durch feinen Vorsitzenden L Schneider einen Fahnennagel überreichen. Mit zwei vom „Horloff-Wettertalbund" wirkungsvoll vorgetragenen Massenchören begann dann das Singen, das manch« schöne Leistungen zeigte, man konnte beobachten, daß der Bundesdirigent Lehrer Dietrich seinen Bund fest in der Hand hat.
-S- Eberstadt, 10. 3uli. Schon in den letzten trockenen Iahren machte sich ein starker Wassermangel bei unserer Wasserleitung bemerkbar. Der tägliche Wasserbedarf unseres Ortes beträgt etwa 75 Kubikmeter, während die jetjige Wasserleitung nur etwa 60 Kubikmeter täglich liefert. In den vorhergehenden Jahren wurde versucht, durch Erschließung neuer Quellen diesem älebelstande abzuhelfen. Ein Wünschelrutengänger stellte damals eine Wasserader oberhalb des Dorfes fest. Da erinnerten sich alte Leute, in ihrer Kindheit davon gehört zu haben, daß einige Einwohner sich eine private Wasserleitung angelegt hatten. In diesem Iahre nun stellte man Nachforschungen nach dieser alten Wasserleitung an und fand sie auch tatsächlich in einiger Tiefe. Da sie vermutlich schon vor etwa hundert Iahren angelegt worden ist, fand man keine Röhren, sondern das Wasser floh in einem mit Steinen ausgelegten Kanal. Da dieser Kanal teilweise eingestürzt war, konnte das Wasser nicht an die Oberfläche kommen, sondern versickerte in den Hintergrund. Eine Einführung in den Hochbehälter ist wegen der tieferen Lage nicht möglich. Das Wasser wird daher direkt in die Ortsleitung eingesührt. Zugeführt werden auf diese Weise täglich etwa 45 Kubikmeter Wasser, so daß selbst bei noch größerer Trockenheit der Wasserbedarf unseres Ortes vollauf gedeckt ist. Man ist in einigen Tagen mit den Arbeiten zu Ende. Besonderer Dank gebührt der Tatkraft unseres Bürgermeisters, der keine Mühe und Arbeit scheute, um die Wasserkalamität des Dorfes zu beseitigen.
-8- O b e r - B e s s i n g e n . 10. Iuli. Seit einigen Tagen hat man mit der Getreideernte begonnen. Nachdem die Wintergerste schon restlos eingefahren ist, seht jetzt der Schnitt von Sommergerste und Roggen ein. Infolge der Trockenheit ist das Getreide auf manchen Aeckern notreif geworden, so daß der Schnitt besondere Eile hat und sich die Arbeit sehr häuft. Leider ist infolge der starken Lagerung die Anwendung von Maschinen kaum möglich, außerdem ist auch ein teilweise starkes Auftreten von Ackerunkräutern der schnellen Erledigung der Arbeit nachteilig.
Kreis Friedberg.
pb. Butzbach, 10. Iuli. Zu dem heutigen Schweinemarkt waren 536 Ferkel angefahren. Es wurden gezahlt für Ferkel von 6—8 Wochen 22—28 Mk., von 8—10 Wochen 30—35 Mk., von 10—12 Wochen 45—48 Mk. Der Handel war schr flott, der Markt war ausverkauft.
Kreis Büdingen.
y. Bad Salzhausen, 10.Iuli. In der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch wurde hier in der Billa des Dankdirektors Deutsch e i n - gebrochen. Berschiedene Gegenstände und oares Geld fielen dem Dieb in die Hände. Man schätzt den Schaden auf etwa 2000 Maick. Die Untersuchung ist eingeleitet.
Kreis Schotten.
Gonterskirchen, 9. Iuli. Die hiesige Kirche wird zur Zeit renoviert. Der Gottesdienst ist in den Grafschen Saal verlegt. Die Lnstandsehungsarbeiten, die sich auf das Innere und Aeußere erstrecken, werden noch mehrere Monate in Anspruch nehmen. Gleichzeitig ist ein Anbau an der Nordseite vorgesehen, der die vorhandenen Sitzplätze um siebzig vermehren wird. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 17 000 Mk., zu denen das Landeskirchenamt einen Zuschuß von 1000 Mk. gewährt. Der älteste Teil der Kirche, der massige Turm, entstammt dem späten Mittelalter. Er nimmt die ganze Breitseite der Kirche ein und ist unten als Chor ausgebaut. Die Glocken liegen im Dachstuhl. An der Traufe befinden sich Hauben mit Dchallöchern. Die Sakristei mit ihrem spätgotischen Fenster dürfte um das Iahr 1500 erbaut worden sein. Die Wiederherstellungsarbeiten werden den Reiz unserer interessanten Landkirche mit ihrem mittelalterlichen Turme noch erhöhen.
