Einzelbild herunterladen

Stadtvorstandssihung in Alsfeld.

Alsfeld, 10.Dez. 3n der letzten Stadt­vorstandssitzung wurde zunächst die 21 b - rechnung über denPrämienmarkt 1930 vorgelegt. Biese schließt mit einer Gesamteinnahme von 9655,43 Mk. und mit einer Gesamtausgabe von 10 821,73 Mk. ab, so daß sich ein Fehlbetrag von 1166,30 Mark ergibt, der aus dem noch vor­handenen Rest des Marktfonds gedeckt wird, wo­mit dieser aufgebraucht ist. Wie der Vorsitzende berrwrtte, ist an diesem Ergebnis hauptsächlich der Rückgang der Einnahmen aus der Marktverlosung schuld, da der 2lbsatz der Lose immer mehr zu­rückgeht, was auf die wirtschaftlichen Verhältnisse zurückzuführen sei. Der Vorsitzende teilte mit, daß 'Verhandlungen im Gange seien, um die P r ä - mienmärkte in Oberhessen so zu regeln,

geb er die neuen Dewvhner dieses Schmuckkäst- chens sind.

Bei den ersten Diplomatentees am Rand des Tiergartens ging es sehr musikalisch zu. 2Iuf dem Empfang im Haus des neuen rumänischen Ge­sandten Professor Lasca spielte Theophile De- metriescu, der Bruder der Gesandtin, Bach, Mozart, Chopin und Rachmaninoff voll Liebe und Verständnis. Auch dort erschien der apostolische Runtius an der Spitze des diplomatischen Korps. Der Geschäftsträger, Minister 2Iurelian, der in Berlin, viel gute Freunde hat, half der Haus­frau bei der ungewohnten Beschäftigung des Re­präsentierens! denn bei Professor Tascas war es bisher nicht üblich, Gesellschaften im großen Stil zu geben was seinen Vorgängern, den elegan­ten Comnänes, ein Leichtes war. 2llS Rektor der Hochschule in Bukarest lebte der dort sehr ver­ehrte Lehrer ganz zurückgezogen mit seiner Frau und der anmutigen Tochter. Rur ein oder zwei 21bende der Woche gehörten den Schülern, die ab­wechselnd zu einem Imbiß in das Haus des Ge­lehrten kamen und von denen erzählt wird, daß sie bei der 2lbreise des neu ernannten Gesandten nach Berlin den Zug so dicht umlagerten, daß er kaum abfahren tonnte.

In der österreichischen Gesandtschaft rief eine Künstlerin zu einer Stunde Musik. Die liebens­würdigeHausfrau, die Gattin Dr. F r a n k s, ge­borene Margarete Wit, spielte mit dem Cellisten Gregor P i a t i g o r s k y Werke von Beethoven, Bach und Weber. Hauskonzerte in der Dendler- firahe kehren jetzt regelmäßig wieder, und es ist allemal ein unbeschreiblicher Genuß, die kultivierte Musik in den schönen Räumen genießen zu dür­fen. Dort traf man eine illustre 2luslese Berliner Musiker und Musiksachverständiger, Professor Klemperer, den Komponisten Schönberg, Professor Schnabel und Franz von Men­de l s o h n, der in seinem Hause köstliche musi­kalische 2lbende gibt, auf einer Rokokobühne in einem Rokokosaal musikalische Schäferspiele, die von den ersten Künstlern der Reichshauptstadt dargestellt werden. 2luch der ritterliche Gesandte Bayerns, Dr. von P r e g e r, liebt die Musik. Das Palais in der Voß-Straße, mit der imvo- santen. durch das ganze Gebäude gehenden Mar- mvrhalle, zu deren beiden Seiten Freitreppen em­porführen, ist eins der prächtigsten in Berlin. Die Gäste werden in ernsten, würdigen Räumen emp­fangen, die mit schwerer Seide in grün und in tiefem Rot tapeziert sind. Ein Eßzimmer im süd­deutschen Barock führt zum festlich lichten Mar­morsaal, wo man musiziert. Diese Räume dienen aber nicht nur der Repräsentation. Da gibt es einige Damen im Berliner Westen, die seit Iahren viel für den Mittelstand tun. 2luch ihnen öffnet der Gesandte zweimal jährlich sein Heim, um ein Konzert zugunsten ihrer stets leeren Kassen zu geben. Müßig zu sagen, daß die Karten reihen­den 2lbsah finden! Welche beseligende Möglich­keit der noch nicht ganzArrivierten", wenigstens gegen Bezahlung einmal Tee in einer Gesandt­schaft zu trinken, Im Ianuar erzählt man dann in St. Moritz davon; niemand kann dort kontrol­lieren, daß es einbezahlter Tee" war. Im Zei­chen der Wohltätigkeit kommt man auch zu Frau von Siemens, zu Dr. M a m r o t h von der AEG., und im Sommer in den Garten des je­weiligen Außenministers.

