Nr. 150 Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für ©berljeflcit)
Donnerstag, 5. Juni 1950
Oer Konkurs Heyligenstaedi.
Oas ganze Aktienkapital verloren.
3n der Konkurssache Hehligenftaedt & (So., Werkzeugmaschinenfabrik und Eifengie- ßerei zu Gießen, fand heute vormittag beim Amtsgericht Gießen der Prüfungsterrnin statt. 3n diesem Termin erstattete der Konkursverwalter, Bücherrevisor Hermann Will zu Gießen, über den Stand der Konkurssache Bericht.
Aus dem Prüfungsbericht ergibt sich, daß die Goldmark-Eröffnungsbilanz für den 1, 3onuar 1924 in Aktiva und Passiva auf 1 627 488,05 Mk. lautete, bei einem Aktienkapital von 1300 000 Mk. Die flüssigen Mittel wurden damals mit 41 628,50 Mk., die Fertigfabrikate und Mqterialien mit 395 369,55 Mk. ausgewiesen, die kurzfristigen Schulden auf 68 881,81 Mk. beziffert, mithin ein Lieberschub von 368 116,25 Mark errechnet. Trotz dieser annehmbaren Summen läßt die Goldmark-Eröffnungsbilanz erkennen. dah die Anlagen des LInternehmenS überwertet wurden und damit das Aktienkapital eine zu hohe Rorrnierung erfuhr. Die Bilanz für den al. Dezember 1924, die mit 1 958 417,13 Mk. ab- schloh, wies einen Lleberschuh von 326 767,07 Mk. auS. Die Liquidität gegen den 1.3anuar 1924 war also um 39 349,17 Mk. zurückgegangen. Zu berücksichtigen ist aber, dah die 3rnmobilien und die 3nventarien um insgesamt 81 808 Mk. gestiegen waren.
Aach der Bilanz vom 31. Dezember 1925 schließen die Aktiva und Passiva mit 2 097 291,98 Mark ab. Es wird ein Derlust in 1925 in Höhe von 111 434.83 Mk., ein Gewinn aus 1924 in Höhe von 32 958,83 Mk. ausgcwiesen. Die flüssigen Mittel sind mit 96 745,40 Mk., Halb- und Fertigsabrikatc, Materialien mit 618 772,58 Mk. verzeichnet, die kurzfristigen Schulden belaufen sich auf 528 685,74 Mk. Es ergibt sich demnach ein LIeberschust von 186 832,24 Mk. Die Liquidität gegen 1924 ist zurückgegangen um weitere 141 934,83 Mk. Gestiegen sind die 3nventarien um 42 000 Wk.
Die Bilanz vom 31. Dezember 1926 schließt mit 2 104 512,16 Mark ab. Es wird ein Verlust in 1926 in Höhe von 205 821,19 Mark verzeichnet. Der Verlust des 3ahres 1925 ist beseitigt worden auS dem Aest der Aufwertungsruckstellung und auS der gesetzlichen Reserve. Flüssige Mittel stehen mit 88 170,24 Mark zur Verfügung, Halb- ■unb Fertigfabrikate, Materialien beziffern sich auf 578 722,73 Mark, die kurzfristigen Schulden belaufen sich auf 619181,92 Mark, mithin verbleibt ein Lieber schuß von 47 711,05 Mark. Die Liquidität gegen 1925 ist zurückgegangen um weitere 139121,19 Mark. Zugänge aus Irnrno- bilien sind nicht vorhanden, die Zugänge auf 3nventarien erreichen nicht die üblichen Absetzungen für Abnutzung.
3n der Bilanz vom 31. Dezember 1927 find als Abschluhziffer 2 271 562,35 Mk. zu lesen. Der Verlust aus 1926 wird mit 100 690,95 Mk., der Verlust in 1927 mit 139 326,79 Mk. verzeichnet. Die gesetzliche Reserve ist in voller Höhe zur Derlustdeckur.g aufgezehrt worden. Reserven find nicht mehr vorhanden. Flüssige Mittel sind mit 164 492,63 Mk, Halb- und Fertigfabrikate, Materialien mit 607 041,98 Mk., die kurzfristigen Schulden mit 888 927,08 Mk. verzeichnet. Es ergibt sich somit ein Unterschuß von 117 392,47 Mk. Die Liquidität gegen 1926 ist zurückgegangen um weitere 165 103,52 Mk. Zugänge sind nur auf Inventarien vorhanden, die aber die üblichen Absetzungen um rund 6000 Mk. übersteigen. Ausfallend ist, daß bereits Arnstellungsunkosten aktiviert werden.
