Einzelbild herunterladen

Mrlage.

Das wäre meine einzige Hilfe.

M. QI.

Einsenden!

Name:

Adresse:

Dieses Angebot gilt bis zum 30. Juni. Bitte senden Sie mir kostenlos Ihre neue Bro­schüreQuäker Gesundheits=Ratschläge.

stad, 0,7* aMs.

Wien

.5

G

f dem unteren Srontown »Strnk erfolgte in den Kabelleitungen eine ch die das Straßenpslafler d die anliegenden (Betäube Mehrere Passanlen wurden ei wurde fofort die Räu- r in be.r (Begenb der Lx- ehrere Theater liegen, mg der Gefahrzone geschah, h entweichende Gase in b:c [er einbringen und ©eitere würden. 3m Finonzdislrikt da infolge der Explosion hingen, darunter auch d e luden zur FvadrvSls« lahm- "J

Donnerstags las ich:

Nur Schafsköpfe und im Geist« Gebrochene zahlen mit ter Zukunft für die Vergangenheit.

Stewart.

Zch machte es daher umgekehrt. Ich zahlte mit einem Scheck aus glücklicher Vergangenheit, in der ich noch über ein Konto verfügte, und datierte das Papier eine Woche voraus. Ein Verfahren wegen Betrugsversuches schwebt gegen mich.

Die umfangreiche Sonntagsnummer, die immer einen Tag früher erscheint, brachte ein ..Goldenes Wort", das schlimme Folgen haben sollte.

3ch las, lernte und hämmerte eS mir in mein Gehirn ein:

Wenn die Menge dich umtobt, wenn eS stürmt aus Nord und West, stehe kalt und kampferprobt wie Granit und Felsen fest.

Herwegh. '

Es war Geschäftsschluß und ziemlicher Andrang in der Straßenbahn. 3d) hatte auf der Hinteren Plattform einen Platz vor der Türe erkämpft.

Der Schaffner wies mich fort.

3ch stand wie eine Eiche.

Menschen mischten sich In unfern Streit. 3ch reckte, als Eiche, meine Aeste noch starrer.

Ein Gewühl entstand.

3ch blieb.

Wie Granit.

Aber nicht lange.

3d) wurde verprügelt und zur Dahn hinaus­geworfen, wobei ich mir doch immerhin der­artige Verletzungen zuzog, daß meine Heber- führung in eine Klinik notwendig wurde.

Mein Anwalt glaubt nicht, baß ich jene Zei­tung haftpflichtig machen kann. Das einzige, was zu erreichen wäre, ist vielleicht, daß die Zeitung in Zukunft dieGoldenen Worte" mit dem kleinen Rach'ah versieht:

..Ohne Verantwortung der Schrift- le i t u n g."

Vielleicht wäre aber auch die Frage juristisch noch zu prüfen, ob man die Erben bzw. Rechts­nachfolger der Herren Goethe und Horaz fassen kann.

Quäker Nährmittel Gesellschaft m.b. H. <caj

Berlin W 15

Knesebeck»tr. 59,60

Dies neue Buch 40 Seiten stark, mit vielen farbigen Illustrationen, ist von Aerzten begutachtet Es enthält Ratschläge für die Gesundheit sämtlicher Familien* mitglieder sowie 50 neue Rezepte jedes einzelne er­probt für köstliche Speisen aller Art

An der Montags-Ausgabe las ich:

Willst du ergründen des Geschickes Lauf, willst frei du sein von Not und von Beschwerde, so blicke immer nur zum Himmel auf und schaue niemals auf die Erde!

Hamerling.

Als ich morgens ins Geschäft ging, setzte ich die lief empfundenen Worte Hamerlings in die Tat um, wobei ich verschiedentlich angerempelt wurde, drei Nal stolperte, einmal fiel und von einem Verkehrs- schutzmann zurechtgewiesen und ausgeschrieben wurde.

Taten für Samstag, 5. April.

1588: der englische Philosoph Thomas Hobbes in Malmesbury geboren: 1828: der Buch- Händler Georg 3oachim Göschen in Hohnstädt bei Grimma gestorben.

Bornotizen.

