Einzelbild herunterladen

Seydisflor <r

leen-

6enf

Mi Paris & <

Nervenkranke

u.Nervös-Ergchöpfte. Spezlalknranstalt Hofheim im Tannna bei Frankf.a.M. Prospekte durch I Mal Gr. M. Scholze-Kahleyss, Nervenarzt I

bostzos,, Gesetz.

?

°d- In

hln mii ^.7- «Ine «ihr »Mr.

* Md L > * dos ®5*> S<lll 111 In rt'bQS Uuteih1» fa.m®ein.

1 Aö f* «litt L2*nl d«, !n. H(. ^°b|chiag.

6e, in beL y1*1

®'Ä S« finb S*7. ,en M '"'Mu»»«','. ble Zwrschnr sd

tr Veli.

jsSäfc»**

Mddeuis^"

"2 erMgea-

AW mW** ^Tüchtigen a

sArAo

on üj! (@eni;-nL Flug' rchoniker,

> tUk

* Finanz, labschitdei.

z ^.^aussckuß bttwt ben SjausSaff bkS:t*k-f ,7 5 026 242

rßSl-ljlerSitnb(r* »W über fein Nort "'gliedern wurde bi

vieler Äon» lchsverfahrcn be- "Zvurde jedoch mit- en_nrct>t bekamt geloor» bei großen Konkursver- le bei Genossenschaften, ivegen der vielfachen nicht möglich. - Die ius Sparruchichien ba8 inaniminiftetium M werben ia bereits in Personalunion der» arde ge^m die Antrag» chtpartei aboelehnt i-QHiniflcrium) mit n und 1242 Marl Sin» t. Abgelehnt werden ei, Aolksrechtpartei und iedene Stellen auf den n. Eine Anregung der Regierung möge bie Te­en Strafauffchubs m, wird der Regierung 'n. Das gleiche geschieht raten Anttag, die Er» bengelud)cnbci®e!b f oder fiaflftrafcn auf Wörben zu übertragen, e) weift an Einnahmen rt mehr als im DvrWeh, un MM Mit W den Einnahmen erscheinen lichtsvotlzieher mit santeif bei den Nota- ' 600000 Mark, wahrend ridjtsgebüßrcn un0 Millionen veronfchlagl fmo. srechtpartei, den Nota- ate» auf 800000 !Dlart )U nierunq als Menn über- ein Antrag der gleichen molare zu oerpslichten, m iii der Abgabe ihrer Em in JuftizminiSteriM einen ie als Einkommen wattfchastder Steuer- ÄS«L fenfeÄÄrt

-531'

httfsoereln bet beutfdjen Juden.

In Berlin fand unter Vorsitz von Dr. James Simon die 28. Jahresversammlung des Hilfsoer- eins der Deutfchen Juden statt, zu der sich zahlreiche Mitglieder eingefunden hatten. Dr. James Simon sprach über die wirtschaftliche und rechtliche Lage der Juden in Litauen, Polen und Rumänien und charakterisierte die Haltung der Regierungen dieser Länder gegenüber den Juden. Der Generalsekre» tär des Hilfsvereins, Dr. Mark W i f ch n i tz e r schil­derte die umfassende Auswandererfürsorge, das Hilfswerk für Studenten und für Waisen aus der Ukraine innerhalb Deutschlands, das Hilfs- und Kulturwerk für Rußland, Rumänien, Bessarabien, Litauen Die Ausgaben für Auswandererfürsorge betrugen 107 000 Mark. Der Redner wies auf die Reftriktionspolitik großer überseeischer Staaten gegenüber der Einwanderung aus den Ländern des Oskens hin, denen sich jetzt noch Südafrika hinzuge» feilt. Er stellt die schwerwiegenden Folgen dieser Ein­schränkung der Einwanderung dar und hebt im Hinblick darauf die Notwendigkeit und die Bedeu- lung des Hilfswerks für die tiefster Not preisge- gebenen Juden des Ostens in ihren Heimatländer., hervor. Darauf hielt Herr Dr. Ernst F e d e t einen Vortrag überPolitik und Humanität", in dem er u. a. die Frage erhebt, ob es nicht möglich sei, daß die Humanität nicht in Fehde mit der Politik als ihrer Widersacherin liegt, sondern ihr die Hand reicht zum gemeinsamen Werke, daß die beste Humanität sich zugleich als die beste Politik erweise. Es ist das Wesen, das auszeichnende Merkmal des Hilfs­vereins, daß er die Spannung zwischen Politik und Humanität ausgeglichen hat. Der Verein, der in den Jahren vor dem Kriege hunderttausende von Aus» Wanderern durch Deutschland geführt, der in Palä­stina den riesengroßen, vom Kindergarten bis zum Technikum reichenden pädagogiscl>en Organismus ge­soffen hat, hat damit nicht nur ein großes huma­nitäres Werk geleistet. So ist auch die Hilfsarbeit, die jetzt in den Ländern des Ostens vom Hilfsverein ausgeführt wird, wenn sie auch nicht politischen Mo­tiven entspringt, sondern den Motiven der Men- schenhilfe und der Menschenliebe, auch ein politisch eminent wichtiges und ein ebenso deutsches wie jüdisches Werk.

