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Montag, 3.Februar. 1930,7" ab65

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Ein geheimnisvoller Mordfall

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pefteur her ftaoaUerie cr°n«utnant ernannt.

** Vorübergehende Veränderungen in der Gießener Hauptpost Infolge Um­bauarbeiten im Hauptpoftgebäude werden von heute ab vorübergehend die Brief-, Geld-, Telegramm- Annahme und -Ausgabe, die Schließfachanlage so- wie die öffentliche Fernsprechstelle in die seither der Paket-Annahme und -Ausgabe dienenden Räume verlegt. Der Zugang für tue Paketauflieserer und -abholer erfolgt vom gleichen Tage ab von der Südseite des Gebäudes.

** Schule und Fastnacht. Der hessische Kul­tusminister Hal angeorbnet, daß in den hessischen Schulen der Unterricht am Fastnachtsdienstagnach- mittag für alle Klassen auszufallen hat. Der freie halbe Tag soll jedoch auf irgendwelche Ferien nicht angerechnet werden.

* Evangelisch-kirchliche Pers 0 - n a I i e. Durch die Kirchenregierung wurde dem

Oer Kulmbacher Kommerzienrat Meußdörfer unter dem Verdacht des Gatten- Turnlehrerinnen-Eeminar des Alice- Mordes. - Zwei Arbeiter bezichtigen sich der Tat. schulvere ns.

! Aus der provinziathauptstadt

Dießen, den 4. Februar 1930.

Pfarrer Hugo Fritsch zu Herchenhain die evan­gelische PfarrsteUe Kelsterbach, Dekanat Groß- Derau, übertragen.

Dienstjubiläum. Am morgigen 5. Fe« bruar feiert der Schneider S n n 0 s z i k (Wieseck) bei der Firma Engelhardt, Plockstrahc, tätig, sein 25. Dicnstjubiläum.

**DieSchüleranmeldungenzuOstcrn 19 3 0 betrifft eine Bekanntmachung des Stadtschul­amts im heutigen Anzeigenteil, aus die wir die Eltern der schulpflichtig werdenden Binder besonders aufmerksam machen.

Brände im Krclsc Dreßen. Aus

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des ehemaligen paarcs.

»rohherzvgSvaai tour- Hochzeit auherordent« I »ünsche dargebracht. I mb schristlichen Dün­sen und Gegenden ein. en unb einer Morgen- ten Gratulanten ich viele Vertreter von invereinen, Abordnun- rkreisen, von Ossiziers- aus Handel und 3n< erschien eine Kinder- voldes und aus Ober- r Sjeimat in Milch.

-berörachie/i. 2Li A-r u.a. tel ^W\\w I fün- und W^NI e Prinzessinnen Theo- iechenland, Prinz und | ohrnsvlms'Lich, Land- Hessen nebst Geinahlin Am Abend sand ein

statt.

n Auswanderer. deutsch-russischenAuS- ^haven locitergesahr-n. »ter an Vord dc ierra die «eM eien werden. Vor tAcich^koinms arSIua- russischen Lands.euir

terlegun g eines Betrages von 5000 Mart auf den Namen seiner Frau der Polizei den wahren Mörder mitzuteilen. Der Kommissar setzte sich mit der Staatsanwalt­schaft und mit deren Einverständnis mit der Fa­milie Meußdörfer in Verbindung, die sich sofort bereit erklärte, die Summe zu hinterlegen, weil ihr daran gelegen war, den 67jährigen Kom­merzienrat Meußdörser, der feit Wochen unter dem Verdacht des Gattenmordes in Unter­suchungshaft sitzt, au entlasten. Das Geld wurde bei einer Kulmbacher Bant depo­niert und daraufhin legte Schubert «in um - fassendes Geständnis ab, in dem er s 1 ch und seinen Freund Popp der Täter­schaft bezichtigte und die Tat m allen Einzels)-iten schilderte. Vach der Darstellung Schuberts hatten die beiden einen Elnbruch in die Villa Mcußdörfers verübt, die Gat­tin des Kommerzienrates in ihrem Bett üBcrf allen, sie gefcf e t und gewürgt, um von ihi? eine Angabe darüber zu erpressen, wo das Geld aufbewahrt werde. Ms der Kom­merzienrat ins Haus trat, flüchteten die beiden Verbrecher.

