Ortsbauplans für das gesamte Stadtgebiet zu beauftragen. Es werden 39 Einzelpläne in zehnfacher Ausfertigung -um Preise von 4800 Mk angefertigt Der Veränderung des Ortsbauplans, die wegen Verbreiterung eines Teils der Friedrichstraße notwendig ist. wurde zugestimmt Für die Freiwillige Feuerwehr wurden 3800 Mark für Beschaffung eines Mannschaftskraftwagens und 2100 Mk für eine Motorspritze bewilligt.
25 Jahre Ernst-Ludwig-Schule in Bad-Nauheim.
4 Bad-Rauheim, ll. März. Die hiesige Ern st- Ludwig-Schule (Oberrealschule und Aeformrealghmnasium i. E.) kann in diesem Frühjahr auf ein 25jähriges Bestehen zurück- blicken Die Schule, die sich jederzeit der besonderen Förderung der Stadtverwaltung erfreuen durste, hat sich in der verhältnismäßig kurzen Zeit von der Höheren Bürgerschule über die Realschule zur Vollanstalt entwickelt. 1911 konnte erstmals die Einjährigenprüfung abgelegt werden. 1924 entließ die Vo lanstalt die ersten Abiturienten Aus Anlaß des 25jährigen Bestehens findet am 29 und 30. März eine schlichte Jubiläumsfeier statt. Am 29. März treffen sich die ehemaligen Lehrer und Schüler zu einer Wiedersehensfeier im Sprudel-Hotel. Der 30. März bringt den akademischen Festakt und ein Iubiläumssestspiel. Erster Leiter der Anstalt war der inzwischen verstorbene Pros. Dr. Karl Zimmer. jetziger Direktor ist Oberstudiendirektor Dr. M o l z.
40 Jahre Bürgermeister
cZ Allendors a. d Lumda, 11 März 'Am 10. April begeht unser Bürgermeister Chri- st i a n Rein jein 40jähr. Amtsjubiläum Aus seinen Antrag Yin veschtoß Der Gemeinderat in seiner längsten Sitzung ihn in Anbetracht seiner großen Verdienste um das Wohl unserer Stadt von diesem Tage ab in den Ruhestand zu versetzen und chm eine jährliche Ehrenpension von 1800 Mk zu gewähren.
Weiterer Ausbau des Alsfelder Mseums
H Alsfeld, 11 März Eine recht erhebliche Erweiterung hat das hiesige Museum des Geschichts- und A i t e r t u m s v e r- eins der Stadt Alsfeld, das in den Räumen des ehrwürdigen Hochzeitshauses am Marktplatz untergebracht ist. in den letzten Monaten erfahren. Die Stadtverwaltung hatte das seither noch nicht ausgebaute dritte Stockwerk des Gebäudes Herrichten lassen und dem Verein zur Erweiterung des Museums zur Verfügung gestellt Die neu gewonnenen Räume präsentieren sich sehr vorteilhaft. Gegenwärtig ist der Museumsverwalter. Beigeordneter Weih, damit beschäftigt. die Räu ne einzurichten Die Reu - ertoerbungen stellen eine sehr wertvolle Bereicherung der seitherigen Museumsschätze dar. ganz besonders hinsichtlich der Erinnerungen an den Weltkrieg, die außerordentlich zahlreich gestiftet worden sind. Die Eröffnung der neuen Museumsabteilung soll im Frühjahr erfolgen. Das Alsfelder Museum wird alsdann eine Reichhaltigkeit der Sammlungen besitzen, wie sie nur wenige Heimatmuseen in Hessen auf- zuweisen haben.
