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Samstag, 10. Mai 1950

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Nr. 109 Drittes Blatt

Wirtschaft

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Banknoten.

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unter Druck logen vor allem die Elektrowerte, bei denen Schuckert 6 Prozent, Siemens 9 Prozent und 21. E. ®. und Licht & Kraft je 5 .Prozent

mit den Preisen der vergangenen Woche zogen Ochsen 2 Mark, Bullen 1 Mark und Kälber etwcu 3 bis 5 Mark an, während Färsen 1 Mark und Schweine 2 bis 3 Mark nachgaben. Kühe unverändert.

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Diskontreduktionen vorgenommen wurden, trug Zurückhaltung bei. Eine 2lusnahme mach- die Rheinstahlaktien, die in Verbindung mit

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nen. tüdiablbar 1932 ...

Oie Reichsbank Anfang Mai.

Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 7. Mai hat sich in der verflossenen Bankwoche die ge­samte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 237,6 Millionen auf 2007,1 Mill. ML verringert. 3m einzelnen haben die Bestände an Reichsschah­wechseln um 70,1 Mill, auf 6,9 Mill., die Be­stände an Handelswechseln und Schecks um 85,6 Millionen auf 1853,5 Mill. Mk. und die Lom­bardbestände um 81,8 Mill, auf 53,6 Mill. Mk. abgenommen.

Rn Reichsbanknoten und Renten­bankscheinen zusammen sind 292,6 Mill. Mk. in die Kassen der Dank zurückgeslossen. Der Um­lauf an Rrichsbanknoten hat sich um 260,5 Mill, auf 4403,7 Mill. Mk.. derjenige an Rentenbank­scheinen um 32,1 Mill, auf 330,3 Mill. Mk. verringert. Dementsprechend haben sich die Be­stände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 49 9 Mill. Mk. erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 601,4 Mill. Mk. eine Zunahme um 64,9 Mill. Mk.

Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 2,7 Mill, auf 2895,6 Millionen Mark erhöht. 3m einzelnen haben die Goldbestände um 85 000 Mk. auf 2565,4 Mlll. Mark abgenommen, die Bestände an deckungs­fähigen Devisen um 2,8 Mill, auf 330,2 Mlll. Mark zugenommen.

Die Deckung der Roten durch Gold allein erhöhte sich von 55 Proz. in der Vorwoche auf 58,3 Proz., diejenige durch Gold und deckungs­fähige Devisen von 62 auf 65,8 Proz.

Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt.

Angeregt durch den Freigabebonus von 2 Pro­zent und die unveränderte Dividende von Y1 Pro­zent bei der 3. G. Farbenindustrie eröffnete die neue Woche in weiter gebesserter Ten­denz. Das Geschäft war in Spezialwerten leb­hafter. Doch fehlte das Publikum, und der Schwerpunkt des Geschäfts verschob sich wieder auf die Renten- und Pfandbrief­märkte. Vor allem verstimmte am Aktienmarkt wiederum ein erneuter Kurseinbruch an der Reu- horker Börse; die eingetretencn Gewinne gingen durchweg verloren, teilweise ergaben sich sogar auf Abgaben der Kulisse ganz erhebliche Ab­schwächungen. Auch daS Zögern der Reichsbank, eine weitere Diskontermäßigung vorzunehmen, nachdem im Auslande verschiedentlich wieder

markt, namentlich auf den Zinkmärkten, hatte das Deschäftsergebnis so stark beeinflußt, daß unter Berücksichtigung der im normalen Ausmaste ge­haltenen Abschreibungen und der erheblich ge­sunkenen 3nventarwerte ein ücrtcilbarer Gewinn nicht verbleibt. Die Bilanz schlieht mit einem Gktoinn von 5821 Mk. ab, der vorgetragen wer­den soll. (GV. 1.3uli.)

