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Oberheffen.

Landkreis Gießen.

T Allendorf a. d. Lahn. 1. Rov. Heute vevschied an einem Schlaganfalt unser langjähri­ger Lehrer Heinrich Säger. Fast 37 Safjre war der Entschlafene an unserer Volksschule tätig, und er war bei alt und jung beliebt. Seine dienst­liche Verwendung fand er in Allendorf und vor­übergehend im Buseckertal, um von dort wieder nach Allendorf zurückzukommen. Der weitaus größte Teil der Einwohnerschaft unseres Dorfes Hat dem Entschlafenen seine Schulbildung zu ver­danken.

8 Alten-Busock, 2. Rov. Sn seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Kirchenvorstand mit der Raumfrage der hiesigen Kleinkinder­schule. Schon seit langem hat sich der Saal der Kleinkinderschule als zu klein erwiesen. Es wurde daher vom Kirchenvorstand beschlossen, den Hebel- stand durch einen Erweiterungsbau des Saales abzustellen. Die Bauarbeiten sollen nächstes Früh­jahr in Angriff genommen werden. Die Kosten werden sich auf etwa 4000 Mk. belaufen. Die bürgerliche Gemeinde will man wegen ihrer eigenen angespannten finanziellen Lage zur Be­schaffung des Geldes nicht heranziehen. Das auf­zubringende Kapital will man durch eine kleine Erhöhung des monatlichen Schulgeldes von 0,80 auf 1,20 Mk. ab 1. November verzinsen und amortisieren.

t Treis a. Lda., 2. Rov. Bei der in der hiesigen Gemarkung, Försterei Treis, abgehalte­nen Regiejagd wurden 11 Hasen, 2 Füchse und ein Reh zur Strecke gebracht.

Z A l l e n d o r f a. d. Lda., 2. Noo. Für den am nächsten Mittwoch hier stattfindenden sog. R i k e l s m a r k t sind die Vorbereitungen in vollem Gange. Die hiesige Geschäftswelt ist eifrig bestrebt, ihr Möglichstes zu bieten, um die Markt­besucher zufriedenzustellen. Dazu kommt noch eine Anzahl auswärtiger Geschäftsleute. Für reich­lichen musikalischen Genuß, wie Platzkonzert usw. hat die hiesige rührige Arbeitsgemeinschaft Sorge getragen. Der Sahrhundert alte, allgemein be­liebte Markt dürfte einen starken Besuch zu er­warten haben.

Kreis Büdingen.

21uß dem vberenSeemenbachtal, 2. Rov. Verschiedene Basaltwerke. die seit­her außer Betrieb waren, haben die Arbeiten jetzt wieder ausgenommen, da zum Eindecken der Straßen Basaltschotter benötigt wird.

Kreis Tllsfcld.

< Deckenbach, 2. Rov. Hier wurde ein sechs­wöchiger Kurs us für Hauswirtschaft und Kochen eröffnet. Die zwanzig Teilnehme­rinnen verteilen sich auf die Orte Deckenbach, Scha­denbach und Haarhausen. Die Mao-^rn erhalten Unterricht ^n Kochen, Hauswirtschaft, Handfertig­keit und Säuglingspflege. Der Kurs wird im Auf­trage des Kreisschulamtes Alsfeld abgehalten.

Kreis Lauterbach.

4k Lauterbach, 2.Nov. Der Gemeinde­rat beschloß vor einiger Zeit/ in dem städtischen Gebäude (früher Skinnersches Anwesen) am Eich­berg eine Jugendherberge einzurichten. Die­ser Tage weilte nun ein Vertreter des Deutschen Jugenherbergsverbandes in Lauterbach und besich­tigte, zusammen mit den zuständigen Herren der Stadtverwaltung und zwei Vertretern der Lauter­bacher Ortsgruppe des Deutschen Jugendherbergs­verbandes, die Räumlichkeiten, in denen die Her­berge eingerichtet werden soll. Da die vorgesehenen Mume für den Zweck als geeignet befunden wur­den. so llin der nächsten Zeit mit den Herstellungs­arbeiten begonnen werden. Die Fertigstellung der Jugendherberge dürfte zum Frühjahr 1931 zu er­warten sein.

Kreis Wetzlar.

