Der Aufnahme dieses Verkehrs zum Frühjahr nach st en Jahres gerechnet werden können Die Verfrostung der Landpost von Gießen aus wird, da hier die erforderliche Halle schon vorhanden ist, voraussichtlich vom Aovcmber ab bereits möglich sein. Der Landpostkraftwagen wird von Gießen aus folgende Plätze befahren: Flugplatz, Rödgen, Trohe, Älten-Buseck, Großen- Buseck, Beuern, Bersrod,' Oppenrod. Harbach. Lindenstruth. Albach, Steinbach, Forsthaus Hoch- Wart. Es werden täglich zwei Fahrten, und zwar vormittags und nachmittags stattfin- den. Bei jeder Fahrt können mit diesen Wagen zwei bis drei Personen mitbefördert werden.
*
Als Gesamteindruck dieser Konferenz kann man mitteilen, daß die Reichspost in der Tat ernstlich und in m^erkennenswerter Weise bestrebt ist, ihren Aufgaben gegenüber der Bevölkerung und der Wirtschaft in weitgehender Weise zu entsprechen.
Wirtschaft.
Befriedigende Beschäftigung bei der ZG.-Zarben.
lieber das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres der I G. - F a r b e n i n d u st r i e AG. wird berichtet: Die Lage hat sich gegenüber dem zweiten Quartal im allgemeinen nicht verändert. In Farbstoffen und Färbereihilfsprodukten entsprechen die Absatzverhältnisse denen der beiden vorangegangenen Quartale. Chemiekalien und Lösungsmittel sind nach wie vor etwas abgeschwächt. In Pharmazeutika befriedigt der Absatz: das Exportgeschäft in einzelnen Ländern bat sich ausgedehnt. Trotz der kritischen Lage der Landwirtschaft macht der Absatz in Pflanzenschutzmitteln weitere Fortschritte. Die Kapazität der Kunstseidebetriebe wurde voll ausgenutzt. Die Verkäufe in Deutschland bewegten sich auf gleicher Basis, wie im Vorjahre. Acetatkunstseide ist bet festen Preisen stark gefragt, ebenso Vistrafaser. In Photographika einschließlich Kinofilm hat der Beschäftigungsgrad der Fabriken traf; der ungünstigen Wirtschaftslage den Erwartungen entsprochen. Die Verhandlungen mit den europäischen Stickstofferzeugern führten am 9. August zilin Abschluß der Convention Europeenne de 1 Industrie de l’Azote (CIA) und zu einer Einigung mit der chilenischen Stickstoffindustrie. Sie* in der CIA zusammengeschlossenen Produzenten umfassen mehr als 98 Prozent der europäischen Stickstoffer- zcugung, mit Chile etwa 80 Prozent der Weltkapazität. Nach Abschluß dieser Verhandlungen und nach Bekanntgabe der Preise wurde das Geschäft in Stickstoffdüngemitteln lebhafter. Auch im Ausland war der Absatz befriedigend, insbesondere in Salpetersorten. Die neuen Preise bieten fast durchweg gegenüber der 'Regeluna für das vergangene Düngejahr durch stärkere Staffelung, namentlich für die Herbstbestellung und den früheren Bezug in den ersten Wintermonaten, größere Vorteile. Durchweg gesenkt sind die Preise für salzsaures Ammoniak, Kalkammon, Montansalpeter und Kalkstickstoff. Das Zusammenarbeiten in der Kohlehydrierung mit der Standard Oil Co. of New Jersey entwickelt sich nach wie vor günstig. Alle großen Delraffinerien mit einer Gesamtkapazität von annähernd täglich 3 Mill. Barrels haben sich der Hydro Patents Co. angeschlossen. Die Standard Oil Co. selbst hat bekanntgegeben, daß die Ergebnisse der am 7. August in Baywciy in Betrieb genommenen Anlage zur Hydrierung von Erdöl die Erwartungen übertroffen haben.
