DerDerkehrsvereinGießenimMrely2y
Amtsgericht Gießen
NURMANO
PRIVÄ
Vorstandsmitglieder vertreten.
Ein großer Erfolg war im letzten Jahre ku verzeichnen durch Einzclinserate sowohl, wie durch vom Städtischen Verkehrsamt zur Durchführung gebrachten Kolke k t iv an zeigen in Gemeinschaft mit dem Verkehrsbund Oberhefsen und dem Derkehrsverband für d.e
Köln sowohl, wie Gießen—Fulda wurde immer wieder angestrebt, ohne daß sich die Dahn bis jetzt hierzu bereitfinden konnte. Auch der Ausgabe von Sonntags- und Gabelkarten wurde erhöhte Aufmerksamkeit zugewandt. Große Muhe hat die Verlegung der Sperren in der Bahnhofs- vorhalle gekostet. Wegen der Beleuchtung des Bahnhofsvorplatzes und auch wegen der Abort- Verhältnisse im Bahnhof waren mündliche und schriftliche Verhandlungen erforderlich.
Mit der P o st wurde wiederholt verhandelt wegen der Ausgabe von Massensendungen im Posthof zur Vermeidung von Llnglücksfallen in der Bahnhofstraße, ferner auch wegen der Post- zustellung und der Autolinien.
Mit der Polizeiverwaltung wurden die verschiedensten Derkehrsfragen, die die innere Stadt bctresfen, und andere Gegenstände besprochen und geregelt.
Der Stadtverwaltung wurden mannigfache Wünsche des Vereins und der Einwohnerschaft unterbreitet, die fast durchweg Verständnis und Berücksichtigung fanden. ..
Mit den kaufmännischen Verbanden die durch bevollmächtigte Herren im Vorstand und Ausschuß des Vcrlehrsvereins vertreten sind, wurde über die Abhaltung von Verkehrstagcn und die Offenhaltnng von Läden an Sonntagen usw. verhandelt.
Der Verkehrsbund Oberhessen hat den Derkehrsverein in weitgehendstem Maße bei den verschiedensten Fragen, insbesondere bei den Eisenbahnsragen. unterstützt, wie überhaupt alle genannten Stellen den Anträgen des Vcrkehrs- vcreins volles Verständnis cntgegengebracht haben und fast immer den vorgebrachten Wünschen nachgekommen sind.
Der Derkehrsverein Hot sich im abgelaufenen Jahre auch in besonderem Maße für die Erhaltung und den Ausbau der Autolinien eingesetzt. Es ist mit großer Genugtuung festzustellen, daß die Linie Birklar-Gießen. die längere Zeit stillag. durch die Kraftverkchrsgesellschast Hessen erneut betrieben wird. Ebenso wird die Linie Gießen—Wißmar—Launsbach ab 1. April durch die Post betrieben.
Für die Erhaltung und den weiteren Ausbau der Viehmärkte hat sich der Verkehrsverein in besonderem Maße bemüht und er hat seiner- zeit auch erreicht, daß ein Antrag der Viehhändler, den Gießener Markt längere Zeit zu meiden, nicht zur Durchführung gekommen ist.
Um auch im Winter den Botanischen Garten längere Zeit für den Besuch osfen zu halten, wurde ein entsprechender Antrag cm- gereicht, dem teilweise entsprochen würde.
Bei der Au t o m o b i l g e l ä n d e f ah r t zur Feststellung der Fehler, die von den einzelnen Fahrzeugen. Radfahrern usw. begangen werden die alljährlich vom Oberhessischen Automobilclub veranstaltet wird, war der Verein durch cm
In dem Geschäftsbericht des Der- kehrsvereins Gießen über das Iahr 1 929, der — wie wir schon kurz berichteten — in der Generalversammlung des Vereins erstattet wurde, wird u. a. mitgeteilt:
Der Derkehrsverein kann auf ein arbeitsreiches, aber auch erfolgreiches Iahr zurückblicken.
Wenn die Allgemeinheit auch nicht durch größere Veranstaltungen auf die Tätigkeit des Ve^ eins aufmerksam gemacht wurde, so dürfte doch der Geschäftsbericht ein ungefähres Bild davon geben in welch intensiver Weise um den Fremdenverkehr, der sich hrüte zu einer richtigen Fremdenindustrie ausgewirkt hat, geworben wird. Ferner wurden Mißstände irn Verkehrswesen und solche innerhalb der Stadt selbst durch Verhandlungen mit den in Frage kommenden Behörden abgestellt bzw. Verbesserungen her- beigeführt.