Die Bilanz vorn 31. Dezember 1928 schließt mit 2 375 914,10 Mark ab. Aus 1927 wird ein Verlust von 240 017,74 Mark, in 1928 ein Derlust von 380 079,37 Mark verzeichnet. Flüssige Mittel stehen mit 325 891,03 Mark, Halb- und Fcrtig- fadrikate, Materialien mit 472 799,94 Mar! zur Verfügung. Kurzfristige Schulden find in Höhe von 738 278,76 Mark vorhanden. Es ergibt sich mithin ein Lleberschuß von 60 412,19 Mark. Die Liquidität gegen 1927 hat sich relativ verbessert, in Wirklichkeit jedoch wiederum um 193 019,72 Mark verschlechtert. Die relative Besserung ergibt sich durch Aufnahme einer Hypothek von 250 000 Mark. Immobilien sind in erheblicher
Höhe veräußert worden, Zugänge sind nicht gewesen. Die Zugänge auf Inventarien ergeben sich durch Aktivierung von LlrnstellungSunkosten.
Die Bilanz vorn 31. Dezember 1929 schließt mit 1465 464,04 Mk. ab. Hier tritt zum erstcin- mal das ursprünglich auf 1 300 00Ö Mk. bezifferte Aktienkapital nur mit 325 000 Mk. in Erscheinung. Weiter ist eine Llmstellungsreserve von 150 511,27 Mark verzeichnet und ein Verlust in 1929 in Höhe von 70 902,57 Mk. ausgewiesen. Die flüssigen Mittel belaufen sich auf 222 561,42 Mk., Halb- und Fertigfabrikate, Materialien find mit 441 283,71 Mk. verzeichnet, die kurzfristigen Schulden belaufen sich auf 810 654,74 Mk. Es ergibt sich somit ein Unterschuß von 146 809,61 Mk. Trotz der im Iahre 1929 vorgenommenen Sanierung reichen die flüssigen Mittel nicht aus, um die kurzfristigen Schulden zu decken. Der Verlust des Jahres 1929 ist größer als er bilanzmäßig ausgewiesen wird, weil auf Inventarien eine Umwertung stattgefunden hat.
Tie Liquidationsbilanz für 3. April 1930 dem Tage der Eröffnung des Konkursverfahrens, verzeichnet folgendes:
Aktiva: Immobilien, Einheitswert 408 000 Mark, Inventarien 123 272 Mk., Vorräte 297 300 Mark. Barmittel 1116,48 Mk., Effekten 907,40 Mt., Buchforderungen 132 900 Mk.
Passiva: Hypothekenschulden 192 000 Mk., Obligationsschuld 57 975 Mk., rückständige Zinsen 6696,75 Mk., Darlehensschuld 125 106,35 Mk., Bankschulden 262 441,59 Wk., Vuchschulden 248 496,89 Mk., rückständige Tantiemen 134 181,94 Mark, rückständige Steuern 79 318,27 Mk., rückständige Löhne, Gehälter. Derufsgenossenschaft, Krankenkasse. Reichsversicherung 139 506.65 Mk.. Kosten des Verfahrens 35 000 Mk., rückständige allgemeine Zinsen 6600 Mk.
Es ergibt sich hiernach ein Fehlbetrag von 324,029,76 Mark. Das Aktienkapital muh als gänzlich verloren betrachtet werden.
Der Einheitswert des Grundbesitzes beträgt 406 000 Mark, der bilanziert ist. Da der Cinheitswert wesentlich unter dem gemeinen Wert liegt, wird bei einer nicht überstürzten Veräußerung ein Mindesterlös von 450 000 Mark zu erwarten fein.
Die Arbeitsmaschinen sind mit 111 421 Mark zum Altmaschinenwert aktiviert. Auch in diesem Falle dürfte bei ruhiger Liquidation und unter der Voraussetzung, daß die Arbeitsmaschinen vor ihrer Veräußerung im eigenen Betrieb nach und nach überholt werden, annähernd ein um 50 Prozent höher gelegener Wert zu erzielen sein.
