«t r e I e u m loben, m Brand. 10 Matrosen find habet um« Leben gekommen, mehrere mürben verletzt.
Grober Giftdiebstahl In einer Berliner Apotheke.
Einbrecher drangen in der Nacht zum Sonntag in bie Reichsapotheke in der Elsässer Straße, und zwar von der Hofseite au» durch ein Fenster ein. Merkwürdigerwelle hatten sie e» nur aus den^ Gift- schrank odaesehen Hier nahmen sie Zyankali, Strich- nm nnd ähnliche Gifte an sich, während sie an den Rauschgiften wie Siotaln und Heroin oorbeiglngen. Ob sie die Rauschgiste absichtlich liegen liehen, ober sie nur übersehen haben, ist nicht geklärt. Die Kasie in der Apotheke haben sie ausgedrochen, bat Geld jedoch nicht milgehen heißen. Hut diesen Umständen kann man annehmen, daß et den Einbrechern nur auf die stark wirkenden Gifte ongekommen ist. Die Ermittlung der Kriminalpolizei nach den Tätern sind sofort ausgenommen worden.
Aus der Provinzialhauptstadt.
Dietzen, den 9. September 1930.
Zwetschenkuchen!
Wenn die Erntewagen die letzte Darbe in die Scheune gefahren haben, wenn der TPinb über die Stoppeln weht und die Schwalben sich xur Südlandreise rüsten, kommt die liebliche Zeit brr Zwetschenkuchen. Der erste Zwetschenkuchen! Oft bai nicht ein Zauberwort, da» auch die finstersten Gesichter erhellen kann? Drohe und Äkine, Alte und Junge, ob auf dem Land oder in der Stadt: Alle s»nb darin derselben Meinung. bah Zwetschenkuchen etwaS ganz Wunderbare- ist. Wie leuchten die Augen, wenn der erste aus dem Tisch erscheintI Unb mag die Hausfrau ächzen über die Meng« Zucker, die man verbraucht, um die Früchte zu versähen, ganz einerlei, es ist doch der erste! Oft die Zwetschen- ernte auch noch ziemlich knapp, wie dieses Oahr. dann wird der Zwetschenkuchen erst recht geschätzt
Wenn irgendwie eine geschäftliche Verhandlung nicht vorwärts gehen will, bann sollte man einen guten Kaffee kochen und Zwetschenkuchen auf den Tisch stellen. Och garantiere, bah eS zu einem filücklichen Abschi uh kommt: denn niemand tonn o zaubern, wie der Zwelschenkucherr Er verscheucht mit Leichtigkeit die ZorneSsalten von der Stirn, er öffnet — in zwiefacher Hinsicht — den verschlossensten Mund. Unb bann wirb eS so, als ob die Fröhlichkeit deS Gaumen- sich über den ganzen Menschen auSbreitet. Man wird auf einmal versöhnlich unb nachgiebig gestimmt.
Wie leicht erscheint am Morgen das Auf stehen, wenn der Zwcischenkuchen winkt! Wie kommen die Kinder angefturmt! —
Zwetsche, auch Zwetschge genannt, ist ein gar merkwürdige- Wort, da- unS beinahe slawisch anmutet, saft lauter Konsonanten, nur ein e in der Mitte und am ®nbc ein schwache- Nachklingen. Unb welche Süssigkeit steckt in einer richtigen Hau-xwetlchel Sie ist mir immer noch die liebste Frucht, frisch vom Daum gepflückt, noch überhaucht mit einer feinen Wachsschicht, außen ttesbunkelblau, innen goldgelb.
On Süddeutschland, auch in der Wetterau und im Lahntal, sagen wir. damit die Zunge nicht so sehr angestrengt wird, Quetsche. Der Anfang bildet den Laut, den seinerzeit bei einer Zählung der Obflbäume ein Ort-gewaltiger nicht schreiben konnte. So kam e-, daß In seiner Gemeinde 685 Nutz bäume, aber gar keine Zwetschenbäume standen. Erst auf eine Anfrage wurde mitgeteilt, daß diese 685 Säume ja eigentlich Zwetschen trügen, da man aber nicht gewußt hätte, wie ba- Owe geschrieben würbe, hätte man Nußbäume eingesetzt!
