Ausgabe 
3.10.1930
 
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Fußballklub 1926 Großen-Buseck.

Die zweite Mannschaft verlor erwar- tungsgemäh gegen Löhnbergs zweite. Das Ergebnis von 7:1 Toren erscheint dem Epiel- verlauf nach ledoch zu hoch.

Die Liga konnte gegen die Ligisten aus Lohn- berg einen eindrucksvollen 7:3 Sieg erringen. Großen-Buseck lag schon bei der Pause mit 5.0 in Führung Die Mannschaft zeigte tn der ersten Halbzeit sehr gute Leistungen besonders der Sturm fiel durch seine Schustfreudigkett auf. Löhnberg hatte mit seinem hohen Spiel dem flachen Paßspiel der Grohen-Busecker gegen­über einen schlechten Stand. Das Spiel wurde hart jedoch dank einer energischen Schieds- richterleistung, fair durchgeführt.

Sportverein 1928 Garbenteich.

Garbenteich I VfB. Gießen III 5:4 (3:3).

Wie vorauszusehen war. lieferten sich die bei­den Mannschasten in Garbenteich einen harten Kampf. Der Gastgeber ging zuerst mit 1:0 in Führ-ung. Durch Mißverständnisse zwischen Ver­teidigung und Tormann gingen die Gießener mit zwei Toren in Führung, der Ausgleich fiel jedoch noch vor Halbzeit. Aach gleichverteil­tem Spiel stellte man das Ergebnis während der zweiten Halbzeit auf 5:4.

Tenniskampf DeutschlandItalien.

Der erste Tag. Italien führt mit 2:1 Punkten.

Bei ungewöhnlich warmem Herbstwetter be­gann am Mittwochnachmittag auf den Plätzen des TC. Florenz vor mehr als 1000 Zuschauern der Tennisländerkampf Deutschland Italien. Die deutschen Vertreter spielten am ersten Tage unter Form, sie litten augenscheinlich unter der für d- Jahreszeit ungewohnten Temperatur, so­wie u.-.ter den viel zu harten Platzen. So kam

es, daß wider Erwarten die Italiener am Schluß des Tag^ mit 2:1 in Führung lagen. De Stefani- Italien schlug den viel zu nervösen Frenz- Deutschland mit 6:0, 4:6, 6:0, 6:0. Sertoriv- Italien besiegte den zu wenig aggressiv spielen­den Kuhlmann -Deutschland mit 6:4, 6:3, 6:8, 6:4.

Den einzigen Gewinnpunkt für Deutschland ret­tete Dr. Duß durch seinen 7:5, 6:4, 6:3-Sieg über de Minerbi-Italien. Das vierte Spiel zwischen Vourney-Deutschland und del Bono-Italien mußte beim Stande vonzwei Satz beide" wegen Eintritts der Dunkelheit abgebrochen werden.

Or. peltzer in Darmstadt.

Dr. Otto Peltzer stattete mit seinen Schülern der Freien Schulgemeinde Darmstadt auch Darmstadt einen Besuch ab. Der Klubkampf gegen die Jugend des SV. 98 Darmstadt endete mit 77:63 Punkten zugunsten der Wickersdörfer Schüler, die dafür im Handball eine 3:0-Ni«dcrlage hinnehmen mußten. Einen 1000-Meter-Einlagelauf gewann Dr. Peltzer in 2:35,1 Minuten überlegen vor Schilgen» Darmstadt, Schilling-Mainz und Krauth- Darmstadt.

Neues von Finnlands Weltrekordlern.

Die beiden finnischen Weltrekordler Paavo Nurm i und Matti Iärvinen machen wie­der von sich reden. Qlurmi hat wieder einmal seine Absicht kundgetan, bei den Olympischen Spielen in Los Angeles den Marathonlauf zu bestreiten und ihn in etwa 2:18 Stunden zu gewinnen. Iär­vinen ist mit seinem Speerwurfweltrekord von 72,96 Meter noch nicht zufrieden und arbeitet eifrig an der Verbesserung dieser Leistung, was ihm auch wohl demnächst gelingen dürfte. Warf er den Speer doch bereits im Training 74,10 Meter.