Vorräte sind, soweit es sich um Fertigfabrikate handelt. 25 Prozent unter dem Marktpreis, Halbfabrikate und Rohmaterial mit 40 Prozent unter dem Tageswert aktiviert. Wird dem Unternehmen die nötige Ruhe gelassen zum Fertigmachen der Halbfabrikate, dann sind auch in diesem Fall annähernd 100 000 Mk. über den aktivierten Wert zu lösen. In den letzten beiden Monaten, die seit der Eröffnung des Konkurzverfahrens verflossen sind, war es möglich, für etwa 90 000 Wk. Fertigsabrikate herzustellen und abzustoßen, so daß der Stand des 3. April d. I. bereits verbessert worden ist.
Die weiteren Aktiven geben zu Bemerkungen vorläufig keinen Anlaß. Aus der nachstehenden Zusammenstellung, die von der reduzierten Aktiva ausgeht, komme ich zu folgendem Resultat:
Reduzierte Aktiva lt. Bilanz 963495,83 Mark. Von dieser Masse sind in voller Höhe abzudecken: Hypotheken 192 000 Mk., Obligationsschulden 57 975 Mk.. Rückständige Zinsen zu 2. und 3. 6 898,75 Mk-, Darlehnsschulden 125106,35 Mk.. Bankschulden 262 441,59 Mk.. insgesamt 644 421,69 Mk.: verbleiben 319074,19 Mark.
An bevorrechtigten Forderungen sind vorhanden: Löhne, Gehälter, Derufsgenossenschaft 139 506.85 Mk., Steuern 79 318,27 Mk.. Kosten des Derfahrens 35 000 Mk., Zinsen 6600
Mark, insgesamt 260 425,12 Mk., verbleiben 58 649.07 Wk.
Dazu kommen noch: Buchschulden: AuSgeson- dert 8000 Mk.. Provisionen 12 000 Mk. (insgesamt 20 000 Mk.). Sonstige Buchschulden 228 496.89 Mark, Tantiemen 134 181,94 Mk. Don den Tantiemen werden restlos bestritten 77 004,50 Mark.
Mithin insgesamt u ng eb ed t 247 025,26 Mk.
Wenn unterstellt wird, dah der Immobilienbesitz im ungünstigsten Falle nur zu dem aktivierten Preis zu veräußern ist, dann würde sich nach vorstehenden Ausführungen ein Mehr nur ergeben auf Dorräte mit 100 000 Mk., auf Werkmaschinen mit 50 000 Mk. Zusammen 150 000 Mark, so daß
selbst im ungünstigsten Fall für die nichtgesicherten Gläubiger eine Quote von 40 Prozent ausgeschüttet
werden könnte. Es besteht aber die begründete Hoffnung, das Konkursverfahren durch einen Zwangsvergleich zu beenden und das Werk zu erhalten. Räheres darüber zu sagen ist heute unmöglich. Iedenfalls wird kein Versuch unterlassen, der Aussicht hat. dies Ziel im Interesse des Werkes und mit ihm seiner Angestellten und Arbeiterschaft zu erreichen.
