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Nr. 150 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für ©berljeflcit)

Donnerstag, 5. Juni 1950

Oer Konkurs Heyligenstaedi.

Oas ganze Aktienkapital verloren.

3n der Konkurssache Hehligenftaedt & (So., Werkzeugmaschinenfabrik und Eifengie- ßerei zu Gießen, fand heute vormittag beim Amtsgericht Gießen der Prüfungsterrnin statt. 3n diesem Termin erstattete der Konkursverwal­ter, Bücherrevisor Hermann Will zu Gießen, über den Stand der Konkurssache Bericht.

Aus dem Prüfungsbericht ergibt sich, daß die Goldmark-Eröffnungsbilanz für den 1, 3onuar 1924 in Aktiva und Passiva auf 1 627 488,05 Mk. lautete, bei einem Aktienkapital von 1300 000 Mk. Die flüssigen Mittel wurden da­mals mit 41 628,50 Mk., die Fertigfabrikate und Mqterialien mit 395 369,55 Mk. ausgewiesen, die kurzfristigen Schulden auf 68 881,81 Mk. be­ziffert, mithin ein Lieberschub von 368 116,25 Mark errechnet. Trotz dieser annehmbaren Sum­men läßt die Goldmark-Eröffnungsbilanz erken­nen. dah die Anlagen des LInternehmenS über­wertet wurden und damit das Aktienkapital eine zu hohe Rorrnierung erfuhr. Die Bilanz für den al. Dezember 1924, die mit 1 958 417,13 Mk. ab- schloh, wies einen Lleberschuh von 326 767,07 Mk. auS. Die Liquidität gegen den 1.3anuar 1924 war also um 39 349,17 Mk. zurückgegangen. Zu berücksichtigen ist aber, dah die 3rnmobilien und die 3nventarien um insgesamt 81 808 Mk. ge­stiegen waren.

Aach der Bilanz vom 31. Dezember 1925 schließen die Aktiva und Passiva mit 2 097 291,98 Mark ab. Es wird ein Derlust in 1925 in Höhe von 111 434.83 Mk., ein Gewinn aus 1924 in Höhe von 32 958,83 Mk. ausgcwiesen. Die flüssi­gen Mittel sind mit 96 745,40 Mk., Halb- und Fertigsabrikatc, Materialien mit 618 772,58 Mk. verzeichnet, die kurzfristigen Schulden belaufen sich auf 528 685,74 Mk. Es ergibt sich demnach ein LIeberschust von 186 832,24 Mk. Die Liquidi­tät gegen 1924 ist zurückgegangen um weitere 141 934,83 Mk. Gestiegen sind die 3nventarien um 42 000 Wk.

Die Bilanz vom 31. Dezember 1926 schließt mit 2 104 512,16 Mark ab. Es wird ein Verlust in 1926 in Höhe von 205 821,19 Mark verzeichnet. Der Verlust des 3ahres 1925 ist beseitigt worden auS dem Aest der Aufwertungsruckstellung und auS der gesetzlichen Reserve. Flüssige Mittel stehen mit 88 170,24 Mark zur Verfügung, Halb- unb Fertigfabrikate, Materialien beziffern sich auf 578 722,73 Mark, die kurzfristigen Schulden belaufen sich auf 619181,92 Mark, mithin ver­bleibt ein Lieber schuß von 47 711,05 Mark. Die Liquidität gegen 1925 ist zurückgegangen um weitere 139121,19 Mark. Zugänge aus Irnrno- bilien sind nicht vorhanden, die Zugänge auf 3nventarien erreichen nicht die üblichen Ab­setzungen für Abnutzung.

3n der Bilanz vom 31. Dezember 1927 find als Abschluhziffer 2 271 562,35 Mk. zu lesen. Der Verlust aus 1926 wird mit 100 690,95 Mk., der Verlust in 1927 mit 139 326,79 Mk. ver­zeichnet. Die gesetzliche Reserve ist in voller Höhe zur Derlustdeckur.g aufgezehrt worden. Reserven find nicht mehr vorhanden. Flüssige Mittel sind mit 164 492,63 Mk, Halb- und Fertigfabrikate, Materialien mit 607 041,98 Mk., die kurzfristigen Schulden mit 888 927,08 Mk. verzeichnet. Es er­gibt sich somit ein Unterschuß von 117 392,47 Mk. Die Liquidität gegen 1926 ist zurückgegangen um weitere 165 103,52 Mk. Zugänge sind nur auf Inventarien vorhanden, die aber die üblichen Absetzungen um rund 6000 Mk. übersteigen. Aus­fallend ist, daß bereits Arnstellungsunkosten akti­viert werden.

