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schalten, zu der auch zahlreiche Gemeindeglieder sich eingefunden hatten, um den gesanglichen Lei­stungen der Vereine zuzuhören. Ansprachen wurden gehalten von dem Ortsgeistlichen Pfarrer Köhler und von dem Leiter der Versammlung, Pfarrer Laut. Dazwischen wechselten die Verbandsvereine mit Liedervorträgen ab.

Al reie Schotten.

± Groß-Eichen, 30. Sept. Am Sonntag fand in unserer Gemeinde das Gustav-Adolf- Iest des Zweigvereins Gründern statt. Am Vormittag predigte im Festgottesdienst, der sehr gut besucht war, Pfarrer Trapp aus Ulrich­stein. Der Männergesangverein Groß-Eichen unter Leitung von Lehrer Dell hatte sich in dankens­werter Weise für die musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes zur Verfügung gestellt. Nach­mittags fand in der Kirche eine ebenfalls gut be suchte Nachversammlung statt. Der Schriftführer des Zweigvereins, Pfarrer G r a u l i n g , Grün- bcrg, crzäl>lte zunächst aus dem Leben des Schwe­denkönigs Gustav Adolf und erstattete dann den Rechenschaftsbericht. Dann sprach Pfarrer Trapp, Ulrichstein, der früher selbst als Pfarrer in einer Diasporagemeinde in Oesterreich tätig war, über die mannigfaltige Arbeit des Gustav-Adolf-Vereins. Der Ortsgeistliche schloß mit Gebet die schöne Feier. Die Kollekte im Betrag von 34 Mark kommt je zur Hälfte der österreichischen Gemeinde Anstetten und der hessischen Gemeinde Herbstein zugute.

* Dodenhausen II. 1. Ott. Am Sonntag konnte hier eine neue Glocke geweiht werden. Aach langen Beratungen hatte man sich ent­schlossen. eine kleinere Glocke anzuschaffen, da da­durch erhebliche Mittel gespart werden konnten. Lieferant ist die Glockengießerei F. W. Rinker in Sinn. Die Glocke trägt die Aufschrift:Schütz uns Herr vor Kriegesnot, lehr uns halten dein Gebot I" Der Gottesdienst stand ganz im Zeichen der Glockenweihe. Pfarrer Fröhlich würdigte in der Predigt das für die Gemeinde bedeutungs­volle Ereignis. Umrahmt wurde die Feier von Darbietungen des Posaunenchors und des Man­nergesangvereins. Zum Vaterunser läutete die Glocke zum erstenmal. Rach dem Gottesdienst hielt Bürgermeister Möser eine kurze Ansprache, in der er an den Spruch, den die Glocke trägt, an­knüpfte. Zum Schluß dankte Pfarrer Fröhlich der Gemeinde im Ramen des Kirchspiels.

± Sellnrod, 30. Sept. 3m Laufe des Som­mers hat sowohl das hiesige Schulhaus, wie auch das Pfarrhaus einen neuen Ver­putz und Anstrich erhalten. Unser O r t s b i l d ist dadurch wesentlich verschönert worden.

Kreis Alsfeld.

er. Homberg, 1. Oft. An Stelle des nach Groh-Zimmern versetzten Gendarmerie- Hauptwachtmeisters Schneider wurde Gen­darmerie-Hauptwachtmeister Roth von Mücke mit Wirkung vom 1. Oktober in die Gendar­merie-Station Homberg versetzt. Gestern fand an den Provinzialstraßen die O b st v e r st ei­ne r u n g statt. Da die Bäume nur geringen Behang zeigten, stand der diesjährige Erlös dem vorjährigen bedeutend nach. Der Korb Obst wurde im Durchschnitt mit 4 bis 8 Mk. bezahlt.

Kirche und Schule.

Landkreis Gietzen.

