erst im letzten Moment abgebacken werden. Hefeteig dagegen und Eiertorten müssen mindestens drei Stunden vor dem Verzehren erkalten, da sie warm weder verdaulich noch vorteilhaft im Schneiden sind.
Das Wäfchespiilen.
Nicht nur sachgemäßes Einweichen, Kochen und Waschen macht die Wäsche schön weiß und klar, sondern auch das Spülen ist bei der Wäsche ein wichtiger Faktor. Sehr oft wird gerade auf diese Tätigkeit weniger geachtet, und in solchen Fällen hat die Wäsche immer einen gelblich-grauen
Schein. Oft staubt sie, wenn man sie aus dem Schrank nimmt, und fusselt in unangenehmer Weise. — Diese Liebelstände liegen daran, daß nicht alle Seifenteilchen aus der Wäsche entfernt wurden, sondern trocknen und in den Poren des Gewebes sitzen bleiben. Durch sachgemäßes Spülen soll erreicht werden, daß alle Rückstände der Waschlauge schnell und gründlich aus der Wäsche beseitigt werden. — Zweckmäßig ist es daher, soviel als möglich zum Spülen immer gut warmes Wasser zu nehmen und dieses so oft zu erneuern, bis das Wasser vollständig klar bleibt.
Wirtschaft.
Oie Wirtschaftskrise in Zahlen.
Nichts charakterisiert die gegenwärtige Wirtschaftskrise besser, als die Wirtschaftsstatistik. Alle Erörterungen können nur dann nutzbringend sein, wenn sie die amtliche Statistik zugrundelegen. Im folgenden seien deshalb verschiedene Zahlen zusammengestellt, die am besten geeignet sind, die Lage zu veranschaulichen.
Seit Herbst 1929 geht die Kohle- und Eisenerzeugung außerordentlich zurück. Sie betrug im Januar d. I. in der Steinkohlenförderung noch rund 14 Millionen Tonnen, sie beträgt jetzt nur mehr 10 Mill. Tonnen. Die Roheisen- gewinnung ist im gleichen Zeitraum um 40 Proz. zurückgegangen, und zwar von 1092 000 auf 750 000 Tonnen. Die Rohstahlgewinnung ging von 1275 000 auf 850 000 Tonnen zurück. Der Produktionsindex der gesamten industriellen Produktion hat um rund 4 Proz. nachgelassen, im Verhältnis zum vergangenen Jahre sogar um rund 7 Proz.
Die Ernteerträgnisse lassen ebenfalls einen starken Rückgang erkennen. Die Erträgnisse des Winterroggens sind von 1928 auf 1929 um 1,2 Proz. zurückgegangen, die des Winterweizens um 1.6 Proz., die der Wintergerste um 4,1 Proz. und die der Kartoffeln um 3,5 Proz. Gleiche Rückgänge hat der Viehbestand aufzuweisen.
Auch auf dem Inlandmarkte ist eine außerordentliche Stockung eingetreten. Zum Vergleich seien nur die Lims ätze der Warenhäuser herangezogen, die in allen Abteilungen Rückgänge von durchschnittlich 5 bis 8 Prozent aufweisen.
Der Zahlungsverkehr drückt am besten die Lage der Wirtschaft aus. 2m Vergleich zum Vorjahre ist der Zahlunasverkehr für das erste Halbjahr beim Geldumlauf um rund 37 Millionen zurückgegangen, beim Postscheckverkehr um 176 Millionen und im Wechfelverkehr um rund 800 Millionen Mark.
Der Güterverkehr der Reichsbahn, eines der untrüglichsten Konjunktursymptome, weist einen sehr großen Rückgang auf. Gegenüber dem Vorjahr ist die Menge der von der Reichsbahn beförderten Güter im ersten Halbjahr um rund 200 000 Tonnen zurückgegangen, und zwar ist seit 2anuar dieses 2ahres ein beinahe stetiger Rückgang zu verzeichnen.
Demgegenüber sind selbstverständlich auch die Preise von ausschlaggebender Bedeutung. Die Indexziffern der reagiblen Warenpreise sind in diesem Jahre um 12 Prozent zurückgegangen, der Großhandelsindex hat in allen Abteilungen einen Rückgang zwischen 1 bis 2 Prozent aufzuweisen. Dagegen folgen die Lebenshaltungskosten nur sehr langsam.