Aus der provinzialhauptsiadt.

Gießen, den 7. April 1930.

SurnlOO. Todestage des (Sroßherzogs Ludewigs I.

Am gestrigen 6. April 1930 waren hundert Jahre feit dem Tode des Großherzogs Ludewig 1. verflossen, der an dem nämltdxm Tage wie vierzig Jahre früher sein Vater, der zu Pirmasens residierende Landgraf Ludwig IX., starb und auf den Tag vierzig Jahre an der Spitze des Landes gestanden hatte, das unter seiner Regierung im Jahre 1806, erheblich ver­größert, von einer Landgrasschaft zu einem Groß- Herzogtum erhoben worden war. Durch schwere Zeiten hatte er das StaatSschiff zu steuern. In den ersten Jahren seiner Regierung verlor er seine linksrheinischen Vesihungen, die aus der Erbschaft seines Argroßvaters, des Grafen Rein­hard III. von Hanau-Lichtenberg, stammten. Die sich auf diesen Verlust gründenden Entschädi­gungsansprüche führten zu dem Erwerb des Herzogtums Westfalen, das im Jahre 1817 das Tauschobjekt für die heutige Provinz Rhein­hessen abgab. Rur widerstrebend und nur in­folge des Ausbleibens der preußischen Hilfe, auf die er gebaut hatte, trat er in letzter Stunde im Jahre 1806 dem Rheinbund bei, von dem er sich als letzter unter den deutschen Fürsten nach der Schlacht bei Leipzig lossagte. Unter seiner Regierung erhielt der hessische Staat, von dem Gebietsverlust im Jahre 1866 abgesehen, seine heutigen Grenzen. Ludewig 1. ist der Schöpfer des neuzeitlichen hessen-darmstädtischen Staats­wesens. &r gab ihm am 17. Dezember 1820 eine Verfassungsurlunde, die es in die Reihe der konstitutionellen Staaten erhob. Vesonders viel verdankt ihm die Landeshauptstadt Darmstadt: er ist der Schöpfer der Reustadt im Westen, er ist der Gründer des jetzigen Landestheaters, des Landesmuseunis, der Gemäldegalerie sowie der Landesbibliothek. Er war es auch, der. beraten von seinem Kabinettssekretär Schleiermacher, dem jungen Justus Liebig die Möglichkeit einer Ausbildung in Paris gewährte und ihn bann mit einundzwanzig Jahren an die Universität Gießen berief. Das ihm im Jahre 1844 in Darmstadt errichtete Landesdenkmal auf dem Luifenplatz, . der lange Ludewig", ein Wahr­zeichen der Stadt, ist ein sichtbares Zeichen der Verehrung, die er im Volke genoß, das während seiner Regierung von DernagogenverfolIungen verschont blieb. Er ist einer der bedeutendsten Fürsten, die sein Haus hervorgebracht hat. In einer der nächsten Rurnmern vonHeimat im Bild" werden wir sein Leben, und Wirken im Zusammeirhang schildern.

Provinzialausschuh-Sihung.