Landkreis Gießen.
u. Älein-ßinben. 10 März Unter außer- ordentlich starker Beteiligung feiner Mitglieder hielt am Samstagabend im Turnerheim der hiesige Spar- und Darlehenskassenverein seine diesjährige Generalversammlung ab Rach herzlichen Begrüßungs- Worten durch den Vorsitzenden des Aussichtsrats. Kaufmann Hermann I u n g . trua der Rechner
des Vereins. Julius Jung, die Bilanz des Jahres 1929 vor. Aus dem Jahresbericht des Direktors. Schreinermeister Wilhelm Fey fei folgendes entnommen Die Spareinlagen des Vereins betrugen am Ende des Berichtsjahres 157 154,40 Mark, die durch den Kassenboten des Vereins umgesetzten Sparmarken erreichten den stattlichen Betrag von 12 037 Mark. An Hhpo- thekengeldern sind insgesamt 55 000 Mark ausgeliehen worden, während das Gesamtguthaben bei den Genossen auf rund 170 000 Mark ange- wachsen ist Der Gesamtumsatz an Wechseln bezifferte sich auf 60 000 Mark. Der Umsatz aller Einnahmen und Ausgaben in 1929 erreichte rund l 500 000 Mark. Die im Berichtsjahr erfolgte gesetzliche Revision ergab keine Beanstandungen, der Kassenbestand am Jahresende betrug 3417 Mark. Trotz der überaus schlechten allgemeinen Wirtschaftslage im Jahre 1929 verlief das Geschäft so normal wie in früheren Jahren. Daß der Verein auf guter Grundlage ruht und daß die Geschäftsführung in berufenen Händen liegt, beweist das Anwachsen der Mitgliederzahl von 142 am Anfang auf 158 am Schluß des Jahres 1929 Das statutengemäß ausscheidende Vorstandsmitglied Philipp Klein wurde wiedergewählt, während für ein infolge Krankheit zurückgetretenes Vorstandsmitglied Ehr. Jung durch Reuwahl in den Vorstand berufen wurde. Die beiden satzungsgemäß ausscheidenden Aussichtsratsmitglieder, Weihbindermeister Ludwig D i e h m a n n und Kohlenhändler Heinrich Weigel, wurden wiedergewählt. Der Vorstand setzt sich jetzt aus folgenden Herren zusammen: Direktor Wilhelm Feh, Stellvertreter Philipp Klein, Rechner Julius Jung. Vorstandsmitglieder August Langsdorf und Christian Jung. Dem Aussichtsrat gehören an Hermann Jung als Vorsitzender, ferner Ludwig Vieh- mann, Heinrich Fischer, Wilhelm Lenz, Heinrich Weigel und Karl Klein. Derbands- revisor Hartmann (Gießen) sprach in längeren Ausführungen über den heutigen Geldverkehr und gab über Fragen, die aus der Versaw! ‘jng heraus gestellt wurden, Auskunft.
! Aus dem südlichen Kreise Gießen, 9. März. Die überaus milde Witterung hat den Landwirten erlaubt schon im Januar und Februar Arbeiten zu verrichten, die sonst in das Frühjahr fallen Besonders ausfallend ist es. daß in diesem Winter viele Ob ft bäume, meistens ältere, umgeschlagen worden sind Es mag dies mit dem schlechten Absatz der Obsternte im letzten Jahre Zusammenhängen Aber auch fast alle Fuhren. Ausstreuen des Düngers usw konnten erledigt werden In diesen Tagen begannen die Landwirte mit der Aussaat des Hafers zu einem 3eih)unft. der nur ausnahmsweise vorkommt. Die Winterfrucht steht glänzend, auch die Kleeäcker versprechen alles Gute, und nur hier und da an besonders trockenen und warmen Abhängen sieht man Mäuse Doch dürsten sich diese Rager bei dem anhaltenden guten Wetter rasch vermehren. Sehr erwünscht wäre ein guter, durchdringender Regen, denn die Feuchtigkeit. die uns der Winter brachte, war äußerst gering Auch in den Gärten wird schon fleißig gearbeitet.
