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Wirtschaft
Banknoten.
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Derteidigung ta i Ienneivein fcx f, toutbe zu Protodll röärfe, von ftfrüflen mstädtrr LHuhvoli^ ,c \m
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der Derla^ teilte der Aorßhnt, klagten Äosfi^ lühlungefag, envkriiehmung.
2 April. Der Zeuo, htvld gab AM. uiger Angeklagter te ibol& fDarmstv-ti Darmstädter Jereit- M Schreckschüsse ab- ^ryen zu vermeiden, •t wahren Steinfcckxm lummchr Einzelfeuer >iet, die darauf zurück« :ch dir Lchüffe aut da i am Drin erhalten ein Tefchäft am ÜHrt in der Defchäftsloelt 8t nt der Polizei!", .Nut- isfe bei der HMahtt auf dem Markt wollte
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habe. Als Die Situation bedrohlich wurde, habe er
ländische 8,25 bii 10,50, dänische 8.50 bis 10,50, belgische 8.30 bi- 8,Z0, Schlesier 7,50 biS 7.75, bayerisch« 7,50 biS 7,75, norddeutsche 8 bis 8,25.
Frankfurter Schlachtviehma.kt.
Franks urt <l *2H., 14. April. Auftrieb: 6555 Schweine. SS notierten: Fettschweine über 300 Pfd. Lebendgewicht 64 bis 66, vollfleischige von zirka 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 66 bis 68, von zirka 200 bis 240 Pfd. 67 bis 69, von zirka 160 bis 200 Pfd. 67 biS 69, fleischige von zirka 120 bis 160 Psd. 64 bis 66. — Marktverlauf: Anfang- rege, zum Schluß, stark ab* flauend, Lleberstand.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a.M., 14. April. Am Produkten* markt war das Geschäft heute sehr ruhig. Auch in Anbetracht des jüdischen Feiertages übten die Händler große Zurückhaltung. Das Angebot von Auslandware war gering, doch blieben tne Preise allgemein gut behauptet. Weizen zog eher noch etwas an. dagegen war Roggen geringerer Qualität leicht gedrückt. Die Preis« verstehen sich für Getreide pro Tonne, für di« übrigen Waren pro Doppelzentner. ES wurden notiert: Weizen (Hessen und Provinz Hcssen* Rassau) Hektolitcrgewicht 76 Kilogramm 287,50 Mark, Roggen (Hessen, Provinz Hessen-Rassau und Llntersranken) Hektolitergewicht von 70 Kilogramm 185 bis 190. Weizenmehl, süddeutsche- Epezial 0, 41,75 bis 42,50, Roggenmehl 27,25 bis 28,50, Weizenkleie 9,25 bis 9,50, Roggenkleie 10 biS 10,25, Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke, 36 bis 85. Linsen, je nach Qualität! für Epeisezwecke, 38 bis 80. Heu, süddeutsches, gut. gesund, trocken, 8,75, Weizen- und Roggenstroh. drahtgeprcßt, 5 bis 5,25, Weizen- und Roggenstroh, gebündelt, 5 bis 5.25. Treber, getrocknet, 12,75 bis 13 Mk. — Tendenz: ruhig.
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'J?oibbeuti<6ei Lloyd . . . . allgemeine 2euticbe6reMtanfL ©armer Bankverein Berliner Handelsgesellschaft Sommert- und Brioat-Bank Tarmftäbter und 9?ationalbant leurirfre Bank und
£tsconto-0e|eUid;aft,. . Dresdner Bank......
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Köln-Reuessen ...••• Mannesrnann-Röbren ... Pianefelber Bergbau .... Lberickles. Cifenbebarf . • ■ Cberlcblej. Sokswerle . • . Pbdnir Bergbau . . • ' Rbeinijche Brmmkohlen • . Kbelnßahl .......
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Müller von seinem erhöhten Standpunkt herunter- gcholt. Als der Verteidiger Steinschneider (Frankfurt) PolizeHirektor Klapproth fragt, ob er Oskar Müller allein heruntergeholt habe, fühlt sich Klapproth verletzt und ruft: „Muten Sie mir
.vranffun a. 2JI. | Berlin
Letzte Nachrichten.
