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Wettervoraussage.

Seit gestern Hat das Nordmeertief keine wei­tere Ausbreitung nach dem Festlande gewon­nen, jedoch Herrscht durch seinen Einfluß ent­sprechend dem Laufe der Isobaren eine Zufuhr südwestlicher Luft massen und im nördlichen Deutschland treten auch stärkere Bewölkung und Dunstbildungen auf. Wahrscheinlich dürfte das über England liegende Regengebiet, welches die Südwestluft mit sich führt, bis in unseren Be­zirk gelangen und dabei neben zeitweiser Be­wölkung auch im nördlichen Stil vereinzelt« Niederschläge bringen.

Wettervorhersage für Donners­tag: Bewölkt und aufheiternd, vereinzelt Nie- derschläM oder Gewi tterstorungen. allmählich ge- ringer Temperaturenrückgang.

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Die polnische Politik der eisemen Stirn

Oie Thüringer Regierung über die Gchuiqebete.

recht werdende Abänderungen erfahren wird, ehe es in Kraft gesetzt werden kann. Der Reichs- rat beabsichtigt, die Gesetze so schnell wie nur möglich zu erledigen, doch rechnet man schon jetzt in den politischen Kreisen damit, daß

die Verabschiedung des Deckungsprogramms im Reichstage erst Anfang Juli mit rückwirkender Kraft

Cs sollen nach Wegfall der Akkord-Ueberver- dienstklausel die überlariflichen Verdienste nicht nur der Arbeiter, sondern auch sämtlicher Ge­haltsempfänger am 1. Juli so gekürzt werden, daß eine Ersparnis nicht bi» zu 10 Prozent, son­dern bl» zu 7,5 Prozent der Gesamtlohn- und Gehaltssummen eintreten wird.

Nach den bindenden Regelungen werden rückwtr- I Saßnitz auf Rügen, 10. Juni. (WTB.) Am tenb ab 1. Juni über das Ausmaß der ersparten 1 Pfingstsonntag unternahmen der 24jährige Wal­

ter H ausmann mit seinem in Berlin an­sässigen Bruder Willli und zwei anderen Leuten eine Fahrt mit einem Segelboot. Die jungen Leute, die offenbar des Segelns unkundig waren, hatten die Segel festgelegt. Etwa 1000 Meter vor der Hafeneinfahrt legte eine starke Boe das Boot auf die Seite, und die vier Insassen fielen ins Wasser. Ein gerade von der Reede kommender Schiffsmakler hatte den Unfall be­merkt und steuerte auf die Unglücksstelle zu. Er warf den mit den Wellen Ringenden eine Leine zu, die diese jedoch nicht fassen konnten, da sie sich in der Schiffsschraube verwickelt hakte. Die vier Segler sind ertrunken. Ein Bergungsdampfer lieh durch einen Taucher die See nach den Leichen der Verunglückten ab­suchen, jedoch ohne Erfolg.

Bootsunglück in Oesterreich.

Salzburg, 10. Juni. Auf dem Obertrum- mersee kenterte am Pfingstsonntag ein mit acht Personen besetztes Boot. Drei der Insassen ertranken. Das Boot war von einem An­getrunkenen mutwillig zum Schaukeln gebracht worden.

Blitz schlägt in Touristengruppe. Zahlreiche verletzte.

Berlin, 11. Juni. (ERB. Eigene Meldung.) Eine Gruppe von zehn Personen wurde, nach einer Meldung desB. T." aus Berchtesgaden, unmittelbar bei der Unterkunftshütte über dem Hocheck und eine zweite Gruppe an der Mittel- spitze (Wahmanngebiet- vom Blitz getrof - f e n. Dabei wurden sämtliche Touristen betäubt, einige von ihnen schwer verletzt. Der Fri­seur Armgard aus Berchtesgaden und der Kaufmann Saurer aus München erlitten am ganzen Körper lebensgefährliche Verletzungen, während acht weitere Personen mit leichteren Verletzungen davonkamen.