On Norddeutschland sagen sie Pflaumenkuchen, wir aber bleiben bei unferm Zwetschenkuchen. Ob wir ihn in der Stadt dem Bäcker überliefern. ober ob wir auf dem Dorfe im Backhaus mit NachbarSleuten zusammen „einschiehen", wir tragen ihn beim, schwelgen in dem köstlichen Dust, der von ihm au-gebt, und kaum kalt geworden, versuchen wir ihn schon. SS versteht sich, dah die Zwetlchen dick aufliegen, die Kuchenfchicht aber ganz dünn fein muh.
Del der Arbeit nehmen wir ihn mit in» Feld. Aber auch wenn man nicht» arbeitet, schmeckt er recht gut, wenn wir auch nicht so zuzugreifen brauchen wie jener Mann, der spät in der Nacht heimkam, einen frischen Zwetschenkuchen auf dem Tifch liegen fand und ihn restlos auf« aft! Wir mäßigen un» und teilen ein, und wenn ich ein Dichter wäre, sänge ich auf den Zwetschenkuchen einen HtzmnuS, ein unsterbliches Loblied.
So aber müssen wir un» bescheiden unb können unsere Liebe und Derehrung nur dadurch betätigen, dah wir ihn — aufeffen! B.
Speise« unb Giftpilze.
Die abgemähten Wiesengründe locken jetzt wieder zum Sammeln von Steinpilzen, Champignon», Rot- Häubchen. Pfifferlingen. Parasols und anderen wohl- schmeckenden Speisepilzen, die eine bereichernde Abwechslung in den Küchenzettel des Familientischcs bringen. Die Furcht vor Verwechslungen der eßbaren mit den giftigen Pilzen ist nicht ganz ohne Grund, wie die alljährlich wiederkehrcnden Falle von Pilz- Vergiftungen leider beweisen. Dennoch ist cs überaus leicht, sich vor dieser Gefahr zu schützen, wenn man beim Sammeln sich auf diejenigen Pilzarten beschränkt. die man ganz sicher als eßbar kennen- gelernt hat, nicht bei Regenwetter sammelt, alle madigen und allen Pilze stehen läßt, auch unentwickelte übergeht, unb die gesammelte Ware in den Korben ober Kartons nicht ftunbenlang ober roäbrenb der Nacht stehen läßt. Die Pilze atmen nämlich überaus energisch, entwickeln dabei Wärme unb zersetzen sich in dieser bei gehäufter Aufbewahrung schnell. Auch soll man Pilze nicht längere Zeit im Wasser liegen lasten.
Seher Pilzfreund sollte sich aber auch die Merk- male der wenigen bei uns oorfommenben Gift
pilze ein )u prägen versuchen. Ihre Zahl ist nicht 8roß. Es sinb dies: Gelber, grüner und weißer nollenblätterschwamm. Fliegenpilz, Giftreizker, Speiteufel, wobei bemerkt werden muß. daß von den beiden letztgenannten wohl Erkrankungen, aber noch keine Todesfälle beobachtet worden sind. Ferner oatantpllj und Kar- toffelbovift den niemand schon de» häßlichen Geruch» wegen esten wird. Die in manchen Morchel- arten enthaltene giftige Heloellasäure wird durch Abkochen unschädlich
Sollten einmal nach dem Genuß von Pilzen sich Anzeichen einer Erkrankung, wie Leibweh. Brech- reiz. Schwindel, einfteüen, so rufe man den LrzL Bi» zu besten Eintreffen gebe man Flüssigkeiten und suche durch Unterstützung de» Erbrechen» da» Gift sobald wie möglich au» dem Körper zu entfernen. R.
Frühzeitiger Eintritt des Winters.