Arn vergangenen Samstag verhandelte der Pr 0 - vinzialausschutz der Provinz Ober- Hessen in öffentlicher Sitzung die Klage des H. W. Rinn in Gießen gegen die Stadt Gießen wegen Heranziehung zu den städtischen Straßenreinigungs­und Müllabfuhrgebühren für das HausAn der Johanneslirche 3. Der Vertreter des Klägers nahm nach Bekanntgabe des Tatbestandes bzgl. der Müll­abfuhrgebühren die Klage zurück. Bezüglich der Straßenreinigungskosten hielt er diese jedoch auf­recht und beantragte festzustellen, daß die Stadt Gie­ßen nicht berechtigt ist, den Kläger zur den Straßen­reinigungskosten heranzuziehen, da dessen Grund­stück (Wohnhaus) durch der Stadt ^gehöriges An­lagengelände von der Südanlage (Fahrstraße) ge­trennt sei, für die ctabt Gießen mithin die Ver­pflichtung bestehe, diese Kosten selbst zu tragen. Er stellte ferner auf Grund der Zeugenaussagen und eines bestandenen Vertrages nochmals ausdrücklich fest, daß das Grundstück des Klagers, welches an den Schoorgraben grenzt, wirtschaftlich zum Sel­tersweg gehöre und auch die Ausfahrt nach dem Seltersweg habe. Nach der Seite der Südanlage sei lediglich eine Gartentür von etwa 1,50 Meter Breite vorhanden, die als Ein- und Ausgang diene und durch die nicht einmal mit einem Handwagen hin­durchgefahren werden durfte.

Der Vertreter der Stadt Gießen beantragte Klage- abweisung mit der Begründung, daß trotz des zwi° ' schen dem Anwesen des Klägers und der Südanlage liegenden städtischen Anlagengebäudes auf Grund der einschlägigen Bestimmungen der Polizeiverord- nung und der Ortssatzung für die Stadt Gießen, der Kläger verpflichtet sei, zumal er auch für den Sel­tersweg zu Straßenreinigungskosten nicht heran- gezogen fei, die angeforderten Kosten zu zahlen. Der Hauptein- und Ausgang für den Kläger fei nach der

Turnen, Sport und Spiel

. V. endete mit einem 0:3-

F. V. Eine riesige lieber-

ger als 45 000 Zuschauern zum Austra mit einem glatten 5:2 (2:0)-Sieg f

Ausscheidungskampfe der Turnerfechter.

Für das Turnfest des Mittclrhcinkrcises.

Am 13. April werden in Bürgel die Altman- nenkämpfe in Florett und Degen der Gruppe II des Kreises IX (Mittelrhein) ausgetragen, die gleich- zeitig als Ausscheidungsspiele für die Kreismeister, schäften im Juni in Hanau gewertet werden. Zu dieser Veranstaltung, mit der gleichzeitig das 30jäh- rige Jubiläum der Fechtabteilung der T.G. Bürgel verbunden ist, haben bereits die Turnerfechter aus Frankfurt, Darmstadt, Offenbach und Hanau ihre Teilnahme zugesagt, so daß spannende Kämpfe zu erwarten sind.

Oie westdeutschen Endspiele.

Schalke schlägt Lutz 5 : 2.

Der we st deutsche Fußballmeister dürfte aller Voraussicht nach auch in diesem Jahre wieder

Schalke 04 heißen. Die schwerste Klippe, das Spiel gegen den Rheinbezirksmeister Köln-Sülz 07 hat der Titelverteidiger bereits hinter sich gebracht. Das Spiel zwischen Schalke 04 und Köln-Sülz 07 kam im Duiburger Stadion vor nicht weni- istrag. Es endete des Ruhrbezitks-

SV. Darmstadt 98 süd­deutscher HcmdbaUmetster.

Sp.-Vq. Türlh Sportverein Darmstadt 98 4:10 (3:6).

In Nürnberg standen sich am Sonntag im Endspiel um die süddeutsche Hand- ballmeister schäft der Herren der vor­jährige Meister, Spielvereinigung Fürth, und der Altmeister Sportv'erein 1 898 Darmstadt gegenüber. 3m Gegensatz zu den Erwartungen, die auf einen knappen Aus­gang schließen liefjen, kamen die Darmstädter mit 10:4 zu einem ganz überlegenen Siege. Fürth hatte einen sehr schlechten Tag und reichte nicht entfernt an die bisherigen Leistungen heran. Da­gegen war Darmstadt in einer ausfallend guten Schießlaune und beherrschte das Feld mit ge­ringen Ausnahmen souverän.

