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LandeSuniversitäi

und Genossenschaftswesen.

Erfreulicherweise hat das Genossenschaftswesen tm Laufe der Jahre immer mehr Eingang in den Lehrplan der deutschen Hochschulen gefunden. Auch die Landesuniversität Gießen hat in richtiger Erkenntnis der Bedeutung und der Zukunft des Genossenschaftswesens dieser in den letzten Jahrzehnten stark zur Anerkennung gekommenen Wirtschaftsform die größte De» achtung geschenkt. Insbesondere aber hat das Landwirtschaftliche Institut der Universität Gie­ßen unter Leitung seines geschästssührenden Direk­tors Professor Dr. Sessous und seines Mit­arbeiters Dr. Pfaff dem landwirtschaftlichen Genossenschaftswesen weitgehendstes Interesse an­gedeihen lassen. Schon vor Jahresfrist fand ein Kursus über genossenschaftliche Fragen, der erste dieser Art, gemeinsam mit den landwirtschaft­lichen Genossenschastsverbanden von Darmstadt, Frankfurt und Wiesbaden in Gießen statt, dem ein zweiter im Dezember v. I. folgte.

Um diese Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis dauernder und wirksamer zu gestal­ten, wurde nun zur Bildung enesDercinszur Förderung des Genossenschaftswe­sens geschritten. Die Gründungsversammlung fand bei gutem Besuch dieser Tage im Landwirt­schaftlichen Institut der Universität Gießen unter Vorsitz von Professor Dr. Sessous statt. Der Verein führt den AamenVereinigung der Freunde des Seminars für länd­liches Genossenschaftswesen beim Landwirtschaftlichen Institut der Hessischen L a n d e s u n i v e r s i t ä t Gie­ßen". Ziel und Zweck des Vereins ist, das Se­minar für ländliches Genossenschaftswesen beim Landwirtschaftlichen Institut und seine Arbeiten in jeder Beziehung zu fördern. Der Vorsitz deS Vereins wurde einstimmig Verbandst» i re ktor Berg vom Verband der hessischen landwirt­schaftlichen Genossenschaften Darmstadt übertra­gen. Zum zweiten Vorsitzenden wurde ebensalls einstimmig Verbanksgeschäftsführer Beck (Frank­furt a. 211.) gewählt. Eine Reihe namhafter Per­sönlichkeiten hat bereits ihren Beitritt zu dem Verein erklärt, ebenso haben sämtliche landwirt­

schaftlichen DenossenschaftSverbände der näheren und weiteren Umgebung ihre Unterstützung und Bereitwilligkeit zur Mitarbeit »ugesagt. Diese erfreulichen Tatsachen geben zu der berechtigten Hoffnung Anlaß, daß dem Verein ein segens­reiches Wirken im Dienste der Genossenschafts­bewegung beschieden sein wird.

Gietzener Wochcnmarktpreise.

Es kosteten aus dem heutigen Wochenmarkt: Butter 150 bis 170, Matte 30 bis 35. Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 25 bis 35, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 35 bis 40, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 35 bis 40, Feldsalat 180 bis 200, Tomaten 70 bis 80, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 50 bis 70, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kartoffeln 4'/r bi8 5 (der Zentner 3,80 bis 4 Mk.), Aepfel 10 bis 15, Birnen 10 bis 15, Dörrobst 30 bis 35, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120, Rüsse 50 bis 80 Pf. das Pfund: Tauben (Stück) 70 bis 80, Eier 10, Blumenkohl 50 bis 100, Salat 30 bis 40, Endivien 40 bis 60, Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 40 Pf. das Stück,' Radieschen Bd. 20 bis 25 Pf.

Zur Mainzer Theaierfraqe.

WSR. Mainz, 14. März. Die Deputation für die städtischen Theater» und Musik-Ange­legenheiten beriet in ihrer gestrigen Sitzung über die Weiterführung des Theaters im Spieljahr 1 930/3 1. Rach längerer Be­ratung hat sich die Deputation mit Mehrheit grundsätzlich für die achtmonatige Spiel­zeit bei Aufrechterha ltung der drei Spielg attungen entschieden. Es soll in der Spielzeit 1930/31 die Selbständigkeit des Thea­ters, wenn auch mit Einschränkung, aufrechterhal­ten bleiben. Damit soll der Gedanke der Fusion mit Rachbarbühnen nicht aufgegeben sein. Die Verwaltung will im Laufe des Jahres einen Plan für die Zusammenarbeit mit andern Büh­nen ausarbeiten und entsprechende Verhandlun­gen führen. Aus der Mitte der Deputation wurde ein Qlntrag angenommen, sofort bei der hessischen Regierung und dem Landtag einen größeren

StaatSzufchutz für bas Mainzer Theater zu beantragen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

d" Krofdorf, 13. März. Am gestrigen Mitt­wochabend sprach in innerer Kirche Pfarrer Lic. Müller aus Dutenhofen über Palästina, das er zweimal bereist hat. Die Ausführungen des Redners waren sehr interessant. Insbesondere ist daraus zu erwähnen, daß es in Palästina auch deutsche Ackerbaukolonien gibt. Es sind die Rachkommen von um die Mitte des vorigen Jahrhunderts ausgewanderten schwäbischen Dauern, die als Anhänger der religiösen Ge­meinschaft der Templer damals ihr deutsches Vaterland verlassen und sich in Palästina an­gesiedelt haben.