Tageskalender für Freitag. Stadt- theater:Der letzte ßorb", 20 bis 22 Uhr. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Donauwalzer". Asto- ria-Lichtspiele:Die Kosaken" undDer Schlau­berger"

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die heutige Vorstellung .Der letzte Lord" beginnt um 20 Hßr. Sonn­tag. 6. April, Morgenfeier, zusammen mit dem Gocthebund,Der Tor und der Tod" von Hugo von Hosmannsthal, Spielleitung Dramaturg Dr. :?arl 'Kitter. Vorher Gedenkworte (Ritter). Abends zum letztenmal das LustspielDie Sache, die sich Liebe nennt". Montag, 7. April, wird Curt Götz in Gießen gastieren. Es ist der 3ntendanz gelungen, den Schaulpielerdichter mit seinem neuesten WerkDer Lügner und die Rönne" zu verpflichten. Dieses Spiel hatte bei seiner Uraufführung im Thalia-Theater Ham­burg einen starken und sicheren Erfolg. Mit seiner Gegenspielerin Valerie von Martens ist Curt Götz meistens auf der Bühne. Sein letztes Gastspiel mitHokuspokus" gehört zu den größ­ten Erfolgen des Gießener Stadttheaters.

Am Dienstag hieß es:

Mit Freuden jede Maid geküßt, mit Hochmut jeden Narr'n gegrüßt, so wirst du glücklich, wirst du groß und schaffest dir dein eigen Los.

Goethe.

t$n » Mit. Jrr. fonfo

>d NhujAh

jwEgsS

tanen uW- Ober.

!r,n die

m B.om SoArfctot,

3n ter F r e i t a g - N u m m e r fand ich folgende Perle:

Wer Früchte will nach Hause tragen, ter muß sie von den Bäumen schlagen.

G e i b e l.

Im Hinblick auf den mangelnden Herbst faßte ich das bildlich auf und schlug mir lediglich vor einem Delikatessengeschäft ein paar Bananen von einem Bündel herab, was nicht nur Hnen großen Aufkauf verursachte, sondern auch zu einer Anzeige wegen Mundraubs führte. Oder Diebstahl. Das wird sich noch entscheiden.

Torbenen die W' nn e IUi J'a, Nierunn b Ns tos»-

*a aller BJelL

.bDn MadrIM ereignete sich lF'reworksCvmtänh^ die

K Klonen dnleht

Wien

ücru,NL Der baß in der unmittelbaren ^rtes Automobil rudert wurden. Der De« ich eine gewaltige 2luf» Leuten aus ihren W. )MuS, tot) sie dir Lust n unb Trümmern

Goethe irrte hinsichllich des Glücklichwertens. Don den Narren, die ich grüßte, will ich schweigen Aber bei der teilten Maid, die ich küßte, wurde ich der Polizei übergeben. Vermutlich wird das eine staatsanwaltschaftliche Angelegenheit, denn ich habe eine Vorladung .^Zwecks Untersuchung durch den Gerichtsarzt" erhalten.

e

Die Mittwoch.Nummer enthielt folgendes Goldene Wort":

Ein Scherz, ein lachend Wort entscheidet ost die größten Sachen treffender und bester, als Ernst und Schärfe. Horaz.

3ch hatte auf dem Finanzamt zu tun. Es war eine peinliche Auseinandersetzung mit einem höheren Bc- amten. Ich erinnerte mich an den alten, ehrlichen Horaz und brachte ganz unvermittelt einen älteren, aber derben Witz vor, worauf ich unter Klage- androhung wegen Beamtenbeleidigung hinausgewor­fen wurde.

Stunde gesonnt. Auch trifft dashinterrücks ansahrcn'" nicht zu. sondern das Madel, daS nicht einmal bremsen konnte, fuhr, ohne Zeichen zu geben, verkehr-regelwidrig nach links und be­rührte dadurch das Hintere Ende meine- Wa­gens, allo fuhr mich an. 3ch habe von dem be­dauerlichen Unfall erst durch den Artikel Kennt­nis bekommen, sonst hätte ich mich selbstverständ­lich um das Mädel gekümmert. Bei der Kri­minalpolizei habe ich obige Ausführungen zu Protokoll gegeben."