< Wißmar, 1. Nov. In der jüngsten G e - meinderatssitzung wurde beschlossen, von

dem Anschluß an die Arbeitsgemeinschaft zur Heberwach ung der elektrischen An­lagen auf dem Lande Abstand zu nehmen, weck damit für Gemeinde und Stromabnehmer nicht unerhebliche Kosten verbunden sind. Für die dies­jährige Holzfällung lagen der Vertretung fol­gende Forderungen derHolzhauer vor: Für 1 Festmeter Stammholz 3,20, Stangen 1. bis 3. Kl. 4 Ml., für 100 Stangen 4. Kl. 6, für 1 Raummeter Derbholz 3,30, Buchenreiser 0,90, Eichenreiser 0,80, Radelreiser 0,50, Stockholz 4,50 Mark. Die Forderungen stellen sich insgesamt 5 Proz. billiger als im Vorjahre. Sm Ober­lahnkreis sind als Tariflöhne für 1 Festmeter

Fußball der Gießener Mannschaften.

Die Ligamannschaft des VfB. weilte am Sonn­tag in Kassel und trug gegenSport" das fällige Verbandsspiel aus. Mit 3: 1 mußten sich die Hiesigen geschlagen bekennen. Die 11. gewann gegen Steinbergs I. 3:1. Die III. Mannschaft des VfB. kam kampflos zu Punkten, da Garben­teich nicht antrat. Die I. Sugend spielte gegen Heuchelheims I. Sugend 0:0 und die ll.Sugend- mannschaft verlor gegen Lich hoch mit 0:7.

Auf dem Trieb hatte die I. Mannschaft der Spielvereinigung 1900 Frohnhausen zum Gegner. Rach einer teilweise matten Spielhandlung ge­wann 1900 lediglich 2:1 und bereitete damit seinen Anhängern eine gelinde Enttäuschung. Die II. verlor gegen die I. von Riederweisel 1: 3; die III. spielte gegen die Sportabteilung des Turn­vereins Wieseck und gewann 5:1; die IV. siegte gegen Dutenhofen 6:0.

Handball.

Am Sonntag weilten drei Handballmanrrschaf- ten der Spielveveinigung 1900 in Wetzlar. Die I. verlor gegen die I. des DfL. 3:2, die II. verlor ebenfalls, und zwar 4:2; die I. Sugend spielte un­entschieden 3:3.

Aus dem Arbeiler-Turn- und Sporlbund.

Gießen I Lollar I 0:2; Gießen II Hach­born 1 0:5; Gießen Sugend Wetzlar Sugend 8:0.

Fußball in Hessen-Hannover.

Ueberraschung in Fulda.

Der heutige Sonntag brachte in Hessen-Hannover wieder einige Ueberraschungen. Vor allem gilt dies von dem Fuldaer Lokalkampfe, den Germania Fulda, die noch am Sonntag vorher in Marburg gegen die dortigen Kurhessen mit 8:0 Toren eine haushohe Niederlage bezog, mit 1:0 (1:0) gegen die Fuldaer Borussen gewann. Allerdings war dabei zu berücksichtigen, daß die Borussia den größten Teil des Treffens mit nur 9 Mann durchführen mußte. Da Sport Kassel den VfB. Gießen sicher mit 3:1 (2:1) niederrang und Spielverein Kassel sich mit Hessen Hersfeld unentschieden 1:1 trennte, gab es in der Tabelle der Südgruppe einige nicht unbe­deutsame Veränderungen. Kurhessen Marburg führt zwar weiter unangefochten die Tabelle an, aber Sport Kassel und Hessen Hersfeld sind doch bedenk­lich zu der den zweiten Plaß haltenden Borussia Fulda auf gelaufen; bei gleicher Spielzahl trennt sie nur noch ein Verlustpunkt von den Fuldaer Bo­russen. Der bisher auf eigenem Platze ungeschlagene SC. Ockershausen konnte diesmal gegen Hermania Kassel nur ein glückliches Unentschieden von 2:2 Toren herausholen.

In der Nordgruppe fand nur ein Spiel statt. Göttingen 05 schlug die ersatzgeschwächte Mannschaft von Hessen 09 sicher mit 5:1. Dadurch behauptet Groß-Almerode weiterhin den zweiten Tabellenplatz, während Kurhessen Kassel an die dritte Stelle vor- rückt.