Schrittweise vorwärts.

Ausbau des Platzes der Spielvereinigung 1900.

Die schwere Zeit unserer Tage gestattet nicht die Durchführung großer Projekte. Die Vereine, insbesondere Sportvereine, die stets große Auf­wendungen zu machen haben, kämpfen schwer. Wünsche müssen Wünsche bleiben, Llnbedingten Notwendigkeiten jedoch kann man sich nicht ver­schließen. Ein ständig wachsender Iugendspiel» betrieb, zunehmendes Interesse an der Leicht­athletik, stellten den Verein vor die Tatsache, Platz für sportliche ^Betätigung schaffen zu müssen. Man wandte sich zu diesem Zwecke an die Stadt­verwaltung. die dem Vereist den Platz überlassen hatte, und fand ein williges Ohr. Am Dienstag der vorigen Woche wurde mit den Arbeiten begonnen. Es ist beabsichtigt, den bisher unbenutzt liegenden Boden an den beiden Breitseiten des Hauptspielfeldes für sportliche Zwecke brauchbar zu machen. Der Platz in nächster Nähe des Ein­gangs soll für die Leichtathleten, insbesondere für Wurf Übungen (Speer, Diskus, Kugel- unb Stein* stoßen), bereitgestellt werden: der gegenüberlie­gende Teil soll jedoch zum Spielfeld für die Ju­gend auSgebaut werden. Die Möglichkeit hierfür besteht, da der Platz die notwendige Größe von 50 mal 80 Meter nahezu aufweift. Für den Ver­ein wird die Indienststellung der beiden Plätze einen großen Fortschritt bedeuten, der der Ju­gend zugute kommen wird.

Die notwendigen Arbeiten werden von der Stadt aus den vom Stadtrat für Hof­ft an ödarbeiten bewilligten Mitteln finan­ziert. Cs handelt sich vorläufig um Planierungsarbeiten, die sehr viel Zeit und Ar­beitskraft in Anspruch nehmen. 15 Arbeiter ausgesteuerte Erwerbslose sind augenblick­lich damit beschäftigt, bei 48ftünbiger Arbeits­zeit pro Woche, einen Höhenunterschied von weit über einem Meter auf dem vorderen Teil des

Sportplatzes auszugleichen. LImfangreicher wird das Maß an Arbeit für die Planierung der hinteren Fläche sein, denn dort gilt es. einen weitaus größeren Unterschied aufzuheben. Außer­dem soll die Terrasse, die bisher nur einen Bruchteil der Längsseite flankiert, auf die ganze Länge des Hauptspielfeldes verbreitert werden. Man hofft jedoch, die Arbeiten im Laufe zweier Monate vollenden zu können.

Der Stadt gebührt unter allen Umftänöen Dank dafür, daß sie zur Unterstützung der Lei­besübung treibenden Vereine auch in so schwerer Notzeit eine offene Hand hat.

ES sei nur nebenbei erwähnt, daß der Sport­platz wohl einiger weiterer Verbesserungen be­dürftig wäre. Der Verein könnte sehr gut ein würo i g c s eigenes Heim gebrauchen I Das ist ein Wunsch, der wohl in vielen Mitgliedern lebt, dem aber auf absehbare Zeit die Erfüllung versagt bleiben wird. Dem Hauptspielfeld, das viele Unebenheiten aufweist, käme eine durch­greifende ileberfcolung sehr zustatten. Eine Schicht gute Muttererde, auf der die Gras­narbe bessere Lebensbedingungen hätte, könnte Wunder wirken. Zur Zeit aber machen sich Steine und Steinchen recht unangenehm bemerk­bar. Eine Wiederinstandsetzung der Barriere ist zwar keine unbedingte Notwen­digkeit, der Zuschauer erhielte jedoch einen et­was besseren Eindruck, wenn Remedur geschaffen werden könnte. All das wird jedoch einer besse­ren Zeit Vorbehalten bleiben müssen und man kann nur hoffen, daß der Verein feinen s o sehr ausbaufähigen Platz nach und nach in jene Verfassung bringt, in der er keinen Ver­gleich mit anderen Sportplätzen mehr zu scheuen braucht.