♦ Leihgestern, 9. März, lieber das Thema „Schutzzollpolitik. Landwirtschaft und Arbeiterschaft" sprach an drei Abenden der hiesigen Volkshochschule Dr. G u m bei (Gießen) Rach einer Erläuterung über das Wesen der verschiedenen Zollarten gab der Vortragende einen geschichtlichen ileberblid über die Schutzzollpolitik vom Merkantalismus bis zur Gegenwart Die Frage, ob der Schutzzoll der Landwirtschaft den erhofften Erfolg bringe, verneinte der Redner und stützte seine Ansicht durch Hinweise auf die landwirtschaftliche Getreide- und Schweinekrise der letzten Jahre Als Mittel, der Landwirtschaft Hilfe zu bringen, empfahl Dr Oumbel das Ge
treidemonopol und die Verarbeitung der Kartoffel zu Kartoffelflocken unter staatlicher Kontrolle Zum Schlüsse wurde noch auf die enge Verflochtenheit von Landwirtschaft und Industrie hmgewiesen und die Forderung erhoben, daß der Staat und die ihm untergeordneten Körperschaften alles tun müsse, was zur Abschwächung der landwirtschaftlichen und Jndustriekrise beitragen könne In der anschließenden Aussprache wurde das Für und Wider zu den vorgetragenen Vorschlägen lebhaft erörtert Zugleich wurde der Wunsch geäußert, daß auch im nächsten Winter
«
Eine Medaille für Hessen-Rassaus scheidenden Ober- Präsidenten: Die Schwander-Medaille. die aus Anlaß des Rücktritts Dr Schwanders, der mehr als zehn Jahre Oberpräsident von Hessen-Nassau war, von Prof A Bocke. Kassel, geschaffen wurde.
die Volkshochschule einen volkswirtschaftlichen Kurs in den Kreis ihrer Darbietungen aufnehmen möge
gck Großen-Duseck, 11. März. Morgen begeht der hiesige Postagent Heinrich Pf es- f e r sein 3 0. D i e n st j u b i l ä u m. Bei ihrem großen Umsatz stellt die Agentur an ihren Inhaber erhebliche körperliche und geistige Anforderungen. denen der nun schon in vorgeschrittenem Alter stehende Jubilar in vollem Maße stets gerecht wurde. Sein gefälliges und gerechtes Wesen haben ihm die Hochachtung weitester Kreise ein- gebracht
s Beuern, 11. März. Dieser Tape verstarb die älteste Einwohnerin unseres Dorfes, die Witwe Margarethe Müller, im Alter von 84 Jahren. Runmehr ist das älteste Glied unserer Gemeinde Frau Friederike Kutscher, geb. Schneider, die Witwe des Glasers Kutscher. Abgesehen von Schwerhörigkeit erfreut sie sich noch völliger körperlicher und geistiger Rüstigkeit.
s. Allendors a. d. L d a., 10. März. Am Freitag gegen Abend wurde hier eine außer-
Me blonde Sklavin.
Roman von Hermann IReid
26 Fortsetzung •JlathD’-ud verboten
Dr Rönnederg atmete hastig Schweißtropfen standen auf seiner Stirne Aus Dem Grund seiner Augen lauerte Angst die Angst des von seinem Verfolger in die Enge getriebenen Wildes.
Schulhofs sagte daraus rasch:
„Sind Die wirklich überzeugt, daß er selbst sich so gut getroffen hat?"
Der Arzt fuhr auf
„Was soll diese Frage?"
„Das sollen Sie gleich hören. Herr Dr. Rönne- berg, Ihr Attest entsprach nicht den Tatsachen weil der Schauspieler Witte sich nicht selbst getötet hat. sondern von fremder Hand erschossen worden ist!"
..Was Sie nicht sagen!" rief der Arzt und lachte schrill.
„Es ist so, wie ich behaupte!"
„Dann wissen Die mehr als ich, mein Herr! Mir wurde damals von Herrn Honnecker gesagt. daß der junge Herr sich erschossen habe und bei meiner nachherigen Untersuchung konnte ich auch die Wahrheit Dieser Behauptung feft- stellen! Ich denke, daß Ihnen diele Erklärung genügt und ich möchte unsere Unterredung nun abschliehen!"