Kreis -Usfclv.
W Alsfeld, 10. Iuli. Heute morgen gegen 4 Ahr wurde die Freiwillige Feuerwehr durch die Feuersirene alarmiert. Cs war in der Alsfelder Möbelfabrik Feuer ausgebrochen, und zwar in der Entsteubungsanlage, wo das Sägemehl im Exhaustor sich entzündet hatte.
Durch das sofortige wirksame Eingreifen der Feuerwehr gelang es, das Feuer alsbald zu löschen, so daß ein größerer Brandschaden verhütet werden konnte. Der Betrieb der Fabrik erleidet durch den Brand nur eine geringe Störung. Aeber die Gntstehungsursache des Feuers werden Ermittelungen angestellt. — Am Nachmittag zuvor wurde die hiesige Motorspritze nach dem benachbarten Orte Leusel angefordert, woselbst in dem Anwesen des Metzgers Klein Feuer cmsgebrochen war, welchem die
Scheune zum Opfer fiel. Auch das Wohnhaus wurde im Dachstuhl durch das Feuer beschädigt.
Zwei weitere Typhus-TodessäUe in Darmstadt.
D a r m st a d t, 10. Juli. (WSN.) In der vergangenen Nacht sind im Elisabethenstist zwei weitere betagte Insassinnen im Alter von 84 und 79 Iahren an Paratyphus gestorben. In Lebensgefahr schwebt noch eine 94jährige Frau.
Wirtschaft.
Die deutsche Auiomobilindustrie.
Die Abschlüsse der großen deutschen Automobilfabriken für 1929 liegen jetzt fast vollzählig vor. Schon ein allgemeiner Aeberblick über die Ergebnisse bei den einzelnen Gesellschaften läßt erkennen, daß die Automobilindustrie noch immer schwer um ihre Existenz kämpfen muh. So konnte die Daimler-Benz AG. 1929 wiederum keine Dividende herauswirtschasten. Die Bayerischen Motorenwerke waren gezwungen, ihre Dividende von 14 auf 7 Prozent zu ermäßigen. Nur N S A., die bekanntlich jetzt unter der Herrschaft der italienischen Automobilfabrik Fiat stehen, hat sich entschlossen, die Dividendenzahlung mit 4 Prozent wieder aufzunehmen. Völlig ausgefallen ist aber die Dividende bei den Horch-Werken für 1928/29, die im Borjahr noch 8 Prozent ausschütten konnten, und bei den Wanderer-Werken, die das Iahr zuvor 6 Prozent bezahlten. Noch nicht bekannt ist das Resultat bei der Nationale Automobilfabriken AG. Diese Verzögerung ist auf geplante Sanierungsmaßnahmen und Zusammenschlußverhandlungen zurückzuführen. Als eine der letzten bedeutenden Gesellschaften haben die Adlerwerke ihre Ab- schlußzifsern für die Zeit vom 1. November 1928 bis 31. Dezember 1929 (einschließlich Zwischengeschäftsjahr) bekanntgegeben. Wenn auch das Unternehmen, wie erwartet, nach der Sanierung dividendenlos bleibt, so ist doch aus den bekanntgegebenen Ziffern die aufsteigende Linie unverkennbar. Offenkundig wird die günstige Entwicklung besonders aus den Umsahziffern. Der Umsatz in Automobilen stieg 1928'29 gegenüber dem Vorjahr um 35 Prozent stückmähig und um 25 Prozent wertmäßig. Der Gesamtumsatz betrug vom 1. Oktober 1928 bis 31. Dezember 1929 80 Millionen Mark: für 1927/28 (zwölf Monate) 57 Millionen Mark. Auch das laufende Iahr zeigt eine recht erfreuliche weitere Umsatzver- mehrung. Die Aktionäre können also trotz der Dividendenlosigkeit mit dem Resultat durchaus zufrieden fein, zumal man hoffen kann, daß das Unternehmen bei dem jetzt eingeschlagenen Kurs auch bald wieder zu einer Rendite kommen wird. Daimler-Benz konnte bei einem doppelten Aktienkapital von 50 Millionen Mark den