Stammholz 2,20, 1 Raummeter Derbholz 2,90, Stockholz 3,05 Mk. Es wurde eine Kommission gewählt, die die Forderungen nachprüfen soll, bevor der Zuschlag erteilt wird. Ab 1. Rovbr. wird die Post für die Orte Wißmar und Launsbach anstatt von Lollar von Gießen aus mit den Personenautos zugestellt. Damit fällt auch die Postzustellung von Wißmar nach Launsbach weg, und Launsbach erhält eine eigene Poststelle. Es wäre nun auch an der Zeit, wenn die hiesigen Fernsprechteilnehmer an das Postamt Gießen angeschlossen wür­den. Der Anschluß an Lollar ist kostspieliger und zeitraubender.

Punktekämpfe in der Gruppe Main.

Die Heberraschung des Tages war in der Gruppe Main das Unentschieden von 3:3 im Kampf zwischen Offenbacher Kickers und Hanau 93. Man hatte hier mit einem sicheren Siege der Kickers, die bei der Pause auch 3:0 in Führung lagen, gerechnet. Die Eintracht schlug den Ta­bellenletzten, Fechenheim, 6:1 (4:1) und ver­größerte damit wieder ihren Dorsprung vor den Kickers. Einen sehr fesselnden Kampf gab es zwischen Rot-Weih und FSV. Frankfurt. Das zeitweilig geradezu dramatische Spiel blieb tor- los. Sm 4:0-(0:0)-Spiel von Union Riederrad gegen Germania Bieber fielen die Treffer erst während der letzten 20 Minuten.

Erster Sieg der deutschen weiter.

Die deutschen Reiteroffiziere konnten am Schluß - tage des internationalen Reittur­niers in Boston ihren ersten Sieg verbuchen.

Rorwegen gehört noch zu den Fußballnationen, die in ihrem Länderspielverkehr mit Deutschland noch keinen Sieg aufzuweisen haben. Auch bei diesem Fuhballkampf am Sonntag in Breslau ging die allgemeine Meinung dahin, daß es den Rordländern Wohl kaum zu einem Sieg reichen würde, nachdem sie in den vorhergehenden vier Begegnungen vier Riederlagen einstecken muhten. Es kam jedoch anders. Rorwegen holte gegen eine etwas unglücklich ausgestellte deutsche Mannschaft ein verdientes l:l°Ergebnis heraus, ohne daß man auf beiden Seiten irgendwelche Leistungen gesehen hätte, die dem internationalen Riveau entsprochen hätten. Alles in allem war das Treffen in Breslau eine Enttäuschung, vor allem für die 40 000 Zuschauer, öye einen deutschen Sieg miterleben wollten und die dafür ein mageres Remis serviert bekamen.

Aus dem Spielverlauf.

Die erste Halbzeit brachte auf beiden Seiten ein recht mäßiges Spiel. Zwar fand sich die deutsche Mannschaft besser zusammen als die Rorweger, doch tarn die Stürmerreihe nicht in Schwung. Der einzige Erfolg, den sie zu verbuchen hatte, bestand in fünf Ecken, die jedoch alle nichts einbrachten. Dazu kamen noch verschiedene Fehl­schüsse von Richard Hosmann und Münzenberg. Eine große Chance vergab Lachner, der freistehend vor dem Tor den Ball vorbeischoh. Verschiedent­lich kamen auch die Rorweger vor das deutsche Tor, ohne aber hier irgendwelchen Schaden an­richten zu können. Erst als der kurz vor der Pause verletzte Hofmann durch den Breslauer Hanke er­seht wurde, kam endlich etwas Schwung in den Sturm.

Wie 1928 in Reuhork brachten sie hier die toerl* volle Militärtrophäe auf ihr Konto. Unsere drei Vertreter, Clan (Oberlt. Momm), Derby (Oberlt. Hasse) und Dedo (Frhr. v. Ragel) überwanden sämtlich den schweren Kurs fehlerlos und siegten im Gesamtergebnis vor Amerika mit nur IVz Fehlern, Srlanb (13), Schweden (14) und Kanada (19 Fehlern). Oberlt. Hasse konnte auf Derby dann noch aus einem Jagdspringen als Sieger hervorgehen. Bereits am Donnerstag hatte Oberlt. Hasse auf Derby die Military Stakes ge­wonnen, doch war irrtümlicherweise den Ameri­kanern der Sieg zugesprochen worden. Die Tur­nierleitung entschuldigte sich Wohl bei den Deut­schen, doch wurde das Resultat nicht korrigiert, so daß Oberlt. Hasse um die Früchte seiner Ar­beit kam.

