die größte Wirrnis und schlage vor dem Legen die Fransen über eine Stuhllehne oder Tischkante. alsdann streiche man behutsam mit den Fingerspitzen nach. Früher wurden dann breitzahnige Holzkämme verwendet. Die Kämme sind sehr praktisch, kommen aber kaum noch in den Handel, da ihre Verwendungsmöglichkeit, der gegenwärtigen Mode entsprechend, gering ist.
Einsätze, Stickereien, Hand- und Maschinen- fpihen werden, solange sie noch feucht sind, leicht gestreckt, damit sie glatt werden. Läßt man sie erst trocknen, so brechen die groben und die feinen Gewebefäden: dies gilt besonders für ältere Stücke und im allgemeinen für die gesamte Wäsche.
Man beginnt das Wäschelegen mit den Taschentüchern, da dies die kleinsten Stücke sind. Sie werden der Länge und der Breite nach, kreuz und quer gereckt und gestreckt. Dann schichtet man sie stapelweise auf, die großen von den kleinen getrennt, Kante auf Kante, Saum auf Saum. Monogramme, Buchstaben, Wäschezeichen jeder Art sollen stets mit der linken Seite nach innen liegen. Vach den Taschentüchern kommen die Servietten, ihrer Größe und Farbe (Teeservietten) nach sorgfältig gesondert, an die Reihe. Ihnen folgen die Brotkorbdeckcben, die Läufer, Mitteldecken, die Klapper- und Eisdeckchen. Ser- vietten werden mit den Monogrammen nach außen gefaltet: sie werden zu einem Viereck mit scharfen Ecken gelegt und dürfen keine überstehenden Zipfel haben. Man schichtet sie wie die Taschentücher, plättet die Buchstaben stets auf der linken Seite, und achtet darauf, daß alle Wäschezeichen und Verzierungen recht scharf her» ausgcbracht werden.
Die Kopfkissenbezüge werden gereckt, indem man mit ausgestreckten Armen hineinfährt, mit
den Fingern die Vähte glättet und die äußeren Ecken dehnt. Alle Verzierungen, Einsätze, Stickereien, Spitzen, Kanten, Ecken glätte man sehr sorgfältig, dann wird der Kopfkissenbezug zur Hälfte in der Weise gelegt, daß die Verschlußseite glatt bleibt.
In derselben Art werden die Oberbettbezüge gelegt: dazu braucht man indessen die Hilfe einer zweiten Person, ebenso für die Bettlaken, die großen Tisch- und Tafeltücher. Die Saumkanten werden mit dem Daumen und dem Zeigefinger glatt gestrichen, dann reckt man mit entsprechender Hilfe die großen Stücke recht straff: schließlich legt man die linke Seite nach außen, mit dem Vamen nach innen. Ein Saum liegt auf dem anderen, der Quere nach zusammengelegt. Wenn die großen Tisch- und Tafeltücher, die Bettlaken usw. in Gebrauch kommen, dürfen die Flächen nicht faltig sein. Alle Kniffe und Brüche sollen vermieden werden, darum legen man solche Wäschestücke recht groß zusammen. Alle Bezüge werden links gelegt, weil man sich dadurch das Beziehen der Betten erleichtern kann. Man dreht sie über dem Inlett um und bringt sie auf diese Weise auf die rechte Seite.
Zum Schluß werden die bunten Stücke, die Wirtschaftsschürzen, die Haus- und Wirtschaftskleider vorgenommen. Man zieht sie straff, glättet alle Bänder und Schleifen und legt sie, ohne sie zu zerknittern, in der Mitte zusammen.