Die Bilanz vorn 31. Dezember 1928 schließt mit 2 375 914,10 Mark ab. Aus 1927 wird ein Ver­lust von 240 017,74 Mark, in 1928 ein Derlust von 380 079,37 Mark verzeichnet. Flüssige Mittel stehen mit 325 891,03 Mark, Halb- und Fcrtig- fadrikate, Materialien mit 472 799,94 Mar! zur Verfügung. Kurzfristige Schulden find in Höhe von 738 278,76 Mark vorhanden. Es ergibt sich mithin ein Lleberschuß von 60 412,19 Mark. Die Liquidität gegen 1927 hat sich relativ verbessert, in Wirklichkeit jedoch wiederum um 193 019,72 Mark verschlechtert. Die relative Besserung er­gibt sich durch Aufnahme einer Hypothek von 250 000 Mark. Immobilien sind in erheblicher

Höhe veräußert worden, Zugänge sind nicht ge­wesen. Die Zugänge auf Inventarien ergeben sich durch Aktivierung von LlrnstellungSunkosten.

Die Bilanz vorn 31. Dezember 1929 schließt mit 1465 464,04 Mk. ab. Hier tritt zum erstcin- mal das ursprünglich auf 1 300 00Ö Mk. bezifferte Aktienkapital nur mit 325 000 Mk. in Erscheinung. Weiter ist eine Llmstellungsreserve von 150 511,27 Mark verzeichnet und ein Verlust in 1929 in Höhe von 70 902,57 Mk. ausgewiesen. Die flüssi­gen Mittel belaufen sich auf 222 561,42 Mk., Halb- und Fertigfabrikate, Materialien find mit 441 283,71 Mk. verzeichnet, die kurzfristigen Schul­den belaufen sich auf 810 654,74 Mk. Es ergibt sich somit ein Unterschuß von 146 809,61 Mk. Trotz der im Iahre 1929 vorgenommenen Sanie­rung reichen die flüssigen Mittel nicht aus, um die kurzfristigen Schulden zu decken. Der Verlust des Jahres 1929 ist größer als er bilanzmäßig ausgewiesen wird, weil auf Inventarien eine Umwertung stattgefunden hat.

Tie Liquidationsbilanz für 3. April 1930 dem Tage der Eröffnung des Konkursverfahrens, verzeichnet folgendes:

Aktiva: Immobilien, Einheitswert 408 000 Mark, Inventarien 123 272 Mk., Vorräte 297 300 Mark. Barmittel 1116,48 Mk., Effekten 907,40 Mt., Buchforderungen 132 900 Mk.

Passiva: Hypothekenschulden 192 000 Mk., Obligationsschuld 57 975 Mk., rückständige Zinsen 6696,75 Mk., Darlehensschuld 125 106,35 Mk., Bankschulden 262 441,59 Wk., Vuchschulden 248 496,89 Mk., rückständige Tantiemen 134 181,94 Mark, rückständige Steuern 79 318,27 Mk., rück­ständige Löhne, Gehälter. Derufsgenossenschaft, Krankenkasse. Reichsversicherung 139 506.65 Mk.. Kosten des Verfahrens 35 000 Mk., rückständige allgemeine Zinsen 6600 Mk.

Es ergibt sich hiernach ein Fehlbetrag von 324,029,76 Mark. Das Aktienkapital muh als gänzlich verloren betrachtet werden.

Der Einheitswert des Grundbesitzes be­trägt 406 000 Mark, der bilanziert ist. Da der Cinheitswert wesentlich unter dem gemeinen Wert liegt, wird bei einer nicht überstürzten Veräuße­rung ein Mindesterlös von 450 000 Mark zu er­warten fein.

