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Oer Heilsarmeegeneral in Frankfurt.

WSR. Frankfurt a. M., 11. Febr. Der oberste Führer der gesamten Heilsarmee der Welt. Edward Higgins, der Nachfolger Vramwell Vooths, weilte fjeutc in Frankfurt. Er wurde heute nachmittag in der Geschlechter- stube des Römers bei einem Tee von einem Komitee begrüßt und bei dieser Gelegenheit von Bürgermeister Gräf namens der Stadt will­kommen geheißen. Auf einer von etwa 2000 Per­sonen besuchten Heilsarmeekundgebung sprach Higgins abends im Saale des Palmen­gartens. In etwa anderthalbstündiger, in eng­lischer Sprache vorgetragener Rede schilderte er das Werk der Heilsarmee. Die Heilsarmee ar­beitet heute in 85 Ländern der Erde. In 59 Sprachen wird das Evangelium von mehr als 30 000 ausgebildeten Offizieren verkündigt. 108 Zeitschriften erscheinen periodisch in einer Auf­lage von einer Million. 6250 Offiziere arbeiten allein in den Sozialanstalten der Armee. Fast eine Viertel Million armer Menschen schlafen allnächtlich unter dem schützenden Dach der Heils- armee. In Deutschland gibt es 285 Stationen

(Korps), Sozialanstalten usw., vier Logisheime für alleinstehende Mädchen und Frauen, ein Wöchnerinnenheim, fünf Mädchenheime für Ge­fährdete, zwei Kinderheime, ein Altersherm für Frauen, zwei Fürsorgebureaus für Gefangene, ein Rachforschungsbureou für Vermißte und Verschollene, 26 Männerheime für Arbeits- und Obdachlose, sowie Logisheime, in denen, um nur eine Zahl zu nennen, im vergangenen Jahr weit über zwei Millionen Mahlzeiten verabreicht wur­den. Das aus Berlin anwesende Staatsorchester in Uniform bestritt den musikalischen Teil der Kundgebung, an der auch viele Richtangehörige der Ailsarmee als Gäste teilnahmen.

Oer neue

Wiesbadener Oberbürgermeister.

WER. Wiesbaden, 11. Febr. In einer nicht immer harmonisch verlaufenen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung, die sogar einmal unterbrochen werden mußte, weil von der Galerie eine Stinkbombe in den Saal geworfen worden war, wurde heute unter 84 Bewerbern Stadtverordneter Rechtsanwalt

Krücke, Wiesbaden (D.V.P.), zum Ober­bürgermeister gewählt. Für Krücke stimm­ten die eigene Partei, das Zentrum, die Wirt­schaftspartei und die Sozialdemokraten. Gegen ihn waren die Rational) ozialisten, Deutsch- nationalen, Demokraten und Kommunisten.

Der neue Oberbürgermeister, der seit 1914 der Wiesbadener Stad v:rordnetenver?ammlung angehört, ist 1880 in Limburg a. d. Lahn ge­boren. Politisch betätigt er sich auch noch im Kommunallandtag d:s R girrung^b z'rls Wies­baden und im Provinziallandtag der Provinz Hessen-Rassau.

An einer verschluckten Gräte gestorben.

WSR. Bad Homburg, 10. Febr. Im Alter von 59 Jahren verstarb der Dad Homburger Rechtsanwalt Dr. Wolff. Dor einiger Zeit hatte er eine Fischgräte verschluckt, die sich im Darm querlegte und mehrere D a r m - wände durchbohrte. Eine Operation konnte chn nicht mehr am Leben erhalten. Der Ver­storbene gehörte seit mehr als zwei Jahrzehnten dem Homburger Stadtparlament als Vertreter der Deutschen Volkspartei an und galt als bester

Kenner und Mitarbeiter der Homburger Koma munalpolitik.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

TB. Re. Wenden Sie sich in Ihrer Angelegenheit unmittelbar an das Reichspatentamt in Berlin, oder einen Patentanwalt. Einzelne Firmen können wir aus naheliegenden Gründen nicht empfehlen.

21. Ein Mieter ist nicht berechtigt, sich ohne Ge- nehmiaung des Hauseigentümers einen besonderen Schlüssel anfertigen zu lassen für Räume, die ab­wechselnd der Allgemeinheit für besondere Zwecke zur Verfügung stehen, z. B. zu dem für Wäsche­trocknen bestimmten Bodenraum. Beim Abhanden­kommen von Wäschestücken setzt sich außerdem der Schlüsselbesitzer einer besonderen Verdachtsgefahr aus.__

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Donnerstag, den 13. Mflrz 1930 Fasel-Markt

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Pferde-, Zuchtvieh-, Schweine-, Ziegen-Markt und Fohlen-Schau Es findet eine große Prämiierung von Pferden, Fohlen, Kühen, Rindern, Schwei­nen und Ziegen statt Namhafte Geld- und Ehrenpreise stehen zur Verfügung.

Nachmittags 2 Uhr:

Reichhaltige Verlosung

Preis des Loses 1 Mk. Die Gewinne be­stehen aus Rindern, Schweinen, Rasse- hühnem, landw. Geräten sowie Haus- haltungs- und Einnchtungsgegenständen.