In dem italienischen Palais in der Bic- toriastrahc wohnt seit einem halben Iahre Frau Orsini Baroni, Tochter des im Iahre 1925 verstorbenen Geheimrats Gutmann von der Dresdner Dank. 2118 sie vor Monaten von Kon­stantinopel nach Berlin übersiedelte, brachte sie ein kleines Reh mit, von dem sie sich nicht trennen wollte, und das im Berliner Zoo einquartiert touröe, wo es jeden Morgen von seiner schönen Pflegemutter gefüttert wird.

Zum ersten Empfang beim griechischen Ge­sandten und Frau Poiitis stauten sich dieser Tage die Autos vor der Gesandtschaft. Die zier­liche Griechin mit dem graumelierten Bubenkopf und dem jungen Gesicht ist eine liebenswürdige Dame In einer eindrucksvollen Halle erwartete das Gesandtenpaar seine Gäste. In den nach dem Garten liegenden Festräumen herrschte lebhafteste Unterhaltung bei Tee und Cocktail. Feierliche Ruhe lag über den Salons an der Straßenfront; dort zelebrierten die Unentwegten ihren Bridge. Daß der elegante Minister von Brasilien, Dr. Ad. Guerra-Duval. einer der besten und deshalb begehrtesten Bridgepartner der Deichs­hauptstadl ist, soll nicht verschwiegen werden. Frau Staatssekretär W e i s m a n n ist aber in dieser Kunst ebenfalls schwer zu schlagen und kann sich im Bridgespiel wohl mit den amtlich akkredi­tierten Gesandten messen.

daß NH die Marktstadk« nicht gegen- seitigKonkurrenz machen. Die Abrechnung wurde genehmigt.

Der Geschichts- und Altertumsver­ein der Stadt Alsfeld, der seither ein­getragener Verein war, will die Rechtsfähigkeit, weil für ihn bedeutungslos, aufgeben und als nicht rechtsfähiger Verein weiter bestehen bleiben. Der Stadtvorstand erklärte sich mit der nach der Satzung dadurch formell notwendig gewordenen Uebertragung und Rückübertragung des Vereins» vermogens einverstanden.

Eine Anzahl alter Wassermesser soll gegen neue, von der Firma Friedrich Holt­mann in Wetzlar zu liefernde Wassermesser nach den näheren Erläuterungen des Stadtbaumeisters umgetauscht werden.

Unter Mitteilungen gab der Vorsitzende die neue Losholztaxe für das Wirtschafts­jahr 1931 bekannt, woraus sich ergab, daß die Preise allgemein niedriger gesetzt sind als im vor­ausgegangenen Wirtschaftsjahr.

Am Schlüße der öffentlichen Sitzung fand eine AusspracheüberdenPreisabbau statt, worüber der Vorsitzende berichtete. Rach An­gabe der hiesigen Bäckermeister, unter Vorlage einer Zusammenstellung der Brotpreise, besitzt die Stadt Alsfeld mit die niedrigsten Brotpreise von ganz Hessen, so daß ein weiterer Preisabbau nicht mehr möglich erscheint.