Der Leiter der Forschungsstelle für langfristige Witterungsvorhersage in Frankfurt am Main. Dr. Baur, gibt auf Grund seiner mit Unterstützung de» Reichsministeriums für Ernährung unb Lanb- winschast durchgefuhrten Forschungen folgenbe lemperaturoorhersage fürben Herbst 1930 „Die gegenwärtige warme und heitere Bitterung wirb zwar mit kurzen Unterbrechungen noch längere Zeit sortbestehen. im Oktober unb November wirb aber bie Temperatur in Deutsch!anb im Durch- schnitt unter der normalen liegen, so daß In diesem Jahre mit einem ziemlich frühzeitigen Eintritt de» Winters zu rechnen ist.
Taten fÜr TienSiaq, v September.
Sonnenaufgang. 5.24 Uhr. Sonnenuntergang: 18.30 U&r. — Mondaufgang 19.07 Uhr, Mond- untergang 6.34 Ufer. ,
9 n. Ehr.: Schlacht im Teutoburger Wald« (9. bi» 11.). — 1737: der Naturforscher Dalvani in Bologna geboren. — 1828. der russische Schriftsteller Tolstoi geboren.
(Lietzener TLochenmarktpreise.
DS kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 160 bi» 180, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bi» 140. Wirsing 10 bis 12, Weißkraut 6 bi« 8, Notkraut 10 bis 15, gelbe Hüben 10 bi» 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 biS 25, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen, grüne 10 bi» 20, gelb« 20 bi» 25, Unierkohlrabi 6 bis 8, Tomaten 15 bi» 20, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 50 bi» 60, Kürbi« 8 bi» 10, Pilze 30 bi» 35, Kartoffeln 5 (der Zentner 4,50 Mk.), Falläpfel 5 bi« 6, Aepfel 20 bi« 40, Dirnen 15 bi« 30, Dörrobst 30 bi« 35, Brombeeren 40 bi« 45. Preitzelbeeren 30 bis 35, Pfirsich« 40 bl« 70. Zwetschen 10 bi« 15, Mirabellen 20 bi« 25, Reineclauden 10 bl« 15, Honig 40 bi« 50. junge Hähne 120 bi« 130, Suppenhühner 100 bl« 120, Nüsse 60 bi« 70 Ps. da« Pfund: Tauben (Stück) 70 bl« 80. Sier 12 bis 13, Blumenkohl 30 bi» 70, Salat 10 bi« 15, Salat- gurken 10 bis 20, Einmachgurken 2 bi« 4. Endivien 10 bi« 15, Ober-Kohlrabi 6 bi« 8. Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bl« 20 Pf. da« Stück; Radieschen Dd. 10 bl« 15 Pf.
Vornotizen.
— TageskalenberfiirDienstag Stadt- theater: „Seine Majestät das Publikum", 20 bi« 22 Uhr. — Deutsche Volkspartei: Wahlversammlung 20.15 Uhr, im Easil Leib. — Deutschnationale Dolks- partei. Wahlversammlung, 20.15 Uhr, in der Turn- Halle am Oswaldsgarten. — Sozialdemokratische Partei: Große Mahlkundgebung, 20.15 Uhr,» in der Bolkshalle. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Tonfilm „Der weiße Teufel".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, letzte Vorstellung im Sommerabonnement mit dem Lustspiel von Wilhelm Lichtenberg „Seine Majestät das Publikum". Verlosung eines Freiflugs Gießen—Frankfurt a. M. Letztes Auftreten von Marianne M e w e s im Stadt- theater.
— Deutsche Staatsparte i. Freitag abend im Caf« Leib Wählerversammlung. (Siehe heutige Anzeige^)
— Gewerkschaftsbund der Singe» ft e I (t e n. Morgen, Mittwoch, veranstaltet der Ge- werkschaftsbund der Angestellten (07)21.) im Kaufmännischen Dereinshau» einen Vortragsabend mit Filmvorführungen über moderne Buchführung», arten und vernunstgemäßeA Maschinenschreiben. Der GDA. eröffnet mit dieser Veranstaltung fein dies- jähriges Winterbildungsprogramm. Der Eintritt ist jedermann gestattet. (Siehe gestrige Anzeige.)
•• von der Landesunioersität. Au» dem hessischen Staatsdienst entlasten wurde auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Oktober 1930 ab der ordentliche Professor für alte Geschichte in der Philosophischen Fakultät der Landesuniversität Dr. Richard L a q u e u r.
•• Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhesfisckren Automobilclub ö. D. (A. v. D.) Dießen: Die Provinzialstrah« Londvrser Straße in Grünberg wird ab 15. September für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt zunächst über OrtSstrahen, später über Stangenrod—Lehnheim. — Die Straßensperre Ortsdurchfahrt L a u b a ch wird ab 7. November aufgehoben. Die Straßensperre HartmannS- hain—Gedern wird ob 10. September wieder aufgehoben.
•* Die Bereinigung der Grundbücher. Am 1. Oktober treten die wesentlichen Bestimmungen deS Reiche« über die Bereinigung der Grundbücher vom 18. Juli 1930 in Kraft. Der durch die AuswertungSgesetzgebung geschaffene Rechtszustand ist häufig auS den Grundbüchern noch nicht zu ersehen. Vielfach sind auf gewertete Rechte noch in Papiermark, oder einer anderen, nicht mehr geltenden Währung im Grundbuch eingetragen. Gelöschte oder abgetretene Rechte, die für den früheren Gläubiger aufgewertet find, sind noch nicht wieder eingetragen. Da« Gesetz will diesem Zustand ein Ende machen und dem Grundbuch seine alte Klarheit und Dollftändig-
keu w»«d«r verschal seu. Zu btefen Zweck schreibt e« vor, dah der Antrag auf Eintragung der Aufwertung einer Hypothek, Grundschuld,Rentenschuld ober Reallast, die nach den Aufwertung«- gefetten aus gewertet, deren Aufwertung aber im Grundbuch noch nicht eingetragen ist, bi« zum Ablauf de« 31. März 1931 bei dem zuständigen Grundbuchamt gestellt werden muß Unterbleibt die«, so erlischt da« ausgewertet« Recht am Grundstück Soweit e« noch im Grundbuch in alter Währung eingetragen ist. wird c« von Amt« wegen gelöscht. Der Gintragung-antrag kann vom Gläubiger, vom Grundstückseigentümer ober einem Dritten, der ein rechtliche« Interesse an der Eintragung hat, gestellt werben.
Oberheffen.
6int>erbienltr6effitotr6enoffenf(t)aflert
5 Friedberg 7. Sept Im Alter von 72 Jahren ist hier Bankdirektor i R. Jean Dorr g<- torben. 53 Jahre war der Verstorbene bei der Hefigen Bank für Handel, Gewerbe und Landwirt- chaft, früher Vorschuß- und Kreditverein, beschäs- ligt, und unter feiner Mitarbeit und Führung nahm die Genostcnschaft eine günstige Aufwärts- entwicklung. Don lk99 bis 1923 war Jean Dorr ehrenamtlicher Revisor des Verbandes hessischer Vorschuß, und Kreditocreine (Ob er Hess en, Hes- sen-Nassau und Waldeck) und al» solcher eine über- all geachtete Persönlichkeit. Neben seiner Berufsarbeit widmete sich der Verstorbene in vorbildlicher Weise öffentlichen und gemeinnütziaen Aufgaben. Um die Wiederherstellung unserer schonen Stadt- kirche erwarb er sich als Rechner des Kirchenbauoereins und al» eifrige» Mitglied der evangelischen Kirchengerneindevertretung große Verdienste. Auch im Dolksbildungsoerein und Im Verein für Unterstützung armer Kinder schätzte man seine opferfreudige Tätigkeit. Ganz besonders aber hat sich Jean Dorr um die Touristik in Oberhesten verdient gemacht. (Er gründete und leitete 25 Jahre den lau- nusklub „ißcttcrau" und erschloß den hessischen Taunus und die mittlere Wetterau durch ein weit- verzweiate» Markierungsnetz dem Wanderverkehr. Gemeinsam mit dem befreundeten Frankfurter Taunusklub gab Direktor Dörr die erste Farben- karte des nordöstlichen Taunus heraus. Der Tau- nusklub ehrte ihn denn auch durch (Ernennung zum Ehrenvorsitzenden und gab einer Schutzhülle im Winlersleingebiel den Namen „D ö r r • f) ü 11 e“. 3m politischen Leben unserer Stabt trat der Verstorbene als Mitglied der Nalionalllberalen Partei und später der Deutschen Dolksparlei hervor.
