Nr. 185 vierter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheften)Samstag, 9. August 1950
Wirtschaft.
Lieber 2,75 Millionen Arbeitslose.
Die Zeit vom 16. bi» 31.3uli brachte nach dem Bericht der Reichsanstalt für Arbeitsver- mittl»mg eine fühlbare Abschwächung des Beschäftigungsgrade-. Die Zahl der Hauptuntcrstüyungscmpfänger ist um rund 28 000 auf über 1 497 000 m der Arbeitslosenversicherung, um rund 23 000 auf über 403 000 in der Krisenunterstützung gestiegen. Damit hat die Belastung der beiden Unterstützungseinrich- tungen mit zusammen über 1 900 000 Unterstützten einen Stand erreicht, der um mehr alS eine Million über dem des Vorjahres liegt. Dieser Entwicklung entspricht die Zunahme der Zahl der verfügbaren Arbeitsuchenden, die bei den Arbeitsämtern eingetragen sind. Vie stieg vom 15. bis zum 31. Juli um rund 42 000 und erreichte nach Abzug derjenigen, die noch in gekündigter oder ungekündigter Stellung oder in Avtstandsarbeit beschäftigt waren, einen Stand von rund 2 757 00 0 Arbeitslosen. Bon dem Zugang entfällt zwar der größere Teil auf die überwiegend von der Koniunktur abhängigen DerufSgruppen, doch sind auch die Saison-Auhenberufe bereits an ihm beteiligt.
Oie ArbeitSmarktlage in Hessen und Hessen-Nassau.
Ueber die 'Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen-Nassau berichtet das Landes- arbeitsamt Hessen, Frankfurt a. M.: Die Verschlechterung der Arbeitsmarktlage hat auch in der zweiten Julihälfte angehalten. Die Zahl der Ä r < b e i t s u ch e n d e n ist um 2880 auf 189 1 9 8 gelt i e g c n. Obwohl die Zahl der Hauptunterstützungs- empfanger, die wegen Erschöpfung des Unter- stützungsanspruchs ausscheiden müssen, sich von Mo- nat zu Monat erhöht, sind auch die Zahlen der Un- terstützungsempsänger in der Arbeitslosenversicherung zum ersten Male seit dem Höchststand des Winters wieder gestiegen, und zwar um 2420 auf 90176. Die Zahl der Ärisenunterftützten ist um 1820 auf 25 451 angewachsen. Jrn Vorjahre waren Ende Juli im Landcsarbeitsamtsbezirk vorhanden: 93 325 Arbeitsuchende, davon erhielten 60 012 Arbeitslosen- und 9523 Ärisenunterstützung. In der Be- richtszeit haben sich die Beschäftigungsvcrhältnisse besonders verschlechtert in der I n d u st r i e der Steine und Erden (Zunahme 694 Arbeit- suchende), in der Metallindustrie (+ 995), im Holzgewerbe (4-380) und im Bekleidungsgewerbe (+ 581). Im Baugewerbe trat ein völliger Stillstand ein: die Zahl der arbeitsuchenden Baufacharbeiter betrögt zur Zeit 20 173, die der Bau- Hilfsarbeiter 11 112. Die Landwirtschaft ist im allgemeinen mit stärkeren Personalansorderungen, die zu einer Entlastung des Arbeitsmarktes hätten führen können, nicht hervorgetrelen. Die Zahl der Personen, die bei Notstandsarbeiten, welche aus Mitteln der Reichsanstalt gefördert werden, beschäftigt werden, ist nur unwesentlich von 1628 auf 1754 gestiegen.
Wochenbericht
vom Frankfurter Effektenmarkt.
