Konfessionsschranken hinweg chre Kraft zur Gesundung Deutschlands zu vereinigen. Als junge politische Bewegung mit dem ausgesprochenen Willen, durchgreifende und grundlegende Reformen im Leben von Volk und Staat zu erkämpfen, erklärt die Volksnationale Reichsvereinigung ihre Bereitwilligkeit, unter ilcbcrtoinbung des Trennenden und Gegensätzlichen im Sinne Ihres Aufrufes. Herr Reichspräsident, für die Volksgemeinschaft wirken zu wollen. Durchdrungen von der Verantwortung gegenüber Volk und Staat beginnt die Volksnationale Reichsvereinigung ihre staatsbürgerliche Arbeit in Ihrem Bekenntnis, Herr Reichspräsident: „Wir müssen uns trotz und wegen der Not der Zeit a u f uns selbst besinnen und wieder eins werden in dem Gedanken: Deutschland über alles!" Im Auftrage des Reichsvertreter- toges: Arthur Mahraun,Reichsvorsitzender.
3um Tode der Königin von Schweden. Tic Ueberführunq über Swinemünde nach
Stockholm
Rom, 5. April. Alle Blätter veröffentlichen sehr herzliche Nachrufe für die hier verstorbene Königin von Schweden. Sie erinnern an ihren langen Aufenthalt in Italien, das sie immer sehr geliebt habe. Alle öffentlichen Gebäude haben Halbmast geflaggt. Ministerpräsident Mussolini. der heute nachmittag in der Villa Svezia
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vorsprach, um seiner Anteilnahme Ausdruck zu gebem widmete der Königin Viktoria vor Beginn der Kammersitzung einen kurzen Nachruf, währenddessen sich alle Anwesenden von ihren Sitzen erhoben. Es erfülle ihn mit Trauer, so erklärte Mussolini, der Kammer Mitteilung von dem Ableben der Königin von Schweden machen zu müssen. Die Königin sei eine aufrichtige Freundin Italiens gewesen, wo sie sich viele Iahre aufgehalten habe, um eine Linde- Äing ihres Leidens zu finden. König Gustaf, die Dingliche Familie und die befreundete schwedische Ration mögen in diesem Augenblick des tiefsten Beileids Italiens gewiß sein.
Am 9. April wird in der protestantischen Kirche ein Trauergottesdienst für die verstorbene Königin von Schweden abgehalten werden. Am gleichen Tage wird die Leiche der Königin in einem Sonderzuge aufgebahrt. Zwischen König Gustaf in Rom und dem Kronprinz- Regenten wurde telephonisch vereinbart, daß die sterblichen Aeberreste nach Swinemünde übergeführt werden sollen, wo ein schwedischer Panzerkreuzer den Sarg übernimmt und nach Stockholm weiterleitet. Die Bestattung wird nächsten Samstag in Stockholm stattfinden. Man erwartet, bah der Kronprinz- Regent mit dem Panzerkreuzer nach Swinemünde fährt, um die Königin auf ihrer letzten Fahrt. zu begleiten.
Stockholm steht ganz im Zeichen der Trauer. Bon allen öffentlichen und vielen privaten Gebäuden weht die Flagge auf Halbmast. Viele Geschäfte haben in den Schaufenstern das Bild der verstorbenen Königin mit Trauerflor und Blumenschmuck ausgestellt. Oft werden neben den schwedischen Farben auch die deutschen gezeigt, um die Achping vor dem Geburtslande der Königin Vik-- torin zum Ausdruck zu bringen. Im Stockholmer Schloß sind Listen ausgelegat, in die sich bereits j)unberte eingetragen haben, um dem König und der königlichen Familie das Beileid zu bekunden Bei der TrauerfeierinderSchloßkapelle waren neben der königlichen Familie auch das Diplomatische Korps und die Vertreter der Regierung und des Parlaments zugegen. Aus allen Teilen Schwedens und der ganzen Welt treffen fortwährend Bei- leidskundgebunaen ein. Die deutsche Sankt- Gertruds-Gemeinde in Stockholm veranstaltet am Donnerstag einen Gedächtnisgottesdienst, bei bim Hauptpastor Ohly die Gedenkrede hält. Königin Viktoria stand der deutschen Gemeinde sehr nahe, sie war Ehrenvorsitzende des deutschen Frauenvereins in Stockholm.
Oie Teilnahme in Deutschland.