Oie heutigen Abstimmungen im Reichstage.
Die ersten Entscheidungen.
Berlin, 14. April. (VDZ. Funkfpruch.) Zum Gesetz über Zolländerungen, das die 2Hi- ner alölzölle und das Agrarprogramm enthält, werden zunächst verschiedene sozialdemokratische und kommunistische Abänderungs- anträgeabgelehnt. Die Mineralölzölle und die ersten Artikel des Agrarprogramms werden in einfacher Abstimmung gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Kommunisten, der Nationalsozialisten und bei einigen Artikeln gegen einen Teil der Deutschnationalen angenommen, darunter auch die sog. 3 u n c (l m - Bestimmung, wonach die Agrarvorlage nur in Kraft treten kann, wenn auch sämtliche Deckungsoorlagen angenommen sind. Dieser Abstimmung, die auch im Reichstage von den Abgeordneten kaum beachtet wurde, kam keine entscheidende Bedeutung zu. Die Entscheidung liegt erst indernamentlichen Schlußabstimmung.
(Das Ergebnis der namentlichen Schlußabstim- mung lag bis Redaktionsschluß noch nicht vor. — D. Red.)
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Zellstoff Daldbos .... Zellstoff Aschaffenburg . . Charlottenburger Waller . Dessauer GaS......
Daimler Motoren . • • Teutickte Linoleum . . • Maschinenbau 9L-®. . • • 9?at automobil . • • • Crenfteln & Koppel • • • Leonbarb Tietz . . • • • SvenSka . . . • •
frankfurter Mafchme» . .
Paddelbootunglück auf dem Main.
Ein Polizeiwachtmeisker ertrunken. — Sein Gefährt« gerettet.
WSR. Frankfurt a. M., 12. April. Heut« nachmittag gegen 16 Llhr kenterte auf dem Main in der Rähe des Bootshauses „Friede^ ein mit zwei jungen Polizisten besetztes Paddelboot. Die beiden Insassen fielen inS Wasser. Während es dem einen gelang, daS Llfer schwimmend zu erreichen, um Hilfe herbei- zuholen, hielt sich der andere, der 28 Jahre alte Polizeiwachtmeistcr Rolf Llhlenhaut. am Doot fest. Er erlitt jedoch nach kurzer Zeit einen Herzschlag und versank in den Fluten. Seine Leiche konnte nach kurzer Zeit gerettet werden: Wiederbelebungsversuche waren jedoch erfolglos. Wie wir dazu noch erfahren, handelt es sich bei dem auf so tragische Weise umS Leben gekommenen Polizeiwachtmeister um den einzigen Sohn des Regierungsrats LI h l e n - haut. Der junge Mann wollte die Polizeioffizierslaufbahn einschlagen. Er stand kurz vor seiner Desörderung zum Oberwachtmeister.
zusammengebracht habe. Die Anordnung zum Einschreiten auf dem Marktplatz habe Hauptmann Iennewein selbständig gegeben. Eine Möglich- feit, den Marktplatz abzusperren, sei damals nicht mehr vorhanden gewesen Der Zeuge will in der Nahe des Marktes beim Einsetzen der Darmstädter Schutzpolizei viele Schüße gehört haben, hält es aber auch für möglich daß es Schreckschüße waren. Er erklärte ferner, daß er die zum Widerstund aufreizenden Rufe des Abg. Müller selbst gehört
ratSwahIen wurde zum Geschäftsgang auSge- führt, daß die weitere Entwickelung im laufenden Jahre nicht unbefriedigend fei. Insbesondere sei im Effektengeschäft durch die De- festigung des Marktes der festverzinslüchen Werte eine erfreuliche Besserung zu verzeichnen. Lln- befriedigend sei dagegen die Lage am Aktienmärkte. Man könne nur hoffen, daß durch eine allgemeine innere Konsolidierung das Der- trauen des Kapitalisten zu diesem Markte wieder gefestigt werde.
