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Stirnen, Sport und Spiel

SHAMPOON

30.4 p

^toVwt

Oberheffen.

Landkreis Gießen

auf die stille Sprache der Bäume und des Wassers und wartest im Bamberger Rosengärt- lcin inmitten der Nymphen und leise singenden Fontänen mit deiner Geliebten, bis cS Abend wird.

Fünftes ReichS-Tornier der Deutschen Akademiker In Salle a. d. S.

Aach dem bisher vorliegenden Aennungser- aebnis verspricht bas V. Aeichs-Turnier der Deutschen Akademiker in Halle das größte der bisherigen Reichs-Turniere dieser Art zu wer­den. Es meldeten bisher von Universitäten und Hochschulen: Heidelberg, Hannover. Bonn, Darm­stadt. Münster, Frankfurt a.M.. Halle a. d. <5., Berlin, Leipzig. Es liegen bisher über 300 Nennungen mit über 140 Reitern vor. Außer den Wanderpreisen des Ministers für Wissen­schaft, Kunst und Volksbildung, des Aeichsver- bandeS für Zucht und Prüfung Deutschen Warm- blubes, des Deutschen Zagd-AeiterbundeS, Ber­lin, des Aeichsbundes deutscher Reit- und Fahr­schulen, des Bundes deutscher Reit- und Fahr- institute, sind weiter zur Verfügung gestellt: ein Wanderpreis der Deutschen Sport-Zeitung St. Georg und ein zweiter Wanderehrenpreis des ReichsverbandeS für Zucht und Prüfung Deutschen Warmblutes. Außer diesen Wander­ehrenpreisen sind noch weit über 100 Preise und Ehrenpreise für das Turnier zur Verfügung ge­stellt worden.

Südwestdeutscher Turn-Verband.

Lahn-Dünsberg-Gau.

Kommenden Sonntag trägt der Lahn-Düns- bcrg-Gau feilte diesjährigen leichtathletischen Gau-Meisterschaften in Wißmar auS. 3n nach-

ihren Dienst hier antreten.

X!X AusdemVogelSberg, 3.Juli. Eben Ist die Ernte der Walderdbeeren in vollem Gange. Die Pflanzen hatten gut an- ^esetzt, aber die Trockenheit des verflossenen Monats hielt die Beeren klein. Trotzdem ist das Ergebnis zufriedenstellend. Besonders die zahl-' losen Arbeitslosen unserer Gegend widmen sich dem Geschäft des Deerensuchens. Die Himbeer­sträucher haben überreich geblüht, wenn die Trockenheit nicht weiter anhäll, steht eine unge­wöhnliche Ernte in Aussicht.

Kreis Alsfeld.

XIX Ruppertenrod. 3. Juli. Der dies­jährige Zugendtag unserer Schulkinder wurde in der Form eines fröhlichen Wettbewerbes aus­getragen. Viele hübsche Preise winkten den Ge­winnern. Es kamen fast 100 Preise zur Ver­teilung.

I. Lehrbach. 2. Juli. Der Zweigverein Homberg-Kirtorf der Gustav-Adolf- Stiftung hatte zu seiner Jahresfeier diesmal nach Lehrbach eingeladen. 3m Festgottes­dienst predigte Pfarrer 3 o b aus Rodheim (Taunus) über Matth. 10, 32. 3n eindringlichen Worten zeigte er, daß heute ebenso wie vor 400 3ahren in den Hrsprungszeiten der evangelischen Kirche Bekennertreue und Dekennermut un­entbehrlich sind. 3n der Liturgie des Gottes­dienstes waren zwei mehrstimmige Lieder der Schulkinder eingefügt. Nachdem die auswärtigen Gäste sich bei einheimischen Familien bei Kaffee und Kuchen erquickt hatten, wurde die Nach­feier an der schön gelegenen alten Burgruine im Oppermannschen Park mit einem Lied des Posaunenchors Rieder-Ofleiden eröffnet. Dieser noch junge Chor legte schöne Proben seines Könnens ab und verdient für seine uneigennützige Mitwirkung den besonderen Dank der Gemeinde. Pfarrer Eckhardt (Wahlen) gab, als Vor­sitzender und stellvertretender Schriftführer des Zweigvereins, in seiner einleitenden Ansprache u. a. auch einen kurzen Heberblick über die Liebestätigkeit in den Zweigvereinsgemeinden. 588,30 Mk. sind im 3ahre 1930 bei den Haus­sammlungen eingegangen, gegen das Vorjahr ^n kleiner Rückgang,' der durch die wirtschaftliche Notlage in unseren Landgemeinden mitbedingt ist. Als zweiter Redner erzählte nun Pfarrer 3oh. Schmidt aus Györköny (Ungarn) der lauschenden Menge vom rechten Drudersinn des Gustav-Adolf-Vereins und von der Auswande- I rung hessischer Familien nach Ungarn im 18.

