Nr. 267 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Freitag, H. November (930
Wirtschaft.
Die Bezugserleichtemng für Kali.
Der Beschluß des Reichskalirats, für die Belieferung dec deutschen Landwirtschaft mit Kalidüngesalzen einen regionalen Frachten- o u s g l e i ch einzuführen, indem an die Stelle der drei bisherigen Frachtparitäten Stahfurt-Leo- poldshall, Bienenburg und Bad Salzungen als einzige Paritätsstation Sondershausen tritt, stellt für die deutsche Landwirtschaft eine wesentliche Erleichterung des Kalibezugs dar, zumal dieser Frachtenausgleich mit einer erheblichen zu Lasten der Kaliindustrie gehenden Senkung der Frachtkostni verbunden ist. Da das Kalisyndikat in Zukunft, ausgehend von Sondershausen als einheitlicher- neuer Fracht- Parität, nur noch Mindestfrachten von 53 Kilometer und Höchstfrachten von 270 Kilometer berechnen wird, so bedeutet dies nichts anderes, als dah kein Abnehmer in Zukunft Fracht für weniger als 50 Kilometer oder für mehr als 270 Kilometer zu zahlen hat. Innerhalb dieser beiden Entfcrnungsgrenzen, die gewählt worden sind, um den Gebieten je nach Entfernung einen steigend verbilligten Kalibezug zu ermöglichen, tritt eine absolute Senkung der Frachtsätze um 10 Proz. gegenüber den bisher gültigen ein. Da den Abnehmern, die in einer Entfernung von über 270 Kilometer wohnen, nur die Höchstfracht von 270 Kilometer angerechnet wird, so steigt für sie, absolut gerechnet, die Ermäßigung je nach Zunahme der Entfernung bis zu 37 Proz. Beispielsweise beträgt für einen Bezieher in Berchtesgaden (Entfernung 611 Kilometer) bei einem 15-Tonnen-Wagen die Frachtermäßigung 52,20 Mk. bzw. 35,9 Proz. gegenüber dem bisherigen Frachtsatz: das macht bei dem Bezüge von Kainit auf den Preis berechnet eine Ermäßigung von 24,7 Proz. aus, ein Prozentsatz, der bei hochwertigeren Düngesalzen entsprechend fällt.
Da in Zukunft nur Höchstfrachten von 270 Kilometer berechnet werden, so ergeben sich für Bezieher etwa in Oppeln (Schlesien), Stolp (Pommern) oder Husum (Schleswig-Holstein), die also außerhalb der 270-Kilometer-GrLnze ab Sondershausen liegen, ähnliche Vergünstigungen. Durch diese Reuregelung in Form eines beschränkten Frachtenausgleichs werden also am stärksten die sogenannten notleidenden Gebiete der Landwirtschaft (Ostpreußen, Grenzmark, Pommern, Schlesien, linksrheinisches Gebiet, Süd- bayern). weil am weitesten entfernt, in ihrem Kalibezug besonders begünstigt. Auch das mitteldeutsche Gebiet, welches innerhalb der 270-Kilo- meter-Grenze liegt, kommt in den Genuß einer Senkung der Frachtkosten um 10 Proz., die bei dem hohen Frachtenanteil bei Kali eine Rolle spielt. Damit tritt allgemein eine Senkung der landwirtschaftlichen Erzeu- gungskosten ein. Der Vorteil für die Kaliindustrie selbst liegt darin, daß sie den Absatz in den entfernter liegenden Gebieten, der infolge der hohen Frachtsätze von jeher unter schwierigen Bedingungen sich vollziehen mußte, beleben kann, ohne daß dabei die Gebiete mit gutem Kali- absah eine Belastung erfahren, was bei Abkommen über Frachtenausgleich im allgemeinen der Fall zu sein pflegt.
Man muß natürlich die Bedeutung des auf Vorschlag des Deutschen Kalisyndikats eingeführten regionalen Frachtenausg'eichs im Rahmen der von der Reichregierung verfolgten Maßnahmen für die Landwirtschaft beurteilen. Sicherlich ist durch diesen Frachtenausgleich eine glückliche Lösung der Bestrebungen zu sehen, die dahin gingen, der notleidenden deutschen Landwirtschaft den Bezug der notwendigen Kalidüngemittel zwecks Senkung ihrer Selbstkosten zu erleichtern bzw., was praktisch erreicht ist, zu verbilligen. Die Erleichterung des Kalibezugs muß eine Produktionsverbilligung für die Landwirtschaft zur Folge haben. Die Erstattung eines Gutachtens seitens des Reichswirtschaftsrats über die Frage der Kalipreise erübrigt sich jetzt, nachdem die Kaliindustrie von sich aus einen Schritt getan hat, dessen Möglichkeit durch die Aufstellung des Gutachtens geprüft werden sollte.