Hypoihenbankenfusion.
Die seit längerem zwischen der Gemeinschaftsgruppe Deutscher Hypothekenbanken einerseits und der Preußischen Eentralbodenkredit- und Pfandbriefanstalt AG. und der Frankfurter Hypo- thekertbonk anderseits schwebenden Verhandlungen üüer eine Reugruppierung im deutschen Hhpo- khekenbankgewerbe haben zu einer Einigung der beteiligten Instanzen geführt. Den auf den 11. Oktober anberaumten Aufsichtsratssitzungen der beteiligten Banken werden folgende Anträge unterbreitet: Die Centralboden- und Pfandbrief- Hank übernimmt im Wege der Fusion die Preußische und die Schlesische Doden-Credit-Actien- Bank. Die Frankfurter Hypothekenbank übernimmt die Frankfurter Pfandbriefbank AG. daselbst. Die Deutsche Hypothekenbank in Meiningen übernimmt die Norddeutsche Grund-Credit-Bank in Weimar und verlegt den Schwerpunkt ihres Geschäfts nach Weimar. Die Centralboden- und Pfandbrief-2an5 und die Frankfurter Hypothekenbank treten mit der Deutschen Hypothekenbank, der Leipziger Hypothekenbank, der Mecklenburgischen Hypotheken- und Wechselbank und der West-
Da Mchsbankdiskoiit um 1 Prozent erhöht.
Berlin, 9. Ott. Die Reichsbank hat — wie in einem Teile unserer gestrigen Ausgabe schon berichtet wurde — den Wechseldiskont mit Wirkung vom 9. Oktober um 1 v. h. von 4 auf 5 o. H. und den Lombardzinsfuß von 5 auf 6 v. h. erhöht.
Oie Begründung.
Zur Begründung dieses Besck)lusses führte Reichsbankpräsident Dr. Luther aus: In Uebereinstim- mung mit der zunehmenden Erleichterung der wichtigeren ausländischen Geldmärkte, wie auch des inländischen Geldmarktes konnte die Reichsbank seit dem Herbst vorigen Jahres ihren Diskontsatz allmählich von 1% v. H. auf 4 v. H. ermäßigen. Dabei war stets klar, daß ein Diskontsatz von 4 v. H. in Anbetracht der allgemeinen Zinsverhältnisse in Deutschland ein sehr niedriger war: seine Aufrechterhaltung war aber solange gerechtfertigt, als trotz des niedrigen Satzes dauernd noch Gold und Devisen zuströmten und die inneren deutschen Anlagen sich dauernd verringerten. Dieser Zustand hat sich in den letzten Wochen geändert. Die Reichsbank sah sich bei gleichzeitiger erheblicher Steigerung der von ihr $u befriedigenden Kreditansprüche zu beträchtlichen Devisen- und Goldabgaben genötigt, so daß sie nunmehr glaubt, vorsorglich die in solchen Fällen angezeigte Maßnahme der Diskonterhöhung, und zwar im Ausmaße von 1 v. H., zur Anwendung bringen zu sollen.
Rechtzeitig Vorsorge.