Ein Schlag ins Wasser...

Oie OFB.-Bundesiagung in kritischer Beleuchtung.

Wohl kaum jemals zuvor wurde den Ergeb­nissen einer DFB.-Bundestagung soviel Aufmerk­samkeit in Sportlerkreisen entgegengebracht wie jener Tagung, die am Sonntag die Führer der Verbände in Dresden vereinigte. Zugleich war die öffentliche Meinung bereit, über das Ergebnis kritisch herzufallen. Diesem Umstand scheint man beim DFB. nicht die genügende Aufmerksamkeit geschenkt zu haben. Sonst hätte man die Ange­legenheit wohl kaum so oberflächlich behandelt wie man sie in Wirklichkeit behandelt hat. Die An­gelegenheit: Amateur oder Profi...

Das Echo, das die Beschlüsse hervorgerufen haben, war zu erwarten. Die Tagespresse im besonderen mußte neben der Fachpresse Stellung zu den Dingen nehmen. So schrieben unter an­deren die .Leipziger Neuesten Nachrichten":... .Es ist ein Kind, das nicht einmal seinen Vätern allzuviele Freude bereitet hat und es sieht leider nicht einmal so aus, ob es in Zukunft größeres Wohlwollen bei seinen Erzeugern erwecken wird.

DieDeutsche Tageszeitung" begann den Be­richt über die Bundestagung mit folgendem Sah: .Der 30. Bundestag des Deutschen Fußballbundes in Dresden ging aus wie das berühmte Horn­berger Schießen."

Der .Gießener Anzeiger" ließ in einem ge- dräns len Bericht über die Dundestagung keinen Zwei.el darüber, daß das Problem .Amateur oder Berufsspieler?" nach wie vor der Lösung harrt. Wohl die meisten deutschen Fußballspieler, mit Ausnahme derer, die die Regel bestätigen müssen, lehnen die getroffene.Lösung" als Halb­heit ab. Mit ihnen auch viele, die mit dem Fuß- ballsport in nicht so enger Berührung stehen.

Die FrageAmateur oder Berufsspieler?" ist eine Angelegenheit der finanziellen Entschädi­gungen. Die diesbezüglichen Beschlüsse sind fol­gende:

7,50 Mark erhält der Spieler für Spiele am Ort: 15 Mark Tagesspesen bei auswärtigen Spielen: 10 Mark für Liebernachtungen und außerdem ein Trainingsgeld in Höhe von 3 Mark, das nur zweimal in der Woche ge­geben werden darf.

Diese Sätze gelten als Maximum, während

es den einzelnen Landesverbänden überlassen bleibt, niedrigere Sähe zu bestimmen. In jedem Landesverband soll ein Gericht eingesetzt wer­den. das die üebertretung der neuen Be­stimmungen zu ahnden hat. Als Berufungs­stelle fungiert das Bundesgericht.

Mit diesen Bestimmungen ist der Halbama- teur gehören worden. Gleichzeitig hat man da­mit Grundsätzliches des Amateurgedankens außer acht gelassen. Man kann mit Bestimmt­heit behaupten, daß für ein Spiel am Ort Spesen in Höhe von 7,50 Mark kaum entstehen können. Also wird man einen großen Teil des Betrages als eine Entschädigung für die sport­liche Leistung ansehen müssen. Das gleiche gilt für die anderen Sätze. Man gesteht weiter diese Sähe im Grunde nur den Mannschaften der .Extraklasse" zu. DaS ist an sich unsozial, denn die anderen Mannschaften, die den Verein in kleinerem Kreise repräsentieren, haben auch Lin­kosten, Fahrgeldaufwendungen usw. Für sie sind diese behördlich sanktionierten Sähe aber nicht statthaft, also, Halbheit auf der ganzen Linie.