Wirtschaft.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M. 5. Iuni. Tendenz: ruhig. Die Börse lag stimmungsgemäh im Anschluß an die etwas gebesserte gestrige Abendbörse freundlich. Das Geschäft nahm aber trotzdem einen ziemlich schleppenden Verlaus, obwohl heute eher günstigere Rachrichten Vorlagen. Vor allem fanden die zum Teil gebesserten Auslandbörsen Beachtung. Aber auch die innerpolitische Lage wurde nicht mehr so pessimistisch beurteilt. Auch die geplante Dividendeerhöhung bei Kali-Chemie und die günstigen Geldmarktverhältnisse waren Momente, die Anklang sanden. Demgegenüber stand wieder die anhaltende Orderlosigkeit, so dah die Kulisse keinen Mut zeigte, irgendwelche Deckungen vorzunehmen. Die bevorstehenden Pfingst- feiertage waren ebenfalls geeignet, das Geschäft einzudämmen. Erstnotizen kamen nur wenig zustande, doch lagen die Kurse gegenüber der gestrigen Abendbörse zumeist etwas höher. Rur für einige Spezialwerte machte sich vorübergehend einige Rachfrage geltend. Am Chemiemarkt konnten I.-G.-Farben in Nachwirkung des Berichtes von der gestrigen Generalversammlung, der allgemein Anklang fand, ein Prozent anziehen. Holzverkohlung lagen vernachlässigt und leicht gedrückt: der gestern bekanntgewordene Geschäftsbericht war nicht gerade günstig. Dagegen konnten Rütgerswerke einiges Interesse auf sich lenken. Am Elektromarkt kam nur in AEG. eine Erstnotiz zustande. Auch der Wontanmarlt lag still, die Kurse waren aber überwiegend leicht erhöht. Am Elektromarkt lagen einige Werte angeboten und bis ein Prozent abgeschwächt. Danken hatten ebenfalls nur mäßige Umsätze. Rur Commerzbank zogen plus 1,5 Prozent etwas an und traten hervor. Don Der- kehrswerten waren AG. für "Verkehrswesen etwas gefragt und 1 Prozent fester. Süddeutsche Zucker eröffneten geringfügig abgeschwächt. Im Verlause stagnierte das Geschäft fast voll- ko m m en. Die Tendenz war unverändert freundlich Einzelne Spezialwerte konnten bei einiger Rachfrage weiter um Bruchteile eines Prozentes anziehen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 2,5 Prozent sehr leicht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1915; gegen Pfund 20,3640; London gegen Kabel 4,8582; gegen Paris 123,91; gegen Mailand 92,76; gegen Madrid 20,10; gegen Schweiz 25,0975; gegen Holland 12.0825.
Berliner Börse.
Berlin, 5.Iuni. Schon gestern abend in Frankfurt war in Reaktion auf die starken Abschwächungen der Mittagsbörse eine Tendenzverbesserung festzustellen, die heute, den Erwartungen des Dormittagsverkehrs entsprechend. weitere Fortschritte machen konnte. Der Geschäftsbericht der I. -G. - Farben, der gestern keine Beachtung gefunden hatte, kam heute zu seinem Recht. Reue Zinsermäßi- gungen bei der Seehandlung lenkten die Be
trachtungen der Börse auf den leichtenDeld- markt, Dividendenerhöhungen bei verschiedenen Gesellschaften (I. Pintfch. Kali Chemie) regten an, und die festeren Auslandbörsen veranlaßten die Svekulation zu Deckungen. Auch die inner- politische Lage fand eine etwa- günstigere Beurteilung; besonders die Aussichten auf eine Arbeitsgemeinschaft und die vorbereitenden Schritte zwischen den Arbeitgeber- und Arbeit- nehmer-Derbänden zur Bekämpfung der schlechten Arbeitsmarktlage. Auch die Emission der Voung-Anleihe scheint nunmehr gesichert zu sein, unb die letzten Meinungsverschiedenheiten dürften in der heutigen Besprechung beseitigt werden. Die ersten Rotierungen geigten gegen die gestrigen Mittagsschlußkurse auf fast allen Marktgebieten ein- b i s dreiprozentige Kurserholungen. Mehr erholen konnten sich Werte wie Kali Aschersleben, Westeregeln, Polyphon (nach Berücksichtigung deS Dividendeabschlags) und Stolberger Zink, die bis zu 4,75 Prozent gewinnen konnten. Akkumulatoren, die gestern trotz der allgemeinen Schwäche durch Festigkeit auffielen, konnten weitere 7.75 Prozent anziehen. Außer Polyphon notierten heute Mannesmann. Orenstein und Stöhr exklusive Dividende. Bemerkenswert schwach lagen Metallgesellschaft minus 1 Prozent, Berger minus 1,75 Prozent, Hoesch minus 1,90 und Olavi- Minen minus 1 Mk. Bei letzteren enttäuschte, dah nur eine unveränderte Dividende auf der gestrigen Aufsichtsratssitzung vorgeschlagen wurde. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer wenig verändert. Der Pfandbriefmarkt war ruhig. Am Geldmarkt setzte sich die Erleichterung für Tagesgeld mit 3,75 bis 6.75 Prozent fort; die übrigen Sätze blieben unverändert. Im Verlaufe waren nur geringe Kursveränderungcn festzustellen. Die Grundstimmung blieb freundlich GtwaS mehr Geschäft war nur in einigen Spezialwerten festzustellen. Sv holten Spritwerte. Kaliaktien, Siemens. Reichsbahnvorzugsaktien und Berger ihren Anfangsverlust wieder ein.
