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schuhe den nötigen Wert gelegt, am besten waren die drei Gebrüder Lanschner aus Innsbruck und der Oesterreicher R e i n e l gerüstet, die auch die ersten vier Plätze belegten.

Im Kunstlaufen wurden die Pflichtübungen abgewickelt. Bei den Herren beteiligten sich auch die Leipziger Jacob und Fromm, sowie der Kö­nigsberger Bertram, die jedoch für das Ende nicht in Betracht kommen. Die beste Figur machte der Wiener Dr. D i st I e r. Bei den Damen ist die Situation noch ungeklärt, doch wußte Frl. Hor­nung (Wien) zu gefallen.

Das nur von Italien und der Schweiz besetzte Eishockeyturnier wurde festgesetzt, die Ita­liener konnten ihrem ersten Siege einen weiteren mit 7:0 (2:0, 2:0, 3:0) anreihen.

Ergebnis des S k i - A b f a h r t s l a u f e s: 1. G. Lanschner (Oesterreich) 17:00; 2. Lanschner (Oesterreich) 17:05,6; 3. Reinel (Oesterreich) 17:06,2; 4. H. Lanschner (Oesterreich) 17:34,4; 5. Beutner (Deutschland) 17:45,2; 6. Holzrichter (Deutschland) 17:53,6; 7. K. Leutner (Oesterreich) 18:09; 8. Krebs (Deutschland) 18:12; 9. Lattl (Oesterreich) 18:15; 10. Sterz (Oesterreich) 18:35; 11. B. Leutner (Oesterreich) 18:45; 12. Weber (Schweiz) 18:58,6; 13. Ridell (England) 19:08,2; 14. Wenzel (Deutschland) 19:08,4; 15. Delago (Italien) 19:11,2. Bon den übrigen Deutschen pla­cierten sich Werneck mit 19:27,2 als 17., Ostermaier als 21. und Buck belegte den 22. Platz.

Winiersternfahrt nach Winterberg.

Anläßlich der Deutschen Bob-Mei st er - schaften, die in diesem 2ahre in Winter­berg ausgetragen werden und zwar wird am Donnerstag, 30. Januar, die Deutsche Zweier- Bob- und am Sonntag, 2. Februar, die Deutsche Fünfer-Bob°Meisterschaft ausgefahren, schreibt der Bergisch - Sauerländische Automobil - Club (Bob-Club Sauerland, e. B.. A. v. D.) eine Win- tcrsternfahrt für Kraftwagen aus. Als Höchst­leistung werden 500 Kilometer gewertet, die an einem Tc"e zurückgelegt werden müssen. Der Startort steht in dem Dclieben des einzelnen Fahrers. Ebenfalls kann die Fahrstrecke beliebig gewählt werden, nur müssen Scheitelpunkte amt­lich bestätigt sein. Das Kreuzen der Fahrstrecke ist gestattet. Für diejenigen Teilnehmer, die an der Sternfahrt mit Spitzenwertung nicht teilnehmen wollen, besteht die Möglichkeit, sich an der.Sternfahrt ohne Spitzenwer­tung zu beteiligen. Für alle Sternfahrt-Teil­nehmer kommt die künstlerisch geschmackvolle Pla­kette zur Berteilung. Den Fahrern, die an der Sternfahrt mit Spihenwertung teilnehmen, stehen außerdem wertvolle Ehrenpreise in Aussicht.

Da in Mittel- und Westdeutschland Winter­sternfahrten eine große Seltenheit waren, steht zu hoffen, daß die erste Wintersternfahrt nach Winterberq großen Anklang finden wird. Als Fahrtage sind freigegeben die Tage von Donners­tag, 30. Januar, bis Sonntag, 2. Februar. Sollte wegen ungünstiger Witterung eine Verlegung der Deutschen Bob-Meisterschaften stattfinden müssen, wird automatisch die Wintersternfahrt verschoben.

Wirtschaft.

