Einzelbild herunterladen

Reichsjugendwettkämpfe.

Grotzen-Bufeck.

gd. Grohen-Duseck, 10. Sept. Gestern san­den auf dem hiesigen Sportplatz die Reichs- jugendwettkämpfe der SchulenvonGrohen- Dused, Burkhardsfelden und Trohe statt. An Stelle der vorgeschriebenen Geräteübungen muhten wieder, da die Schulen keine Turnhallen zur Ver- füng haben, volkstümliche Hebungen, nämlich deutscher Dreisprung und Kugelstoßen, angeseht werden. Erfreulich war, daß sich diesmal auch eine weit größere Zahl von Mädchen beteiligte, als bisher. Insgesamt nahmen 107 Schüler und Schülerinnen teil. Die I. Mädchengruppe kämpfte in Weitsprung, Ballwurf, 75-Meter°Lauf, die Mädchenvorklasse ebenfalls mit erleichterten Be­dingungen. Die Knabengruppe I maß sich in Weitsprung, Ballwurf, Dreisprung, Kugelstoßen und 100-Meter-Lauf, während von den übrigen Knaben nur Weitsprung, Ballwurf und 75-Meter- Lauf verlangt wurde. 3n der I. Mädchen- gruppe wurden folgende Leistungen erzielt (GB = Grohen-Dused, Tr Trohe, Dfd Burkhardsfelden): E. Häuser (Dkf) 60 P; Reg. Hühnergard (Bfd) 57 P.; M. Jochem (GB) 48 P.: M. Pfeiffer (GB) 43 P: Mg. Wagner (GB.) 42 P: El. Münch (GB) 41 P: Ma. Müller (GB) 40 P. In der Mädchenvorklasse ist die Reihenfolge: E. Müller (GB) 64 P: L. Ricolai (GB) 60 P.: E. Fuhr (GB) 53 P; E. Drüd (Tr) 52 P; E. Euler (GB) 50 P; M. Decker (GB) 48 P.: M. Schwalb (GB) 48 P.; A. Rau (Tr) 46 P.: E. Dahlke (GB.) 45 P: H. Rühl (GB), Gr.Mootz (GB), M. Dort (GB) 44 P.; E. Sicher (Tr) 43 P: M. Dahlke (GB) 41 P; E. Merz (GD) 40 P. In der 1. K n a b e n - gruppe errangen: E. Volk (GD) 134 P; H. Doll (Tr) 107 P; W. Rahn (Tr) 96 P.: W. Koch (GD) 93 P.: H.Reinschmidt (GB) 86 P.; E. Deu- sing (Bfd) 79 P: W. Harbach (GD) 78 P.; K. Schepp (Dfd) 78 P.; L. Licher (Tr) 70 P; E. Vogel (Tr) 61 P; K. Wagenbach (GB) 55 P; E. Harbach (GD) 50 P; F. Döring (Bfd) 40 P. Die zehn ersten Sieger der Knaben-Vor- k lasse waren: 1. K. Donarius (GB) mit 69 P: 2. K. Äebeling (Bfd) mit 66 P; 3. O. Drück und E. Höchstem (GB) mit 62 P: 4. W. Scheld (GB) mit 61 P.: 5. W. Menz (Dfd) und K. Volk (GD) mit 58 P.; 6. F. Müller und H. Hofmann (GD) mit 57 P; 7. O. Dort (GD) mit 56 P: 8. W. Dambmann (GB) mit 55 P.; 9. W. Kloos (GB) mit 54 P.: 10. W. Spuck (GB) mit 52 P. Es folgen noch die fünf ersten Sieger der Knaben unter 10 Jahren: O. Stephan (GD) 52 P.; W. Wagner (Tr) und H. Größer (GB) 51 P.; O. Dcmper GD) 47 P.; W. Pfeiffer (GD) 43 P.; E. Licher (Tr) 42 P; A. Stein (GB) 41 P. Den Abschluß der Kämpfe bildeten wieder zwei Pendel­stafetten (4x100 Meter). Die beste Zeit erzielte Burkhardsfelden mit 64* * 3 * S. * * * * * * 12/s Sek. Es folgten Trohe mit 65 und Großen-Duseck mit 65V6 und 65% Sekunden. Rektor Inderthal, der die Ver­anstaltung leitete, sprach den Kampfrichtern neben den Lehrern hatten sich auch einige Herren des Turnvereins und Fußballklubs zur Ver­fügung gestellt den Dank aus.