Ab 4 Uhr nachmittags TANZ in den hiesigen Tanzsälen

Hauptvertrieb der Lose durch R. Ploch, Weiseierstraße 49

Anmerkung: Die BuUen-Auktion des Land- wirtsdiaftskanimer-Ausschusses für die Provinz Oberhessen findet bereits am Tage vorher, also am 12. März, vormittags von 10 Uhr ab statt. 1258V

Bund Haus und Schule

Familien-Abend

Freitag, den 14. Februar, abends 6 Uhr, im Johannessaal

Vortrag mit Lichtbildern

von Herrn Pfarrer Kn ab, Mainz-Gustavsburg, über:

Eine Diasporafahrt durch Jugoslawien

Ferner:

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Das reichhaltige Beiprogramm und Die neuesten Tagesberichte aus aller Welt

RuhigesHeimmitKüchenbenutzung

Ein zwerchfellerschütterndes Lustspiel in 8 Akten.

Mit der großen deutschen Starbesetzung:

Henry Bender, Elisabeth Plnajetf, Kun Ves­permann, Ida Wüst, Albert Paul g, Lucle Englisch, Ida Perry, Fritz Schulz, Emmy Wyda, Heinrich Gotho.

Astoria-Lichtspiele

Heute letzter Tag: Der Kampf um Mitternacht Ab morgen bis einschl. Sonntag bringen wir vielfachen Wünschen entsprech und des großen Erfolges wegen:

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bei kleinen Eintrittspreisen.

Ferner das reichhaltige Beiprogramm.

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Bahnhofstraße 34

Heute letzter Tag:

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Ab morgen bis einschl. Sonntag:

Das Mädel von der Operette

Bieter Theater-Vereinigung s

Samstag, den 15. Februar 1930

Preis-Maskenball

im Katholischen Vereinshaus

Eintritt: Vorverkauf Mk. 1.50, Abendkasse Mk. 2

Karten im Vorverkauf zu haben: Kath. Vereinshaus, Mode­haus Karl Nowack, Kaufhaus Elsoffer, Schuhhaus H. Pfeiffer, Wolkengasse, im Wasserhäuschen Frankfurter Straße, und bei den Mitgliedern. Die Preise sind bei der Firma Modehaus Carl Nowack, Seltersweg, ausgestellt 0905

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Donnerstag, 13 Februar 1930,20 Uhr,Stadttheater

2. Symphonie-Konzert

Das Meininger Landestheater-Orchester

Leitung: Dr. Stefan Temesvary

Solistin: Paula Hegner (Klavier)

Gluck, Ouvertüre zu Iphigenie Mozart, Klavierkonzert Es-Dur Brahms, Vierte Symphonie E-Moll

Der Konzert-Flügel »Blüthner« ist aus dem Pianolager Schönau. Seltersweg 91 Eintrittskarten: Mk. 5.00, 4.00 und 2.50 bei Ernst Challier (Fernruf 2671) und abends an der Kasse. Studentenkarten Mk. 1.50 bei Herrn Sekretär Ritter gegen Ausweis iuo3ü Die bereits für 23. 1 gelösten Karten behalten ihre Gültigkeit Lurnlehrenmen-Semmar. Wir beabsichtigen, in Verbindung mit dem Institut für Leibesübungen an der hiesigen Universität ein Turn- lehrerinnen-Seminar zu Ostern 1930 zu eröffnen.

Für die Aufnahme in diese Anstalt kommen in Betracht: 1. Bewerberinnen, die bereits eine Lehramtsprüfung ab­gelegt Haden, und

2. wenn noch platze frei sind auch solche Bewerberinnen, die die ZReife eines Lyzeums (höhere Mädchenschule) oder eine gleichwertige Dorbildung besitzen und mim bestens 18 Iahre alt sind.

Anmeldungen und etwaige Anfragen sind an die unter­zeichnete Stelle zu richten. *

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Donnerstag, den 13. Februar, nachmittags 2 Llhr, versteigere ich im Löwen, Neuenweg dahier zwangsweise geg. Barzahlung:

einen Vervielfältigungsapparat, einen Eisschrank, zwei Sofas, zwei Regula­toren, einen Bilderschrank, vier Büfetts, drei Kredenzen, vier große Bilder, einen Küchenschrank, zwei Kassenschränke, eine Registrierkasse, drei Schreibtische, einen Wäscheschrank, eine Waschmaschine zwei Herde, zwei Gasherde, zwei Kla­viere, eine Friseurtoilette, eine Doppel- schreibladenkasse, einen Diwan mit vier Sessel, vier Chaiselongues, zwei Tische, 14 Stühle, einen Trumeauspiegel, eine Nähmaschine, ein Vertiko, zwei Bücher- schränke, eine Kommode, eine Schreib­maschine, einen Teppich, eine Standuhr. v»vausgcht«<b bestimmt:

eine Brötchenmaschine, eineTeigmaschine. eine Anschlagmaschine, eine Eismaschine mit Konservator, sechs Ballone flüssige Teer- und Kamillenseife, eine Kanne Rizinusöl, einen Arbeitstisch, 14 leere Glasballons, 8000 leere Haarwasser« fläschchen, 15000 Pappkartons, eine De- stillationsmaschme. 1267D

Bestimmt:

eine Bowle eine große Vase, einen Glasteller (Bleikristall).

-verrn

Gerichtsvollzieher in Gießen z Steinstraße 13 Fernruf 4101 '