Bereits bald nach Beginn ging Darmstadt durch Feigk und Fuchs 2:0 in Fühung, bts Fürth durch Träg zu seinem ersten Gegen­treffer kam. Freund stellte dann das Ergebnis auf 3:1, aber Fürth zog bald durch Gebhardt gleich. Bis zur Pause sicherte sich aber dann Darmstadt durch Feigk, Fuchs und Henne- mann drei weitere Tore und erhöhte auch nach der Pause durch Fuchs auf 7:3. G 0 ldstein verbesserte auf 7:4. Dann mußte aber Fürth dem Endspurt der Darmstädter völlig freien Lauf lassen und durch Fuchs, Delp und Henne­rn an n fielen bis »um Schluß noch drei Tore, die den Schlußstand von 10:4 ergaben.

Sportverein Darmstadt hat damit zum fünften Male die süddeutsche Meisterschaft errungen und vertritt zusammen mit dem heute Besiegten den Süden in den Endspielen um die Deutsche Meister­schaft.

auch noch recht glücklich. Aber ihr Sieg bedeutet für sie die enbgültige Spitzenstellung in chrer Gruppe und die Teilnahmeberechtigung an dem demnächsti- gen Entscheidungsspiel mit dem Besten der Gruppe Nordwest. Das Karlsruher Ortstreffen zwischen Phönix und dem K. F. A°

Sieg des gastierenden K. , raschung gab es in Böckingen, wo Union mit dem Aufsehen erregenden 7:1 gegen Jahn R e - gensburg ihre ersten Punkte erzielen konnte. Bemerkenswert, daß im Tore der Regensburger der für internationale Verwendung in Aussicht genom­mene Torwächter Jakob stark versagte.

Meisters. Schalke hatte sich taktisch vollkommen um­gestellt. Statt des gewohnten engmaschigen Kombi- nations- und übertriebenen Jnnenspiels sah man weitmaschige Kombination und ein ausgeprägtes Flügelspiel. Bei Sülz fiel der Mittelläufer G a u - sep 0 hl aus und auch Swotosch, der nach sei­ner Verletzung erstmalig wieder spielte, kam nicht reckst zur Geltung, da sich der Wiener noch stark schonte.

Süddeutsche Fußballmeisterschaft

Der weitere Fortgang der Derbandsspiele im süd­deutschen Fußballverband hat in der

Runde der Meister

immer noch keine Klärung der Frage gebracht, wer nun eigentlich der zweite Vertreter des Verbandes in den bevorstehenden DFB.-Spielen sein wird. Bis jetzt ist bekanntlich nur die Frankfurter Ein- t r a o) t als erster Vertreter ermittelt, und der neue Süddeutsche Meister zeigte sich seiner Würde und Bürde gewachsen. Er erfocht in Worms, wo Mün­chen und Fürth glatt geschlagen wurden, einen knappen aber überzeugenden Sieg von 2:1 Toren über W 0 rmatia. Dagegen büßten die Spieler der Sp. Vgg. Fürth erheblich an Aussichten ein, da sie sich in München von Bayern, ihrem schärfsten Konkurrenten, mit 2:4 Toren schlagen lie­ßen. Andererseits erwies sich der F.C. Pirma­sens wieder einmal als unschlagbar auf eigenem Platze und sandte den F. C. Freiburg mit 5:1 Toren nach Hause. Dadurch bleibt Pirmasens nach wie vor aussichtsreicher Anwärter auf den 2. Tabellen­platz. Das an sich für den Tabellenftand bedeutungs­lose Treffen zwischen dem S.V. Waldhof und dem V. f. B. Stuttgart endete nicht ganz nach den Erwartungen mit einer 2:4-Niederlage der Waldhofer auf eigenem Platze.

In der

Runde der Zweiten und Dritten

hatte auch die Gruppe N 0 r d w e st ihre lieber- rafchungen und bleibt weiterhin auf der Suche nach ihrem endgültigen Gruppensieger. R 0 t w e i ß Frankfurt, der Tabellenletzte, siegte knapp und mit Glück über den seitherigen ersten Anwärter der Spitze^ Phönix Ludwigshafen. 1:0 endete das Treffen in Frankfurt. Gleichzeitig siegte der F. Sp. D. Frankfurt mit 3:0 Toren über den V. f. L. Neu-Isenburg. Somit find F. Sp. V. Frankfurt und Phönix Ludwigshafen wie­der punktgleich. Vor ihnen liegt jedoch mit zwei Punkten, allerdings auch mit einem Spiel mehr, der S.V. Wiesbaden, der auf eigenem Platze den F. V. Saarbrücken 2:0 besiegen konnte. Sportfreunde Saarbrücken und V. f. L. Neckarau trennten sich mit 3:1 für Saarbrücken.