Die Arbeitsmaschinen sind mit 111 421 Mark zum Altmaschinenwert aktiviert. Auch in diesem Falle dürfte bei ruhiger Liquidation und unter der Voraussetzung, daß die Arbeitsmaschi­nen vor ihrer Veräußerung im eigenen Betrieb nach und nach überholt werden, annähernd ein um 50 Prozent höher gelegener Wert zu er­zielen sein.

Vorräte sind, soweit es sich um Fertigfabrikate handelt. 25 Prozent unter dem Marktpreis, Halb­fabrikate und Rohmaterial mit 40 Prozent unter dem Tageswert aktiviert. Wird dem Unternehmen die nötige Ruhe gelassen zum Fertigmachen der Halbfabrikate, dann sind auch in diesem Fall annähernd 100 000 Mk. über den aktivierten Wert zu lösen. In den letzten beiden Monaten, die seit der Eröffnung des Konkurzverfahrens ver­flossen sind, war es möglich, für etwa 90 000 Wk. Fertigsabrikate herzustellen und abzustoßen, so daß der Stand des 3. April d. I. bereits ver­bessert worden ist.

Die weiteren Aktiven geben zu Bemerkungen vorläufig keinen Anlaß. Aus der nachstehenden Zusammenstellung, die von der reduzierten Aktiva ausgeht, komme ich zu folgendem Resultat:

Reduzierte Aktiva lt. Bilanz 963495,83 Mark. Von dieser Masse sind in voller Höhe abzudecken: Hypotheken 192 000 Mk., Obliga­tionsschulden 57 975 Mk.. Rückständige Zinsen zu 2. und 3. 6 898,75 Mk-, Darlehnsschulden 125106,35 Mk.. Bankschulden 262 441,59 Mk.. insgesamt 644 421,69 Mk.: verbleiben 319074,19 Mark.

An bevorrechtigten Forderungen sind vorhanden: Löhne, Gehälter, Derufsgenossen­schaft 139 506.85 Mk., Steuern 79 318,27 Mk.. Kosten des Derfahrens 35 000 Mk., Zinsen 6600

Mark, insgesamt 260 425,12 Mk., verbleiben 58 649.07 Wk.

Dazu kommen noch: Buchschulden: AuSgeson- dert 8000 Mk.. Provisionen 12 000 Mk. (insgesamt 20 000 Mk.). Sonstige Buchschulden 228 496.89 Mark, Tantiemen 134 181,94 Mk. Don den Tantiemen werden restlos bestritten 77 004,50 Mark.

Mithin insgesamt u ng eb ed t 247 025,26 Mk.

Wenn unterstellt wird, dah der Immobilien­besitz im ungünstigsten Falle nur zu dem akti­vierten Preis zu veräußern ist, dann würde sich nach vorstehenden Ausführungen ein Mehr nur ergeben auf Dorräte mit 100 000 Mk., auf Werk­maschinen mit 50 000 Mk. Zusammen 150 000 Mark, so daß

selbst im ungünstigsten Fall für die nichtge­sicherten Gläubiger eine Quote von 40 Prozent ausgeschüttet

werden könnte. Es besteht aber die begründete Hoffnung, das Konkursverfahren durch einen Zwangsvergleich zu beenden und das Werk zu erhalten. Räheres darüber zu sagen ist heute unmöglich. Iedenfalls wird kein Versuch unterlassen, der Aussicht hat. dies Ziel im Interesse des Werkes und mit ihm seiner Angestellten und Arbeiterschaft zu erreichen.