Er machte Anstalten, sich zu erheben: aber Schulhoss zwang ihn durch eine befehlende Geste, sitzenzubleiben
„Einen Augenblick noch. Herr Doktor! Ich werde Sie nicht mehr lange belästigen! Zuvor aber wollen wir das Versteckspiel beendigen! Ich weiß aus absolut zuverlässiger Quelle, daß der Schauspieler Witte durch fremde Hand getötet worden ist!"
„Da wäre ich neugierig, diese Quelle kennenzulernen!"
Schulhofs wartete kurz, bann sagte er schnell, eindringlich
..Diese Quelle ist Herr Honnecker selbst!"
Entsetzt sah der Arzt den anderen an. Es schien, als wolle seine Selbstbeherrschung zu- sammenbrechen
„Herr Honnecker? ..." stammelte er.
„3a! In meiner Gegenwart hat er die Beschuldigung. ihren Gatten erschossen zu haben. Frau Eva Witte ins Gesicht geschleudert! Und von Frau Witte, die mir nahesteht, weiß ich ferner, daß Honnecker damals Die. Herr Dr Rönnederg bestimmt hat. diesen Mord dadurch zu vertuschen, daß Sie ein Zeugnis ausstellten, wonach der Ermordete durch Delbsttötung aus dem Leben geschieden feil"
„Das ist nicht wahr!" schrie Dr. Rönnederg in wilder Verzweiflung.
Schulhoff empfand Mitleid mit bet Rot deS
puderen Ader er mußte dis zum Ende gehen
..Warum wollen Die es leugnen. Herr Doktor? . . Das Motiv Ihrer Handlungsweise ist ja menschlich begreiflich Die wollten Ihren Sohn retten I Für ihn taten Die was Sie sonst niemals getan hätten!"
Im Zimmer wurde es todesstille.
Gebrochen, keines Widerstandes mehr fähig faß der Arzt da. Sein Gesicht war ganz fahl Rur die Augen tchienen darin noch zu leben ruhelos irrten sie umher.
Plötzlich erhob er sich. Mit müden, schleppenden Schritten ging er zum Fenster Lange sah er hinaus Endlich wandte er sich wieder Schulhofs zu.
Grenzenlose Riedergeschlagenheit stand in seinen Zügen Mit der rechten Hand machte er eine hilflos? Geste Deine Stimme klang sterbens- matt. als er langsam stockend begann:
„Ich weih nicht, wer Die sind ..., ich weiß auch nicht, aus welchem Grunde Die diese Dinge, die ich schon längst vergessen gewähnt hatte, nun wieder ausaraden .." Er atmete hastig es schien ihm schwer zu werden, das Folgende zu sagen: „Ja .... ich habe es getan .... ich habe gegen meine Becusspflich! gehandelt und jenes falsche Zeugnis abgegeben . . ich habe mich dagegen gewehrt ..., aber ich hatte ja nut die Wahl, entweder den Sohn im Gefängnis zu sehen .. oder das andere zu tun . Da habe ich mich für meinen Sohn entschieden ..
Er machte eine lange Pause. Deine Gedanken kehrten zu vergangenen Zeiten zurück. Ein weicher Zug kam in fein Antlitz
„Ich mühte Ihnen so vieles lagen ..., von früher .. um Ihnen alles klar zu machen .. von meinem heißen Bemühen, mir die Zuneigung meines Kindes zu erringen, das mir gegenüber immer scheu und verschlossen blieb ... Ich konnte es Willy ja nicht immer zeigen, wie lieb ich ihn hatte .. trotz seiner Fehler . wir sind eben beide etwas herbe, oenchlossene Menschen Aber er war das einzige was mir aus meinem an Enttäuschungen reichen Leben geblieben war ., der einzige Inhalt der paar Jahre, die ich noch zu leben hatte ..
Ein Stöhnen kam aus seiner Brust.