Watzenborn-Steinberg.

* Watzenbor-Steinberg, 10. Sept. Heute wurden dahier die Reichsjugend­wettkämpfe unserer Schule ausgetragen. 16 Knaben des 7. und 8. Schuljahres maßen ihre Kräfte in einem Fünfkampfe, bestehend aus einer Aebung am Reck, desgl. am Barren, Weit­sprung, Weitwurs und 100°Meter°Lauf. Preise errangen: 1. K. Jung 1. mit 100 P.; 2. Walter Schmandt I. mit 90 P.; 3. Ludw. Baumann mit 88'P.; 4. K. Häuser mit 87 P.; 5. Ernst Schmitt mit 84 P.; 6. Walter Häuser mit 81 P.; 7. Heinr. Gräf mit 80 P.; 8. Ludw. Jung mit 79 P.; 2. Otto Wallbott mit 76 P.; 10. Rich. Junker mit 71 P.; 11. Otto Möckel mit 70 P.

Oberheffen.

Zuchtvieh-Prämiierung in Nidda.

A Ridda, 9. Sept. Gelegentlich des hiesigen Herb st Marktes wurden in sechs Klassen die schönsten aufgetriebenen Tiere prämiiert. Unter anderen erhielten folgende Diehbesitzer Auszeichnungen:

Fleckvieh:

Für Fleckviehbullen: je einen 3. Preis Wilhelm Mäser, Selters, und Heinrich Schmidt, Wenings,' weiter wurden drei Aneriennungen verliehen. Für Fleckviehrinder: Ehrenpreis Paul Grauer, Haubenmühle,' 1. Preis Philipp Schäfer, Langd, und Wilhelm Bausch, Reichels­heim: 2. Preis Philipp Daeich, Heuchelheim: Karl Aeuning, Wallernhausen; Rudolf Ries, Heuchel­heim; ferner wurden fünf dritte Preise und sieben Anerkennungen zueriannt. Fleckvieh-Kal­binnen: Ehrenpreis Rudolf Ries, Heuchelheim; 1. Preis Adolf Bausch, Reichelsheim, und Richard Wagner. Eichelsachsen; 2. Preis August Kraft, Effolderbach, und Hermann Filsinger, Reinhäuser­hof; 3. Preis doppelt Otto Kraft, Kohden, Karl Fich, Reichelsheim; Otto Schauermann, Eichel­sachsen; ferner fünf Anerkennungen. Für Fleck- Vieh-Kühe bis zu zwei Kälbern: Ehren­preis Otto Schauermann, Eichelsachsen; 1. Preis Karl Horack, Reichelsheim; K. Stein, Wallern­hausen; Hermann Filsinger, Reinhäuserhof; 2. Pr. Adolf Bausch, Reichelsheim; August Mäser, Sel­ters: 3. Preis Karl Strauch, Borsdorf; ferner fünf Anerkennungen. Kühe mit drei und mehr Kälbern: Ehrenpreis Otto Schauer­mann, Eichelsachsen, und Paul Grauer, Hauben­mühle, 1. Preis Hermann Filsinger, Reinhäuser­hof; W. Bausch, Reichelsheim; Adolf Bausch, Reichelsheim; Paul Grauer, Haubenmühle; 2. Pr. Th. Lust, Wallernhausen; 3. Preis Otto Lang, Steinhelm; Heinrich Steuernagel, Wallernhausen; Rudolf Ries, Heuchelheim; ferner zehn Anerken­nungen. Für Familien erhielten Wilhelm Bausch, Reichelsheim, und Otto Schauermann, Eichelsachsen, je einen Ehrenpreis, und Adolf Bausch, Reichelsheim, und Paul Grauer, Hauben­mühle, je einen 2. Preis; Hermann Filsinger, Reinhäuserhof, Otto Lang, Steinheim, und Rudolf Ries, Heucheiheim, je einen 3. Dreis; ferner wurden drei Anerkennungen verliehen.