Die Börse eröffnete in der neuen Woche in etwas freundlicherer Haltung, ohne daß das Geschäft aber ein etwas größeres Ausmaß hätte annehmen können. Die wirtschaftliche Depression, die weiter zur Besorgnis Anlaß gab. legte der Kulisse eine starke Zurückhaltung auf. Verschiedentlich kam Material an den Markt, was aber nicht ins Gewicht fallen konnte, da die Banken in ihrem Elühungswillen ziemlich Material aufnahmen, so daß vorläufig Kursverluste vermieden werden konnten. Auch schritt die Spekulation verschiedentlich zu Deckungen, so daß sich zumeist das Kursniveau etwas heben konnte. 3m Lause der Woche wirkte sich aber die gewaltsame Stützung der Banken nachteilig aus, da das Angebot weiter anhielt und die Danken nicht mehr das ganze Material aufnehmen konnten. Auch die anhaltende internationale Wirtschaftskrise — in Deutschland machte sich durch den weiteren Konjunkturrückgang und damit im Zusammenhang stehende erneute Arbeiterentlassungen eine weitere Verschlechterung bemerkbar —, die bevorstehenden Wahlen und die zumeist schwächeren Reuyorker Dörsenmeldungen trugen zu einer erneuten Unsicherheit bei. DaS ängstlich
gewordene Publikum brachte erheblich Material heraus, und bei den stark drückenden Exekutionen trat gegen Ende der Woche ein erheblicher KurSeinbruch ein. Bei geringster Aufnahmelust ergaben sich an einem Tage Verluste von 5 b iS 10 Proz. Arn stärksten betroffen wurden natürlich die Spitzenwerte. Zum Wochenschluß hinterlieh der starke Kurseinbruch wohl ntxf) eine gewisse Unsicherheit, da das Publikum weiter Material an den.Markt gab. doch war es an Umfang bedeutend geringer, da sich in Dörsen- kreisen selbst eine gewiste Beruhigung bemerkbar gemacht hatte, was auf den erneuten Ltützungswillen der Banken zurückzuführen war. Aber im großen und ganzen waren weitere Kursverluste nicht zu vermeiden, doch war wieder im Grundton der Börse eine gewisse Widerstandskraft zu erkennen. Die Kulisse blieb noch zurückhaltend, doch schritt auch sie, angeregt durch Die Stühungskäuse, zu Rückdeckungen, so daß das Geschäft etwas lebhaftere Formen annehmen konnte. Eine gewisse Zuversicht ließ sich in der Tatsache erkennen, daß ein Teil der Werte etwas fester eröffnete und das 3nteresse der Kulisse trotz aller Vorsicht wieder etwas zunahm. Die schwächere Reuhorker Börse wurde nicht mehr als hemmend empfunden: auch war die kritische Wirtschaftslage nicht mehr ausschlaggebend, es genügte die Aufnahme des Materials durch die Banken, und die Kurse konnten sich wieder bessern, so daß die Differenzen gegenüber der vergangenen Woche beträchtlich vermindert wurden. Das Angebot hat erheblich nachgelassen, so daß man jetzt eigentlich wieder recht zuversichtlich war. wenigstens in der Hinsicht, daß dem Absacken der Kurse ein starker Pool entgegengesetzt wurde. Vereinzelte Papiere wiesen jedoch noch einen sehr empfindlichen Verlust auf. So waren Zellstoff Waldhof, Westeregeln, Schuckert, Rheinische Braunkohlen. Aschersleben, Gessürel, Felten, Licht und Kraft, Dt. Linoleum, Aschaffenburger Zellstoff und Danatbank von 9 bis zu 14 Proz. schwächer. Salzdetfurth verloren sogar 22 Proz. 3m übrigen gingen die Abschwächungen bis zu 5 Proz., teilweise auch noch darüber. Der gute Geschäftsgang der Holzmann AG., die befriedigende Absatzentwicklung in der Kali- und Linoleum-3ndustrie gaben den betreffenden Werten einige Anregung. Renten waren leicht nachgebend. Altbesitz besserten sich etwas. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3,5 Proz. nach dem Ultimo wieder flüssiger. Am Devisenmarkt war das Pfund international fester.
Wochenbericht
vom Frankfurter Produktenmarkt.
Während die Lage am Weltgetreidemarkt meist ziemlich günstig ist, war in dieser Woche an den deutschen Märkten eine rückläufige Bewegung sestzustellen. Durch die anhaltende ungünstige Witterung wurden die Druscharbeiten nicht nur verzögert, sondern es entstanden infolge der Mehrarbeiten auf den Feldern auch beträchtliche Extrakosten für die Landwirtschaft. Bei all diesen ungünstigen Momenten legten die Händler eine starke Reserve an den Tag, und man war angesichts der allgemein schlechten Wirtschaftslage eher schwächer als fester gestimmt, da auch die Landwirtschaft mit ziemlich großen Poften Reuweizen und -roggen an den Markt kam. Selbst bei niedrigeren Forderungen konnte sich kaum nennenswertes Geschäft entwickeln. Die Tendenz neigte überwiegend zur Schwäche.