GroßerEinbruchsdiebstahlinJriedberg

WSR. Friedberg. 10. Dez. In der ver­gangenen Rächt erbeuteten Einbrecher in der Tabakwarengroßhandlg. Becker & Co. (wie von uns gestern schon kurz berichtet. D. Red.) ungefähr 40 Mille Zigaretten, einen Zentner Tabak und ansehnliche Mengen Süßwaren (Scho­kolade usw.). Der Schaden beträgt etwa 2000 Mk. Als Täter kommen zwei bis drei Männer in Frage, die ihr Diebesgut wahrscheinlich mit einem Kraftwagen abtransportierten. Vor etwa vierzehn Tagen wurde in der gleichen Straße ein Schneidergeschäft durch Einbrecher ausgeräumt.

SJL-Spoit

Handball der Reickswehr.

Gießen Fulda 10:3.

Am Mittwochnachmittag standen sich auf dem Sportplatz der Spielvereinigung 1900 die Aus­wahlmannschaft des hiesigen Bataillons und des in Fulda stationierten Artillerie-Regiments in einem Ausscheidungsspiel um die Divisionsmeister­schaft gegenüber. Der Kampf, der sich in sehr lebhaften Formen abspielte, sah die Gießener in starker Feldüberlegenheit, die die Fuldaer kaum zum Zug kommen ließ. Bereits zur Halbzeit stand das Spiel 6:2 für Gießen. Die zwttte Spiel- halfte sah die hiesigen Soldaten abermals in Front, die Gäste vermochten lediglich noch einen Treffer zu erzielen, während die Infanteristen noch viermal erfolgreich waren und sich die Ful­daer mit 10:3 geschlagen bekennen mußten. Die hohe Riederlage der Gäste war im besonderen auf die wenig überzeugende Leistung ihres Tor­hüters zurüc^usühren. Der Schiedsrichter Dir­ke n st o ck von der Spleldereinigung 1900 entschied korrekt und hatte kein allzuschweres Amt. Die Fuldaer Artilleristen scheiden mit dieser Rie­derlage aus der Runde um die Divisionsmeister­schaft aus.

Die siegreiche Mannschaft wurde von dem an­wesenden Dataillonskommandeur belobigt.

Tanzturnier in Gießen.

Der Reichsverband zur Pflege des Gesell­schaftstanzes hielt unter der Mitwirkung des TanzklubsRot-Weih". Gießen, im großen Saale des Gesellschaftsvereins ein Tanzturnier ab, das sich eines guten Zuspruchs erfreute. Das Turnier stand unter der Leitung des Herrn A. P. Hart­mann- Cmersen. die Turniermusik wurde von der Tanz-Turnier-Kapelle Schillinger, Wies­baden, gestellt.

In der Gäste-Klasse siegten als erstes Paar: Herr IacobyFrl. Cnhvldt, Frankfurt am Main, als zweites Paar: Herr Steinmann Frl. Schmidt, Heidelberg, als drittes Paar:

Herr ErtkmannFrl. Poppert, Gießen. In der E -Klasse siegten als erstes Paar: Herr SeippFrl. Schmittgall, Gießen, Rot- Weih-Klub, Gießen, als zweites Paar: Herr Dr. MinderFrl. Cottö, Rot-Weih-Klub, Gie- henf als drittes Paar: Herr und Frau Theis, Rot-Weih-Klub, Gießen. In der B - Klasse belegte den ersten Platz He/r Paul Frl. Eurich, Rot-Weih-Klub, Dad°Rauheim, den zweiten Platz Herr und Frau Daur, Dlau- Weih-Klub, Dad Homburg, der dritte Platz brachte den Paaren Herr KobelFrl. Schupp, Rot-Weih-Klub, Gießen, sowie Herr Harre Frl. von Daer, Blau-Weiß-Kasino, Mann­heim, ein Unentschieden. In der Sonder- X-Klasse siegten als erstes Paar: Herr Fer­nandFrl. Iohn, Rot-Weih-Klub, Daü-Rau- heim, als zweites Paar: Herr Dr. Dachmann Frl. Dachmann, Doston-Klub, Düsseldorf, als drittes Paar: Herr BillersFrl. Dürckner, 2tot- Weih-Klub, Dad-Rauheün.