3ahrhundert und von ihren Schicksalen. Der Männergesangverein Lehrbach unter Leitung von Lehrer Loos, sowie der Posaunenchor erfreuten die Feswersommlung noch mit einigen Liedern; dann schloß der Vorsitzende mit Dankesworten die gutbesuchte, wohlvorbereitete und harmonisch verlaufene Tagung. Sie wird sicherlich in unserer Gemeinde einen nachhaltigen Eindruck hinter­lassen. _________ 1

Spielplan der Frankfurter Theater.

Schauspielhaus. Sonntag. 6. 3uli. von | 20 bis nach 22.30 Uhr: Die Bekehrung des

Ferdys Pistora. Montag, 7.. von 20 bis gegen 22 Uhr: Die neue Sachlichkeit. Dienstag, 8., von 20 bis nach 22.30 Uhr: Wilhelm Dell. Mittwoch, 9., von 20 bis gegen 21.30 Uhr: Tartüff. Donnerstag, 10., von 20 bis gegen 22.30 Uhr: Hans im Schnakenloch. Freitag, 11., von 20 bis gegen 22.30 Uhr: Hans im Schnaken­loch. Samstag, 12., von 20 bis gegen 22.30 Uhr: Wiederaufnahme beantragt. Sonntag, 13., von 20 bis gegen 22.30 Uhr: Wiederaufnahme be­antragt. Montag, 14., von 20 bis nach 22.30 Uhr: Die Bekehrung des Ferdys Pistora.

Opernhaus. Freitag, 11.3uli, Samstag, 12., Sonntag, 13. und Montag, 14.3uli» von 20 Uhr: Das Frühlingsmädel.

stehenden Konkurrenzen werden Senioren und Jugend sich um die Meisterwürde streiten. Senio­ren: 100-, 200-, 400-, 800-, 1500- und 3000-Me- ter-Lauf, Hochsprung, Weitsprung, Stabhoch­sprung, Kugelstoßen 7,25 Kilogramm, Stein- stoßen, Speerwerfen, Diskuswerfen, und der 4 X 1000-Meter-Staffel (Wanderpreis).

Jugend.

100- und 1500-Meter-Lauf, Hochsprung, Weit­sprung, Kugelstoßen 5 Kilogramm, und Speer­werfen. . ,

Die Frauen-Meisterschaften fallen in diesem 3ahr infolge schlechter Beteiligung aus.

Meldung und Teilnehmerzahl sind wie bisher auch in diesem 3ahr wieder über Erwarten stark ausgefallen und sind in den einzelnen Wettbewerben sehr spannende Kämpfe und gute Leistungen zu erwarten. Sämtliche Läufe sind bis auf den 100- und 200-Meter-Lauf, in wel­chem ,Sch ie f er st e in, Launsbach, bzw. H e i h Rodheim, Meister werden sollte, als offen zu bezeichnen. Die stärkste Teilnehmerzahl weisen hier der 1500-Meter-Lauf mit 10 und der 3000- Meter-Lauf mit 9 Teilnehmern auf. Offen sind weiter Hoch- und Stabhochsprung, Speerwerfen, Diskuswerfen und die 4 X 100-Meter-Staffel, während im Weitsprung Sch ief e r st ein, Launsbach, wiederum die meisten Aussichten hat, werden Hofmann, Alten-Vuseck, und A g e l, Lollar, im Steinstoßen die ersten Plätze be­legen.

Reisebriefkasten.

A. in c. Ich suche für meine Familie eine Som- mersrische in waldreicher Gegend ab Ende Juli mit guter Badegelegenheit in waldreicher Gegend bei guter Verpflegung an nicht zu einsamem Platz in Mitteldeutschland: jedenfalls nicht in den weit ent­fernten Grenzgebieten. Wer Vorschläge aus eige­ner Erfahrung machen kann, wird um Einsendung an den Reisebriefkasten gebeten.