Borjahres- umsah von 130 Millionen Mark halten. Allgemein kann man behaupten, daß die deutsche Autoindustrie in zähem Kampfe den Vorsprung des Auslandes besonders in technischer Hinsicht erreicht hat. Was aber die Preisfrage angeht, so ist es wohl in vielen Fällen geradezu unmöglich, mit den großen amerikanischen Automobil- Produzenten zu konkurrieren, die infolge ihres riesenhaften Umsatzes eine ganz andere Preiskalkulation vornehmen können. Es ist deshalb auch die immer wieder gestellte Forderung nach einem genügenden Z o l l s ch u tz berechtigt und zu unterstützen, wenigstens so lange, bis sich die Verhältnisse in Deutschland einigermaßen geklärt haben. Auch die Automobilindustrie wird das ihre tun, um durch Zusammenfassung von gleichgearteten Betrieben oder Arbeitsgemeinschaften eine größere Stoßkraft zu bekommen und fo auch wieder zu einer Rentabilität zu gelangen. Wenn es auch um diese Fragen in letzter Zeit still- geworden ist, so darf man doch annehmen, daß die Zusammenschlußprojekte fortlaufend Gegenstand von Unterhandlungen find.
Neue Oiskoniermäßigungen.
Zürich, 10. Iuli. Die Schweizerische Nationalbank in Zürich hat den Diskont von 3 auf 2,5 Prozent und den Lombardzinsfuh von 4 auf 3,5 Prozent ermäßigt.
Bombay, 10. Iuli. Die Dank von Indien ermäßigte den Diskont von 6 auf 5 Prozent.
*
• Paul Schlesinger-Trier L Co., Frankfurt a. M. Wie gemeldet wird, hat
die Bankfirma, bei der vor einigen Tagen das Vergleichsverfahren eröffnet wurde, ihren Gläubigern einen von der AG. für Wirtschaft und Verwaltung, Frankfurt a. M. ausgearbeiteten neuen Status per 27. Iuni 1930 vorgelegt, nach dem den Passiven von insgesamt 1 515 860 Mk. Aktiven von 122 026 gegenüberstehen. Da bei der Annahme des Dergleichsvorschlags auf die Befriedigung von rund 465 000 Mk. Berwandten- forberungen und einer Mündelforderung von 20 000 Mk. verzichtet wird und von Freunden der Firmeninhaber mindestens 20 000 Mk. in bar zur Verfügung gestellt werden, werden nur 1 013 346 Mk. am Verfahren beteiligte und 17 000 Mark am Verfahren nicht beteiligte Gläubiger zu befriedigen fein aus einer Teilungsmasfe von etwa 125 000 Mk. Das ergibt für den Ver» gleichsfall eine Quote von etwa 12,5 Prozent. Forderungen bis zu 100 Mk. sollen voll, bis 200 Mk. mit 75 Prozent, bis 300 Mk. mit 50 Prozent und bis 500 Mk. mit 30 Prozent befriedigt werden.
* Süddeutsche Immobilien-Gesellschaft AG.. Frankfurt a. M. Die Generalversammlung, in der 19 Aktionäre 2,15 Mill. Mark Aktien vertraten, beschloß, den Verlust von 141 927 Mk. vorzutragen (i. V. 8 Proz. Dividende). Auf verschiedene Anfragen und Anregungen von Aktionären wurde von der Verwaltung erklärt, daß die Verhältnisse bei der Gesellschaft vollkommen klar seien, da verwickelte Daugeschäfte und uferlose Engagements nichts eingegangen worden seien. Gegen die Entwicklung der all- ?«meinen Wirtschaftslage sei man natürlich macht- os. Die von Aktionärsseite angeregte Liquidation des -Unternehmend komme nicht in Frage, da man mit verhältnismäßig sehr niedrigen Unkosten arbeite. Ueber die Geschäftslage wurde noch mitgeteilt, daß man hoffe, ein in der Schwebe befindliches größeres Geschäft zum erfolgreichen Abschluß zu bringen. Neubauten seien für 1930 nicht mehr in Aussicht genommen.
