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Aus der Pwvinzialhauptfiadt.
Sieben, ben 13. September 1930.
Des Woldes goldeni Lochzeit.
Da» wogende Getreide fiel unter dem Schnitt der blanken Senfe, die Wiesen sind zum -wetten Male gemäht worden. 3m Feld wirb es em- sam, der Wind fährt über die Stoppelw Selo* mäuse und Hamster lieben diese Tage. Sie sind nun die Herren auf der Flur. Fast alle leuchtenden Feld- und Wiesenblumen sind dahin- aegangen. nur die Herbstzeitlose erscheint auf Den kahlen Wiesen. .,
Wohl täuscht uns die Sonne noch mit ryrem verführerischen Schein, aber die Nächte werden füfcl, und die Nebel steigen frühmorgens aus ^^Der^ Herbst ist nahe. Die letzten Blumen leuch- ten zum Abschied noch einmal auf. _6till und leicht geneigt stehen sie da. Sie fühlen da- Ende. Die Schwalben sammeln sich auf den Telegraphendrähten, sie wollen Abschied nehmen. Die Schneegänse werden nun aus dem Norden nach den warmen Ländern fliegen, die Störche find schon vorangeeilt.
An den Hecken winken die roten Hagebutten auS dem dunklen Laub, tief zur Erde geneigt locken die tiefschwarzen Brombeeren.
Auch der Wald steht still, wie in Andacht versunken. Bei Tage trinkt er den Sonnenschein, aber des Nachts lasten die Nebel schwer aus ihm. Er wird nun auch bald zur Ruhe gehen. Schon leuchten hier und da rote und gelbe Blätter im Grün des Laubes. Der Wald begeht sein goldene- Hochzcitsfest.
SS ist keine stürmische Feier, wie die m den ersten Frühlingstagen, wenn laue Winde wehen und die Knospen über Nacht aus den Hüllen springen. Die goldene Hochzeit kommt still und weich. Der 3ubel, die helle Zukunftsfreude fehlen. Die Sänger sind fast alle verstummt, nur hier und dort hört man ein sanftes Zirpen. Dafür brüllen in den Nächten die Hirsche ihren LicbeSruf in die Finsternis, und Käuzchen huschen mit lautem Kiwitt vorüber.
Aber zur Herbstseier legt der Wald sein schönste- Kleid <m. Auch der Schleier fehlt nicht, chleberall hängen die Sommersäden, das »Marrengarn". Einzelne Schmetterlinge gaukeln noch um die letzten Blumen, aber Stille herrscht im festlichen Wald. Selbst da- Scho scheint eingeschlasen zu sein.
Leise und wie seufzend fallen einzelne Blätter zur Erde, rieseln die Nadeln von den Lärchen. Ein Ton vom Scheiden und Meiden geht durch den go Urnen Wald.'
So nimmt er Abschied von un-, der deutsche Wald! , /
Wie ferne Tritte hörst du- schallen, doch weit umher ist nichts zu sehn, al- wie die Blätter träumend fallen und rauschend mit dem Wind verwehrt.
Ss dringt hervor wie leise Klagen, die immer neuem Schmerz entstehn, wie Wehruf auf entschwundnen Tagen, wie stetes Kommen und Vergehn.
Du hörst, wie durch der Bäume Gipfel die Stunden unaufhaltsam gehn, der Nebel regnet in die Wipfel, du weinst und kannst es nicht verstehn.
(Martin Greif.)
Bald werden Sturintage kommen, kalte Nächte werden folgen, und das goldene Laub fällt zur Erde. Kahl und hilflos werden die Zweige und Aeste in den grauen Himmel ragen, bis der Winter mit seinem Schnee kommt und wieder neue Schönheit hervorzaubert. Sch.
Bekanntgabe der Wahlresultate.
Am morgigen Sonntagabend werden wir über den Ausgang der Reichvlagswahl durch Aushänge an unserem Geschäflslokal berichten. Die ersten Teil- refultale dürsten voraussichtlich zwischen 18 und 19 Ahr vorliegen.
Warum soll man wählen?