e Philipp Holzmann A.-G., Frankfurt o. M. — Dividendenerhöhung. Die in der Aufsichtsrotssitzung vorgclegte Bilanz für das Geschäftsjahr 1929 weist nach 1 645 733 (i. 33. 1410 813) Mark Abschreibungen einen Reingewinn von 1 907 630 (1 679 668) Mark aus. Der auf den 5. Mai einzuberufenden Generalversammlung soll vorgeschlagen werden, auf die dividendenberechtigten Stammaktien 8 (i. D. 7) v. H. Dividende zu verteilen, wahrend die Vorzugsaktien entsprechend den Satzungen 6 o. H. Dividende erhalten. Das laufende Geschäftsjahr hat sich bis jetzt auf Grund alter Aufträge befriedigend entwickelt.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 14. April. Tendenz freundlich. 3m Bormittagsverkehr war zu Beginn der neuen Woche wieder eine stärkere Lustlosigkeit zu bemerken. Die unklare innerpolitische Lage blieb jedoch vorläufig ganz ohne Einfluß. Der offizielle Anfang des Marktes brachte aber eine wesentliche Aenderung der Situation, und die Tendenz wurde ausgesprochen freundlich. Die Abstimmungen im Reichstage am Samstag, die für die neue Regierung günstig entschieden, fanden erst heute mehr Beachtung. Mit Ausnahme des weiter vorteilhaften Geldmarktes waren Anregungen von wirtschaftlicher Bedeutung nicht vorhanden, so daß das Geschäft noch ziemlich klein war. Später trafen jedoch von Auslandseite einige Aufträge ein, so daß in Spezialaktien eine recht lebhafte Umsatz- tätig k e i t zustande kam. 3m Vordergründe des 3nteresses standen Aku, die 3 Proz. fester eröffneten. 3m allgemeinen ergaben sich sonst gegenüber den Schlußkursen vom Samstag Gewinne bis zu 1,5 Proz. Etwas mehr Rachfrage bei stärkerem Geschäft bestand für deutsche Linoleum plus 3 Prozent, und im Einklang mit der festen Veranlagung der Akuaktien machte sich auch für Bemberg plus 2,5 Proz. 3nteresse bemerkbar. Am Elektromarkt gewannen AEG., Schuckert, Siemens und Gesfürel bis zu 1,5 Proz., während Licht & Kraft eher angeboten waren und 1 Prozent einbüßten. Am Chemiemarkt war die Umsatztätigkeit ziemlich gering, nur in Farben kam zu Beginn eine Rotiz bei etwas höherem Kurs zustande. Auch Montanwerte standen weiter im Hintergründe. Rur für Mannesmann bestand mit plus 1 Prozent etwas 3nteresse. Rach Berücksichtigung des Dividendeabschlages bei der Dresdener Dank war dieses Papier gut behauptet. Reichsbankanteile lagen leicht gedrückt. Commerzbank konnten geringfügig anziehen. Zellstoff- werte lagen bis zu 1 Prozent fester. Dauunter- nehmungen leicht gebessert. Etwas mehr gefragt wurden wieder Schiffahrtswerte, Hapag gewannen 0,5 und Norddeutscher Lloyd 1 Prozent. Am Rentenmarkt traten deutsche Anleihen bei anziehendem Kurs mehr hervor. 3m Verlaufe ergaben sich bei vereinzelten Spezialaktien erneut Vefferungen biS zu 1 Prozent. Aku standen weiter im Vordergründe und gewannen nochmals 2 Prozent. Auch für Elektrowerte machte sich mehr Rachsrage bemerkbar. Die Tendenz blieb freundlich und man rechnet mit einer glatten Erledigung der noch zu behandelnden Punkte im Reichstag. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4 Prozent etwas angespannter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1899 gegen Pfund 20,3813, London gegen Kabel 4,8640, gegen Paris 124,20, gegen Mailand 92,80, gegenMadrid 39,05, gegen Schweiz 25,1950, gegen Holland 12,1050.
Frankfurter Eiermarkt.