Lim das Bild abzurunden, sei noch darauf hingewiesen, daß der Index der Aktienkurse im Vergleich zum vergangenen Jahre für das erste Halbjahr um 20 Prozent zurück- « ging. Die Zahl der Konkurse ist dagegen für den gleichen Zeitraum um rund 100 Prozent 7 gestiegen. Die Zahl der Wechselproteste hat eine Steigerung um 25 Prozent aufzuweisen. Die Steuereinnahmen des Reiches sind in den ersten Monaten des Jahres zumindest um 10 Prozent, manchmal auch mehr, zurück- aegangew Dagegen ist die Arbeitslosigkeit im Gegensatz zum vergangenen Jahre außerordentlich gestiegen.
Oie ArbeitsmarktLage in Hessen-Nassau und Hessen.
Lieber die Arbeitsmarktlage in Hessen-Nassau und Hessen berichtet das Landesarbeitsamt Hessen: Die Verschlechterung der Arbeitsmarktlage hat auch in der zweiten Augusthälfte ungehalten. Die Zahl der Arbeitsuchenden ist um 3351 oder 1,7 Pro
zent auf 195 595 gestiegen. Die Zahl der Haupt- unterstühungsernpfänger nahm um 3262 zu (in der Arbeitslosenversicherung um 2135, in der Krisenunterstühung um 1127) und stieg auf insgesamt 119 616. Durch die Zunahme sind besonders stark belastet die Gruppen: Metall-Industrie mit 2028, Steine und Erden mit 950, Bergbau mit 410 und Baugewerbe mit. 174. Eine leichte Abnahme hatten die Berufsgruppen: Lingelernte Arbeiter mit 243, Bekleidungsgewerbe mit 234 und Lederindustrie mit 190. Der Abgang ist vorwiegend auf Fortbleiben der Arbeitsuchenden zurückznführen, die aus der Lln- terstützung ausgeschieden" sind und infolgedessen auch nicht mehr zur Arbeitsvermittlung vorsprechen.
* Diskontermäßigung in Oesterreich. Die Oesterreichische Nationalbank hat den Diskontsatz von 5,5 auf 5 Proz. ermäßigt.
* Ermäßigung des Zolls für Futtergerste. Durch Verordnung des Reichsministers der Finanzen und des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft vom 8. September, die am 11. September in Kraft tritt, ist der Zoll für Gerste zur Viehfütterung unter Zollsicherung bis auf weiteres auf 6 Mk. für einen Doppelzentner ermäßigt worden. Die Ermäßigung hat zur Voraussetzung, daß nach Inkrafttreten dieser Verordnung eine der einführenden Menge Gerste entsprechende Menge gekennzeichneten Roggens und Kartoffelflocken von einer vom Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft bestimmten Stelle in einem von ihm festzusetzenden Verhältnis bezogen wird.
* Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924/26 = 100) stellt sich für die Woche vom 1. bis 6. Sept, auf 104,5 gegen 104,1 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 101,2 (100,6), Gruppe verarbeitende Industrie auf 93,0 (92,8) und Gruppe Handel und Verkehr auf 127,2 (127,0). — Für den Durchschnitt des Monats August ist der Index mit 103,3 gegenüber 110,0 im Durchschnitt Juli ermittelt, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie 99,4 (107,6), Gruppe verarbeitende Industrie 92,2 (99,1) und Gruppe Handel und Verkehr 126,0 (131,0).
Herbstmarkt in Nidda.