Die Reichsbank hat, gewiß nicht leichten Herzens, den Disko nt sah von vier auf fünf Prozent hinausgesetzt. Sie hat sich zu diesem zu unserer Wirtschaftslage durchaus nicht passenden Schritt entschlossen, um dem Devisen- a b ft r o m, der zu einer empfindlichen Verminderung unseres Goldbestandes geführt hat, Einhalt zu gebieten. Ob der gewünschte Erfolg in die Erscheinung treten wird, bleibt ab zu warten. Vorläufig sieht es nicht so aus, als ob die Fran- zosen damit aufhören wollen, die kurzfristigen Kredite zurückzuziehen. Auch die Kapitalflucht scheint noch immer anzuhalten, die ebenfalls in die Devisenbestände der Reichsbank große Lücken gerissen hat. Aber das alles sind doch nur Vorgänge, die unter normalen Verhältnissen niemals sich eingestellt hätten. Sie lassen sich aber nicht nur mit unserer Finanz- und Wirtschaftskrise, mit unseren politisch unerfreulichen Zuständen und der mehr als notwendigen Zurückhaltung der Reichsregierung begründen. Den eigentlichen Anstcß zu dem Goldschwund bei der Reichsbank hat e ste unverantwortliche deutsche Ber.chterstattung gegeben, die gleich nach den Wahlen davon wissen wollte, daß die Rationalsozialisten nun zu den Waffen greifen und einen Bürgerkrieg entfesseln würden. Dieses törichte Geschwätz ist im Auslände aufgegriffen und weiterverbreitet worden. Die uns feindliche Presse hat noch man
cherlei hinzugedichtet und mit ihren Märchen auch überall Glauben gefunden. Diese tendenziöse Berichterstattung aus parteipolitischer Animosität hat eine verheerende Wirkung gehabt und unsere Privatgläubiger veranlaßt, schleunigst ihr Geld aus Deutschland herauszuziehen. So kam die unnatürlich große Rachfrage nach Devisen, namentlich nach Frank-Roten zustande, die nur durch die Abstoßung erheblicher Goldmengen befriedigt werden konnte. Roch ist die Gefahr einer Unterfdjreitung der vorgeschriebenen Golddeckung, also einer Gefährdung der Mark nicht in greifbare Rähe gerückt. Trotzdem hat die Reichsbank es für ratsam gehalten, auf dem Umtoege über die Diskonterhöhung rechtzeitig Vorsorge zu treffen. Daß sie von dem Kurs ihrer bisherigen Diskontpolitik, die seit Anfang dieses Jahres eine ständige Reduzierung des Diskontsatzes im Auge hatte, abgewichen ist, war gegenwärtig unvermeidlich. Man darf aber wohl annehmen, daß die Erhöhung in dem gleichen Ausmaß, wie sie erfolgte, sofort wieder rückgängig gemacht wird, sobald wieder eine allgemeine Beruhigung eingetreten ist und die drohenden Gefahren endgültig beseitigt sind.
Reue Zinssätze der Giempelvereinigung.
Berlin, 9. Oft. (WTB.) Wie WTB.-Han- delsdienst erfährt, hat die Sternpelver- c i n i g u n g aus Anlaß der Erhöhung des Reichsbankdiskontsahes auf 5 Prozent beschlossen, mit Wirkung vorn 10. Oktober d. I. die Haben- Zinssätze für täglich fällige Gelder in provisionsfreier Rechnung auf 2,5 Prozent p. a„ in provisionsfreier Rechnung auf 3 Prozent p. a. festzusehen. Der Zinssatz für Einlagen auf Bank- fparkonten bleibt unverändert. Entsprechend der Festlegung des Soll-Zinssatzes auf 1 Prozent über Reichsbantdiskontsah beträgt dieser fortan 6 Prozent p. a.
Zusammenkunft der Zentralbankenleiter in Basel.
Berlin , 9. Oft. (WTB.) Wie wir erfahren, entsprechen die in der ausländischen greife erschienenen Rachrichten, wonach die Leiter der Zentralbanken von Deutschland, Belgien, England, Frankreich und Italien beschlossen hätten, zusammenzukommen, um die Frage des Abflusses von Gold aus der Reichsbank und die Mittel zur Unter st ühung derReichs- b an f zu erörtern, nicht den Tatsachen. Richtig dagegen ist, daß der Präsident der BIZ. für Freitag eine Zusammenkunft der Präsidenten und Gouverneure der genannten Zentralbanken nach Basel einberufen hat, um verschiedene technische Fragen, wie z. D. den Z i n s s a tz der Bankdepositen zu erörtern. Die Frage der Goldreserve der Reichsbank wird, wie zuverlässig verlautet, nicht berührt werden.
deutschen Bodenkreditanstalt in die Interessengemeinschaft der Gemeinschastsgruppe Deutscher Hypothekenbanken ein. Sämtliche Fusionen erfolgen unter Ausschluß der Liquidation.