Marktlage: Gegen Ende der vorigen Woche steigerte sich der Deöarf in Anbetracht der bevorstehenden Osterseiertage wieder stärker, und die Umsatztätigkeit war recht lebhaft. Auch rechnet man bei dem jetzt günstigen Preisstand mit einem lebhafteren Geschäft auch nach den Öfter» feiertagen. Für deutsche Frischeier bestand vermehrte Rachfrage. (Auslandeier unverzollt ab Grenzstation, 3nlandeier ab Station.) Preise in Pfennig per Stück: 3tatiener 8,25 bis 9, Vulgaren 6,50 bis 6,75, 3ugoslawen 6,75 bis 6,80, Rumänen 6.50 bis 6,75, russische 6,50 bis 7, polnische 6 bis 6,25, Chinesen 5 bis 5,50, hol-
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Hauptmann 3ennctoein durchsagen Tieft: „Vorsichtig fein! Weitersagen! Oben wird geschossen!" Der Zeuge bestätigte den zweiten Angriff, den Hauptmann 3ennewein schilderte.
Zeuge S ch w ö b e l erklärte, er habe am 14. 3a- nuar beim Eintreffen der Darmstädter Polizei keine Schüsse vernommen. Auf dem Markt fei nicht mit Steinen geworfen worden.
Es folgte die Vernehmung des Polizeidirektors Klapproth. Dieser gab zunächst einen Ueberblid über die Ereignisse. Er erklärte, daß durch sein Verbot alle Äundgebunaen unter freiem Himmel verboten gewesen seien. Das sei auch den Führern bekannt gewesen, denn die kommunistische Presse habe noch triumphierend festgestellt, daß man trotz des Verbots 3—4000 Menschen auf dem Marktplatz
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Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 v. H.
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ten Verfassung des deutschen Geldmarktes, die der Konjunkturlage durchaus entspricht, nichts ändern können. Am Tagesgeldmarkt ist ein T i e f st a n d der Sähe eingetreten, ohne das Geschäft zu beleben, und auch am Markt für Monatsgeld kommen trotz Entgegenkommens in den Zinsfähen nur wenig Abschlüsse zustande. Am Privat- diskontmarkt wurde zweimal eine Herabsetzung der Rotierungen vorgenommen, die sich jetzt für beide Sichten auf 4V8 Prozent stellen, das Angebot hat aber trotzdem nicht zugenommen. Auch die Entwicklung des deutschen Geldmarktes würde durchaus eine Diskontermäßigung zulassen, jedoch muß die Reichsbank, wie gesagt, die internationale Entwicklung abwarten, ehe sie diesen Schritt tut.
• Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 9. April berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes hat sich mit 126,9 gegenüber der Vorwoche (126,6) um 0,2 Prozent erhöht. Von den Hauptgruppen ist die 3ndexziffer für Agrarstoffe um 1,0 Prozent auf 112,2 (111,1) gestiegen. Die 3ndexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren ist mit 125,4 (125,6) und diejenige für industrielle Fertigwaren mit 152,0 (152,1) leicht zurückgegangen.
* Darmstädter und Dationalbank. Die G.-V. genehmigte den Abschluß mit wieder 12 Prozent Dividende und wählte Direktor D ö - g e r (Hapag), Direktor G l ä s s e l (Rordd. Lloyd), Dr. Ewald Hecker (Zlseder Hütte) und Dr. Emst Tengelmann (Gelsenkirchener Dergwerks AG.) neu in den Afsichtsrat. Wie Dr. 3acob Goldschmidt mitteilte, sind zu den Ausführungen des Geschäftsberichtes, die sich gegen übertriebenen Pessimismus in Deutschland wenden, aus allen Teilen des Reiches zustimmende Erklärungen eingegangen, woraus tne Folgerung zu ziehen sei, daß der Dericht nur einen Gedanken ausgesprochen hätte, den jeder verantwortliche Mann in Deutschland unterschreiben müsse. Das 3ahr 1930 habe sich für die Danken in Anbetracht der starken Entlastung am Geld- und Kapitalmarkt und der Desserung der Anlageverhältnisse am Renten- und Effektenmarkt günstig angelassen. Die bisherige Entwicklung des Geschäftes, auch des Effekten- und Dörsengeschäftes, könne als gut bezeichnet werden.