Starke Entlastung der Reichsbank.

Aach dem Ausweis der Reichsbank vom 7. 3 a n u a r hat sich die gesamte Kapi­talanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten in der ersten Januar­woche um 653,9 Mill, auf 2537,6 Mill. Mk. verringert. 3m einzelnen haben die Bestände an Reichsschatzwechseln um 216,8 Mill, auf 23,9 M ll. Mk., die Bestände an sonstigen Wechseln und Schecks um 237,8 Mill, auf 2 369.9 Mill. Mark, und die Lombardbestände um 199,4 Mill, auf 51,2 Mill. Mark abgenommen.

An Reichsbanknoten und Renten­bankscheinen zusammen sind 473,4 Mill. Mk. in die Kassen der Bank zurückgeflossen. Der Umlauf an Rcichsbanknoten hat sich um 439,0 Mill, auf 4 604,7 Mill. Mark, derjenige an Ren- tenbankschemen um 34,4 Mill, auf 362,3 Mill. Mark verringert. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 48,0 Mill. Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 584,5 Mill. Mark eine Abnahme um 170,7 Mill. Mark.

Die Bestände an Gold und deckungs- fähigcn Devisen haben sich um 0,9 Mill, auf 2 607,6 Mill. Mark erhöht. 3m einzelnen ha­ben die Goldbestände um 0.7 Millionen auf 2283,8 Mill. Mk., die Bestände an deckungsfähigen De­

visen um 0,2 Mill, auf 403,8 Mill. Mk. zugenom­men.

Die Deckung der Noten durch Gold allein besserte sich von 45,3 Prozent in der Vorwoche auf 49,6 Prozent, diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 53,3 Prozent auf 58,4 Prozent.

Wie im Vorjahr, ist in der ersten 3anuar- woche eine starke Entlastung der Reichs­bank eingetreten, die man schon angesichts der raschen und erheblichen Erleichterung des Geld­marktes erwarten konnte. Ein Vergleich des Ent- lastungsgrades in diesem 3ahre mit dem des 3ahres 1929 zeigt, daß er ungefähr der gleiche ist, wenn auch die Ult'mocntspannung vom Dezember 1929 nicht ganz so groß gewesen ist wie zum 3ahresultimo 1923. Bemerkenswert ist dir Tat­sache, daß sich die sinkende Bewegung des gesamten -Zahlungsmittelum­laufs fortgesetzt hat; er ist um 473 Mill. Mark (i. V. 481) zurückgegangen, und liegt mit ins­gesamt 6126 Mill. QUart nur noch um 11 Mill. Mark über dem Stand des Vorjahres. Der Um­lauf an Roten und Rentenbankscheinen war Ende der ersten Dezemberwoche 1929 noch um 21 Mill. Mark und am Ende der ersten Ro° vemberwoche noch um 46 Mill. Mark höher als zu den gleichen Trrminen des Jahres 1928. Cs zeigt sich also im ganzen eine gleiche Ent­wicklung in beiden 3ahren; bekanntlich hatte die Reichsbank im 3ahre 1929 bereits am 12. 3an. auf Grund des ersten Status für das 3ahr 1928 eine Ermäßigung des Diskont­satzes um 1/2 Proz. auf 6V2 vorgenommen. Demzufolge müßte die R"ich5bank eine Diskont- scnkung auch jetzt vornehmen, und es ist zu erwarten, daß sie dies auch tun wird, sobald durch den Abschluß der Haager Konferenz die politische Lage und die Frage der endgültigen Annahme des Voungplans geklärt sind.

*

«Zusammenschluß in der we st deut­schen Zigarettenindustrie. Die beiden Duisburger Tabak und Zigarettenfabriken A. F. Carstanjen-Söhne K.-G. und Carl & Wilhelm Carstanjen K.-G. haben mit Wirkung vom 1.3a- nuar 1930 sich vereinigt in der Weise, daß der Hauptsitz der beiden Firmen unter Leitung der bisherigen geschäftsführenden Gesellschafter in Duisburg bleibt und die Zigarettenfabrikation gemeinsam in den hessischen Filialen betrieben wird. Gleichzeitig ist mit der Duisburger Tabak­fabrik Arnold Böninger in der Rauchtabak- fabrikation eine 3nteressengemeinschaft eingegan­gen worden.