Alle Wäschestücke werden nach dem Rollen ganz besonders schön, wenn dem allerletzten Spülwasser ein wenig Stärke zugesetzt wird. Ein anderer Kniff, um schöne Wäsche zu erlangen, ist die Verwendung einer sorgfältig gereinigten DIumensprihe zum Einsprengen: auch der Wasserzerstäuber vom Blumentisch eignet sich dazu.
bis Anfang Iuni 1930 war in Frankfurt in den Verhandlungen über Betriebsstillegungen die Entlassung von insgesamt 9084 Arbeitnehmern genehmigt worden. Dabei ist jedoch zu betonen, daß in einer sehr großen Zahl von Betrieben außerdem Betriebseinschränkungen durch Arbeitszeitverkürzung erfolgten und in der Zahl von 9084 Personen nicht diejenigen entlassenen Arbeitnehmer enthalten sind, die durch eine Stilllegung in Handels- und Bankbetrieben betroffen wurden. Abgesehen von den Stillegungen und Betriebseinschränkungen wirken sich besonders ungünstig auf die Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage der Zusammenbruch der Favag sowie gewisse Veränderungen im Frankfurter Bank- und Großhandelsgewerbe unmittelbar und mittelbar aus. Auf dem Frankfurter Arbeitsmarkt ist demnach eine außerordentlich ernste Lage eingetreten.
* Deutsche Gold- und Silber» Scheideanstalt vorm. Roeßler, Frankfurt a. M. Die außerordentliche Generalversammlung, in der 24 Aktionäre 21,99 Mill. Mk. Stamm- und 600 000 Mk. Vorzugsaktien vertraten, genehmigte einstimmig den bekannten Fusionsvertrag mit der Holzverkohlungs-Industrie AG., Konstanz, und die zur Durchführung der Fusion notwendige Erhöhung des Stammkapitals um 6 Mill. Mk. auf 35 Mill. Mk. unter Aus- schluß des gesetzlichen Dezugsrechts der Aktionäre. Die neuen Aktien haben halbe Gewinnberechtigung für das Geschäftsjahr 1929/30. Ferner wurde beschlossen, durch Satzungsänderung die Aufsichtsratstantieme zu begrenzen. Die Einführung der neuen 6 Mill. Mk. Stammaktien an der Börse soll so schnell wie möglich veranlaßt werden. Der Besitz der Scheideanstalt an Hiag- Aktien beziffere sich auf nom. 1,56 Mill. Mk. Heber die derzeitige Geschäftslage wurde noch mitgeteilt, daß die Hauptartikel der Gesellschaft trotz teilweise scharfer Konkurrenz noch gut gehen. Infolge der starken Preisrückgänge für Edelmetalle, die sich vielleicht noch fortsetzen würden, seien eventuell trotz der bei der Bilanzierung geübten Vorsicht Abschreibungen erforderlich, die jedoch die Bilanz nicht wesentlich berühren dürften. Soweit sich übersehen lasse, könne wieder ein befriedigendes Ergebnis erhofft werden.
* Holzverkohlungs-Industrie AG., K o n st a n z. Die Generalversammlung, in der zwanzig Aktionäre 7,31 Mill. Mk. Stamm- und 10 000 Mk. Vorzugsaktien vertraten, genehmigte einstimmig den Abschluß für 1929 30 mit wieder 6 Proz. Dividende und beschloß die Fusion mit der Deutschen Gold- und Silber-Scheideanstalt vorm. Roeßler, Frankfurt a. M.