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. TI., 10. Mai. Tendenz: freund­lich Zum Wochenschluß eröffnete die Börse im Zu­sammenhang mit dem festeren Schlich der gestrigen Neunorker Börse in freundlicher Haltung. Auch nahm das Geschäft in E p ez i a l we r t c n lebhaftere Formen an, obwohl Austrage auch heute wieder nur in geringem Umfange em- getroffen waren. Die Spekulation schritt, angeregt durch einige günstige Nachrichten, zu kleinen Deckun­gen. Günstig gebucht wurde nach die geringfügige Preissteigerung für Kupferaktien. 3m Vordergründe standen am variablen Markt pirsch K u p s e r auf Meinungskäufe, in denen eine (Erftnotij nicht zustande kam, doch wurde der Kurs 10 Prozent höher taxiert. Vereinzelte Elektrowerte traten etwas mehr in Erscheinung. Siemens ge­wannen 2 v. H. Ebenso Velten leicht erhöht. Am Kalimarkt war die Umsatztätigkeit bescheidener, doch war auch hier nach Berücksichtigung des Dividenden- abzuges in einigen Werten eine Besserung bis zu 1,5 vH. zu verzeichnen. Von Bankwerten be­stand für Reichsbankanteile lebhaftere Nachfrage mit plus 3,5 vH. Schiffnhrtswert e eröffneten bis zu 1,5 v. S). fester. Auch der F a r b c n m a r f t war angeregter. Farben gewannen anfangs 1 v. H. Auch die übrigen Chemiewerte lagen bis zu 1 v. f). fester. Zellstoff Waldhof plus 1,5 v. H. Am M o n - ta nm a r r t fanden nur vereinzelte "werte etwas mehr Beachtung. K u n st s e i d e w e r t e waren >t- was mehr gebessert. Von Kaufhausaktten waren Karstadt angeboten und 1,5 v. 5). schwächer. Am Rentenmarkt war die Umlasttätigkeit weiter zuruck- gegangen. Nur Schustgebiete waren wieder mehr gesucht und auf 4,70 v. .st. gebessert. And) im Vor- laufe war das Geschäft weiter recht lebhaft, ohne dast jedoch neue Kursbesserungen eintreten Tonnten. Am Geldmarkt wurde Tagesgeld mit 3,5 v. st. notiert. Am Devisenmarkt war der Schweizer Frank etivas schivächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4 1910, gegen Pfund 20.3610, London gegen Kabel 4,868250," gegen Paris 123,86, gegen Mailand 92,66, gegen Madrid 39,80, gegen Schweiz 25,1025, gegen Holland 12,0750.

Berliner Börse.

Berlin, 10. Mai. Den Erwartungen des heu­tigen Vormittagsverkehrs entsprechend, eröffnete die Börse kursmäßig allgemein fester, ohne dast das (Geschäft allerdings zunächst eine wesentliche Be­lebung erfuhr. In der Hauptsache nahm die (Spe­kulation Deckungen und kleine Rückkäufe vor, und bevorzugte hierbei naturgemäß die Werte, für die auch sonst irgendwelche-Anregungen Vorlagen. 3m Anschluß an den Wirtschaftsbericht der Dresdner Bank zog man auch Tauschoperationen von Renten gegen Aktien in Erwägung, und setzte diese anschei­nend auch fd)on in die Tat um. Die gemeldete Der- kleinerung des Vorstandes der 3.-G.-Farbenindu­strie, Zweigverein Leverkusen, regte den Farben­markt etwas an. Gleichzeitig wirkte sich die Um­tauschtransaktion Farben-Rheinstahl für letztere »ei­ter günstig aus. Aku waren zwar nicht Io lebhaft, wie vorbörslich zu erwarten war, profitieren aber von einer angeblich geplanten Auslandanleihe in stöhe von 20 Millionen Gulden. Für Schiffahrts­aktien stimulierte weiter die stossnung auf eine Frei- gabezahlung im Laufe des Monats 3uni. Reichs­bankanteile traten heute etwas mehr in den Vor­dergrund. lieber den Durchschnittsrahmen von 1 bis 3 v. st. hinaus lagen Fahlberg List 4,5 v. st., Vogel Telegraph 3,5 o st und Hirsch Kupfer 6,5 d. st. gebessert. Weiter schwach tendierten stotelbe- triebsgesellschaft (minus 2,5 v st ). Die Kaliwerte, die heute exklusive Dividende gehandelt wurden, holten Teile des Abschlags wieder ein. Besonders Salzdetfurth waren im Verlaufe ausgesprochen fest. Deutsche Anleihen abbröckelnd Ausländer wenig verändert. Pfandbriefe auf Realisationen weiter überwiegend schwächer. Der Geldmarkt lag bei un­veränderten Sätzen leicht. 3m Verlause wurde das Geschäft allgemein lebhafter. Man beforath viel die oeftrioe Kanzlerrede in Breslau, die Aussührunoen Dr. Brünings machten einen guten Eindruck Aku zogen weiter an, da man die Aussichten auf eine 6prozentige Dividende wieder besser beurteilt.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Di- Sinter ben Papieren ang-lührten Zistern geben die Sjötie der zuletzt bejchi°Nenen Dinidende an. - R-ich-banldiskant 5 o.Sj.. L°nrb°rdzin-,nb 6 o.S).