Zwei Tote bei einem Zusammenstoß.

Barten st ein (Ostpr.), 10. Juni. (WTB.) Der Kraftwagen des Gastwirts und Autovermieters Mendel aus Bartenstein, der von Heilsberg Aurückkehrte, stieß am Abend des ersten Pfingst- feiertages bei Hermenhagen mit einem in ent­gegengesetzter Richtung fahrenden, mit zwei Per­sonen besetzten Motorrad zusammen. Der Motor­radfahrer und sein Mitfahrer wurden bei dem Zusammenstoß getötet. Es handelt sich um zwei junge kaufmännische Angestellte aus Heils­berg namens Radtke und Naß.

Zusammenstoß

zweier amerikanischer Küstendampfer.

Boston (Massachusetts), 11. Juni. (WTB. Funkspruch.) Der Küstendampfer Fairfax" ist, anscheinend infolge dichten Rebols, mit dem KüstendampferGrecian" zusammengesto- hen. DieFairfax" wurde bei dem Zusammen­stoß beschädigt. Ihre sämtlichen Passagiere wur­den von dem DampferGloucester"(ausgenom­men, der sie nach Boston bringt. Acht Passa­giere wurden verletzt. DieFairfax" wird sobald wie möglich nach Boston zurückkehren. Das Schiff ist ein 5600-Tonnen-Dampfer und verkehrt zwischen Baltimore und Boston. ES hatte 71 Passagiere an Bord.

erfolgen kann. Welche Haltung der Reichsrat einnehmen wird, läßt sich noch nicht überblicken. Da er aber gewohnheitsgemäh jeder Regierungs­vorlage seine Zustimmung gab, ist auch diesmal damit zu rechnen, zumal sich der Reichsrat in dieser Hinsicht in einer gewissen Zwangs­lage befindet. In der Zwischenzeit wird man nun versuchen, auch in den Oppositions­parteien eine Zustimmung herbeizuführen, da sonst eine Mehrheit kaum zustande kommen dürfte. Voraussichtlich wird es deshalb in der nächsten Zeit zu recht lebhaften innerpolitischen Ausein­andersetzungen kommen, doch ist man in den Kreisen der Reichsregierung davon überzeugt, daß die Gesetzesvorlagen ihre Annahme finden.

fachen aber haben sie nicht verwischen können. Da ist tin Deutscher eine Tragödie für sich, der jenseits der deutschen Grenze sitzt, dem die Polen das Einbürgerungsrecht verweigern ebenso wie eine Reise über die Grenze, den sie schließlich damit mürbe machen und für Spionage­zwecke gewinnen. Das Grenzlandschick- s a l, das sich in seinen Aussagen widerspiegelt, mühte eigentlich sogar den Völkerbund mobil­machen, indessen die Herren in Genf haben, sobald es sich um Deutsche handelt, ein so abgebrühtes Gemüt, daß darauf wohl kaum zu rechnen ist. Dieser Deutsche war, um endlich irgendwo eine Heimat zu finden, bereit, für die Polen Spionage­dienste zu leisten, allerdings scheint er dabei mit Zustimmung der deutschen Behörden gearbeitet zu haben. Die polnischen Grenzoffiziere sind nun in die Grube gefallen, die sie höchst eigen­händig gegraben haben.