CO Krofdorf, 14. März. Am Mittwoch fand hier die letzte dies.ädrige Holzverstei- g e r u n g aus dem Staatswalde statt. Es kosteten Duchenscheit 11 bis 12 Mk.. Buchenknüppel und Eichenscheit im Durchschnitt 8 Mk. je Raum­meter. Die Preise sind, wie bei allen Ver­steigerungen dieses Winters, niedriger als im Vorjahr: trotzdem hatte man nach den voran­gegangenen diesjährigen vielen Holzverkäufen des Staates und der Gemeinde allgemein mit noch niedrigeren Preisen gerechnet. Mancher Kaufliebhaber ging zu dem Versteigerungster­min, um zum Schlüsse noch einen Satz Brenn­holz besonders billig zu erlangen.

£. Launsbach, 14. März. Da die Ar­beiten der Quellenfassung und des Hochbehäl­ters für die Wasserleitung soweit fertig- gestellt sind, soll nun mit der Rohrlegung zum Ortsnetz begonnen werden. Die Arbeiten dazu werden dieser Tage vergeben. Man hofft, bis zum Sommer die Wasserleitung in Betrieb neh­men zu können. Die Quelle liegt im Kuhgraben und liefert zirka 120 Kubikmeter Wasser pro Tag. Da nur 60 bis 70 Kubikmeter Wasser ge­braucht werden, dürfte die Wossersrage für un­sere Gemeinde (zirka 170 Familien) für die Zukunft gelöst sein.

~ Lützellinden, 14. März. Unsere bis­herige Krankenschwester Karoline Loh schei­

bet km nächsten Monat au« dem Dienst der Krankenpflege aus. Bereits im vergangenen Jahre, bei Erreichung der Altersgrenze, trat sie in den Ruhestand, versah aber die Kranken­pflege weiter, da das Diakonissenmutterhaus Ronncnweiher, an das sich die Gemeinde um Ersah gewandt hatte, nicht sofort eine neue Schwester zur Qkrfügung stellen konnte. Die neue Schwester tritt Mitte nächsten Monats den Dienst an. Schwester K. Loh stand seit dem Jahre 1913 als Krankenschwester in dem Dienst unserer Ge­meinde. Vor dieser Zeit war sie eine Reihe von Jahren freiwillige Helferin der Krankenpflege. In der langen Zeit ihrer Tätigkeit hat sie sich Liebe, Achtung und Qkrtraucn in hohem Maße erworben.

Spiclplan der Krankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 16.März, (VolkS- traucrtag), 19 bis 22.30 Uhr: Tannhäuser. Mon­tag, 17. März, 19.30 bis nach 22 Uhr: Das Land des Lächelns. Dienstag, 18. März, 19 bis nach 22.30 Uhr: Die Zauberflöte. Mittwoch, 19. März, 19.30 bis nach 22 Uhr: Mignon. Donnerstag, 20. März, 19.30 bis nach 22.30: Die Macht des Schicksals. Freitag, 21. März, 19 30 bis gegen 22.30 Uhr: Die Afrikanerin. Samstag, 22. März. 19.30 bis 22.30 Uhr: Der Zigeuncrbaron. Sonn­tag, 23. März, 15 bis nach 17.30 Uhr: Das Land des Lächelns: 19.30 bis gegen 22 Uhr: Urauf­führung: Achtung! Aufnahme! Vorher zum ersten Male: Petrouschka. Montag, 24. März, 19.30 bis nach 22.45 Uhr: Aida.

Schauspielhaus. Sonntag, 16. März, (Dolkstrauertag), 15.30 bis 18 Uhr: Wilhelm Sell; 20 bis gegen 23 Uhr: Die andere Seite. Montag, 17. März, 20 bis gegen 22.30 Uhr: Straße. Dien'tag, 18. März, 20 bis gegen 23.30 Uhr: Seltsames Zwischenspiel. Mittwoch, 19. März, 20 bis gegen 22 Uhr: Die neue Sachlichkeit. Donnerstag, 20. März, 20 bis gegen 23 Uhr: Die andere Seite. Freitag, 21. März, 20 bis gegen 23.30 Uhr: Seltsames Zwischenspiel. Samstag, 22. März, 20 bis gegen 22 Uhr: Zum ersten Male, Uraufführung: Schatten über Eu­ropa. Sonntag, 23. März, 16 bis gegen 18.15 Uhr: Katharina Knie: 20 bis gegen 22 Uhr: Die neue Sachlichkeit. Montag, 24. März, 20 bis gegen 22 Uhr: Brülle China.

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Sonntag, den 16. März, 11.15 Uhri

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Afrikaforscher Hans Schomburgk

spricht zu seinem

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Von den Abenteuern seiner letzten Expedition nach Liberia.

Kleine Preise! Kartenvorverkauf: Reisebüro Loeb, Seltersweg, und Tageskasse Lichtspielhaus.

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Angeflelltenvermittlung beim Arbeitsamt

Das Arbeitsamt Gießen hat in der Abteilung für Angestellten-Vermittlung, Äahnhofstraße 90, jeweils Mittwochs bis 19,30 Llhr einen

Lwenddkeuft eingerichtet. Diese Neueinrichtung soll den in Stellung befindlichen Angestellten die Möglichkeit geben, zwecks Stellenvermittlung persönlich vorzusprechen.

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