305 Mk.. Roggen 182,50 bis 185, Gerste 205 bis 207,50, stafer 185 bis 190, Weizenmehl (südd.) 43,50 bis 45,25, Weizenmehl (nicderrh.) 13,25 bis 45, Weizenkleie 7,75, Roggenkleie 9 bis 9,25, Rog- genmehl 26,50 bis 27,75, Erbsen 26 bis 35, Linsen 38 bis 80, steu 8,50, Weizen- und Roggenstroh (drahtgeprestt) 5, gebündelt 5,25, Treber 11,50, Kar­toffeln per Zentner 3nbuftrie hiesiger Gegend: 3 bis 3,10 Mark.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviebmarkt.

Während in der vergangenen Woche meist Rückgänge zu verzeichnen waren, lagen die Preise am Frankfurter Schlachtviehmarlt in dieser Woche wieder höher bzw. gut behauptet- Rur am Schweinemarkt gaben die Preise anfangs der Woche weiter nach, um aber am Rebenmarkte (an dem allerdings keine amtlichen Rotierungen festgesetzt werden) wieder auf den Stand der vorigen Woche zu gelangen. Am R i n der­ma r k t war der Auftrieb geringer als in der Vorwoche. Gute Qualität war reichlich vorhan­den. Bei mästig regem Handel und anziehenden Preisen wurde der Markt geräumt. Am Schweinemarkt war die Beschickung eben­falls geringer, trotzdem konnte sich zunächst nur sehr schleppender Handel entwickeln. Verstim­mend wirkte hier, dast Fettschweine so gut wie unverkäuflich sind, und daher auch auf die übrigen Qualitäten im Preise drücken. Am Re­benmarkt war das Geschäft ziemlich lebhaft, was in der Hauptsache auf die Erhöhung des Ein­fuhrscheinwertes zurückzuführen war, da man in Händlerkreisen damit rechnet, dast sich der Ex­port wesentlich beleben dürfte. Kälber hatten etwas größeren Auftrieb, wurden aber trotzdem lebhaft gehandelt und bei anziehenden Preisen ausverkauft. Ramentlich geringere Qualitäten konnten sich ziemlich befestigen. Schafe wurden wegen des geringen Auftriebs nicht notiert.

Der Gesamtauftrieb bestand aus 1434 Rindern,

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3nteressennahme der 3. G. Farben an die- Hnternefjmcn stärker gesucht waren und fast einziges Papier etwas anzogen. Es fehlte _. Börse an Anregungen. Von wirtschaftlicher Seite lagen eher ungünstige Meldungen vor, so dast das Geschäft in der ganzen Woche zeit­weise fast zum Stocken kam. Besonders

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allem Schutzgebiete, die biS zum Schlust der Woche und gerade zu dieser Zeit stark haussierend waren und einen Rekordkurs von 5,80 Prozent

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* Hessische Eisenbahn 2t.«®., Darm­stadt. 3n der gestrigen G.-V. wurden die Re­gularien einstimmig und debattelos genehmigt. Aus dem Geschäftsbericht ist zu entnehmen, dast das Ergebnis des Geschäftsjahres 1929 für die Gesellschaft trotz der rückgängigen Konjunktur noch als befriedigend bezeichnet werden kann. Der Reingewinn betragt 472 350 Mk. Es wer­den 10 Prozent Dividende verteilt und 56 825 Mark auf neue Rechnung vorgetragen. Es stand die formale Genehmigung der G.-V. für die An­leihe über 5 Mlll. Schw. Franken zu 6,5 Proz. mit einer Laufzeit von 25 3ahren aus, die sei­nerzeit für Erweiterungsbauten ausgenommen wurde. Der noch verbleibende Rest der Anleihe wird für die weitere Ausdehnung des Unter­nehmens Verwendung finden. Die Genehmigung wurde erteilt.

*8prozentige Deutsche Kommunal- Goldanleihe von 1 92 9. Der Derkaufskurs der 10 Millionen Marr 8prozentigen Deutschen Kommunal-Goldanleihe von 1929, Ausgabe 4, die von den deutschen Giro-Zentralen im Rahmen der ä2mschuldungsaktion den Sparkassen angebo­ten wird, ist mit Wirkung vom 8. Mai auf 97 Prozent zuzüglich Stückzinsen erhöht worden.