Rußland.

Lis SoiDjettußianb , «SU1j ""r Vormali« mchgeführt hab«, ^nSvwjetflotter?.

Netten sind ftL ändert vpsern bM\\& «- ^wandten U itv Glaubensgenossen in m, Dort Gedächt- lhaltens tveil sie frti heften. Die ortho- Mieren Daher für

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sind, i h r Geständnis abgelegt haben. Danach hat Schubert dem Kulmbacher Oberkom- mifsar Zichner im Bayreuther Gefängnis das merkwürdige Angebot gemacht, gegen Hin -

Der Wasserspiegel des R e m i - S e e s ist bereits Lim 14 Meter gesenkt worden, so daß auch das «weite der vielbesprochenen römischen Kaiserschiffe sichtbar wird. Da das Schiff zum größten Teil vom Schlamm bedeckt ist und eine stark geneigte Lage hat, muß der Wasserspiegel noch um etwa fun bis sechs Meter gesenkt werden, damit das Schiff vollkommen zum Vorschein kommen kann. Der Leiter der Bergungsarbeiten nimmt an, daß das zweite Schiff in seiner Bauart dem bereits trocken- sclegten gleicht und vertritt im übrigen die Ansicht, Laß die Schiffe nicht, wie bisher angenommen, Treudenschiffe das Kaisers Caligula gewesen seien, sondern dem Kult der Diana- gebient hat« len. Während nun mit Spannung dem Auftauchen Los zweiten Schiffes entgegengesehen wird, werden Sie Arbeiten an dem bereits trockengelegten ersten Schiff fortgesetzt. Dian hofft, es noch vor Einsetzen Ler Hitze in Sick)erheit zu bringen, damit es den «Sonnenstrahlen des Sommers nicht mehr ausgesetzt iDirb, Das Schiff soll am Ufer in einem M u - leum untergebracht werben.

Fünf Todesopfer eines Automobilunglücks in Kalifornien.

Ein Auto mit sechs 16- bis 18jährigen jungen Leuten stürzte in den San Antonio Ca­nyon ab und geriet in Brand. Fünf 3n- lassen wurden getötet, einer schwer verletzt. Aus fern Befund der Bremsen des Wagens ist zu entnehmen, daß die Insassen beim Befahren der in den Canyon hinabführenden Kurven die Ge- Dalt über das Auto verloren hatten.

Dnfernationalcr Rundflug 1930.

An dem dies"ährigen Internationalen Rund- Ilug werden sich, wie der Aero-Club vonDeut- lanb bekanntgibt, Deutschland, England, | Frankreich, Polen, die Schweiz, Spanien und I Die Tschechoslowakei beteiligten. Es besteht btc Möglichkeit, daß sich noch weitere Länder zu dem Wettbewerb melden. Die Strecke wird in diesem Jahre, wie folgt, geführt: ^Berlin. Braun- chweig, F r a n k f u r t a. M.. Reims.Brüssel, -London, Paris. Poitiers. Pau. Saragossa, Ma- irib, Sevilla, Albaceti. Barcelona, Rimes, Lyon, Lausanne, Bern, München, Wien, Prag, Bres­

lau, Krakau, Warschau, Königsberg, Danzig, Berlin: insgesamt 7553 Kilometer.

Schwere Denzoloergiftung in einer Diener Gummisabrik.

In der Gummifabrik Hörnes in Wiener-Neustadt erkrankten vor einiger Zeit zahlreiche Arbeiterinnen infolge Benzolvergiftung. Bereits drei Frauen i n d g e st 0 r b e n. Bei zwölf Arbeiterinnen, die zu­erst mit leichten Dergiftungserscheinungen in häus­licher Pflege waren, hat sich der Zustand so ver« chiimmert, daß sie ins Krankenhaus gebracht werden mußten, es besteht die Befürchtung, daß sich bte Zahl ber Tobesopser vergrößert.