Landkreis Gieren.
U Großen-Linden, 8. Sept. Am Samstag- nachmittag wurde in einem hiesigen Eafö ein Mann, der sich allein im Lokal befand, als er die Kasse räubern wollte, beobachtet und feslgenom- men. Seine Ueberführung in das Polizeigefananis Gießen erfolgte durch Kriminalbeamte von Gießen.
i«. Steinbach, 7. Sept. Lehrer i. R. He i- r t ch Nanz wurde heute hier zu letzten Ruhe gebettet. Gin großer Trauerzug legte beredte« Zeugni« ab von der Liebe und "Wertschätzung, die sich der Derstorbene in unserer Gemeinde, sowie auSwärt« erworben hatte. Unter ehrenden Nachrufen wurden Kränze nieder gelegt von der Gemeinde Steinbach, vom Schulvorstand, vom Gesangverein Gintracht, vom Turnverein Steinbach, von der Gemeinde Albach, von den Dezir^lehrer- vereinen Lich unb Schlitz, von der Kirchen gemeinde und vom Kriegerverein Uetzhausen (Krei« Lauterbach). Lehrer Nanz wirkte von 1900 bi« 1925 al« erster Lehrer in unserer Gemeinde, vorher war er 17 Jahre in unserer Nachbargcmeinde Albach tätig. 3m Jahre 1925 mußte er infolge geschwächter Gesundheit in den Ruhestand treten. Seinen Ruhesitz nahm er in Uetzhausen, Krei« Lauterbach Während seiner Tätigkeit als Lehrer war er außerdem noch Organist und Dirigent de« Gesangverein« .Eintracht'. Im Jähre 1913 wurde er zum Ehrendirigenten ernannt, ferner war er Ehrenmitglied des Turnverein« Steinbach
+ Grünberg, S. Sept. Der hiesige Schützenverein hielt an den beiden Sonntagen 24. August unb 7. September sein diesjährige« PreiSschietzen ab. Geschossen wurde auf 175 Meter Entfernung auf 20-Ringfcheibe. Die höchste Ringzahl betrug 56. Folgende Schützen wurden Preisträger: 1. Heinrich Kappe«, 2. Friedel Hofmann, 3. Otto Matthie», 4 Fiebr. Iöckel I.. 5. Karl Möller, 6. Kurt Dock, 7. Rich. Iöckel, 8. August Stammler, 9. Otto Allmendinger. Am 24. August schoß Otto Matthie« die Ehren scheibe, während sie am 7. September Rich. Iöckel errang.
Kreis Büdingen.
O Bübingen, 8. Sept. Am Sonntagnachmittag ereignete sich auf ber burd) das Herbslschießen der Sübinger Schützengesellschaft sehr belebten Haupt- durchgongsstraße ein schwerer Motorrad- Unfall. Der dreijährige Zunge eines hiesigen Einwohners lief einem vorn Fcstplatz kommenden Motorradler in den Weg. Das Kind wurde zu Bo- den geschleudert und dadurch erheblich verletzt. Seine sofortige Ueberführung Ins Krankenhaus war erforderlich. Dort wurde feftgeslelll, daß bie Schöbel- berfc gebrochen unb bas Gehirn verletzt ist. An bem Aufkommen bes bedauernswerten Kindes wird gezweifelt.
Rundfunkprogramm
de« Frankfurter Sender«.
(Au« der -Radio-Umschau*^
Donnerstag, 11. September.
8 bi« 9: Don Bad Bertrich: Konzert de« KurorchesterS. 12.20: Schallplattenkonzert. Konzert. 15. Don Stuttgart: Stund« der Jugend. 16. Don Stuttgart: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchester-. 18.05: Zeitfragen. 18.35. .Balzac", Dortrag von Dr. Leo Löwenthal, Frankfurt a. M. 19.05: Französischer Sprachunterricht. 19.30: Die
Instrument« de« Orchesters, 2. Dortrag: Violoncello. Dlola da Gamda, Eontrabaß HanS RoS- baub. 20: Literarisch« Veranstaltung AuS dem Roman .Der Geldkompler" von Franziska von Reventlvw. 20.30. Konzert de« Rundfunkorchester«
Freitag, 12. September.
