Ausgabe 
10.2.1930
 
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Montag, 10. Februar 1950

180. Jahrgang

Nr. 54 Erstes Matt

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Die Unterzeichnung des ufterreid)ijd)--italieni|d)eii Freundschaftsvertrages in Rom: Bundeskanzler Schober unterzeichnet. Im Hinterg- -ade Mussolini.

Hnnahme oon Bnjetgen für die Tagesnummer bis zum Rachmitiag vorder.

Preis für I mm Höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig, für 'Ne» hlameanjeigen oon 70 m Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20" mehr.

Thefredakteur

Dr Fnedi Wilh Lange. Derantworilich für Politik Dr Fr Will) Lange, für Feuilleton Ch H.THgriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für öen Anzeigenteil Max Filier, sämtlich in (Biegen

Zehn Fahre deutscher Bot­schafter in London.

Sthamer hat das Cis gcbrodictt

London, 9. Febr. (WB.) Der diplomatische Korrespondent desObserver" schreibt: Am nächsten Donnerstag werden zehn Jahre verflossen sein, eitdem Dr. Sthamer nach,London kam, um Deutschland zunächst als Geschäftsträger und dann als Botschafter zu vertreten. Die Lage erforderte ein starkes Herz und ein gelassenes Wesen Herr Sthamer besaß beides Im Jahre 1920 mußte die Erbitterung erst noch beseitigt und das Eis gebrochen werden. Herrn Sthamers ruhige Art, seine Unaufdringlichkeit und seine Zu­rückhaltung haben diesem Zweck gedient. Er hatte Glück mit seinen Kollegen. Herr Dufour unter­stützte ihn von 1920 bis 1927, wo er nach Genf ging und durch Dr. Di eck ho ff ersetzt wurde. Graf Bernstorff kam ein oder zwei Jahre nach Herrn Dufour nach London. Die Schwierig­keiten, denen besonders Herr Dufour und Graf Bernstorff am Anfang der 20er Jahre gegenüber- standen, kamen nicht vom Foreign Office, sondern von einer unwissenden und voreingenommenen öffentlichen Meinung. Aber die Hindernisse wurden von ihnen überwunden. Ihre persön­lichen Eigenschaften erweckten erst Vertrauen und dann Freundschaft und halfen Herrn Sthamer bet der Pflege harmonischer diplomatischer Beziehungen.

Die Stärke des deutschen Botschafters liege eigent­lich mehr auf juristischem als auf poli­tisch e m G e b i e t. Die behutsame und anbcrerfejts negative Seite dieser Eigenschaft gab ihm eine wür­dige Haltung angesichts des anfänglichen Uebel« wollens. Er bot den feindlich Gesinnten keine Hand­habe und verwandelte Schritt für Schritt einen negativen in einen positiven Erfolg Seine B e - Ziehungen zum Hofe sind unverändert gut gewesen. Es gelang ihm, sympathische Beziehungen mit dem Foreign Office und dem diplomatischen Korps herzustellen. Das Normalalter für den Rück­tritt eines deutschen Botschafters ist 65 Jahre. Ader das Vertrauen der Wilhelmstraße für Herrn Stha­mer war so groß, daß er in London behalten wurde, obwohl er setzt in seinem 73. Lebensjahr steht. Man nimmt an, daß er in diesem Sommer von seinem Posten zurücktreten wird. Er wird dann in der Lage sein, auf ein ungemein frucht­bares Ergebnis einer ursprünglich aussichtsarmen Mission zurückzublicken.

Beruhigung der Oeffentlichkeit, sondern Ge­fährdung der gesamten Sozialver­sicherung und neue Hetze gegen die Arbeits­losenversicherung würde das notwendige Er­gebnis sein. Die Gewerkschaften erklären daher als ihre einmütige Ausfassung, daß. soweit die Sanierung der Arbeitslosenversicherung nicht durch eine von ihnen für tragbar gehaltene Beitragserhöhung erfolgen kann, aus die Hilfe des Reiches zurückgegriffen werden muß."

KeinGefahrenausgleich".