Cs fanden im Geschäftsjahr 1929 eine Mitglieds Versammlung, sechs Ausschuß« und sechs Vorstandssiyungen statt. Ferner wurde eine gemeinsame Sitzung des Ausschusses mit der Sel- tersweg-Vcreinigung abgehalten, in der über die Einstellung oder die Beibehaltung der Straßenbahn im Eeltersweg beraten und beschlossen wurde, es bei der jetzigen Regelung zu belassen. Tägliche Besprechungen verlangten di evielscitigen laufenden Aufgaben. Der Schriftverkehr mit Behörden und Privaten ist ft ar t gestiegen, insbesondere verursachten die Dulfeitigen laufenden Aufgaben. Der kunft, Wohnungsverhältnisse. Sommerfrischen, Universitätsfragen usw. eine Menge Arbeit.
Der Verein war auch im Iahre 1929 durch Mitglieder des Vorstandes bei den verschiedensten Vereinigungen, in Ausschüssen zur Vorbereitung von Festen, bei Fahrplanbesprechungcn und in einer großen Reihe anderer Sitzungen vertreten.
Leider ist bei manchen unmittelbaren Interessenten das ausreichende Verständnis für die Arbeit des Verkehrsvereins zu vermissen.
Es müßten nicht nur sämtliche Geschäftsleute, sondern auch Private und vereine, die direkt oder indirekt oder durch Inanspruchnahme der Auskunststclle Nutzen durch den Fremdenzuzug haben, unbedingt dem Derkehrsverein angehd- ren, damit dieser in die Lage verseht wird, erfolgreich noch mehr als seither arbeiten ,u können.
• Gießen. 2. Mai. Den größeren Teil der heutigen Sitzung nahm eine Verhandlung wegen schwerer Beleidigung eines Polizeibeamten in bezug auf seinen Beruf cm. - i ,
in einer Woche verkündet werten. Sb^alls Hantelri wegen Deamtenbelcidigung hatte sich ein Schuld- me pr0Dcnxn)e vunuyiuiin
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wollte, mit einer schamlosen Reden^rt empsan SjgL S5 a 11 D o n FD - 3 ü g c n in Gie- S Qluto; sL-lLrk- brL « "u! i£n I »en zu er&atkn. Schnelld°-bindm>g Si°h°n-
sehen. Man bo' i, wie schon kurz de lose Zusammen' der Jnstallaiions- geschäfte und des liehen in eine Ar- igung Tiehen, um- Motion betreiben m sich der Gas- Dorstand wurden res, Schristwort: Jung, Beisitzer: । Jng. Stecken- jnb Verhandlungen •t die Gas-Lereini- fßublifum, insbt’ gemein/ame Leo isgeräre jU iW- zen auf dem Lau- M Derbearbeii md will hierdurch i und Tal zur Setze Gasobnehmern zu Veranstaltungen soll
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Wir bitten daher, daß jeder dazu beitragt den Derkehrsverein durch Werben von Mitgliedern zu stärken. Der Iahresteitrag belauft sich aus nur 6 Mark. ,
Mit der R c i ch s b a h n d i r e k t i o n F r a n k- furt a. M. und auch mit anderen Reichsbahndirektionen, dem R e i ch s b a h n b c t r i e b s a m t nniiKiocamtvii m i und dem Bahnhof G i e ß c n wurde über die Das^ Urteil wird verschiedensten Fragen des Reiseverkehrs ver- ----1 Hinsichtlich der Fahrplanverbesserung wurden Erfolge erzielt, so erst letzt wieder die probeweise Einführung einer Spat-
WSR. Friedberg, 12. Mai. Gestern fand im Hotel »Deutsches Haus" der 3. Ober hessische Kolonnenführer- und Aerztc- tag der FreiwiNigen San11atsko - lonnen vom Roten Kreuz in Oberhessen statt. Die Tagung wurde von Sani- tätsrat Dr. H a h n (Dad-Rauheim) eröffnet. Don den Ehrengästen hieß er insbesondere Geheunrat v. Hahn (Darmstadt) willkommen. Kolvnnenarzt Dr. Rau (Butzbach) sprach dann über: das Thema: „Erste Hilfeleistung bei Unglueksfallen durch die elektrischen Hochspannungen. Ern weiterer Dortrag des Kolonnenfuhrers Kratz (Gie- hen) beschäftigte sich mit dem Thema: Die not. wendigen Rettungsapparate für die Freiwillige Sanitätskolonne." Geheimrat v.Hahn (Darm- stadt) versicherte, daß der Landesverband die Sanitütslolonneii durch die Beschaffung neuer Rettungsgeräte tatkräftig unterstützen werde. Er beschäftigte sich in längeren Ausführungen mit der bis jetzt geleisteten Arbeit im Straheichilfs- dienst. Oberarzt Dr. Goebel (Friedberg) sprach über die Anseiltechnik. Die Versammlung beschloß alsdann, als Ort für die Uebungen der Sanitätskolonnen im nördlichen Oberhefsen Grünberg auszuersehen. Schotten wurde als Tagungsort für die Kolonnenfuhrer- und Aerztetagung im nächsten Iahre bestimmt^ Am Rachmittag fand eine große Ueburig der Friedberger Sanitätskolonne in der Aufbauschule statt, welche die Schlagfertigkeit der Friedberger Sanitätskolonne bewies.