Berlin, 5. April. (WTB.) Reichspräsident von Hindenburg hat dem König von Schweden anläßlich des Ablebens der Königin in herzlichen Worten telegraphisch seine Teilnahme ausgedrückt. Ferner hat Staatssekretär Dr. Meißner auf der schwedischen Gesandtschaft vorgesprochen, um dem Gesandten das Beileid des Herrn Reichspräsidenten zu übermitteln. Der Reichsminister des Auswärtigen Dr. Curtius hat in Begleitung des Chefs des Protokolls Graf Takten- bach den schwedischen Gesandten Gras a f Wirsön aufgesucht, um ihm die Anteilnahme der Reichsregierung auszu- fprcchen. Der Reichsminister des Auswärtigen hat ferner auch dem schwedischen Außenminister telegraphisch das Beileid der Reichsregierung übermittelt.
Namens der badischen Regierung hat Staatspräsident Dr. Schmitt an König Gustaf von Schweden nach Rom folgendes Telegramm abgesandt: Zum Ableben Ihrer Majestät der Königin spreche ich zugleich namens der Staatsregierung aufrichtige Teilnahme aus. Sie ba*.
Der transatlantische Lustverkehr.
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Dr. Eckener (links) bespricht mit dem Chef der amerikanischen Luftflotte Ernest Jahnke die Einzelheiten der Lustschifflinie Deutschland—Sevilla—0.8. deren Zustandekommen durch Vertrau zwischen Luftschiffbau Friedrichshafen und der amerikanischen Good Year Zeppeline Co. jetzt endgültig gesichert wurde.
Siehessischen Demokraten und derAnschluß
Das Ergebnis des außerordentlichen Parteitags.
Frankfurt a.M., 6. April. (WSN.) Die Deutsche Demokratische Partei Hessens hielt am Sonntag in Frankfurt a. M. einen außerordentlichen Parteitag ab. Als einziger Punkt stand auf der Tagesordnung ein Antrag des demokratischen Kreisvereins Friedberg „Anschluß Hessens an Preußen". Parteivorsitzender Schreiber, Vilbel (M. d. L.), betonte: Der Erweiterte Vorstand habe vor einiger Zeit einen Beschluß gefaßt, daß der Zeitpunkt des Anschlusses Hessens an Preußen zu früh sei und daß zunächst alle Mittel zur Sanierung der hessischen Finanzen erschöpft sein müßten: aber es wäre der feste Wille aller Demokraten, daß die Reichs- reform vorwärts getrieben werden und ihre Vollendung finden müsse.
Amtsgerichtsrat Thurn-Jriedberg begründete den Antrag des Kreisvereins Friedberg. Die heutige Staatsform unterbänden die freie und gesunde Entwicklung von Handel und Wirtschaft, Eisenbahn und Verkehr: neben einer Zentralregierung regierten noch 17 Länderregierungen und 17 Parlamente seien neben dem Reichstag befugt, Gesetze zu erlassen. Auch die Länderkonferenz, die zur Lösung des Problems zusammenberufen worden sei, habe versagt und werde auch in Zukunft zu keinem einigermaßen brauchbaren Vorschlag kommen können. Nachdem jetzt der letzte Weg, zum deutschen Einheitsstaat zu kommen, versperrt sei, gebe es für Hessen nur noch eine L ö - sung: den Anschluß an Preußen, zu dem auch das geographisch zerrissene Hessen wirtschaftlich gehöre. Der Anschluß an Preußen sei so gedacht, daß Hessen mit Hessen-Nassau zu ein er Rhein- Main-Prooinz vereinigt würde. Die kulturelle Eigenart Hessens könnte nach einem Anschluß trotzdem gewahrt werden: die befürchteten Nachteile für die Städte Darmstadt und Gießen könnten vermieden werden. Darmstadt mit seiner Technischen Hochschule könnte durch den Anschluß nur gewinnen, und auch die Gießener Universität könnte durch Spezialisierung auf zwei Fakultäten Vorteile haben. Die Simultanschule müßte Hessen erhalten bleiben; den Beamten müßten ihre bisherigen Bezüge weiterhin garantiert werden.