In der Gruppe S ü d 0 st fiel in Nürnberg die Entscheidung zwischen dem l.F.C. Nürnberg und dem S. V. 1860 München. Die Nürnberger siegten nur ganz knapp mit 2:1 Toren, obendrein

Südanlage hin: das Anwesen gehöre somit wirt­schaftlich zur Südanlage.

Der Provinzialausschuß erkannte zu Recht, der Klage stattzugeben und den Bescheid des Oberbür­germeisters der Stadt Gießen vom 17. Juli 1929, soweit er sich auf die Straßenreinigungskosten be­zieht, aufzuheben.

Insoweit es sich um die Müllabfuhrgebühren han­delt, war die Klage durch Zurücknahme erledigt.

Die Kosten des Verfahrens einscyl. der Kosten der anwaltlichen Vertretung des Klägers wurden zu vier Fünfteln dem Beklagten und zu einem Fünftel d<m Kläger zur Last gelegt. Streitwert 90 Mark.

Als weitere Punkte wurden verhandelt 1. das Gesuch des Karl Dachmann in Friedberg um Erteilung eines Wandergewerbescheins: 2 die Klage des Bezirksfürsorgeverbandes der Stadt Worms gegen den Bezirksfür­sorgeverband des Kreises Gießen wegen Erstat­tung der Aufwendungen für Luise Kirch aus Ringelshausen: 3. die Klage des Bezirks für- sorgeverbandes Hildesheim-Stadt gegen des Bezirksfürsorgeverband Gießen-Stadt wegen Erstattung von Pflegekosten für das Kind Ruth H 0 l l e n b a ch.

Der Provinzialausschuß erkannte zu Recht zu 1. die Klage kostenpflichtig zurückzuweifen. Streitwert 500 Mk.: zu 2. Deweisbefchluß: Aus­setzung des Verfahrens: zu 3. die Klage als unbegründet zurückzuweisen imb die Kosten des Verfahrens dem Kläger zur Last zu legen.

Taten für Ticnstag,8. April.

Sonnenaufgang 5.22 Uhr, Sonnenuntergang 18.43 Uhr. Mondcmfgang 12.17 Uhr, Monduntergang 3.56 Uhr.

1835: der Staatsmann Wilhelm von Humboldt in Tegel bei Berlin gestorben: 1848: der italienische Komponist Gastano Donizetti in Bergamo gestorben.

Bornotizcn.

Tageskalender für Montag. Stabt« tbeater:Der Lügner und die Nonne", 20 bis 22.15 Uhr. Bibelforscher-Vereinigung: Lichtbildervor­führungSchöpfungsdrama", 20 Uhr, Cafe Leib. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Pariser Unterwelt" undWenn du noch eine Heimat hat".

Stadttheater Dießen. Man schreibt uns: Das heutige Curt-Göh-Gastspiel beginnt unr

20 Ahr. Als nächste Premiöre ist am Mitt­woch, dem 9. April.Louis Ferdinand, Prinz von Preußen", vorgesehen. Spielleitung Peter Fassott. Es ist das erstemal, daß in Gießen Fritz von Anruh zu Wort kommt. Die Titelrolle spielt Franz Arzdorf.

Kranke und Leidende" betitelt sich ein Vortrag, der am Dienstag, 8. d. M., 20 Ahr, im Kath. Vereinshaus stattfindet. Der Redner er­klärt die Wirkung des Wohlmuth-Heilverfah- rens, das seit über 30 Jahren erprobt und selbst bei schweren und schwierigsten Fällen von gün­stigen Resultaten begleitet ist. Interessenten fei der Besuch empfohlen. (Näheres in der heuti­gen Anzeige.)