„Da geschah das Furchtbare: die Betrügereien, die Willy begangen hatte Ich zerbrach mir den Kopf wie ich die Verfehlungen gutmachen könnte, alles Mögliche versuchte ich. aber ich besah ja nicht so viel Geld, um das veruntreute zu ersetzen Können Die ermessen, was ich damals durchgemacht habe? Der einzige Sohn sollte in- Gefängnis wandern .. Spott und Schande erdulden . und ich konnte Ujn nicht davor bewahren! ..
Da kam. gerade als ich schon alle Hossnung aufgegeben hatte, Honnecker zu mir Er wußte von Willy- Verfeh.ungen. er versprach mir. die ganze Sache aus der Well zu schassen und sogar I meinem Sohn bei sich eine Stellung zu geben.
vorausgesetzt, daß ich ihm einen Gefallen erweise Ich erklärte mich zu allem bereit. Run rückte er mit seinem Anliegen heraus Etwas derartiges hatte ich allerdings nicht erwartet Ich wies sein Ansinnen zurück verzweifelt sträubte ich mich dagegen .., aber Honnecker batte nur ein kaltes Entweder — Oder! Er versicherte mir. kein Mensch würde je etwas davon erfahren Rur er wisse davon und die Frau des Ermordeten, die ihn erschossen habe, und daß sie für alle Zeiten reinen Mund halten werde, sei selbstverständlich!"
Dr Rönnederg sank wieder in sich zusammen.
.Ich kämpfte lange mit mir ..., endlich ging ich mit Honnecker! Ich wollte meinen Sohn retten ., er war noch so jung . ..sein Geben lag vor ihm .... i ch war mit dem meinen bald zu Ende . ., durfte ich da an mich denken? .
Etwas Erschütterndes war in den Worten des greifen Mannes Schulhofs stand auf und reichte ihm die Hand.
.Ich verstehe Sie. Herr Doktor! Vielleicht hätte ich in Ihrer Lage ebenso gehandelt. Und Die dürfen überzeugt fein, daß durch mich niemand etwas von der Dache erfährt, wenn Die mir noch eine Frage beantworten."
Der andere hob fragend den Kopf.
„Ist es Ihre unumstößliche Gewißheit, daß Frau Witte es war. die ihren Mann erschossen hat?"
Dr Rönnederg fuhr zurück Grenzenloses Entsetzen stand in seinem Gesicht Da wußte Schulhofs daß sein Verdacht ihn nicht getrogen hatte. Eva Witte hatte den tödlichen Schuh nicht abgegeben.
„Wer sollte es sonst gewesen fein?“ fragte der Arzt bebend.
„Die Sache trug sich damals so zu: Frau Witte trat ihrem Gatten, als er in betrunkenem Zustand in ihr Schlafzimmer eindringen wollte entgegen; wenn sie auf ihn geschossen hätte, hätte der Schuh doch von vorne in den Körper einbringen müssen, nicht wahr! Erinnern Die sich nun. wo sich Der Ginschuhkanal befand? Die haben den Toten doch untersuchtI"
„Daran kann ich mich heute nicht mehr erinnern!" antwortete Dr. Rönnederg gepreßt.
„Geben Die sich Mühe. Herr Doktor, vielleicht fällt es Ihnen doch noch ein!"
Der Arzt richtete sich plötzlich starr auf. Deiner leibst nicht mehr mächtig, schrie er Schulhofs an
„Run sagen Sie endlich, wohinaus Die mit Ihrem Gesrage wollen!"
Schulhoss blickte den anderen durchdringend an
„Ich will wissen, ob zutrifft was ich vermute dah nicht Frau Witte, sondern Honnecker den Schauspieler erschollen hat, um dessen Frau in seine Hand zu bekommen!"
Dr. Rönnederg stieh ein heiseres Lachen aus Er wollte den Blicken DchulhoffS ausweichen, aber diese ließen ihn nicht loS.