Billard-Sport.

Slädlekampf Gießen Frankfurt.

Am Sonntag weilte der Frankfurter Billard- Klub bei dem 1. Gießener Billard-Klub zu einem Städtekampfvorspiel der 2. Klasse zu Gast. Die Spiele wurden im Klublokal Cafe Amend aus­getragen.

Schöner Sport wurde auch in dieser Klasse ge­zeigt, stand doch manche Partie bis zur letzten Aufnahme vollkommen offen. Sieger des Vor­spiels blieb der 1. Gießener Billard-Klub mit 1299; 1091 Bällen, einem Vorsprung von 208 Bäl­len. Das Rückspiel findet am 14. Dezember in Frankfurt im Klubheim des Frankfurter Billard- Klubs in der Akademie Donhauser statt.

Oie deutschen Reiter am Korridor.

»ung des Stafettenrittes von Lüneburg 'rffenburg, Pommern, Danzig und Ost­preußen nach Tilsit. Die letzten am Montag der Presse übermittelten Nachrichten betrafen das Pas-

GN-Winter 1930/31.

Zusammenschluß der Skiläufer.Internationale und nationale Veranstaltungen.

Wenn man die organisatorischen Vorbereitun­gen der großen europäischen Skiverbände einer Vorschau unterzieht, so darf man getrost sagen, daß die WinteriPortzeit außerordentlich viel ver­spricht. Ob sie ebensoviel hält, bleibt abzuwarten. Wir dürfen nie »ergeben, daß wir in einer Periode stark wechselnder Witterung leben und daß der Winterwettergott gerade unseren deutschen Ver­anstaltern im letzten Iahre mehrere dicke Strich» durch die Rechnungen machte. Immerhin ist der Gedanke beruhigend, daß

der organisatorische Zusammenschluß

in der europäischen Skiwelt wieder einige erfreu­liche Fortschritte zu verzeichnen hat. In München ist bei der letzten Hauptversammlung des DSV. die Zusammenarbeit zwischen deutschen und öster­reichischen Sklläufern auf eine hoffentlich dauer­hafte Basis gestellt worden. Unter Wahrung der vollen Selbständigkeit der beiden Skiverbände deut­scher Zunge ist als Dachverband ein Deutscher und Oesterreichischer Skiverband gegründet worden. Er hat als allgemeine Punkte:Vertiefung der Be­ziehungen in sportlicher und völkischer Hinsicht", als Sonderziele: die Herausgabe einer einheit­lichen Wettlaufordnung, die gemeinsame Regelung der Termine, die gegenseitige Anerken­nung der Kampfrichter und Skilehrer und vor allem die

Veranstaltung einerGrohdcutschen Meisterschaft" alle vier Iahre auf sein Programm gesetzt. Ziffern­mäßig zeigt der Deutsche Stiverbano auch zu An­fang dieses Winters einen erneuten und erfreu­lichen Aufschwung. Mit 73 145 aktiven Mitgliedern der verschiedenen Landesverbände, darunter 21 626 Iugendlichrn, nimmt der deutsche Skilauf in der europäischen Skibewegung eine recht beachtliche Stellung ein. Allerdings bleibt nach

wie vor zu wünschen, daß Reichsverband und Landesverbände ihr Augenmerk in Zukunft mehr als bisher auf

systematische Erziehung der Masse zum Skilauf richten möchten. Die sommerliche Llnglücksstatistik der Berge läht befürchten, daß auch der kom­mende Winter mit seiner voraussichtlich stark zunehmenden Stisrequenz durch mangelnde Er­fahrung und unsachgemäße Ausübung des Schnee­laufs, besonders im Hochgebirge, wieder zahl­reiche Opfer fordern wird; eine Befürchtung, deren Richtigkeit sich leider statistisch schon im letzten Winter nachweisen lieh. Die sehr dornige Frage der Ernennung und der Anstellung fach­lich geprüfter Skilehrer unter strikter Unter­drückung der wilden Amateurskilehrer, die meist nur Schaden aber keinen Ruhen unter der Iu- gend stiften, wird hier brennend und bedarf end­lich einmal einer einwandfreien, das Interesse der Lehrer wie der Schüler wahrenden Losung.