* Der einigte Faßfabriken AG., Kassel. In der Bilanzsitzung wurde der Abschluß für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt, der einen Verlust von etwa 22 000 Mark ausweist, dem die gesetzliche Reserve von 175 000 Mark gegenübersteht. Die Lag« der Faßindustrie ist zur Zeit recht ungünstig, da die überwiegende Mehrheit der Brauereien infolge der Dierpreis- erhöhung und der allgemein ungünstigen Lage einen Absahrückgang zu verzeichnen hat. Diesen allgemein ungünstigen Verhältnissen hat sich auch der Kasseler Betrieb nicht entziehen können. Die weitere Entwicklung wird ganz davon ab- hängen, wie sich in den kommenden Monaten der Auftragseingang gestaltet.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 11. Iuli. Tendenz: behauptet. — Der sehr feste gestrige Schluß der Neuyorker Börse und die Diskontsenkung derSchweizerNationalbank stimmte im heutigen Vormittagsverkehr weiter freundlich. Zu Beginn des offiziellen Verkehrs war die Stimmung nicht mehr ganz so zuversichtlich, da auf der anderen Seite Tatsachen wie die Erhöhung der P er s onen tarif e bei der Reichsbahn und der nicht gerade ermutigend« Wi r t s ch a f t s b e r i ch t der Dresdner Dank als Druck empfunden wurde. Auch war der Ordereingang von Auslandseite wieder sehr gering, so daß kaum eine nennenswerte Geschäftsbelebung eintreten konnte. Die Kulisse war in der Hauptsache auf sich selbst angewiesen. Gegenüber der gestrigen Abendbörse war die Kursgestaltung nicht ganz einheitlich, bei einer sehr geringen Aufnahmelust. Doch blieben heute größere Verluste wie Gewinne eine Seltenheit. Etwas mehr gedrückt eröffneten am Chemiemarkt I.-G.-Farben mit minus 1,13 Prozent, Rütgerswerke lagen knapp gehalten. Die UmfaötätigJeit am Elektromarkt war sehr
bescheiden. In den führenden Werten kam eine Erstnotiz erst spät zustande. Lechwerke notierten zirka 1 Prozent schwächer. Am Kunst- seidenmarkt waren Atu erneiÄ etwas gebessert und weiter leicht erhöht, doch wurde, wie in allen Fällen, auch hier der höhere Vorbörsenkurs nicht erreicht. Montanwerte lagen ebenfalls still und wenig verändert. Danken waren bis zu 1 Prozent abgeschwächt. Einiges Interesse bestand für Kaliaktien, die sich leicht bessern konnten. Zellstoffwerte waren unverändert. Deutsche Anleihen lagen ebenfalls uneinheitlich. Im Verlauf« machte sich auf holländische Käufe stärkere Nachfrage nach Aku-Aktien bemerkbar, die gegen Anfang zirka 4 Prozent gewannen. Die Gesamtstimmung wurde hiervon ausgehend beeinflußt, so daß die befürchteten innerpolitischen Schwierigkeiten, sowie die starke Kupferpreissenkung nicht mehr iten, anfänglichen ungünstigen Einfluß ausüben konnten. Auf fast allen Märkten traten Besserungen um Bruchteile eines Prozentes ein. Das Geschäft erfuhr aber keine wesentliche Belebung, da die Spekulation immer noch sehr zurückhaltend war. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4Prozent weiter versteift. Am Devisenmarlt nannte man Mark gegen Dollar 4,1900, gegen Pfund 20,3860, London gegen Kabel 4,8650, gegen Paris 123,65, gegen Mailand 92,89, gegen Madrid 41,40, gegen Schweiz 25,0425, gegen Holland 12,0975.
Berliner Börse.