Lahn. Auch ein Preisausschreiben Halle guten Erfolg. Den Stiftern von Wvchenendpvetsen sei hiermit nochmals gedankt.
An die in Gießen im abgelaufenen Iahre ab* gehaltenen Tagungen murten Führer vnd Stadtpläne teilweise kostenlos überlassen, wodurch eben* salls ein Bekanntwerden Gießens im Reiche und Auslande erreicht wurde. In einer Reihe von Fällen wurde auch die gesamte U n t c r t u nfts- beschaffung für die Teilnehmer an Tagung?n und ganzer Reisegesellfchasten, die Gießen auf ihren Reifen berührten, übernommen und durchgeführt. Während der GenofsenfchaftStagung der Landwirte im Dezember 1929 wurde eine besondere Auskunftsstelle in der Universität errichtet. Im Dezember wurden an verschiedenen Punkten der Stadt Christ bäume mit elektrischer Beleuchtung aufgestellt und Platzkonzerte ab* Gehalten, die sehr beachtet wurden und nachweis* ich viele Leute aus der Umgegend hierhergef^rt und veranlaßt haben, ihre Kaufe in Gießen vorzunehmen.
Die Auskunstsstellc am Seltcrstor erfreut sich wachsender Inanspruchnahme.
Der Kartenvorverkaus für eine Reihe hiesiger und auswärtiger Veranstaltungen brachte dem Verkehrsverein eine kleine Einnahme^ Dao Anfordern von Prospekten und Führern, Stadt* plänen, Gaststättenverzeichnissen, die Einsichtnahme in das Rcichsadrehbuch sowie in die vorhandenen Adreßbücher einer großen Reihe Städte, die Erledigung von Fahrplansragen usw. ergibt immer mehr die Rotwendigkeit und das Bedürfnis, daß diese Stelle vorhanden fern und
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^e^D « utschc Verband Kaufrnän- nischcrDereine. Sih Frankfurt a. M., dem auch der Kaufm. Verein Gießen angeschlossen ist, hält seine Iahrestagung vorn 31. Mat bis 2. Iuni in Detmold ab. In der geschlossenen Ärbeitssihung werden aktuelle Fragen der Sozial- und Wirtschaftspolitik beraten. Für die öffentliche Tagung ist ein Vortrag von Professor Dr Franz Schnabel (Karlsruhe) über die Kultur- und Wirtschaftskrisis der Gegenwart vorgesehen.
Ferdinand Damm, Friedberg t
Friedberg, 12. Mui. (WEN.) Der langjährige Direktor des Mathildenstlstes FerdinandDarnm ist om Samstag einem längeren Leiden erlegen. Der Dahingeschiedene entfaltete auch auf dem Gebiete des Feuerlöschwesens eine segensreiche Tätigkeit. Er war lange Jahre Kommandant der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr und gleichzeitig Vorsitzender des Landesverbandes der hessischen Feuerwehren.
SanilätskolonnenTagunginFriedberg
u frische Milch. OOS ist die Nohrcnq für Dein Kind wenn Du nicht selbst stillen Kannst Die für eme Mahlzeit benötigte Menqe .KufeKe' kostet für em Kmd bis zum 6- Monat nur
Verbündeten von dem Kampf gegen die deutsche Darbarei. Von Abrüstung ist in den Vereinigten Staaten keine Rede. Bei der Eornell-Universiw (Ithaka — Staat Rcuyork) besteht eine .Training-Hall", in der jeder Student aus Staatskosten zum Reserveoffizier ausgebildet wird. — Amerika (USA ), das auf dem Wege ist, sich eme eigene amerikanische Kultur ,-u schaden, besitzt 390 Universitäten. Die medt-mische Wissenschast soll besonders hochstehend fern. Das Deutschtum ift leider im Rückgang begriffen. Während vor bem Kriege im Unterrichtswesen die deutsche Sprache an zweiter Stelle stand, kommt sic letzt erst a? sechster Stelle Die Ankunft der Dre- men" und des .Zeppelrn" habe, große Begetste- rung entfacht, da der Amerikaner für iede Leistung aus sportlichem Gebiet em brennendes Interesse haoe. Im übrigen sei die Gesinnung der Amerikaner gegen Deutschland durchaus nicht immer sreundschastlich zu nennen In der Aus- spräche gab die Rcdnerm bereitwillig auf eme Reihe von Fragen Auskunft und vermochte cs auf diese Weise, dank ihrer reichen Ersah- rung den Anwesenden ein gutes Bild von dem? Eharakter und Leben des Amerikaners zu geben.