*
• Eierverwertungszentrale Frankfurt a. M. Am Dienstag fand die Generalver
sammlung der Eierverwertungszentrale Frank- furt a. M. (tat. Aus den Berichten der Geschäftsführung, des Borstandes und des Auflichtsrat^s ging hervor, daß sich das Unternehmen trotz der allgemeinen schiech en Wirtchajts age im vergangenen Geschäl.sjahr günstig entwickelt hat. Die Mltgliederzahl ist auf 58 Genossenschaften und Emzelmitgtieder gestiegen. Unter grojen Bemühungen wurde eine Absayorganisa ion geschaffen. ®ie Eierverwertungszentrale zä l. Diele führende Firmen der Lebens..i te.bra.rche und des Eier- großhandess zu ihren Kunden. Für das kommende Geschäl s.ahr hofft man auf eine günstige Weiterentwicklung.
Herabsetzung der Treibstoff- preise. D.e führenden Treiostoffirmen haben, toie. '-DTB.-Handelsdienst cr'ährt, die Punipen- prci'e für alle Betriebsstoffe im überwiegenden Teile Deutschlands ab Freitag, 14. d. Mts., um 1~~2 Pf. je Liter heraogesetzt. Darüber hinaus erhalten gewerbliche Verbraucher bei Barzahlung an der Tankstelle je nach Absahzone eine Vergütung von 1—3 Ps. je Liter.
frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 14. Noo. Tendenz gedrückt. Trotzdem im heutigen Vormittagsverkehr die Stimmung allgemein etwas besser beurteilt wurde, griff zu Beginn des offiziellen Marktes doch eine Enttäuschung Platz. Im Zusammenhang mit der festen gestrigen Neuyorker Börse hatte man in Börsenkreisen mit Käufen des Publikums und des Auslandes gerechnet, um so mehr, als ungünstige Momente nicht vorlagen. Die weitere Erhöhung des Kupferpreists hatte nur für Kupferwerte einige Nach, frage zur Folge, während die übrige Börse kaum beeinflußt wurde. Die Spekulation verhielt sich sehr zurückhaltend und schritt eher zu Abgaben, so daß gegenüber der gestrigen Abendbörse meist Kurs- v e r l u st e bis etwa 1 v. H. eintraten, doch lagen besondere Momente nicht vor. Die Rede B r i a n d s wurde viel besprochen und günstig beurteilt. Die Umsatztätigkeit hielt sich allgemein in sehr engen Grenzen. Einige Nuchfrage machte sich aus dem erwähnten Grunde für Kupferaktien bemerkbar, und Olavi zogen um eine Mark an. Am Chemiemarkt waren Farben mehr angeboten und 1,40 v. S). ab- geschwächt: ine übrigen Werte dieses Marktes büßten bis 1 v. ch. ein. Größere Verluste stellten sich am Montanmarkt ein, an dem Rheinstahl 1,75 v. H. und Buderus 1 o. H. verloren. Auch Kaliwerte waren angeboten und gaben bis 1,5 v. S). nach. Am Elektromarkt war das Geschäft zu den ersten Kursen eben- falls sehr gering. Die Kursentwicklung war hier jedoch nicht ganz einheitlich. Siemens konnten etwas anziehen, während AEG. dis 1 v. H. schwächer lagen. Bis 1,5 v. $). niedriger lagen noch Conti Gummi und die Mehrzahl der Bankaktien. Deutsche Linoleum behauptet. Am Rentenmarkt konnten Neubesitz leicht anziehen, Altbesitz waren gut behauptet. Von Ausländern lagen Mexikaner weiter im Angebot; Gold- Mexikaner eröffneten 1,75 v. f). gedrückt. Im Verlaufe blieb das Geschäft klein; nach einer vorübergehenden geringfügigen Besserung des Kursniveaus wurde später die Tendenz wieder ausgesprochen l u st l o s, die Kurse blieben jedoch dabei gegen Anfang zumeist behauptet. Am Geldmarkt war Tages- geld mit 5 v. H. stark gesucht. Am Devisenmarkt lag Madrid auf die Stabilisierungsbestrebungen mit 41,95 v. S). fest. Die neue Parität soll 40 Peseten gegen ein Pfund betragen. Sonst nannte man Mark gegen Dollar 4,1970, gegen Pfund 20,3830, London gegen Kabel 4,8565, gegen Paris 123,65, gegen Mailand 92,79, gegen Schweiz 25,06, gegen Holland 12,0740.