* Schweizerische Lebensversich e- rungs- und Rentenanstalt a. G. in Zürich. Die Anstalt hat im 3ahre 1929 die bisher erreichten Ergebnisse überschritten. Als vorläufige Daten über den Geschäftsgang wer­den bekannt: Reuzugang an Kapitalversicherun­gen 163 Millionen Francs (Vorjahr 155), Kapi­taleinlage für neue Rentenversicherungen 9 Mil­lionen Francs (Vorjahr 9,9), Dersicherungs- bestand am Ende des 3ahres: an Kapitalversiche­rungen 1225 Mill. Fr. (Vorjahr 1125), an ver­sicherten 3ahresrenten 18,5 Mill. Fr. (Vorjahr 15). Für Versicherungsleistungen wurde im ab­gelaufenen 3ahre ausbezahlt 24.8 Mill. Fr. (Vor­jahr 21,9). An Ueberschußanteilen zur Verbilli­gung des Versicherungsschutzes im Einzelgeschäft und an Rückvergütungen für Gruppenversiche­rungen zahlte die Anstalt aus: 9,5 Mill. Fr. (Vorjahr 8,6).

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 10. 3an. Tendenz: fest. Der Stillstand, der bei den Haager Verhand­lungen eingetreten ist, und die Nichterhöhung der Diskontrate in London konnten die Börse heute nicht enttäuschen, da, mag der Stand im Augen­blick fein wie er will, in Börsenkreisen mit einem günstigen Endergebnis gerechnet wird. Die Tendenz der Börse war fest. Die wei­tere Gesundung des deutschen Geld­marktes regte an, außerdem sollen wieder A u s l a n d a u f t r ä g e in größerem Um­fan g e an den Markt gekommen sein. Der feste Schluß der gestrigen Neuhorker Börse trug eben­falls zur Besserung der Lage bei. Einige ungün­stige Momente konnten kaum nachteilig wirken und nicht den Optimismus verhindern. Das Ge­schäft war gleich zu Beginn der Börse unter Führung einiger Spezialwerte recht lebhaft. 2lber auch die sonst im Hintergrund bleibenden Pa­piere schlossen sich der Aufwärtsbewegüng an. Besonders lebhaft lag der Elektromarkt un*er Führung von Siemens, die 7,5 Prozent gewinn n konnten. Neben Auslandaufträgen fehlte auch uad Publikum nicht, und hierdurch angeregt, schritt

auch die Kulisse verschiedentlich zu Deckungen. AEG. eröffneten 4 Proz., Chadeaktien 7 Mk., Ges- fütel 3, Licht L Kra,t 3,5 und Schuckert 5 Prozent fester. Auch Chemiewerte traten stärker in den Vordergrund. Farben lagen zur Erstnotiz 3,5, Deutsche Erdöl 3,75 Proz. fester, während Gold­schmidt und Scheideanstalt nur geringfügig ge­bessert waren. Am Montanmarkt war das 3nler» esse nicht allzu groß, doch hatten Klöckner, Man­nesmann und Rheinstahl immerhin nicht zu ver­achtende Umsätze aufzuweifen, bei Dej.erungen bis zu 2 Prozent. Kaliwerte bis 3 Prozent höher. Zellstossaktien und so weiter bis 4,5 Prozent hoher. Am Verkehrsmarkt lagen A.-G. für Verkehr gesucht und bis 4,75 Prozent gebessert. Schiffahrtswerte bis 1,5 Proz. erholt. Danken lagen bis 2 Proz. fester. Renten lust­los. 3m Verlaufe schritt die Spekulation bei den anfangs bevorzugten Werten zu Eewinnrnitnah- men, so daß vereinzelt kleine Abschläge eintreten mußten. An der günstigen Stimmung änderte sich aber nichts, da aijf der anderen Seite wei­tere Aufträge Vorlagen; verschiedene Papiere konnten erneut gegen Anfang etwas avziehen. Am Geldmarkt war der Sah für Tagesgeld mit 6 Proz. trotz der Flüssigkeit etwas Hoyer. Arn Devisenmarkt war Madrid erholt. Man nannte Mark gegen Dollar 4.1867, gegen Pfund 23.393, London gegen Kabel 4.8705, gegen Paris 123.90, gegen Mailand 93.08, gegen Madrid etwa 33.50, gegen Schweiz 25.1250, gegen Holland 12.0875.