Wasserleitung umgebaut. Man kommt damit einem dringenden Bedürfnis nach. In den letzten 3ahren machte sich dauernd Wassermangel bemerkbar, unter dem die höhergelegenen Teile unseres Dorfes, namentlich die Beergartenstrahe, sehr litten. Man hofft dem Umbau noch weitere Quellen nutzbar machen zu können. Die Erd­arbeiten gestalten sich an manchen Stellen recht schwierig. Größere Sprengungen werden vorge­nommen. Wenn sich Wasser genug findet, wird das alte Bassin erweitert. Außerdem wird ein zweites Bassin auf dem etwa 15 Meter höher­gelegenen Warthügel erbaut, in das das Wasser aus dem alten durch Motorbetrieb gepumpt wird. Nur so ist es möglich, den notigen Druck zu bekommen. Auch der Friedhof erhält dann eine Zapfstelle. Bei den Ausschachtungsarbeiten fand man noch guterhaltene irdene Rohre, die von der ersten Leitung unseres Dorfes herrühren, welche kurz vor dem 3ahre 1700 gelegt wurde und vier stets laufende Brunnen versorgte. Die Kosten des Umbaues unserer Wasserleitung dürften sich auf etwa 25 000 Mk. belaufen. . Die Arbeiten werden ausgeführt durch den Unternehmer Röhe! aus Breungeshain. WeKß-sie beendet sind, wird ein längeres Stück Waldstrahe ge­baut. So ist noch für einige Zeit Arbeitsmöglich­keit vorhanden.

§ Hlrichstein, 1.3uli. Die Heuernte kann auch hier als beendet bezeichnet werden. Sie ist nach Menge wie nach Güte zur vollsten Zufriedenheit der Landwirte ausgefallen. Der lange ersehnte Regen, der vor allem der schon ftarE bedrohten Sommerfrucht not tat, ist in den letzten Tagen auch unserer Gegend beschert wor- | den. Zur Feier des Volkslieder tages trug der hiesige Männerchor mittags eine Anzahl Lieder vor. Der Gesangverein aus dem benachbarten Rebgeshain wirkte hierbei mit. Die unter Leitung von Wilh. Daupert II. (Ulrichstein), dem Dirigenten der beiden Ver­eine, fehr ausdrucksvoll zum Vortrag gebrachten Lieder machten tiefen Eindruck auf die Anwesen­den. Der Ortsgeistliche wies in einer kurzen Ansprache auf die Bedeutung des TageS hin und forderte zu eifrigerer Pflege des Gesanges, so- I wie zur aktiven Mitarbeit im Gesangverein auf.

Schulverwalter Wilh. Ludwig wurde nach 2^/zjähriger Wirksamkeit an der hiesigen Volks­schule nach Eichelsachsen bei Schotten versetzt. Die Stelle an unserer seit-kurzem nur noch zwei- llafsigen Schule soll wieder mit einer Lehrerin, Fr!. Euler, seither in Sprendlingen (Rheinh.), besetzt werden. Rach Ablauf der gegenwärtig noch andauernden Heuferien wird die neue Lehrerin

Wanderfahrten.

Nauheim Wölfersheim Echzell Salzhausen Nidda.

In Nauheim, unserem Ausgangspunkt, überschrei­ten wir den Bahnkörper, kommen durch eine junge Anlage, hieraus durch freies Gelände über Wissels- heim und Södel nach Wölfersheim. Bei genügender Beteiligung und vorheriger Annwldung ist die Be- sichtigung des interessanten Kraftwerks wohl gestattet. Der weitere Weg führt uns der Drahtseilbahn entlang durch die gesegneten Fluren der Wetterau und später aus der Römcrstraße nach Echzell mit seinem schiefen Kirchturm (gute Gasthäuser). Kurz hinter dem Ort beginnt mit einem hübschen Blick auf Bisses der landschaftlich schönere Teil der Wan- derung. Wir kommen alsbald in den Wald, wo wir auf rote Kreuze stoßen, die uns jetzt das Geleite geben. Das Zeichen führt uns an einem Weiher, dem Georgenfee, und an dem steil ansteigenden Wannkopf vorbei. Oberhalb von Geiß-Nidda treten wir aus dem Wald, wo sich uns ein herrlicher Blick auf die Höhen des Vogelsbergs bietet. Nachdem wir Geiß-Nidda durchschritten haben, ist alsbald Salz- hausen erreicht. Nach Besichtigung des idyllischen Kurortes wandern wir über einen aussichtsreichen Höhenrücken unserem Endziel Nidda zu. Wander­zeit 5 Stunden.