Der Neichssinanzministcr stellt richtig

Berlin, 8.Febr. (IDB.) Zu der Entschließung der Gewerkschaften wird von zuständiger Stelle mit­geteilt: Bei den Plänen, die Mittel für den zu­sätzlichen Bedarf der Arbeitslosenversicherung aus dem Vermögenszuwachs der sozialen Verficherungsträger zu nehmen, liegt es dem Reichsfinanzministerium völlig fern, diesen da­mit irgendein Risiko auszubürden. Die Annahme, es solle eine Gefahrengemeinschafk gebildet oder ein Gesahrenousgleich innerhalb der Sozial­versicherungen angestrebt werden, geht also völlig fehl. Die Pläne sind darauf abgestellt, daß die Versicherungsträger für ihre Anlagen in Darlehen an die Arbeitslosenversicherung vom Reich volle Sicher­heit erhalten; sie werden also sowohl hinsichtlich der höhe, wie auch der zeitlichen Verwendbarkeit der Mittel so gestellt werden , daß den ver­sicherten ein Schaden nicht erwach st. Auch die Versicherungsträger werden nicht geschä­digt, da die Darlehen voll verzinst werden sollen.

scheinen, streiten. Es ist bezeichnend, daß gerade in dem Augenblick, in dem die Konferenz auf Grund des französischen Vermittlungsvorschlags den Sern der Debatte in Angriff nehmen und die Ziffern­frage prüfen will, man geglaubt hat, an ein zwischen den Amerikanern und den Engländern ohne die übrigen Hauptseemächte in Aussicht genommenes grundsätzliches Abkommen über das Gesamtproblem erinnern zu sollen.

Nie Llbovtwaffe.

London, 10. Febr. (WTD. Funkspruch.) Der Daily Telegraph" führt aus. Auf der mor­gigen Vollsitzung der Konferenz werden sich Frankreich und wahrscheinlich auch Japan gegen und Großbritannien. Amerika und Italien für die Abschaffung der A-Bootwaffe erklären. 3m Zusammenhang mit der Frage der Vermenschlichung des H-Boot- Krieges besteht die Möglichkeit, daß Frankreich oder Japan auf das seinerzeitige deutsche Argument zurückgreifen und verlangen wer­den, daß Handelsschiffe, wenn sie vor so­fortiger Versenkung durch 11-Boote geschützt fein sollen, nicht bewaffnet sein dürfen. Hlorning Post" meint, in der H°Bootfrage be­ständen vielleicht mehr Meinungsverschiedenhei­ten, als in irgendeiner anderen. Japans Standpunkt sei, daß es 11-Boote im Hinblick auf seine geographische Lage zur Verteidigung brauchte. Die spanische Forderung nach 80 000 Tonnen fei nicht übertrieben.

war, wurde er 1909 zum Generalleutnant und Kommandeur der 27. Division in Ulm ernannt. Vier Zähre später wurde er an die Spitze des 2. Armeekorps in Stettin gestellt. Mit diesem zog er im Weltkrieg ins Feld, wo er zunächst an der Westfront, insbesondere bei der Marneschlachl und in den Kämpfen bei Vpern, sein Korps be­fehligte. Bereits Anfang 1915 wurde ihm der Oberbefehl über die aus deutschen, österreichi­schen und ungarischen Truppen gebildeteK a i - serlich-Deutsche Südarmee" übertragen. Sein Verdienst war die Eroberung der Kar­pathenpässe Wyszkow, Deskid, Dereizke und Lysa. Es gelang ihm, die Russen aus der ungarischen Ebene zurückzudrängen. Bald konnte er zu einer durchgreifenden Offensive schreiten, bei der ihm die Erstürmung des Zwinin glückte. Es war im April 1915. als diese glänzende Waffen­tat in Verbindung mit der Eroberung des Ostry den von Linsingen geführten Truppen gelang. Die Wiedereroberung von Galizien, die Besitznahme von Brest Litowsk, die Einnahme von

Nie angelsächsischen Klotten- venkschristen.

Starkes llnbchnqrn in Frankreich.