Ein eigenartiges Kun ft werk wurde gestern in den Straßen unserer Stadt zur Schau ausgestellt: eine Standuhr aus Streichhöl­zern. Die Uhr hatte eine Hohe von 2,20 Meter, die Breite am Sockel betrug 70 Zentimeter und am oberen Teil 56 Zentimeter. Zu diesem Werk waren 1025 000 Streichhölzer das Gewicht der ab» geschnittenen Köpfe betrug etwa 50 Pfund, die alle aufeinander geleimt wurden, erforderlich: als Bauzeit wurden 3% Jahre angegeben. Das Ziffern, blatt und die Pendelfcheibe waren aus Streichholz. köpfen hergestellt. Das Werk bestand aus Buchen« Holz und Knochen und läuft acht Tage lang Der Sockel wies als besonderen edjmurf die Ansichten: vorn dasDeutsche Eck in Koblenz", hinten Schloß Stolzenfels, links die Festung Ehrenbreitstein und rechts die alte Burg mit der Moselbrücke auf. Der Erbauer des eigenartigen Kunstwerks stammt aus Koblenz. Zum Transport bediente man sich zeit« gemäß eines Kleinautos.

Große Strafkammer Gießen.

* Gießen. 1. April. Ein Kassenbote, der seit 3ahren für mehrere Vereine die Beiträge einkasfierte, hatte das in ihn gesetzte Vertrauen schwer mißbraucht. Eine für ihn überraschend vorgenommene Revision ergab, daß insgesamt ein Betrag von 1850 Mk. fehlte. Während er früher über den Verbleib des Geldes nichts wissen wollte, gab er jetzt zu, das Geld zwar ein­genommen, aber an bte einzelnen Vereine nicht abgeliefert zu haben. Da er für diese Unter« schlagungen feinen Grund angeben konnte, hielt daS Gericht die ihm von dem Schöffen­gericht auferlegte Strafe von 4 Monat Ge­fängnis für durchaus angebracht und verwarf kostenfällig die Berufung deS Angeklagten.

Ein wegen Diebstahls wiederholt vorbestrafter Mann war in Bad-Rauheim nachts von einer Polizeipatrouille dabei erwischt worden, als er sich mit anderen an einem an einem Geschäfts­haus angebrachten, mit Lederwaren ausgestell­ten Schaukasten zu schaffen machte. Bei feiner Festnahme ließ er einen Walzenrevolver zur Erde fallen. Die Munition hierzu wurde auf der Polizeiwache in seiner Westentasche gesunden, und außerdem in einer inneren Rocktasche noch ein Brecheisen, das genau in die Einbruchs­spuren des Schaukastens paßte. Wegen ver­suchten schweren Diebstahls er führte bei Begehung des Diebstahls eine Schußwaffe bei sich, in strafschärfendem Rückfall und we­gen verbotenen Waffentragens war er in erster 3nstanz ztu einer Gesamtstrafe von 1 3ahr 2 Monaten Zuchthaus verurteilt worden, außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehren­rechte auf die Dauer von 3 3ahren aberkannt und die Einziehung des bei der Tat benutzten Meißels, Revolvers und der Munition ange­ordnet. Die dagegen verfolgte Berufung hatte nur insofern Erfolg, als das Gericht das Ver­gehen gegen das Waffengesetz nicht al- eine selbständige Straftat ansah, so daß die Strafe jetzt auf 1 3ahr Zuchthaus lautet, wäh­rend es bei den übrigen Maßnahmen sein Be­wenden behielt.

Ein mehrfach vorbestrafter kaufmännischer An­gestellter war wegen 3 Betrugsfällen zu 1 3 ahr Gefängnis verurteilt und in einem anderen Fall mangels ausreichenden Beweises freigesprochen worden. Bezüglich der Frei­sprechung verfolgte die Staatsanwaltschaft Be­rufung. Der Angeklagte hatte einen verrufenen 50 Markschein aus 1919, dem durch Veränderun­gen das Ansehen eines noch geltenden gegeben war, einem Friseur in Zahlung gegeben. Der Angeklagte bestreitet dies, er wurde aber durch den Zeugen bestimmt als Täter wiedererkannt. Da die Fälschung des Scheines selbst ihm nicht einwandfrei nachzuweisen war, wurde er ledig­lich wegen Betrugs unter Einbeziehung der früher erkannten Strafe zu einer Gesamtstrafe von 1 3ahr 4 Monat Gefängnis ver­urteilt.