Ostheim Hubertus Bobenrob Cleeberg Butzbach.

Mit Sonntagskarte Butzbach fahren wir nach Ost­heim (Butzbach-Ostheim nachlösen), folgen von hier der erst im Vorjahr neu angelegten schwarzen Punkt- Markierung auf Feldwegen mit schönen Blicken über Münster, später durch Wald zum gastlichen Jagd­haus Hubertus. Von hier steigen wir eine kurze Strecke aufwärts, haben einen hübschen Blick auf die Gegend des Wintersteins und gelangen auf schöner Waldstrahe nach dem anmutig gelegenen Taunusdörfchen Bodenrod. Wir folgen nun grünen Strichen durch ein idyllisches Tälchen nach Weiper­felden. Hier treffen wir das von links kommende liegendeP", dem wir rechts hinauf zur Höhe nach­gehen. Auf hübfchen Waldvfaden gelangen wir zum Schornfeld mit prächtiger Fernsicht. Bald haben wir das reizvoll gelegene Cleeberg mit seiner stolzen Burg auf steilem Felsen erreicht (gute Gasthäuser). Nunmehr leiten uns schwarze Punkte auf schöner Waldstraße nm Forsthaus Butzbach (Einkehr) vor­bei nach unserem Endziel Butzbach. Am Waldrand bietet sich uns noch ein überraschender Blick auf Butzbach und einen Teil der Wetterau, sowie nach den Höhen des Dogelsberges. Wanderzeit 5% Stunden.

Neiseliteratur.

Deutscher Baderkalender. 10.Jahr­gang, Herausgegeben vom Allgemeinen Deutfihen Bäderverband e. V., Abt. A. Redigiert von Pros. Dr. Weihbein. 528 Seiten mit einer Übersichtskarte der beutfdjen Bäder und Luftkurorte. In Dermatoid ge- bunden. Bäder- und Verkehrs-Verlag G. m. b. H., Berlin SW 11. (260.) Die Neuausgabe desDeut­schen Bäderkalenders" hat in dem 10. Jahrgang 'wieder eine wesentliche Ergänzung und Umarbeitung erfahren. Der redaktionelle Teil unter der Schrift- leitung von Prof. Dr. Weihbein bringt eine alpha- - betische Zusammenstellung der deutschen Heilbäder, Luftkurorte, Ost- und Nordseebäder mit kurz ge­faßten Angaben über Kurzeit, Kurmittel und Heil- anjeigen. 3m Anschluß hieran folgt eine Anzahl wichtiger Beiträge aus dem Gebiete der Bäder, und Klimakunde, bearbeitet von anerkannten Fachleuten. Das KapitelDie deutschen Kurorte nach ihren Heil­anzeigen" ist von dem Generalsekretär der Balneo- logischen Gesellschaft, Dr. Max Hirsch, bearbeitet, lieberSport in den deutschen Kurorten" berichtet Hauptmann a. D. G. Schmidt. Ein Verzeichnis der Badeärzte, bearbeitet von Sanitätsrat Dr. Lach- mann, eine Zusammenstellung der Neueinrichtungen in den Bädern und Kurorten, und ein Verzeichnis der Kraftpostlinien im Gebiete der deutschen Bäder und Kurorte schließen sich an. Dem redaktionellen Teil folgen ausführliche illustrierte Beschreibungen der Bäder und Kurorte, ein Verzeichnis der Heil­anstalten in den Bädern und Kurorten. Und zum Schluß eine Zusammenstellung von Hotels in den Bädern und Kurorten. Eine mehrfarbige Bäder­karte ermöglicht eine schnelle Uebersicht über die ein­zelnen Eisenbahnverbindungen.

Der Verband Deutscher Rordseebäder e. V. hat nach längerer Pause in diesem 3ahre wieder einen allgemeinenFührer durch die deut­schen Rordseebäder" herausgegeben. Der Führer hat den Zweck, den Reisenden in kurzer Form über die Einrichtungen der einzelnen Bäder zu informieren, um auf diese Art die Auswahl des endgültigen Reisezieles zu erleich­tern. Der wertvolle 3nhalt des Führers in Verbindung mit der ansprechenden drucktechni­schen Aufmachung, ergänzt durch zahlreiche Ab­bildungen, wird dem reisenden Publikum will­kommen sein.