8 bi« 9 Don Bad Neuenahr. Konzert bei KurorchesterS 1120 Schallplat lenkvnzerl Bach- Konzcrl. 15 „Der Schutzmann und andere Schreckgestalten für die Kinder", Dortrag von Rektor St Wchrhan. 15.25 Die Gestaltung de« Physik- unterricht« im Sinne de« ArbettSunterricht«-, Dortrag von Oberstudienrat Graß. Staffel 16: Don Bab Neuenahr Konzen de« SturorchesterS. 17.50. Eine Viertelstunde der Deutschen Reichs- post .Der Fernfprechlchnellverkehr", Dortrag von Telegrapheninfpektor Wiederfpahn. 18.05 Buch und Film, von Dr. Werner Thormann. 18.35: Don Stuttgart Der Aufbau unsere« Sternsystem«. Dortragvon Professor Beistel 19.05 Don Stuttgart: «Wirtschaft und Leben". DoNrag von Hermann Hagen. 19 30 Don Stuttgart: Mandolinenmusik de« Mandolinen- und Gitarren-Der« in« „Odeon". 20 Don Stuttgart Anekdoten, vorgetragen von Marttn Lang. 20.15: Don Stuttgart: Konzert de« Philharmonifchen Orchester«. 21.45: Don Stuttgart: ..Der brüllende Not- grofchen". GroteSke von I. Zahrnholz. München. 22.10; Don Stuttgart: Beethoven-Sonaten.
Samstag, 13. September
8 bl« 9 Don Bad Neuenahr KonzeN de« KurorchesterS 10.20 bi« 10.50. „Meine Erinnerungen al« deutsche« Schulmädel in Palästina", I'orirag von Annemarie Brod«. 12 20 Schallplattenkonzert: Schlager von heute unb gestern. 14.30: Stunde ber Jugend 16: Konzert de« Rundfunkorchester«. 18.05. „Die religiösen Hintergründe der GeschichtSphilosophie von Karl Mar»", Dortrag von Dr. H. Ritzmann. 18.35 ..Gesundheitspflege der arbeitenden Frau", Dortrag von Frau Dr. Fink. 19.05 Spanischer Sprachunterricht. 19.30: Don Stuttgart: Bunte- KonzeN deS Rundfunkorchester-. 20.45: Don Stuttgart: Streichquartett Nr. 5 D-Dur, op. 64 (Lerchenquarlett) von Joses Haydn. 21.10: Don Stuttgart: Bootlegger«. Hörspiel von Werner Illing. 22.20: Don Stuttgart. Alle Tänze. 23.20; Don Stuttgart: Tanzmusik.
Gewinnauszug
6. 35. Preußisch-LÜddeuftche
(261. Preuß.) Klasien-Lotterst
Ohne Gewähr Nachdruck verboten
Aof
jede gezogene Nummer sind zwei
gleich
höbe
Gewinne gefallen, unb zwar je
einer
auf
die Lose gleicher Nummer in den Abteilungen I und II
beiden
25. Ziehungstag 6. September 1930
On der heutigen Vormlttagszlehung wurden Gewinns über 150 M. gezogen
4 ertöne ie 6000 <DL 201228 328301
8 M 3000 an. 68608 221474 333828
8 •«»Um iu 2000 ®L 667 70706 108167 226814
60 •eeinne «u 1OOO HL. 6581 67786 70768 74290 78529 81274 149428 160267 167361 168593 178713 201110 201919 221804 229783 234337 254080 268823 265001 291780 306059 327639 829271 333740 342308
On der heutigen Rachmittagsziehung wurden Gewinn« über 150 M. gezogen
88 •ttoinn» » 600 HL 1438 20800 29960 41631
69958 90143 103122 103242 116776 120080 121091
123889 135616 136064 139476 144020 178370
185366 197472 210143 214728 220859 227766
229054 262746 265270 255810 260859 263-259
287640 278590 286693 294921 299870 306317
329011 329590 330516 334220 339896 361766
366117 371886 383912
262 öwnne ,u 300 HL 4630 6919 7432 15124
16024 17343 19061 19898 27261 27379 30246
32370 37174 40318 42631 44229 44413 51214
51269 56518 57018 57340 67498 61434 61813
64706 68705 74090 75780 79713 81971 87161