* Dresdner Bank. 3n der G.-V. der Dresdner Bank Dresden—Berlin wurde auf die Anfrage eines Aktionärs zur Steigerung der personellen Ausgaben mitgeteilt, daß die Bank im letzten Geschäftsjahr ein weiteres halbes Monatsgehalt gezahlt habe. Außerdem habe man beim Abbau Abfindungen zahlen müssen. Durch die geltenden Tarifverträge trete alljährlich eine Erhöhung der personellen Ausgaben durch Aufrücken der Beamten in höhere Altersgruppen ein. Sodann wurde die Bilanz einstimmig genehmigt und die Dividende auf wieder 10 Prozent festgesetzt. Rach Vornahme der Aufsichts-
das nicht zu? Als ich im Krieg war, haben Sie den Hosenboden noch von hinten zugemacht!" Der Verteidiger verläßt darauf entrüstet den Sitzungssaal und kehrt erst wieder zurück, als der Zeuge eine Ordnungsstrafe von 15 Mark erhalten hat.
Der unvereidigt bleibende 18jährige Drogerie» lehrling Schönewald ist objektiv der Teilnahme verdächtig. Er macht einen sehr schlechten Eindruck und gab an, daß er den ihm persönlich bekannten Polizeidirektor gefragt habe, ob er ihm behilflich sein könne. Der Zeuge gab weiter an, gesehen zu haben, wie der Zeuge Rossi bei Tietz eine Scheibe ein» geschlagen habe. Für seine Angaben habe er von der Polizei keine Belohnung verlangt, noch erhalten.
Es wurden dann noch verschiedene Polizeibeamte vernommen, die ihre Wahrnehmungen bezüglich der einzelnen Angeklagten Wiedergaben. Die Verteidigung unterstellte, daß von den Zeugen falsche Aussagen gemacht würden, was einen energischen Protest der Staatsanwaltschaft auslöste.
Am Montag geht die Zeugenvernehmung weiter. Es sind noch einige Zeugen der Verteidigung geladen worden.
<£.ne Beleidigungsklage.
Wie wir hören, hat Polizeihauptmann Ienne- wein gegen Rechtsanwalt Steinschneider (Frankfurt) Beleidigungsklage eingereicht, weil er von diesem förmlich des Meineids bezichtigt worden ist.
Wendepunkt
Der internationalen Zinsbaiffe?
Der Ausweis der Reichsbank für die e r st e A p r i l w 0 ch e hat entsprechend der raschen llcbertoinbung des Quartalstermins am offenen Geldmarkt eine relativ große Entlastung gezeigt. Fast 25 Prozent der ültünoansprüche sind bereits abgedeckt worden, was in erster Linie auf die kurzfristige Finanzierung der lUtimo- ansprüche Aurüdjufüfjren ist. Am auffälligsten war der starke Goldzufluß in Höhe von 48,5 Millionen Mark, der beweist, daß die letzte Diskontsenkung der Reichsbank, währungspolitisch gesehen, nicht den gewünschten Erfolg gehabt hat.
3nsolge der dauernden Goldzuflüsse ist die Frage einer neuen Diskontsenkung auch weiterhin akut, aber die Reichsbank glaubt, eine abwartende Haltung in dieser Frage einnehmen zu müssen, und zwar mit Rücksicht auf die Vorgänge im Ausland. Es scheint nämlich so, als ob der internationale Zinsabbau seinen Kulminationspunkt erreicht hat, und diese Tatsache hängt nicht zuletzt mit den Versteifungserscheinungen des Reuyorker Geldmarktes zusammen. ES ist bereits darauf hingewiesen worden, daß die amerikanischen Bundesreservebehörden aus Furcht vor dem Wiederaufleben der Börsenspekulation zu dem Wittel der künstlichen Versteifung des Geldmarktes greifen würden, um von vornherein eine mit der gegenwärtigen amerikanischen Konjunkturlage in Widerspruch stehende Dörsenhausse und spekulative Machenschaften zu verhindern.