△ Nidda, 8. Sept. Gestern und heute wurde hier der Niddaer He r b st m a r k t, verbunden mit der K i r ch w e i h e, abgehalten. Am Sonntag war nachmittags auf der Gänsweide, dem Marktplätze, Volksfest und Tanzvergnügen in der Turnhalle und in zwei großen Wirtszelten. Trotz der kühlen Witterung war der Besuch des Fest- Platzes sehr stark, wenn sich auch die Folgen der Arbeitslosigkeit bemerkbar machten. Dagegen war der heutige Vieh - und Krämermarkt am stärksten in den letzten fünf Jahren befahren, wozu die Stadtverwaltung durch bedeutende Mittel zur Prämiierung erstklassiger Zucht- und Faseltiere wesentlich beigetragen hat. Der Markt war von den Landwirten und ihren Angehörigen aus der Wetterau und dem südöstlichen Vogelsberg außerordentlich gut besucht. Diesmal waren 219 Bullen, Kühe und Rinder aufgetrieben, darunter wahre Prachtexemplare der Simmentaler und Vogelsberger Rasse, die teilweise bis sieben Wegstunden hierher zurückgelegt hatten. Ferner standen über 10 0 0 Ferkel und einige Zuchteber, sowie über 80 Ziegenböcke und Ziegen zum Verkauf. Der Handel entwickelte sich gut. Bei der von der Landwirtschaftskammer anberaumten Versteigerung von Bullen und Zuchtböcken ging eine größere Zahl in den Besitz von Gemeinden über. Erstere, etwa 16 Monate alt, kosteten zwischen 700 bis 1000 Mark, diesjährige Ziegenböcke Saaner Rasse wurden durch die Landwirt
schaftskammer und den Kreisziegenzuchtverein Büdingen gekört und fast alle ebenfalls versteigert. Das Stück kam auf 70 bis über 100 Mark. Die Ferkelpreife waren etwas niedriger, als bisher und auf dem vorigen Markt. Für 6 Wochen alte Ferkel wurden durchschnittlich 19 bis 20 Mark, für 8 Wochen alte 25 Mark, für 10 bis 12 Wochen alte 30 bis 35 Mark bezahlt. Läufer kamen das Stück auf 60 Mark. Gute Milchkühe kosteten 550 bis 600 Mark, trächtige Kalbinnen 500 Mark, zweijährige Rinder 200 Mark, einjährige Rinder 150 Mark. Im allgemeinen waren die Züchter mit den Preisen für Rindvieh zufrieden. Zum Schluß des Marktes wurde eine Prämiierung von Rindvieh und Ziegen in sechs Klassen" vor- genommen, wozu die Stadt und die Landwirtschaftskammer 1000 Mark und hiesige gemeinnützige Verbände, Niddaer Dank, Sparkasse usw., wertvolle Ehrenpreise gestiftet hatten.
Lchweinemarkt in Gedern.
Y Gedern, 9. Sept. Der heutige Schweinemarkt war mit 689 Tieren beschickt. Für sechs Wochen alte Ferkel wurden 18 bis 22 Mk., für sechs bis acht Wochen alte 22 bis 30 Mk. und für Läufer je nach Qualität 35 bis 45 Mk. bezahlt. Die Preise waren gedrückt, der Handel anfangs ruhig, später flott.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 10. Sept. Tendenz: widerstandsfähig. — Der bevorstehende Wahlter- min legte der Börse weiterhin stärkere Zurückhaltung auf, wobei es aber zu einer Abschwächung, oder zu einem größeren Pessimismus heute nicht kam. Die Grundstimmung zeigte eher eine freundliche Tendenz, wozu der etwas verheißungsvollere Wirtschaftsbericht der Dresdner Dank beigetragen haben dürfte. Das Geschäft konnte bei der bestehenden Zurückhaltung und dem sehr geringen Ordereingang keine lebhaftere Form annehmen. Nur einige Werte machten eine Ausnahne und waren etwas lebhafter gehandelt. Die fortschreitende Erhöhung der Arbeitslose nziff er im Reiche und die Wahrscheinlichkeit einer weiteren, durch die Wintermonate bedingten Zunahme der Arbeitslosigkeit löste später Besorgnis aus und veranlaßte Abgaben. Die Kursgestaltung war nicht ganz einheitlich, doch überwogen gegenüber der gestrigen Abendbörse kleine Kursgewinne. Am Chemiemarkt eröffneten I.