Frankfurter Lchlachtviehrnarkt.
Frankfurt a. M., 5. Iuni. Auftrieb: 8 Rinder. 329 Kälber. 44 Schafe, 356 Schweine. Es wurden notiert: Kälber beste Mast- und Saugkälber 75 bis 78 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 68 bis 74. geringe Kälber 60 bis 67 Mk. — Marktverlauf: Bei allen Viehgattungen rege, ausverkauft. Schweine wurden heute von der Marktkvmmisfion nicht notiert
'Der Aktienindex vom 2 6. — 3 1. Mai. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Ak- tienindex (1924/26 100) stellt sich für die Woche vom 26. bis 31. Mai auf 121,8 gegenüber 122.3 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 119,6 (120,3), Gruppe verarbeitende Industrie auf 111,6 (112,2) und Gruppe Handel und Verkehr auf 141.1 (141,5).
* Der Saaten st and in Preußen 21 n - fang Juni. Die «tatistifche Korrespondenz berichtet üoer den Saatenstand in Preußen Anfang Juni, daß Winterweizen, Winterroggen, Wintergerste und (9cmenge den Stand des Borjahres haben behaupten können. Infolge der heftigen Gewitterregen bat sich der Winterraggen auf den guten Böden der mittleren und westlichen Provinzen ebenso wie die Wintergerste östlich der Elbe teilweise erheblich gelagert. Das Sommergetreide steht überall besser als zur gleichen Vorjahreszeit; ebenso werden die ßül- senfrüchte aller Art besser beurteilt, als zu Anfang Juni 1929. Die Bestellung der Zucker- und Futterrüben ist meist im ersten Drittel des Monats zu Ende geführt. Das Auflaufen der Rüben befriedigt durchweg. Die Oelfrüchte haben in der Regel ab» geblüht. Die Frühkartoffeln stehen durchweg gleichmäßig, die späteren Kartoffeln sind infolge der falten Witterung im Wachstum zurückgeblieben. Das gute Wachstum des Grünlandes verspricht eine frühe Heuernte.
' Cornelius Heyl, QL-®., WvrmS. Die Lederfabrik erzielte 1928/29 einen Reingewinn von 245 476 (207 000) Mark, der vorgetragen werden soll. Die Generalversammlung findet am 3. Iuli statt. (Im Vorjahre erhielten die Vorzugsaktien 6 Prozent Dividende, während die Stammaktien ohne Dividende blieben.)
* Otavi Minen und Eisenbahn-Gesellschaft, Berlin. Die Gesellschaft beantragt, wie im Vorjahre, eine Dividende von 16,66 Proz. brutto, d. h. nach Abzug der Kapital-
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
O,e hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4,5 o. H., Lombardzinsfuß 5,5 v. H.
Aranllun a. DL
Serlw
;tranfnin o. Dl
Berlin
Schluß- 1-Ubr» kues 1 17 re
Schluß- kuee
Anfang, fiur#
Schluß, turt
Rur»’
(Schluß- für-
Ania g- nur-
Datum
4 6
5 b
4 6
5 b
Datum
4 6
5 6
4 6
5
6% X.CUIIUK von 1927 ........
7% Deutsche StWanlefce von 1929 ..........
Deutsch« AnI.-AblSi.-LchuIb mt: Lullos.-Rechten.......
Desgl. ohne Butloj.-Reckle . .
8% Heft. Bolttstaat von 1929 (rüdw&tt. 102%).....
Cberbdien Brvvin, • Anleibe nh Sulioi.-Rechten......
Deutsche Rcmm. Eammelabl.
Unleibe Eerie 1......
8% Rtanfl. Hvv.-Vank Goldpfe XJll unkündbar bl« 193t . .
7% tzranks. Hov.-Bank «Soldpse unkündbar btt 1932 ....
<H% Rdemliche Hvv.-Bank Liqu. «oldvse.......
8% Br. LandetplandbrtekM-.aalt ffmbnefe R. 17.....
