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Mittwoch. 5. $ebruar 1950
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhessen)
Nr. 30 Zweites Blatt
China unter der Herrschaft Miangkaischeks
Don unserem ^.-Berichterstatter.
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verbalen Tientsin, Januar 1930.
Daß die Einigung Chinas eine überaus schwierige Ausgabe oarstellt, ist Wohl noch von keinen bestritten worden, der die Ereignisse der letzten Jahre mit einiger Sorgfalt verfolgt hat. Daß sie aber so schwierig sein würde, wie das die Ereignisse des Jahres 1929 gezeigt haben, ist immerhin überraschend. Denn, wie man sich auch im einzelnen zu den Ereignissen der letzten Monate stellen mag - eines vermag heute niemand mehr zu bestreitens dah die Autorität der Banking-Regierung ke,- neswegs überall anerkannt ist, und dost es neben Tschiangkaischek, dem
big versagten. 3n den letzten Ereignissen des Jahres 1929 kann man somit auch kaum die Gefährdung der Einigung Chinas, des großen Verdienstes der Kuomintang und Tschiangkai- scheks. sehen. Man muh vielmehr wohl, um die Tinge richtig zu erfassen, die Frage anders stellen. ist nicht eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse zwischen Zentralregierung und den einzelnen Machthabern eingetreten. ohne dah einer von diesen beabsichtigte, nun die Einigung zu sprengen?
Wenn man von dieser Fragestellung aus an das Problem China herangeht - also stets berücksichtigt, datz nichts geschehen ist, was China wieder tatsächlich in eine Reihe von selbstän-
Danzk
Bristol
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Albacete
BERLIN
Start u. Ziel
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Die Streckenkarte des 7500 km langen E u r o p a - R u n d f l u g e s, der über acht Länder führt. Start und Ziel ist Berlin. Die Durchführung des Rundflugs wurde Deutschland, dem Heimatland des letztjährigen Siegers Morcik, übertragen.
tung (und damit die Einnahmen!) der sämtlichen norochinesischen Eisenbahnen übertragen wurde, woraufhin dann plötzlich der Krieg der Marschälle ein schnelles Ende sand ...
Dieses letztere, bisher kaum beachtete Ereignis aus dem Jahre 1929 dürfte denn auch möglicherweise den Anfang einer neuenW en- dun g in China bedeuten. Während bisher lediglich Tschiangkaischek mit seiner Kontrolle der Hafenstädte und damit der reichen chinesischen Banken eine sichere Geldquelle besah, die es ihm gestattete, seine Truppen immer zu löhnen (das Geheimnis seines Erfolges), hat jetzt mit der Übertragung der Eisenbahnen auch QJen eine solide finanzielle Basis erhalten. Die nordchinesischen Dahnen bringen zwar nicht ganz so viel wie die Banken im Süden, jedoch dürfte ihr Besitz ausreichen, um Pen eine Verdoppelung seiner Armee zu gestatten. Ob das Pen nun tun wird, ist vielleicht ungewih. Wahrscheinlicher ist es, dah er die Gelder benutzt, um seinen Freund Feng und dessen Truppen noch enger an sich zu ketten und sich so die absolute Vorherrschaft in Rordchina zu sichern.
Gewiß braucht damit nicht der Keim zu neuen Streitigkeiten gelegt zu fein, da man sich vorstellen könnte, dah mit dieser „Jnteresfenfphä- renteilung“ auch die Reibungsflächen zwischen den verschiedenen Marschällen beseitigt würden. Aber einmal ist Pen Bordchinefe und hegt eine lebhafte Abneigung gegen alles, was, wie z. B. die Bankingleute, aus Südchina kommt. Andererseits ist aber auch nicht zu verkennen, dah es innerhalb der Kuomintang zu schweren Konflikten gekommen ist, die Tschiangkaischek ’ mehrfach fast zum Rücktritt gezwungen hätten. Tschiang hat sich bisher zwar immer wieder durchgeleht — aber innerhalb Chinas haben diese Dinge nicht immer dazu beigetragen, sein Ansehen zu erhöhen. Das „zweite Jahr feiner Regierung" ist somit keineswegs sehr glücklich gewesen, da im Ergebnis eine Verstärkung des Bordens erzielt worden ist, die sich in neuen Kämpfen im kommenden Jahre auswirken kann.