Der Weizen markt stellte sich in ausfallenden Gegensatz zu der Hausse an den überseeischen Getreidebörsen. Diese Tatsache erklärt sich daraus, daß das Angebot in Reuweizen für prompte Lieferung recht beträchtlich war und die Forderungen entgegenkommender lauteten. Alter Weizen war kaum noch am Markte. Die Umsatztätigkeit war ziemlich klein. Die Preise gaben im Prompt-, sowie Termingeschäft, hier namentlich in den vorderen Sichten, ziemlich nach. Ausland- weizen etwas mehr beachtet.
Auch am Roggenmarkt war das Angebot ziemlich groß, ohne daß sich etwas größere Rachfrage gezeigt hätte. Die Preise neigten auch hier, wie am Weizenmarkt, zur Schwäche.
Hafer zeigte eine bemerkenswerte Widerstandskraft, was wohl in der Hauptsache auf das mäßige Angebot zurückzuführen war. Die Preise
konnten sich gut behaupten bzw. in den geringeren Qualitäten leicht befestigen.
Trotzdem der Preisrückgang seit einigen Tagen sowohl für Inland-, als auch für AuSlandweizen anhält, hat die füdd. Mühlenkonvention bisher den Weizenmehlpreis unverändert gelassen: das Geschäft ist ruhig, nur für Roggenmehle mit 60prvzentiger Ausmahlung prompter Lieferung bestand einige Rachfrage.
Futtermittel füll und weiter zur Schwäche neigend. Don Hülsenfrüchten waren Erbsen etwas befestigt. Kartoffeln bei ruhigstem Geschäft gegen die Vorwoche 1 Mark pro Zentner billiger.
Die Woche schloß zu folgenden Dotierungen: Weizen, neue Ernte, 270: Roggen, neue Ernte, 170; Hafer, alte Ernte, 185; Hafer, neue Ernte, 175; Roggenkleie 7,90 bi- 8,00; Erbsen 28 bis 40; Weizenmehl, südd. 43,50 bis 44.25; Weizenmehl, niederrhein., 43.25 bis 44.00; Roggenmehl 26.75 bis 27,75; Weizenkleie 7,90 bis 8,00; Kartoffeln 3,40 bis 3,50; Weizen- und Roggenstroh 3,00 bis 3,50. Die restlichen Rauhfuttermitteln sind unverändert.
Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Da in der vergangenen Woche der Auftrieb infolge des geringen Geschäftes ziemlich klein war, machte sich in dieser Woche bei fast allen Vieh- gattungen etwas regere Rachfrage bemerkbar. Um dieser Tatsache gerecht werden zu können, war der Auftrieb in Rindern etwas größer. Das angetriebene Vieh war von mittlerer Qualität, doch konnte der Markt bei anfangs regem, zum Schluß aber stark abflauendem Handel nahezu geräumt werden. Rach Bullen bestand bei anziehenden Preisen etwas mehr Rachfrage, wie überhaupt auch für beste Qualitäten Preise über Rotiz bezahlt wurden. Der Abtrieb nach auswärts betrug etwa 50Prozent. Am Schweinemarkt war der Handel am Hauptmarkt sehr langsam, und die Preise gaben beträchtlich nach. Am Rebenmarkt konnte sich das Geschäft infolge des sehr schwachen Auftriebes jedoch wieder beleben, doch war eine merkliche Erholung der Preise nicht festzustellyr. Der Markt konnte geräumt werden. Auch am Kälbermarkt verlief der Hauptmarkt ziemlich träge, während der Rebenmarkt etwas regere Umsahtätigkeit entfaltete. Die Preise waren gegen die Vorwoche nur unwesentlich verändert. Schafe hatten bei mäßig regem Geschäft nachgebende Preise. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1435 Rindern, darunter 382 Ochsen, 131 Dullen, 497- Kühe, 355 Färsen, ferner aus 1229 Kälbern, 271 Schafen und 5248 Schweinen. 3m Vergleich mit dem Auftrieb der letzten Woche waren 65 Rinder und 15 Kälber mehr am Markt, während 166 Schweine und etwa 25 Schafe weniger zum Verkauf ftanben.
Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al 58 bis 61, a2 54 bis 57, bl 50 bis 53; Dullew a 54 bis 58, b 49 bis 53; Kühe a 47 bis 50, b 43 bis 46, c 39 bis 42, d 32 bis 38; Färsen a 60 bis 62, b 56 bis 59, c 50 bis 55; Kälber b 74 bis 79, c 69 bis 73, d 62 bis 68; Schafe al 48 bis 51, b 42 bis 47; Schweine b 69 bis 71, c 69 bis 71, d 69 bis 71, e 68 bis 70. Gegenüber den Preisen der vergangenen Woche konnten Dullen und Kälber je 1 Mark anziehen, während Schweine bis zu 4 Mark, Schafe bis 2 Mark und Kühe und Färsen je 1 Mark nachgaben. Ochsen gut gehalten.
* Die Indexziffer der Großhandelspreise im Monatsdurchschnitt Juli. Die für den Monatsdurchschnitt Juli berechnete Groß- Handelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes hat mit 125,1 gegenüber dem Vormonat (124,5) um 0,5 vom Hundert angezogen. Von den Hauptgruppen hm sich die Indexziffer für Ägrarstoffe um 4,6 v. H. auf 114,8 erhöht, wahrend die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren um 2,1 o. H. auf 119,4 und diejenige für industrielle Fertigwaren um 0,5 o. H. auf 150,5 zurückgegangen ist.
* Veränderung des Privatdiskonts. Der Prioatdiskont wurde für beide Sichten um je 6 Prozent auf 3t Prozent ermäßigt.
• Gründung eines Genossen- schaftszweckverbandes Hessen-Mittelrhein. Die Schalze-Delivschen Genossen- schafls-Rewfionsverbände Darmstadt, Kassel und Wiesbaden haben unter Ausrechterhaltung ihrer Selbständigkeit einen Zweckverband unter dem Ramen ,Genossenschastszweckverband Hessen- Mittclrhein" mit dem Sitz in Wiesbaden geschaffen, der eine vereinfachte Erledigung der Der-
bandSaufgaben und zugleich eine straffere Durchführung der Revisionen der angeschlossenen Genossenschaften ermöglichen soll. Weiter will der Verband u. a. einen Hilfsfonds schaffen, auS dem m Schwierigkeiten geratene Genossenschaften unterstützt werden können. Die Selbsthilfe, ein Grundsatz des Genossenschaftswesens, soll dadurch noch verstärkt werden. Der Zweckverband wird rund 2000 Genossenschaften in Hessen-Rassem, am Mittelrhein und im Volksstaat Hessen umfassen. darunter 130 Kreditgenossenschaften, die 1929 eine -Bilanzsumme von rund 242 Millionen Mark auSwiesen.
frankfurter Abcndbörsc.
Frankfurt a. M.. 8. Aug. Tendenz: behauptet. An der Abendbörse bewegte sich die Uinsatz- tätigkeit wiederum in bescheidenem Rohmen. Dia Drundstimmung war aber nicht unfreundlich. Gegenüber dem Berliner Schluß traten kaum Veränderungen ein. Rheinstahl. Duderu» und AEG. besserten sich um Bruchteile eine- Prozentes. I.-G.-Farben eröffneten knapp gehalten. Renten still. Reubesitz 7,85. Adca 106, Barmer Bank 114,75. Reichsbank 239, Harpener 93. Gelsenkirchen 102, Aschersleben 178. Salzdetfurth 303, Westeregeln 186, Rhein. Braunkohlen 203, Stahl- verein 75,50, Rheinftahl 83,75. Alu 89,50, AEG. 136 bis 135,50. Bein berg 91, Daimler 26.50, Deutsche Linoleum 180,50. Scheideanstalt 133, Licht & Kraft 127.50, 3.-G.-Farben 144, Fellen 93, Holzmann 73,50, Rheag 126, Rütgerswerke 45,50, Schuckert 144, Zellstoss Waldhos 115, AD. für Verkehr 67,50, Leonh. Tietz 128.
Berliner Produktcnmarkt.
