Ausgabe 
10.5.1930
 
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Samstag, 10. mal 1950

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffe»)

Nr. 109 Zweites Blatt

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Die weihgeiallenen canoiir.chv mneryatv üei mOi|<t)en ^ren^e Heyen unmitteibar unter englischer Verwaltung (Provinzen), die schraffierten nur mittelbar <Ein- geborenen-Staaten) In diesem Gebiet wohnen 330 Millionen Menschen das fit mehr als ein Sechstel der getarnten Menschheit

worden agte der RichterSa« verstehe ich lehr gut die ländliche Bevölkerung verfügt über einen unverbrauchten Menschenverstand und ein ungebrochenes Temperament kann infolgedessen eine tiefe Abneigung lassen und ihr vehementen Ausdruck geben Sie hat eine gesunde und be­rechtigte Antipathie gegen das Automobil wie eigentlich jeder Mensch Der kann ein Ding he- "ben welches alle Sinne beleidigt? Da laust mit ohrenbetäubendem Rattern Staub und Ge­stank hinter sich lassend ein Gefährt dahin dar­innen sitzen vermummte und maskierte, eulen­artig aussehende Geschöpfe von denen wir mit Recht oder mit Anrecht vermuten, daß sie weder durch Jugend, noch durch Schönheit, noch durch Talent noch durch Leistung zu einer Dorzugs­stellung in der Welt berufen sind Jeder fragt sich Warum müssen gerade diese Leute mit Eil- gugstempo duvch die Welt rasen, während das wahre Verdienst beinahe immer zu Fuß geht Darum haben gerade die solche Eile? Do müssen sie hin? Eilen sie zu neuen erhabenen Taten? Das alles fühlt der ländliche Anzeiger, aber er kann es nicht ausdrücken Infolgedessen be­hauptet er, die Anzeige erfolge, weil er für die Sicherheit feiner betagten Schwiegermutter besorgt iei.

Das sind die fachlichen Gründe, um deren willen der Chauffeur Fichter wegen Schnellfah­rens angezeigt wurde Aber es gibt auch noch persönliche Fichter ha', das. was man in Wien .einen Stolz" nennt Erstens ist er seinerzeit aus der Kriegsgefangenschaft nach dre> Tagen aus­gerissen und zwar nicht allein, sondern mit einem italienischen Panzerauto welches er trium­phierend in die österreichischen Reihen brachte Zweitens ist er korrekt Aul der ganzen Welt sind die korrekten Menschen schwer auszuhalten Aber ein korrekten Wiener Chauffeur ist im Ge­fühl feiner Einzigartigkeit eine wahre Land­plage Er iährt wirklich links Er weicht richtig aus Er blendet feine Scheinwerfer rechtzeitig ab Seine Hupe funktioniert immer, er gibt mit ihr sogar Signale nicht zu selten, und nicht zu oft, er schneidet keine Kurve, er wird langsam vor einer Querstraße er paßt auf die Aussteigestellen der Elektrischen auf, er respektiert die Weisungen des Sicherheitswachmannes, insbesondere dessen vor der Oper und gibt seinerseits elegante Hand­zeichen nach rückwärts, er fährt dem Mehlwagen nach, um aufmerksam zu machen, dah ein 6ad binuntergefallen ist. kurz, er ist innerhalb feiner Sphäre vollkommen. Run strebt er gleiche Voll­kommenheit bei der gesamten ilmtoelt an und versucht fie nach feinem Ebenbild zu formen.

Sochschulnachrichten.

Der Staatsminister a D Pros D Dr Becker hat den Rus aus den Lehrstuhl der Islamwissenschaft an der Universität Berlin angenommen Pros. Dr f)ans Eppinger. Direktor der Medizini­schen Klinik in Freiburg i Br., hat den an ihn ergangenen Ruf auf den Lehrstuhl der inneren Me­dizin in K ö I n als Nachfolger des emerit Geheimen Medizinalrates Friedrich Moritz angenommen.

De an der Unmeriität Köln neu errichtete Lehrstuhl für Völkerrecht ist dem ord Professor Dr Hans Kelsen an der Universität Wien angeboten worden.

