s 4. gegen Grünbergs 3., anschließend spielt 1900s 3. gegen Grünbergs 2. und vor dem Ligaspiel treten 1900s 2. und Grünbergs 1. gegenüber. Beide Parteien werden bei komplettem Antreten recht spielstarke Mannschaften stellen. Der je- weilige Spielausgang ist vollständig offen.

Der Wetzlarer Sportverein begeht am Samstag fein 25. Stiftungsfest. Aus diesem An­laß treffen am Samstagnachmittag die beiden Al ten-Herren Mannschaften in Wetzlar <AAAin^i Freundschaftsspiel zusammen, bei dem 1900 nicht ohne Chance sein sollte.

, " st e Jugendmannschaft stand

« ^Überschrift dieser Zeilen der Gegner des Sonntags noch nicht endgültig fest. In Betracht gezogen ist ein Spiel gegen die AI -Iugendelf öom 1. S. C. Lang en ober ein Iubiläumsspiel gegen die 1. Iugend vom WetzlarerSport- letzteren Fall findet natürlich das Spiel m Wetzlar statt.

chen. Gegen Buses Sieg liegt aber nun wieder ein Protest der Firma Brennabor vor. Das vorläu- fige Ergebnis: 1. Buse-Berlin 7:46,05 Stun­den: 2. Stübecke; 3. Thierbach-Dresden (alle dicht­auf); 4. Siegel-Breslau 7:51,20 Std.; 5. Remold- Schweinfurt; 6. Tietz-Berlin; 7. Sieronfki-Berlin; 8. Stöpel-Berlin; 9. Metze-Dortmund.

Oie Oeutfchlandsahrer berühren unsere engere Heimat.

8. (Etappe am 20. 2Hai FrankfurtGießenBielefeld.

Die Deutschlandrundfahrt übertrifft alle Erwar­tungen. Sie ist ein großer sportlicher Erfolg, sie ist ein Sieg der deutschen Industrie, sie ist das rad- sportliche Ereignis der Saison. Die 8. Etappe wird am 2 0. Mai in Frankfurt a. M. gestartet. Die Etappe ist wieder schwieriger als die vorauf- gehende, da das Nothaargebirge zu überwinden ist. Der höchste Punkt ist vor Eorbach zu überwinden. Von Frankfurt geht es nach Vilbel, Fried­berg, Gießen und Marburg. In dem dann folgenden Eorbach ist die Verpflegungskontrolle, wo den Fahrern im Vorbeifahren die Proviant­beutel umgehängt werden. Dann kommt Arolsen, Paderborn und schließlich nach 262 Kilometer langer Fahrt das Ziel Bielefeld. 2513 Kilometer mißt die ganze Deutschlandrundfahrt mit ihren zehn Etappen.

Sportfest unserer Garnison.

Das I. (Hess.) Grenadier-Bataillon veranstaltet sein diesjähriges Sportfest am Himmelfahrts­tag auf dem V. f. B.-Sportplah. Reben einer Anzahl Lauf-, Spring- und Wurfwettbewerben verdienen die Massenvorführungen und die mi­litärsportlichen Darbietungen besonderes Inter- .esse.

In den Wettkämpfen messen sich die Besten des Bataillons, die ja auch in den Gießener Vereinen bekannte und bewährte Wetttämpfer sind, untereinander und mit einigen von außer» bal& besonders eingeladenen Gästen. Wie die Reichswehr als Ergebnis einer planmäßigen Massenarbeit auf breiter sportlicher und gym­nastischer Grundlage ihre Besten gefördert hat. das zeigt der Erfolg der Heeresmannschaft bei den vergangenen deutschen Meisterschaften in Breslau. Hier horchte die versammelte deutsche Sportwelt zum erstenmal auf, als die 20 Wilns­dorfer im schwarzen Dreß mit dem weihenW" in fast allen Endkämpfen, die sie beschickt hatte, einen neuen kampfstarken Gegner abgaben und mit drei Meisterschaften und fünf guten Plätzen heimzogen, ein beachtliches Resultat für den ersten Start 'bei den deutschen Meisterschaften. Auch in diesem Iahr rüstet die Truppe für die Kampfspiele und Meisterschaften, eine harte Auf­gabe, da bei der Vielseitigkeit und den Anstren­gungen des modernen Truppendienstes die Vor­bereitungen für Spitzenleistungen trotz des guten Materials denkbar ungünstig sind. So gilt denn auch die Hauptarbeit m den Leibesübungen des Reichsheeres der Masse und dem Durchschnitt, der somit naturgemäß eine beachtliche Höhe erreicht hat, einzelne Kompanien sind bis zu 100 Prozent im Besitz des Tum- und Sport­abzeichens. Mut und Gewandheitsübungen sind neben der Gymnastik das dienstliche Arbeitspro­gramm im Truppensport. Es ist vielfach nicht bekannt, daß die mobeme Gymnastik mit Gerät (Medizinball, Rundgewicht, Kugel) eine Schop-