* Besitzwechsel. Die Handels- und Ge­werbebank e. G. m. b. H. Gießen hat, wie wir hören, das ihrem Reubau in der Goethestraße gegenüberliegende schmale, an der Straßenfront gelegene Gartengrundstück von Herrn Juwelier Roll käuflich erworben. Die Bank will durch diesen Kauf verhüten, daß ihr in der verhält­nismäßig schmalen Goethestraße ein anderer Dau gegenübergestellt werden kann, der sowohl die Lichtverhältnisse als auch die architektonische Wir­kung des Dankgebäudes beeinträchtigen könnte.

** Personalie: Ernannt wurde am 12. März der Strafanstaltsoberwachtmeister bei dem Landeszuchthaus Manenschloh Josef F e h - renbach zum Strafanstaltsoberwachtmeister bei dem Amtsgerichtsgefängnis in Offenbach a. M.

" Fundsachen. Das Hess. Polizeiamt teilt mit: Das Verzeichnis über die im Monat März 1930 gefundenen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizei- amts, Landgras-Philipp-Platz 1. eingefehen wer­den. Die Empfangsberechtigten werden aufge­fordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb von zwei Monaten beim Fundbureau während der Dienststunden geltend zu machen.

* Jubiläum des Vereins Hunde­sport in Gießen. Man schreibt uns: Vor nun­mehr drei Jahrzehnten fanden sich in unserer Stadt tierliebende Männer zusammen, um dem damals in Deutschland noch in den Kinder­schuhen steckenden Hundesport auch hier das Feld zu bereiten. Sie gründeten den Verein Hunde­sport. Gießen, und vereinigten ihr Interesse

Frankreich schlägt Deutschland 31: 0.

Rugby-Ländenvettspiel in Berlin.

In Berlin standen sich am Sonntag vor etwa 6000 Zuschauern dieRugby-Ländermann- schaften von Deutschland und Frank­reich zum fünften Male gegenüber. Der Sieg der Franzosen fiel mit 31:0 noch höher aus, als man ohnedies erwartete und war selbst in dieser Höhe verdient. Frankreich stellte eine ganz ausgezeichnete Fünfzehn, die keinen einzigen schwachen Punkt aujwies, während bei Deutsch­land außer den beiden Süddeutschen B 0 tz 0 n g, Heidelberg, und BergI., Frankfurt, alle Spieler ausfielen. Die wenigen deutschen Angriffe wur­den von den Franzosen stets mit Leichtigkeit ab­gewehrt. Aeberragend bei Frankreich waren der Schlußmann Piguemal und Taillanton im Sturm. Das Treffen stand bereits nach einer Viertelstunde 11:0 für die Franzosen und wurde bis zur Pause auf 19:0 erhöht. Deutschland wehrte sich nach dem Wechsel zwar besser, kam aber trotzdem gegen die Franzosen, die durch drei Versuche und einen Straftritt ein Ergebnis von 31:0 erzielten, niemals zu Wort.

Süddeutsche Fußball-Meisterschast der Arbeitersportler.

In dem Endspiel um die süddeutsche Fuß - ballmeisterschaft des Arbeiter-Sport- f artells siegte Neu-Isenburg auf eigenem Platze mit 2:1 Toren gegen Böckingen. Bei Halb- zeit führte Bückingen mit 1:0. Etwa 1000 Zuschauer waren anwesend.

für edle Rassehunde zu gemeinsamer Arbeit. 3m Lause der Jahre ist die Deutsche Rassehunde­zucht zu beachtlicher Höhe gediehen. Die schweren Rückschläge, welche der Krieg auch sur he mit­brachte. konnte das Emporblühen wohl für einige Zeit zurückdämmen, aber niemals auf&altcn/ Heute stellen die im Deutschen Kartell für Hundewesen vereinigten Organisationen pud Hochzuchten einen beachtlichen Faktor im schastsleben und Rationalvermögen Deutschland- dar, so daß dieses neben dem als Hochburg der Rassezucht bekannten England mit Ehren bestehen kann. Der Verein Hundesport, Gießen, hat getreu den Traditionen der Gründer oft unter großen Opfern die Zucht edler Rassehunde gefördert und allen Belangen der Hundehal­tung seine Aufmerksamkeit angedeihen lassen. Er kann heute auf eine stattliche Anzahl von Mit­gliedern blicken, welche teils Liebhaber eines edlen, wohlerzogenen Haus- und BegleithundeS, teils Besitzer namhafter, über die Grenzen der engeren Heimat wohlbekannter Zwinger sind. Aus Anlaß des dreißigjährigen Be­stehens wird der Verein am 4. Mai d. 3. im Cafd Leib eine Werbeschau veranstalten, die auch dem Laien die Mannigfaltigkeit der Rassen vom kleinsten Schoßhund vis zum Riesen der Sippe in wohlgepflegten Exemplaren vor Augen führen wird. Die vorgeführten Hunde werden von bekannten Richtern begutachtet werden. Die Leitung der Veranstaltung liegt in Händen de- langjährigen Vorsitzenden August Schwan, Gießen.