Die polnische Regierung hätte also allen Anlaß, möglichst wenig Aufhebens von der ganzen Geschichte zu machen und einen Ausgleich zu suchen, der ihr wenigstens einen anständigen Rückzug sichert. Statt dessen tritt sie mit einer geradezu eifer- nen Stirn auf. Bevor noch irgendein Mensch die Zusammenhänge kannte, erschien zu mitternächtiger Stunde bereits der polnische Gesandte im Aus­wärtigen Amt in Berlin, um eine Protestnote zu überreichen. Und unmittelbar nach Abschluß der Untersuchung ist eine zweite Demarche gefolgt, die wahrscheinlich nur ein Alibi schaffen soll gegenüber der jetzt sehr entschiedenen Verwahrung, die Deutsch­land bei der Warschauer Regierung eingelegt hat. Mit einem solchen Notenkriege aber ist nicht viel anzufangen. Das wird sich unser Auswärtiges Amt wohl auch sagen und im Bewußtsein des guten Ge­wissens den Polen den Vorschlag machen, ein neu­trales Urteil anzurufen. Wir glauben allerdings nicht, daß Herr Zaleski sich darauf einlassen wird, dazu ist seine Position zu schlecht, zumal nachdem sich die schönen Blutspuren, die angeblich auf polnischem Gebiet entdeckt waren, als Ziegel- mehl entpuppt haben. Es wäre daher kein Wun­der, daß die Polen jede diplomatische Vermittlung sabotieren würden, um sich einer Blamage zu ent­ziehen. Da aber das Strafverfahren gegen ihren verhafteten Grenzkommissar vor deutschen Gerichten durchgeführt wird, hilft ihnen auch das nicht viel. Die ganze Perfidie polnischer Grenz- spionage wird durch dieses Verfahren angepran- gert, und dann hoffentlich auch durch eine geschicktere Regie der Welt bekanntgegeben.

Oer italienische Außenminister in Polen.

Warschau, 10. Juni. (TU.) Der italienische Außenminister Grandi hat am Pfingstmontag kurz nach seinem Eintreffen in Warschau Außen­minister Zaleski einen Besuch abgestattet. Am Abend erwiderte Zaleski den Besuch und über­reichte Grandi in den Räumen der italienischen Botschaft den polnischen Orden des Weißen Adlers. Alsdann fand ein Festessen bei Zaleski statt, anschlie­ßend daran ein großer Empfang. Während des Essens wurden die üblichen Tischreden ausgetauscht. Am heutigen Dienstagabend begibt sich Grandi auf eine besondere Einladung Marschall Pilsudskis mit einem Sonderzug nach Druskiehniki im Wilna­gebiet, wo der Marschall seit dem Pfingstsonntag weilt.

Man muß schon sagen, die Polen kämpfen für die Verteidigung ihrer Grenzoffiziere mit einer Beharrlichkeit, die einer besseren Sache würdig wäre. Das schlechte Gewiss en hat sie zu starker Lieberspannung des Tons von vorn­herein aufgestachelt, und die zögernde Haltung

Weimar, 10. Juni. (Tel.°Un.) Das thü- I der deutschen Regierung hat ihnen leider auch ringische Staatsministerium hat in dem die Möglichkeit gegeben, propagandistisch ins Streit um die Schulgebete nunmehr seine Ausland zu wirken. Der Vorsprung, den sie Rechtsauffassung dem Staatsgerichtshof gegenüber dabei gewonnen haben, muß ihnen allerdings dargelegt. Darin wird der Ansicht des Reichsinnen- jetzt, wo langsam der ganze Tatbestand fest- , Ministers widersprochen, daß die Empfeh- gestellt ist, wieder verloren gehen. Alle juristi- lung der Schulgebete gegen Artikel 148 der schen Verwicklungen, die von den polnischen Ver- Reichsoerfassung verstoße, und gegen die tretem in die Verhandlungen des Untersuchungs- Behauptung Verwahrun g eingelegt, daß die ausschusses hineingetragen worden sind, haben Form der Gebete aus parteipolitischen ihnen nichts genützt. Sie haben zwar einen ge» Gründen gewählt sei. Wenn in den insbesonders mtinsamen Bericht verhindert, die klarenTat- beanstandeten Stellen der empfohlenen Gebete zwei und drei das Höchste Wesen um Stärkung des '

deutschen Volkes zu befreiender Tat Lohn- und Gehaltssummen hinaus die Preise in angerufen und der Gewißheit Ausdruck verliehen der Eisenindustrie abgebaut.