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Vorsitzende erstattete, ging hervor, daß der Der- I r1'2? ein im verflossenen Geschäftsjahre wiederum recht gute züchterische Erfolge au verzeichnen hat und | ;tS Jfarl mit seinen Resultaten zufrieden sein kann Der “@;£>rg Mitgliederstand hat sich aus der seitherigen Höhe D
Am gestrigen^ I Hirsch" Die*
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Mitgliederstand hat sich aus der seitherigen Höh, gehalten. Das Andenken des verstorbenen Ehren»
Dein Gesicht verzerrte sich Keuchend flog Atem
+ Grünberg, 9. März. Am Samstagabend fand im .Hotel Hirt
gewöhnlich große Schar Wildgänse bemerkt Sie überflogen unfern Ort und zogen etwa in nördlicher Richtung auf Rordeck zu weiter Wir haben also anscheinend nicht nodj einmal mit einem Kälterückfblag zu rechnen
Z Allendors a. d. L d a., 10 März. Gestern nachmittag hielt der Geilügelzuchterver- ein Allendors a d. Lumda und Um-
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ordentliche Hauptversammlung des Männeraesangvereins statt. In seinem Jahresberichte konnte der Vorsitzende feststellen, daß ein reger Besuch der Gesangsstunden stattgefunden habe, bei einem derzeitigen Stande von 43 Sängern stellt sich die durchschnittliche Besucherzahl auf 37 Sänger pro Singstunde. Dadurch war es auch dem Chormeister des
Mitgliedes Eberhard R a n f t wurde in der Üblichen Weise geehrt Der von dem Kassenwart Ranft vorgetragene Kassenbericht ergab ein erfreuliches Bild. Trotzdem der Verein im vergangenen Geschästsjahre neben den gewöhnlichen mehrere größere Ausgabeposten zu bestreiten hatte, verblieb noch ein kleiner Kasfenbestand Die
Rönnebergs Hände die das Zeitungsblatt hielten zitterten. Gr wankte Ein ungeheurer Kampf schien sich in ihm abzuspielen
..Soll Ihr Sohn im Gefängnis sitzen während dieser Mörder frei herumläuft?" rief Schulhofs.
Da kam ein wilder Laut über die Lippen des Arztes Er ballte die Zeitung zu einem Knäuel und warf ihn jäh zu Boden. Roch nie zuvor hatte Schulhoff ein menschliches Antlitz gesehen, in dem so abgrundtiefer, zerfleischender Haß geloht hatte, wie nun in Gesicht Dr. Rönnebergs. (Fortsetzung folgt.)
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Prüfung der Rechnung, vorgenommen durch die Mitglieder Friedrich Schneider und Ludw g K r i e b . gab zu Beanstandungen keinen Anlaß, j und es wurde daher dem Rechner Entlastung erteilt Bei der Vorstandswahl wurde der alte Vorstand wiedergewählt. Zur Zeit gehören dem Vorstände an Bahnassistent Wilhelm Rachti- galt. Allendors, 1, Vorsitzender. Maurermeister Heinr. Käs II., Allendors, 2.Vorsitzender. Weiß- binbermeifter Christ Ranft, Allendors, Rechner. Lokomotivführer Emil Manns, Allendors, Schriftführer, Postassistent Friedr. Schneider, Allendors. Gifenbahnbeamter i. R. Wilh. Walter VII., Daubringen, und Landwirt Heinrich Rein. Winnen, als Beisitzer. Mit Rücksicht auf die im kommenden Dezember in Gießen stattfindende größere Bezirksausstellung beschloß der Verein, die diesjährige lokale Geflügelschau schon im Rovernber an einem noch näher zu bezeichnenden Tage au veranstalten.