Vogelsberger Rotvieh:

Für einen Bullen bis zu zwei Jahre alt: 2. Preis August Albrand, Dodenhausen I. Rin­der: Ehrenpreis K. L. Deubel, Rudingshain; 1. Preis E. Lingner, Rudingshain; 2. Preis der­selbe; W. Decker, Wingershausen; Th. Dambmann, Rudingshain; 3. Preis Karl Schmidt, Eschenrod; Hinrich Laubach, Ober-Mockstadt, und Robert Laubach, Ober-Mockstadt; ferner wurden vier Anerkennungen zuerkannt. Kalbinnen: Ehren­

preis Karl Hartmann III., Rudingshain; 1. Preis Th. Dambmann, Rudingshain; 2. Preis Richard Wickel, Ober-Mockstadt; Karl Dambmann, Ru­dingshain; 3. Preis Th. Ding II., Rudingshain, und E. Lingner, Wingershausen; ferner zwei An­erkennungen. Kühe: Ehrenpreise Wilh. Kunkel, Durkhards; Heinrich Laubach, Ober-Mockstadt, und Th. Dambmann, Rudingshain; 1. Preise Karl Dambmann, Rudingshain, und Robert Laubach, Ober-Mockstadt; 2. Preise August Albrand, Bo- benhausen k; Eduard Köhler, Wingershausen; K. Herzberger, Wallernhausen; Karl Steuernagel, Wallernhausen; K. Fischer II., Rudingshain; K. L. Deubel, Rudingshain; Karl Hartmann III., Rudingshain; 3. Preise A. Rösch III., Ober-Mock- tadt; K. L. Deubel, Rudingshain; Karl Fischer, Rudingshain; W. Kunkel, Burkhards; Karl Schmidt I. .Eschenrod; Heinrich Klein II.. Durk­hards; weiter wurden 13 Anerkennungen und Wegegebühren anerkannt. Für Rotviehfami­lien erhielten Karl Dambmann, Rudingshain; Altbürgermeister Deubel, Rudingshain, je einen Ehrenpreis; Heinrich Laubach. Ober-Mockstadt den 2. Preis; Karl Schmidt I., Eschenrod, den 3. Preis.

Dei der nachmittags abgehaltenen Verlosung von zehn Stück Vieh und vielen Gebrauchsgeaen- tänden gewann Deigeordneter und Dauunter- nehmer Adolf Lupp hier den 1. Preis, eine Kalbin im Werke von 550 Mark.

Lanvkrcis Gießen.

* i e f e d, 12. Sept. Hier fand dieser Tage em Vortrag über die öffentliche Bau­pa r k a s s e für den Volksstaat $effen, Ab­teilung der Landeskommunalbank Girozentrale ür Hessen in Darmstadt, statt. Der Redner be- landelte dabei in aufschlußreicher Weise das °9- ko l l e kti've Bausparen und empfahl den Zuhörern die tatkräftige Förderung des Bauspargedankens zur Bekämpfung der Woh­nungsnot und zum Besten der Dausparer.

* Alten-Duseck, 11. Sept. Der Kegel- KlubGut Holz" veranstaltete am vorigen Sonntag fein diesjähriges Abkegeln ver­bunden mit Vereins kegeln. Die Meister- schaft für das Jahr 1930 errang Wilhelm Wagenbach. Den Wanderpreis mit 44 Kugeln glelch 291 Holz erhielt Karl Schmidt (Frühjahr) Friedrich Krämer (Herbst). Beim Vereinskegeln wurde erster Sieger Wilhelm Einhäuser mit

2-, Karl Schäfer 66 Holz, 3. Friedrich Doll 64 Holz, 4. Otto Weimer 64 Holz, je zehn Kugeln. In einer kleinen Feier wurde die Ehrung von 7 Mitgliedern vorgenommen, die seit fünf­undzwanzig Jahren dem Verein angehören. Kegelbruder Spuck wies in einer kurzen An- pta$e auf die Treue der Iubilare zu ihrem Vereine wahrend der 25 Jahre hin und bezeich- .tc. als Vorbild öie ü6rigen Jill-

glieöer. Kegelbruder Schwalb dankte im Auf­trage der Ehrenmitglieder.