Berlin, 8. Aug. Die Auswärtsbewegung an den überseeischen Terminmärkten ist gestern -um Stillstand gekommen, und da man der Hausse hier an sich schon mit einem gewissen Mißtrauen gegenüberstand, reagierte der Prvduktenmarkt mit Preisrückgängen. 3nlandweizen war zwar keineswegs reichlicher an geboten, da gestern nachmittag noch größere Abrufe nach dem Rhein erfolgt sein sollen und die Landwirtschaft die Entscheidung bezüglich der Höhe des Dermahlungszwanges ab- warten will; da das Weizenmehlgeschäft jedoch wieder fast völlig zum Erliegen gekommen ist, fand das herauskommende Material nur zu etwa 3 Mark niedrigeren Preisen Unterkunft. Der Lieferungsmarkt setzte 1,50 bis 3,50 Mark schwächer ein, Roggen eröffnete trotz weiterer Interventionen bis 1,50 Mark niedriger. 3m Promptgeschäft lauteten die Gebote gleichfalls 1 Mark niedriger, das Angebot war keineswegs reichlich. Am Mehlmarkt sind die Preise für Weizenmehl wieder rückgängig und das Geschäft hat sich beruhigt, Roggenmehl wird vereinzelt in Provinzfabrikaten umgesetzt. Die Muster von Hafer neuep Ernte find sehr unterschiedlich, Weißhafer alter Ernte bleibt gefragt. Gersten in unveränderter Marktlage. Der Privatdiskont wurde für beide Sichten um je */« Prozent auf 3,25 Prozent ermäßigt. Es notierten für je 1000 kg: Weizen, märt, 245 bi« 248 (stetig), Sept. 262,50, Oft. 265 bis 264,50, Dez. 271,50 vis 271 (Bries); Roggen, märt, 161 (stetig), Sept. 174,50 bis 175, Oft. 178,75 bis 179, Dez. 189 bis J88,75 bis 189; Industrie- und Futkergerste 183 bis 200 (stetig); Hofer, märt, 182 bis 192 (ruhig), Sept. 182 (Brief), Oft. 184, Dcz 189 bis 188,50 (Brief); für je 100 kg: Weizenmehl 29,75 bis 37,75; Roggenmchl 22,50 bis 25; Weizenkleie 9,50 bis 9.80 (ruhig); Roggenkleie 9,50 bis 10 (ruhig); Viktoriaerbsen 27 bis 32; kleine Speiseerbsen 24 bis 27,50; Futtererbsen 19 bis 20; Peluschken 22 bis 24; Ackerbohnen 17 bis 18,50; Wicken 21 bis 23,50; Rapskuchen 10,60 bis 11,60; Leinkuchen 16,80 bis 17,50; Trockenschnihel 8,40 bis 9,20; Eojaschrot 14,40 bis 15,40; Kartoffelflocken 15,80 bis 16,50 Mark. 2111g. Tendenz: schwächer.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
K. R. Derby-Platten fabriziert jede größere Grammophonplattenfabrik. Wir empfehlen Ihnen, sich an eine Musikalienhandlung zu wenden.
E. E. Ueber den Beruf des Parlamentsstenographen erfahren Sie Räheres von dem Stenographischen Bureau des Deutschen Reichstage- in Berlin. 3n Deutschland werden zum Reichstag nur Stenographen mit abgeschlossenem Hochschulstudium zugelassen, die ungefähr ebenso wie Regicrungsräte besoldet werden.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.
Datum
6% trunax Äculj-aiuciüc von 1987 .........
7% Deutsche Reichtanleihe von IStt ..........
Leu ticke «nl-Ablöf^Echuld mii «u«wf.»Rechteu.......
DrtfiL ohne Slullol.-Rechte . .
8% pell. BolUNaat von 19»
trilchahlL. 102%)......
CberWfen Prvvtn, - Lnleche mb Aullof.-Rechten.......
Deuticke Komm. SatnmelabL ÄnleOx Serie 1.......
8% Franks. Hvp.-Bank «olbpft XJI1 unTOibbat M» 1984 . . .
7% Rtantl. Hvp.-Bank dolbpfe unkündbar M« 1932.....
Rbeintiche Hyp.»vank
filqu. »olBpfr.........
8% St. SanbrtplOTibtielanflall.
Pfandbriefe 9L 17......
8% Pr Landelriandbriefanstalt, »ümm^CbLfl». tO......
7% Pr. Landeipi andbriefanstalt, Pfanbbrtefe 9L 10......
BL».®, abg. Borkiegtz-Lbligatto- nm. rüchabldar 1938.....
4% Lesterreichticke «Soldren« . . 4,20% Lesterretchifche Ltlberrentr 4% Lesterretchifche Einheitliche Rente...........
<% Ungarische Soldrente .... 4% Ungartlche Staattrentev.lSw 4)4% de»gl. von 1913.....
4% Ungarische Sronenrentr . . . 4% rürkifcke Zollanletbe von 1911 4% Türkische Bagdabbabn-An!
Serie I...........