ilnö diese eigene innere Unsicherheit ist es wohl auch, die man hinter dem Feldzug der Zentralregierung — also Tschiangkaischeks — gegen die Fremdenvorrechte zu suchen hat. Tschiangkaischek hat eben das Bedürfnis, seinem stark beschädigten Prestige wieder aufzuhelfen und es durch Wxederentfachung der nationalen Bewegung feinen Gegnern möglichst schwer zu machen, sich gegen ihn zu wenden. Dah der
Der Entdecker der Blutproben-Theorie, Professor Dr. Wilhelm K. Z a n g c m e i st e r, Direktor der Königsberger Universitätsfrauenklinik, ist im Alter von 59 Jahren gestorben. Zangemeister trat be» sonders durch seine aufsehenerrcgenden Blutserumuntersuchungen hervor, durch die die Vaterschaft eines Kindes feststellbar sein soll.
Kampf um die Abschaffung der Ausländervor- rechte, wie überhaupt die ganze Exterrilorialitäts- frage nicht übermäßig aussichtsreich ist, dürste ihm wohl bekannt sein. Schließlich werden Verträge ja nicht ohne weiteres dadurch außer Kraft gefetzt, daß nun plötzlich die eine Partei erklärt, ie Verträge seien abgeschafft. Aber Tschiangkaischek weiß eben andererseits auch, daß die Ausländer ihre Vorrechte mit Waffen in der Hand verteidigen müßten, und daß sie dies nur an der Küste können, während dies an den Flüssen aufwärts schon sehr viel schwieriger iJL Er rechnet also offenbar damit, daß es zu für die Chinesen „siegreichen" Zwischenfällen kommt, an denen sich der fanatische Haß der Chinesen gegen die Fremden entzündet, und daß auf diese Weise der gegen ihn gerichteten Bewegung die Spitze abgebrochen wird.
Der fremde Beobachter in China wird somit den Ereignissen des Jahres 1930 mit einer ge-
Amerikas „MchsgmchlspräsidenI" trift zurück.
Staatspräsidenten und Generalissimus, noch zumindest drei, ja vielleicht auch mehr selbständige Gruppen gibt, die sich entweder von der Bankingregierung und Tschiang gar nichts oder nur widerwillig etwas sagen lassen. Weder Fengyühsiang in Schensi, noch der Mustergouverneur Pen in Schansi und Peking, noch gar der Marschall Tschanghsueliang in Mukden denken auch nur daran, die Befehle der Bankingregierung auszuführen oder sich gar von ihr absehen zu lassen. Sie vermeiden zwar den Schein, als ob sie sich für gänzlich selbständig hielten, und nehmen „Ernennungen" von der Ban- fingregierung entgegen aber wenn es um politisch wichtige Dinge geht, geschieht das, was die Zentralregierung wunicht, nur dann, wenn sie das vorher in Verhandlungen durchsetzte.