-G.- Farben leicht erhöht. Am Elektromarkt kam in Siemens eine verspätete Erstnvtiz zustande, die 1 Proz. niedriger lautete. Schuckert lagen knapp gehalten, während Lechwerke, Ächt und Kraft und AEG. leicht anziehen konnten. Kunstseidepapiere eröffneten gut gehalten. Stärker unter Druck tagen am Kalimarkt Salzdetfurth und Westeregeln, die bis zu 3 Prozent nachgaben. Bauunternehmungen lagen gut behauptet. Am Zellstoffmarkt kam in Aschaffenburg Material heraus: es trat ein Rückschlag von 3 Prozent ein. Der Montanmarkt war vernachlässigt. Erstnotierungen kamen kaum zustande. Harpener notierten 0,5 Prozent schwächer. Am Bankenmarkt lagen fast alle Werte gehalten. Commerzbank konnten sich um 1 Prozent bessern. Am Rentenmarkt waren Altbesitzanleihe gedrückt und stärker abgeschwächt. Der Grund hierfür sollen Berliner Exkursionen fein. Die übrigen deutschen Anleihen waren behauptet. Von Ausländern waren Mexikaner etwas abgeschwächt. Im Verlaufs stagnierte das Geschäft fast vollkommen. Unter dem Drucke der Geschäftslosigkeit gaben die Kurse gegenüber der gestrigen Abendbörse etwas nach. Altbesitzanleihe konnten sich leicht erholen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 2,5 Prozent unverändert leicht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1980, gegen Pfund 20,4175, London gegen Kabel 4,863250, gegen Paris 123,87, gegen Mailand 92,84, gegen Madrid 44,70, gegen Schweiz 25,06, gegen Amsterdam 12,0790.
Berliner Börse.
Berlin. 10.Sept. Im heutigen Vormittagsverkehr hatte man noch mit einer eher freundlichen Tendenz gerechnet, doch schien bei der Dorbörse sich die Stimmung wieder etwas zu verschlechtern, und der offizielle Doginn brachte überwiegend Abschläge von 1 Prozent. Das Geschäft blieb weiter außerordentlich still. Es zeigte sich nur für einige Werte, wie z. D. Svenska trotz des Kreuger-Dementis, etwas stärkeres Interesse. Man konnte feststellen, daß in Anbetracht der kurz bevorstehenden Wahlen die Zurückhaltung der letzten Zeit sich noch wesentlich verstärkt hat. Der feste Schluß der gestrigen Neuyorker Börse blieb auch ohne Einfluß da eine ganze Reihe Nachrichten aus
der Wirtschaft weniger günstig lauteten. Die Arbeitslosenziffer ist erneut gestiegen: im Ruhrschiedsspruch ist keine Einigung erzielt worden: Dänemark hat Maßnahmen gegen die deutsche Zollpolitik ergriffen: in der Zementindustrie sind neue Stillegungen vorgenommen worden: besonders verstimmte aber der Rückgang der Boung- Anleihe an den europäischen Börsen, besonders gestern in London, wo der Kurs auf 84 Prozent zurückging. Ohne Einfluß blieb die Diskontsen- kung in Oesterreich, der wahrscheinlich die Schweiz folgen wird. Kaliwerte waren bis zu 3 Prozent gedrückt. Auch Aschaffenburger Zellstoff verloren auf Abgaben der Arbitrage 3 Prozent. Berger, Schubert & Salzer, Deutsche Linoleum und Dessauer Gas verloren bis zu 2 Prozent. Dagegen waren Rheinische Braunkohlen, Gessürel. Chade- aftien uno Tietz etwas fester. Altbesitzanleihe gingen um 1 Prozent zurück. Von Ausländem waren Mexikaner etwas schwacher. Der Pfandbriefmarkt lag ruhiger, aber nicht schwächer. Der Geldmarkt war bei unveränderten Sätzen eher etwas leichter. Nach den ersten Kursen setzten sich die Abschwächungen zunächst weiter fort. Später konnte sich das Kursniveau aber wieder leicht erholen. Nur Salzdetfurth gingen erneut zurück.
Frankfurter Getreidebörse.