Der gemütliche Wiener Ehauffeur

13on Or (Sugenie Schwarzwald

Mein Lebtag bin ich zu Fuß gegangen Erst leit einiger Zeit darf ich manchmal bis auf Wider­ruf mit dem Auto fahren .Das ist mir auch nicht an der Wiege gelungen worden" sagte ich neulich vergnügt zu meinem Freunde Adolf Wie", sagte er erstaunt, .hast du eine Wiege gehabt?" Er hat nämlich eine genaue Kenntnis meiner ökonomischen Herkunft

Don allen Dorteilen einer gesicherten Lebens­stellung scheint mir immer der Besitz eines Auto­mobils der einzige begehrenswerte Wei das hat, dachte ich, kann mehr arbeiten, besser or­ganisieren, pünktlich zur Stelle sein, zarte Auf­merksamkeiten erweisen und vor allen Dingen sein angeborenes Minderwertigkeitsgesühl sieg­reicher bekämpfen Ich war nicht neidisch, wenn ich Leute im Auto iahren sah. aber ich wollte auch gern Auto fahren

Innerhalb des ganzen Autowesens gibt es für mich nur eine einzige fragwürdige Figur den Privatchauffeur Don dessen Derufscharakter habe ich die schlechteste Meinung Sein Bedürf­nis um jeden Preis allen andern vorzusahren, muh ja zu einet Dernichtungsrnanie gegen Mensch und Tier ausarten

Rie hätte ich gedacht, dah ich einmal vor Ge­richt stehen würde, um für einen Chauffeur Zeug­nis abzulegen Aber man soll eben nichts ver­schwören je älter man wird, desto enger wird der Kreis der üblen Dinge, die man noch nicht getan hat

Dor kurzem erhielt ich eine Zeugenladung und verlies sofort in Angstzustände Ich fürchtete mich vor den Strahenbahnsckaffnern vor dem Theoter- billeteur vor den Kellnern, vor jedem Menschen der em Amt hat wie gar erst vor dem Gericht' Schon in der Schule zitterte ich bei einer hoch­notpeinlichen Disziplinar-Untersuchung. die an­deren Kindern galt, so dah man hätte annehmen können, ich wäre der Anstifter Auch jetzt noch überfällt mich jeden Morgen beim Kaffee, wenn ich den Gerichtssaal lese, alle Schauer der Mit­schuld

Donnerstag um elf Uhr war ich vorgeladen In der Rächt vor der Derhandlung träumte mir ich trete in den Gerichtssaal, der Richter sagte ungeduldigGehen Sie sofort hinaus I" Ich warte draußen Rach einer Stunde läßt er mich holen und sagtWenn Sie das nächste Mal zu spät kommen, so werden Sie polizeilich vor- Deführt werden Jetzt müssen Sie warten" Als

zwischen Eingeborenen und Polizei.

gemäß tote jede menschliche Einrichtung nicht fehlerfrei sein kann, gegen derartige Aufwiege­lungen zu verteidigen.

ES ist für Moskau ein LetchteS. den Indern oorzufpiegeln dah fie weniger Steuern zu be­zahlen halten, und dah sie unter bequemeren Ge« sehen leben wurden wenn es i hnen erst gelungen lei, die Engländer zu vertreiben Moskau la an solche Versprechungen um so unbekümmerte! ge­ben, als es keineswegs gezwungen sein wird sie später einzulösen.

Die Waffe der Propaganda, so furchtbar sie im Angriff wirkt ist eine in der Anwendung ver­hältnismäßig billige Einige wenige Millionen Pfund mit Sachkenntnis in Propaganda veraus­gabt. können ein ganzes Land zum Aufruhr bringen WaS sind aber schließlich ein paar Mil­lionen Pfund für das Budget eines ganzen Reiches und wäre es selbst so heruntergewirt- ichattet wie Sowjet-Rußland