*
* D i e neuen Monopolpläne. Unter den neuen Monopolplänen, die zu einer Kontingentierung bestimmter Einfuhrwaren dienen sollen, steht an erster Stelle neben dem etwas phantastischen Gedanken eines Reismonopols ein Monopol für Südfrüchte. Tatsächlich hat seit der Vorkriegszeit die Einfuhr an Südfrüchten eine außerordentliche Steigerung von 3 Millionen Doppelzentner im Jahre 1913 auf 4,9 Millionen Doppelzentner im vergangenen Jahre aufzuweisen. In den ersten 8 Monaten des laufenden Jahres ist die Einfuhr mengenmäßig mit 4,98 Millionen Doppelzentner bereits großer, als die Gesamteinfuhr von 1929. Der Hauptanteil kommt Apfelsinen und Mandarinen zu, es folgen dann die Bananen, deren Einfuhr fast vollständig zollfrei möglich war. Durch die Einführung eines Monopols würde die Kontingentierung des Imports möglich, die vielleicht zu einer Entlastung auf dem Jnlandmarkt für deutsche Früchte führt. Allerdings muß dabei mit heftigen Gegenwirkungen der betroffenen Staaten gerechnet werden.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 10. Okt. Tendenz weiter schwächer. — Der Kursabbau setzte sich an der
heutigen Börse fort. Unter dem Drucke der gestrigen Baisse schritt die Dispositionskundschaft zu Verkäufen, und and) die Spekulation gab ab, da die schwache Haltung der gestrigen Neuyorker Börse und die dortige Maklerinsolvenz die Stimmung weiter verschlechterte. Eine fortbestehende Belastung der Tendenz bedeutet auch die Unsicherheit in innerpolitischer Beziehung (der günstig aufgenommenen Zustimmung zum Regierungsprogramm seitens des Reichsverbandes der Deutschen Industrie stand die Ansage der NSDAP, gegenüber, gegen das Kabinett Brüning einen Mißtrauensantrag einzubringen). Von den neuen Kursrückgängen wurden wieder fast alle Märkte betroffen. Stärker in Mitleidenschaft gezogen wurden Deutsche Erdöl mit minus 4 v. H. und Zellstoff Aschaffenburg, die 5,5 v. H. verloren. Am Elektromarkt waren vor allem Bergmann mit minus 4,5 v. H. stärker angeboten. Licht und Kraft, Gesfürel, Schuckert und Siemens gaben bis zu 3 v. H. nach. Die Abwärtsbewegung in Zement Heidelberg fetzte sich in dem unverändert scharfen Tempo fort (minus 6 v. H.) Auch am Montanmarkt waren größere Verkäufe zu beobachten. Buderus, Gelsenkirchen, Harpener, Klöckner, Mannesmann und Rheinstahl gaben 1 bis 3 v. H. nach. Ilse Bergbau jedoch 1,75 v. H. fester. Am Chemiemarkt verloren JG.-Farben erneut 1 v. H., während sich Gold- sd)midt gegen den schwachen Abendbörsenkurs um 2,5 o. H. erholen konnten. Arn Markte der Bankaktien betrugen die Rückgänge durchschnittlich 1 v. H. Nur Reichsbankanteile waren 1,25 v. H. gebessert.
Zirka 2 v. H. schwächer eröffneten Aku, Deutsche Linoleum, Daimler, Conti Gummi und Süddeutsche Zucker. Deutsche Anleihen waren gehalten. Von Ausländern Ungarische Goldrente schwächer. Am Pfandbriefmarkt hielt das Angebot an. Im Verlaufe gaben die Kurse meift weiter etwas nach. JG.-Farben büßten erneut 1 v. H. ein. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 v. H. weiter gefragt. Am Devisenmarkt hielt trotz der Diskonterhöhung die Nachfrage nach Devisen an. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2045, gegen Pfund 20,42775, gegen Paris 123,83, London gegen Kabel 4,8593, gegen Mailand 92,80, gegen Madrid 47,80, gegen Schweiz 25,00, gegen Holland 12M50.