h Kesseloach, 11. März. Die landwirtschaftliche Bezugs - und Absatzgenossenschaft Kessel bach hielt dieser Tage bei Mitglied Heinrich Echomber ihre Generalversammlung für das Geschäftsjahr 1929 ab. Der Vorsitzende des Aussichtsrats^ Wilhelm Dieh II., leitete die Versammlung Aus seinem Bericht, sowie aus Dem Revisionsbericht, den er zur Kenntnis gab, ging hervor, daß die Genoffenschaft unter mustergültigen Führung weiter vorwärts schreitet und Beanstandungen nicht stattfanden. Wenn auch die Bilanzsumme infolge der örtlichen Zersplitterung sich in kleinen Zahlen bewegt, so konnte doch gegenüber dem Vorjahre eine Steigerung des Warenbezugs von 60 v H. festgestellt werden. Aus dem Reingewinn konnte außer den gesetzlichen Abschreibungen wieder eine Waren Dividende von 3 v. H. an die Mitglieder verteilt werden. Rach Erledigung des geschäftlichen Teils vereinigte ein gemütliches Beisammensein die Mitglieder in schönster Harmonie. Von dem Resultat dieser Versammlung dürfte eine weitere Dorwärtsentwickelung der Genossenschaft zu erwarten sein.
„Honnecker war im Zimmer, als der tödliche Schuh fiel!" fuhr Schulhoff fort. ..Schon lange war es sein Bestreben, die Wittesche Ehe zu zerstören. um dann bei der Frau, wie er toäfcnle, leichteres Spiel zu hoben! Der Zusammensllh zwischen den beiden Gatten tn jener verhängnisvollen Rächt war von Honnecker selbst herbeigeführt: und als er dann die Gelegenheit für günstig fand, knallte er Reinhold Witte nieder! So und nicht anders hat sich die Sache zugetragen: davon bin ich felsenfest überzeugt!"
Dr. Ronneberg schüttelte langsam den Kopf.
„Sie irren sich ..., so war es nicht ..."
Schulhofs faßte den anderen an beiden Schultern.
„Die lügen!" sagte er hart. „Sie wollen nichts lagen, weil Die auch heute noch Honnecker fürchten! Aber glauben Die mir. feine Macht ist bald zu Ende! Ein Wort von mir über diese Sache«, und der Mann ist verloren!"
Ein gequältes Lächeln irrte über das fcagerdi Gesicht des Arztes.
„Da unterschätzen Sie Herrn Honnecker! .. ."
Schulhofs überlegte blitzschnell So kam er nicht weiter! Auch hier reckte sich die Angst vor ber.; Ungeheuer Honnecker wie eine unuberfieigbate Mauer vor ihm auf. Run galt es, den letzten Pfeil abzuschießen.
„Ober halten Sie sich noch immer Honnecker gegenüber zur Dankbarkeit verpflichtet?" sagte er. „Weil er damals die Dache mit Ihrem Sohns j verwendet hat. um Die für feine verbrecherischen Pläne auszunühen?"
2 Xibba, Lfincifrer kmci Doh Enn CRuIlm fai C. Schube Mne Geschäft n- Mcnhai k?. man schoi kennen unb Eint’ imo ( troffen, 3to ■ n cn, die se fcen müssen
Er zog die Zeitung. Die er am Morgen eingesteckt hatte, aus Der Tasche.
„Ich habe Ihnen vorhin wegen Ihres DohneS nicht die volle Wahrheit gesagt. Herr Doktor. Hier lesen Die!"
Dr Rönnederg riß ihm die Zeitung aus Der Hund Er las. Seine Lippen bewegten als spräche er jedes Wort nach das auf Blatte stand.
„0o well hat der Schuft Ihren Sohn trieben!" sagte Schulhofs auspeitschend „Das war fein Dani für Ihren großen Dienst' Zu Grunde hat er ihn gerichtet! Jetzt kommt Ihr Sohn doch noch ins Gefängnis, vor dem Die ihn bewahren wollten!"
: im bena 9leid3^ ' reine j ’S Ai
gebung feine Jahreshauptversammlung im Saale der Gastwirtschaft „3um Bahn- Hot" ab Der Vorsitzende Rachtigall eröffnete die gut besuchte Versammlung mit einer kurzen f ' Begrüßungsansprache, in welcher er insbesondere auf die Wichtigkeit und Rützlichkeit der Geflügel- zücht hinwies. Aus dem Jahresbericht, den bet