Am schlimmsten ist aber, dah die Engländer durch ihre eigene Politik tür die Be­griffe der asiatifchen Völker das verloren haben, was jene .das Gesicht" nennen Als die asiati­schen Eingeborenen gesehen haben, wie England die in ganz Asien gegen das britische Imperium aggressive Propaganda des Bolschewismus duldete, begannen sie zu glauben, dah Mos­kau lehr viel mächtiger sein müsse als London, weil London es nicht wage, sich zu verteidigen. Als dann im Sommer des Jahres 1927 die eng­lisch« Regierung die bolschewistischen Vertreter aus London wegjagte haben die asiatischen Ein- geborenenvölker noch einmal geglaubt, dah Lon­don vielleicht doch mächtiger als Moskau lei. Aber die englische Regierung hat aus dem Ab­bruch der diplomatischen Beziehungen mit Mos­kau damals keine weiteren Konsequenzen gezogen und infolgedessen begannen die Asiaten wiederum an der englischen Macht zu zweifeln Rachdem aber nunmehr die englische Arbeiterregierung die diplomatischen Beziehungen zu Sowjet-Rutz- lanb wieder angeknüpft hat. sind die Asiaten fest davon überzeugt, dah London end­gültig schwächer sei als Moskau Die asiatischen Eingeborenenvölker begreifen nicht im entfernte­sten die Motive und Finessen der englischen nartciroPtif und kennen lich nicht oorftellen dah

Schwere Zusammen flöhe in Girgaum

auch Frankreich und die Riederlande kaum ihren Asienbesitz weiterhalten können.

Die Waffe, mit der Moskau das britische Im­perium in Asien angreift, ist d i e Propa­ganda, In der Anwendung dieser Wasfe ist es meisterhaft geschickt. Die Gewalthaber im Kreml sind sich wohl bewußt, dah eine von vorn­herein offenbar bolschewistische Propaganda in Asien nur schwer an Boden gewinnen würde Sie haben aber erkannt daß es um so erfolg­versprechender ist. den religiösen Fana­tismus und den Rationalismus der asiatischen Eingeborenenvölker gegen die europäische Rasse aufzuwiegeln Einer der hervorragendsten Kenner der britischen Besitzun­gen in Asien, em Mann, der die Anfangsjahrc seines Ausstiegs zum Wirtschafts-Magnaten größ­ten Ausmaßes in jenen Ländern zugebracht Hai und der noch heute in ihnen sehr weitreichende Interessen sein eigen nennt, hat mir vor kurzem mit großer Klarheit die Chancen des in Indien beginnenden Kampses zwischen Moskau und dem britischen Imperium umrissen

Die Engländer" so tagte er,regieren und verwalten Indien seit etwa einhundertsünszig Jahren In diesem Zeitraum hat sich die Wohl- 'ahrt Indiens sicherlich mehr gehoben als wie es die Inder jemals erreicht hätten, wenn sie sich leibst überlassen geblieben wären Der Inder von heute weih aber nicht mehr wie es vor Beginn der englischen Herrschaft in Indien au«- gesehen hat Ohne sich dessen bewuht zu lern dah die Wohlfahrt Indiens unter englischer Ver­waltung emporgeblüht ist sieht er in den Eng­ländern lediglich die ihn beherrschenden Fremden und die Agenten Moskaus erzählen ihm, daß diese Fremden nichts tun als sich auf Kosten der Inder zu bereichern.

Zudem muh jedes bestehende Regierungs- lystem welcher Art es auch sein möge, sich durch sein Vorhanden'ein unan. enehm bemerkbar machen schon deshalb weil es Steuern erhebt und weil es Gesetze anzuwenden gezwungen ist die häufig im Interesse der Allgemeinheit den Sonder- wünschen einzelner zuwider sind Es ist daher immer viel leichter die Völker durch eine ge- schickte Propaganda gegen ein bestehendes Re- vnu ein inHm« da^ natur-

ich em Jahr lang gewartet habe, darf ich wie­der in den Saal Dort ist der Richter verschwun­den und eine Grabesstimme bringt aus dem Ka­min .Die Derhandlung ist aus das Jahr 1974 vertagt Sie werden schristlich benachrichtigt wann Sie wieder zu erscheinen haben" Stam­melnd versuche ich ernzuwenden dah ich bann bestimmt tot lein werde .Das tut nichts zur Sache" tönt es dumpf auS dem Kamin

Dann erwache ich, um sofort von jenen Der- giftungser'cbeinungen befallen zu werden, die wir alle von der lateinischen Schularbeit her kennen Endlich stand ich wirklich vor dem Richter Ich atme wie befreit auf, denn er sagte nicht .Gehen Sie hinaus" sondern lieh mich sogar Platz nehmen .Bitte wer sührt mich als Zeu- gir fronte ich .Ihr Chauffeur Er ist wegen Schnellfahrens angezeigt" Der Richter fah sehr menschenfreundlich aus Ich faßte Mut das Gefühl ich sei eine Kindsmorderin wich bei­nahe von mit

.Das war sehr unvorsichtig von dem Chauf­feur mich vorladen zu (affen . sagte ich .denn er wünscht sicher entlastet zu werden und ich kann ihn nur belasten"

.Warum, ist er kein ordentlicher Mensch?"