Oberheffen.

£ Wies eck, 5. April. Wie in den letzten beiden Jahren, fo hatte auch diesmal die Obcrklafse unfercr Volksschule die Eltern, Lehrer und den Schulvor­stand zu einer Schulentlaffungsfeier ein« geladen. Rektor Petri begrüßt^ zunächst die zahl­reich erschienenen Freunde der Schule und betonte besonders, daß die diesjährige Oberklasse der zahlen- mäßig schwächste Kriegsjahrgang sei. In bunter Reihenfolge kamen Gedichte und Lieder zum Vor­trag. Bühnenstückchen, wovon besonders dasWan­dern von einst und jetzt" gefiel, wurden gespielt. Die Erlebnisse von der vorjährigen dreitägigen Wan­derung der Klasse waren in einer SzeneIm Vo­gelsberg" zusammengestellt und wurden sehr natür­lich wicdergegeben. Mundartdichtungen von F r 0 h - wein, Heß und Geibel wurden sehr gut vor- getragen, und so kann auch diese Schulentlassungs­eier sich würdig einfügen in diejenigen der Vor- ahre, trotzdem die Kinderzahl viel geringer war. Es dürste auch diese Feier wieder deutlich gezeigt haben, daß die Forderung berechtigt ist, unserer Schule den Abbau zu ersparen.

> Saubringen, 5. April. Da man bei den Bohrungen nach neuen Quellen an der Hainbach bei einer Tiefe von 19 Meter keine wasserführende Schicht angetroffen hat, ist das Bohren z. Zt. eingestellt worden. Man versucht nun durch Probcbohrungen mit einem kleinen Handbohrer eine geeignete Stelle Au finden. - - Seit 1. d. M. ist das Schul reinigen neu vergeben worden. Seither wurden 750 Mk. be­zahlt, da aber die Reinigungsarbeiten durch Anlegen der Dampfheizung im Schulhaus sich erheblich vermindert Haden, wurde dem billigsten Angebot des Herrn Fr. Rudolf von 450 Mk. der Zuschlag erteilt.

Oie Wetierlaqe.

Oworteniov O nenez. Q naro oedetKL ® wolkig. Bedeckt. Reger^

* Schnee oGraupeln, e Nebel K Gewit'er.^WindstilleO-> Mht leichte- Osi massige- sodsedwest q stürmische- nordWest feie Piene fliegen mit dem winde. Die bei den Stationen stenenoen Zah­len geben die Temperatur an. Pie Limen verbinden Orte ron gleiche» n,t MteresniveAu umaereebneten Luftdruck

Wettervoraussage.

Die über dem Nordseeküstengebiet lagernde Stö­rung füllt sich auf, so daß sie keine wesentlichen Angriffe mehr auf die Wetterlage Hervorrufen dürfte: vielmehr wird der ansteigende Luftdruck zu­nächst .zu aufheiterndem und vorwiegend trockenem Wetter führen. Die Besserung scheint aber nur für kurze Zeit zu sein, denn im Nordwesten rückt eine neue Störung vom atlantischen Ozean heran.

Wettervorhersage für Dientsag: Wolkiges, auch dunstiges Wetter mit Aus^ite- rung. Temperaturen wenig verändert, meist trocken.

Wettervorhersage für Mittwoch: Ausheiternd, bewölkt, wärmer.

5onntaa, d.6. flpril. 1930,8" mas

__lüJan Mayen.

AMAI hilft

K * schuß, Nerven» und Erkal«

Tmriiiftungsschmerzen. In Apo- TiAritcl, Spirit., v» Baff. thekm u. Drogerien erhält!.