* Rhein. Clektrizitäts-AG., Mannheim. Die Generalversammlung beschloß die Verteilung einer erhöhten Dividende von 10 (i. V. 9) Prozent auf 12,50 Mill. Mark Stammaktien.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 9. Iuli. Tendenz: etwas freundlicher. — Die Besserung an der Börse scheint Fortschritte zu machen, nachdem man sich über die Vorkommnisse bei M i a g und Z e l l - st off Waldhof hinwegqeseht hat. Zu Hilfe kam noch die zum Schluß gebesserte gestrige Veuhorker Börse und dir günstig: Beurteilung der innerpolitischen Lage, obwohl die Verhandlungen mit den Fraktionen noch andauern und noch keine Entscheidung über das Deckungsprogramm gefallen ist, so daß die Stimmung an der Börse wesentlich freundlicher war. Das Geschäft bewegte sich im allgemeinen immer noch in engstem Rahmen, zumal der Orderein» gang noch keine Vermehrung erfahren haben dürfte. Die Kulisse schritt aber in verstärktem Maße zu Deckungen, so daß die Spitzenwerte reger umgeseht wurden. Gegenüber der gestrigen Abendbörse ergaben sich überwiegend Kursgewinne bis zu 2 Proz. Mehr in den Vordergrund traten Zellstoff Waldhof, die 2,5 Proz. gewannen. Am K a l i m a r k t traten Besserungen bis zu 2 Prozent ein. Am Elcktromarkt war die Kursgestaltung nicht ganz einheitlich. AEG. u. Felten lagen je 0,5 Proz. abgeschwächt: Licht und Kraft gewannen nur geringfügig, während Siemens mit plus 1,75 Proz. führend waren. In Schuckert kam vorläufig keine Erstnotiz zustande, doch war dieses Papier in der Kulisse stärker gefragt und etwa 2,5 Proz. fester genannt. Am Chemiemarkt lagen I. - G. - Farben 1,75 Proz. und Rütgerswerke 1 Proz. fester, Holzverkohlung lagen dagegen unverändert. Auch am Montanmarkt war die Stimmung nicht ganz einheitlich. D:e Besserungen gingen bis zu 1 Proz., während anderseits Mannesmann und Harpener leicht gedrückt eröffneten. Am Verkehrsmarkt traten AG. für Verkehrswe sen
mit plus 2,5 Proz. stärker in Erscheinung. Schiffahrtswerte waren bis zu 1 Proz. höher. Banken lagen im allgemeinen gehalten. Vur bei Danatbank kam aus den bekannten Gründen Material an den Markt, und dieses Papier büßte 1,25 Proz. ein. Am Renten- markt waren Schutzgebiete wieder etwas fester, während von Ausländern Bosnier stärker gedrückt waren. Im Verlaufe erhielt sich die freundliche Stimmung. Es konnten sich bei weiteren Deckungen der Kulisse nochmals Besserungen bis zu 1 Proz. durchsetzen. Der g ü n - stige Reichsbankausweis fand Beachtung. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 2,5 Prozent sehr leicht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1922, gegen Pfund 20,40, London gegen Kabel 4,8655, gegen Paris 123,68, gegen Mailand 92,90, gegen Madrid 41,80, gegen Schweiz— 25,0550, gegen Holland 12,0950.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 9. Iuli. Am heutigen Produktenmarkt war das Geschäft im allgemeinen ziemlich belanglos. Das Angebot in Brotgetreide war nicht sehr bedeutend, und die Preise konnten sich gut behaupten. Am Mehlmarkt war die Tendenz für Weizenmehl etwas schwächer. Einige Vachfrage bestand am Futtermittelmarkt für Kleie, eine Preiserhöhung trat jedoch nicht ein. Die Preise verstehen sich für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je 100 Kilo. Es notierten: Weizen, Hektolitergewicht von 78 Kilo, 305: Roggen, Hektolitergewicht von 72 Kilo, 165 bis 166; Hafer, inländischer, 167,50 bis 170; Weizenmehl, süddeutsches Spez. 0, 43,50 bis 44,25; Rog- qenmehl 25 bis 25,50; Weizenkleie 8,25 bis 8,50; Roggenkleie 8,25 bis 8,50 Mark. Tendenz: ruhig, Kleie fest.
Vermischtes.
Zehn Tote beim Einsturz eines Hafenpiers.
Der Pier der Wilson-Linie in Pennsrove (Veu- Iersey) U.S.A. ist eingestürzt. Dabei sollen mindestens zehn Personen ertrunken sein, oder töt* liche Verletzungen erlitten haben.