Dividendenausfall bei Stolber­ger Zink. 3n der gestrigen Aufsichtsrats- sihung der AG. für Bergbau, Blei- und Zink- fabrifation zu Stolberg und in Westfalen,Aachen, wurde die Bilanz für das Geschäftsjahr 1929 vorgelegt. Der Preisverfall auf dem Metall-

einbüstten. Aber auch Kunstseideaktien hatten gegen Ende der Woche einen größeren Verlust hinzunehmen. Vor allem waren Bem berg mit minus 18 Prozent zu erwähnen. Aku minus 6 Prozent. Chadeaktien, die in der vergange- _____ Woche nach Abzug der Dividende auf gün­stige Geschäftsaussichten und einen zufriedenstel­lenden Geschäftsbericht bis 10 Mark angezogen hatten, muhten ihren ganzen Gewinn und noch mehr im Zusammenhang mit den politischen iln- ruhen in Spanien hergeben. Auch Kaliwerte lagen angeboten und bis zu 6 Prozent abge­schwächt. Hier verstimmte der etwas zurückge­gangene Kaliabsah gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres. Der Montanmarkt lag mit Aus­nahme der schon erwähnten Rheinftahlaktien fast geschäftslos. 3lse Bergbau verloren 15 Prozent und Phönix 4 Prozent. Aber auch die sich wei­ter fortsehende Kupferbaisse beeinflußte die All­gemeintendenz der Börse ungünstig. Von Zell­stoffwerten gaben Waldhof 7,5 Prozent nach. Eine Ausnahme machten am Rentenmarkt vor

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darunter 345 Ochsen, 71 Bullen, 486 Kühe, 256 Färsen, ferner aus 1463 Kälbern, 112 Schafen und 5717 Schweinen. Verglichen mit dem Auf­trieb der letzten Woche waren 70 Rinder, 15 Schafe und 292 Schweine weniger am Markt, während 164 Kälber mehr zum Verkauf standen.

Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 58 bis 61, a2) 54 bis 57,

nach zirka 3,10 Prozent erreichten. Auf Ge­winnmitnahmen ergab sich aber auch hier wieder ein kleiner Rückschlag. Aber auch die übrigen deutschen Renten waren ziemlich leb­haft gehandelt und bis zu 2Prozent fester. Der Pfandbriefmarkt stand ebenfalls weiter im Vordergründe Rachdem in den achtprozentigen Werten Stückmangel eingetreten war, konzen­trierte sich das Hauptinteresse auf die siebenpro­zentigen und sechsprozentigen Stücke. Gegen Schluß der Woche flaute das Geschäft am Pfand- briefmarkt jedoch etwas ab. An den Aktien­märkten wurde die Stimmung allgemein freundlicher, wenn auch nur ganz gering­fügige Kursbesserungen zu verzeichnen waren. Tie Kulisse schritt nur in Spezialwerten zu Deckungs- oder zu Stühungskäusen. Das Pu­blikum war nur wenig vertreten. 3n einigen Werten war die llmsahtätigkeit jedoch etwas reger. Besonders für Dyckerhoff, auf die Dividen­denerhöhung, bestand 3nteresse. Aber auch 3. G. Farben, Danken und Schiffahrtsaktien waren gesuchter. 3m allgemeinen bekundete die Spekulation eine ziemlich starke Zurückhaltung- Günstig kommentiert wurde der Geschäftsbericht der 3. G. Farbenindustrie. Clektrowerte blieben still. Der Geldmarkt war flüssig, Tagesgeld wurde auf 3,5 Prozent festgesetzt. Am Devisen­markt änderte sich wenig, nur war in erster Linie Spanien schwach. Aber auch Paris war etwas schwächer.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Der Frankfurter Getreidemarkt eröffnete die neue Woche mit Ausnahme von Weizen in matter Haltung, was immer noch auf die günstigen Saatcnstands- und Wetterberichte zurückzuführen war. 2Iber auch die Unsicherheit wegen der Er­höhung der Einfuhrfcheinwertc drückte allgemein auf die Stimmung. Die Händlerschail bekundete allgemein Zurückhaltung, so daß das Geschäft sehr gering war. Die im Verlause der Woche bekanntgewordenen Erhöhungen der Einfuhkscheinwerte blieben vollkommen ohne Ein­fluß; es war eher weiter Abgabeneigung vorhanden.

Weizen lag stetig. Das-kleine Angebot wurde von den Mühlen auf Basis der Preise von Ende der Vorwoche ausgenommen. Auslandsweizen in­folge der höheren Forderungen vernachlässigt.