- D-e r Marineverein Gießen bittet uns um die Aufnahme folgenkxr Zeilen: In letz, ter Woche ist durch die Presse eme Mitteilung gegangen, daß man Waffen usw. bei dem Ma- rinesportklub in Berlin gefunden hat. Wir erklären hierzu, daß der Bund Deutscher Marine- vereine mit seinen Iugendbestrebungen, dem auch der hiesige Marineverein angehort, nichts mit dem Marincsportklub zu tun hat. _ -
" Eine S o n d e r z u g r e i se von Westsalen über Hessen, den Bodensee, Tirol bis Venedig (Lido) die vom 29. Mai bis 13. Ium dauern soll, wird von dem Siemer-Reisebureau in unserem heutigen Anzeigenteil angekündigt. Kartenl^stel- lungen für diese Reise können auch bei Gießener Reisebureaus vorgenommen werden. Rayercs m
erhalten bleiben muß. - .,
Auch für das neue Iahr ist bereits eme Reihe von Veranstaltungen vorgesehen. Ein mit dem Zirkus Sarrasani für das erste Halbjahr vereinbartes Gastspiel mußte leider wegen seiner Aus* landreisc verschoben werden. Am 29. Mai wird I o h a n n Strauß wieder ein einmaliges Gastspiel in der Volkshalle geben. Derartige Veranstaltungen. sowie Veranstaltungen jeder Art von Vereinen bringen immer eine Menge Fremde in die Stadt. Wenn auch in den meisten Fällen in erster Linie nur eitrige Geschäftszweige direkten Ruhen von dem Fremdenzuzug haben, so ist es dow zweifellos, daß sich dieser Ruhen t n - direkt aus alle übrigen Einwohner der Stadt auswirkt.
Es sei darum an dieser Stelle an alle Dereine, Vertreter von Gesellschaften, Klubs usw. die BUle ausgesprochen, immer und überall aus Tagungen usw. dasür einzulreten, daß geplante Veranstaltungen nach Gießen gebracht werden.
' Zur Zeit sind mir mit der Herausgabe eines neuen großen und kleinen Führers beschäftigt. Diese Druckiochen werden sofort nach ihrer Fertigstellung an Hunderte von Stellen im Reiche, an Konsulate und sonstige Stellen im Auslände, an Schiffahrtsgesellschaften versandt, wodurch zweifellos ebenfalls eine Belebung des Fremdenzuwachses für unsere Stadt erreicht wird.
Ob und in welcher Weife unsere Bemühungen um die .Hebung de s Fremdenverkehrs von Erfolg gekrönt waren, dursten folgende Zah- len über die Besuchs- und Uebcrnach- tungsziffern beweisen:
In der Zeit vorn 1. Oktober lf,27 bis 30. September 1928 waren in Gießen 35 304 Fremde anwesend mit 49 682 Uebernachtungen. In der Zeit vorn 1. Oktober 1928 bis 30. September 1929 waren es in Gießen 37 499 Fremde mit 55 692 Uebernachtungen. Es ergibt sich hiernach ein Mehr an Fremden von 2195 und 6010 Uebernachtungen.
Rechnet man für die einzelnen Uebernachtungen nur den Betrag von 4 Mark mit Frühstück, so ergibt sich ein Betrag von rund 225 000 Mk., ganz abgesehen davon, daß ein Teil dieser Fremden kleinere und größere Einkäufe hier getätigt hat.
Ein.Teil dieses Erfolges nimmt der Verkehrsverein , für feine Werbetätigkeit in Anspruch. Ohne großzügige und kostspielige Festspiele wurde dieses Ergebnis erreicht. Es durfte auch noch zu bemerken jein, daß in der gleichen Zeit die Zahl der Ausländer von 590 auf 885, mithin um 295 gestiegen U. , , ... ...