Franks urt a. M., 10.Sept. Am Produktenmarkt war das Geschäft aud} weiterhin sehr still. Das Angebot von Inlandware war ziemlich ausreichend. Stärker gedrückt lag Weizen, der bis 2,50 Mark nachgab: Roggen war gut behauptet. Hafer war angeboten, und alte Ernte verlor bis 5 Mark. Weizenmehl gab bei schleppendem Geschäft gleichfalls etwas nach. Futtermittel gedrückt. Es wurden notiert: Weizen, Hektolitergewicht von 75 Kilo 252,50; Roggen 172,50; Hafer, inländischer (alter Ernte) 190; (neuer Ernte) 165 bis 170; Weizenmehl, südd.. Spez. 0 40,75 bis 41,50; Roggenmehl 27,75 bis 28.75; Weizenkleie 7; Roggenkleie 6,75 bis 6,90 Mark. Tendenz: ruhig.
Kunst und Wissenschaft.
Rücktritt Walter von Molos.
Berlin, 9. Sept. (ERB.) Die preußische Akademie der Künste teilt durch den Amtlichen Preußischen Pressedienst mit, daß Walter von Molo den Vorsitz in der Sektion für Dich t- kunst niedergelegt hat. — Lieber die Gründe zu dieser Amtsniederlegung und über die Neubesetzung des Präsidentenpostens ist noch nichts bekannt geworden.
Jubiläum der Frankfurter Oper.
Die Festwoche des Frankfurter Opernhauses anläßlich seines 50jährigen Bestehens wird eröffnet mit einem Festkonzert. Das Programm bringt den „Don Juan", mit dem das Opernhaus 1880 eröffnet wurde. Es folgen „Fidelio", „Zar und Zimmermann", „Lohengrin", „Rosenkavalier". Als große moderne Premiere, die zugleich den Abschluß der Festwoche bilden soll, ist Brecht-Weills „Mahagonny" in der Neubearbeitung in Aussicht genommen.
Preisgekrönte Dramen.
Heber den in diesem Jahre erstmals zur Verteilung gelangenden Jahrespreis des Bühnenvolksbundes (Dramatiker-Preis) wurde in der Sitzung der Preisrichter entschieden. Man einigte sich auf eine Ausschüttung des Preises in drei gleichen Teilen. Preise ' von je 1000 Mark trafen auf Ernst Bacmeifters Tragödie „Maheli wider Moses", Julius Maria Beckers Spiel vom Tode „Der Brückengeist" und Maxim Z i e s e s Schauspiel „Der Tag". Die Entscheidung der Preisrichter erfolgte mit sechs Stimmen gegen eine Stimme. Bei ihrer Entscheidung gingen die Preisrichter aus von dem Gesichtspunkt der Förderung von Autoren und Werken, die die Beachtung der Bühnen noch nicht in dem wünschenswerten Maße gefunden haben. Um den Preis hatten sich 33 5 Autoren mit insgesamt 349 dramatischen Arbeiten beworben.
Letzte Nachrichten.
„Graf Zeppelin" in Moskau gelandet.
fiorono, 10. Sept. (TU. Drahtnachricht.) Me aus Moskau gemeldet wird, ist das Luftschiff „Graf Zeppelin" heute mittag gegen 12 Uhr MEZ. in Moskau glatt gelandet. Das Luftschiff wurde von einer vieltausendköpfigen Menge, Vertretern der Sowjetregierung, der deutschen Botschaft und der Presse begeistert empfangen.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
■
Frankfurt a. Ul.
Berlin
Schluß- furd
l«Uhr« Kurs
Schluß» kurs
Anfang- Kurs
Dalum
9. 9.
10. 9.
9. 9.
10. 9.
6% Deul,qe meichsaw-nqe
von 1927 .........
87,75
88,5
-- -
7% Deutsche Reichsanlethe
von 1929 ..........
101,6
—
101,9
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten.......
62,8
62
62,8
61,75
Desgl. ohne AuSIos.-Rechte . . .
7,9
7,9
7,9
8
8% Hess. Volksstaat von 1929
lrückzahlb. 102%)......
Oberhellen Provinz - Anleihe mtl
94,5
—
95,25
——
Auslol.-Rechten.......
59,25
—
—
—
Deutlche komm. Sammelabl.
Anleihe Serie 1.......
61,6
—
61,6
—
8% Franks. Hyp.<Bank Goldpse XIII unkundbar bis 1934 . . .