Abg. Leiber, Vorsitzender der Landtagssraktion
wandte sich in energischen Worten gegen den Antrag des Kreisvereins Friedberg und die Methode seiner Einbringung. Nachdem die Landtagsfraktion durch einen früheren Beschluß der Fraktion in der Frage des Einheitsstaates die Marschroute vorgeschrieben habe, sehe er heute in dem Antrag einen Mißtrauensantrag gegen die Fraktion. Ec werde, falls dieser Antrag Beschluß werden würde, die Konsequenzen ziehen müssen. Der Anschluß Hessens sei zwar ein Fortschritt auf dem Wege zum Einheitsstaat, habe aber die Folge, daß Hessen dann die Möglichkeit verliere, selbst noch etwas für den Einheitsstaat zu tun. Außerdem liege die Gefahr darin, daß der Antrag automatisch die hessische Koalition auflöse, da die Sozialdemokratie auf dem Standpunkt stehe, erst das Ergebnis der Länderkonferenz abwarten zu müssen.
Außerdem werde der Antrag, der zu einer denkbar ungünstigen Zeit eingebracht sei, im Landtag niemals eine Mehrheit finden. _ . «.r
Christ, Mainz, der den Antrag Friedberg unterstützte, vertrat den Standpunkt, daß Hessen
trotz feines „Sparprogramms" nicht weiterexistieren könne. Der Weg, über den Anschluß an Preußen zum Einheitsstaat zu kommen, sei der richtigere.
Dr. A n d r a e , Büdingen, unterstützte ebenfalls den Anschlußantrasi Hessen dürfe nicht warten, bis es Verhandlungsobjekt geworden sei, sondern müsse jetzt, als gleichwertiger Partner, die An- schluhverhandlungen beginnen.
Minister Korell
erklärte: Er für seine Person habe schon längst gewünscht, daß die ineinandergewachsenen Gebiete Hessen und Hessen-Nassau ein einheitliches Wirtschaftsgebiet wären. Wenn die Versammlung glaube, daß der Anschluß heute möglich wäre, solle sie einen solchen Beschluß fassen. Er glaube nicht, daß man über diesen Weg zum dezentralisierten Einheitsstaat komme: es ginge über seine Kraft hinaus, das große Ideal zu erfüllen und dabei die hessische Koalition zu sprengen. Er warne den Parteitag, die Fraktion zu binden.
Oberstaatsanwalt Mah, Darmstadt, sprach sich für den Anschluß an Preußen aus. Der Weg zum Einheitsstaat sei abgeschnitten, und der Anschluß an Preußen das Richtige. Eine Bindung dürfe für die Landtagsfraktion aber nicht eintreten.
Nach einer Pause ließ der Kreisverein Friedberg schließlich seinen Antrag fallen und erklärte sich mit einem
Kompromißvorschtag
auf einer gemäßigteren Grundlage einverstanden, den die Versammlung mit großer Mehrheit annahm. Er lautet:
„Die Demokratische Partei Hessens bekennt sich nach wie vor zur Idee des dezentralisierten Einheitsstaates und wird auch weiterhin jeden Schritt fördern, der geeignet ist, dieses Ziel zu verwirklichen. Sie muß jedoch mit Bedauern fest- stellen, daß die L a n d e r k o n f e r e n z zu einem brauchbarem Ergebnis nicht gelangt ist und der Weg der Ländervereinbarungen sich zur Schaffung des dezentralisierten Einheitsstaates als untaug- l i ch erwiesen hat.
Jetzt wäre es in erster Linie Sache der Reichsregierung, die Arbeit für den Einheitsstaat, sei es auf parlamentarischem Wege, sei es auf dem Wege der volksgesehgebung, in die Hand zu nehmen. Bietet auch dieser weg keine Aussicht auf Erfolg in absehbarer Zeit, so würde dann Hessen zur Verwirklichung der Einheitsidee die Staatsgemeinschaft mit Preußen erstreben müssen, zumal die Verhältnisse im Rhein- Main-Gebiet diesen Weg aus wirtschaftlichen Gründen vorzeichnen.
Die Partei erwartet dann von der demokratischen Landtagsfraktion des hessischen Landtages, daß sie zu gegebener Zeit im Landtag den Antrag einbringt, der die Regierung ersucht, zwecks herstellungeiuerStaatsgemeinfchaft mit Preußen Verhandlungen mit der preußischen Regierung aufzunehmen. Sie seht dabei voraus, daß ebenso aus grundsäh- lichen Erwägungen wie zum Schuhe unserer rhein- mainifchen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Belange bei einem Zusammenlegen Hessens mit dec Provinz Hessen-Nassau unter allen Umständen das erweiterte Selb st verwaltungsrecht gewährte! ft et wird."
dische Regierung und das ganze badische Volk betrauern den Heimgang Ihrer Majestät. Das Andenken an Königin Viktoria, Prinzessin von Baden, wird im Lande Baden allezeit ein gesegnetes bleiben, gez.: Dr. Schmitt, Staatspräsident.