Mit dem Auto in eine Trinkhalle.
In Esscn-Karnap ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfalt. Ein Personenkraftwagen wollte einen aus der Richtung Horst kommenden Lieferwagen überholen, als dieser plötzlich in eine Querstraße abbog. Es erfolgte ein Zusammenstoß. Der Personenkraftwagen kam dadurch aus der Fahrtrichtung und durchfuhr eine Trinkhalle. Hierdurch wurde ein Straßenbahnkontrolleur, der sich in der Trinkhalle aufhielt, getötet. Der Führer des Personenkraftwagens wurde durch Glassplitter schwer verletzt.
Büchertisch.
— Hans Fülster, Kompendium des gesamten Rechts, Band 1, Bürgerliches Recht. I. Allgemeiner Teil. II. Recht der Schuldverhältnisse. I. und II. Preis 3,80 Mk.. 3.— Mark und 4,50 Mark. Emil Roth, Verlag G. m. b. H. Gießen (253). — Die gut eingeführten Kompendien von Fülster zeichnen sich durch übersichtliche Gliederung, klare Sprache, knappe und doch erschöpfende Darstellung aus. Sie berücksichtigen gleichmäßig die Bedürfnisse des Examens und der Praxis, so daß sie wohl mit Recht das ideale Vorbereitungsbuch für den jungen Iuristen genannt werden dürfen. Das hier im allgemeinen Gesagte trifft im besonderen auch für die soeben erschienenen Bände zu, die die beiden ersten Teile des BGB. behandeln. Es wäre zu wünschen, toänn das Werk bald abgeschlossen vorläge.
— „Europäische Gespräche" (Verlag Dr. Walther Rothschild, Berlin-Grunewald). — Der Abschluß der Lateran-Verträge hatte noch einmal das allgemeine Interesse auf den politischen Sachwalter der Kurie, den hochbetagten Staatssekretär Gasparri gelenkt. Die Geschichte seiner Amtsführung skizziert ein auf intimster Kenntnis der Vatikanischen Diplomatie fußender Aufsatz von Maximilian Claar, der in Gasparris Individualität die Vorzüge des großen Gelehrten mit den glänzendsten Gaben des Diplomaten aufs glücklichste vereinigt sieht. — Der Dokumententeil bringt den Bericht, mit dem b<Ä vom Dölker- bundrat zur Anpassung der Volkerbundsahung an den Kellogg-Pakt ernannte Iuristen-Ausschuß seine Vorschläge für die Abänderung der Satzung begründet hat.
Wirtschast.
Oie Landwirtschaft im Juni.
Der Amtliche Preußische Pressedienst entnimmt dem Bericht der Preußischen Landwirtschaftskammern folgende Aebersicht über die Lage der Landwirtschaft im Iuni 1930: Auch im letzten Derichtsmonat hat in weitem Ausmaße von Steuer st undungen Gebrauch gemacht werden müssen. Die Klagen über die Erhöhung der Kommunalzuschläge zur staatlichen Grundvermögenssteuer hielten an. Der Grundstücksverkehr war gering, lediglich die Zwangsversteigerungen haben zugenommen. Trotz Herabsetzung des Reichsbank- diskontes war von einer entsprechenden Erleichterung der Zinsenlast und der Kreditbeschaffungsmöglichkeiten wenig zu spüren. Vereinzelt konnte eine gewisse Entspannung auf dem Markt für kurzfristige Kredite bemerkt werden.
Die Verunkrautung der Felder ist in diesem Iahre besonders stark. Tierische und pflanzliche Schädlinge sind in ihrer Entwicklung durch das warme, trockene Wetter begünstigt worden und haben stellenweise erheblichen Schaden angerichtet. Der Saat en st and hat sich gegenüber den Vormonaten verschlechtert, ist aber im Durchschnitt als mittel, bei Winterw eigen, Winterroggen und Wintergerste noch als befriedigend zu bezeichnen. Teilweise ist Notreife und Lagerung des Getreides eingetreten. Auch die Hackfrüchte, insbesondere die Frühkartoffeln, haben durch die Trockenheit Schaden genommen. Die Rüben sind zum Teil schlecht aufgelaufen und wachsen schlecht weiter.