Gottsried Keller, der Züricher Stadtschceiber, hat aus der großen Lieberlieferung feiner schweizerischen Heimat heraus stets einen gesunden politischen Sinn gezeigt. 3n den „Leuten von Seldwyla" weist seine prächtige Frau Regel Amram ihren Jüngsten, der sich der Wahlpflicht aus Trägheit entziehen will, mit diesen köstlichen Worten zurecht: „Bei allen kleinen Angelegenheiten, bei allen schlechten Geschichten, eitlen Vergnügungen und Dummheiten, bei allem Gevatter- und Getchnatterwesen befleißigt man sich der größten Pünktlichkeit) aber alle vier 3ahre einmal sich pünktlich und vollzählig zu einer Wahlhandlung einzufinden, welche die Grundlage unseres ganzen öffentlichen Wesens und Regimentes ist. das toll langweilig, unausstehlich und lächerlich sein! Das soll in dem Belieben und in der Bequemlichkeit jedes einzelnen stehen, der immer nach seinem Recht schreit, aber, sobald dieses Recht nur ein bißchen auch nach Pflicht riecht, fein Recht darin sucht, keines zu üben! Ihr wollt einen freien Staat vorstellen und seid zu faul, alle vier Jahre einen halben Tag zu opfern, einige Aufmerksamkeit zu bezeigen und eure Zufriedenheit oder Unzufriedenheit mit dem Regiment au offenbaren? Sagt nicht, daß ihr immer da seid, wenn es sein müßte! Wer nur da ist, wenn es ihn belustigt und feine Leidenschaft kitzelt, der wird einmal ausbleiben und sich eine Nase drehen lassen, gerade wenn er am wenigsten daran denkt..."
Einheitliche Straßenverkehrszeichen.
Angesichts der starken Entwicklung des Kraft« wagenverkchrs ist namentlich in den Kreisen der Automobilisten immer lebhafter der Wunsch nach einer einheitlichen Ausführung der
Oer Ausklang des Wahlkampfes.
Ehristlich'soziale Wahlkundgebung.
Die Gießener Ortsgruppe des Christlich-fozia- len DolksdiensteS (Evangelische Bewegung) trat am Donnerstagabend im Eafe Leib mit einer Wahlversammlung vor die Oeffentlichkeit. Prof. Dr. Koch (Gießen) wies zunächst auf unsere Wirtschaf tSnot und die Enge unseres SrnährungS- raurnes, auf die soziale Not, die Bedrängnisse der Kleinrentner, die Wohnungsnot, die Kriegstribute usw. hin. Demgegenüber stellte er die vielfach zutage tretende Verflachung des geistigen Niveau», die lleberschähung des Sports, sowie die schlimmen Auswirkungen der Parteien i sm en und der Parteileidenschasten stark in den Vordergrund. Dor allem fei es jetzt erforderlich, in unserer politischen Arbeit wieder dem christlichen Gewissen eine maßgebliche Stellung zu verschaffen. Da die Parteien bisher für diese Ausgabe wenig oder kein Verständnis gezeigt hätten, fei der Christlich-soziale Dolksdienst organisiert worden. Es handele sich dabei um eine evange-
Wahl,eit von 8 bis IS -Uhr.
Jedermann gehe am nächsten Sonntag beizeiten zur Wahl, möglichst schon v o r m i tt a g S, oder am frühen Nachmittag! Um 17 Uhr (5 Uhr nachmittags) ist überall Wahlschluß! Deshalb:
rechtzeitig wählen!
lische Bewegung, die unabhängig von allcrPartei- enge und von allen einseitigen ParteiegoIsmen fei, die unabhängig von allen Inte ressen ten gruppen nur eine für das Dolksganze gedeihliche Politik nach Maßgabe deS christlichen Gewissens vertreten wolle. Der Christlich-soziale Dolksdienst fei bereit, mit allen zusammenzuarbeiten, die wahre Arbeit am Staat und am Volke leisten wollen: er wolle ein Element der Versöhnung und der wahren Volksgemeinschaft mit aufrechtem christlichen Gewissen sein. Der Christlich-soziale Volks- Dienst sei nicht etwa nur eine Vertretung der Interessen der evangelischen Kirche, für die er sich zwar auch einsehe, aber nur im Rahmen einer christlichen Staats- und Volkspolitik. Bei allen politischen und wirtschaftlichen Fragen werde er sich nur von dem Willen zu strengster Sachlichkeit und christlicher Gewissenhaftigkeit leiten lassen. Maßgebend für den christlich-sozialen Dolksdienst bei seiner Arbeit am und im Staate werde das Dorbild des Freiherrn vom Stein sein. Wenn man nach diesem Dorbild für den Staat arbeite, werde Deutschland nicht untergehen.