.Doch, er ist ein ordentlicher, menschenfreund­licher Bursche und überdies ein sehr geschickter und befonnerer Fahret"

.Run al'o?"

.Ja. aber so oft ich mit ihm gefahren bin. hat er die behördlichen Dorschriften verletzt Ich weiß nicht, ob das an ihm liegt ober an den Vor­schriften Er soll aul dem Lande sechs Kilometer in der Stun'v iahten in Wien 15 Kilometer und in der Reim irchnet Allee 45 Kilometer Das olles tut er nicht In Wien tagte er er schäme sich vor dem Sicherheitswachmann an der Oper der überhaupt in feiner Gefühlswelt eine große Rolle spielt in der Reunkirchner Allee bekommt er ben Tropenkoller wie jeder Chauffeur. Rur ein einziges Mal, in der Sommerfrische hat er mit allen Zeichen des Martyriums mir den Gefallen getan sechs Kilometer zu sahren Seit­her ist seine Autorität unerschütterlich denn wir hatten gemeinsam eine furchtbare Stunde erlebt und bas binbet Fußgänger die uns überholten, fluchten unb schimpften vor uns unb hinter uns randalierte der Postomnibus, der dank unserer Staatsfrömmigkeit den Anschluß an den Eilzug versäumte So muß ich also der Wahrheit ge­mäß lagen, daß jede Anzeige wegen zu schnellen Fahrens stimmen muh. IedenfaluS in bet Stabt Etwas weniger auf dem Lande."

.Aber gerade auf dem Lande ist et angezeigt

Dem Herrenigyrer ruft er zu .Fahrns fura, mit Ihnre §wa Kikeriki Herr Meier " Den Auto- kollegen macht er mit freundlichem Lächeln auf­merksam .Drah bi auha du Fallot, sonst der- schlag i di mit an nassn Fetzn."PafscnS auf Ihnern Parnperletfch auf Freiln", mahnt er die junge Mutter Den alten Herrn der knapp "or fernem Auto ruhig in der Morgenzenung lesend oorbeiooltigieren will, fragt er ironisch: ,Wie gehts dem Macdonald Herr Rachbar?" Zu dem Buben der sich hinten am Wagen hält, lagt er zärtlich .Schleich bi, ausgemisteter Laus- bua ' Ein etwas exotisch aussehender Jüngling, der ins Auto hrneinrennt, erregt seinen Lokal­patriotismus .So a Aschanti, der glaubt, er ist bei sich z hau« im Urtoalb der g hört nicht m untere Wiener Zivilisation" Gänse auf der Landstraße die nicht rasch genug weglauten. wer­den mit Höflichkeit angesprochen .Weichen Sie aus sonst bin ich genötigt, Ihnen ben Kragen auszubügeln." Semen schlimmsten Zorn erregt der Motorradfahrer der es wagt, ihm oorzu- 'ahren .Do tchauts Herrschaften, der muß mit seinem Spuckerl füri tahrn, der Seifensieder hat ka Zeit mit feiner Hollnmaschm De stammt noch aus dera Zeit wo der Radetzky Feldwebel war 14 Und dabei wendet er sich fortwährend mitleib- flehend an die Infassen des Wagens und fragt: .Ditte lagen Sie selbst kann man das aus­halten, muh so em armer Benzinkutscher nicht um« Brot ums Leben ober gar ins Kriminal kommen T

Jahrtausende lang haben w r geglaubt, daß die Männer die Verführer sind, bis uns Bernhard Shaw klargemacht hat. dah Don Juan ein Der* 'vlgtes und überrumpeltes Opfer der Frauen ist. Man wird auch dahin umlernen müssen, daß der Chauffeur das verfolgte Wild ist, verfolgt vom Fußgänger.