Wirtschaft.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M. 5. Iuni. Tendenz: ruhig. Die Börse lag stimmungsgemäh im An­schluß an die etwas gebesserte gestrige Abend­börse freundlich. Das Geschäft nahm aber trotzdem einen ziemlich schleppenden Verlaus, obwohl heute eher günstigere Rach­richten Vorlagen. Vor allem fanden die zum Teil gebesserten Auslandbörsen Beachtung. Aber auch die innerpolitische Lage wurde nicht mehr so pessimistisch beurteilt. Auch die geplante Divi­dendeerhöhung bei Kali-Chemie und die gün­stigen Geldmarktverhältnisse waren Momente, die Anklang sanden. Demgegenüber stand wieder die anhaltende Orderlosigkeit, so dah die Kulisse keinen Mut zeigte, irgendwelche Deckun­gen vorzunehmen. Die bevorstehenden Pfingst- feiertage waren ebenfalls geeignet, das Geschäft einzudämmen. Erstnotizen kamen nur wenig zu­stande, doch lagen die Kurse gegenüber der gestrigen Abendbörse zumeist etwas höher. Rur für einige Spezialwerte machte sich vorübergehend einige Rachfrage geltend. Am Chemiemarkt konnten I.-G.-Farben in Nach­wirkung des Berichtes von der gestrigen General­versammlung, der allgemein Anklang fand, ein Prozent anziehen. Holzverkohlung lagen vernach­lässigt und leicht gedrückt: der gestern bekannt­gewordene Geschäftsbericht war nicht gerade gün­stig. Dagegen konnten Rütgerswerke einiges In­teresse auf sich lenken. Am Elektromarkt kam nur in AEG. eine Erstnotiz zustande. Auch der Wontanmarlt lag still, die Kurse waren aber überwiegend leicht erhöht. Am Elektromarkt lagen einige Werte angeboten und bis ein Prozent abgeschwächt. Danken hatten ebenfalls nur mä­ßige Umsätze. Rur Commerzbank zogen plus 1,5 Prozent etwas an und traten hervor. Don Der- kehrswerten waren AG. für "Verkehrswesen etwas gefragt und 1 Prozent fester. Süddeutsche Zucker eröffneten geringfügig abgeschwächt. Im Verlause stagnierte das Geschäft fast voll- ko m m en. Die Tendenz war unverändert freund­lich Einzelne Spezialwerte konnten bei einiger Rachfrage weiter um Bruchteile eines Prozentes anziehen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 2,5 Prozent sehr leicht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1915; gegen Pfund 20,3640; London gegen Kabel 4,8582; gegen Paris 123,91; gegen Mailand 92,76; gegen Madrid 20,10; gegen Schweiz 25,0975; gegen Holland 12.0825.

Berliner Börse.

Berlin, 5.Iuni. Schon gestern abend in Frankfurt war in Reaktion auf die starken Ab­schwächungen der Mittagsbörse eine Tendenz­verbesserung festzustellen, die heute, den Erwartungen des Dormittagsverkehrs entspre­chend. weitere Fortschritte machen konnte. Der Geschäftsbericht der I. -G. - Far­ben, der gestern keine Beachtung gefunden hatte, kam heute zu seinem Recht. Reue Zinsermäßi- gungen bei der Seehandlung lenkten die Be­

trachtungen der Börse auf den leichtenDeld- markt, Dividendenerhöhungen bei verschiedenen Gesellschaften (I. Pintfch. Kali Chemie) regten an, und die festeren Auslandbörsen veranlaßten die Svekulation zu Deckungen. Auch die inner- politische Lage fand eine etwa- günstigere Be­urteilung; besonders die Aussichten auf eine Arbeitsgemeinschaft und die vorbereitenden Schritte zwischen den Arbeitgeber- und Arbeit- nehmer-Derbänden zur Bekämpfung der schlech­ten Arbeitsmarktlage. Auch die Emission der Voung-Anleihe scheint nunmehr gesichert zu sein, unb die letzten Meinungsverschiedenheiten dürften in der heutigen Besprechung beseitigt werden. Die ersten Rotierungen geigten gegen die gestrigen Mittagsschlußkurse auf fast allen Markt­gebieten ein- b i s dreiprozentige Kurserholungen. Mehr erholen konnten sich Werte wie Kali Aschersleben, Westeregeln, Polyphon (nach Berücksichtigung deS Dividende­abschlags) und Stolberger Zink, die bis zu 4,75 Prozent gewinnen konnten. Akkumulatoren, die gestern trotz der allgemeinen Schwäche durch Festigkeit auffielen, konnten weitere 7.75 Pro­zent anziehen. Außer Polyphon notierten heute Mannesmann. Orenstein und Stöhr exklusive Dividende. Bemerkenswert schwach lagen Me­tallgesellschaft minus 1 Prozent, Berger minus 1,75 Prozent, Hoesch minus 1,90 und Olavi- Minen minus 1 Mk. Bei letzteren enttäuschte, dah nur eine unveränderte Dividende auf der gestrigen Aufsichtsratssitzung vorgeschlagen wurde. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer wenig verändert. Der Pfandbriefmarkt war ruhig. Am Geldmarkt setzte sich die Erleichterung für Tages­geld mit 3,75 bis 6.75 Prozent fort; die übrigen Sätze blieben unverändert. Im Verlaufe waren nur geringe Kursveränderungcn festzustellen. Die Grundstimmung blieb freundlich GtwaS mehr Geschäft war nur in einigen Spezialwerten fest­zustellen. Sv holten Spritwerte. Kaliaktien, Siemens. Reichsbahnvorzugsaktien und Berger ihren Anfangsverlust wieder ein.