Roggen blieb von der Erhöhung der Einsuhr­scheinwerte vollkommen unberührt. Schon kleines Angebot lieh den Preis ziemlich sinken, obwohl es in der amtlichen Notiz nicht zum Ausdruck kam, da die mit der Stützung des Roggenpreises beauf­tragten Firmen das Angebot zumeist aufnahmen. Der Preisverlust war daher gegen die Vorwoche nur unerheblich, während im freien Markte wesent­lich niedriger gehandelt wurde. Da man auch der Ansicht zuneigt, daß die Stützungsgesellschaft viel- mehr auf weiteren Rückgang, als auf Steigerung oder wenigstens Erhaltung der Preise hindeutet, hat sich hier eine Krisenstimmung entwickelt. Cha­rakteristisch ist, daß die Spanne zwischen Weizen und Roggen etwa 120 Mark beträgt, wahrend der Richtpreis für Roggen 230 Mark sein sollte, also eine Diserenz von nahezu 45 Mk. per Tonne für die jetzige Notiz. , . . ,

Auch Hafer und G e r st e waren bei sehr ge- ringer Kauflust zumeist schwächer; lediglich Hafer konnte sid) etwa behaupten.

Für Weizenmehl war der Konventionspreis der rheinischen Großmühlen gegen Ende der Woche um 25 Pf. erhöht. Die Roggenmehlofferten lagen dagegen allgemein niedriger und sollen zum Teil noch unter der amtlichen Notiz liegen. Der Absatz ist nach wie vor unbefriedigend.

Futtermittel tendierten weiter schwach, aus den bereits bekannten Gründen. Stärker abge- schwächt war Weizenkleie. Auch sonstige Futermittel neigten zur Schwache.

Hülsenfrüchte unverändert. Kartoffeln bei ruhigem Geschäft unverändert. Erbsen lag^n trotz der bevorstehenden Zollerhöhung ohne Geschäft.

3m Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche konnte Weizen 2)4 Mark anziehen, während Roggen und Gerste je 2% Mark nachgaben. Gerste unverändert. Weizenmehle lagen i Mark höher, während Roggenmehl etwa 1 Mark nachgab. Wei­zen- und Roggenkleie bis zu 1 Mark niedriger. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Weizen

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16.415

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168.06

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Norwegische Noten..... Teutsch-Lesterr, i 100 Kronen

111.78

112,22

58 92

59,16

Rumänische Noten......

2.455

2.475

Schwedische Noten......

112,15

112.59

Schweirer Noten.......

80.92

81.24

ßhrrntfffip 'J/ nfrti .......

51.05 12.41

51.25

Tschechoslowakische Noten .

12.47

Ungarische Noten

72.98

73,28

100

100

9- Mai

10. Mai

135

«mtlldte Dotierung

Geld Drift

Slmtlidte Notierung

142,5

93,25

94^51

92,9

_

Geld

Stiel

»mit-. Rott.

168.46

168.80

168.48

168,82

301

301

Bu:n.'Aire8

1.618

1.622

1,608

1,612

-

Brff-.Lntw- Christiania.

58.395

58 515

58.405

58,525

256

258

111,98

112.20

111.99

11221

113

114

111

112.5

Koprnbagrn

112,00

112,22

112,00

112.22

132

130

132.5

Ctochbolm -

112,31

112,53

112.29

112,51

183

181.75

183

ftelfingfcrl.

10.54

10.56

10.542

10.562

148

147.5

Italien. . .

21.945

21.985

21.955

21.985

104.75

104,5

Bonbon. . .

20.34

20.38

20.343

20,383

_

165.65

166.25

Neun ort . .

4.187

4.195

4.187

4,195

38.75

39

Paris....

16.42

16,46

16.415

16.455

246

245

247

Schweiz ..

81.08

81.24

81.02

81,18

52,5

53

Spanten. -

51,10

51,20

51.15

51,25

18.5

18.75

Japan . .- Rio be Jan.

2.068

2.072

2,070

2,074

82

82,6

0.4985

0,5005

0,4955

0,4975

150

150

Dien in

59.055

59.17

-

345

345

Ceft. aboeft

59.175

59,05

Prag . - . Belirab - .

12 408

12,428

12.407

12.427

_

32

7.403

7,417

7,403

7.417

37

_

37,5

Bobaprii - -

73.16

73,30

73.16

73 30

_

_

Bul arten

3.036

3.042

3.036

4,052

44.9

_

44,5

yifTabon .

18.78

18.82

18,78

18,82

106,5

96

i____z

Tanüg - - - Ronft-ntia.

81,32

1.785

81.48

1,789

81.32

1.784

81,48

1,788

123

-

122.5

123

Athen. . .

5.434

5,445

5.435

5,445

103.5

Canaba - -

4.173

4.181

4,173

4,181

-

194,5

Uru uaQ. .

3.856

3,864

3.856

3,864

160,5

1 161

161

1 -

(Saito . e

20,86

20,90

1 20,86

20,90