Paris, 10. Febr. (WB.) Die Presse trägt an­gesichts der amerikanischen und britischen Memo­randen ein ziemlich aufgeregtes Verhalten zur Schau. Nach demMatin" wäre die beste Antwort, wenn französischerseits die Sicherheitsfrage aufgeworfen und auf die Herabsetzung der franzö­sischen Landstreitkräfte hingewiesen werden würde. DerPetit Parisien" schreibt, man könne nicht leugnen, daß die Erklärung des amerikanischen De­legierten in den Konferenzkreisen eine gewisse A b - kühIung' hervorgerufen habe. Man habe ver­sichert, daß noch nichts zwischen England und Ame­rika konkrete Gestalt angenommen habe. Mit etwas gutem Willen hätte man diese Darstellung hinneh- men können, wenn nicht auf einmal die englische Presse'die zustandegekommene Einigung bestä­tigt hätte Man frage sich jetzt, wie es unter diesen Umständen möglich gewesen sei, etwas zu demen­tieren, was nicht dementiert werden kannte

Auch derTernps" bringt seine Mißbilligung über das Vorgehen der englischen und der amerikanischen Delegation zum Ausdruck. Man kann, so erklärt er, über bie Opportunität der amerikanischen Erklärung und des englischen Memorandums, die in Kreisen der Konferenz einige Ueberraschung, wenn nicht so­gar einiges Unbehagen heroorgerufen zu haben

Gewerkschaften imb Arbeitslosenversicherung

Segen eine Anleihe der anderen Sozialversicherungen.

TardieuS innerpoitiische Sorgen. ]

Es scheint, daß auch Herr Tardieu nicht wie | der »Herrgott in Frankreich" leben kann. Jeden­falls hat ihm der linke Flügel seiner Regie­rungskoalition vor kurzem sehr nachdrücklich zu verstehen gegeben, daß er mindestens inner- politisch durchaus nicht freie Hand hat Als der Präsident der radikalen Linken, Daniölou, vor kurzem zu einer Besprechung der Parteichess der Regierungsgemeinschaft, die der französische Ministerpräsident einberufen hatte demonstrativ nicht erschien, herrschte in Paris einige Aufregung. Inzwischen ist es nun zwar der Geschicklichkeit Tardieus gelungen, sich von eben dieser radikalen Linken das Ver­trauen bescheinigen zu lassen. Andererseits aber ist Danitzlou Parteiches geblieben und er wird ohne Frage keine sich bietende Gelegenheit ver­säumen. um dem französischen Regierungschef die Grenzen feiner innerpolitifchen Wickungsmöglich- kejten vor Augen zu führen.

Es wäre falsch, wenn man in der Haltung des linken Flügels der französischen Regierungskoali­tion lediglich eine Demonstration gegen öle G r uppe Marin erblicken wollte. Der un­mittelbare Anlaß zu den innerpolitischen Diffe­renzen in Frankreich war allerdings die Hal­tung der französischen Rationalisten, die alles taten, um den politischen Kurs Tardieus ein­seitig in ihrem Sinne zu beeinflussen. Di« tie­fere Ursache zu der Demonstration Danielous war aber zweifellos der Wunsch, zu gegebener Zeit sich aus der unnatürlichen Regierungsge­meinschaft mit Marin und seinen Anhängern zU lösen. Selbstverständlich hat die Linke in der französischen Kammer nicht daran gedacht, nun etwa während der Londoner Flottenkonferenz eine Kabinettskrise heraufzubeschwören. Man muß aber nach ihrer ganzen Haltung vermuten, daß sie sich mindestens für die kommenden Mo­nate, wenn die Fragen der Innenpolitik wieder stärker im Vordergründe stehen, ein Alibi ver-

drld)« im iäghd),aufcei Sonntags und Feiertag» Beilagen:

Die Illustrierte Gießener Fawilienblätter

Heimat im Bild Die Scholle

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Schobers Rückkehr von

Oie Universität Sra, promoviert den Bundeskanzler zum Ehrendoktor.

Generaloberst von Linsingen 80 Lahre ast.