Das FahrplanheftAn die Nord- s e e", das sich bereits feit mehreren 3ahren großer Veliebtheit in den Kreisen des an die Rordsee fahrenden Publikums erfreut, ist vor kurzem wiederum vom Verband Deutscher Rord­seebäder e. V. in Verbindung mit der Reichs­bahndirektion Münster i. W. yerausgegeben wor­den. Das Heft enthält außer den wichtigsten Eisenbahnverbindungen mit den Rordseebädern auch die genauen Fahrpläne der Schiffsverbin­dungen zwischen den Festlandhäfen und den Rordseeinseln. Die Festsetzung der Reiseroute wird dadurch jedem Rordseebesucher außerordentlich erleichtert.

Hotels und Pensionen in Wien und Riederösterreich. 2. Auslage. 52 S. Herausgegeben von der Fremdenverkehrskommis­sion der Vundesländer Wien und Riederöster­reich. Wien VII, Messepalast. 1930.

-z. Grohen-Linden, 4. 3uli. Die aus- . giebtgen Rtederschläge nach der Heuernte haben den Grummetgrasansah In den Wiesen auf das günstigste gefördert, so daß auch für den zwei- : ten Grasschnitt reichliche Ertrage erwartet ; werden können. Auch für die Getreideernte sind in unserer Gemarkung die Aussichten als befriedigend zu bezeichnen. Abgesehen von um­fangreichen Lagerungen der Frucht, kann der Landwirt durchweg einen guten Halmbestand feststellen. Viel Arbeit bereiten gegenwärtig die Hackfrüchte durch ihre teilweise erhebliche Verunkrautung. Die bereits gesäuberten Kartoffeln wie auch die Futterpflanzen zeigen allgemein ein recht vorteilhaftes Aussehen. Durch die reich­lichen Erträge der Kleeäcker ist G runf utter laufend vorhanden.

OOKlein-Linden, 4. Juli. Aus der jüngsten Gemeinderatssitzung ist -u berichten: Vor Eintritt in die Tagesordnung werden von einigen Gemeinderatsmitgliedern Fragen an den Vorsitzenden, Bürgermeister 3 u n g , gerichtet über den Stand der Vorarbeiten für die zu er­bauende Wasserleitung. Bürgermeister Jung beantwortet die Fragen, die 'ich in der Hauptsache auf die Finanzierung der Wasser- leitung beziehen. Da die Geldbeschaffung zur Zeit besonders schwierig ist, und bestimmte Aus­sicht auf Zuschuß von Staatsgeldern nicht sicher steht so glauben einige Gemeinderatsmitglieder, daß 'die Gemeinde mit allem Rachdruck bemüht sein soll, bei der Verteilung der für diese Zwecke zur Verfügung stehenden Staatsgelder sich die nötigen Mittel zu sichern. Einmal konnten auf Monate hinaus Arbeitslose Arbeit und Ver­dienst finden, und dann ist es ein dringendes Bedürfnis unserer Zeit, daß die bald kata­strophal werdende Wassernot in unserer Ge­meinde von 2000 Seelen behoben wird. -Um hie Bautätigkeit in unserer Gemeinde zu heben, wurde folgender Beschluß gesaht: Woh­nungsbauten, die im Kalenderjahr 1930 begon­nen werden, bleiben für das zur Zeit der Fertig­stellung laufende und für die nachfolgenden fünf Jahre auf Antrag grundsteuerfrei, entsprechen­des gilt für den verhältnismäßigen Teil der Grundsteuer für solche Reubauten, die nur zum Teil für Wohnungszwecke dienen. Ein Bau gilt als begonnen, wenn mit der Ausführung der Maurerarbeiten an gefangen wurde. Das Bau­gelände soll nur so zur Steuer herangezogen werden wie seither, als es noch unbebaut war. Das Gesuch zweier Antragsteller, die Ge­meinde möge die Bürgschast für zwei Baudar­lehen von 3000 und 4500 Qltt. übernehmen, die die Hessische Landesbank in Darmstadt den Antrag­stellern zum Wohnungsbau überlassen hat, fand Genehmigung. Die Herstellung des Br an d- we g s und der Lahnstrahe soll im Hinblick auf die kommenden Wasserleitungsarbeiten vorerst nicht ausgeführt werden. Der in der Wetz­larer Straße befindliche offene Brunnen soll in seinem Mauerwerk über der Erde ausgebessert werden und eine einfache Heberdachung erhalten. Der Abschaffung eines alten und Anschaffung eines neuen Vogelsberger Du11en wurde zugestimmt. Eine Kommission, bestehend aus Bürgermeister 3 u n g , Gemeinderatsmitglied Langsdorf und Faselhalter Weigel, soll den Ankauf vornehmen. Der Verkauf des alten Bullen soll durch Ausschreibung erfolgen. Die Gemeinde übernimmt die Bürgschaft für em Dar­lehen von 4000 Mk., das der Kreis Gießen einem Bauinteressenten bis zur Eintragung der Hypo­thek geliehen hat. - Der Heimatvereini­gung Schiffenberg werden 10 Mk. als ein­malige Zuwendung aus Anlaß des 800jährigen Dchiffenberg-3ubiläums überwiesen.