101
-
—
_
7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bti 1932 .....
96,5
_
<y*% Rheinische Hyp.-Bank
Ltqu. Goldpse.........
90,5
-
■_
_
8% Pr. Landespsandbriesanskalt,
Psandbriese R. 1?......
8% Pr. Landespfandbrtesanstalt,
101
—
101
Komm.-Obl. R. 20......
98
_
98
7% Pr. Landespsandbriesanstalt,
Psandbriese R. 10......
97
_
97
A.E.G. abg. Borkriegs-Obltgatio-
nen, rückzahlbar 1932 .....
—
--
—
—
4% Oesterreichilche Goldrente . .
27,5
27,9
4,20% Oesterreichilche Silberrrntc 4% Oesterreichilche Einheitliche
3,4
—
3,55
Rente...........
2,1
—
2,13
__
♦% Ungarilche Goldrente ....
25,3
—
25,25
_
4% Ungarische Staatsrente V. 1910
20
—
20,3
20,4
1 y,% Mol. von 1918.....
21
——
21
4% Ungarische Kronenrente . . -
2,1
——
2,13
_
4% Türkische Zollanicihe von 1911
5,2
—
5,2
5,25
4% Türkische Vagdadbahn-Anl
5,2
Serie 1...........
—
5,25
—
4% desgl. Serie II . - - • -
5% Rumänische vereinh. Rente
5,2
5,2
—
—
von 1903 ..........
9,3
—
9,3
I%% Rumänische vereinh. Rente
15,8
wm 1913..........
—
15,75
—
1% WumtaW vereinh. Rente .
7,25
—
7,3
7,4
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß«! 1 «Uhrkurs 1 Kurs
Schluß«! Anfang« turs Kurs
Datum
9. 9-
10 9.
9. 9.
10 9
Hamburg-Amerika Aalet . . . <
Hamburg-Südam. Dampfschtss. 8
Hansa Dampfschtss.....10
Norddeutscher Lloyd.....8
Allgemeine Deutsche Greditanst. 10
Barmer Bankverein .... 10
Berliner Handelsgesellschaft . 12
Commerz- und Privat-Bank. 11
Darmstädter und Nationalbank 12
Deutsche Bank und
Ttsconlo-Gesellschaft,. . . 10
Dresdner Bank ...... 10
Retchöbank........12
A.E.G............8
Bergmann.........9
(Helft. LieferungSgesellschast. 10
Licht und Kraft......10
Felten & Guilleaume . . . 7y3
Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen .... 10
Hamburger Elektrizitäts-Werke 10
Rheinische Elektrizität .... 9
Schlesische Elektrizität. ... 10
Schuckert & Go.......11
Siemens & Halske ..... 16
Transradto . ........ 8
Lahmeyer L Go.. ..... 10
Buderus....... . • • ü
Deutsche Erdöl . ...... 6
Hoesch Eilen. ....... 6V,
Ilse Bergbau ....... 10
Klöcknerwerke ......7
Mannesmann-Röhre» .... 7
ManSselder Bergbau ..... 7
Oberschles. Eisenbedars . . . . 6
Oberschles. Kokswerke. .... 7
Rheinische Braunkohle» . . 10
91
91
107,75
116,25
143,5 127,75 181,25
123,5
124
137,5
140,5
107,25
141
133,5
196
158,5
59
109
102,5
222
84,5 56
77,75
205,5
90
90,25
116,25
128,5
124
137,5
140,75
153,75
195
102
90,75 163,5
91
108 116,25 143,75 128,5
181
123
123,5 249,75
137,65
167
140,5 108
141,5 133,75
139,25 153,5
196,25
157,75
58,75 73,5
109,25
102
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87,9
84,4
56,4
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90,5
108 116,25 143,5 128,5
181,13
123,25 123,25
250,5
137,6 166,5
140,13 107,25
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133,9
134 138,5 153,25
195
119
59
73
109,4 101,5
88,75
80,25 87,75
84,5 55,75
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206,75 87,25
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Frankfurt a. M. |
Berlin
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Kurs
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Datum
9. 9-
10. 9.
9 9.