Zwei Kinder beim Schlittschuhlaufen ertrunken.

In Stendal brachen auf einem Teich beim Schlittschuhlaufen vier Kinder ein. Zwei konnten gerettet werden, während ein elfjähriges Mäd­chen und ein neunjähriger Knabe nur als Leichen geborgen werden tonnten. Die chwache Eisdecke war gebrochen, als eines der Kinder sie aufzuhacken versuchte.

Don der Familie des unter Verdacht des Mordes an seiner Ehefrau in Untersuchungs- haft befindlichen Kommerzienrats Heinrich Meußdörfer ging dem Kulmbacher Tage­blatt" eine Erklärung zu. in der mitgeteilt wird, daß in der Villa früher verschiedene kleineDieb stähle vorgekommen seien, denen rjan aber früher keine besondere Bedeutung bciqelegt habe. Mitte Januar habe M) eme Jerion gemeldet und angegeben, bie 211 bei­ter Popp und Schubert seien die Diebe. Dieselbe Person habe auch gesagt daß Schubert und Popp den Plan besprochen hätten. Kommerzienrat Meußdörfer nachts zu Über­la l l e n , zu knebeln und zu verschleppen, »mchn nur gegen ein Lösegeld v 0 n 5 0 000 Mark wieder freizugeben. Daraufhin f eien die beiden Arbeiter in Unter« suchungshaft genommen worden.

Ein Redaktionsmitglied des8-Uhr-Blaties will in Kulmbach von der Mutter des unter dem Verdacht des Mordes an der Gattin dev Kommerzienrates Meußdörfer verhafteten Ar­beiters Popp erfahren haben, daß Brauerei- Direktor Wilhelm Meußdörfer. em Sohn des schon (<it Wochen in Untersuchungshaft sitzenden Kom- tverzienrates Meußdörfer, d e r 21 r b eit er - frau Schubert, deren Mann ebenfalls des Mordes bezichtigt ist, 6000 Mark angebo­ten habe, falls ihr Mann die Tat auf sich nehmen würde. Das8-Uhr-Blatt" ver- »'fentlid't im vollen Wortlaut eine angebliche Bestätigung Tirektor Meußdörfcrs an Frau 1 Schubert, in der die sofortige Zahlung von 1000 Mark versprochen und eine weitere Zahlung von 5000 Mk. in Aussicht gestellt wird, falls die-

dem Jahresbericht des Kreisfeuerwehrinspektors ür 1929 wird uns mitgeteilt, daß im vorigen Jahre folgende Brände in den Landgemeinde des Kreises Gießen stattfanden: 5. Januar: Brand in einer Schreinerei in Langsdorf: 18. und 19. Januar: Brand bei einer Zentralhei- zungSanlage in Lich: 20. Januar: Ladenbrand in Ettingshausen: 5. Februar: Kellerbrand In Langd: 12. Februar: Balkenbrand in Londorf. 21. Februar: Balkenbrand in Grünberg: 27. Fe« bruar: Treppenbaubrand in Allendorf a. d. Lda.; 16. April: Zimmerbrand im städt. Krankenhaus in Lich: 21. April: Brand im Lollarer Ge­meindewald: 22. April: Brand in einem Säge­werk in Hungen: 10. Mai: Ladenbrand in Gö­belnrod: 22. Mai: Großfeuer in Allendorf a. d. Lumda: 16. Juni: Brand einer Unterkunftshüttc der Gewerkschaft »Gießener Braunsteinberg­werke", Gemarkung Grohen-Linden; 19. Juni: Brand in einer Weberei in Grünberg: 6. Juli: Brand eines Rebengebäudes in Hattenrod: 9. September: Grohfeuer in Röthges: 18. Sep­tember: Brand eines Abortgebäudes in Lang- Göns: 11. Oktober: Balkenbrand in Göbelnrod: 6. November: Grohfeuer auf Hofgut Neuhof bei Leihgestern: 8. November: Balkenbrand in Grün­berg: 12. Dezember: Zimmerbrand in Holzheim. Die KreiSmotorsprihe wurde zu den Bränden am 22. Mai nach Allendorf a. d. Lda., am 9. September nach Röthges und am 6. Novem­ber nach Hosgut Neuhof angefordert. Bei dem Brand in AllenDorf a. d. Lda. war sie zwei Stunden in Betrieb, in Röthges war sie drei Stunden in Tätigkeit. Bei dem Brand auf dem Hofgut Neuhof war die KreiSmotorsprihe 21/-. Stunden in Betrieb. Zur Bekämpfung des gro­ßen Brandes des Gailschen Tonwerks am 23. und 24. 3uli wirkte die KreiSmotorsprihe 7 Stunden