)( Lich, 1.Oft. Der kirchliche 3ugendsonntag wurde am vorigen Sonntag in unserer Gemeinde begangen. Am Vormittag war unter Mitwirkung des Posaunenchors und der 3ugendvereinigung Gottesdienst, in dem der Leiter der männlichen 3ugendpflege, Pfarrer ©raubt, beherzigens­werte Worte sprach. Rachmittags fand die Er­öffnung des diesjährigenKonfirmandenun'.errichts durch Stiftsdechant Kahn statt. 3n diesem Jahr konnten nur 17 Konfirmanden (neun Knaben und vier Mädchen aus Lich und vier Mädchen aus Arnsburgs in den Konfirmandenunterricht aus­genommen werden, die seit vielen Jahrzehnten niedrigste Ziffer der Konfirmandenjahrgänge. Die männliche Jugendpflege wurde durch die Gründung einer mit dem Posaunenchor verbun­denen 3ugenVvereinigung erweitert, eine 3ungschar wurde angeschlossen. Die Zugendver­einigung wird zum erstenmal am Reformations­tage mit einem Festabend in der Turnhalle in die Oeffentlichkeit treten. Unsere Orgel wurde im Laufe des Sommers einer gründlichen Reini­gung und teilweisen Erneuerung unterzogen, fer­ner wurde ein großes Stück des Kirchenbaches neu beschiefert, sowie das auf der Kirche befind­liche Türmchen wiederhergestellt.

Wirtschaft.

Die Lleberfremdung der deutschen Wirtschaft.

Die Finanznot der deutschen Wirtschaft, ihr steigender Kreditbedarf und die Schwierigkeiten im Außenhandel haben allmählich zu einer Ueberfremdung der deutschen Wirt­schaft geführt, die besondere Beachtung ver­dient, weil ihre Beurteilung von verschiedenen Seiten ausgehen muß.

Während man noch im Jahre 1928 rund 300 deutsche Firmen zählte, die ausländische Beteili­gung aufzuweisen hatten, ist die Zahl im Jahre 1929 auf annähernd 400 gestiegen, und zwar konnte man damals feststellen, daß minstens 600 Millionen Mark deutsches Wirtschaftskapital durch ausländische Beteiligungen in Höhe von rund 250 Millionen Mark kontrolliert wurden. Das heißt also, die Auslandbeteiligung machte etwa 40 Prozent dieses deutschen Wirtschastskapitals aus. Unter den Firmen, die AuSlandbeteiligung aufweisen und die mit zu den bedeutendsten der deutschen Wirtschaft zählen, waren etwa 165 bis 175 mit starker Minorität bis Majorität. Sn rund 200 deutschen Aktiengesellschaften waren etwa 300 Berwaltungs- und Aufsichtsposten im Besitze von Ausländern. Dabei ist festzustellen, daß von den Industrien, in die das Ausland eingedrungen ist, in erster Linie die Elektro­industrie. die Fahrzeug-, Automobil-, Maschinen- und Textilindustrie, die Schwachstrom-, Rahrungs- mittel und Papierindustrie zu nennen sind. Die gesamte Türschlohindustrie, zum Teil auch die Rasierklingen-, die Schallplatten-, die Äugel­lager», die Margarine- und die Zündholz­industrie haben ganz besonders starke ausländische Beteiligungen aufzuweisen. Ebenso bestehen bei der Schokoladen- und der Glasindustrie, bei der Auto-, der Braunkohlen- und der Korkindustrie nicht zu unterschätzende ausländische Einflüsse, und schließlich hat die Ueberfremdung auch auf die Kunstseiden-, die Tabak», die kosmetische und die Papier» und Zellstoffindustrie übergegriffen. Man sieht, daß es nur wenige Industriegruppen gibt, die heute noch frei von ausländischem Kapital sind. Man muh aber damit rechnen, daß die Ueberfremdung auch weiterhin noch in beträchtlichem Umfange ansteigt, was wohl auch darauf zurückzuführen ist. daß die Ausland­kredite heute oftmals nur noch in der Form von Beteiligungen zu erhalten sind. Außerdem spielen selbstverständlich steuerpolitische und zoll- politische Fragen eine Rolle, und dann hat die Organisation des 'Rohstoffes oftmals dazu ge­führt. daß engere Verbindungen zwischen deut­schen und ausländischen Firmen hergestellt wurden, so daß auf diese Weise Monopol- und trustartige Gebilde entstanden, die, wie in der Zündholz-, der Margarine- und Oel», der Gram­mophon- und Schallplatten- und in der Auto­mobilindustrie, in beträchtlichem Umfange existieren.