Es wäre aber falsch, wollte man behaupten, daß die „Einigung" Chinas einen Rückschritt zu verzeichnen habe, gibt es doch eben immer noch eine 3 e n t r a l r e g i e r u n g , die bis zu einem gewissen Grade als solche anerkannt wird und auch solche Verhandlungen mit dem Ausland führt Bur zeitweise - etwa P/2 Monate lang - haben im Jahre 1929 Feng und Pen die Zen- tralrcgierung formell nicht anerkannt, während nur verhältnismäßig belanglose Rebellionen der Kwangsi-Genc äle mit allerdings sehr wechseln- dem Erfolge der Regierung die Gefolgschaft stän
digen Teilreichen aufgelöst hätte —, so darf man auch feststellen, daß das hervorstechendste Merkmal des Jahres 1929 das Auftreten des Generals Pen Hsi Schan ist, der sich immer mehr zum Gegenspieler der Bankingregierung entwickelt, nachdem er vor drei Jahren noch lediglich der Gouverneur einer kleinen, allerdings musterhaft verwalteten Provinz, Schensi, gewesen war. W i e das Pen gemacht hat, ist überaus charakteristisch für chinesische Verhältnisse. Bach- dem 1928 Pen Peking und Tschihli zugestanden bekommen hatte, wurde Pen der Friedensvermittler zwischen Tschiangkaischek und den anderen Generälen. Er hat nicht nur den Zwischenträger zwischen Tschiang und Tschanghsueliang gespielt, sondern hat ebenso Fengyühsiang, den „christlichen" General, unter seine Fittiche genommen. Batürlich nicht etwa aus irgendeiner besonderen Sympathie für diesen, sondern um sich jeden Schritt mit Konzessionen der Bankingregierung bezahlen zu lassen, die natürlich einer allmählichen, aber stetigen Vermehrung seiner Macht gleichkamen. Boch in Erinnerung aller dürfte ja die Kriegskomödie dieses Jahres sein, als Pen und Feng der Qlantingregierung versprachen, in das Ausland zu reifen, bis schließlich im Ergebnis beide im Lande blieben und Pen sich seine „Beu- tralität“ im Konflikte zwischen Feng und Banking damit bezahlen ließ, daß ihm die Verwal-
William H. Taft, der frühere Präsident der H. S. 21., zuletzt als Vorsitzender des höchsten Gerichtshofs in Washington der oberste Richter Amerikas, trat von seinem Amt zurück.
Der ehemalige Staatssekretär Hughes, seit 91 o' vember vorigen Jahres Mitglied des Ständigen Gerichtshofs im Haag, wurde zum Nachfolger Tafts ernannt.
Arnold Schönberg:
„Bon heute auf morgen".
Uraufführung im Frankfurter Opernhaus.
Die Frankfurter Oper hatte bei dieser Premiere einen großen Tag. Der Barne Arnold Schönberg bewirkte das Erscheinen von zahlreichen deutschen und ausländischen Musikern und Pressevertretern. Sie hatte ihn auch künstlerisch, da sie mit einer in der Besetzung hochwertigen, sorgfältig vorbereiteten Aufführung aufwarten konnte. Seit der „Erwartung" und der „Glücklichen Hand", die beide fast zwei Jahr» zehnte zurückliegen, hat Arnold Schönberg als Opemkornponist geschwiegen. So wenig er sich m feinen Formprinzipien gewandelt hat, so duldsam ist er gegen den Text geworden. Damals symbolgcladene, kaum ausdeutbare Stoffe, diesmal ein gewichtsloser ehelicher Dialog mit lauen satirischen Anfpielungen auf den modernen Menschen, deren Lebensgrundsähe „von heute auf morgen“ veralten. „Er", ein wißbegieriger Bürgersmann, schwärmt von der Frau der großen Welt, die Geist, Humor, Liebreiz. Eleganz. Leichtsinn besitzt, Eigenschaften, die nun einmal im Milieu einer auf billig und praktisch hergerich- teten Siedlungswohnung schwer gedeihen. „Sie", die an sich einem kleinen Flirt mit dem süßholz- raspelnden Kehlkopfathleten nicht abgeneigt ist. greift, als es ernst zu werden beginnt, zu alter Frauenlist. Sie mimt mit mondäner Aufmachung, mit Tanz, kokettem Getue und Gerede das Idol, bis der 'Mann sich wieder reuig zum bürgerlichen, unkomplizierten Ehcg'ück bekennt. Der Librettist Max Blonda geht hierbei etwa mit der Mental tat des Gelegenheitsdicht rs für bürgerliche Freudenfeste vor, also höchst zahm und unzeitgemäß.