Berliner Börse.
Berlin. 10. Oft. Die Befürchtungen des heutigen Vormittagsverkehrs, daß die Rückgänge an der gestrigen Berliner Börse und die Schwäche der internationalen Märkte neue Publikumsabgaben zur Folge haben würden, waren nicht ganz unberechtigt. Vorbörslich sah es allerdings noch so aus, als ob es der Jnkerventions- tätigfeit der Banken gelingen würde, das Kursniveau mindestens zu halten. Die ersten Dotierungen hatten dann aber doch überwiegend Abschläge aufzuweisen, da die herauskommende Ware einen größeren Umfang angenommen hatte, als man erwartete. Die Abschläge waren allerdings mehr so erheblich wie gestern, gingen aber doch vereinzelt bis zu 6 Prozent. Die Spekulation beteiligte sich nur unbedeutend am Geschäft, da die aufgetretene Spannung zwischen der Regierung und der Deutschen Dolkspartei etwas verstimmte, der Metallarbeiterkonflikt eine Verschärfung zu erfahren scheint, die Metallpreise weiter rückgängige Tendenz zeigen und der Dollar im Freiverkehr aus 4,2040 anzog. Besonders eröffnete wieder eine Reihe von Rebenwerten mit Minus-Minus-Zeichen. So tarnen für Gebrüder Korting, Deutsche Erdöl, Chemische Heyden, Phönix, Mansfelder, Köln-Reuessen usw. Erstnotierungen zunächst gar nicht zustande, und später nur auf ermäßigter Basis. Berger konnten sich auf die beruhigende Verwaltungserklärung hinsichtlich der voraussichtlich unveränderten Dividende um 3,75 Proz. erholen. Auch Goldschmidt fielen mit einem Gewinn von 1.25 Proz., Rordsee deutsche Hochseefischerei mit einem 2prozentigen und Chadeaktien mit einem solchen von 3,75 Mark aus dem Rahmen. Deutsche Anleihen waren unverändert. Von Ausländern: lagen Bosnier und Rumänen schwächer: auch Türken eher nachgebend. Pfandbriefe waren weiter angeboten. Reichsschuldbuchforderungen verloren bis zwei Prozent. Am Geldmarkt zog Tagesgeld auf 4 bis 6 Prozent an. Monatsgeld stellte sich auf 5,5 bis 7 Prozent, Warenwechsel wurden mit 5 bis 5,25 Prozent genannt. Rach den ersten Kursen traten zunächst kaum Veränderungen ein, und die Märkte lagen geschäftslos. Später drückten neue Abgaben, wobei sich die Abitrage etwas stärker am Geschäft beteiligte, auf die Stimmung. Die Schwäche der heutigen Auslandbörsen blieb nicht ohne Eindruck, und die Jnterventionsstellen sahen wohl Sin, daß es im Moment nicht viel, Zweck habe, sich gegen Die nun einmal flaue Tendenz der Weltbörse zu stemmen.. Die auch im Auslande günstige Beurteilung der Rede Schachts in Reuhork blieb demgegenüber ohne nachteiligen Einfluß.
Schweinemarkt in Butzbach.
pb. Butzbach, 10. Oft. Zu dem gestrigen Schweinemarft waren 404 Ferkel angefahren. Es wurden für Ferkel bis 6 Wochen alt 16 bis 21 Mark bezahlt, für 6 bis 8 Wochen alte 21 bis 26 Mark, 8 bis 13 Wochen alte 26 bis 33 Mark. Der Handel war lebhaft: es verblieb ein kleiner Ueberstand.
Letzte Nachrichten.