Ein über 60 3ahre alter Händler hatte ge­legentlich des Besuchs eines auswärtigen Mark­tes ein 15iähriges Mädchen mitgenommen und dieses mißbraucht. Wegen Verführung eines un­bescholtenen Mädchens war er in erster 3nstanz zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt wor­den. Die jetzige Berufungsverhandlung fand un­ter Ausschluß der Oefsentlichkeit statt. Wie aus der öffentlich verkündeten Urteilsbegründung her- * vorging, nahm das Gericht jetzt tätliche Be­le digung an und setzte die Strafe auf vier Monate Gefängnis herab.

. iimtn »«" euMutl, >o raussage.

fi'it

O 7 Wnnl

sW

,E i n Fünfundsiebzigjähriger. Am morgigen 5. April feiert unser den älteren Gieße­nern wohlbekannter Mitbürger Herr Wilhelm Zurbuch feinen 75. Geburtstag. Herr Zurbuch war von 1885 bis 1910 zulammen mit feinem 'Brü­ter Adolf und bann nach besten Tod bis 1919 allei­niger Inhaber der weitbekannten Lackfobrik Wil­helm Zurbuch. Diese Fabrik war als eine ter ersten Lackfabriken in Deutschland im Jahre 1849 von sei- nem Vater W.lhelm Zurbuch in Gießen gegründet worden. Zuerst wurde das Geschäft in kleinem Maßstabe auf dem Seltersweg betrieben. Bald aber erwiesen sich hier die Räumlichkeiten für die Her­stellung von Lack als zu klein, so daß 18-58 eine größere Fabrik in den Eichgärten erbaut wurde. Nach dem Tote des Vaters (1865) führte die Mutter das Geschäft mit Unterstützung ihres tüchtigen Ge- Ichäftssührers, des späteren Stadtverordneten A n breas Keller, bis zur Volljährigkeit ihrer bei­ten Sohne i. 3. 1885 weiter Der Tüchtigkeit und ten großen Fähigkeiten ter beiten Brüter Wil- beim und Adolf Zurbuch gelang es, das Ge- schäft zu hoher Blüte zu bringen und ter Firma weit und breit eine führende Stellung unter ten Lackfabriken zu verschaffen. 1919 ging das Geschäft in fremde Hände über. Durch das Vertrauen der Gießener Kaufmannschaft wurde Herr Wilhelm Zurbuch 1901 in die Handelskammer Gießen ge­wählt, ter er über 20 Jahre lang bis 1922 als Mit­glied angehörte. Hier erfreute er sich wegen seiner Erfahrungen in ter kaufmännischen Praxis und we­gen seines ruhigen, besonnenen Urteils allgemeiner Wertschätzung. Leiter ist der Jubilar schon längere Zeit durch Krankheit ans Zimmer gefesselt.

" Dien ft jubiläum bei der Reichs­bahn. Zugführer 3ohannes Weitzel, der beim Bahnhof Gießen beschäftigt ist, kann heute auf eine 25jährige Dienstzeit bei der Reichsbahn zurückblicken.

*" Reichsbahnperfonalien. Ernannt: Reichsbahn-Assistent Wilhelm Rachtig all in Gießen zum Reichsbahn-Sekretär. Reichsbahn- Reservezugsührer Philipp Lenz in Gießen und Hofmeier in Stockheim zu Reichsbahn-Zug­führern.