Berliner Börse.
Berlin, 14. Rov. Die heutigen Eröffnungskurse brachten der Börsenspekulation eine Enttäuschung. Man hatte vormittags auf Grund der Steigerung der Kupferpreise und angeregt durch die hierauf zurückzuführende Steigerung der Olavi auf 37 Mark allgemein mit einer freundlicheren Tendenz gerechnet, zumal Reuyork gestern fest schloß und auch sonst keine ungünstigen Momente Vorlagen. Entgegen diesen freundlichen Erwartungen lagen die ersten Rotierungen dann aber gegen gestern meist nur wenig verändert. Cs kam am Farbenmarkt (angeblich vom Ausland) über eine große Dank Ware heraus, so daß sich der offizielle Kurs nur auf 136 nach 140,5 Prozent vorbörslich stellte, was nicht ohne Wirkung auf
die übrigen Märkte blieb. Kupferwerte waren fester. Mansselder gewonnen 2 Prozent und Olavi 1,25 Mk. Chadeaktien gewannen 4 Mk. Bemerkenswert schwächer eröffneten einige Montan- werte; so verloren Maschinen Augsburg-Rürn- berg 2 Prozent, Gebrüder Körting 1,5 Prozent, Feldmühle 1,5 Prozent und Deutsche Ton» und Eteinzeug 2 Prozent. Deutsche Anleihen waren etwa behauptet. Don Ausländern lagen nur Mexikaner ausgesprochen schwach, da das im Sommer in Reuyork abgeschlossene mexikanische Schuldenabkommen bei der Ratifikation auf Schwierigkeiten zu stoßen scheint. Der Pfandbriesmarkt war vollkommen geschäftslos. Reichsschuldbuchsorderungen weiter still, ober eher bis 0,25 Prozent gebessert. Der Geldmarkt erfuhr zum Medio eine kleine Versteifung. Tngesgeld nannte man mit 4,5 bis 6,5 Prozent; Monatsgcld mit 6 bis 7,5 Prozent; Warenwechsel mit 5,40 Prozent zirka. Im Verlause bröckelten die Kurse zunächst, mit Ausnahme der Kupserwcrte, langsam ab, später konnten auch Otavi und Mansselder ihren Höchst lurs nicht behaupten. Vor allem waren aber solche Werte gedrückt, die früher irgendwie einmal von amerikanischer Seite bevorzugt waren. Auch Deutsche Linoleum büßten nach einer etwas höheren Eröffnung im Verlaufe wieder 2,5 Prozent ein. Fester waren eigentlich nur Spritaktien.
Lchwemcmärtte.
+ Grünberg, 13. Nov. Zum heutigen „Steinen Qallusmarft" waren 441 Ferkel auf- getrieben. Es kosteten sechs Wochen alte Ferkel 20 bis 22 Mark, sechs bis acht Wochen alte 22 bis 28 Mark, acht bis dreizehn Wochen alte 30 bis 35 Mark. Tendenz: sehr gut; es verblieb fein lieber- stand.
-er. Homberg, 12. Noo. Der Auftrieb zum heutigen Schweine markt betrug 87 Ferkel. Es wurden gezahlt für sechs bis acht Wochen alte Ferkel 18 bis 20 Mark, für acht bis zwölf Wochen alte Tiere 20 dis 25 Mark je Stück. Trotz schleppenden Handels verblieb nur geringer Ueberftand.
Amtsgericht Gießen.
Gastwirte sind zuweilen genötigt, lästigen und betrunkenen Gästen gegenüber ausgiebig von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und sie schließlich gewaltsam ins Freie zu setzen. Daß hierbei, wenn es sich um renitente und rabiate Gäste handelt, Vorsicht geboten ist, beweist folgender in einem Rachbarorte vorgekommene Fall, der beinahe einen tragischen Ausgang genommen hätte. Ein Wirt hatte Veranlassung, gegen einen Gast so, wie eingangs angedeutet, zu verfahren. Dieser leistete bis zur Haustüre keinen Widerstand, dann aber setzte er sich plötzlich zur Wehr und b i h den Gastwirt derart in die Hand, daß er infolge eingetretener Komplikationen eine Zeit lang in Lebensgefahr schwebte. Der Angeklagte will schwer betrunken, maßlos erregt und deshalb unzurechnungsfähig gewesen sein. Er berief sich auf § 51 RStGB. und bat um Freisprechung. Die Beweisaufnahme ergab zwar Trunkenheit und starke Erregung, aber nicht in dem Grade, daß dadurch seine freie Willensbestimmung ausgeschlossen war, mag ihm auch nachher jede Erinnerung an den Vorgang geschwunden sein. Immerhin war Milde begründet, und das Gericht erkannte nur auf eine, wenn auch hohe Geldstrafe.