s. Beuern, 11 Sept. Einen gewaltigen Auf- chwung hat hier die Haltung von Zucht- schw einen in letzter Zeit genommen. Da eine lanze Anzahl von Züchtern sogar zwei Mutter- chweme halten, sind zur Zeit etwa 250 Iunaferkel m unserem Dorf vorhanden. Dies ist au die anhaltend hohen Ferkelpreise dieses und des vorigen Wahres zurückzuführen. AnsereSchul- verhaltnisse haben seit kurzem eine sehr begrüßenswerte Besserung erfahren. Da es nicht möglich war. die seinerzeit dem Abbau an- heimgefalleiie dritte Scyulstelle wieder au erriefe ten, waren die noch bestehenden zwei Klassen mit ?hr stark angewachsen. Wie stark der Anterschied in der Jahrgängen ist. beweist der Am stand, daß unsere Schule einen Jahrgang von nur drei Schulern und einen solchen von Über Eulern aufweist. Am nun der be- nn&erg starken Unterklasse eine Erleichterung »u mittag« hier Anterricht im vierten Schuljahr in

Erfreuliche Reformen der Reichsbahn.

Erweiterte Benuhungsmöglichkeit von Sonntagsrückfahrkarten.

Die Deutsche Reichsbahnverwaltung gibt fol­gende begrüßenswerte Reuordnung bzw. Reform­absicht bekannt:

Wenn Reisende mit Sonntagsfahrkar­ten V-Züge benutzen wollen, so mußten sie bisher mindestens den Schnellzugszuschlag der zweiten Zone, d. h. 2 Mark in den dritten und 4 Mark in der zweiten Klasse bezahlen. Diese Sätze betragen das Doppelte der Zone 1 für Fahrten bis zu 75 Kilometer. Hier wird die Reichsbahn dem auf Sonntagsfahr­karten reisenden Publikum entgegenkommen, _ in­dem sie vom 13. September ab den erhöh­ten Schnellzugszuschlag beseitigt und bei Fahrten bis zu 75 Kilometer nur noch den normalen Schnellzugszuschlag erhebt, eine Erleichterung, die 1 Mark in der dritten und 2 Mark in der zweiten Klasse sowohl für die Hin­fahrt, als auch für dje Rückfahrt für die Reifen­den ausmacht. SHe Reichsbahn verspricht sich von dieser Maßnahme eine weitere Belebung des Sonntagsverkehrs, da zu erwarten ist, daß infolge der Ermäßigung des Schnellzugs­zuschlags auch weiterliegende Aus­flugsziele besucht werden. Die Maßnahme bedeutet insofern zunächst einen Versuch, als erprobt werden muß, ob nicht eine übermäßige Aeberfüllung der O-Züge und Beeinträchtigung des Fernreifeverkehrs die Folge fein wird. Wo dies eintritt, müßten naturgemäß einzelne Züge von der Benutzung mit Sonntagskarten ausge­schlossen werden.

Der Verkehr auf Sonntagsfahrkarten hat sich in den letzten Jahren immer stärker entwickelt, wozu namentlich beigetragen hat, daß die Sonn­tagsfahrkarten schon von Samstagmittag 12 Ahr an gelten und daß die Rückfahrt erst so angetreten zu werden braucht, daß sie Montagvormittag beendet ist. Runmehr beabsichtigt die Reichsbahn auch demnächst zuzulassen, daß die Rückfahrt auf S o nn t a g S k a r t en bereits am Samstagnachmittag erfolgen kann. Hier­durch wird auch denjenigen, die nur den Sams­tagnachmittag zu einer Ausflugsfahrt benutzen können, ermöglicht, mit Hilfe der billigen Sonn­tagsfahrkarten zu reifen.

Einen ganz neuen Versuch zur Belebung des Reiseverkehrs bedeutet schließlich das weitere Vor­haben der Reichsbahn, bei größeren Veranstal­tungen und Festlichkeiten usw. auch in der Woche S onn t a gSf ah r ten mit eintä­giger Geltungsdauer auszugeben. Die Reichsbahndirektionen find ferner ermächtigt wor­den, solche Karten an Mittwoch-Rachmittagen

von größeren Städten nach Erholungsorten in der Rähe auszugeben.