Berliner Börse.

Berlin, 10.3an. Schon gestern sagte man nach der Nichtermäßigung der Londoner Diskont­rate, man habe für die nächste Woche bis zum Donnerstag wieder ein stimulierendes Moment. 3n der Tat war auch die Stimmung im heutigen Vormittagsvcrkehr eher freundlicher, ohne das neue anregende Momente Vorlagen. Die Leichtigkeit des internationalen Geldmarktes bot der Börse eine Stütze. Einige ungünstige Pressenachrichten, wie Geld- kalamiti'ten dcr Stadt Berlin, das 930-Millicnen- Defizit des Reiche; im Monat November, der 35-v. H.-Auftragsrückgang bei den Vereinigten Stahlwerken, die zunehmenden Feierschichten im Ruhrkohlenbergbau, fielen unter den Tisch, da das Kaufinteresse seitens des Auslandes im Zunehmen begriffen ist, wodurch die Spekulation zu Deckungen an den verschiedenen Märkten veranlaßt wurde. So ergaben sich zu den ersten Notierungen teilweise recht erhebliche Kurs­gewinne. Die Stimmung war recht hoff­nungsvoll, zumal man über das Verhalten der deutschen Delegation im Haag sehr befriedigt war. Man sprach von Käufen der Hamburger Arbitrage, wobei es sich angeblich um Käufe für amerikanische Rechnung handeln soll, und man konnte außerdem süddeutsche Aufträge be­merken, die für französische Rechnung fein sollen. Mit Ausnahme des Montanmarktes, der etwas unter dem Stahlwerkbericht litt, bestand an allen Märkten reges 3nteresse. Papiere wie Allgemeine Lokal- und Krqft, Danatbank, Reichsbank, Far­ben, RWE., Schuckert, Siemens, Deutsche Erdöl, Zellstoffwerte, Polyphon, Berger und Bergmann zeichneten sich mit Gewinnen bis zu 6 v. H. aus. Aku eröffneten mit Plus-Plus-Zeichen und no­tierten 8,5 v. H. hoher. Deutsche Anleihen freund­lich. Ausländer ruhig. Pfandbriefmarkt ebenfalls ruhig. Der Geldmarkt lag ziemlich unverändert. Tagesgeld 5,25 bis 7,5 v. H , Monatsgeld 8,25 bis 9,5 v. H. Nach den ersten Kursen wurde die Ten­denz bei lebhaftem Geschäft ausgesprochen fest. Deckungen und Meinungskäufe führten bei der guten Marktlage zu 1- bis 3-v. H.-Steigerungen. Später ließ die Umsatztätigkeit wieder merklich nach, und die Borrse schritt zu Gewinnmitnahmen, ohne daß die freundliche Stimmung hierdurch beeinträchtigt wurde. Ms besonders fest sind im Verlaufe Bemberg (149 V.H.), Schubert L Salzer (201 v. H), Gesfürel (159 v. H.) und Berliner Han­delsgesellschaft (185 v. H.) zu nennen.

Büchertisch.

