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Vergleichsverfahren.

lieber das Vermögen der Fa. Adolf Müller & Co., vormals Moritz Gregori in Gießen ist am 9. Dezember 1930, um 12 Uhr das Vergleichsverfahren zur Abwen­dung des Konkurses eröffnet worden.

Der Hermann Kirchner in Gießen, Am Nahrungsberg 16, ist zur Vertrauensperson ernannt. 8326V

Termin zur Verhandlung über den 23er- gleichsvorschlag ist auf

Donnerstag, den 8. Januar 1930 vormittags 9 Uhr

vor dem Hessischen Amtsgericht in Gießen, Zimmer 112, anberaumt.

Der Antrag auf Eröffnung des Ver­fahrens nebst seinen Anlagen ist auf der Geschäftsstelle zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt.

Gießen, den 9. Dezember 1930. , ^Die Geschäftsstelle des Amtsgerichts.

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 6. Dezember 1930 eingetragen: Verlag von Riekammers Adreßbüchern, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Gie­ßen. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und die Fortführung des Verlags­unternehmensNiekammers Adreßbücher". Das Stammkapital beträgt 20 000 Reichs­mark. Geschäftsführer sind: Hans Wehner, Kaufmann: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, Redakteur; Hans Beck, Geschäftsleiter, sämtlich in Gießen. Der Gesellschaftsvertrag ist am 18. August 1926 festgestellt und am 14. Dezembc - 1928 sowie 30. Oktober 1930 geändert worden. Die Gesellschaft hatte bis­cher ihren Sitz in Leipzig. Jeder Geschäfts­führer ist für sich allein zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt. 8325V

Gießen, den 24. November 1930.

_________Hessisches Amtsgericht.__________

Bekanntmachung.

Betr.: Gemeindehundesteuer.

Dürch Beschluß des Stadtrats vom 28. November 1930 ist die Gemeindehunde­steuer für das Kalenderjahr 1931 wie folgt

festgesetzt worden: 8324C

1. wenn der Beginn des Hundebesitzes in die Zeit vor dem 1. Juli fällt 24 RM.

2. vom 1. Juli ab 12

für jeden Hund.

Für den mehrfachen Hundebesitz werden folgende Zuschläge erhoben:

für den zweiten Hund 24 RM.

für den drillen Hund 48

für den vierten Hund 96

usw., so daß für jeden weiteren Hund der Zuschlag sich verdoppelt. Die Höhe des Zu- schlags regelt sich wie oben unter 1 und 2 nach dem Zeitabschnitt, in dem der mehr­fache Hundebesitz eingetreten ist.

Die Zahlstelle wird noch besonders be- fanntgegeben.

Diejenigen hiesigen Einwohner, die im Laufe dieses Jahres Hunde abgeschafft, aber noch nicht abgemeldet haben wollen dies spätestens bis zum 31. Dezember 1930 entweder mündlich oder schriftlich auf dem Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 19, in der Zeit von 8 bis 13 Uhr anzeigen. Vordrucke für schriftliche Abmeldungen sind dort erhältlich. Die Verbindlichkeit zur Ent. richtung der Hundesteuer dauert bei Nicht­abmeldung auch im folgenden Jahre, und zwar solange fort, als die entsprechende Anzeige versäumt <vird.

Gießen, den 8. Dezember 1930.

Der Oberbürgermeister: Dr. Keller.

Versteigerung.

Freitag, den 12. Dezember 1930, nach­mittags 2.15 Ahr, werden im Erdgeschoß des Finanzamts Gießen, Leffingstraße 1, zwangsweise gegen Barzahlung versteigert: drei neue silberne Herren-Taschenuhren, eine Krepptischdecke (neu), ein Grammo­phon ohne Platten, drei gebrauchte Wei­den-Korbsessel, ein Karton Toiletten­seife, verschiedene Kurzwaren und Haus­haltungsartikel, neu (Löffel, Messer usw).

Die Versteigerung findet bestimmt statt. Finanzamt Gießen. Vollstreckungsstelle.

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Bekanntmachung.