Berlin? 11. Iuli. Entgegen den Erwartungen des Vormittagsverkehrs eröffnete die heutige Dorfe enttäuschend in unsicherer Haltung. Die Ausland-Deckungskäufe, die gestern in ziemlich erheblichem Maße zu beobachten waren, hatten nachgelassen, und dies gab der Spekulation, die sich hierbei gestern begeistert hatte, Veranlassung zu Glattstellungen bzw. zur Zurückhaltung. Im Vergleich zu den gestrigen Schlußnotierungen lagen die heutigen Anfangsnotierungen meist behauptet, und nur selten waren Ausschläge von 1 bis 3 Prozent nach der einen oder anderen Seite, meist durch Zufallsorders verursacht, festzustellen. Chadeaktien besserten sich um weitere 3 Mark, Svens ka notierten 2,25 Mark höher, Aschaffenburger Zellstoff gewannen 2,5 Prozent. Bemerkenswert war auch die Festigkeit der Montecatini, die auf 47,5 nach 45,75 Prozent anzogen. Als besonder- schwach sind dagegen Draubank minus 3Prozent, Reichsbank minus 2Prozent, sowie Schlesische Gas, die 3Prozent verloren, zu nennen. Deutsche Anleihen wiesen nut geringe Veränderungen auf. Von den Ausländern gaben Bosnier weiter nach, wobei die Meldung eines Mittagsblattes, daß di« zu einem vorläufigen Abschluß gekommenen Verhandlungen ein noch ungünstigeres Ergebnis gezeigt hätten, als erwartet wurde, verstimmte. Auch der Pfandbriefmarkt lag heute nicht mehr so lebhaft wie gestern. Am Geldmarkt wat «ine Versteifung im Zusammenhang mit dem gestrigen Steuertermin zu erkennen: eine Veränderung der Sähe trat jedoch nicht ein. Auch im Verlause überwog die Abgabeneigung bei der Spekulation, was Kursrückgänge von 1 bis 2 Prozent zur Folge hatte. Man rückte die ungünstigen Momente immer mehr in den Vordergrund, befürchtet vor allem Schwierigkeiten in de r Innenpolitik durch die Demokraten, und war von dem weiteren Rückgang der Zinn- und Kupferpreise sichtlich verstimmt. Auch die nunmehr beschlossene Personentariferhöhung bei derReichs- b a h n, die weitere Zunahme der Feierschichten im Bergbau trugen zu der weiteren Abschwächung der Stimmung bei, während man die freundlicheren Momente des Vormittagsverkehrs (festes Neghork, Schweizer Diskontsenkung, die Meldung von einer deutschen Industrie-Anleihe an die Türkei, di« mit neuen türkischen Aufträgen verbunden feien, das älmsichgreifen des belgischen Kohlenarbeiterstreikes) kaum noch beachtete. Eine Sonderstellung nahm der Aku- Markt ein. Auf gebessertes Kaufinteresse zog bet Kurs dieses Papieres im Verlaufe auf 103 Prozent an, und diese Festigkeit beeinflußte auch Die übrige Börse später in günstigem Sinne.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
Anzeigenauftröge find lediglich an die Geschäfts st elle zu richten.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Jrantfun a. 211.
Berlin
Schluß«! für« |
l«Uhr« Nur«
Schluß« für«
Anfang, Kur«
Datum
10. 7.
11. 7.
10. 7.
11. 7.
6% Deuinye oreuyeameiye von 1927 .......
88,25
_
88,5
7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 ..........
103,5
Deutsche Anl.-Ablöi.-Schuld mii
Austos.-Rechien.......
60
60,15
60
60,1
Desgl. ohne Auslos^Rechte . .
8,9
8,7
8,9
8,9
8% Hess. Bolksstaat von 1929 lrückzahlb 102%)......
96,75
97
Oberhessen Provinz • Anleihe mit Aurlos.-Rechten......
57
_
Deutsche Komm. Sammelabl.
Anleihe Serie 1......
59
_
58,75
8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse XIII unkündbar bi« 1934 . .
7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bi« 1932 . .
101,75
_
96,25
4%% Rheinische Hyp.-Bank Ltyu Goldpse........
90,3
8% Pr. LandeSpsandbrtesanstalt, Psandbriese R. 17......
101
101,5
8% Pr Landerptandbriesanstalt.
Äomm^Cbl. R. 20......
7% Pr. Landerptandbriesanstalt, Psandbriese R. 10......
97,5
97,5
1 96,5
96.5
A.E.G. abg. Borkrieg«-Obligationen, rückzahlbar 1932 ....
1
—
<% Oesterretchtlche Golbrente . . 4,20% Oesterreichische Gilbencnte 4% Oesterreichliche Einheitliche
Rente..........
♦% Ungarische Goldrenle .... 4% Ungarische StaatScente V. 1910 4%% bHfll.eon 1913 . . . -
4% Ungarische Kronenrente . .
4% Türkische Zollanleide von 1911 4% Türkische Vagdadbahn-Anl
Serie I........