Heber den Begriff „verbotene Einfuhr" von Klauentieren in gesperrte Bezirke auf Grund des Reichsviehseuchengesetzes erging eine Dich- händlerkreise stark berührende Entscheidung. Der Angeklagte kam abends mit seinem Pserdc- gespann, auf dem sich Kleintiere befanden, in seinem gesperrten Wohnort an, um bei Tagesanbruch weiter zu fahren; er spannte aus, besorgte die Pferde, pflegte der Ruhe und fuhr frühmorgens mit seinem Gespann weiter. Mit Rücksicht daraus, daß die einschlägigen Bestimmungen, um jede Umgebung des Gesetzes zu verhindern und jede Seuchengefahr, mag solche im Einzelfall auch gering sein, nach Möglichkeit auszuschließen, streng ausgelegt werden müssen, erblickte das Gericht in dem Verhalten des Angeklagten eine verbotene Einfuhr, auch wenn kein Abladen und Einstellen der Tiere stattgefunden und der Aufenthalt nur einige Stunden gedauert hat. Dem Angeklagten wäre es unbenommen gewesen, zur Unterbrechung des Viehtransportes zuvor behördliche Erlaubnis einzuholen. Er erhielt eine mäßige Geldstrafe.
Kunst und Wissenschaft.
Der Nobelpreis für Chemie fällt an Deutschland.
Stockholm, 13. Roo. (TU. Funkspruch.) Die schwedische Akademie der ZDiffenfdjaflen hat am Donnerstagabend den Jlobelprei» für Che- m i e dem Professor Han» Fischer von der Technischen Hochschule in München zuerteilt. (Er erhielt den Preis für seine Arbeiten über die Konstitution der Blut- und Harnfarbstoffe und für seine Synthese de» Hämin.
Geheimrat Professor Dr. phil. et med. HanS Fischer, Direktor des Organisch-Chemischen Instituts der Technischen Hochschule in München, wurde am 27. Iuli 1831 in Höchst a. M. geboten, studierte in Lausanne, Marburg und München, promovierte zum Dr. phil. in Marburg, zum Dr. med. in München, wo er sich im Jahre 1912 als Privatdozent yabicktierte und im Iahte 1915 zum Extraordinarius ernannt wurde. Im Iahte 1916 wurde Fischer als Ordinarius nach Innsbruck berufen, ging zwK Iahte später in gleicher Eigenschaft nacy Wien und lehrt seit 1921 in München. Fachwissens^astncye Arbeiten veröffentlichte der Gelehrte in den Berichten der Deutschen Chemischen Gesellschast, in Liebigs Annalen und in Hoppe-Seylers Zeitschrift für physiologische Chemie. — Mit der Verleihung deS Preises an Professor Fischer sind nicht weniger als insgesamt 14 chemische Robelpreise an Deutschland getanen, d. h. mehr als die Hälfte aller überhaupt verteilten Robclpreise für Chemie.
Physik-Robelpteis für einen Inder.
Stockholm. 13. Rov. (WTB.) Die Akademie der Wissenschaften hat beschlossen, Sir Chan- drasekhara Denkata Raman in Kalkutta den diesjährigen Robelpreis für Physik zu verleihen für seine Arbeiten über die Difsusion des Lichtes.
Professor Dr. Karl Bücher f.
Leipzig, 13. Noo. (WTB.) Im 84. Lebensjahr st a r b hier am Mittwochabend nach kurzem schweren Leiden der bekannte Staatswissenschaftler Geheimer Hofrat Professor Dr. Karl Bücher, der Gründer des Instituts für Zeitungskunde der Universität Leipzig.