Mit Genehmigung des^Hoczn Hessischen Ministers für Arbeit und Wirtschaft vom 22. Oktober 1930 werden für den Bezirk der Stadt Gießen mit Wirkung vom 1. Ja­nuar 1931 die Miefberechtigungsscheine eingeführt. Unter Hinweis auf die am 22. November d. I. veröffentlichte Anord­nung werden die hiernach anspruchsberech. tigten Personen aufgefordert, an den nach­stehend bezeichneten Tagen in der Zeit von 8 bis 12 Ahr ihren Mietberechtigungsschein beim Städtischen Wohnungsamt, Lony- straße 2, abzuholen, und zwar Personen, deren Familiennamen beginnt mit dem Buchstaben: 8145C

Ar am Montag, 15. Dezember 1930, GK am Dienstag, 16. Dezember 1930, LR am Mittwoch, 17. Dezember 1930, S am Donnerstag, 18. Dezember 1930, TZ am Freitag, 19. Dezember 1930.

Außer den in der vorerwähnten Anord­nung unter § 2, Buchstabe ae bezeich­neten Personen haben nur solche dringend geführte Wohnungsuchende Anspruch auf einen Mietberechtigungsschein, die vor dem 1. Januar 1929 beim Wohnungsamt ge- meldet sind. Wohiumgsuchenden, deren Ge­such seither nicht als dringend geführt wor­den ist, die sich jedoch bereits vor dem 1. Januar 1929 gemeldet haben, steht es jederzeit frei, schriftlich die Dringlichkeits- erklärung ihres Wohnungsgesuchs und Ausstellung eines Mietberechtigungsscheins beim Städtischen Wohnungsamt zu bean­tragen.

Gießen, den 7. Dezember 1930.

Der Oberbürgermeister. I. V.: vr. Hamm.

Donnerstag, den 11. Dezember 1930, nachmittags ab 2 Uhr. versteigere ich imLöwen", Neuenweg 28:

zwei Kleiderschränke, zwei Wasch­tische, eine Brandkiste, Oefen, ein Schlafzimmer, Schreibmaschinen, ein Klavier, einen Bücherschrank, ein Grammophon mit Platten, einen Warenschrank, zwei Theken, ein Schrankgrammophon, drei Paar Skischuhe. 8320V

Versteigerung bestimmt.

Ludwig Harimeh

Auktionator und Taxator

Neuenweg 28 Telephon 3414

Zum Verkauf kommen:

ein Schlafzimmer, zwei Büfetts, Waschtische, Nachttische, elektrische Eisenbahnen, Dampfmaschinen u. n. v. a. ______________________________________

Donnerstag, den 11. Dezember 1930^ nachmittags 2 Uhr. versteigere ich im Löwen-, Neuenweg, dahier, zwangs­weise gegen Barzahlung:

1. drei Büfetts, vier Spiegel, eine Flurgarderobe, vier Kassenschränke, drei Vertikos, fünf Nähmaschinen, zwei Rauchtische, drei Diwans, fünf Schreibtische, zwei Grammophone, drei Tische, 15 Stühle, vier Sofas» einen Regulator, zwei Standuhren, eine Berkel-Schnellwaage, eine La­deneinrichtung, einen Gläserschrank, eine Eismaschine, eine Waschma­schine, zwei Kleiderschränke, einen Gasherd, zwei Herde, einen Dauer­wellenapparat, einen Spiegelschrank, zwei Kredenzen, eine Chaiselongue, einen Bücherschrank, einen Teppich, eine Korbmöbelgarnitur, ein Bett, einen Waschtisch, ein Damenfahrrad, eine Vitrine, einen Horch-Personen­wagen, zwei Pferde, einen Einfpän- nerwagen, einen Fuchspelz, zwei Schreibmaschinen, zwei Steppdecken, sechs Deckenbezüge, zwölf Kopfkissen­bezüge, zwei Tischdecken, sechs Hand­tücher, zwei Bettücher.

2. Bestimmt: 8319V

einen großen Posten Glückwunsch­karten, Geschäfts- und Lieferbücher, Zigarren- und Zigarettenspitzen, sechs Baukasten, 16 kleine Autos (Spielzeug), Albums, drei Spiele, zwei Leitzordner, Schnellhefter, Tas­sen, Aschenbecher mit eingebranntem Gießener Stadtwappen.

3 Anschließend bestimmt im Lager des Spediteurs Lyncker:

26 Herren- und Damenräder, fünf Halbrennräder, ein Kinderrad.

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