4% desgl. Serie II ...... • 6% Rumänische vereinh. Rente von 1903 .........
IY*% Rumänische vereinh. Rente von 1913 ..........
4% Rumänische vereinh. Rente
26,75
2,9
—
26,9 2,95
—
1,9
—
_
_
23,2
—
23,3
23,75
—
■—
20,25
—-
•—
20,9
20,8
1,8
1,8
—W—
5
—
1,95
5,2
5
—
3,13
5,1
5
5,05
9,5
—
9,7
—
16
—
16,1
—
7,65
7.65
7,75
Frankfurt a. Ul.
Berlin
Schluß« für«
l'Uhr« Kurs
Schluß« turs
Anfang« Kur«
Datum
10. 7.
11. 7.
10. 7.
11. 7.
vamvurg-Amertka Palei . .
i
98,25
—
98,75
98,25
Hamburg-Südam. Dampfschiff
8
—
—
--
Hansa Dampfschiss.....
10
—
—
——
—
Norddeutscher Lloyd ....
8
98
98
98,75
111
98,13
Allgemeine Deutsche Creditan st.
10
111
—
111,5
Barmer Bankverein ....
10
120,5
120
120
120
Berliner Handelsgesellschaft .
12
156,5
—
156,5
157,5
Commerz- und Privat-Bank .
11
139,75
138,5
139,75
138,5
Darmstädter und Nalionalbank
Deutsche Bank und
12
201,25
—
202,25
201,5
Dtüronto-GeseUschast, . . .
10
132
——
131,5
131
Dresdner Bank ......
10
132
132
131,5
131,5
Reichsbank ........
12
257,5
256,5
257,5
255
A.E.G...........
. 8
151,5
151
151,4
180
151,6
Bergmann........
. 9
Slektr. LieserungSgesellschast.
10
140
—
140,5
140,5
Licht und Kraft......
10
149,25
—
148,5
147,5
Kelten & Guilleaume . . . Gesellschaft für Elektrische
1V1
109,5
—
110
109
Unternehmungen ....
10
149,5
—
149
147,5
Hamburger Elektrizitäts-Werke Rheinische Elektrizität . . .
10
. 9
133
_
133,75
133
133,75
134
schlesische Elettrizitäl. . . .
10
_
146
143
Schuckert L Co. ..... .
Siemen» & Halske .....
11
172,75
170,5
172
170,25
16
216
214
Z14,5
215,5
Dronsrabto ........
. 8
116
Lahmeyer L Co.. .....
10
160,5
72,5
160,13
72,5
Buderus . ........
. b
_
73,25
Deutsche Erdöl......
. 6
——
—
85,5
85,25
Essener Steinkohle .....
. 8
—
—
127,5
Gelsenkirchener ......
. 8
125,25
124,5
125,65
125,5
Harpener. .......
Hoesch Eisen. ....... alle Bergbau ....... Klöcknerwerke . ......
. 0 6Vi 10 . 7
119
Illi
119,4
95
240
96
119,25
95,5
95/)
Köln-Neuessen.......
. 7
—
92,25
92,5
Mannesmann-Rühren . . .
. 7
94
_
94
94
Mansselder Bergbau . . . .
Oberschlei. Eisenbedarf . . .
. 7
_
65.5
65,6
. 5
Oberschles. KokSwerke. . . .
. 7
—
——
93,25
93
Phönix Bergbau......
ey.
16,25
—
86,5
86,13
Rheinische Braunkohlen . .
10
—
221,75
220,5
Rheinstohl ........
RIebeck Montan......
. 6
7,2
101,5
101,5
101,5
101,5
Jranffuri a. Ul.
«Berlin
Schluß-s für« 1
t«Uhr« Kur«
Schluß« tur«
Anfang- Kur«
Datum
10. 7.
11. 7.
10. 7.
11. 7.
Bereinigte Stahlwerke Otavt Minen .... Kaliwerke Aschersleben Kaliwerke Westeregeln Kaliwerke Salzdetfurth
•
16'/.
. 10
. 10
. 16
203,5
207
363
207,5
86.25
42,75
204
207,5
362,5
86
42,5
202
208,13
363,25
g. G. Farben-Industrie Dynamit Nobel . . . Scheideanstalt. . . . Goldschmidt .... Rütgerswerke .... Metallgelellschask. . .