Die" Beschlüsse haben aber weitere schwer­wiegende Folgen, die heute jedoch kaum schon in vollem Maße zu übersehen sind. Die kleineren und mittleren Vereine werden nicht imstande sein, diese Gelder für jeweils elf Wann aufzu­bringen. Die tüchtigen Spieler, die sich nun in finanzieller Hinsicht von ihrem Verein (falls er die Spesensätze nicht zahlen kann) prompt benach­teiligt fühlen werden, werden nun um so mehr nach den größeren Vereinen drängen, die erstens die Spesen bezahlen können und die ihnen zwei­tens zu einer eindrucksvolleren Position ver­helfen. Was das für die betroffenen Vereine in finanzieller und ideeller Hinsicht an Folgen nach sich zieht, vermag jeder Sportler recht gut abzuwägen. Lieber all dies hinaus ließe sich noch vieles gegen die gefaßten Beschlüsse sagen, denn das Gute an diesen Beschlüssen muß man wahrhaft mit der Laterne suchen.

Man braucht nicht Prophet sein, um schon heute sagen zu können, daß man sich beim DFB. eines Tages wieder an den berüchtigtengrünen Tisch" wird setzen müssen, gefaßte Beschlüsse zu revidieren.

Wiens Handbattelf gegen Berlin.

Im Handball-Städtespiel am Sonntag auf dem Platze des Wiener Sportklubs wird die Berliner Mannschaft einen sehr starken Gegner vorfinden. Die Wiener stellen die gleiche Mannschaft, die im Länderkampf DeutschlandOesterreich in Darmstadt überraschend siegreich bleiben konnte.

Deutsche Amateurboxer in Finnland.

Bei dem mehrtägigen Boxturnier in Helsingfors hatten die deutschen Teilnehmer schöne Erfolge zu verzeichnen. Erste Preisträger wurden im Feder- bzw. Weltergewicht die Stettiner Titel und Mietschke. Zweite Plätze belegten Salomon (Stettin) im Ban­tam, Häuser (Stettin) im Leicht- und Sabottke (Ber­lin) im Halbschwergewicht, während der Berliner Oennat im Mittelgewicht Dritter wurde.

Schnieling stiftet 1OOO Mark.

Der Grundstein für den Olympiafonds bei den 'Amateurboxern ist bereits gelegt. Max Schmeling hat 1000 Mark an den Reichsverband überwiesen, um die Reise einer deutschen Mannschaft nach Los Angeles zu ermöglichen.

Krewer als Gechstagefahrer.

Der Kölner Dauerfahrer Paul K re we r wird sich demnächst auf ein anderes Gebiet be­geben und sich zusammen mit dem Belgier Thol- kmboet am Kölner Sechstagerennen beteiligen. Weltmeister E r i ch M ö 11 e r startet am kommen­den Sonntag als Straßenfahrer. Er hat hier die Meisterschaft seines Vereins, des RV. Opel ZN. III Hannover, zu verteidigen.

Oie Kartoffelnotkonferenz.

10 bis 15 Prozent mehr Kartoffeln als im Vorjahre. Preise von 50 bis 60 Pfennig. Stärkere industrielle Verwertung.

Berlin, 1. Ott. (WTD.) 2n der vorn Reichs- nnnister für Ernährung und Landwirtschaft ein­berufenen Kartoffelnotkonferenz, die unter dem Vorsitz des Ministers selbst stattsand und aus Kreisen der Landwirtschast. der kartoffel- verarbeitenden Industrien, der Genossenschaften und des Handels zahlreich besucht war, wurden die Ernteaussichten und die Lage am Kartoffel­markt besprochen. Die Aussprache ergab die ein­mütige Auffassung, daß in diesem Jahre mit einer Kartoffelernte von 45 bis 46 Millio­nen Tonnen, d. h. mit einer gegenüber dem Vorjahr um 10 bis 15 Prozent höheren Ernte zu rechnen ist.