88
105
57,7 10,5
96.9
57
58
100
94,75
89,25
101
97
95,5
96,5
<6,75
2,3
5,75
5,75
5,75
10
17,13
8,13
1 । । 1 1 • 1 1 1 1 ' 1 I 1 । 1 1 1 1 1 11 1 II
Snö
88,25
104,5
57,65
10,25
58,13
101
97
95,5
26,9
3,25
2,35
3,75
20,9
21,9
2,35
5,9
6
6
17,3
8.15
1 1 1 ' 1 । 1 1 1 1 1 1 1 1 l i * | || | "!2
f>o mo cm N. •
•o — — CO
vanioutg-.nnenta tSalei ^amdurü-Sükam. Tanwischifs - k ^an'a Tampsschiis.....10
.'iorddeuticher Llovd . ... f Allgemeine Deutsche Credstanit. 10 Äarmer Bankverein .... 10 Berliner Handelraeiellschast . 12 kommen und Pnoat-Bank . 11 larmitabter und Rationalbank 12 deutsche Bank und
Ttnonto-cSesellfchast, . . . 10 Tresdner Bank......10
Reickttban?........12
...........t
Bergmann.........9
Helft. Lieierung4gesrllschasi. 10 r'icht und Kraft......10
.reiten & («uilleaume . 7y,
HeseUschan für Elektrische
Unternehmungen . . 1(
Hamburger Glffmvtöt».Siede 16 Kbeim'tbe E-ektrUitat .... 9 Schlesische L ekrrizitäl. ... 10 -chucken & Co. .....11
ziemens L Halske ..... 16 Transradio...... . . 8
Hahmeyer & Co....... 16
Buderus . . ...... 3
Deutsche Erdöl.......f
Siiener Steinkohle......*
Gelsenkirchener.......f
Harpener....... ... *
Hoesch Eilen........k°.
Ilse Bergbau.......1'
Slöcknerwerke........j
Söln-Reuessen...... . . '<
9Kanneemann-Rübren . ... '
Kansselder Bergbau.....7
Lberschle,. Eilende darf .... 5 Lberschles. Sok-werke.....'•
Vbönix Bergbau......6%
Rheinische Braunkohlen . . lf
Rbeinitahl...... 6
Riebeck Montan......7,2
108,5
08,5 115 125
149.25 228,25
140.5
141
>92,5
■ 63
160 H5.5
160,5
-
115.75
242
167.5
74
135,9
124,5
I
-9,5
06,5
70.5
94 z29 ‘16,4
109 75
125.5
150.5
140.5
163 25
-
177 5
242 5
124 6
94
117.5
108 174
150
108,9 '15,5
125
172
149.25
227.7:
140 141
292
162,75
185
150.5
160.5
116
160,5 137.75
162
174,5
40.13 120
>68.5
74,5
96.5
135,75
>24,5 105
216,75
100
101,5 106
70.25
'06.5 93,75 29,13
-
108.75 173.75
HO 115.25 125 75 173.5 150 5
228
140 141
293
164 185.75
117
161
177,25 242 25
-
75.25 98
136.25 125
103 13 216.25 100.13 101.25
100.5 70.13
107 13 —
231 117,13
8% Landetnl.rndbriefanüalt flomnu-EbL Ä. 20......
7% Br Landey anvbriesankalt Pfandbriefe R. 10......
A.S.S. adg. vorkrieg»-Obligatio nm. rückzahlbar 1932 . . .
Oestecrrtchilche Sold reute .
1,20% Oekerreickische Süberrenn 4% L österreichische Etnheillichc Rente ..........
«% Ungarische Goldrente ....
■1% Ungarische L tarne ernte v. 1910 4^% Mfll. von 1913 ....
4% Ungarische Sronenrente . .
4% Türkische Zollanleibe von 1911
4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie I...........
4% betflL Serie 11......
6% Rumänische vereint,. Rente
von 1903 ..........
Rumänische bereinh. Rente von 1913 .........
4% Rumänische bereinh. Rente
srankiun a. »
Berlin
Banknoten.
Schluß-
1#Uhr»
Schluß-
Anfang-
Berlin, 4. Zuni
velb
Brief
Ruth
Iure
4,168
58,31
4188
58.55
Datum
Belgische Roten . .
4 6
5 6
4 6
5 6
Tanüche Noten . . . cbngüche Noten .... yranzofische Noten ... Holländische Noten . . . Italienische Noten....
111.80
20.305
16,40
167,98
112.24
20,385
16 46
168,66
22,04
•12,14
59.17
2.475
eiatiiteerte . Otavi Minen......16’/,
Kaliwerke Aschersleben . . . 1k
92,9
220
92 75 -
92.75
52
218
93,5
51
222
Kaliwerke Westeregeln ... 1<
223
—
221
225.75
Rorwkaiicbe Noten . . .