Frankfurter Lchlachtviehrnarkt.

Frankfurt a. M., 5. Iuni. Auftrieb: 8 Rinder. 329 Kälber. 44 Schafe, 356 Schweine. Es wurden notiert: Kälber beste Mast- und Saugkälber 75 bis 78 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 68 bis 74. geringe Kälber 60 bis 67 Mk. Marktverlauf: Bei allen Vieh­gattungen rege, ausverkauft. Schweine wurden heute von der Marktkvmmisfion nicht notiert

'Der Aktienindex vom 2 6. 3 1. Mai. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Ak- tienindex (1924/26 100) stellt sich für die Woche vom 26. bis 31. Mai auf 121,8 gegenüber 122.3 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Berg­bau und Schwerindustrie auf 119,6 (120,3), Gruppe verarbeitende Industrie auf 111,6 (112,2) und Gruppe Handel und Verkehr auf 141.1 (141,5).

* Der Saaten st and in Preußen 21 n - fang Juni. Die «tatistifche Korrespondenz berich­tet üoer den Saatenstand in Preußen Anfang Juni, daß Winterweizen, Winterroggen, Wintergerste und (9cmenge den Stand des Borjahres haben behaup­ten können. Infolge der heftigen Gewitterregen bat sich der Winterraggen auf den guten Böden der mittleren und westlichen Provinzen ebenso wie die Wintergerste östlich der Elbe teilweise erheblich ge­lagert. Das Sommergetreide steht überall besser als zur gleichen Vorjahreszeit; ebenso werden die ßül- senfrüchte aller Art besser beurteilt, als zu Anfang Juni 1929. Die Bestellung der Zucker- und Futter­rüben ist meist im ersten Drittel des Monats zu Ende geführt. Das Auflaufen der Rüben befriedigt durchweg. Die Oelfrüchte haben in der Regel ab» geblüht. Die Frühkartoffeln stehen durchweg gleich­mäßig, die späteren Kartoffeln sind infolge der fal­ten Witterung im Wachstum zurückgeblieben. Das gute Wachstum des Grünlandes verspricht eine frühe Heuernte.

' Cornelius Heyl, QL-®., WvrmS. Die Lederfabrik erzielte 1928/29 einen Reingewinn von 245 476 (207 000) Mark, der vorgetragen werden soll. Die Generalversammlung findet am 3. Iuli statt. (Im Vorjahre erhielten die Vor­zugsaktien 6 Prozent Dividende, während die Stammaktien ohne Dividende blieben.)

* Otavi Minen und Eisenbahn-Ge­sellschaft, Berlin. Die Gesellschaft bean­tragt, wie im Vorjahre, eine Dividende von 16,66 Proz. brutto, d. h. nach Abzug der Kapital-

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

O,e hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4,5 o. H., Lombardzinsfuß 5,5 v. H.

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7% Deutsche StWanlefce von 1929 ..........

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Desgl. ohne Butloj.-Reckle . .

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4% Türkische Zollanleibe von 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie I...........

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6% Rumänische vereint,. Rente

von 1903 ..........

Rumänische bereinh. Rente von 1913 .........

4% Rumänische bereinh. Rente

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Berlin

Banknoten.

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Tanüche Noten . . . cbngüche Noten .... yranzofische Noten ... Holländische Noten . . . Italienische Noten....

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Rorwkaiicbe Noten . . .

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