/Tk e Zum Schutz gegen

Wannavm'ErkältJng^hrank-

PASTILLEN heilen,Mandela.

M (Acridiniumderivat) Halsentzündungen

2lls sich in Raitenhaslach (Oberbayern) aufdem Eise eines Weihers mehrere Kinder ver- | cnügten, brachen plötzlich drei Geschwister ein und gingen unter. Aus die Hilferufe eilte bie ; 17 Jahre alte Schwester an die Unfallstelle, sprang ins Wasser und r e 11 e t e u n t e r e i g e n e r Lebensgefahr alle drei Geschwister vom Tode des Ertrinkens.

Zuchthaus für einen Lifenbahnatlenläter

3n Burg bei Magdeburg hatte sich der Ar­beiter Häseler wegen Transportgefährdung zu verantworten. Häsler hatte einen Hemmschuh auf die Gleise der Eisenbahnstrecke Berlin- Magdeburg dicht bei Burg gelegt, um den O-Zug Berlin-Köln zum Entgleisen zu bringen. Glücklicherweise hatte der 0-Zug das Hindernis, ohne Schaden zu nehmen, beiseitegeschoben. Häseler gab an, daß er einmal ein Eisenbahn­unglück in Wirklichkeit erleben wollte. Das Gericht erkannte auf eine Zuchthausstrafe von drei Jahren. Häseler steht im Verdacht, auch an den Anschlägen auf den Bahnverlehr im Braun­schweiger Bezirk beteiligt zu sein. Die -Unter« suchung darüber schwebt noch.

Zuchthausrevolte In U. S. A.

In Canon City (Colorado) machten dreizehn Sträflinge bei Gelegenheit eines Feuers, das im Zellenhause ausbrach und anscheinend angelegt war einen Fluchtversuch. Ein Wächter, der sich die Feindschaft zahlreicher Sträflinge zu« gezogen haben soll, weil er bei der Unterdrückung des Straflingsaufruhrs am 3. Oktober mügetoint hatte, erhielt zahlreiche Messerstiche, als er den Fluchtversuch vereiteln wollte. Er wurde so schwer verletzt, daß mit seinem Ableben gerechnet wird. Die Staatspolizei besetzte die Walle des Zucht­hauses.

Auffindung eines Dinosaurus bei Tetuan.

In Rio Martin bei Tetuan (Marokko) hat man das Skelett eines Dinosaurus von zehn Meter Länge und zwei Meter Breite entdeckt, und das u v e r 300000 Jahre alt zu sein scheint. Erne paläontologische Kommission wird aus Madrid unverzüglich nach der Fundstelle abreisen. Die Entdeckung scheint eine Reihe von Hypothesen über die Entstehung des nordafrikanischen Erd­teils aufheben zu können.

Gictzcncr Wochcnmarktprcise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 140 bis 180 Pfennig. Matte 30 bis 35, Wirsing 15 bis 20. Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, Gelbe Rüben 12 bis 15, Rote Rüben 12 bis 15, Spinat 25 bis 35, Unter- Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 15 bis 20, Rosen­kohl 25 bis 35, Feldsalat 100 bis 120, Tomaten 70 bis 80. Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 50 bis 80, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kartoffeln 41/0 bis 5, Aepfel 10 bis 15, Birnen 10 bis 15, Dörrobst 30 bis 35, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120, Rüfse 50 bis 80, Endivien 80 bis 100 Pfennig: Käse (zehn Stück) 60 bis 140, Eier, das Stück 14, Blumenkohl 50 bis 100. Salat 25 bis 35, Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 40 Pfennig das Stück: Kartoffeln, der Zentner 3.80 bis 4 Mark. Wirsing 10 bis 12. Weißkraut 7 bis 8. Rotkraut 10 bis 12, Aepfel 10 bis 12, Dirnen 8 bis 10 Mark der Zentner.