Zwar ist bisher zu diesem Mittel noch nicht gegriffen worden, aber immerhin sind bereits gewisse Versteifungserscheinungen am Reuyorker Geldmarkt festzustellen, die natürlich auf den internationalen Zinsabbau nicht ohne Wirkung bleiben konnten. Es wäre aber zur Zeit verfehlt, wenn man daraus die Folgerung ziehen wollte, daß nun etwa mit einem Wiederanziehen der internationalen Geldsahe zu rechnen ist.
Dinklar ist auch die Haltung der Bank von Frankreich, bei deren Geld- und Diskontpolitik augenblicklich der Schlüssel zu der Entwicklung des internationalen Geldmarktes liegt. Alles in allem scheint es so, als ob sich am internationalen Geldmarkt bereits jetzt die kommende Teilemission derReparations- a n l e i h e bemerkbar macht, und wenn die Reichsbank in Anbetracht dieser zur Zeit labilen internationalen Diskontpolitik eine abwartende Haltung einnimmt, so ist dies verständlich, allerdings weiß man nicht, wie lange sie den Goldzustrom auszuhalten vermag.
Am d e u t s ch e n G e l d m a r k t hat die Flüssig- feit weiter angehalten, die geschilderten internationalen Vorgänge haben bisher an der leich-
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Französische Noten
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Holländische Noten .....
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168,44
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22.06
22,14
Norwegische Noten......
111,78
112,22
Deutsch-Teste rr,4100 Kronen
58,82
59.06
Rumänische Noten......
2,47
2.49
Schwedische Noten......
112,26
112.70
Schweizer Noten.......
81,10
81.42
52,49
52.71
Tschechoslowakische Noten . .
12,37
12.43
Ungarische Noten
72,95
73 25
110
11M
109,5
109
12. April
14- April
134
Amtliche Notierung
Amtliche
Dotierung
91,5
— 1
92
_
Selb
»riet
(Selb
»rief
ÄMit- Rott.
168,12
168,46
168,14
168,48
Buen-Airei
1.641
1,645
1.637
1.641
—
299,5
300
Brss.-Antw-
58.435
58,555
58,44
58,56
251,5
253,5
Cdristiania -
112.08
112,30
112,07
112,29
118
120,75
117.13
119.75
.QoDtnbagen
112,16
112,38
112,10
112.32
150
152,5
148
Stockbolm -
112,51
112,74
112,55
112,77
193
190,5
192
HelsingiorS.
10,54
10,56
10,539
10,559
153
—
153
154.5
Italien. . .
21.95
21,99
21.94
21.98
106,25
106
London. . .
20.364
20.404
20,358
20,398
—
172.5
173,25
Neovork . .
4,1865
4.1945
4.1855
4.1935
41,5
41,25
41,75
TariS....
16.395
16,435
16.385
16,425
252,5
255,5
250.25
255.25
Schwei; ..
81,13
81,29
81,135
81,295
—
49,5
49.5
Svai-.ien.
52,52
52,62
52,23
52.35
—
—
18.75
Japan - - .
2,068
2,072
2,070
2,074
151
—
79
155
155
Rio de Jan- Wien in D-
0.491
0,493
0.492
0.494
361
—
361
362.5
Ceft adgest
58,975
59,095
58.985
59.105
Prag ....
12.404
12,424
12.40
12.42
34,5
35.25
—
Helirad . .
7,405
7,419
7,407
7.421
41
—
40,5
—
Dudavrft. .
73,12
73,26
73,13
73.27
—
—•
Buliarieu .
3,034
3,040
3,034
3.040
37
—
39
—
Lissabon .
18.78
18,82
18,78
18.82
106
—
—
Tanüg. . .
81,40
81.56
81,37
81.53
97.75
—
—
—
flonft nkio.
1,784
1,788
1,785
1.789
13?
—
132
132
Ntden. . .
5,45
5,46
5,425
5.455
103
—
—
Canada
4,183
4,191
4,183
4.191
218
—-
218
—
Uru uav. .
3,916
3,924
3,916
3.924
160
—
159,75
Cairo ...
20,88
20,92
20,875
20.915