Wie aus diesen Ausführungen zu ersehen ist, gibt sich der Vorstand alle Mühe, um aus der jetzt auf- blühenden Fremdenindustrie herauszuholen, was sich irgend ermöglichen laßt. Obwohl uns im Gegensatz zu anderen Städten nur geringe Mittel zur Verfügung stehen, werden wir doch, wie ans Zeitungsmeldungen zu ersehen ift, um unsere planmäßige Organisation beneidet. Um auch weiterhin erfolgreich wirken zu können, ist cs unbedingte Pflicht eines jeden, Mitglieder für den Verkehrsoerein zu werben und vor allen Dingen die bis jetzt noch abseits stehenden Geschäftsleute für den Derkehrsverein zu gewinnen.
Fußbelag desselben an. Der Angeklagte nahm diesen heraus und bot ihn dem Beamten an, da er ja doch gepsändet sei. Daraushin befestigte dieser die Siegelmarke an der Außenseite des Wagens. Dort riß sie der Angeklagte ab und warf sie in den Hof. Vorschriftsmäßig händigte ihm der Dollzugsbeamte bann eine Abschrift des •aufgenommenen Pfandprotokolls ein. Er fanb sie später in seinem Briefkasten. Seine Llnterschraft war von der Hand des Angeklagten mit Zusätzen versehen, von denen der eine „6. Majestät" Iamtete. Der Angeklagte wollte damit offensichtlich zum Ausdruck bringen, daß seiner Ansicht nacy oas Auftreten des Beamten im amtlichen Verkehr mit dem Publikum nicht einwandfrei sei. Der Zusatz ist in dem fraglichen Zusammenhang, zumal es sich um ein amtliches Schriststück handelte, fraglos beleidigend, und der Angeklagte erhielt wegen Beleidigung in zwei Fällen und wegen Siegelbruchs eine Geldstrafe v o n insgesamt 75 Mark. Ie einen Tag Gefängnis für je 5 Mark hat er zu verbüßen, sobald die Geldstrafe uneinbringlich ist.
Das hintere Zeichen eines Autos war infolge mangelhafter Beleuchtung nicht mehr erkennbar. Der Polizeibeamte, der deshalb Anzeige erhob, erkannte es nur deshalb, weil das Auto gerade innerhalb des Lichtkegels einer elektrischen Stra- ßenlompe fuhr. Mit seiner Behauptung, das Licht habe unterwegs versagt, vermochte der Angeklagte nicht durchzudringen, denn er war nach Ansicht des Gerichts verpflichtet, dasselbe von Zeit zu Zeit während der Fahrt auf seine Lichtstärke zu kontrollieren, insbesondere, wenn er in eine Stadt einfuhr. Der Angeklagte, ein auswärtiger Wagenführer, hatte dies unterlassen, und die Versäumnis trug ihm eine mäßige Geldstrafe ein.
Megen mangelhafter Führung seiner Kontrvll- büchcr erhielt ein auswärtiger Schweinehändler eine Geldstrafe von a ch t Mark Auch er berief sich daraus, zur Zeit der Fälligkeit ter Einträge sei er verreist gewesen, eine Derieidi- gung. die immer und immer in derartigen Fallen wiederkehrt. Sie hatte auch hier keinen Erfolg, mag er auch die Eintragungen einem Hausgenossen überlassen haben, so behielt er doch die Verantwortung.__
Turnen, Sport und Spiel.
Fünfte Etappe
der „Oeutschland'^undsahrt".
Meße (Dortmund) Etappensieger. — Tieh (Berlin) führt Im Gesamtergebnis.
Die fünfte Etappe der „Deutschland^Rundfahrl ührte am Dienstag über 285 km von Schwein- u r t nach München. Die Strecke war teilweise ehr schwer und die Straßen fast ausnahmslos in chr schlechtem Zustande. Diesem Umstande ist es auch zuzuschreiben, daß die Fahrer kein allzu großes Tempo fuhren und daß das Ziel von einer 32 Mann starken Spitzengruppe erreicht wurde. 3m Endspurt entschied hier Metze (Dortmund) das '.Hennen in 10:14,25 Stunden mit einer halben Radlänge Vorsprung vor Stöpel (Berlin) für sich. Tietz (Berlin), Rernold (Schweinfurt), Siegel (Breslau) und Sieronski (Berlin) belegten die nächsten Plätze. 3m Gesamtergebnis führt Tietz (Berlin) mit 43:42,07 Stunden vor Stöpel (Berlin), 43:44,26, und Sieronski (Berlin), 43:50,54 Stunden. Rach einem Tage der Ruhe starten die Fahrer am Donnerstag zur sechsten Etappe, die von München nach Stuttgart führt.


