Mrlage.
Das wäre meine einzige Hilfe.
M. QI.
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Donnerstags las ich:
Nur Schafsköpfe und im Geist« Gebrochene zahlen mit ter Zukunft für die Vergangenheit.
Stewart.
Zch machte es daher umgekehrt. Ich zahlte mit einem Scheck aus glücklicher Vergangenheit, in der ich noch über ein Konto verfügte, und datierte das Papier eine Woche voraus. Ein Verfahren wegen Betrugsversuches schwebt gegen mich.
Die umfangreiche Sonntagsnummer, die immer einen Tag früher erscheint, brachte ein ..Goldenes Wort", das schlimme Folgen haben sollte.
3ch las, lernte und hämmerte eS mir in mein Gehirn ein:
Wenn die Menge dich umtobt, wenn eS stürmt aus Nord und West, stehe kalt und kampferprobt wie Granit und Felsen fest.
Herwegh. '
Es war Geschäftsschluß und ziemlicher Andrang in der Straßenbahn. 3d) hatte auf der Hinteren Plattform einen Platz vor der Türe erkämpft.
Der Schaffner wies mich fort.
3ch stand wie eine Eiche.
Menschen mischten sich In unfern Streit. 3ch reckte, als Eiche, meine Aeste noch starrer.
Ein Gewühl entstand.
3ch blieb.
Wie Granit.
Aber nicht lange.
3d) wurde verprügelt und zur Dahn hinausgeworfen, wobei ich mir doch immerhin derartige Verletzungen zuzog, daß meine Heber- führung in eine Klinik notwendig wurde.
Mein Anwalt glaubt nicht, baß ich jene Zeitung haftpflichtig machen kann. Das einzige, was zu erreichen wäre, ist vielleicht, daß die Zeitung in Zukunft die „Goldenen Worte" mit dem kleinen Rach'ah versieht:
..Ohne Verantwortung der Schrift- le i t u n g."
Vielleicht wäre aber auch die Frage juristisch noch zu prüfen, ob man die Erben bzw. Rechtsnachfolger der Herren Goethe und Horaz fassen kann.
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An der Montags-Ausgabe las ich:
Willst du ergründen des Geschickes Lauf, willst frei du sein von Not und von Beschwerde, so blicke immer nur zum Himmel auf und schaue niemals auf die Erde!
Hamerling.
Als ich morgens ins Geschäft ging, setzte ich die lief empfundenen Worte Hamerlings in die Tat um, wobei ich verschiedentlich angerempelt wurde, drei Nal stolperte, einmal fiel und von einem Verkehrs- schutzmann zurechtgewiesen und ausgeschrieben wurde.
Taten für Samstag, 5. April.
1588: der englische Philosoph Thomas Hobbes in Malmesbury geboren: — 1828: der Buch- Händler Georg 3oachim Göschen in Hohnstädt bei Grimma gestorben.
Bornotizen.
— Tageskalender für Freitag. Stadt- theater: „Der letzte ßorb", 20 bis 22 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Donauwalzer". — Asto- ria-Lichtspiele: „Die Kosaken" und „Der Schlauberger"
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die heutige Vorstellung .Der letzte Lord" beginnt um 20 Hßr. — Sonntag. 6. April, Morgenfeier, zusammen mit dem Gocthebund, „‘Der Tor und der Tod" von Hugo von Hosmannsthal, Spielleitung Dramaturg Dr. :?arl 'Kitter. Vorher Gedenkworte (Ritter). Abends zum letztenmal das Lustspiel „Die Sache, die sich Liebe nennt". — Montag, 7. April, wird Curt Götz in Gießen gastieren. Es ist der 3ntendanz gelungen, den Schaulpielerdichter mit seinem neuesten Werk „Der Lügner und die Rönne" zu verpflichten. Dieses Spiel hatte bei seiner Uraufführung im Thalia-Theater Hamburg einen starken und sicheren Erfolg. Mit seiner Gegenspielerin Valerie von Martens ist Curt Götz meistens auf der Bühne. Sein letztes Gastspiel mit „Hokuspokus" gehört zu den größten Erfolgen des Gießener Stadttheaters.
Am Dienstag hieß es:
Mit Freuden jede Maid geküßt, mit Hochmut jeden Narr'n gegrüßt, so wirst du glücklich, wirst du groß und schaffest dir dein eigen Los.
Goethe.
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3n ter F r e i t a g - N u m m e r fand ich folgende Perle:
Wer Früchte will nach Hause tragen, ter muß sie von den Bäumen schlagen.
G e i b e l.