Die Heuernte hat sehr zeitig begonnen und ist wohl überall beendet; sie konnte gut eingebracht werden und ist nach Menge und Güte befriedigend, zum Teil sogar ausgezeichnet ausgefallen. Der bisher üppige Graswuchs auf Wiesen und Weiden ist infolge der Trockenheit jetzt ebenfalls zurückgeblieben.
An der unzureichenden Preisgestaltung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse hat sich nichts geändert. Der Tiefstand der Preise für Milch und Molkereierzeugnisse wirkt sich besonders für die bäuerliche Betriebsführung verhängnisvoll aus. — In der Pferdezucht ist eine stärkere Belebung eingetreten. Die stark rückgängige Preisbewegung für Milch und Molkereierzeugnisse, wirkte sich ungünstig auf die Entwicklung der Rindviehzucht aus. Viele bäuerliche Betriebe sind in starkem Maße zur Kälberzucht übergegangen. Der genossenschaftliche Eierab - s a tz entwickelte sich zufriedenstellend.
Lcnlung dcs Privatdiskontcs.
Berlin, 8. Iuli. (WTB.) Der Privatdiskont ist für beide Sichten um je Vs auf 33/s Prozent ermäßigt worden.
*
* Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924 26 100) stellt sich für die Woche vom 30. Iuni bis 5. Iuli 1930 auf 113,2 gegenüber 113,6 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 111,2 (111,4), in der Gruppe Verarbeitende Industrie auf 133,9 (134). Für den Durchschnitt des Monats Iuni 1930 ist der Index 116,4 gegen 121,7 im Durchschnitt Mai 1930 ermittelt, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie 114,5 (119,6), in der Gruppe Verarbeitende Industrie 105,8 (111,5) und in der Gruppe Handel und Verkehr 136,6 (141,1).
• 70 - Millionen - Anleihe für
Frankfurt a. M. In der letzten Sitzung des Frankfurter Stadtparlaments wurde überraschend schnell und ohne Diskussion einer Magistratsvorlage zugestimmt, demnächst zwei in- oder ausländische Anleihen in Hohe von insgesamt 70,6 Millionen Mark aufzunehmen. Der Betrag soll zur Deckung bereits genehmigter extraordinärer Aufwendungen für die Erweiterung und Terbesse- rung der Elektrizitäts-, Gas- und Wasserwerke, von Straßenbahn und Omnibus, sowie für die Beteiligung der Stadt an der Preuß. Clektrizi- täts-AG. dienen und vom Magistrat bei günstiger Lage des Kapitalmarktes demnächst ausgenommen werden. Der Beschluß der Stadtverordneten hat zur Zeit nur formellen Charakter, da überdies beim Abschluß der Anleihe der Aeltestenausfchuß gehört werden wird.
' Die Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage in Frankfurt. Einer Mitteilung der Magistratspressestelle über die Entwicklung der Wirlschafts- und Arbeitsmarktlage in Frankfurt a. M. ist zu entnehmen, daß die Arbeitslosigkeit im Frankfurter Wirtschaftsbezirk den Reichsdurchschnitt wesentlich überschreitet. Am l.Iuni waren in Frank urt a. M. 7.2 Prozent der Bevölkerung erwerbslos gegenüber 4,3 Prozent Erwerbslosen der Bevölkerung des ganzen Reiches. Hauptunterstützungs- empfänger der Arbeitslosenversicherung und der Krisenfürsorge waren in Frankfurt 3,9 Prozent der Bevölkerung gegen 3 Prozent im Reich. Die wirtschaftliche Depression, die in der letzten Zeit nur eine geringe saisonmäßige Entlastung des Arbeitsmarktes erfuhr, wird in absehbarer Zeit weitere Stillegungen von Frankfurter Betrieben nach sich ziehen. In der Zeit vom l.Mai 1929
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
■Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 0.5)., Lombardzinsfuß 5 v. H.
zranNurt a. Ul.