Sitzung des Provinzialaus­schuss e S. Am kommenden Samstag, 5. April, 8'/r.Ahr beginnend, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses statt mit fol­gender Tagesordnung: 1. Klage des H. W. Rinn in Gießen gegen die Stadt Gießen wegen Heranziehung zu den städtischen Straßenreini- gungs- und Müllabsuhrgebuhren für das Haus ..An der 3ohanneSkirche 3"; 2. Gesuch des Karl Dachmann in Hriedberg um Erteilung eines Wandergewerbescheins: 3. Klage des Bezirks- fürsorgeverbandes der Stadt Worms gegen den Bezirksfürsorgeverband des Kreises Gie­ßen wegen Erstattung der Aufwendun­gen für Luise Kirch aus Ringels- Hausen; 4. Klage des Dezirksfürsorgeverbandes Frankfurt a. M. gegen den Bezirksfürsorgever- band des Kreises Friedberg auf Erstattung von Fürsorgekosten für die Witwe Stephan, geb. Huth; 5. Klage des Bezirkssürsorgeverbandes Hi'desheim-Stadt g gen den Bezir's ürsorgcvcr- band Gießen-Stadt to*gcn Erstattung von Pflege­kosten für daS Kind Ruth Hollenbach.

' Fremdenvorstellung im Gießener Stadttheater. Man schreibt uns: Am Sonntag, 6. April, 18.30 Uhr, wird als Frem­denvorstellung das komische ChestückD i e Sache, d i e sich Liebe nennt" gegeben. Für alte und junge Ehepärchen gibt -es in diesem Lustspiel viel zu lachen. Die Uraufführung war ein großer Erfolg, und auch die Gießener Vor­stellung gehört zu den heitersten der Spielzeit. Spielleitung: Karl V o l ck. Ermäßigte Preise.

" Erfolgreiche Gießener Segel- f k ü g e. Vom Verein für Luftfahrt wird uns ge- schrieben: Am vorigen Sonntag führte die Aka- dem'sche Fliegergruppe Gießen auf der Hohen Warte bei Aßlar (Kreis Wetzlar) 24 wohlgelungene Gleit­flüge aus, die von der Aßlarer Einwohnerschaft mit lebhaftem Interesse verfolgt wurden. Die sonn­täglichen llebungsflüge werden bei gutem Wetter und Wind fortgesetzt werden.

" Der Verkehrsunfall am Reu­st ä d t e r Tor. Zu dem am Dienstag berich­teten Verkehrsunfall am Reustüdter Tor, bei dem die 14 3ahre alte Elfe Hillgürtner verunglückte, teilt uns Herr v. G r o l m a n hier- selbst mit, daß er der Lenker jenes Autos ge­wesen sei, von dem Unfall selbst aber nichts wahrgenommen habe. 3n seiner Zuschrift er­klärt er u. a.:Das Mädchen, das auf einem Fahrrad in Richtung Lahnbrücke vor mir her fuhr, wurde von einigen Mädchen, die an der Dootshausstraße standen, ang?rufen und drehte, ohne Zeichen zu geben, auf der rechten Fahr­bahn um. Für mich wurde die Fahrbahn frei, das Mädchen drehte aber zu kurz und fuhr von links auf die Mitte meines Wagens los. Hm einen Zusammenstoß zu vermeiden, gab ich schnell Vollgas und sah bei kurzem Hmsehen, daß das Vorderrad des Fahrrades das letzte Ende meines Kotflügels streifte und das Mäd­chen absprang. Da ich zur Müllerschen Bade­anstalt einbiegen wollte, mußte ich auf den Verkehr achten und habe nicht bemerkt, daß das Mädchen zu Fall gekommen war, auch habe ich nicht im entferntesten angenommen, daß etwas passiert sei. Von einem<juf und davon fahren" meinerseits kann keine Rede sein, denn ich habe mich in der naheliegenden Badeanstalt über eine

Aus ter Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 4. April 1930.

Worte."

3ch war ein unbescholtener und leidlich normaler Menich, bis mich meine Frau eines Tages auf die .Goldenen Worte" aufmerksam machte, b.e eine Zeitung meiner bayerischen Heimatstadt täglich veröffentlicht.

Es waren Sinnsprüche aus allen Gebieten der Lebensweisheit. Meine Frau meinte, diese Perlen i<ien m.t viel Geschmack und Erfahrung ausgesucht. Nan müße sich nach ihnen richten. Man könne sich tord) ihre praktische Nutzanwendling sicher viel Aer- ger ersparen.