Keine Begnadigung der Reichswehroffiziere.
Berlin, 10. Okt. (TA. Dcahtmeldung.) Amt- l i ch wird mifgefeilt: Der Reichspräsident Hal das von einem Verteidiger der drei vom Reichsgericht verurteilten Reichswehroffiziere an ihn gerichtete, in der Presse veröffentlichte Gesuch um Begnadigung mit der Begründung abschlägig beschieden, daß die Notwendigkeit gerade in politisch bewegter Zelt dienstliche Zuchtund Unterordnung in der Reichswehr unerfchüllert aufrechtzuerhalten, die gnadenweife Aufhebung des Urteils und — wenigstens zur Zeit — auch eine Milderung der Strafe nicht zuläßt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 v. H.
Frankfurt a. DL
Berlin
Schluß« furfl
1-ilhr- Äurt
Schluß-1 furd ।
Anfang« Kurs
'Datum
9 10
10. 10
9 10
10 10
6% Deutsche Reichs anleihe von 1927 ..........
7% Deutsche Reichsanleihe
87,5
—
87,75
—
von 1929 ..........
Deutsch« Anl.-Ablös.-Schnld mit
98,5
—
98,75
—
Auslos.-Rechten.......
54
54,1
54,25
_
DeSgl. ohne Auslos.-Rechie . . . 8% Heil. Bolküstaai von 1929
6,1
6
6,05
6
(rlukzahlb. 102%)......
Oberhesscn Provinz - Anleihe mii
89,25
—
88,25
—
Au-Ios.-Rechten.......
Deutsche Komm. SammelabL
—
—
—
—
Anleihe Serie 1.......
8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse
54,9
—
54,75
—
XIII unkündbar bw 1934 . . . 7% Franks. Hyp^Bank Goldpse
99,5
—
—
—
unkündbar vis 1932 .....
94,25
<y2% Rheinische Hyp.-Bank
Liqu. Goldpse.........
85,5
8% ißt. Landespsandbriesanstalt,
Pfandbriefe R. iS ......
101
8% Pr Landesplandbriesanstalt,
Somm^Lbl. 81. 20......
98
__
98
7% Pr. Landec-v-andbriesanstalt,
Pfandbriefe R. 21......
97
_
97
A E.G. abg. BortnegS-Obllgatio- nen. rtichablbar 1932 .....
94.5
—
I 1
4% Oesterretchische Goldrente . . 4/20% Oesterrelchische Silberrente
27,4
27,2
_
4% Oesterretchische Einheitliche
Rente...........
1,75
-
_
4% Ungarische Goldrenio . . . .
24,1
23,5
23,5
93 S
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
——
19,25
18^9
1tz% deSgi. von 1918.....
—
20
4% Ungarische Kronenrente . .
1,85
—
1,85
_
4% Türkische Zollanleche von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl
4.8
—
4,85
4,65
Serie l. . . ........
4,8
——
—
4,7
4% decgl. Serie II.......
6% Rumänische vereinh. Rente
4,8
—
4,9
4,8
von 1903 ..........
——
—
9
8,5
4*4% Rumänische vereinh. Rente
von 1913 ..........
«—
——
14,25
13.25
4% Rumänische vereinh. Rente
7
1 —
6.9
6,75
Frankfurt a. 2>\
Aerlin
Schluß-s furd |
1-ilhr« Kurs
Schluß-s lurs |
Anfang«
Datum
9. 10
10 10
9 10
10. 10.
Hamvurg-ÄmerUa Paket . .
. 1
74
74
74,5
74
Hamburg-Südam. Dampsschiss
. 8
162
160,5
Hama Dampsschiss.....
10
—
—
123
121,5
Norddeutscher Lloyd ....
. 8
74,75
74
75,13
74.5
Allgemeine DeutscheCrediianst. 10
100,75
100,5
Barmer Bankverein ....
10
104,5
103,5
104.25
103,5
Berliner Handelsgesellschaft .