Vornotizen.

Tageskalender für Dienstag. Stadttheater:Die luftige Witwe", 19.30 bis 22.15 Uhr. - Vortrag:Das Oekonomieprinzip in der Leibesübung". 20.15 Uhr, im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts. Lichtspiel­haus Bahnhofstraße:Ramona" undJennys Bummel durch die Männer": auf der Bühne Gesangsdarbietungen des Negertenors Elma Spy- glas. Astoria-Lichtspiele:Achtungl Doppel­gänger" (mit Richard Talmadge).

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Beginn der heutigen Vorstellung Die lustige Witwe um 19.30 Uhr. Morgen 19.30 Uhr: .Lyrig-Pyritz". Freitag. 7. Februar, Musik" von Wedekind. Sonntag. 9. Februar, OperettengastspielDrei alte Schachteln".

in der er erklärte, daß ihre Unter 6 11 n - Ljung in Deutschland angesichts von 3Mil- Itoncn Arbeitslosen nicht möglich gewesen Hei. Darum habe man sich an Brasilien gewendet unb der Hanseatischen Kolonisationsgese^schast Hansa" die Ansiedlung übertragen. Geheimrat |(3timming vom Norddeutschen Lloyd wies Darauf hin. daß die Verhältnisse in Brasilien Atoar schwierig seien und der Urwald harte, kräftige Hände verlange, daß aber der Boden gut sei. Er hoffe, daß die Auewandernden treue .Bürger ihrer neuen Heimat werden I würden, ohne die alte zu vergessen. Im Namen I i\-iner Reisegenossen dankte darauf tief bewegt I einer der Auswanderer für die Herzlichkeit, nut I Der man sie in Deutschland ausgenommen und I wahrhaft brüderlich behandelt habe. Ihrer ader Dünsche gipfelten in dem einen Wort:Deutsch-

I land über alles!"

I (Ein Einbrecherkönig aus dem Zuchthaus entsprungen.

Der 36 Jahre alte Seemann Herbert San« I D 0 iu f t i, einer der abenteuerlichsten Schmerver- I (Kcdjer unserer Zeit, ist aus der Strasanstalt in I Icgel entsprungen. Er hatte einen Augenblick, da I Der Aufseher ihn für wenige Sekunden aus den I »lugen ließ, benutzt, um sich über die Mauer I D e 3 Hofes zu schwingen unb zu flüchten. Eine I albe Stunde später erschien er in Sträflingsklei- I t>ern beim Pförtner einer Fabrik in Wittenau und I wollte im Auftrage seines Bruders Geld holen. Der I Pförtner schöpfte Verdacht und benachrichtigte Die Gefängnisverwaltung. Inzwischen I war Sandowski aber spurlos verschwuwden. I -ondowski wurde im August 1926 unter Typhus- I verdacht in das Virchow Krankenhaus eingeliefert, I wo er sich als Seemann ausgab. Rach einigen Wo- I fjen fand man zufällig in seiner Seemanns« Itifte Schmuckfachen im Werte von an» I irähernd einer Million Mark. Es stellte I sich heraus, daß die Juwelen aus großen Raub- I t iigen unb Hoteldiebstählen in Reuyork unb amen- I l mischen Luxusbädern stammten. Als Sandowski I vernommen werden sollte, war er bereits aus dem I Krankenhaus entwichen. Er verübte dann mch- I rere Einbrüche in Berlin, wurde schließlich aber ver- I haftet unb zu zwei Jahren vier Monaten Zucht- I Haus verurteilt. Im Februar 1927 brach er aus | Der Strafanstalt Kottbus aus, rourbe im Oktober I «lieber erwischt, versuchte bann im Polizeigefängnis I ein Attentat auf seinen Wärter unb würbe beshalb I in neuer Strafe verurteilt, bie er in Tegel ab« I biifjen sollte.