Sonniagöfahrkarien nach Gießen.

Rach Gießen werden zur Zeit Sonntags­karten ausgegeben von; Allendorf (Lumda), Als­feld, Aßlar, Bad-Rauheim, Bad Salzschlirf, Bleichenbach, Bondorf, Braunfels, Braunfels- Oberndorf, Büches, Düdelsheim, Büdingen, Burg (Dillkr.), Burg- und Rieder-Gemünden, Burgsolms, Butzbach, Darmstadt, Dillenburg, Ehringshausen (Kr. Wetzlar), Ehringshausen (Oberh.), Eschhofen, Frankfurt (QU.), Hauptbahn­hof, Frankfurt-Eschenheim, Frankfurt-West, Friedberg, Fronhausen (Lahn), Gedern, Gladen­bach, Grünberg, Haiger, Herborn, Hirzenhain (Oberh.), Hungen, Langsdorf, Laubach, Lauter­bach (Oberh.), Lich, Limburg, Löhnberg, Lon­dorf, Marburg, Merkenfritz, Mücke, Reunkirchen (Kr. Siegen), Ridda, Riederdrefselndorf, Rieder- Ohmen, Riederscheld (Dillkr.), Rieder-Walgern, Ober-Widdersheim, Odenhaufen, Ortenberg Ranstadt, Renzendorf, Runkel, Schlitz, Schotten, Sinn, Stockhausen (Lahn), Stockheim (Oberh.), StraheberSbach, TraiS-Horloff, Ufingen, Dillin- gen, Villmar, Wallenrod, Weilburg, Wester­burg, Wetzlar, Zell-Romrod.

Somiiagsfahrkarien von Gießen.

Von Gießen werden zur Zeit SonntagS- fahrkarten ausgegeben nach: Alsfeld, Bad-Rau- Heim, Braunfels, Büdingen, Butzbach, Dillenburg, Frankfurt a. M. (Hptbf.), Friedberg, Gedern oder Schotten, Gelnhausen, Grünberg, Herborn, Hungen, Kahensurt oder Braunfels, Koblenz, Laubach, Lauterbach, Lich, Limburg, Marburg, Ridda, Oberlahnstein, Schotten, Weilburg, Wetzlar.

Oie freigegebenen Schnellzüge.

Zur Zeit sind alle Schnellzüge mit Aus- nahme Der FO-Züge zur Benutzung mit Sonn­tagsrückfahrkarten freigegeben, und zwar gegen Lösung des gewöhnlichen Schnellzugzufchlages.

Ab Gießen kommen in Frage:

Richtung nach Kassel: D 8.58 Ahr, D 13.35 Ahr, E 21.12 Ahr, D 22.12 Ahr, D 22.25 Ahr, D 23.42 Ahr.

Richtung nach Frankfurt a.M.: D5.43Ahr, D 7.03 Ahr, D 7.58 Ahr, E 9.40 Ahr, D 13.07 Ahr, D 17.25 Ahr, D 21.33 Ahr, D 22.00 Ahr.

Richtung nach Siegen: D 8.23 Ahr, D 18.24 Ahr.

Richtung nach Koblenz: D 5.55 Ahr, D 17.48 Ahr.

dem seither nur für den Haushaltungsunterricht

benutzten dritten Schulfaal.

ch O d e n h a u f e n 12. Sept. Hier fand in der Gastwirtschaft von Delling der zweite De- zirkstag desH a s s i a" - B e z i r k s G r ü n- b e r g statt, auf dem 24 Vereine vertreten waren. Einige Vereine erhielten bei der Auszahlung der Rückvergütungen von den Versicherungs- gefellschaften ansehnliche Beträge. Rachdem der Bezirksvorfitzende, Lehrer Roth, Grünberg, kurz über daS Versicherungswesen des Verban­des gesprochen hatte, erstattete er einen Bericht über das abgelaufene Halbjahr und behandelte dabei eingehend den Verbandstag in Alsfeld. Das Bezirksschießen für Iugendgruppen wird am 28. September in Atzenhain stattfinden. Der Bezirkstag bewilligte zur Anschaffung von Prei­sen für dieses Schießen ansehnliche Geldmittel auS der Bezirkskasse.