Berlin
«Schluß«
l»Ubr«
«Schluß«
ynfana»
lnrS
K r#
furd |
Kurs
Datum
8.7. |
9. 7.
8.7. |
9. 7.
b% Ziuiiaje ymajaaiueiiK von 1927 ......
7% Deutsche Reichsanleihe
87,75
-
88,9
-
von 1929 ......
Deutsche Ani.-Ablöf.-schuIb mt:
104
—
103.5
—
Ausloi. Rechten ...
59,95
_
60
60
DeSgl. ohne Anslof..Rechte . . k% Heii. Bolksstaat von 1929
8,5
—
8,65
8,7
irüdtablb. 102%).....
Lberheiien Provinz ■ Anleihe mt
96
—
95,75
—
Auslot. Rechten.....
Teutldtf Komm. Sammeiabi.
57
—
—
-
Anleihe Serie 1 . . .
58,25
—
58
_
<% Frantz. Hup. Bank Aoldvle XIII unfünfbar bk 1931 . .
.% Frankl. Hup-Bank öolbpfe
101,5
-
-
unkündbar bis 1932
Wt% Rbeinitche Hnp.Ban!
96,5
—
—
—
Liau. (Molbpfe.......
K% Pr. üanfejpfanfbriefanftalt
90
—
—
—
Pianvbricle R. 17 ...
•*% Pr yanDeirf.incbrielanftal'
101,5
—
101
—
ftomm.«Cb!, :'.L 20.....
7% Pr. Lande.p|anvbrie|anitalt
—
—
97,5
-
Pfandbriefe R. 10......
A.E.Ä abfl. Borlriegs-Lbligatio
96,25
-
96,25
-
nett rückzahlbar 1932
94
-
—
—
i% £e«em-id)t|d)e (»oiorente
26,65
26,9
1,20% £eftcneid)i|die Silbenenu
3
2?85
1% Lelterreichilche Einheitlich,
Rente
—
_
1,9 Z3.3 20,1
<% Unnarlfdie Oolbrentc . .
23
_
4% Unßariidie Staatsrente v. 1910
_
iy2% desgt. von 1913
—
—
70,5
4% Ungarische fitonenrente . .
1,75
1,9
l% Türkilcbe Zollanleihe von 1911
4% Türkische Bagdadbahn°AnI
5,2
5,025
.95
5,1
Serie 1
i,25
—
5,1
4% betifll. Serie II.......
5% Rumänische vereinh. Rente
5,25
—
5,1
5,1
von 1903 ....
—
—
9,6
l*/t% Rumänische vereinh. Rente
von 1913 ..... .....
16
16
4% Rumänische vereinh. Rente
'.65
7,725
7.6
7,7
Frankfurt a. M
Berlin
«Schiuß- lurd
1-Uhr. Kur-
(Schluß- lur-
Ansa. g- Kurs
Datum
8. ,.
9. 7.
8. 7.
9. 7.
vainourn- zinierita Palet .
1
96.5
97,13
97
97
ftamburn-Sübam. Damptichill
8
—
—
154
153
Hama Tampfidtlff ...
10
—
—
128.5
Norddeutscher Llohb ....
. 8
97,25
98
97,25
67,25
Allgemeine Deutsche Creditanst.
10
111
—
111.5
111,5
Barmer Bankverein .
10
121
121
121
121
Berliner Handelsgesellschaft .
12
156.5
—
156.25
156,25
Eommerz- und Privat-Bank .
11
138.5
138,5
138,5
138,5
Darmstädter und Naiioualbank
12
200.13
199
199.5
200
leutfdie Bank und
TiSconto-GeseUschast, . . .