4% brifll. Serie II . »• ■ • •• 6% Rumtatidx veretnh. Rente von 1903 ..........
<%% Rumänische veretnh. Rente von 1913 ..........
g% RumLntsche veretnh. Rente .
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß- hirt
Schluß. Elben d» börsr
Schluß» kur«
Scklußk. bSre
7. 8
8 8
7- 8
8 8
87,75
—
88
88
101,5
101,8
102
102,9
59,9
59,9
60
59.9
7.65
' .85
7,7
7,925
92,25
92,75
93,4
93,13
59
59
—
—
59
—
59,25
59,5
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101,5
—
—
96
96
—
—
87
86,9
—
—
101,25
101,25
101,25
101,25
98
98
98
98
97
97
97
97
92
92
—
—
26,4
—
26,25
26,5
—
—
—
3,13
2,15
—
2
2
24,13
—
24
24
19,25
19,5
19,6
20,5
—
20,6
—
2,1
2
1,95
2
4,9
4,8
5
5
4,9
4,9
5
4,95
4,9
4,9
5
4,9
9,5
9,5
9,6
9,5
16
16
16,1
' 16
M
7,4
7,4
7.4
Arankfun a. M.
Scrlln
Schlußkur«
Schluß! Abend- börse
Schluß, kur«
Ecklußk. Mittag» börsr
Datum
7 8
8 8
7 8
8 8
Vamvurg-«mer,ta Haiet
§5.25
—
84,65
84
hamburg-Sudam. Dampffchitz
. 6
—
145
—
Hansa Tampssckisf.....
10
—
—
122
—
Rorddeutscker Lloyd ....
. S
—
—
84.5
84
Slltaemetne Deutsche Creditanst. 10
106
106
106,13
106.13
Barmer Bankverein ....
10
113,75
114,75
114
114.4
Berliner Handelrgelellsckast .
12
—
140
140,25
139.75
Commerz- und Pnoat-Bank.
11
128,75
128,5
128
128,5
Darmstädter und Rakionalbanl
12
181
181
179
181,5
Deutsche Bank und
Tirconto-Gesellschaft, . . .
10
124
123,75
123,75
123,75
Dresdner Bank......
10
'24,5
124
124
124
Reicktbank........
12
—
239
236
239
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. 8
134,5
135,5
135,25
135,75
Bergmann........
. 9
—
—
168,25
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Clekn. Lteferungrgeseltzchaft.
10
—
—
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121
Lickt und Kraft......
10
125
127,5
125,5
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(Vellen & Guilleaume . . . »efelllckaii für elektrische
90,5
93
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Unternehmungen ....
10
128,5
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10
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. b
123
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124,5
126,5
Lchlesische Eetaqttii. . . .
10
122
124,5
LckuclenLCo. ......
11
143.13
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143,25
145,25
Sternen! & Halske.....
16
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181,5
185,5
Tran-radro ......
. 8
—
103,5
104,5
Lahme »er L Co.. . . . . ,
10
148
—
147,5
148
Buderus.........
. 6
53,75
54,75
54,75
54,5
Deuticke Erdöl ......
. 6
68
67,25
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. 6
—
—
—
—
Gelsenkirchener......
. f
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102,25
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—
78,25
80,5
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10
—
220
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—
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79
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. i
——
—
75,65
78
Mannttmann-Ribrrn ...
. 7
81
—
81
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ManSfelder Bergbau ....
. 7
—
53,5
53,25
Lbericklel. Enendedarf . . .
. 6
—
—
47
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Lberick'.ei. «okewerke. . . .
. 7
—
—
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62,25
Phönix Bergbau......
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75
—
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Rheinische Braunkohlen . .
10
202
202
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83,5
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V/8
—
—
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Frankfurt a. Ul.
Berlin
Schluß» für»
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Schluß- lur»
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Dalum
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7 8
8 8
ibemnigie Stahlwerke .
75.25
75.5
75
76
Llavt Minen......
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38,65
39
flaltwcrle Aschersleben . .
.
IC
174
178
175,5
177.5
Kaliwerke Westeregeln . .
.
10
181
186
183
186
goltoerte Sal,detfurth . .
-
16
299
303
299,5
304,5
I. A. Farben Industrie . .
■
1?
142
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142,13
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•
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67
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132
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—
—
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•
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53
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. 6
45
45,5
45
45,4
Metällgeselllchafl. ....
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101
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Bbilirw Hotzmann ....