Die Vorrunde um den Handball- Pokal der OSB.

Die Vorrunde um den Handballpokal der DSB. brachte mit einer Ausnahme die erwarteten Ergeb­nisse. Süddeutschland unterlag in Berlin gegen Brandenburg höchst ehrenvoll 9:11 (5:8), Mittel­deutschland schlug Südostdeutschland7:5 (4:3), während Westdeutschland in Mülheim-Ruhr von Norddeutschland eine unerwartete 5:8 (3'^-Nieder­lage bezog.

Um die Deutsche Handball-Meisterschaft

Sn Hamburg traf sich der von der Arbeits­gemeinschaft DT.-DSB.-DFB. eingesetzte Hand­ball-Ausschuß und beschloß, die im nächsten Sahr erstmals auszutragende Deutsche Handballmeister­schaft so zu ermitteln, daß jeder der beiden Der-« bände seine beiden besten Mannschaften fest­stellt, also je zwei Männer- und Frauenmann­schaften. Dies« vier Mannschaften ermitteln dann im Pokalsystem den deutschen Meister.

Hnter der neuen Führung spielte die deutsche Elf wesentlich besser als vordem. Bald war eine deutliche Heberlegenheit der Deutschen unverkenn­bar. Vor allem war es Hanke, der einige recht gefährliche Angriffe unternahm und dabeT auch in der 10. Minute den Führungstreffer erzielte. Die deutsche Heberlegenheit hielt weiter an und kam in mehreren ergebnislos verlaufenen Cckeit zum Ausdruck. Hnd in diesem Spielabschnitt fiel der Ausgleich für die Rorweger. Der Rechts­außen machte einen unvermuteten Durchbruch, seine Vorlage kam zum Linksaußen, Sakob konnte dessen wuchtigen Schuh zwar halten, doch von drei Rorwegern bedrängt, ließ er das Leder; Rielsen vor die Füße fallen, der es dann einschob. Damit war «das Spiel entschieden. Es gab noch verschiedene deutsche Angriffe, die jedoch an dem 1:l°Ergebnis nichts mehr änderten.

Wie sie spielten.

Die deutsche Mannschaft litt stark unter dem Ausfall von Hohmann und Straßburger. Hoh­manns Ersatzmann, Hanke, wußte viel besser zu gefallen. Sehr gut hielten sich die beiden Verteidi­ger Stubb und Weber (Kurhessen Kassel), denen sich gleichzeitig der Regensburger Torhüter Sa tob anschloß.Sm Sturm war Richard Hofmann nicht auf gewohnter Höhe.

Rorwegen kam mit einer ausgezeichneten Ver­teidigung nach Breslau, der in erster Linie das unentschiedene Ergebnis zuzuschreiben ist. Gut war auch die Läuferreihe. Dagegen war auch bei Rorwegen der Sturm ausgesprochen schwach. Der holländische Schiedsrichter Boekmann war vor keine großen Aufgaben gestellt. Er genügte den Ansprüchen.

SJL-tfpoti

Jeuischland-Aorwegen unentschieden.

Vor 40000 Zuschauern endet der Fußball-Länderkampf 1:4 (0:0).

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Gießen, den 3. November 1930.

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Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 5. November, nachmittags 2'/, Ohr, auf

dem Neuen Friedhof zu Gießen statt.

In tiefer Trauer;

Margarete Betzold, geb. Friedel

Sophie Neumann, geb. Betzold

Paul Neumann.

Todes-Anzeige.

Heute früh 4 Uhr entschlief sanft, infolge Schlaganfalls, mein lieber Mann, mein

herzensguter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, unser Heber Bruder,

Schwager und Onkel

Herr Michael Betzold

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Frau Minna Adam, gen. Sohngen

im Alter von 76 Jahren.

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Wieseck, den 3. November 1930.

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In tiefer Trauer: Lina Lotz, geb. Muhl Emma Lotz.

Die Beerdigung findet Dienstag, den 4. November, nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause Rabenauer Straße 15 aus statt.

Aus dem Leben voller Arbeit verschied gestern abend 11 Uhr, nach kurzer Krankheit, mein lieber treusorgender Gatte, mein guter Vater, unser Heber Bruder, Schwager und Onkel Herr Heinrich Lotz IX. im Alter von 51. Jahren.