•
•
. 12 . . 6 . . v
. . 6 . . 6 . . 8
160,25
59,5
58,25
113
159,13
58
160,25
60,5
58,5
114,25
160
59,5
57,5
Philipp Holzmann . . Zementwerk Heidelberg Cemcntwerk Karlstadt. Wayh & ffreytag . .
•
•
. . 7
. 10
. 10
. . 8
86
109
125
76
76
76,5
87,5
Schultheis Patzenhofer . Ostwerke.......
Aku.........
Bemberg.......
Zellsloss Waldhos . . . Zellstoff Aschaffenburg . Charlottenburger Wasser Dessauer Ga» ..... Daimler Motoren . . . Deutsche Linoleum . . Maschinenbau A.«G. . • Rat. Automobil .... Orenstein & Koppel • . Leonhard Tietz .... SvenSka.......
•
. 16 . 12 . 18 . 14
18'/.
. 12 . . 8 . . v . . 0 *. *. c> . . v . . 6 . 10
100
100
144,5
107,5
12,9
201
150
100,25
103
144,5
107,5
198
288,5 237
99,5 100
145
108,5 100,75
148,4
32
199,5
46,75
68,5
150,13 308
288 235,5 100,5
146
108,5
100
147,5 32,13 199,8
68,75
141
310
.srantsurter Maschinen .... 4
Gritzner ...... 6
Heyligenstaedt ....... v
Iunghan». ........ 6
Lechwerke..........8
Mainkraftwerke Höchst a. M.. .8
Miag..........10
I Gebr. Roeder ...... 10
| Polat & Haesfner ...... v
1 Süddeutsche Zucker .... 10
25
37
93
80
96
103
148
157
92,25
96
22,25
30,5
16,25
96
147,5
156,5
95,75
Banknoten.
Serlin, 10. Juli
®elF
Brief
Amerikanische Noten ......
4,172
4,192
Belgische Noten .......
58,53
58,77
Dänische Noten ........
111,93
112,37
Englische Noten .......
20,34
20,42
Französische Noten .......
16.46
16,52
Holländische Noten .......
168,06
168,74
Italienische Noten........
21,99
22,07
Norwegische Noten.......
111,98
112.42
Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling
59,20
59,44
Rumänische Noten.......
2,47
2,49
Schwedische Noten .......
112,30
112,74
Schweizer Noten .......
81,27
81,59
Spanische Noten ........
48,95
49,15
Tschechoslowakische Noten.....
12,40
12,46
Ungarische Noten ..... .
73,10
73,40
Devisenmarkt Berlin — Arankfurl a. Ul
10.3ub
11. Juli
Amtliche Notierung
Amtliche Geld
Notierung
2rir'
Geld
»ric
Amst.-Nott.
168,37
168,71
168,37
168,71
Buen. Aires
1,505
1,509
1,507
1,511
Brff-Antw.
58,465
112,17
58,585
112,31
58,46
58,58
Christiania.
112,14
112,33
Kopenhagen Stockholm -
112,19
112,51
112,41
112,73
112,15
112,41
112,37
112,71
Helsingfors.
10,54
21,935
10,56
10,536
10,556
Italien. . .
21,975
21,93
21.97
London. . .
20,37
20,41
20,365
20,405
Neuyork ..
4,188
4,196
4,186
4,196
Paris....
16,465
16,505
16,465
16,505
Schweiz . .
81,32
81,48
81,32
81,48
Spanien • ■
49,25
49,35
49,10
49,20
Japan - - -
2,071
2,075
2,071
2,075
Plo de Jan-
0,454
0,456
0,454
0.456
Wien in D-» Oest- abfleft
59,16
59,28
59,14
59,29
Prag . . .
12,426
12,446
12,421
12,441
Pelirad - -
7,423
7,437
7,423
7,442
Budapest. .
73,32
73,46
73,30
73,44
Bulgarien .
3,037
3,043
3,029
3,035
Lissabon .
18,78
18.82
18.80
18,84
Danzig. . .
81,42
81,58
81,42
81,58
Konstantin.
1,784
1,789
1,784
1,739
Athen. .
5,425
5,435
5,425
4,186
5,435
Canada
4.186
4,194
4,194
Nrn ucrv .
3,576
3,584
4,576
3,584
Cairo • .
20,82
20,89
20,88
20,92