werde, daß Gott die Befreiung der Heimat Der Reichsarbeitsm i n i st e r hat sich eine segnen werde, so könnten diese Gebetstellen nur Nachprüfung der zukünftig festzusetzenden als Ausdruck dafür gewertet werden, daß Gott auch Preise durch Wirtschaftssachverständige vorbehalten. Das deutsche Volk unter ft üfcen möge bei Was dieHöhedesPreisabbaues anlangt, der höchsten Pflicht eines Volkes, der Pflicht mit so sind hierüber be ftimmte und bindende allen Kräften um die Erhaltung und die Wieder- Zusagen g e m a ch t worden, über die noch von erreichung der politischen Freiheit zu ringen. Man feiten der zuständigen Wirtschaftsorgane Beschluß habe den Gedanken ablehnen müssen, als verletze I gefaßt werden muß.

lieben Gehälter erfaßt werden können. Trotzdem nimmt die Eisenindustrie die Preis- VUMWV- fenfung sofort vor. Sie hat sich zu einer ein* fnrneß toßrbinhtirh monatigen Vorl eistung verpflichtet und

Wiuu? UVl umvilUf. wird auch die Kürzung der Gehälter, die infolge

Berlin, 10. Juni. (WTB.) In dem Mantel- der Kündigungsfristen teilweise erst später in tarifstreit der Gruppe Nordwest der Frage kommen, gleich ganz bei der Preissenkung Eisenindustrie ist der Schiedsspruch in Rechnung stellen.

vom 26.Mai für verbindlich erklärt worden. ---------

gemeldet. D. Red.) geftrigen Ausgabe bereits AUS üflcr Welt.

Abbau de r Eisenpreise ab l.juni. Explosionskatastrophe.

Berlin, 10.Juni. (WTB.) In den Verhand- Neapel. 11. Juni. (WTB. Funkspruch.) Bei lungen über den Oeynhausener Schieds- T u n n e l a r b e i t e n bei dem Dau einer süd- spruch hatten die Arbeitgeber erklärt, daß sie die italienichen Wasserkraftanlage ereignete sich in Preise in demselben Umfange roie die der Nähe von Avellino eine schlagwetter- Löhne abbauen wollten. Diese Erklärung ist in artige Explosion, bei der fünf Arbeiter den Verhandlungen im Reichsarbeitsministerium am den Tod fanden und sieben schwer ver- 5.Juni 1930 geändert worden. letzt wurden. Das Hnglüd geschah in etwa 200

Meter Tiefe. In dem Stollen war kurz vorher eine Sprengladung zur Entzündung gebracht wor­den. Im Anschluß daran wollte eine Gruppe von 20 Arbeitern ihre Arbeit in dem Schacht begin­nen. wurde aber auf dem Wege zur Arbeitsstelle von der nachfolgenden schweren Explosion über­rascht.

Segelboot gekentert. vier Personen ertrunken.

Berlin. 10. Juni. (ENB. Eigene Meldung.) Zu der neuen polnischen Note, die im Auswärtigen Amt über den Grenzzwischen­fall in Neuhöfen am Samstagabend über­reicht worden ist, erfahren wir von zuständiger Seite, daß die Note auch nach Ansicht der polni­schen Regierung nicht a l s eine Antwort auf die deutsche Note aufgefaßt werden solle. Vielmehr hat der polnische Gesandte aus» drücklich erklärt, daß ihm der Auftrag zur ileber- reichung schon am Vormittag gegeben worden sei, zu einer Zeit, als die deutsche Note noch gar nicht in Warschau eingetroffen war. Die Note ist kurz. Sie verteidigt den polnischen Stand­punkt gegenüber den von deutscher Seite er­hobenen Vorwürfen, daß die polnischen Grenzschutz beamten eine Grenzver­letzung begangen, deutsches Gebiet betreten und geschossen hätten. Sie geht dann auf die Ein­zelheiten ein; 1. auf das Vorhandensein von Ein- schössen, 2. auf die polnischen Patronenhülsen und