Daß Arnold Schönberg sich von diesem Text angezogen gefühlt hat. ist erstaunlich. Denn gerade die Eigenschaften, die das Libretto von der musikalilchen Seite her bis zu einem gewissen Grade hätten retten können, besitzt Schonberg nicht i Witz und Grazie. Die schon mit gleicher Konsequenz in den früheren Einaktern und im „Pierrot ßunaire" herausgebildete Klangsprache Schönbergs bleibt, an sich schon bühnenfern und abstrakt, ohne inneren Kontakt mit den Geschehnissen Alle Theorien Schönbergs treten aufs höchste gesteigert in die Erscheinung. Die Verneinung des Äon- und Dissonanzdegrifses, die
Ablehnung motivischer Arbeit auf größere Flächen, das Aufhören fester rhythmischer Gliederung ist auch diesmal charakteristisches Merkmal der Partitur. Ebenso die Behandlung der Sing- stimmen, die sich, ohne vom Jnstrumentalpart nur im mindesten gestützt zu werden, in freien, intervallmäßig unsagbar komplizierten Rezita- tiven und Melismen ergehen. Gewiß, wir fordern nicht mehr den unseren Ahnen genehmen Wohlklang, wir haben uns an eine Verwischung der harmonischen Kontraste Dur und Moll, Konsonanz und Dissonanz, gewöhnt, wir sind auch in bezug auf „Tauglichkeit" der Melodie weitherziger geworden. Doch gewisse ürbegriffe des Musikalischen lassen sich nicht umstürzen. Etwas von dem, was wir „Melodie" nennen, was sich wenigstens in bescheidenem Maße ins Ohr des Aufnahmefähigen und Aufnahmegewillten festsetzen kann, muß schließlich vorhanden sein. Das qualvolle Durcheinandersingen der gewiß mit System, aber ohne jede Rücksicht auf die für den Sänger und auch für den Hörer von der Batur gezogenen Grenzen geführten Stimmen im Schlußquartett zeigte am deutlichsten die Sackgasse, in die Schönberg als starrer Verfechter seiner Ideen geraten ist. Man ahnt ein tragisches Schicksal: wahrend die starken schöpferischen Kräfte der jungen Generation — die alle mehr oder weniger von Schönberg gelernt haben, um sich von überkommenen, abgenutzten Begriffen frei zu machen — das Melos, das geschlossene Thema wieder zu respektieren beginnen und damit zu größerer Einfachheit zurückkehren, bleibt der Wegbahner einsam an einer schon aufgegebenen Etappe stehen. —
Der Frankfurter Oper hat Schonberg viel zu danken. Hans Wilhelm Steinberg hielt das komplizierte Gefüge am Pult mit höchster Feinnervigkeit zusammen. Dr. Herbert Grass Spielleitung brachte in Verbindung mit einem hübschen Bühnenbild Ludwig Sieverts die szenischen Garantien. Die ausgezeichneten Leistungen der Darsteller — Benno Ziegler (Mann), Else Gentner-Fischer (Frau), Elisabeth Friedrich (Freundin),,Anton Maria Topih (Sänger) machten auch sür den vom Werk nicht begeisterten Hörer den starken (nur wenig mit Pfeifen und Zischen durchsetzten) Beifall voll verständlich. Schonberg konnte sich mit seinen Helfern vielfach zeigen.
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Voran ging Per golesis entzückende komische Oper »Der getreue Wusikmer-
st e r“ , in einer vorn Stil der alten italienischen Stegreifkomödie inspirierten witzigen und einfallsreichen Inszenierung Dr. Grafs. In chr hatten mit sehr amüsanten Typen Hermann Schramm als Musikmeister, Adolf P e r m a n_n als Jmpressario und Clara Ebers als Schülerin ßauretta die Haupterfolge. A. H.
Oie Motorjacht.
Von Hans Webau.
Bachdruck verboten.
Jon schlenderte am Hafen entlang. Da lag zwischen grauen Frachtdampfern eine kleine, schneeweiße Motorjacht. Jon ging über den ßauf» steg an Bord, besah sich die Jacht, ging um die Kajüte und den dicken Messingschomstein herum, setzte sich in einen Korbsessel und rauchte eine Zigarette. Dann stand er wieder auf, öffnete vorsichtig die Kajütentür. In der Kajüte faß ein dicker, eleganter Mann an einem Tische- Jon schrak zurück. Aber der dicke Mann stand auf.