Unter dem TitelGeständnisse" ist ein Almanach des Verlages Georg Westermann in Braunschweig erschienen: Er umfaßt 96 Seiten mit 15 Bildern auf Tafeln und enthält Abschnitte und Beiträge von Werner 3 a n s e n, Knud Andersen, Wilhelm Engelke, Ernst Did- r i n g, Prof. Dr. Hans M u ch, Maila T a l v i 0, Felix Graf von L u ck n e r, Prof. Willy S 10 w e r u. a. Literarisch interessierte Leser und Freunde des Verlags werden den 2llmanach, dem auch ein Verlagskatalog angehängt ist, mit Befriedigung aufnehmen. (753.)

. Im neuesten Sonderheft der Süddeutschen Monatshefte, München,Der Kampf um die Schule", werden die gegenwärtig brennende Schul­probleme von verschiedensten Standpunkten aus von berufenen Vertretern dargestellt. Zum ThemaPo­litik und Schule" gibt Walther Eckart (München) einen writausholenden und kritischen Beitrag, wäh­rend Professor Aloys Fischer (München) überdie geistige Krisis in der Schule" spricht. DieNeu­gestaltung der Lehrerbildung" behandelt Bezirks- schulrat Dr. Reinlcin (München), und dasProblem der Mittelschule" Geheimrat Dr. Eiber (München). Diedeutschen Landerziehungsheime" haben sich als Vertreter einer besonderen Erziehungsweise bewährt. Dr. Däumling (Schondorf) zeigt Wege, wie ihre Idee weiter ausgebaut und praktisch verwirklicht werden kann. Stadtschulrat Dr. Hartnacke (Dresden) zeigt in seiner AbhandlungStandesschule Lei- stungsschule" die ungleiche Verteilung der Begabten über das Volksganze und daß das Zurütreten von Arbeiterkindern in höheren Schulen auch andere als nur wirtschaftliche Ursachen hat. Professor Paul Oestreich (Berlin) legt den Standpunkt derent­schiedenen Schulrcformer" zum heutigen Schulkampf dar. Professor Kerschensteiner spricht schließlich über Die zweifache Aufgabe der Volks- und Berufs­schule", in der er eine Reihe von Forderungen auf­stellt, die namentlich angesichts des infolge der Kriegsjahre in den nächsten vier bis fünf Jahren kommenden Ausfalls von Lehrlingen von besonderer Bedeutung sind.

nGU® (6-) Jahrgang der von Professor Messer, Gießen, herausgegebenen Zeitschrift Philosophie und Leben" (Hefti, 3a- nuar 1930; Verlag Felix Meiner, Leipzig) wird nut einer programmatischen Einleitung eröffnet: Die »rage nach dem Sinn des Lebens soll im neuen 3ahrgang das zentrale Arbeitsproblem sein. 3n einem Aussatz über Albert Schweitzer bezeichnet der Herausgeber den Träger des Frankfurter Goethepreises als einen idealen Ver­treter der gegenwärtigen Philosophie und als Führer zu einem sinnvollen Leben. Aus dem übrigen 3nhalt scheint uns besonders bemer­kenswert der Aufsatz über Haeckel von Dennert und eine Einführung Messers in das Werk des Freiburger Philosophen Martin Heidegger, der als Nachfolger Husserls ein von der 'Fachkritik sehr gerühmtes Werk überSein und Zeit" veröffentlichte.

Daten für Samstag, 11. Januar.

1494: der italienische Maler Domenico Ghirlan- dajo in Florenz gestorben; 1841: Rose entdeckt festes Land im Südpolargebiet; 1859: der eng- Ache Staatsmann George Nathaniel Curzon in Kedleston geboren.

Letzte Nachrichten.

Blutrache in einem Dorfe bei Kassel.