90264 100089 103818 116081 116128 119316
119721 120370 123480 124608 125056 132428
135250 139374 142445 148270 149235 161236
160210 164057 168788 171921 172204 174419
176637 180262 188175 196451 200033 207692
210388 210713 214098 214360 217858 226024
227334 230607 235104 236256 238386 244194
244817 248551 260473 261269 265199 267843
268666 268983 271267 271688 274226 276517
276648 283624 283627 284329 287824 293862
294073 296187 296280 297436 298109 300060
300854 307855 309095 309663 311684 323779
326133 328043 328921 330141 331032 333201
336680 337232 343239 350274 353469 353874
364382 355398 356755 368055 368126 370576
372401 375821 382796 383048 390540 392863
396473 '397633 397399
2 »«toiTin« n 5000 HL 248871
10 ettoinn. !■ 3000 HL 116362 142063 173871 208299 220367
14 •«ein» «■ 2000 O. 8718 72436 96010 306196 346437 361268 385072
30 •tiPtnn. in 1000 HL. 24669 47493 97878 163782 167417 180926 185432 198807 226662 283282
121974
398201
46353 47396 48212 53821 68949 86492
335952
386979
106404
129345 150958 171329
193977 217629
2 34467 290066 320234
341762 387583
21570
43483
96368
119932 144412
166660 189620 208990
228209 287184
301608 336989
364814
99387
123290 146545
170011
191782 216016 227818 279295
3060 M 341463
369330
102180
128796 150701
171113 193466
216070 231876
289228 313202
341767 372983
341483
386', 56
115858 134012
161707 172124
198511 219484
235404 296643
320581 345770
390106
119357 141317 161338 189388 204460 222486 239366 299612
330071 352169 394509
87149
186312 25c727
323746
93134 118238
303689 357101 366980 371382 385881
64 •wie«« ,» 500 Dl. 24784 30022 38331 85401
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172 e«einn< !■ 300 an. 3461 7818 8002 8677 14087 ----- 23539 28062 29827 33718 34194 39813
193769 200533 208107 213471 234934
268215 256592 270164 272302 311071
------ ------ 343815 344863 370342
394987
Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien in je 600000, 6 Gewinne zu je 25000, 18 zu je 10000, 30 zu je 6000, «6 zu je 8000. 126 -u je 2000, 240 zu je 1000, 588 zu je 60Ö, 1536 zu je 800.
V die Marke-PllUUMetallavt,
Ingenieurschule t r»trowc~-»_
KMrecr«. V»~T- »WM-
V. erkmelstenchule
MeßbuchLr^Sladlplan unb Einwohner« und SeschästsveTzeichnissen von 7 Städten und 74 Ortsgemeinden mit etwa 100000 Einwohnern nedsi wertvollem 2Dfrt» schafis» und kulturgeschichtlichen Gonberabschnitt / Preis "10 Reichsmark Sberheffischer Adießbuchverlag, Gießen, Lchniffr. 7
TbeaterMe Ern» Lodwig
Morgen Mittwoch, nachm. 4 Uhr
Tanz-Tee
Abends
Gefeilt chafts-Tanz
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Vermflhlungs -Anzeigen liefert di« Brühl'sche Druckerei
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Äerlin W15, September 1930
Letzenburger Straße 39
Emst Hahn und Frau Henny, geb. Chambrä danken herzlich für die ihnen anläßlich ihrer Vermählung erwiesene Aufmerksomleit
AliMMMkeiii mml Boten Am öausongeftellten-Ghrung (Stiitong)
Anmeldungen für die Ehrung von Hau«- angestellten. die 6 Jahre. 10 Zähre unb 15 Fahre in einem Haufe gedient haben, werden bi« 1. November 1930; Ludwigs blatt 10 L, entgeflengenommen. 6223D