Was ich denn auch tat.

verwenden zur Pflege ihrerKinder TPenaten- Cremeund Puder

InApolka Dro9.60Hg Große SfreudoteßOpfj

In Tiepoe (O stj a va) erfolgte auf einem Pe­troleumfelde der Batavia Petroleum Mij eine heftige Explosion, durch die sieben Arbeiter ge- tötet und elf schwer verletzt wurden. Die Entzündung erfolgte dadurch, daß ausgeftrömte Pe- troleumgafe mit glühenden Steinen in Be­rührung tarnen, die aus einem gelöschtem Kessel entfernt worden waren.

Erdölbohrungen in Braunschweig und Oldenburg.

In den Plänen der North European Corporation, die Oelvorkommen in Niedersachsen auszubeuten, wird mitgeteilt, daß von dem braunschweigischen Staat verschiedenen Gesellschaften das Mutungs­recht gewährt worden ist. So hat u. a. auch eine amerikanische Gesellschaft vertraglich das Recht er- norben in der Richtung Klein Schöppenstedt, Nor- Oorf, Gifhorn Erdölvorkommen festzustellen. Die ßattoerträge haben eine Laufzeit von einigen Iah- ren und sind über ein Gebiet von einigen Tausend Morgen abgeschlossen worden. Auch der Leiter ler oldenburgischen Berabehörden, Ministerialrat Zeller, arbeitet seit vier Zähren mit Amerikanern, die im vorigen Jahre das Mutungsrecht erhalten unb die Verpflichtung übernommen haben, Boh­rungen vorzunehmen. Die amerikanische Gesellschaft besitzt in der Stadt Oldenburg ein Gebäude. Sie be­schäftigt «inen Stad von drei bis vier Ingenieuren unb einige Bohrmeister zur Bedienung der amerb Ionischen Bohrapparate. Ihre übrigen Arbeiter sind Deutsche. Vertragsgemäß gehören der Gesellschaft Funde in mehr als 50 Meter Tiefe. Sie ist ver­pflichtet, dori, wo sie auf Erdgas, daß auf Petro­leum schließen läßt, stößt, bis zur Fündigkeit bohrt, mindestens aber bis Zu 1000 Meter. Jede Bohrung kostet 100 000 bis 150 000 Mark. Die bisherigen Ausgaben der Amerikaner in Oldenburg allein wer ten auf eine Million Mark geschätzt. Das Ausbeu­tungsrecht können die Amerikaner erst nach 1934 erhalten, wenn die Bohrungen eine Fündigkeit des m Betracht kommenden Gebietes ergeben haben.

Die Reichsbahn

beschleunigt die Zuggeschwindigkeiten.

3m Zusammenhang mit soeben veröffentlichten Statistiken der Reichsbahn über die Fortschritte itn Eisenbahnverkehr, aus denen hervorgeht, daß die schnellsten Zuggeschwindigkeiten in England gefahren werden, die zweite Stelle Frankreich einnimmt, und an dritter Stelle Deutschland .omrnt, wird darauf Angewiesen, daß im kommenden Fahrplan der Reichsbahn die Zuggeschwindigkeiten nahezu wieder die Geschwindigkeiten der Vorkriegszeit erreicht haben. Die größte Geschwindigkeit wird auf der Strecke Hamm Hannover mit 90,7 Kilometer erzielt werden. Auf der Strecke Berlin Hamburg wer­den 88,8, Berlin Halle 83,8, und 3er- lin Breslau 73,7 Stundenkilometer gefah­ren werden.

23 Teilnehmer

ItJ Bauernfongreffes wegen Paßoergehens verurteilt.

Der Schnellrichtcr beim Amtsgericht Berlin- Ditte verurtci'te 23 verhaftete Teilnehmer des Europäischen Dauernkongres'es (17 Polen, vier Tschechoslowaken, einen 31allener, einen Süd­slawen) wegen Paßvergehens, und zwar drei Mitglieder des polnischen Sejm zu einer Geldstrafe von je 35 Mark und die übrigen An­geklagten zu drei Tagen Gefängnis unter An­rechnung der zweit g gen Polizeihaft. Sie wur­den für schuldig befunden, unbefugt die Reichsgrenzc überschritten zu haben und ohne Paß nach Berlin gekommen ;u sein. Der Berliner Bauernkongreß ist eine kommunistische Veranstaltung.

und 50 Rezepten QcatislAusschneiden !

o