Das zweite römische kaiferschiff.

terschast des Fritz Schubert durch Urteil des Durch das freundliche Entgegenkommen des In- G c r i ch t e s f e st g e st e 111 sei. ftituts für Leibesübungen an der Landesuniversi-

Auch dasTempo" macht aufsehenerregende tat ist es dem Aliceschulverein möglich ge-

Mitteilungen über die näheren Umstände, unter worden, ein längst erstrebtes Ziel, die Errichtung denen die Arbeiter Schubert und Popp, die unter I eines Seminars für bie Ausbildung

dem Verdacht des Mordes an der Gattin des von Turnlehrerinnen, zu verwirklichen.

Kommerzienrates Mrußdörfer verhaftet worden Die Genehmigung dieser Anstalt durch den Mi- sind, ihr Geständnis abgelegt haben. | nifter für Kultus unb Bildung-wesen liegt bereits vor. ebenso das Zugeständnis, daß die Abschluß­prüfung unter Leitung eines Vertreters des Mi­nisters abgehalten wird und somit den Charakter

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Wettervoraussage.

Während im südöstlichen Deutschland das neue Tiefdruckgebiet in Verbindung mit dem Baltikum- hoch eine östliche Luftzufuhr schafft, liegt das übrige Deutschland mehr in dem Bereich der Südseite, also der milden südwestlichen Lust. In­folgedessen liegen auch die Temperaturen im Süd» osten um den Gefrierpunkt, im Westen dagegen seht langsamer Temperaturanstieg ein. Die ozea­nische Luftzufuhr wird die Temperaturen noch etwas ansteigen lassen, und Bewölkung sowie weitere Niederschläge mit sich führen.

Wettervoraussage für Mittwoch. Stellenweise nebliges, sonst wolkiges Wetter, ver­einzelte Niederschläge, Temperaturen etwas an­steigend.

Witterungsaussichten für Donner s- t a g. Weiterhin nebliges, auch wolkiges Welter mit Ausheiterung, Temperaturrückgang wahrscheinlich.

Lufttemperaturen am 3. Februar: mittags 3,6 Grad Celsius, abends 3,5 Grad: am 4. Februar: morgens 1,8 Grad. Maximum 3,9 Grad. Minimum 1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. Februar: abends 1,2 Grad: am 4. Februar: morgens 1,4 Grad Celsius. Niederschlag 0,7 mm.

Amtliche Winkerfporknachrichken.

Vogelsberg. Hoherodskops: Schnee­fall, minus 1 Grad, 6 bis 7 Zentimeter Pulver­schnee. Sportmöglichkeit für Ski und Rodel gut. Herchenhainer Höhe: Schneefall, 0 Grad, 10 Zentimeter Pulverschnee, Sportmöglichkeit für Ski und Rodel gut.

Sauerland. Winterberg: Leichter Schneefall, minus 1 Grad, 10 Zentimeter Pul­verschnee, Sportmöglichkeit für Ski und Rodel gut.

Schwarzwald. Feldberg: Starker Schneefall, minus 2 Grad, 63 Zentimeter Pulver­schnee, Ski- und Rodelmöglichkeit gut.

Alpen. Garmisch-Partenkirchen: Bewölkt, minus 3 Grad, 5 Zentimeter Pulver­schnee. Ski- und Rodelmöglichkeit sehr gut.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

einer staatlichen Prüfung erhält.