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71
73,5
71
73
Zementwerk Heidelberg .
•
10
100,5
101
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•—
Zementwerk Saristadt. . .
■
10
125
125
—
—
Saab & Frev'-ag ....
. 8
67
66
67
66
€ Ault bett Patzenhofer . .
15
—
-
248,5
256
Cftroerte........
12
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196,5
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16
85
89.5
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90
Lemberg........
14
86
91
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Zellstoff Daldbos . . . .
13'7.
118
115
118
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Zellstoff Sickaftenbur^ . . llbarlonenburger Da!>er .
•
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•18,5
90
87
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•
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—
—
122,75
125
Tarmier Motoren ....
. 0
25,65
26,5
26
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Deutsche Lrnoleum . . .
•
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176
180,5
177
180.5
Maickinenbma 8L-3. ...
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—
38,65
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Rat. Automobil .....
. 0
—
—
10,5
10,13
L ren stein 8 Koppel . . .
•
. 6
—
—
55
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Leonbard Tietz .....
10
128
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127
128,13
Sventka ........
—
296
299
296
Rt an Hurter Maschinen . •
. 4
22,5
23,5
21,75
22,5
ltzritzner........
. 6
32,75
32,5
31,75
Hevlioenstaedt . • • • •
Iunghan«........
. 0
. 6
29
30
30
29
Leckwerke........
. 6
92
92
Marnkrastwerre Höchst a. M
. 8
78,75
79,5
—
—
Miag..........
10
85
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Gebr. Reeder......
10
99,5
99,5
-
Sotgt & Haesfner ....
. S
156
155
154
154
SLddesriche Butei * t *
•
IS
147,5
145,5
147
145,76
Banknoten.
Berlin, 8- August
«elb
25rief
Llmerikaniicke Noten......
4.166
4,166
Belgtlcke Roten .......
58,50
58,74
Tänilche Roten ........
111,88
112,32
Lngstfcke Roten ........
20,342
20,422
tzränzvIUcke Roten .......
16,44
16,50
HollLnvifche Roten .......
168,21
168,89
Ölalienticke Roten........
21,9t
22,04
Rorwegiicke Roten.......
111,85
112,29
Teursch-eesterreich, 4 100 Schilling
59,08
' 59,22
Rumäntiche Roten.......
2,465
2,485
Sckwebüche Roten .......
112,22
112,66
Dckweizek Roten ........
81,44
81,76
Tpanücke Roten . . ......
46,51
46,69
licheckoilowoktlche Roten. ....
12,375
12,435
Lnganiche Roten ........
73,15
73,45
Decifcamarfl Berlin — Frankfurt a. Zfi.
7. August
8 August
-ÜMIstckk Geld
Dotierung mne-
AmiUchr «eld
Neuerung 23ne-
ÄmfL-iRoti. Buen.-Atretz
168,49
168,82
168,49
168.83
1,525
1,532
1,531
1,535
Brff.-Antw
58,51
58,63
58.52
58.64
Gbriftiauia.
112,08
112,30
112,10
112,32
Kopenhagen
112,13
112,35
112,15
112,37
Stockholm .
112,46
112,68
112,48
112,70
Helsingsors.
10,522
10,542
10,525
10,545
Italien. . .
21,90
21,94
21,905
21,945
London. . .
20.366
20,406
20,364
20,409
•JieuDor! . .
4,1805
4,1885
4,181
4,190
Doris....
16,445
16,485
16,455
16,495
Schwei, . .
81,325
81,485
81,335
81,495
Spa.ttn .
46,50
46,60
46,75
46,85
Japan . . .
2,068
2,072
2,066
2,070
«io de Jan
0.427
0,429
0,422
0,434
Dien tn T » Ceft. ahgeft
59,115
59,235
59,12
59,24
Prag . . . . Bclzrad . .
12,401
12,421
12,402
12,422
7,421
7,435
7,426
7,440
Budapest. .
73,315
73,455
73,33
73,47
Bnl arten .
3,032
3,038
3,032
3,038
L'ffaboa . .
18,79
18,83
18,79
18,83
Danzig. . . «onstaottn.
81,42
81,58
81,42
81,58
1,784
1,789
1,784
1,789
8ltten. . .
5,435
5,445
5,43
5,44
Canada . .
4,185
4,193
4,187
4,195
UrnntaD . .
3,437
3,443
3,457
3,463
Cotro . . .
20,87
20,91
20,875
20,915