Herlrtnflßrfcr JlOiClät: 3. auf die Aussagen der deutschen Beamten. Im

" einzelnen wird versucht, die deutschen Feltstellun-

Eigener Drahtbericht desGieß. Anz. gcn $u bestreiten. Auf das Material, das uns

Berlin, 11. Juni. In hiesigen politischen zur 'Begründung unseres Standpunktes gedient Kreisen wird angesichts der zu erwartenden hat. geht die Note nur wenig ein.

Schwierigkeiten, der die Regierung mit Ihren I Bezüglich der Patronenhülsen lassen die Polen neuen Steuerplänen entgegensieht, von der Mög- durchblicken, daß die Hülsen vielleicht hin - lichkeit einer Verlängerung des bis zum terher an den Ort des Grenzzwischenfalles 3 0. IunilaufendenNotetats gesprochen, geschafft worden sein könnten. Sie seien nämlich Eine Entscheidung ist darüber noch nicht ge- I crjt nachher entdeckt worden und der Ort sei troffen worden, da die Regierung zunächst ein- nicht gesichert gewesen. Die Note gipfelt in der mal den Wiederzusammentritt des Reichstages Behauptung, daß die polnischen Grenz­abwarten will. Eine Verlängerung wäre durch Wächter vo n den deutschen Beamten eine einfache gesetzliche Ermächtigung, die Aus- beschossen worden seien. Daß deutsche Beamte gaben entsprechend der Höhe des gleichen Zett- I hie Grenze überschritten hätten, halten die Polen raums des vergangenen Jahres zu leisten, vom offenbar nicht mehr aufrecht. Sie nehmen die Reichstag zu bestimmen. Beschießung zum Anlaß, die Grenzverletzung

hf/ili durch die Deutschen als bewiesen hinzustellen.

SCfüyUnfl^GvvöU in OCT Zum Schluß der Note heißt es, die polnische

Kaiserslautern. 10. Juni. (WSN.) Die Regierung halte auf Grund des dargelegten Trikolore vor der Kommandantur des 32. Tatbestandes ihren am 26. Mai eingelegten Pro- französischen Armeekorps ist heute vormittag test aufrecht.

9 ubr in Gegenwart des Oberkommandierenden, Lieber die weitere Behandlung der Angelegen- General Guillaumat, unter den üblichen heit kann noch nichts positives gesagt werden. Ehrenbezeugungen eingezogen worden. Da- I Die deutsche Regierung muß nun erst mit ist das letzte sichtbare Zeichen französi- auf die Beantwortung des gleichzeitig ein- scher Macht in der Pfalz verschwun- gelegten deutschen Proteste s warten. In­den. Nach der Verabschiedung von Oberbürger- folge des Pfingstfestes hat sich wohl Die Beant- meister Baumann, Kaiserslautern, traf der Wortung verzögert. Es ist jedoch heute schon klar. General gegen 11 Uhr in Speyer ein, wo daß die polnische Note vom Samstag an der er dem Regierungspräsidenten derAufrechterhaltungderdeutschenAn- Psalz einen offiziellen Abschiedsbesuch machte, j spräche nichts ändert. Kaiserslautern wird von den letzten geringen Truppenresten am 18. Juni verlassen werden.

bas die Gefühle Andersdenkender und verstoße beim X*«- rtUtan,

Unterricht in öffentlichen Schulen gegen Artikel 148. prClGbcrOtllttg OCF ClfCH-

Wenn weiter die Bitte an das Höchste Wesen um DCrfOUf^OCrbätlOC.

ferner der Ausspruch der Gewißheit, daß das A^um (Crgme merbung.)