Kaliwerke Salzdetfurth ... 15
405
-
104.75
407,75
Teutsch-L esterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten .......
58,93
2,455
?. G. ^arden-Indultrie ... 12
182.5
183.5
i81,75
183 5
Lchwedllche Noten . . .
112,05
•12.49
Ttnomit Nebel.......(
87,25
Schw-i<ei Noten ....
80.95
81,27
Lch'ibeantialt........V
149
150
Sooni^che Noten ....
1 -iwl oi oaatvdrt Noten.
• # .
50 40
50 60
c-toidlchmidt ........«
68,25
68
68,5
. • - .
12,41
12,47
Rütgeriwerkc........t
65,5
66.5
65,25
66.5
Ungarische Noten
72.9«
73.24
Metollaetellschast.......t
119 5
118
119.25
118 25
Dcolfi .imarn Berlin
- Frankfurt
a 2TI
Bbilirw HoUman-t......7
99.5
-
99,5
101
Zementwerk Heidelberg . . 10
Zementwerk fiarlftatt. ... 10
■18.5
118
—
129
—
—
timthth
Honerung
timi <bt
üoueruna
Bodf & Ittebtag......f
84
82,5
85,75
—
Seid
Selb
3rie
imrl.» >*ton.
■68,31
168,65
168.36
168.70
Sdiuliteta Katzen üoser ... 15
Cfnrerfe.........Y.
—
410
259
313
262
99 4
x'u’n- StreS Hrn. .'i n rw
1.589
58,40
1.593
58.52
1,509
58.415
I 594 58.535
Lku . . . ........v
37,5
_
96,75
(Sbriftiinü.
12 00
112.22
112.04
11226
Ben-.berg.........1 j
110
_
108
<tot>:nbag:n
111,99
112.21
112.01
112 23
ZeNitoss Daldbot .... 13';,
162
_
162
163.5
Stockholm .
112,32
112.54
112.35
112 57
Zellstrss Aichaskenburg ... 1. Cbailonenburger Wmser . . . b Teisauer ........
—
135,25
102 1*0
103
161 5
Helnngfors. Italien. . . London. . .
10,539
21.9t 5
20.339
10,559
21,975
20,379
10.54
21 93
20.342
10 56
21 97
20.382
Daimler Motoren......0
36,75
_
36,75
38
.' eunorf . .
»,1865
4,1945
4,187
4 195
Deutsche Linoleum ......
Maschinenbau TLX8......0
Rar. Automobil ...... C
229
—
?30.25
48,5
233
49,6
Poris....
CLwet; . .
Sva.lirn.
16,41
81.005
50,65
16.45
81.165
50.75
16,415
81,055
50.68
16,455
81 215
50,78
Lrentein & Scppd.....f
Leenbaro Ttey......IC
Tvenska...........
—
—
82
155
320
78
320
Japan . . . •ttto be ftan. Dien in T-- Ceft obgefit
2,072
1.493
19.05:
2,076
9,493
59,175
2.070
0,4905
59.055
2.074
0.4915
59.175
lsrankfuner Maickmen . ... t
29
—
29
—
Prag . . . . Bc lirad . .
■2.419
7,395
12,439
7.409
12.424
7,396
12 444
7 410
«ritzner..........6
36.5
35,5
-
Dudapn't. .
73,15
73,2b
73,16
73.30
Hevligentzaevt.......0
Jung bans.........f
41,25
41,5
Bul arien Lissabon
3,035
18.83
3,041
18.87
3.039
1880
3.045
18.84
SeArptde..........f
98
——
—
Zanug. . .
81,34
81,50
81,35
81 50
Mainkrafuverke Höchst a. M.. . b
38,65
—
—
—
Nonst ntin.
1,784
1,789
1'785
1.789
Miag...........10
119
—
117
117
Sitten. . .
5,42
5,43
5,42
5.43
Sebr. Roeder.......10
107
—
-
Canaba
4.185
4,193
4,185
4,193
Boigr & Haessner ...... 6
155
155
—
Urn nah. .
3,796
3,804
3.806
3,814
Süddeutsche Zucker .... 10
159,5
—
159,75
—
Cairo . . .
20,865
20,905
20,865
20,905