Eine llebersicht über die

hauptsächlichen Termine des Winters

darf mit der Feststellung beginnen, daß Deutsch­land der Entwicklung seiner skisportlichen Stel­lung entsprechend, zu Beginn des nächsten Iahres, vom 13. bis 16. Februar, die Internatio- naleEuropameisterschaft, die sogenann­tenF2S.°Rennen", übertragen, erhielt, die im Herren Deutschlands, in Oberhof, ausgetragen werben sollen. Sie umfassen, wie üblich, den 17- Kilometer-Langlauf, den kombinierten Sprung­lauf, die Sprungeinzellonkurrenz und den 50- Kilometer-Dauerlauf. Eine Woche vorher wer­den, ebenfalls in Thüringen, und zwar in Lau­scha-Ernstthal, vom 5. bis 8. Februar die deutschen Meisterschaften umstritten.

fieren bet Stafettenbotschasten am Montag 14-45 Uhr. Um 4.10 Uhr war Mecklenburg durchrttten und der Stab wurde in Strasburg an die Pommern ab­gegeben, nachdem in Neubrandenburg eine Botschaft des Reiteroerbandes Mecklenburg-Strelitz für den Reiteroerband Ostpreußen mitgegeben worden war. In Neubrandenburg sowohl als in Woldeak waren Tausende zusammengekommen, um die Reiter zu begrüßen. In Woldegk fand Platzkonzert statt. Trotz dichtesten Nebels wurde die Zeit für die Strecke durch Mecklenburg-Strelitz noch um 10 Minuten unterboten. Die Stafette ging dann weiter in Rich­tung Anklam über die Inseln Usedom und Wollin. Am Montag 22.30 Uhr wär Wollin erreicht. Der Uebergang über das Wasser vollzog sich glatt.

Der Ritt durch Hinterpommern über Kolb erg, Köslin und Stolp verlief trotz dichtesten Nebels ohne Zwischenfall. 13.23 Uhr erreichte der letzte pornmer- sche Reiter die Grenze des polnischen Korridors bet Groß-Boschpol. Ueberall zeigte die Bevölkerung das regste Interesse für den Stafettenritt. 15.25 Uhr wurde die Stafette in Zopot von dem Danziger Reiter übernommen.

Untersuchung gegen Hertha.

Die sensationelle 7 D-Riederlage, bie~am-letzten Sonntag der deutsche Meister Hertha, DSC. Der- lin gegen den Lokalgegner Rorden-Rordwest er­litt, hat jetzt den BDDB. veranlaßt, gegen Hertha eine älntersuchung einzuleiten. Allerdings haben die Spieler der Hertha bereits beim Ehrenrat ihres Vereins eine solche Untersuchung beantragt und erklärt, daß unglückliche älmstände zu dem Ergebnis geführt hätten.

Doch kein Zusammenschluß der Radfahrerverbände!

Der Zusammenschluß der Radfahrer zur Deutschen Radfahrerschaft" muß als vorläufig gescheitert betrachtet werden. Auf der Dessauer Iahreshauptversammlung des Dundes Deutscher Radfahrer beschloß man, aus Prestigegründen die neue Verbindung mit den anderen Verbänden nicht einzugehen, da der DDR. in diesem Falle auf seine Hoheitsrechte verzichten müsse. Die Vereinigung Deutscher Radsportverbände hatte den CBertrag bereits einige Tage vorher ohne jegliche Dedenken unterzeichnet, doch hat der DDR. nun alle Hoffnungen wieder zunichte gemacht.