Im Hinblick auf den mangelnden Herbst faßte ich das bildlich auf und schlug mir lediglich vor einem Delikatessengeschäft ein paar Bananen von einem Bündel herab, was nicht nur Hnen großen Aufkauf verursachte, sondern auch zu einer Anzeige wegen Mundraubs führte. Oder Diebstahl. Das wird sich noch entscheiden.
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Goethe irrte hinsichllich des Glücklichwertens. Don den Narren, die ich grüßte, will ich schweigen Aber bei der teilten Maid, die ich küßte, wurde ich der Polizei übergeben. Vermutlich wird das eine staatsanwaltschaftliche Angelegenheit, denn ich habe eine Vorladung .^Zwecks Untersuchung durch den Gerichtsarzt" erhalten.
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Die Mittwoch.Nummer enthielt folgendes „Goldene Wort":
Ein Scherz, ein lachend Wort entscheidet ost die größten Sachen treffender und bester, als Ernst und Schärfe. Horaz.
3ch hatte auf dem Finanzamt zu tun. Es war eine peinliche Auseinandersetzung mit einem höheren Bc- amten. Ich erinnerte mich an den alten, ehrlichen Horaz und brachte ganz unvermittelt einen älteren, aber derben Witz vor, worauf ich unter Klage- androhung wegen Beamtenbeleidigung hinausgeworfen wurde.
Stunde gesonnt. Auch trifft das „hinterrücks ansahrcn'" nicht zu. sondern das Madel, daS nicht einmal bremsen konnte, fuhr, ohne Zeichen zu geben, verkehr-regelwidrig nach links und berührte dadurch das Hintere Ende meine- Wagens, allo fuhr mich an. 3ch habe von dem bedauerlichen Unfall erst durch den Artikel Kenntnis bekommen, sonst hätte ich mich selbstverständlich um das Mädel gekümmert. Bei der Kriminalpolizei habe ich obige Ausführungen zu Protokoll gegeben."
Ein eigenartiges Kun ft werk wurde gestern in den Straßen unserer Stadt zur Schau ausgestellt: eine Standuhr aus Streichhölzern. Die Uhr hatte eine Hohe von 2,20 Meter, die Breite am Sockel betrug 70 Zentimeter und am oberen Teil 56 Zentimeter. Zu diesem Werk waren 1025 000 Streichhölzer — das Gewicht der ab» geschnittenen Köpfe betrug etwa 50 Pfund —, die alle aufeinander geleimt wurden, erforderlich: als Bauzeit wurden 3% Jahre angegeben. Das Ziffern, blatt und die Pendelfcheibe waren aus Streichholz. • köpfen hergestellt. Das Werk bestand aus Buchen« Holz und Knochen und läuft acht Tage lang Der Sockel wies als besonderen edjmurf die Ansichten: vorn das „Deutsche Eck in Koblenz", hinten Schloß Stolzenfels, links die Festung Ehrenbreitstein und rechts die alte Burg mit der Moselbrücke auf. Der Erbauer des eigenartigen Kunstwerks stammt aus Koblenz. Zum Transport bediente man sich zeit« gemäß eines Kleinautos.
Große Strafkammer Gießen.
* Gießen. 1. April. Ein Kassenbote, der seit 3ahren für mehrere Vereine die Beiträge einkasfierte, hatte das in ihn gesetzte Vertrauen schwer mißbraucht. Eine für ihn überraschend vorgenommene Revision ergab, daß insgesamt ein Betrag von 1850 Mk. fehlte. Während er früher über den Verbleib des Geldes nichts wissen wollte, gab er jetzt zu, das Geld zwar eingenommen, aber an bte einzelnen Vereine nicht abgeliefert zu haben. Da er für diese Unter« schlagungen feinen Grund angeben konnte, hielt daS Gericht die ihm von dem Schöffengericht auferlegte Strafe von 4 Monat Gefängnis für durchaus angebracht und verwarf kostenfällig die Berufung deS Angeklagten.