Generaloberst Alexander von Linsingen, der bekannte Heerführer, begeht heute, am 10. Fe­bruar, feinen 80. Geburtstag. Linsingen trat 1868 aus dem Kadettenkorps m das 17. preu­ßische Insanterie-Regiment ein. Als Leutnant machte er den Krieg von 1870/71 mit und er­warb sich in Frankreich das Eiserne Kreuz 2. Kl. Rachdem Linsingen bis zum Generalmajor in der 81. Infanteriebrigade in Lübeck aufgerückt

fchen Schwergewichts, wie sie von dem linken Flügel seiner Koalition angestrebt wird, also die Einbeziehung der Radikalsozialisten in die Re­gierung durchführen zu können, ohne daß seine eigene maßgebliche Stellung dabei in Gefahr gerät?

Die außenpolitische Haltung Frankreichs wurde selbstverständlich durch keinen Regierungswechsel irgendwie berührt werden. In dieser Frage steht man in Paris leider sehr viel geschlos­sener da, als das bei uns im Reichstag der Fall ist. Innerpolitisch aber könnten die Folgen einer Ausbootung der Marin-Leute unter gleich­zeitiger Einbeziehung der Radikalsozialisten ziem­lich weitreichender Ratur sein, die namentlich aus finanzpolitischem Gebiete in Erscheinung tre­ten würden. Die Probleme, die sich so am Hori­zont für Tardieu abzeichnen, sind also zwar keineswegs aktueller Art. Er wird aber gut tun, sich für die Zeit nach der Beendigung der Flottenkonferenz auf sie einzurichten.

Wien, 10 Febr. (TU.) Bundeskanzler Schober ist mit den Herren seiner Be­gleitung auf der Rückreise von Rom am Sonntag früh in Graz ein« g e t r o f f e n , 4do ihm ein feierlicher Empfang bereitet wurde. Der Bundes­kanzler begab sich dann mit dem Handels- Minister, dem Innenminister und dem Lan­deshauptmann von Steiermark und an­deren Festgästen zur Eröffnungs­feier der neuen Brücke überbie Mur, die in Radskersburg als Ver binbung zwischen Oe st erreich und Jugoslawien erbaut wurde. Auch in Radskersburg wurde dem Bundes kanzler am Bahnhof eine feierliche Be­grüßung durch die Stadtgemeindevertre- tung zuteil. Als Vertreter der jugo­slawischen Regierung nahmen an der Feier der Landeshauptmann des Draubanates Marburg mit Funktionären der fügo slawischen Regierung teil. Nach der Feier begab sich Bundeskanzler Schober mit den Ministern und Festgästen nach Graz zurück, wo er am Nachmittag im Beisein des Unterrichtsministers zum Ehrendok- tor der Grazer Universität feierlich promoviert wurde. Nach der Promotion trat der Bundeskanzler mit den Ministern und mit seiner Begleitung dieFahrtnachWien an, wo er nach sechstägiger Abwesenheit anläßlich seiner Reise nach Rom gegen 10 Uhr abends eintraf Auch in Wien wurde dem Bun­deskanzler trotz der späten Abendstunde seiner Ankunft ein herzlicher (Emp­fang bereitet.

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vnick und verloa: vrühNche Universttülr-Vuch- und Steinöruderet n. Lange in Gießen. Schrifllettung und Geschäftsstelle: 5chuNttaße7.

schaffen wollte.

Dazu lag nach dem Beschluß des f o - zialisti > chen Parteikongresses, tc. alle Aussichten auf die Wiedererrichtung eines Li nkskar teils für absehbare Zeit verschick» tete, um so mehr Anlaß vor, als die Radi- kal s ozialisten sich nun selbstverständlich um Berlin, 8. Febr. (WTB.) Die Spitzen- so eifriger bemühen, ihrerseits Anschluß an organifationen der deutschen Gewerkschaf- die Regierung zu gewinnen. Und es liegt ten Allgemeiner Deutsch.r Gewerkschaftsbund, auf der Hand, daß die Einbeziehung der großen Allgemeiner Freier Angestellt?nbund Deutscher rodikalsozialistifchen Kammergruppe in die Koali- Eewerkschastsbund, Gewer schaltlring Deutscher tion eine starke politische Entlastung für die Arbeiter-, Angestellten- und Beamtenverbände, radikale Linke bedeuten würde. Auch dem fran- hetzen heute, am 8. Februar, folgende Cnt -

Mischen Arbeitsminister Loucheur wäre eine zchiießung angenommen:

solche Wendung der Dinge gewiß nur angenehm. au6 öct Presse befanntgetooröen ist.