10
130
—
130
130
Dresdner Bank......
10
130,5
130
130.5
130
Reichsbank . ......
12
255
254.5
256
A.E.G..........
. b
149,5
150
149,5
149,5
Bergmann........
. 9
—
—
178
—
Elektr. Lieferungsgelellschaft.
10
138,25
—
138,5
—
Lichl und Kraft......
10
143
143,5
143
143
Hellen & (Huilleaume . . .
7*4
107
106,5
107
106,5
Gesellschaft für Elektrifche
Unternehmungen ....
10
142
—
142,25
143,25
Hamburger Elektrizitäts-Werke
10
—
133,25
—
Rhetni,che Elektrizität . . .
9
142,25
—
142,75
142
2d)leH|rf)c Elektrizität. . . .
10
—
143
143
schildert & (So.......
11
—
—
165.65
166,5
Siemens & Halske.....
IG
207
208,75
206,75
207,5
Itanoraolo........
. 8
_
Lahmeyet L Co.......
10
160
—
160
—
Buoerus .....
. o
72
73
72
71,75
Deutsche Erdül......
. 6
—
—
84,65
85
Offener Steinkohle .....
. 8
—
—
126,13
-
Geilenkirchener......
. b
'24,5
125
124,75
125,25
Harpener.........
. 0
119
118,75
119,25
119,25
Hoefch Eilen........
c>/2
—
93,5
94,5
3i|e Bergbau.......
10
—
—
240
Klöcknerwerke.......
95
—
95
95
Köln Neueffen.......
. 7
—
91,25
91
Mannesmann Rühren . . .
e >
2,5
92
92,13
92,13
Mansselder Bergbau ....
65,25
65,5
Oberschlef. Eisenbedars . . .
. k>
—
—
55,5
Oberichlef. Kokswerke ....
*?
—
91,25
91,75
Phönix Bergbau ...
85,25
—
86,13
Rheinische Braunkohlen . .
10
219
—
219
220
Rheinstahl........
. 6
101
100,75
101
Riebeck Montau ......
7,2
—
;?ranffurt a. UI. |
Berlin
«Schluß-1
1-Uhr-
Schluß-,
Anfang«
lurS
Kurs
lurs ;
Kurs
Dalum
8. 7.
9. 7.
8. 7.
9. 7.
Bereimgie Stadlwerte .
84,75
— -
85,13
85,25
Olavi Minen.....
. 16'/.
—
—
42,75
43
Kaliwerke Afchertzleben .
. . 1«
198
199.25
198
200
Kaliwerke Westeregeln .
. . 10
203
204
204.5
205
Kaliwerke -alzdetiurth .
. . 15
354
—
354,25
358,5
,1. G. warben Industrie .
. . 12
156,9
158,5
157,5
158,25
Ttmamit Nobel ....
. . . 6
—-
—
—
—
Sdieibcanftalt.....
... 9
—
—
—
—
Goldfchmibt.....
. . . 5
58
—
57,75
58.5
RütgerSwerke.....
. . . 6
57
58
57,25
57,9
Metallgclellfchast. . . .
. . . 8
113
113
112,5
—
Philipp Holzmann . . .
. . . 7
84,5
—
84,5
_
Zementwerk Heidelberg
. . 10
109
109
—
—
Eemcntwerk Karlstadt. .
. . 10
—
—
—
—
Wann & fttentafi ...
. . , 8
76,5
—
75
—
Schultheis Payenhvser .
. . 15
—
-
281,5
2835,
Cftioerle.......
. . Vi
—
—
229,5
232,5
ölku........
. . 18
—
——
95
94
Bemberg.......
. . H
97
—
97
—
Zellstoff Waldhos . . .
. 13'/.
141,5
143.75
140,5
143
Zellstoff Afchassenburg .