„Ah," sagte er. „Sie kommen wohl auf das Inserat hin? Sie wollen die Motorjacht kaufen?"
„Jawohl," nickte Jon.
Da führte ihn der dicke Mann durch das Schiff, zeigte ihm den Führerstand, die Schlafkabine, den Motorenraum und alles, was es da sonst noch zu sehen gab.
„Kostet?" fragte Jon.
„ Fünfunddreißigtaufend Mark," sagte der dicke Herr.
Jon machte ein bedenkliches Gesicht. „Das ist sehr teuer."
„Das ist spottbillig," widersprach der dicke Mann. „Beu würde das Boot achtzigtausend Mark kosten, ünd außerdem, wenn Sie mir zehntausend Mark anzahlen, eilt es mit dem Rest nicht so sehr."
„Gut," sagte Jon, „ich werde es mir überlegen.“
Dann ging er von Bord. Schlenderte weiter im Hasen umher, ünd sah, wie auch der dicke Mann das Schiss verließ. Es war Mittag.
Da ging Jon wieder auf die Motorjacht, setzte sich in einen Korbsessel und ließ sich von der Sonne bescheinen.
Es dauerte nicht lange, da kam ein Auto am Kai entlang. Das Auto hielt. Ein H rr und eine Dame fliegen aus, kamen auf die Jacyt zu.
,2lh," sagte Jon, .Sie kommen wohl wegen
des Inserats? Sie wollen die Motorjacht kaufen?" e
„Jawohl," sagte der Herr.
Da führte ihn Jon durch das Schiff, zeigte den Führerstand, die Schlaskabinen, den Wotoren- raum und alles, was es sonst noch zu sehen gab.
„Kostet?" fragte der Herr.
„Zwanzigtausend."
„Das ist nicht teuer.“
„Bein", sagte Jon, „das ist spottbillig. ünb wenn Sie zehntausend Mark anzahlen, eilt es mit dem Rest nicht so sehr."
„Sind noch mehr Reflektanten da?" fragte der Herr.
„Sehr viele", sagte Jon. „Wenn Sie kaufen wollen, kann ich Ihnen nur raten ..
Der Herr wechselte einen Blick mit der Dame. Die Dame nickte. Der Herr zog sein Scheckbuch. ilnb schrieb.
„Danke", sagte Jon, nahm den Scheck. „Die Jacht steht Ihnen also von Sonntag früh an zur Verfügung.“ Das Auto fuhr ab. Aber wenig später kam ein zweites Auto. Die Herren, die darin faßen, waren von der Motorjacht außerordentlich begeistert.
„Sofort kaufen", empfahl der eine, „das ist ja ungeheuer billig."
„Weim Sie zehntausend Mark anzahlen", sagte Jon, „eilt es mit dem Rest nicht so sehr."
Da zahlten die Herren zehntausend Mark an. Ilnb als sie gegangen waren, ging auch Jon, loste die Schecks ein und aß ausgiebig zu Mittag.
Als er am Bachmittag wieder in den Hafen schlenderte, begegnete ihm der dicke, elegante Herr.
„Die Motorjacht ist verkauft", strahlte er, „es waren eine ganze Menge Leute da."
„Schade", sagte Jon, „ich hätte sie gern genommen.“ üni> er verabschiedete sich von dem dicken Herrn.
Dann ging er an Bord der Jacht, setzte sich in den Korbsessel und wartete. —
Als er abends nach Hause ging, addierte ec in seinem Botizbuch. Cs dauerte ziemlich lange und am Schluß tarn eine fünfstellige Zahl heraus.
In der Bacht aber faß er schon im V-Zug und fuhr nach dem Süden. Demi es war ein Samstag gewesen, an dem dies alles geschah, ilnb Jon hätte es nicht mit ansehen können, wenn am Sonntag früh mehr als achtzig Menschen an Bord der Motorjacht gegangen wären, die, wie auf einem blanken Messingschild ausdrücklich vermerkt war, nur für vierzehn Personen eingerichtet war.