Höchste Wesen ten Verrat des Vaterlandes ver-

gelten werde, als gegen Artikel 148 der Reichsoer- AN über den Oeynhausener Schiedsspruch hort. Swatsminitterium auck^dem ^widettvre°cb7n^ Em7 > n d u st r^ e für nächsten Donnerstag eingelaben worden, um über das Ausmaß der Preis-

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D - u N ch e n SB al t < V nid)? °l?höchslk ®üter dos Ausmah -selben etwas genaueres

schienen und die daher der Frage der Wieder- J ®li U tn p i f n p fi p n b n flin erreichung der Freiheit, die dem deutschen Kn LV Hner% e £

Volke durch die auf eine angebliche Schuld Deutsch- der Reichsarbeltsmrnister A eiE 1) e r geßenüber^üntKn, lönnff !° ->7 L ke"'7e u 1 e7e'g k?°"w^en

E'"® wird die "än. und tS

bezeichnen und h°alte dementsprechend auch die Lmp- Lhn-"und°Lch°tt-,umm-

SAH pHid^mirb p^nfmat° hpm°9^nDti den Angestellten und leitenden Beamten be muß beachtet werden, daß auch dort nur die

mnenminifters nicht stattzugeben. ü b e r t a r i f l i ch e n und nicht die tarif-

Aich dem Attentat in Lissabon.

Lissabon. 11. Juni. (WTB. Funkspruch.) Gestern abend wurde die sterbliche Hülle des ermordeten Gesandten von Baligand von dem deutschen Friedhof an B ord des Kreu­zersKönigsberg" gebracht. Ein vier- pänniger Wagen, der von einer Eskorte der republikanischen Garde begleitet war, trug den Sarg. Ihm folgten u. a. der Minister des Aus-

Dr. Albert von Baligand t-

wärtigen, der spanische Botschafter, eine Ab­ordnung des diplomatischen Corps, das Personal der deutschen Gesandtschaft und des deutschen Konsulats, der Kaplan und zahlreiche Mitglie­der deutschen Kolonie. Die Offiziere des deutschen Geschwaders nahmen am User den Sarg in Empfang, der in die Kajüte des Kom­mandanten gestellt wurde. Bei der Ankunft an Bord erwies die Besatzung des Admiral­schiffes, mit den Offizieren an der Spitze, dem Toten die militärischen Ehren.

Ein Oanktelegramm Hindenburgs.

Berlin, 10. Juni. (WTB.) Reichspräsident v. Hindenburg hat an den Präsidenten der Republik Portugal auf dessen Bei­leidskundgebung zum Tode des Gesandten Don Baligand nachstehendes Danktelegramm ge­richtet:

Für die herzliche Anteilnahme, die Euer Exzel­lenz zugleich im Namen des portugiesischen Volke- anläßlich des tragischen Ablebens des Gesandten v. Daligand zum Ausdruck gebracht haben, spreche ich meinen tiefgefühlten Dank aus.

Reichspräsident v. H i n d e nb u r g."

Der Mörder des Gesandten.

Danzig, 10. Juni. (TU.) Wie ergänzend be­kannt wird, hat der Mörder des deutschen Ge­sandten von Baligand in Lissabon, Franz Rie­ch o w s k i, nicht für Danzig optiert, sondern ist preußischer Staatsangehöriger. Er ist bereits in jungen Jahren wiederholt bestraft worden. Im Jahre 1908 erhielt er von der Danziger Amts- anwattschaft einen Verweis wegen Hausfriedens­bruchs. 1909 und 1910 wurde er vom Schöffengericht in Danzig wegen Widerstandes gegen die Staats- gemalt, Beleidigung' und groben Unfugs zu Ge­fängnisstrafen verurteilt. Einige Jahre nach dem Kriege ergaben sich Zweifel an seiner Z u ° rechnungsfähigkeit, so daß er 1922 Auf­nahme in der Heilanstalt Lauenburg in Pommern fand. Hier verblieb er bis April 1924. Darauf war sein Aufenthalt einige Zeit unbekannt. Später ging er wieder zur See.

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