. . 12
101,25
—
100,25
—
Elmrlottenburget Waller
... 8
—
—
99
100
Dessauer «Ma» .....
. . . 8
—
—
145
145,5
Daimler Motoren . . .
. . . 0
31,5
—
31
31,5
Deutsche Linoleum . .
197
—
195,5
197
. . . 0
—
—
45,5
—
Rat. Automobil ...
. . . 0
—
—
—
—
Örcnflcln & Koppel . .
... 6
—
—
65,75
66,25
Leonhard Tiey ....
. . 10
143,5
-
142.5
144,5
Svenska . . .
-
308
309
.frankfurter Mafchtnen .
... 4
22
—
22,25
—
(JJrittner .......
... 6
—
—
31
—
Henligenstaebt . . . .
. . . 0
—
—
—
—
Iunghans......
... 6
37,5
—
38
—
* Lednverke.......
... 8
94
—
—
—
Mainkraftwerkc Höchst a. M.. .8
80
—
—
—
Bitag .....
. . 10
100
—
99,25
99,5
Gebt. Roeder ...
. . 10
104
—
—
—
Botgt S Haefjner . . .
... 9
147,5
—
147,5
—
Süddeutsche Zucker . .
. . 10
156,25
—
156,5
-
Banknoten.
Berlin, 8. 5ul(
Gelb
Bries
Amertkanilche Noten......
4,172
4,192
Belgische Noten ......
58,56
58,80
Dänische Noten .......
111,98
112,42
Englische Noten ........
20,34
20,42
ß-ranjüfildie Noten .......
16,46
16,52
Holländische Noten .......
168,11
168,79
Italienische Noten........
21,99
22,07
Norwegische Noten.......
U1.93
112,42
Deutsch-Lesterreich, ä 100 Schilling
59,22
59,46
Rumänische Noten ......
2,47
2,49
Schwedische Noten .......
112,30
112,74
Schweizer Noten........
81,42
81,74
Spanische Noten........
48,50
49,70
T'chechojlowakische Noten. ....
12.438
12,498
Ungarische Noten ......
73,15
73,45
Demi« .imarfl Berlin — Jranffurl a Hl
8. Juli
9. Juli
Amtlich. (Selb
Notierung tfrlc
Amt! ehr (Selb
houcrum. Bru
AM'k.-Nott.
168,46
168,80
168,40
168,74
Bu it -AircS
1.502
1,506
1,504
1 508
Brss. Antw.
58.51
58,63
58.51
58,63
Christicmia -
112,19
112,41
112,19
112,41
Kovrnbag.'tt
112,24
112.46
112,21
112.43
Stockholm ■
112.56
112,78
112,52
1i2.74
Helimgfors.
10,543
10,563
10.539
10,559
Italien. . .
21,94
21,98
21.93
21,97
London. . .
20,376
20,418
20.376
20.416
Neunork . . Pori-3....
4,1885
4,1965
4.188
4,196
16,465
16,505
16,465
16,505
Schwei; . .
81,325
81.485
81,33
81.49
Spa t.-rr .
48,92
49,02
43.12
49.22
Japan - - -
2,071
2,075
2,061
2,075
•Kto de Jan Dien in D -
0,460
0,462
0.452
0.454
Ceft. Qbflcit
59,16
59,28
59,155
59,275
Prag . . .
12,429
12,449
12,429
12.449
Belirad . .
7,420
7 434
7,423
7,437
Budapest. .
73,33
73,47
73.33
73,47
Bulgarien
3,037
3,043
3.037
3,043
Lissabon
18,80
18,84
18,78
18,82
Danzig. . .
81,43
81,59
81,43
81.59
Konst iirin.
1,784
1,789
1,784
1,739
Alben. . .
5,43
5,44
5,43
5,44
Kanada
4.186
4,194
4,186
4.194
Uru uat) . .
3,566
3,574
3,566
3,574
Cairo • • .
20,89
20,93
20-89
20,93