Kassel, 10. Jan. (TU. Eigner Drahtbericht.) Man erinnert sich noch der furchtbaren Tra­gödie, die sich am 2. September 1927 in dem Dorfe Nicder-Möllrich bei Wabern abgespielt hat. Dort wurde der Landjäger Mille von dem 26;ährigen früheren Schuhpolizeibeamten Heinrich Klaus durch einen Karabinerschuß in die Stirn erschossen. Der Mörder verbarrikadierte sich in seinem Llternhause und wurde von der Kasseler Polizei und Landjägern belagert, bis er schließlich mit Handgranaten nach hartnäckigem Kampfe im Keller getötet wurde. Der damals 18jährige Sohn M i l h e l m des Landjägers Mille war Augen­zeuge des Todes seines Vaters und wollte schon seit jener Zeit Lynchjustiz an der Jamil le Klaus üben. Inzwischen war er bei der Schutz­polizei in jranksurt a. M. eingetreten, wo Mille seinen Dienst zur vollsten Zufriedenheit seiner Vor­gesetzten ausübtc. Arn Donnerstag tarn Wilhelm Mille, der sich auf Urlaub befand, von Hassel nach Nieder-Möllrich und verlangte den Vater des Hein­rich Klaus zu sprechen. Als dieser vor die Tür fei­nes Hauses trat, streckte ihn Wille mit Zwei Schüssen aus seinem Dienstrevol- ocr ohne weitere Auseinandersetzun­gen sofort nieder. Die eine Kugel hatte die Brust, die andere das Herz getroffen. Gegen 11 Uhr rief er den Bürgermeister von Nieder-Möllrich tele­fonisch an, daß er sich dem tandjägereibeamten in Gensungen freiwillig gestellt und den Re­volver abgegeben habe. Der schwerverletzte Johannes Klaus erlag noch in der selben Nacht seinen Ver­letzungen.

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Schwedische Noten.......

Schweizer Noten . ...... Spanische «Boten .......

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Ungarische Noten .....

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Geld

4,165 58,20

111,63 20,345 16,445 163,13

21,82 111.55

58,73 2,472

111,93 81,15

50.70 12.335

73.05

Frcmkfur

Bries 4.185 58,44 112,07 20,425 16.505 168,81

21,90 111,99

58.97 2.492

112,37 81.47 50.90

12.395 73.35

a. M.

162,25 211

161.5 156

119.5

156.25 131 142

154.5

184.3

285,73

165

68

101,5

135

135

142.5

114.7* 225 101 112

102.75 109

70,5

96

95.13

253.25 11t,5

103

9. Januar

10. Ianuat

Amtllchc- Geir

Noriorun, Bnei

Amtlich' Gelt

Notierung Bri

AiMl.-Noti Buen-.Aires Brss-.Antw Christiania. Kopenhagen Stockholm . Heliingfors. Italien. . London. . . Neunork . . Baris... Schweiz . . Sva den - Japan . . . Hio de Ian Wien in D-- Lest, abfleft Prag Belirad Budapest. Bul arten vifiabon Danzig ftonn utfn.

Athen Kanada Um uan Latro -

Ib8,47

1 678 58,315 111.84/ 111.92 112,22 10,501

21.87 20,37 1,181 16.44 81,0.

51,23 ',056

.451

58,82 12,372

7,403 73,17 3.024 18.81 81.45 1.978

5.435 4,138 3,336 20.89

168,81

1.682 58,435 112,06 112.14 112.44 10,521

21.91 20,41 4,189 16,48 81.21 51,33 2,060 0,453

59.94 12,392

7.417

73 31 3,030 18.85

1.61

1,982 5,445 4.146 3,844 20,93

168.49 1,676

53,295 111.84 111,92 112,19

10 50 21.885

20.37 4.1815 16.435

81.01 53.90 2,058 0.468

58,80 12.37

7.403

73.15

3,024 18.81

81.41

1 978

5,43 4,136 3.336 20.89

168.83

1 680 58.415 112.06 11214 112.41

10.52 21.925

20 41 4.1895 16.475

81.21 54.00 2.062 0.470

58.92 12.39 7.417

73.29 3,030

18 85 81.57 1.982

5.44 4.144 3.844 20,93