England und der Bolschewismus in Asien

Don Arnold Rechderg

Rachstehender Artikel des bekannten In- I buftricllen, der schon seit Jahren auf die bolschewistische Gefahr für Europa hin- gewiesen Hot, erhält ein aktuelles Interesse durch die letzten Vorgänge in Indien, die Verhaftung Gandhis und die ausgebroche- nen Unruhen. Es bedarf kaum eines Hin­weises. daß die interessanten Aussührun- gen Rechbergs sich in wesentlichen Punkten von unserer eigenen Ausfassung unter­scheiden. D. Red.

Während Großbritannien auf der einen Seite von der amerikanischen Hegemonie bedroht ist wächst ihm in Asien eine andere Gesahr empor die ungleich furchtbarer erscheint als selbst die amerikanische Bedrohung.

Heber die ganze Weite des gewaltigen aftati- leben Kontinents ist ein stummer, unerbittlicher Kampf entbrannt der Kampf zwischen dem Bol­schewismus und der europäischen Rasse, die seit anderthalb Jahrhunderten Asien tatsächlich be- herrscht hat.

In diesem gigantischen Ringen ist der Bolfche- wismus der Angreiser. Sein Rahziel ist bi c Zerstörung der asiatischen Markte De Sowjet-Gewalthaber wissen genau, daß die Industrien Europas im vergangenen Jahrhundert im Verhältnis zu der in jener Epoche unaufhör­lich steigenden Weltkaufkraft emporgewachsen sind und daß ein sehr wesentlicher Teil dieser Volks- kaufkroft dadurch geschaffen worden ist. daß unter europäischer Herrschaft, unter europäischer Ver­waltung und unter europäischer Gesetzgebung die Länder Asiens immer mehr emporblühten und dementsprechend immer kauskrästiger wurden.

Gelingt es dem Bolschewismus, die Herrschaft der Europäer in Asien zu stürzen, dadurch diesen gewaltigen Kontmen' do - und

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der wirtschaftlichen Katastrophe zuzutreiben und infolge davon die Kaufkraft Asiens zu zerstören, dann müssen alle die europäischen Industrien, welche für die Ausfuhr nach Asien gearbeitet haben, zum Stilliegen kommen, dann werden Hunderttaufende und Millionen von europäischen Arbeitern zur Beschäftigungs­losigkeit verurteilt sein und bleiben, und dann wird so rechnet Moskau die steigende wirtschaftliche Rot in Europa die Völ­ker dieses Kontinents für den Endangrifs des Bolschewismus sturmreif machen.

Das Fernziel Moskaus m Asien aber ist es, auch Asien zuletzt der bolschewistischen Herrschaft zu unterwerfen, wenn dieser Erdteil erst einmal politisch zerrüttet und wirtschaftlich zugrunde ge­richtet fein wirb.

Es ist nicht zu verkennen, daß die Chancen des Kampfes zunächst für Moskau günstig stehen. Schon hat der Bolschewismus das riesige S i - b i r i c n. also die gesamte nördliche Hälfte de« asiatischen Kontinents in der Hand und als Er­gebnis zehnjähriger bolschewistischer Schreckens­herrschast in Sibirien ist dessen Kaufkraft prak­tisch geschwunden. Des weiteren hat Moskau leit Jahren den Bürgerkrieg in China geschürt unb es hat damit erreicht daß auch die Kaus- iraft Chinas auf ein knappes Drittel seiner Kauf­kraft von vor zehn Jahren gesunken ist

Runmehr greift ^.vskau die europäische Herr- ichaft in Asien unmittelbar in Britisch» In- dien an Von den europäischen Rationen die in Asien Kolonien erworben und sie zum eigenen Vorteil zum Vorteil des gesamten Europa und zum Vorteil dieser Kolonien selbst entwickelt haben, ist England die Vormacht Bräche 6ng- ianbs Stellung in Afien mfammen Mnn würden

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ftnlein flllit. Herrn v.iribLStf. cbenbabenb >d)t. Wb. g, b. G A. ereine ] Mi» CoBcortä Wt.lM lnags 3 ttw uit nach btt rubf, bon (jjefattObW klnderlvieleu.

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