Q Kesselbaä), 12.Sept. Dem hiesigen Krie­ger- und Schützenverein wurde von dem Büchsenmacher Hilgert in Alsfeld eine Taschenuhr als Ehrenpreis gestiftet, die nach der Bestimmung des Spenders nur unter Der- einSmitgliedern im Wettkampf ausgefchoffen wer­den durfte. Bei dem Konkurrenzfchießen um diesen Preis blieb Kamerad Ludwig O l e m o tz Sieger.

S. Atphe, 12. Sept. Anläßlich der Feier des

25jährigen Bestehens desKreisziegenzucht-

t> e r einS Gießen erhielt der Vorsitzende deS

hiesigen Ziegenzuchtvereins, Friedrich Stauf,

eine Ehrenurkunde für langjährige treue

Mitarbeit. Er ist feit 22 Jahren rühriger Leiter deS hiesigen Vereins, der ihm seinen Aufschwung verdankt.

s. Aus der nördlichen Wetterau,

12. Sept. Einen plötzlichen Rückgang haben die Preise für Fettschweine in unserer Ge­gend zu verzeichnen. Während bisher noch 64 Pf. für daS Pfund Lebendgewicht gezahlt wurde, bieten die Metzger jetzt für gute Schweine nur noch 58 Pf. und darunter. Fette Zuchtsauen gelten sogar nur 52 Pf. Der starke Preisabschlag hängt mit dem vermehrten Angebot auf den letzten Frankfurter Märkten zusammen, welches von Rorddeutschland herrührt, da dort seither schon die Preise gesunken waren. Seit der Getreideernte macht sich in steigendem Maße eine starke Mäuseplage bemerkbar. Richt nur die Felder sind voll davon, sondern auch Wege und Raine. Beträchtlichen Schaden haben sie bereits an Fruchthaufen angerichtet, die in­folge schlechter Witterung länger draußen stehen mutzten. Die meisten Gemeinden besitzen Der- gasungSapparate zur Bekämpfung.

Kreis Friedberg.

5 Friedberg, 11. Sept. Im Alter von 68 Jahren ist hier der Oberstudienrat i. R. Franz Reitz gestorben, der 32 Jahre lang als verdienter und hochgeschätzter Altphilologe dem Lehrkörper der hiesigen Augustinerschule an­gehörte, nachdem er vorher in Gießen und Mainz im Lehramt tätig gewesen. Der Verstorbene war tief eingedrungen in die Welt deS klassischen Altertums und wurde ein begeisterter, erfolg­reicher Verkünder ihrer ewigen Werte. Die Freunde des humanistischen Gymnasiums ver­lieren in dem Verblichenen einen hingebungs­vollen Freund ihrer Bestrebungen.

I_ Melbach, 11. Sept. Bei der Kartoffel­ernte fand ein hiesiger Landwirt gestern morgen auf feinem Acker einen K i n de r l u f t b a l l o n £>er einem Geschäftshcmse von Verdun ent­stammte. Allem Anschein nach muß der Ballon erst in den letzten Tagen niedergegangen fein. Im GasthaufeZur Post" wurde gestern eine O r t S gruppe deS Landfrauenbundes gegründet, der sogleich 24 Frauen beitraten. Den Dortrag über Zweck und Ziele des Bundes hielt Frl. Bopp, Hanau. Rach der Vorstands- wähl wurden das Arbeitsprogramm für öaS

Winterhalbjahr und die Zahl der regelmäßigen Zusammenkünfte festgelegt.

Kreis Büdingen.