Ein weiteres Beileidstelegramm hat der badische Staatspräsident an die ehemalige Großherzogin Hilda in Freiburg gerichtet.
Oie hessische Kirche zu den ReligionS- versolgungen in Rußland.
WSN. Darmstadt, 6. April. Das Hessische Landeskirchenamt hat in einem Runderlaß angeordnet, daß in den Gottes- diensten der Hessischen Landeskirche der deutschen und der gesamten christlichen Glaubensbrüder in Rußland fürbittend gedacht wird. Cs joll dies in Form eures Gebets ge
schehen, das folgendermaßen lautet: „Mit der ganzen Christenheit auf Erden erheben wir unsere Hände in Fürbitte und Gebet für unsere deutschen und christlichen Brüder in Rußland, die um ihres Christenglaubens willen verfolgt werden und schwere Drangsal und bitteres Leid tragen müssen."
Commodore Ruser f.
In Hamburg starb im Alter von 68 Jahren Commodore H a n s R u s e r. Er hat durch die weltbekannte S ü d p o l a r e x p e d i t i o n, die er als Kapitän des Expeditionsschiffes „Gaus" im Auftrage der Reichsregierung drei Iahre hindurch bis 1903 leitete, Weltruf erlangt. Im Dienste der Hapag führte Rufer u. a. die Schiffe „Imperator" und „V a t e r l an d". Mit dcc „Vaterland" wurde er bei Kriegsausbruch in den Vereinigten Staaten interniert.
Gandhi bricht das Salz« Monopolgesetz.
3atatpur, 6. April. (WTB. Funkfpruch.) Gandhi hat sich der Vertehung des Salz- monopolgefehes schuldig gemacht. Gemessenen Schrittes begab er sich nach Verrichtung feierlicher Gebete mit 48 Anhängern am Strande von Dan di zu einem Bade in die See. Eine große Menschenmenge gab ihm mit dem begeisterten Rufe „Mahatma Gandhikijai" das Geleit. Nach dem Bade schickten sich Gandhi und seine Genossen an, unter Zuwiderhandlung gegen das Gesetz das am Strandeliegende Salzzusammeln. 29 Freiwillige, die von Auresh Banerji geführt wurden, verletzten in dem Dorfe pichabani das Salzmonopol. Das hergestellte Salz wurde von Beamten und Polizisten beschlagnahmt und verdorben. Als die Freiwilligen die Herstellung von Salz wieder aufnahm^, schlugen die Beamten die Tongefäße, in denen das Seewasser gekocht wurde, in Stücke. Verhaftungen würben nicht vorgenommen. Geringe Mengen gesetzwidrig hergestellten reinen Salzes sind gestern in Kalkutta eingetroffen. Mengen, die für gewöhnlich eine Rupie kosten, wurden mit Phantasiepreisen bezahlt, die zwischen 5 und 25 Rupien schwankten.
Der Lustizetat vom Finanzausschuß verabschiedet.
Darmstadt, 5. April. Der Finanzausschuß des Hessischen Landtages beriet den Haushalt des Iustizministeriums. Die Gesamtausgaben betragen 11 382 954 Mark, die Einnahmen 5 026 242 Mark. Einleitend gab Iustizminister Kirnber - g e r einen kurzen Lieberblick über sein Ressort. Don einigen Ausschuhmitgliedern wurde die langsame Erledigung vieler Konkurs- und Vergleichsverfahren bemängelt. Don Regierungsseite wurde jedoch mitgeteilt, daß bisher Klagen ^nicht bekannt geworden seien; allerdings sei bei großen Konkursverfahren, wie beispielsweise bei Genossenschaften, eine rasche Beendigung wegen der vielfachen Prozesse und Prüfungen nicht möglich. — Die Dolkspartei beantragte, aus Sparrücksichten das Ministerium dem Finanzministerium a n z u g l i e d e r n. Zur Zeit werden ja bereits die beiden Ministerien in Personalunion verwaltet. Der Antrag wurde gegen die Antragsteller und die Dolksrechtpartei ab gelehnt.