* Watzenborn-Steinberg, 4.Juli. Der hiesige TurnvereinGut Heil" besuchte das Gauturnfest des GauesWetterau" in Ossenheim bei Friedberg. Es errangen in der Oberstufe Fünf­kampf Karl Weh rum den 8. Preis; in der- ; telstu e Zwölfkampf Ernst Schäfer den.3. Preis im Neun- und 5. Preis im Zwölfkampf. Mittelstufe Dierkampf: Heinrich Sommer 13. Preis, Otto Sommer II 14. Pr., Karl Fr. Jung 15. Pr., ' Otto Sommerl 18. Pr., Wilh. Sommer - 19. Pr. Unterstufe A Dierkampf: Otto Wehr u m ' 4. Pr., Heinr. Schmandt 7. Pr., Otto W e, ß ' 10. Pr., Karl Weiß lO.Preis. Unterstufe B Vier- kampf: Karl Schmandt 13. Preis.

d Hungen, 4.3ult An den diesjährigen Jugendwettkämpfen beteiligten sich etwa 100 Schüler der Volksschulen zu Hungen, Langs­dorf und Villingen, sowie der Höheren Bürger­schule zu Hungen. Die Leistungen waren hervor­ragend. Wenn der Schüler Heinz Hörning auS Hungen (Höh. Bürgersch.) einen Weitsprung von 5,30 Meter ausführte, so verdient eine Der­artige Leistung für einen 13jährigen Knaben wohl volle Anerkennung. Ebenso schöne Lerstun- gen vollbrachte die 11jährige Schülerin Luise Fay aus Langsdorf, die sämtliche Hebungen

mit Heberpunkten ausführte und den weitesten I Freiballweitwurf unter sämtlichen Mädchen für I sich buchen lassen konnte. Als erste Sieger gingen hervor: 1. Altersklasse, Knaben (Volksschule Hungen): Erich Eifer, 98 Punkte; (Höhere Bürgerschule Hungen): Heinz Hörning, 107 Punkte; (Volksschule Langsdorf): Ludw. Dörr. 84P.; (Volksschule Villingen): Fritz Ziegler, 89 Punkte. 1. Altersklasse, Mädchen, (Volksschule Hungen): Hilde Heine, 65 P.; (Höh. Burger- schule Hungen): Suse Schalter, 68 P.; (Volks- I schule Langsdorf): Minna Bück, 57 Punkte. Vorklaffe, Knaben, (Volksschule Hungen): H^nr. Schuld, 66P.; (Höh. Bürgersch Hungen): Her­mann Hörning, 66P.; (Volksschule Langs- Dorf): Karl Köhler, 62P.: (Volksschule Dil- lingen): Hugo Ka11.67 Punkte. Dorklasse, Mäd­chen, (Volksschule Hungen): Erna Eifer, 65P.; (Höh. Bürgersch Hungen): Hilde Schmidt, 59P.; (Volksschule Langsdorf): Luise Fay, 69 Punkte; (Volksschule DiNingen): Erna Diehl, 65 Punkte. Richt weniger als 86 Sieger dürfen eine Hrkunde des Reichspräsidenten, bzw. des Reichsausschusses für Leibesübungen erwarten.