Bücher wurde am 16. Februar 1847 in Kirberg bei Wiesbaden geboren, studierte in Bonn und Göttingen Geschichte, Philologie und Staatswissen- schasten, war anfangs Gymnasiallehrer, gehörte später der Redaktion der „Frankfurter Zeitung" an, habilitierte sich 1881 in München für Nationalökonomie und Statistik, wurde 1882 Ordinarius in Dorpat, 1883 in Basel und 1890 an die Technische Hochschule in Karlsruhe berufen. Seit 1892 war er Professor der Nationalökonomie in Leipzig, Direktor der dortigen vereinigten staatswissenschaftlichen Seminare und Leiter des von ihm begründeten Instituts für Zeitungskunde. Er hat sich auch um den Ausbau der mit der Universität verbundenen Handelshochschule 'große Verdienste erworben, der sein 1910 erschienenes Werk „Der deutsche Kaufmann und die Handelshochschule" gewidmet ist. Von Büchers sonstigen Werken sind hervorzuheben: die grundlegende Untersuchung „Arbeit und Rhythmus", 1896, 6. 21. 1924, „Der deutsche Buchhandel und die Wissenschaft", 3. A. 1904, „Das Zeitungswesen", 1911, und vor allem ein Werk, das Generationen junger Volkswirte beeinflußt hat: „Die Entstehung der Volkswirtschaft, 1893, 16. A., 1922. Während des Krieges und später gab der Gelehrte durch weitere Schriften über die Presse zu lebhaften Erörterungen Anlaß. Diese sind: „Unsere Sache und die Tagespresse", 1915, „Die deutsche Tagespresse und die Kritik", 1917, „Zur Frage der Preßreform", 1922 und „Gesammelte Aufsätze zur Zeitungskunde", 1925. 1919 gab er seine Lebenserinnerungen heraus. Bücher war auch Herausgeber der Zeitschrift für die gesamten Staatswisfenschaften. Der Gelehrte war Dr. jur. h. c. der Universität Gießen.
Letzte Nachrichten.
Do X nach Bordeaux gestartet.
London, 14. Roo. (WTB. Drahtmeldung.) Das Flugschiff Do X ist um 12.45 Uhr (MEZ.) gestartet. An der englischen Küste herrschen nur schwache winde. Die Sicht über den Kanal ist bis zu 18 Kilometer gut.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Relchsbankdiskont 5 o H., Lombardzinsfuß 6 o.H.
Frankfurt a. Ul.
Berlin
Frankfurt a. M.
Berlin
Frankfurt o. Ul
Berlin
Banknoten.
Schluß- kurs
1-Uhr- Kurs
Schluß-. Anfa^g- hm Kurs
Schluß«! i-ilhr- tur« 1 flurt
Schluß-. Anfang» tur« | flur«
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Schluß-! Anfangkur« | Kur«
Berlin, 13. November ®tlb Bries
Amerikanische Roten ..... 4,188 4,208
»cloHdie Roten ....... 58.28 58,52
Dänische Roten ....... 111,87 112,31
Englische Roten ........ 20,34 20.42
13 >1. 14. 11
Datum
13 11
14 11
13 11 14 11
Datum
Datum
13 11 1 14 II
6% Deutsche Reichsanleihe von 1927 .........
7% Deutsche RelchSanlelhe von 1929 .........
Deutsche AnI.-AblSI.-Schuld mit
Auslos.-Ncchteii ■ • •
DeSgl. ohne SIuölos.-Rechte . . 8% Hess. Bolkösiaat von 1929 (rüdiablb. 102%)......
Lbethesscn Provinz - Anleihe mH BuSIoi.-Rechten.....
Deutsckse flamm. Smnmelabl.
Anleihe Serie 1 ....
8% Franks. Hnv.-Bank Goldpse XIII unffmbbat die 1931
7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1933
<y2% Rheinische Hvv.-Bank
Ltau. Gotvpse. - - - -
8% Pr. Landesplan^briefanltalt.
Psandbrieie R. 1 9 - •
6% Pr Lanvesp'an.brtefanttalt, Romm..£bl. 91.20. . . •
7% Pr. Landeev' an vbriesanuau, Psandbrieie R 81 - - - •
A.E.G abg. Bor.rtegS. Obligatio- nen, rüthablbar 1932 ■ • • •
4% OeNerretchische Goldrente . - 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Oesterreichische Einheitliche
4% Ungarische Koldrente - - - 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% desgl. van 1913
4% Ungarische Kronenrente . . 4% Türkische Zollanleibe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Arü.
Serie 1.....
4% desgl. Serie 11.......
6% Rumänische vereinh. Rente von 1903 ...
Rumänische vereinh. Rente von 1913 ..........