Kapitel 100 (Justiz-Ministerium) mit 243 924 Mark Ausgaben und 1242 Mark Einnahmen wird genehmigt. A b g e l e h n t werden Anträge der Dolkspartei, Dolksrechtpartei und des Landbundes, verschiedene Stellen auf den Inhaber zu setzen. Eine Anregung der Dolksrechtpartei, die Regierung möge die Gewährung des bedingten Strafaufschubs den Gerichten übertragen, wird der Regierung als Material überwiesen. Das gleiche geschieht mit einem deutschnationalen Antrag, die Erledigung vonGnadengesuchenbei Geldstrafen bis zu 100 Mark oder Haftstrafen auf die Nachgeordneten Iustizbehörden zu übertragen.
Kapitel 101 (Gerichte) weist an Einnahmen 4,3 Millionen (475 000 Mark mehr als im Vorjahre), an Ausgaben 7,6 Millionen (769 239 Mark mehr als im Vorjahre) auf. Bei den Einnahmen erscheinen die Ablieferung der Gerichtsvollzieher mit 70000 Mark, der Staatsanteil bei den Nota- r i a t s g e b ü l) r e n mit 600 000 Mark, während aus den erhöhten Gerichtsgebühren und S t e m p e l f o ft e n 2,5 Millionen veranschlagt sind. Ein Antrag der Volksrechtpartei, den Nota- r i a 15 n n t e i l des Staates auf 800 000 Mark zu erhöhen, wird der Regierung als Material überwiesen. A b g e l e h n t wird ein Antrag der gleichen Partei, die Rechtsanwaltsnotare zu verpflichten, in jedem Jahre gleichzeitig mit der Abgabe ihrer Einkommensteuererklärung dem Justizministerium einen Betrag anzugeben, den sie als Einkommen aus jhrerRechtsanwaltschaft der Steuererklärung zugrundegelegt haben. Der Bauernbund beantragt, statt der vorgesehenen 10 Stellen 2 0 Stellen für Amtsgerichtsdirektoren, Oberamtsrichter und Amtsrichter bzw. Richter a u f d e n I n ° Haber zu setzen Dieser Antrag wird mit 9 gegen 3 Stimmen abgelehnt. Als Material wird ein deutschnationaler Antrag der Regierung überwiesen, wonach an Stelle der amtsrichterlichen Strafbefehle bei Uebertretungen in Zukunft polizeiliche Strafverfügungen einzuführen seien. Die Sozialdemokraten verlangten, sämtliche bet den Staatsanwaltschaften bestehenden Stellen für Kriminalbeamte auf den Inhaber zu setzen. Dieser Antrag wurde mit 7 gegen 5 Stimmen abgelehnt.
Aus aller Welt.
Minister Becker Professor an der Universität Berlin.
Wie der Amtliche Pceuh. Pressedienst mitteilt, hat der preuß. Kultusminister Grimme dem Dorschlage der philosophischen Fakultät entsprechend dem früheren Kultusminister Prof. Dr. Decker die ordentliche Professur für Islam- Wissenschaft an der Universität Berlin angeboten.
Geheimrat Stimming vorn Norddeutschen Lloyd Ehrendoktor von Erlangen.
Geheimrat I. C. Stimming, dem Vorsitzenden des Vorstandes des Norddeutschen Lloyds ist von der Universität Erlangen die Würde eines Dr. jur. h. c. verliehen worden. In der Begründung heißt es, daß dieser Titel einem Manne verliehen wude, der „unter die Klugen, Starken und Tüchtigen zu zählen ist, denen es durch die Tat gelang, an Stelle der uns durch den schändlichsten Frieden entrissenen Handelsflotte unter ilebertoin- bung vieler Schwierigkeiten und unter höchster Bewunderung des Auslandes eine neue zu schaffen, die der alten nicht nur gleich, sondern wesentlich überlegen ist und die durch die Wiederaufnahme der transatlantischen Linie mit Schiffen, die durch Größe und Schnelligkeit sich auszeichnen, das Ansehen des deutschen Volkes bei den anderen Nationen wiederherstellte."
postflugzeug Exoydon—Berlin abgestürzt.
Das Postflugzeug nach Deutschland, das Sonntag nacht 3.50 Uhr Croydon verlassen hotte, ist um 4.15 Uhr bei Broomlands Farm (Gemeinde Limps- fielb, Grafschaft Surrei)) abgestürzt. Der Flugzeugführer und der Mechaniker, die einzigen In, faßen der Maschine, such tot»