12
—
128,25
128
Commerz, und Privai-Bank .
11
114.75
114
114.75
114
Darmstädter und Nationalbank
12
153
153
152,5
Deutsche Bank und
Disconto Gesellschaft, . . .
10
113
112
113,25
112
Dresdner Bank......
10
112,5
111
112,25
111
Reichsbank........
12
205
206,25
207
207
A.E.G...........
. d
114,5
_
11
112
Bergmann........
. 9
—
134,5
139
135
Elektr. Lieferungsgesellschaft.
10
—
—
111,5
109
Licht und ftraft......
10
114
112,5
114
111.75
»Zelten & Guilleaume . . .
VA
—
——
90,25
89,75
Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen ....
10
114
111
114,25
111,5
Hamburger Elektrizitäts-Werke
10
113
112
Rheinische Elektrizität . . .
. 9
—
—
122
Schlesische Elektrizität. . . .
10
—
——
112,5
110
Schuckeri L Co.......
11
128
126
128
125,5
Siemens & Halske .....
16
172,5
171,5
174
172,25
Transradto ........
. 8
121.25
120,5
Lahmeyer L Co.. .....
10
140
136,25
138,5
135,5
Buderus.........
. 5
—
48
49
48,5
Deutsche Erdöl ......
. 6
60,5
56,5
60
56,75
Essener Steinkohle .....
. 8
Gelsenkirchener ......
. 8
92,75
91,5
94
91,25
Harpener.....«...
. 0
82,5
82,25
84
83
Hoesch Eisen. .......
ey,
—
71.25
69
Iise Bergbau ......
Klöckncriverke.......
10 . 7
205.5
66
206,5
63
205,25
66
205,25
64
Köln-Ncuessen.......
. 7
73
69,75
Mannesmann-Röhren . . .
. 7
—
64,75
66,75
65,25
Mansselder Bergbau ....
. 7
—
40
34
Lbcrschlos. Eijenbedars . . .
. b
—
-
41
Oberschlcj. Kokswerke....
. 7
—
69,25
• 69
Phönix Bergbau. .....
6V?
—
63
60
Rheinische Braunkohlen . .
10
—
172,25
168,25
Rhestistayl ........
68
66.75
67.25
66
Riebeck Montan......
-
Frankfurt a. 2JI.
Berlin
Schluß« Ture
1-Uhr- Kurs
Schluß« Iure
Anfang- Kurs
Dalum
9. 10.
10. 10
9. 10
10 10
Bereinigte Stahlwerke
63.5
—
64
61,5
Olavi Minen ....
. . 16'/,
—
——
28,75
28,13
Kaliwerke Aschersleben
. . . 10
188
——
188,75
186
Kaliwerke Westeregeln
. . . 10
188
186
189
187,5
Kaliwerke Salzdetfurth
. . . 15
258
—
261,13
255,13
I. G. Farben-Industrie
. . . 12
130,75
130
132,5
130
Dynamit Nobel . . .
. . . . 6
—-
—
61
60,13
Scheidcanstalt....
. . . . 9
130,25
—
—
—
Goldschmidt ....
. . . . 5
38
40,5
40.5
41,75
Nütgcröwerke ....
. . . . 6
45,75
44-5
47.25
45
Metallgeleillchaft. . .
. . . . 8
94,25
92
94,5
Philipp Holzmann . .
. . . . 7
70
—
69,5
_
Zementwerk Heidelberg
. . 10
86
——
—
—
Cemcniwerk Karlstadt.
. . . 10
—
—
—
—r-
Wayß & Freytag . .
. . . . 8
45,5
—
48
—
Schultheis Patzenhoser
... 15
_
_
179
176
Ostwerke......
. . . 12
—
—
140,5
139
Alu........
. . . 18
53,75
51,5
53,5
51,5
Bembcrg......
. . . 14
61
58
54,5
Zellstoff Waldhof . .