Es ist beabsichtigt, die iteue Anstalt schon zu Ostern dieses Jahres zu eröffnen, vorausgesetzt, daß sich eine genügende Beteiligung findet. Der Aliceschulverein erweitert mit diesem Seminar den Kreis seiner Ausbildungsmöglichkeiten um ein be­deutsames Glied und kommt zugleich einem drin­genden Bedürfnis der eine Berufsausbildung er­strebenden weiblichen Jugend in der Stadt Gie­ßen, der Provinz Oberhessen und den angrenzen- den preußischen Gebietsteilen entgegen. Bisher waren die in der Aliceschule ausgebildeten tech­nischen Lehramtsanwärterinnen auf den Besuch preußischer Anstalten angewiesen, wenn sie ihre Berufsaussichten durch die Erwerbung einer Turn- ausbildung verbessern wollten. Infolge des starken Andrangs haben sich die Schwierigkeiten für die Aufnahme in diese Anstalten von Jahr zu Jahr vergrößert, und heute ist der Stand so, daß eine auswärtige Bewerberin kaum noch Berücksicht.gung finden kann. Dazu kommen In der jetzigen Zeit noch zwingende wirtschaftliche Gründe, die die Er­richtung des Seminars für die Elternkreife wün­schenswert machen. Die Vorteile, die die Möglich­keit einer Ausbildung am Ort ober die Erreichung der Ausbildungsstätte durch tägliche Bahnfahrten bieten, find so offensichtlich, daß sie keines Hin« weises bedürfen. Es darf jedoch darauf aufmerk­sam gemacht werden, daß die Stadt Gießen und die Art, wie die Anstalt gedacht ist, besondere Vor­züge für diese in sich schließen unb eine Höhelage der Ausbildung verbürgen, die neben derjenigen der verwandten Anstalten mit Ehren bestehen kann. Die geplante Verbindung mit dem Institut für Leibes­übung sichert für den theoretischen Teil des Unter­richts berufenste Lehrkräfte, wie sie kaum einer gleichartigen Anstalt zur Verfügung stehen dürf­ten. Nicht minder günstig liegen, was die äußeren 1 Einrichtungen betrifft, die Verhältnisse für die prak­tische Seite der Ausbildung. Für jede Art der kör- perlichen Schulung stehen in den Turnhallen, den Badeanstalten, dem Volksbad, den Ruderplätzen, den Sportplätzen und der Eisbahn einwandfreie und leicht erreichbare Ausbildunasstätten zur Ver­fügung. Wie bedeutungsvoll dieser Tatbestand ist, m?ge man daraus ersehen, daß das Kasseler Se­minar genötigt ist, seine Turnschülörinnen für die Erteilung des Schwimmunterrichts nach Göttingen zu schicken. Die Vereinsleitung wird es sich angeleben Professor Rüdel sein lassen, auch für die praktischen Hebungen tüch«

auf einer konzertreife schwer verunglückt. tige Lehrkräfte zu gewinnen.

Als derDirigentdesBerlinerStaats. Somit kann erhofft werden, daß sich die neue unb D 0 mch 0 rs, Professor Hugo Rüdel, in Anstalt als lebenskräftig erweisen und ein wichtiges Friedeberg (Neumark) wo der Chor ein Konzert ge- Glied im Schulwesen der Stadt Gießen bilden geben hatte, zum Bahnhof fahren wollte, fuhr das wird. D's-

Auto, dessen Lenker durch das unvorschriftsmaßige Taten für Mittwoch, 5 Februar. ^ö1! IC"r ® u n5e « a Sonnenaufgang 7 33 H6r. Sonnenuntergang

fcSftaöin

Säe" Tatr3u|,£i3cn'M,cin 3u,,Qnb verschlimmert hatte. don gestorben (geboren 1795); - 1889: der

Zwei Todesopfer Rechtsgelehrte Franz v. Holtzendorsf in München

eines rücksichtslosen Kraftfahrers. aestorben (geboren 1829): 1929: der Ozean-

Am Sonntag gegen 8 Uhr abends wurden auf der Günther Freiherr v. Hünefeld in Berlin

Werler Chaussee nahe der Gemeinde Hemmerde der ' A^en (geboren 1892).

Maurer Wiemann aus Hemmerde unb feine acht I u vu --

Jahre alte Tochter von einem Kraftwagen überfahren. Der Chauffeur kümmerte sich nicht um die Ueberfahrenen unb fu.hr rociter. Das Mädchen wurde auf der Stelle getötet; der Vater erlitt so schwere Verletzungen, daß er auf dem Transport in bas Unnaer Krankenhaus ver fta r b. Noch im Laufe der Nacht gelang es, den Chauf­feur zu ermitteln und f e ft z u n e h m e n.

Rettungskat eines 17jährigen Mädchens.