10. 9.
78
78
Olavi Äinen .....16*/,
—
37,13
36,75
Kaliwerke Aschersleben ... 10
202,5
—
204,25
201,25
Kaliwerke Westeregeln ... 10
209
206,5
209
206
Kaliwerke Salzdetfurth ... 15
329
326
327,5
326,75
I. ®. Farben-Indusftie ... 12j
152
152,25
152,4
151,75
Dynamit Nobel.......6
—
—
—
—
141,5
_
___
Ntoldschmidt ........5
56^25
56
56.25
Rütgerswerke ...... ..6
56,5
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56,5
56,75
Metällgeiellschast..... . 8
103,5
—
103,5
103
Philipp Holzmann ...... 7
—
—
85,25
84,75
Zementwerk Heidelberg . • 10
104
—
—
Gementwerk Karlstadt. ... 10
—
——
—
_
Wavh & Freytag ...... 8
61,5
61
62
—
Schultheis Patzenhoser ... 15
—
—
250
249
Ostwerke.........12
——
—
200,25
200
..............18
82
82
82
82
Bemberg...... 14
91
—
89,75
89
Zellstoss Waldhos .... 18*/,
——
—
133
132
Zellstoss Aschaffenburg ... 12
—
93,5
97
94
Charlottenburger Wasser ... 8
—
——
94,5
94
_
]36
1 34 96
30
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174.5
174
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Maschinenbau A.-G. . • • . . 0
—
41,75
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—
—
10,65
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Orenstetn & Koppel ..... 6
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58,5
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136,5
Svenska...........
315
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313
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22,5
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Süddeutsche Zucker .... 10
145
144,9
145,25
—
Banknoten.
Berlin, 9. September
Bries "
Amerikanische Noten ......
4,185
4,205
Belgische Noten.....«...
58,33
58,57
Dänische Noten.........
111,98
112,42
20,34
20,42
16,44
16,50
Holländische Noten ......
168,48
169,16
Italienische Noten. .......
22,02
22,10
Norwegische Noten.......
111,93
112,37
Deutsch-Oesterreich, h 100 Schilling
59,05
59,29
Rumänische Noten .......
2,48
2,50
Schwedische Noten .......
112,48
112,92
Schweizer Noten ........
81,40
81,72
Spanische Noten ........
45,51
45.69
Tschechoslowakische Noten. ....
12,40
12,46
73,27
73,57
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
9. September
10. September
Amtliche Kotierung Gew | Brief
Amtliche Geld ;
Dotierung
Brief
Amst.»Rott.
168,80
169,14
168,84
169,18
Bnen.-Aires
1,509
1,513
1,529
1,533
Brfs.-Antw
58,485
58,605
58,485
58,605
Christiania.
112,19
112,41
112,24
112,46
Kopenhagen
112,25
112,47
112,31
112,53
Stockholm -
112,65
112,87
112,69
112,91
Helsingfors.
10,549
10,569
10,535
10,573
Italien. . .
21,965
22,005
21,975
22,015
London. ..
20,386
20,426
20,395
20,435
Neuyork . •
4,1930
4,2010
4,1940
4,2020
Paris....
16,46
16,50
16,465
16,505
Schwei, . .
81,355
81,515
81,365
81,515
Spanien. .
45,95
46,05
45,30
45,40
yapan . . .
2,068
2,072
2,068
2,072
Htiö de Jan. Wjen in D-»
0,409
0,411
0,426
0,428
Oest. abgeft.
59,21
59,33
59,24
59,36
Prag ....
12,447
12,467
12,451
12,471
Belgrad . .
7,418
7,442
7,428
7,442
Budapest. .
73,44
73,58
73,44
73,58
Bulgarien.
3,037
3,043
3,037
3,043
Lissabon . .
18,83
18,87
18,83
18,87
Darutg. . . Konstantin.
81,505
1,784
81,566
1,789
81,50
1,784
81,66
1,789
Athen. . .
5,435
5,445
5,435
5,445
Taoada . .
4,197
4,205
4,1975
4,2055
llrnamH). .
3,397
3.403
3,397
3,403
Cairo . . .
20,90
40,94
20,905
20,945