Ein wegen Diebstahls wiederholt vorbestrafter Mann war in Bad-Rauheim nachts von einer Polizeipatrouille dabei erwischt worden, als er sich mit anderen an einem an einem Geschäftshaus angebrachten, mit Lederwaren ausgestellten Schaukasten zu schaffen machte. Bei feiner Festnahme ließ er einen Walzenrevolver zur Erde fallen. Die Munition hierzu wurde auf der Polizeiwache in seiner Westentasche gesunden, und außerdem in einer inneren Rocktasche noch ein Brecheisen, das genau in die Einbruchsspuren des Schaukastens paßte. Wegen versuchten schweren Diebstahls — er führte bei Begehung des Diebstahls eine Schußwaffe bei sich —, in strafschärfendem Rückfall und wegen verbotenen Waffentragens war er in erster 3nstanz ztu einer Gesamtstrafe von 1 3ahr 2 Monaten Zuchthaus verurteilt worden, außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 3ahren aberkannt und die Einziehung des bei der Tat benutzten Meißels, Revolvers und der Munition angeordnet. Die dagegen verfolgte Berufung hatte nur insofern Erfolg, als das Gericht das Vergehen gegen das Waffengesetz nicht al- eine selbständige Straftat ansah, so daß die Strafe jetzt auf 1 3ahr Zuchthaus lautet, während es bei den übrigen Maßnahmen sein Bewenden behielt.
Ein mehrfach vorbestrafter kaufmännischer Angestellter war wegen 3 Betrugsfällen zu 1 3 ahr Gefängnis verurteilt und in einem anderen Fall mangels ausreichenden Beweises freigesprochen worden. Bezüglich der Freisprechung verfolgte die Staatsanwaltschaft Berufung. Der Angeklagte hatte einen verrufenen 50 Markschein aus 1919, dem durch Veränderungen das Ansehen eines noch geltenden gegeben war, einem Friseur in Zahlung gegeben. Der Angeklagte bestreitet dies, er wurde aber durch den Zeugen bestimmt als Täter wiedererkannt. Da die Fälschung des Scheines selbst ihm nicht einwandfrei nachzuweisen war, wurde er lediglich wegen Betrugs unter Einbeziehung der früher erkannten Strafe zu einer Gesamtstrafe von 1 3ahr 4 Monat Gefängnis verurteilt.
Ein über 60 3ahre alter Händler hatte gelegentlich des Besuchs eines auswärtigen Marktes ein 15iähriges Mädchen mitgenommen und dieses mißbraucht. Wegen Verführung eines unbescholtenen Mädchens war er in erster 3nstanz zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die jetzige Berufungsverhandlung fand unter Ausschluß der Oefsentlichkeit statt. Wie aus der öffentlich verkündeten Urteilsbegründung her- * vorging, nahm das Gericht jetzt tätliche Bele digung an und setzte die Strafe auf vier Monate Gefängnis herab.
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,E i n Fünfundsiebzigjähriger. Am morgigen 5. April feiert unser den älteren Gießenern wohlbekannter Mitbürger Herr Wilhelm Zurbuch feinen 75. Geburtstag. Herr Zurbuch war von 1885 bis 1910 zulammen mit feinem 'Brüter Adolf und bann nach besten Tod bis 1919 alleiniger Inhaber der weitbekannten Lackfobrik Wilhelm Zurbuch. Diese Fabrik war als eine ter ersten Lackfabriken in Deutschland im Jahre 1849 von sei- nem Vater W.lhelm Zurbuch in Gießen gegründet worden. Zuerst wurde das Geschäft in kleinem Maßstabe auf dem Seltersweg betrieben. Bald aber erwiesen sich hier die Räumlichkeiten für die Herstellung von Lack als zu klein, so daß 18-58 eine größere Fabrik in den Eichgärten erbaut wurde. Nach dem Tote des Vaters (1865) führte die Mutter das Geschäft mit Unterstützung ihres tüchtigen Ge- Ichäftssührers, des späteren Stadtverordneten A n • breas Keller, bis zur Volljährigkeit ihrer beiten Sohne i. 3. 1885 weiter Der Tüchtigkeit und ten großen Fähigkeiten ter beiten Brüter Wil- beim und Adolf Zurbuch gelang es, das Ge- schäft zu hoher Blüte zu bringen und ter Firma weit und breit eine führende Stellung unter ten Lackfabriken zu verschaffen. 1919 ging das Geschäft in fremde Hände über. Durch das Vertrauen der Gießener Kaufmannschaft wurde Herr Wilhelm Zurbuch 1901 in die Handelskammer Gießen gewählt, ter er über 20 Jahre lang bis 1922 als Mitglied angehörte. Hier erfreute er sich wegen seiner Erfahrungen in ter kaufmännischen Praxis und wegen seines ruhigen, besonnenen Urteils allgemeiner Wertschätzung. Leiter ist der Jubilar schon längere Zeit durch Krankheit ans Zimmer gefesselt.
" Dien ft jubiläum bei der Reichsbahn. Zugführer 3ohannes Weitzel, der beim Bahnhof Gießen beschäftigt ist, kann heute auf eine 25jährige Dienstzeit bei der Reichsbahn zurückblicken.