öa sie seine Stellung im Kabinett natürlich we° ^stebt beim Reichsfinanzminister' die Absicht,

sentlich stärken mußte. ba6 ,u erwartende Defizit der A r b e i t s -

Inwieweit Driand bei diesen Vorgängen losenversicherung für das Geschäftsjahr seine Hände tm Spiel hat, läßt sich von Deutsch- 1930/31 durch eine Zwangsanleihe bei lond aus sehr schwer beurteilen. Cs ist daran zu c n Landesversicherungsanstalten erinnern, daß letzten Endes das amtierende Ka° unj> der Reichsversicherungsan st alt binett Tardieu und seine koalitionspolitische Zu- für Angestellte zu decken. Gegen diesen sommensehung ihre Existenz der eigentümlichen P^n müssen die Gewerkschaften schärfsten Haltung des französischen Außenministers wäh- Protest erheben, denn dieser sogenannteGe- rend der letzten Regierungskrise verdanken. Da- fahrenauscck.ich innerhalb der Sozialversicherung" mals wäre Briand vermutlich in der Lage ge° würde nichts anderes bedeuten, als eine 11 eher» Wesen, trotz der sozialistischen Widerstände ein t r a g u n g der Lasten, die in Zecken be° arbeitsfähiges Linkskabinett auf die Beine zu sondercr Arbeitslosigkeit nach dem Gesetz und stellen. So bleibt er. innerpolitisch betrachtet, nat^ öen Grundsätzen einer gerechten Sozial­ei n unsicherer Faktor in der innerpoliti- Politik die Allgemeinheit zu tragen hat, schen Bilanz Tardieus, die über kurz oder lang auf ganz anderen Zwecken dienende D e r -- ztoeifellos gezogen wird. sicherungsträger. Eine Gefährdung der

Es wird interessant sein, zu verfolgen, wie der unmittelbarsten Ausgaben dieser Anstalten und französische Ministerpräsident weiterhin öie «»ine weitere Aushöhlung des gerade von ihnen Schwierigkeiten seiner innerpolitischen Situation befruchteten Baumarltes. damit eine weit-re Ein- zu meistern gedenkt. Tardieu kommt vom rech- schränkung der Arbeitsmöglichkecken, würde die ten Flügel der französischen Kammer, und er unausbleibliche Folge sein. Eine bei weiterer galt lange Zeit als einer der Inspiratoren des Verschlechterung des Arbecksmar'tes eintretende Versailler Diktats, als Persönlichkeit, die auch Verzögerung des Rückzahlungs-- den schärfsten Rationalisten in Paris genehm t e r in i n s würde die gesamte Sozialversiche- toar Run aber scheint zwischen ihm und der äußer- rung in ihren Grundsesten erschüttern und für ften Rechten eine merkwürdige Entfremdung Arbeitslosenversicherung insbesondere zu eingetreten zu fein. Die zahlreichen Vorstöße einer neuen bedrohlichen Krise führen, jedenfalls, die Marin in der letzten Zeit unter- Aicht Sanierung der Arbeitslk/enversicherdng und nommcn hat, lassen nicht gerade auf freundschaft­liche politische Beziehungen nach dieser Seite h.n schließen. Cs kommt hinzu, daß Tardieu außer- ordentlich ehrgeizig ist und von einem sehr aus­geprägten politischen Machtwillen getrieben wird. Wan darf ihm auch Klugheit und Geschicklichkeit genug zutrauen, wie er ja tatsächlich die bis da­hin stärkste Persönlichkeck der französischen Re­gierung, Briand, auf ihrem eigentlichen Arbeits­gebiet, eben der Außenpolitik, weitgehend aus- geschaltet hat. Wird er nun geschmeidig genug fein, eine etwaige Verlagerung des innerpoliti-