. . 13'/,
115
—
116,25
112
Zellstoff Aschaffenburg
. . . 12
83,5
78
83
79
Charlottenburger Wasser ... 8
—
——
79,5
Dessauer Gas ....
. . . . 9
——
—
107
104,25
Daimler Motoren . .
. . . . 0
—
21
23
21,75
Deutsche Linoleum .
• e • e -
147
145
148,5
145,75 .
Maschinenbau A.-G. .
. . . . 0
—
——
30
28,5
Nat. Automobil . . .
. . . . 0
—
—
11.4
11,25
Orenstcin & Koppel .
. . . . 6
—
—
44,5
44
Leonhard Tietz . . .
. . . 10
—
—-
107.5
108
Svenska......
• • . . .
—
■ ■ —
292
290
frankfurter Maschinen
.... 4
19,25
19
19,5
— .
Grstuier......
. . . . 6
29,5
—
29
——
Heyligenstaedt . . .
. . . . 0
—
—
——
—— •
Iunghans......
. . . . 6
29,25
—
29,5
—
Lechwerke......
.... 8
92
—
—
Mainkraftwerke Höchst a.M.. . 8
—
—
—
Mtag........
... 10
—
—
75,5
*—
Gcbr. Roeder ....
. . . 10
95
—
—
Beigt & Haeffner . .
<(
150
—-
150
—
Süddeutsche Zucker .
. . . 10
129
127
130,5
—
, Banknoten.
ZJedln, g. Oktober
Geld
»rief
Amerikanische Noten......
4,24
4,26
Belgische Noten. .......
58,38
58,62
Dänische Noten ........
112,10
112,54
Englische Noten ........
20,395
20,475
Französische Noten .......
16,445
16,505
Holländische Noten..... .
169,36
170,04
Italienische Noten........
22,02
22,10
Norwegische Noten.......
112,10
112,54
Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling
59,08
59,32
Rumänische Noten.......
2,477
2,497
Schwedische Noten.......
112,63
113,07
Schweizer Noten ........
81,64
81,96
Spanische Noten ........
41,37
41,53
Tschechoslowakische Noten.....
12,415
12.475
Ungarische Noten .......
73,32
73,62
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
9 Oktober
10 Oktober
iUinlltdic Dotierung
illmlllche
Houeruna
Geld
tfrlei
Geld
»ric
Amst.« flott.
169,31
169,65
169,36
169,70
Buen.-AireS
1,451
1,453
1,436
1,438
Brss.-Antw-
58,56
58,68
58,565
58.685
Christiania.
112,33
112,55
112,33
112,55
Kopenhagen
112,33
112,55
112,33
112,55
Stockholm .
112,74
112,96
112,77
112.99
Helstngsors.
10,562
10,582
10.566
10,586
malten. . .
21,98
22,02
21,98
22,02
London. . .
20,395
20,435
20.405
20,445
Ncuyork . -
4,1970
4,2050
4,1995
4,2075
Paris....
16,467
16,507
16,467
16,507
Schwei; ..
81,60
81,76
81,61
81,77
Spanien.
41,81
41.89
42,51
42,59
I'apan . . .
2,079
2,083
2.083
2,087
'»io de Ian Wien in D.-
—■
—
—
—
Oest. abgcst
59,23
59,35
59,225
59,345
Prag . . . .
12,459
12,479
12.465
12,485
Bclzrad . .
7,446
7,460
7,449
7,463
Budapest. . Bulgarien.
73,49
' 73,63
3,043
73,495
73,625
3,043
3,043
3,049
Lissabon . .
18,825
18,865
18,825
18,865
Danzig. . . Nonstmtin.
81,54
81,70
81,535
81,695
1,784
1,789
1,784
1,789
5,445
Athen. .
5,44
5,45
5.435
Canada . .
4,201
4,209
4.201
4,209
Um uay.
3.?47
3.353
3 307
3,313
Cairo . .
20,91
20.95
20,915
20,955