*" Reichsbahnperfonalien. Ernannt: Reichsbahn-Assistent Wilhelm Rachtig all in Gießen zum Reichsbahn-Sekretär. — Reichsbahn- Reservezugsührer Philipp Lenz in Gießen und Hofmeier in Stockheim zu Reichsbahn-Zugführern.
’• Sitzung des Provinzialausschuss e S. Am kommenden Samstag, 5. April, 8'/r.Ahr beginnend, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses statt mit folgender Tagesordnung: 1. Klage des H. W. Rinn in Gießen gegen die Stadt Gießen wegen Heranziehung zu den städtischen Straßenreini- gungs- und Müllabsuhrgebuhren für das Haus ..An der 3ohanneSkirche 3"; 2. Gesuch des Karl Dachmann in Hriedberg um Erteilung eines Wandergewerbescheins: 3. Klage des Bezirks- fürsorgeverbandes der Stadt Worms gegen den Bezirksfürsorgeverband des Kreises Gießen wegen Erstattung der Aufwendungen für Luise Kirch aus Ringels- Hausen; 4. Klage des Dezirksfürsorgeverbandes Frankfurt a. M. gegen den Bezirksfürsorgever- band des Kreises Friedberg auf Erstattung von Fürsorgekosten für die Witwe Stephan, geb. Huth; 5. Klage des Bezirkssürsorgeverbandes Hi'desheim-Stadt g gen den Bezir's ürsorgcvcr- band Gießen-Stadt to*gcn Erstattung von Pflegekosten für daS Kind Ruth Hollenbach.
' Fremdenvorstellung im Gießener Stadttheater. Man schreibt uns: Am Sonntag, 6. April, 18.30 Uhr, wird als Fremdenvorstellung das komische Chestück „D i e Sache, d i e sich Liebe nennt" gegeben. Für alte und junge Ehepärchen gibt -es in diesem Lustspiel viel zu lachen. Die Uraufführung war ein großer Erfolg, und auch die Gießener Vorstellung gehört zu den heitersten der Spielzeit. Spielleitung: Karl V o l ck. Ermäßigte Preise.
" Erfolgreiche Gießener Segel- f k ü g e. Vom Verein für Luftfahrt wird uns ge- schrieben: Am vorigen Sonntag führte die Aka- dem'sche Fliegergruppe Gießen auf der Hohen Warte bei Aßlar (Kreis Wetzlar) 24 wohlgelungene Gleitflüge aus, die von der Aßlarer Einwohnerschaft mit lebhaftem Interesse verfolgt wurden. Die sonntäglichen llebungsflüge werden bei gutem Wetter und Wind fortgesetzt werden.
" Der Verkehrsunfall am Reust ä d t e r Tor. Zu dem am Dienstag berichteten Verkehrsunfall am Reustüdter Tor, bei dem die 14 3ahre alte Elfe Hillgürtner verunglückte, teilt uns Herr v. G r o l m a n hier- selbst mit, daß er der Lenker jenes Autos gewesen sei, von dem Unfall selbst aber nichts wahrgenommen habe. 3n seiner Zuschrift erklärt er u. a.: „Das Mädchen, das auf einem Fahrrad in Richtung Lahnbrücke vor mir her fuhr, wurde von einigen Mädchen, die an der Dootshausstraße standen, ang?rufen und drehte, ohne Zeichen zu geben, auf der rechten Fahrbahn um. Für mich wurde die Fahrbahn frei, das Mädchen drehte aber zu kurz und fuhr von links auf die Mitte meines Wagens los. Hm einen Zusammenstoß zu vermeiden, gab ich schnell Vollgas und sah bei kurzem Hmsehen, daß das Vorderrad des Fahrrades das letzte Ende meines Kotflügels streifte und das Mädchen absprang. Da ich zur Müllerschen Badeanstalt einbiegen wollte, mußte ich auf den Verkehr achten und habe nicht bemerkt, daß das Mädchen zu Fall gekommen war, auch habe ich nicht im entferntesten angenommen, daß etwas passiert sei. Von einem „<juf und davon fahren" meinerseits kann keine Rede sein, denn ich habe mich in der naheliegenden Badeanstalt über eine
Aus ter Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 4. April 1930.
Worte."
3ch war ein unbescholtener und leidlich normaler Menich, bis mich meine Frau eines Tages auf die .Goldenen Worte" aufmerksam machte, b.e eine Zeitung meiner bayerischen Heimatstadt täglich veröffentlicht.