Hierauf sprach der hessische Landesvorsihende des Christlich - sozialen Dolksdienstes, Lehrer G r e b , Mainz. Er forderte vor allem, daß der heute in Deutschland vorherrschende antichristliche Geist bekämpft und beseitigt werde. Unser ganzes öffentliches Leben müsse durch Aufrufung des ernsten christlichen Menschen zur Mitarbeit mit den Kräften des Evangeliums durchdrungen werden, um dadurch wieder mehr Liebe, mehr Wahr- hafttgkeit, mehr Gerechtigkeit und stärkeres soziales Verständnis in das Volk hiMnzutragen. Zur Außenpolitik forderte der Redner vor allem eine starke Abwehrfront gegen die bolschewisti- fche und anttchristliche Welle: im übrigen gab der Redner der Ansicht Ausdruck, daß wir von feinem anderen Staate etwas besonderes zu erwarten hätten. Hinsichtlich der Innenpolitik verlangte er wirksame Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit, u. a. Zurückführung breiter Volksschichten auf das Land und Stärkung der Landwirtschaft, damit auf diese Weise die Not in den Städten gelindert, größere Dauernsiedlungen ge
schaffen und die eigene Srnährungsbaiis unseres Dolkes verbreitert werde. Weiter empfahl der Redner eine ernste Prüfung der Frage, ob durch die Einführung eines ArbeitsdienstjahreS unsere Jugend wieder zur Beschäftigung gebracht und von der Arbeitslosigkeit sortgeführt werden könne. Sodann sprach er sich für eine gesunde und unter sozialen Gesichtspunkten durchgesübrte Resorm der Arbeitslosenversicherung und für Bekämpfung der Schwarzarbeit aus. Zum Schluss« s orderte der Redner auf, die vom Christlich-sozialen Dolks- dienst vertretene Politik zu unterstützen und ihr auch im neuen Reichstag Geltung zu verschaffen.
Eine Aussprache wurde von bet Versammlung nicht beliebt.
Deutsche Staatspartei.
In einer Wahlversammlung der Deutschen Staatspartei im Saale des Cafe Leib, der voll besetzt war, sprach gestern abend Kapitän z. S. a. D. v. C g i d y (Flensburg) über die Ziele der Deutschen Staatspartei. Er betonte zunächst, daß es nicht die schlechtesten Kräfte seien, die sich trotz schwerer innerer Hemmungen an der Neuordnung unseres Staates tätig beteiligten. Er selbst lege Wert darauf auszusprechen, welche enge Bande der Verehrung und der Dankbarkeit ihn mit dem früheren Großherzog von Hessen und seinem Hause verbinden. Anderseits sei es aber für die junge Bewegung der Deutschen Staatspartei selbstverständlich, daß man sich heute auf den klaren Standpunkt stellen müsse: Wenn man sich in die Arbeit der Neuordnung unseres Staates eingeschaltet hat, so kann man für die Zukunft seines Volkes nur arbeiten, wenn man sich klar und fest auf den Boden der gegebenen Tatsachen stellt. Der Redner besprach hierauf in kurzen Worten die Verfassung von Weimar und gab Dabei zu erkennen, daß auch nach seiner Ansicht an der Weimarer Verfassung Reformen erforderlich find. Bei der Erörterung des Verhältnisses zwischen Staat und Wirtschaft hob der Redner hervor, daß bisher die großen wirtschaftlichen Mächte durch die alten Parteien die Macht über den Staat ausgeübt hätten. Die Deutsche Staatspartei lehne es ab, sozialistischen Experimenten am Staate Hilfe zu leisten, sie werde aber auch dagegen ankämpfen, daß die großen wirtschaftlichen Mächte, die Trusts und die Hochfinanz, weiterhin auf dem Wege über das bisherige Partei- system Einfluß und Gewalt ausübten auf die Führung des Staates. Grundsätzlich sei die For- tvrung zu erheben, daß die Herrschaft des Staates über der Herrschaft der Wirtschaft stehen müsse, nicht aber die Wirtschaft den Staat regiere. Eine reinliche Scheidung dieser beiden Gewalten müsse vom neuen Reichstag unbedingt durchgesetzt werden. Der Redner kam dann Eura auf die Frage der Verfassungsreform zu sprechen und betonte dabei, daß die Deutsche Staatspartei unter keinen Umständen gesonnen sei, ein