4% Rumänische vereinh. »arte -
86,5
98,5
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97
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6,8
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Hamburg-Amerika ’feafet ... 7 Hamburg Südam. Dampfschiff. 8 Hama Tamvischifs.....10
Norddeutscher Lloyd.....8
Allgemeine TeutscheCreditanst. 10 Barmer Bankverein ... 10
Berliner Handel-gesellschaft . 12 Commerz- und Prtvat-Bank. 11 Darmstadter und Nationalbank 12 Deutsche Bank und
DiLconto-Gesellschast, ... 10
Dresdner Bank ...... 10 Retchsbant..... 12
fl.tf.®............b
Bergmann.........9
Llektr. LieserungSgelellschaft. 10
Licht und fltajt......10
Felten & Guilleaume ... 7)4 Gesellschaft für Elektrisch«
Unternehmungen .... 10
Hamburger ElektrizitätS-Derke 10 Rheinische Elektrizität .... 9 Schlesische Elektrizität. ... 10 Schütten & do.......u
Siemens & Halske ..... 16 Traneradio ........ 6 Vahmeoer &<Eo.. ..... 1<
Buderur..... .... 6
Deutsche ErdSI . ...... 6
Eilcner Steinkohle ...... 8 Gelsenkirchener ....... 8
Hocich Eisen. ..•••••8% Iise Bergbau ...... 10 fllödncnwrle ........ 7 Söln-Rcuessen ...... 7 Mannesmann.Röhren .... 7 Mansselder Bergbau . .... 7 Cberf(t}le|. Eisenbedarf .... 5 Oberschlcs. Kokswerke.....7
Pböntx Bergbau .... 6¥i Rbeiniiche Braunkohlen . . 10 Rheinstahl ...... 6
Riebeck Stowte ...... 7,2
72,5
72,65
100.5
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113
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159 1 59,75
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97 ] 97
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128,9 129
113 1 112
149,5 149,5
109,13 109
110 109.5
226,5 225,5
113,65 113.6
- 131
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120,75 121,5
95 95
117,5 118.5
108,75 i 108,5
113,5 —
131,25 130.9
176 177.25
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53,13 1 53
66,25 66
87,9 87,5
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74,9 . 75,5
69,75 i 69,5
81 ; 81,75
70 70,13
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66.5 । 66
161 160,5
77,2 5 76-6
Bereinigte Stahlwerke.....
Otavi Minen......16'/,
Kaliwerke Aschersleben ... io
Kaliwerke tieftcreneln ...
Kaliwerke Salzdetfurth ... 15
fj. ®. Farben Industrie ... 12
Tvnamit Nobel.......6
Schetdeanstalt........ 9
Goldschmidt ........ 6
Rütgerswecke..... 6
Metallgelellichaft. ...... 6
PhiltVV Holzmann......7
Zementwerk Heidelberg . . 10
Cementwerk Karlstadt. ... 10
Bacü & Frey tag .....8
Schulthets Payenhoser ... 15 Cftroede.........12
Sku...........18
Bemberg..... U
Zellstoff Waldhos .... 12'/, Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Ebarlottenburger Sofia ... 8 Teliauer ®aä . ..... S
Daimler Motoren . ..... 0 Deutsche Linoleum ......
Maschinenbau A.-Ä. ..... 0 Rat. Automobil ...... O Lrenstein & Koppel ..... 6
Svenska .......
Frankfurter Malchin« .... 4
Sriyner....... 6
Heoilgensiaedt ....... O
Fungbans.........6
Lechwcrke..........8
Mainkrastwerke Höchst a. SR.. . 8
Mtag 10
Gebr. Roeder . ...... 10 ^oigt S Haesfner ...... 9 Lud deutsche Zucker .... 10
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191
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133,75
44,5
48.5
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68,5 69,5
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Amiiich, »o ierung Seid j Jtr:f
16,443 16,503
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4,204 3,353
20,925
168,68 1,444 58,45
112,12 112,12
112.46 10,551
21,94 20,362 4,1925
16,94 81,23 48,50
2,081 0,414
59,035 12,432
7.418 73,355
3,037 18,80
81,40 1,784
5,435 4,196 3,327
20,885
168,95 1,448 59,57
112,34
112,34
112,78
10,571
21.98
20,402
4,2005 16,98 81,39 48,60 2,085 0,416
59,155
12,452
7,432
73,495 3.043 18,84
81,56 1,789 5,445
4,204
3,333
20,925