d. Hungen, 4. Juli. Entsprechend behörd­licher Anordnung feierten die hiesigen Schulen, Denen sich auch Die Schulen von Langsdorf und Villingen angeschlossen hatten, am 1.3uli ihr diesjähriges 3 u g e n D f e ft, daS im Zeichen der Rheinlandbefreiung stand. Gleichzeitig hatte man mit Der Veranstaltung Die Re ichsj irgend - Wettkämpfe verbunden. Der Kinderfeftzug bot einen herrlichen Anblick. Als Festplatz hatte man Den Platz unter Den schattenspendenden Kaiserlichen" gewählt. Die Oberklasse fang unter Leitung Des Lehrers SchmiDt Das LiedEs klingt ein heller Klang". Studienassessor Christ, Der Leiter Der Höheren Bürgerschule, hiA die Ansprache, wies auf die Bedeutung der Rhein­landbefreiung hin und ermahnte Die KinDer zur Einigkeit. Hierauf wurde in das Deutschlandlied eingestimmt. Lehrerin Sturm, führte Darm mit Den größeren Schülern ein Theaterstück auf, Das reichen Beifall fanD. Lehrerin SteDel fang mit Den Schülern Der Höheren Bürgerschule einige ßicDer, Die ebenfalls beifällig auf genommen tour- Den. Bei Spiel und Wettkampf veraingen Die Stunden rasch; das Fest wird Den KinDern in angenehmer Erinnerung bleiben.

(=; Bettenhausen, 4.3ulL Vor unfe- rem Dorfausgang ereignete sich heute ein Aut o- Unfall. Gin von Villingen kommenDer Rad­fahrer wollte ein Lastauto überholen und fuhr so über Die Straße, Daß das Auto stark nach rechts biegen mußte, um ihn nicht zu überfahren. Dabei kam das Auto in Den Graben und einen Teil Der Böschung hinauf und stürzte um. Der Chauffeur wurde durch den Sturz bewußt­los Dr. S ch a ö t, Lieh, Der bald an der Hn- f all ft eile eintraf, stellte fest, daß keine inneren Verletzungen zu verzeichnen waren. Rach mehr­stündiger Arbeit konnte das Lastauto seinen Weg fortsehen. Der Sachschaden ist ziemlich bedeutend. Bei der heutigen zweiten Kirsche nver- fteigerung wurden mittlere Preise erzielt. Zum Verkauf kamen gute Glaskirschen, auch einige Weichkirschen. Der Behang war durch­weg gut. Der Zentner stellte sich im Durchschnitt etwa auf 810 Mk. am Daum.

Kreis Büdingen.

-r- Nidda, 4.3uli. Kenner und Freunde unserer heimischen Dogelwelt wollen beobachtet haben, daß Die Zahl Der Nachtigallen im Wachsen begriffen ist. Für diese Annahme spricht die Grscheinunng, daß in diesem Jahre im Nidda­tal zwischen Eichelsdorf und Nidda etwa vier Rachtigallenpärchen nisten. Seit 3ahrzehnten mied Der Vogel Diese Gegend. Rur in Der Hingebung von Salzhausen war er in manchen 3ahren anjutreffen. Seine jetzigen Riststätten sind un- weit Der Ridda. Die Nähe kleiner Wasserläufe scheint er besonDers zu bevorzugen.

?" Aus Dem RiDdatal, 4. Juli. Die (Baut ä ti g f e i t in unserem Tale hat in dieser Dausaison im Vergleich zu der Der Vorjahre kaum eine Abschwächung erfahren. In Eicheis- Dorf wirb jetzt das vierte Wohnhaus im Roh­bau begonnen. Ein weiteres soll noch vor Herbst aufgeführt werden. JnOber-Schmitten sind bereits zwe^ Häuser mit Drei Familienwohnun­gen soweit fertiggestellt. Weitere zwei Bau- vorhaben würben auf ein Jahr verschoben. Auch in Rainrob beginnt man jetzt ben Dau eines Einfamilienhauses. Reben biesen Reubauten wür­ben unb werben zahlreiche An- unb Hmbauten vorgenommen, so bah bie Dauhanbwerker gut beschäftigt sink). Die beiben Zimmerergeschäfte H I rieb unb H ßn-e r in H n te r- S chmi 11 en arbeiten mit voller Belegschaft, um ihren Ver­pflichtungen nachkommen zu können.

Kreis Schotten.

)( Ruppertsburg, 4. Juli. Die Ar­beitslosigkeit in unserem Dorfe war be» sonders im Vorsommer recht erheblich. Glück­licherweise haben unsere Arbeiter nun für einige Wochen Beschäftigung gefunben. Gemäß eines l Gemeinderatsbeschlusses wirb gegenwärtig unsere