Es waren Sinnsprüche aus allen Gebieten der Lebensweisheit. Meine Frau meinte, diese Perlen i<ien m.t viel Geschmack und Erfahrung ausgesucht. Nan müße sich nach ihnen richten. Man könne sich tord) ihre praktische Nutzanwendling sicher viel Aer- ger ersparen.
Was ich denn auch tat.
verwenden zur Pflege ihrerKinder TPenaten- Cremeund Puder
InApolka Dro9.60Hg Große SfreudoteßOpfj
In Tiepoe (O stj a va) erfolgte auf einem Petroleumfelde der Batavia Petroleum Mij eine heftige Explosion, durch die sieben Arbeiter ge- tötet und elf schwer verletzt wurden. Die Entzündung erfolgte dadurch, daß ausgeftrömte Pe- troleumgafe mit glühenden Steinen in Berührung tarnen, die aus einem gelöschtem Kessel entfernt worden waren.
Erdölbohrungen in Braunschweig und Oldenburg.
In den Plänen der North European Corporation, die Oelvorkommen in Niedersachsen auszubeuten, wird mitgeteilt, daß von dem braunschweigischen Staat verschiedenen Gesellschaften das Mutungsrecht gewährt worden ist. So hat u. a. auch eine amerikanische Gesellschaft vertraglich das Recht er- norben in der Richtung Klein Schöppenstedt, Nor- Oorf, Gifhorn Erdölvorkommen festzustellen. Die ßattoerträge haben eine Laufzeit von einigen Iah- ren und sind über ein Gebiet von einigen Tausend Morgen abgeschlossen worden. — Auch der Leiter ler oldenburgischen Berabehörden, Ministerialrat Zeller, arbeitet seit vier Zähren mit Amerikanern, die im vorigen Jahre das Mutungsrecht erhalten unb die Verpflichtung übernommen haben, Bohrungen vorzunehmen. Die amerikanische Gesellschaft besitzt in der Stadt Oldenburg ein Gebäude. Sie beschäftigt «inen Stad von drei bis vier Ingenieuren unb einige Bohrmeister zur Bedienung der amerb Ionischen Bohrapparate. Ihre übrigen Arbeiter sind Deutsche. Vertragsgemäß gehören der Gesellschaft Funde in mehr als 50 Meter Tiefe. Sie ist verpflichtet, dori, wo sie auf Erdgas, daß auf Petroleum schließen läßt, stößt, bis zur Fündigkeit bohrt, mindestens aber bis Zu 1000 Meter. Jede Bohrung kostet 100 000 bis 150 000 Mark. Die bisherigen Ausgaben der Amerikaner in Oldenburg allein wer ten auf eine Million Mark geschätzt. Das Ausbeutungsrecht können die Amerikaner erst nach 1934 erhalten, wenn die Bohrungen eine Fündigkeit des m Betracht kommenden Gebietes ergeben haben.
Die Reichsbahn
beschleunigt die Zuggeschwindigkeiten.
3m Zusammenhang mit soeben veröffentlichten Statistiken der Reichsbahn über die Fortschritte itn Eisenbahnverkehr, aus denen hervorgeht, daß die schnellsten Zuggeschwindigkeiten in England gefahren werden, die zweite Stelle Frankreich einnimmt, und an dritter Stelle Deutschland .omrnt, wird darauf Angewiesen, daß im kommenden Fahrplan der Reichsbahn die Zuggeschwindigkeiten nahezu wieder die Geschwindigkeiten der Vorkriegszeit erreicht haben. Die größte Geschwindigkeit wird auf der Strecke Hamm — Hannover mit 90,7 Kilometer erzielt werden. Auf der Strecke Berlin — Hamburg werden 88,8, Berlin — Halle 83,8, und 3er- lin — Breslau 73,7 Stundenkilometer gefahren werden.
23 Teilnehmer
ItJ Bauernfongreffes wegen Paßoergehens verurteilt.
Der Schnellrichtcr beim Amtsgericht Berlin- Ditte verurtci'te 23 verhaftete Teilnehmer des Europäischen Dauernkongres'es (17 Polen, vier Tschechoslowaken, einen 31allener, einen Südslawen) wegen Paßvergehens, und zwar drei Mitglieder des polnischen Sejm zu einer Geldstrafe von je 35 Mark und die übrigen Angeklagten zu drei Tagen Gefängnis unter Anrechnung der zweit g gen Polizeihaft. Sie wurden für schuldig befunden, unbefugt die Reichsgrenzc überschritten zu haben und ohne Paß nach Berlin gekommen ;u sein. Der Berliner Bauernkongreß ist eine kommunistische Veranstaltung.
und 50 Rezepten QcatislAusschneiden !
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