Vertreter der Landwirtschaft brachten vor, daß zum Teil nur noch Preise von 50 bis 60 Pfennig, d. h. Preise, die nur einen bescheide­nen Bruchteil der Crzeugungskosten decken, bezahlt werden, so daß sich diese Betriebe aus Mangel an Geldmitteln bereits außerstande sehen, die ErntezuEndezu führen.

Die Verarbeitung von Kartoffeln zu F l o ck en ist durch den vom Neichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft veranlaßten Flockenaufkauf, der zunächst rund drei Mil­lionen Zentner Flocken (gleich 12 Millionen Zentner Kartoffeln) umfaßt, wirksam angekurbelt. Die volle Beschäftigung der Flockenfabriken bis Ende dieses Jahres ist gesichert. Die Negierung wird für den Absatz dieser Flocken die nötigen Voraussetzungen schaffen.

Bei der Verarbeitung der Kartoffeln zu Stärke geht eS darum, den in letzter Zeit zurückgegangenen Absatz für Kartoffelstärke zu erweitern. Die Abwicklung des sog. Maizena- Abkommens, das auf den Ersah ausländischer Rohstoffe durch deutsche abzielt (Kartoffelstärke anstatt Maisstärke), wird der Kartoffelstärke­industrie gesteigerte Absatzmöglichkeit für ihre Produkte sichern. Weitere Verwendungsmöglich­keiten für Stärkeerzeugnisse werden geprüft.

Die Verarbeitung von Kartoffeln aus Sprit soll trotz bereits vorhandener hoher Lagerbestände des Monopolamts bis zum äußer­sten gesteigert werden. Es sollen größere Sprit­mengen als Treib-Sprit verwendet werden.

Der Absatz von Speisekartoffeln spielt im Nahmen der Gesamtemte nur eine verhältnismäßig bescheidene Nolle. Verstärkte Ab­satzmöglichkeiten sind auf diesem Gebiete nicht gegeben.

Zum Schluß wies der Minister u. a. darauf hin, daß die Hilfe des Reiches sich im wesent­lichen darauf beschränken müsse, die industri­elle Verwertung der Kartoffeln mit Hilfe der in der Sitzung behandelten Maßnahmen zu steigern. Die zur Sprache gebrachten K r e b i t n ö t e sollen in einer besonderen Be­sprechung mit den landwirtschaftlichen Organi­sationen und den beteiligten Kreditinstituten bal­digst behandelt werden. Eine Wiederholung der Kartoffelkonferenz ist in etwa vier Wochen vor­gesehen.

Nachklang zum Marburger Schwimmbadbau.

WSN. Marburg. 1.Ott. Eine stark be­suchte Versammlung des Bürgervereins be­schäftigte sich mit den Vorgängen bei der Ver­gebung der Installationsarbeiten im Hallenschwimmbad an auswärtige Firmen. Installateur Werneck führte als Vertreter seiner Berufsgenossen aus, daß ent­gegen einem früheren Beschluß, sämtliche Ar- beuex in Marburg zu lassen, eine Gesamt­vergebung nach auswärts in Höhe von 160 000 Mark erfolgt fei; aus einem weiter für die Marburger in Aussicht gestellten Auftrag von 25 000 Mk. sei nichts geworden. Das hiesige Installationsgewerbe sei schwer ge­schädigt, und es wäre zu hoffen, daß in Zukunft anders verfahren würde. 2n der Aussprache wurde darauf hingewiefen, daß bei dem Hallen­schwimmbad nicht richtig vorgegangen worden sei: man könne mit einem jährlichen Zuschuß von 50 000 Mark rechnen.