Vorgehen gegen die Grundlagen unseres Dersassungswesens zu dulden oder mitzumacyen, sie werde aber bemüht sein, darauf hinzuarbeiten, daß unser Volk sich auch hinsichtlich der Verfassung zu einer Einheit zusammenfinde. Bei einer Betrachtung der Ziele der verschiedenen Parteien sprach sich der Redner mit Nachdruck gegen die radikalen Parteien von rechts und links aus, deren Streven nach Diktatur er als grundsätzliches Bekenntnis der Staatspartei das Streben nach der wahren Volksgemeinschaft gegen- überfWlte. Auf dieser Grundlage allein könne sich die organische Fortentwicklung unseres Staatswesens vollziehen, zum Besten aller Teile des Dolkes. Der Redner nahm sodann entschieden Stellung gegen das Machtstreben der Hochfinanz gegenüber dem Staate und forderte, daß bei der Abwehr derartiger Bestrebungen das ganze Dolk geschlossen hinter seiner Regierung stehe. Jedermann müsse sich dem Staatsgedanken und der politischen Staatsführung unterordnen. Diese Einordnung der Kräfte zur Arbeit am Staate sei nur in einer wahren Doliket' gemeinschast möglich und gedeihlich. Dadurch könne sowohl nach außen hin wie auch im Innern die wahre deutsche Freiheit wieder errungen werden.
Im Anschluß an den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Dortrag fand eine Aussprache statt, an der sich ein nationalsozialistischer Redner und mehrere Dertreter der Deutschen Staats- Partei beteiligten.
Verkehrsbeschilderung der Straßen laut geworden. Dazu gehören sowohl die Namensschilder der Straßen als auch die Haltestellenschilder der Straßenbahnen, Warnungstafeln und ähnliches. Die Frage der Vereinheitlichung ist nun zunächst vom preußischen Innenministerium aufgegriffen worden, das zunächst einmal Richtlinien für eine allgemeine Vereinheitlichung für das ganze Reichsgebiet ausarbeiten wird und diese dann dem Reichsverkehrsministerium zur Begutachtung vorlegen will.
** Einige Aenderungen der Wahllokale werden von der Stadtverwaltung in einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Die Wahlberechtigten seien auf diese wichtige Bekanntmachung besonders hingewiesen.
•* D i e Gießener Gastwirtschaften müssen nach einer Anordnung der Polizeiverwaltung in der Nacht nach dem Wahltag sämtlich um 1.30 Uhr geschlossen werden. Die Gastwirteinnung gibt diese Anordnung in unserem heutigen Anzeigenteil bekannt.
•• Sie Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei gewöhnlichen Preisen geöffnet.
** Rindermarkt in Gießen. Am kommenden Dienstag findet hier Rindvieh. (Nutzvieh-) Markt statt.
** Erneuerungen im Phys ikalischen Institut der Landesuniversität Gießen. Nach den Feststellungen der Ministerial- abtcilung für Bauwesen bedarf das Physikalische Institut der Landesuniversität Gießen dringend der Wiederherstellung einzelner maschineller Anlagen und Installationen: die Kosten hierfür werden auf insgesamt 55 800 Mk. errechnet. Dazu kommen notwendige Ergänzungen der apparativen Ausstattung des Institutes im 'Werte von 80 000 Mark, von denen jedoch voraussichtlich 20 000 Mk. ohne Inanspruchnahme staatlicher Mittel aufgebracht werden können: der Rest wird in drei Jahresraten von je 20 000 Mk. für die Staatsvoranschläge 1931, 1932 und 1933 erbeten. Der Minister für Kultus und Dildungswefen hat den Präsidenten des Landtages gebeten, dem Landtage diesen Antrag zu unterbreiten, damit die Einstellung der Beträge in den kommenden Staatsvoranschlag schon jetzt gutgeheißen werden kcrnn. Dies scheint zweckmäßig, weil einmal ein Teil der Wiederherstellungen möglicherweise schon früher vorgenommen werden muß und well außerdem die Wiederbesetzung der Professur von der
Garantte eine» arbeitsfähigen Institute» abhängig ist. Der Finanzausschuß des Landtage- hat sich bereit- durch Augenscheineinnahme über den gegenwärtigen Zustand de- Institute- informiert.