-r- Anter - SchMi11en, 12. Sept. Ein nicht alltäglicher Vorgang erregte die hiesige Bevölkerung. Der Gast- und Landwirt K. ritt auf einem seiner schweren Ackerpferde die Dorf- ftraße entlang, die auf der einen Seite von einem Mühlgraben abgeschlossen wird. In seinen Armen hielt er sein vierjähriges Töchterchen, daS mit einem Kinderballon spielte. Als dieser plötzlich in die Höhe ging, scheute das Tier und bewegte sich rückwärts, dem Mühlgraben zu. Dem Reiter gelang eS, abzuspringen und auch daS Kind in Sicherheit zu bringen. Das Pferd geriet aber in den breiten und ziemlich ver­schlammten Graben, wo es zwischen zwei Pfeilern stecken blieb. Es blieb nichts an­deres übrig, als zwei Seile unter den Leib des

Ein ernster Sonntag ist der morgige 14. September. An ihm soll das Volt über das künftige Schicksal des Rei­ches entscheiden. Diesmal müssen auch die bis­herigen Nichtwähler an die Urne! Sie bilden das Zünglein an der Waage und bestimmen über Aufbau oder Niedergang unseres Volkes. Leder verantwortungsbewußte Wahlberech­tigte wird es weit von sich weisen wollen, ein Nichtwähler zu sein. Kür alle heißt es darum morgen:

anfzuv Stimmabgabe an die

Tieres zu schlingen und e« hochzuziehen, was schließlich den vereinten Anstrengungen der hilfsbereiten Bewohnerschaft gelang.

Kreis Schotten.

< Eichelf ach f e n, 12. Sept. Es wird auch in kleinen Gemeinden ein seltener Ausnahmefall fein, daß in einem Jahre doppelt soviele goldene Hochzeiten als Eheschlie­ßungen stattfinden. Hier ist in diesem Jahr nur ein Paar getraut worden, während zwei Paare mit den üblichen Ehrungen die goldene Hochzeit feiern konnten. Bemerkenswert ist auch die Aehnlichkeit der Lebensgeschichte der beiden Paare. Sie haben beide in ihren ersten Ehejahren ihre sämtlichen Kinder wieder ver­loren bis auf einen Sohn, bei dem sie ihren Lebensabend verleben. Für die von der Be- zirkssparkasse Schotten ausgesetzten Prämien für Dienstboten, die wenigstens fünf Jahre in derselben Stelle gedient haben, konnten ein schönes Zeichen der Treuei aus unserer kleinen Gemeinde drei landwirtschaftliche Ge­hilfen angemeldet werden.

< Wing ersHausen, 12. Sept. Die O rge l der hiesigen Kirche ist jetzt einer gründlich en Renovierung unterzogen worden. Sie ist ein einfaches Werk deS früher bekannten Orgel­bauers Karl Bernhard in Gambach und ist. nach­dem die frühere Orgel für 50 Gulden an die Ge­meinde Höckersdorf verkauft worden war, erst im Jahre 1872 aufgestellt worden. Bei ihrer Ein­weihung am ReformationS- und Erntedankfest 1872 wurde sie von dem Kantor Wolf aus Lau­terbach gespielt, der siedurch ausgezeichnetes Fugenspiel" der Gemeinde vorführte. Sie wurde auch in die 1903/04 neuerbaute Kirche über­nommen, hatte aber seitdem durch Wurmfraß rmd den Zahl der Zeit fo gelitten, daß jetzt das innere Werk gründlich auSgcbeffert werden mußte.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

Es gibt Dinge, die nicht zu verbessern find, trotz aller Fortschritte der Technik. Sie entsprechen ihrem Zweck so vollkommen, daß jeder Versuch, sie noch voll, kommener zu machen, an dieser Zweckmäßigkeit zum Scheitern gebracht wird. Solche Dinge sind z. B. die Nähnadel und die Odolflasche. Es existieren über 200 Versuche, die weltbekannte Odolflasche in Material und Form zu verbessern bisher ist es noch nicht gelungen. 2228v

Benjamin Franklin

Benjamin Franklin, ein durch eigene Kraft aus ein­fachsten Verhältnissen emporgekommener Mann, war nicht nur einer der hervorragendsten nordame­rikanischen Staatsmänner, sondern auch ein be­rühmter Lebensweiser. Berühmt ist sein Ausspruch geworden:

Mein Sohn, mache Geschäfte mit Leuten, die an­zeigen, denn diese sind intelligent und du wirst nie dabei verlieren!