Erich Rademacher wieder Clubmeister.

Im Magdeburger Wilhelmsbad brachte der deutsche Wasserballmeister, Hellas Magdeburg, seine Klubmeisterschaften über 100 Meter KraÄ und 200 Meter Brust zum Austrag. Weltrekord­mann Erich Rademacher bewies auf seiner Spe­zi alstrecke erneut, daß er noch heute zu den besten Schwimmern Deutschlands zu rechnen ist.Ete" erzielte am Freitag über 200 Meter Brust die aus­gezeichnete Zeit von 2:50,5. In der kurzen Kraul­strecke gab es eine äleberraschung, als es dem erst 15jährigen Günther Iabufch gelang, in 1 D4,8 den Titel vor Ioachim Rademacher an sich zu bringen.

Kurze Gporinotizen.

Der deutsche Skilehrer LudwigDöck aus Resselwang im Allgäu wurde als Trainer für die amerikanische Olympiavertretung ver­pflichtet. Böck war bei den letzten Winterspielen in St. Moritz der Beste der Mttteleuropäer und leitete auch in Oslo das Training der Deutschen - bei den Europameisterschaften.

e

Der Kongreß der Eisläufer findet unter dem Vorsitz des Schweden Salchow in den Tagen vom 22. bis 24. Mai in Wien statt.

3 n Toulouse besiegte der Stuttgarter Hockey-Klub den dortigen HK. mit nicht weniger als 14:2 (Halbzeit 8:1) Treffern.

Mitteldeutscher Hochschulmeister im Fußball wurde am Dienstag die Technische Hoch­schule Dresden, deren Mannschaft im Endspiel über den Titelverteidiger Universität Leipzig 4:2 (2:0) triumphierte.

Plahsperre wurde Über 2llemannia WormS aus Anlaß der Vorgänge beim Verbandsspiel gegen den Sportverein Wiesbaden verhängt.

«

Für das Schneider-Pokal-Rennen 1931 haben bisher nur Frankreich und Italien vier Maschinen gemeldet. Englands Teilnahme ist immer noch sehr fraglich, nachdem eine diesbezügliche Sitzung in London ergebnislos verlief.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

Reue Rezepte sind allen Hausfrauen will­kommen, besonders bann, wenn sich solche auch schwächeren Haushaltskassen anpassen lassen. Die­sem llmstand hat die bekannte Firma Dr. August Oetker, Bielefeld, Rechnung getragen durch Her­ausgabe einer neuen Sammlung wohlerprobter Dackrezepte. Die SondergruppeWeihnachts- gebäcke" dürfte jetzt größtes Interesse finden. Beachten Sie bitte die heuttge Anzeige. 8341V

Rote Hände oder brennend rotes Gesicht wirken unfein. Ein wirksames Mittel dagegen ist die kühlende, reiz- mildernde und schneeig-weiße Creme Leodor, auch als herrlich duftende Puderunterlage vorzüglich geeignet. Heber» raschender Erfolg, Tube 1 STIL, wirksam unterstützt durch -Leodor-Edelselfe, Stück 50 Pf. 3tt allen CHIorodont-

Verkaufsstellen zu haben. ,3,vV

Dr. Oetker-Rezepten?) Nicht vergessen:Dr. Oetker^ Vanillinzucker/

Da darf ein schöner Kuchen und knuspriges Weih nachts - gebäck nicht fehlen. Am besten gelingt alles mit Dr. Oetker's Backpulver nach

* Eine neue Sammlung Dr. Oetker- RezepteBacken macht Freude 96 Seiten Text und 12 färb. Bildtafeln. Preis 20 Pfennig. Falls bei Ihrem Händler nicht zu haben, gegen Einsendung In Marken von Dr. August Oetker, Bielefeld.

Wichtig:

Dr. OetkefsPuddingpulver istbilliger geworden, f Es kostet statt bisher 10 Pfy. JetztHUmOCh - SPfcr.