•• Eine Herbstblumen-Au-stellung. 3m Saale de- früheren Atelier Becker, Eingang von der Bahnhofstraße au#, gegenüber der Schan- zcnstraße, veranstaltet die Samenhandlung Heinrich Hahn gegenwärtig eine Blumenausstellung. Sie ist die einzige dieser Art, die m diesem Jahre hier stattfindet, und verdient die Beachtung aller Blumenfreund:. Es wird dort ein über 70 Sorten umfassendes Sortiment Dahlien gezeigt, die in diesem Jahve ganz beionder- schon blühen Außerdem sind zu dieser Elite de» Besten noch über zwanzig der allerneuesten Züchtungen hinzugesügt. Ferner nehmen Teil am stillen Wahlkamps um die Krone der Anerkennung die Hauptsorten der Astern, die neuesten Vertreter der Staudenphloxe in ihrer zweiten Dlütenpracht und noch vieles andere, da- hier nicht aus geführt werden kann. Wer etwa» besonders SchZneS sehen will, versäume diese Gelegenheit nicht, sich über D e Fortschritte deo Blumenzucht zu insvrmieren und seinen Garten auf dem Lausenden zu erhalten. Er wähle möglichst schon den heutigen Nachmittag, oder den stillen Sonntagmorgen, Da der Andrang am Sonntagnachmittag wahrscheinlich so lebhaft sein wird, daß der große, zu einem Saal umgewandelte Raum kaum ausreichen dürste, allen Besuchern die nötige Bewegungssreiheit zu gewährleisten, die nötig ist, um Vergleiche anzustellen und sich die nötigen Notizen in Ruhe machen zu können.
** E i n Tanzturnier um die West- deutsche Meisterschaft findet am nächsten Samstag, 20. September, im Kurhaus zu Bad-Nauheim statt. Interessenten seien auf die heutige Anzeige hingewiescn.
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Wettervoraussage.
Das gestern über Süddeutschland gelegene Tief konnte durch die ihm entgegenwirkenden aus denß nordöstlichen Hochdruckgebiet ausfliehenden Ostwinde keinen rechten Weg zum Abzug finden und hat sich jetzt nördlich über der Nordsee verlagert. Dabei überquerte in der letzten Wacht ein Regengebiet unseren Bezirk, wodurch teilweise recht ergiebige Nieder- schläge fielen. Die Winde haben dabei, besonders im westlichen Deutschland, wieder mehr nach Westen umgedreht, was eine Zufuhr feuchter, ozeanischer Lust bedingt, die das Wetter zunächst noch wechselhaft gestaltet. Don Südwesten her hat wohl starker Luftdruckanstieg eingesetzt, doch naht von Irland ein neues, kräftiges Tiefdruckgebiet mit Barometerständen von unter 750 mm heran. In seinem Bernd) herrscht rege Niederschlagstätigkeit, so daß bei seinem Weiterzug nach dem Kontinent bin auch bei uns wieder vielfach trübes und regnerisches Wetter zu erwarten ist.
Aussichten für Sonntag: Zunächst wechselnd wolkig mit vorübergehender Aufheiterung, dann wieder Bewölkungszunahme mit Riederschlägen, Temperaturen schwankend.
Aussichten für Montag: LlnbeständigeS Wetter mit vereinzelten Regenschauern.
ßufttemperatureivim 12. September: mittags 17,2 Grad Celsius, abends 15 Grad; am 13. September: morgens 15,8 Grad. Maximum 17,8 Grad, Minimum 12,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 12. September: abends 17,7 Grad , am 13. September: morgens 15,5 Grad. — Niederschläge 4 mm. — Sonnenscheindauer % Stunden.
Duftend reine Wüsche durch ।
Sunlicht Seife I
X SS 9/77 k
Nach dem Essen - nach dem Rauchen die Odol-Zahnpasta brauchen!