Große Geländekäufe der Stadt Mainz

MSN. Mainz, 30. Sept. Der dritte Ver­trag zwischen Mainz und dem Reich über den Erwerb von Reichsgelände ist jetzt ab­geschlossen und notariell genehmigt worden. Durch diesen Vertrag gelangt die Stadt Mainz in den Besitz des gesamten Festungs­gürtels, der sich um Mainz lagert. Der Flächeninhalt des neuen Geländes beträgt rund 1,900 Quadratkilometer. Im Augenblick ist die Stadt Mainz dabei, einen weiteren Vertrag vorzubereiten, nach dem auch das auf der rechten Rheinseite verbliebene Reichsgeländein den Besitz der Stadt übergehen soll. Lieber den Ankauf dieses Reichsarundbesitzes schweben noch Verhandlungen, die aber auch in Kürze zu einem Abschluß kommen werden.

Kreis Wetzlar.

Wetzlar, 1. Okt. (WSN.) In Dutenhofen hatte ein Landwirt sein dreijähriges Enkel- chen mit auf das Feld genommen. Der Kleine kletterte in einem unbewachten Augenblick auf den Wagen, warf die Kartoffelhacke herunter und stürzte schließlich vom Wagen in die Hacke h i n e i n , so daß er sich schwere Wunden am Kopf zuzog, denen er trotz sofortiger Operation erlag.

~ Lützellinden, 30. Sept. Die Straße nach K 1 e i n - L i n d e n , die im Sommer auf der Teilstrecke von der Abzweigung nach Alien­dorf bis zurHolzburg" eine Kleinschlagdecke erhalten hat. wird zur Zeit auf dieser Strecke geteert und dadurch in einen guten Zustand ver­seht. Es wäre wünschenswert, wenn die Straße nun auch auf hessischem Gebiete inftanb- geseht würde.

<> Hörnsheim, 1. Okt. In seiner jüng- sten Sitzung beschäftigte sich der G e m e i n b e r a t mit der von der Aufsichtsbehörde geforderten Beschaffung eines vierten Gemein­dezuchtbullen. Es wurde beschlossen, diese Beschaffung abzulehnen, da der Gemeinde die er­forderlichen Mittel fehlem Die Erhebung einer besonderen Gebühr für den Anschluß neu- errichteter Wohnhäuser an das elektri- s ch e Ortsnetz lehnte Der Gemeinderat ab.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, den 4. Oktober. Vorabend: 5.45 Uhr; morgens: 8.30 Uhr; abends: 6.05 und 6.45 Uhr.

Berliner Börse.

Berlin, 2. Okt. (WTB. Funkspruch.) Im heuti­gen Effektensrühoerkehr hatte sich zunächst noch keinerlei Geschäft entwickelt. Besondere anregende Momente lagen nicht vor, und auch die geftrigen

festen Neuyßrker Schlußkurse vermochten keinen Ein- fluß auf die Geschäftstätigkeit zu gewinnen, man rechnet aber für den offiziellen Börsenbeginn mit einer eher freundlicheren Stimmung.

Die Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Das Nordmeerhoch, welches seit letzten Sonntag stationär geblieben ist, hat sich jetzt südöstlich aus- gebreitet und nimmt Zentraleuropa mit in seinen Bereich, lieber das nördliche Deutschland erstreckt sich zur Zeit der Kern mit Barometerständen von über 775 mm. Die entstandene Hochdruckwetterlage dauert zunächst an, so daß meist helleres und trvcke- nes Wetter vorherrscht, dabei bestehen stärkere Tem­peraturgegensätze zwischen Tag und Nacht. Der nächt- lidje Temperaturrückgang dürfte bis in Gefrier- punktsnähe gehen und stellenweise auch schon zu leichtem Bodenfrost führen.

Aussichten für Freitag: Nur stellen­weise Frühnebel, tagsüber heiter, troden, nachts Temperaturrückgang bis in Gefrierpunktnähe, tagsüber milder.

Lufttemperaturen am 1. Oktober: mittags 13,5 Grad Celsius, abends 9,4 Grad; am 2. Oktober: morgens 7.8 Grad. Maximum 13.5 Grad, Minimum 6,0 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Oktober: abends 13,5 Grad, am 2. Oktober: morgens 10,2 Grad Celsius. Sonnenschein­dauer P/i Stunden.

SHELL KABINETTS- RÜCKNEHM8ARE KANISTER

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