Im ganzen kann man also feststellen, daß die Auslandbeteiligungen im Jahre 1929 den Be­trog der aufgenommenen Anleihe bereits über­steigen, und nach den jüngsten Feststellungen ist auch für dieses Jahr festzustellen, daß diese Entwicklung ohne Unterbrechung und vielfach mit einer gewissen Steigerung fortgesetzt worden ist. Gewiß wird man zugeben müssen, daß in dieser schwierigen Zeit eine Ueberfremdung un­möglich auszuschalten ist, trotzdem verdient aber diese Entwicklung besondere Beachtung, weil doch nichts unversucht bleiben darf, um die nationale deutsche Volkswirtschaft im Interesse des deut­schen Staates zu erhalten und zumindest dem aus­ländischen Einfluß überzuordnen.

* Die Reichsindexziffer f ü r die LebenshaltungskvstenimSePtember. Die Reichsindexziffer ür die Lebenshaltungs­kosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuch­tung, Bekleidung und onstiger Bedarf") beläuft sich nach den Festste! ungen dos Statistischen Reichsamts für den Durchschnitt des Monats September auf 144,9 gegenüber 146,8 im Vor­monat. Sie ist somit um 1.3 vH. Aurüdtgegangen. Ausschlaggebend für diesen Rückgang war die Senkung der Ernährungsausgaben. Hier haben vor allem die Preise für Kartoffeln und Gemüse erheblich nachgegeben. Die Preise für Beklei­dung sgegenstände haben ihren Rückgang verstärkt fortaeseht. Die Kosten der Heilung haben sich infolge Abbaus der Sommerrabatte, die Aus­gaben für densonstigen Bedarf" besonders durch

Heraufsetzung der Personentarife der Reichsbahn erhöht. Die Indexziffern für die einzelnen Grup­pen betragen. (1913/14 = 100): für Ernährung 141,7, für Wohnung 130,5, für Heizung und Be­leuchtung 152,4, für Bekleidung 160,8, für den sonstigen Bedarf" einschließlich Verkehr 195,5. Tendenz: ruhig.

* Die Firma Georg Philipp O a t ( t n Gießen ist gegenwärtig im Begriff, eine organi­satorische Betriebsumstellung in ihrem Hauptwerk durchzuführen, die durch die allgemeine wirtschaftliche Depression, die sich natürlich auch auf das Tabak­gewerbe auswirkt, veranlaßt wurde. Bei biefer Maßnahme ließ es sich leider nicht vermeiden, daß eine Anzahl Arbeiter entlassen werden mußte. Ent­gegen anderslautenden Behauptungen, die man in der Stadt hört, kann festgestellt werden, daß der Prozentsatz der Entlassungen etwa 12 bis 15 Pro­zent der gesamten Arbeiterschaft ausmacht.

Kündigung d e s Manteltarifs in der hessen-nassauischen und d es s isch e n Metal 1 industrie. Der Verband der Metall- industriellen für Hessen, Hessen-Nassau und angren­zende Gebiete hat am Dienstag das Kollektivabkom-, men zum 31. Dezember 1930 gekündigt. Die Ab­änderungsvorschläge sollen den an dem Abkommen beteiligten Metallarbeiterverbänden demnächst be­kanntgegeben werden. Es bandelt sich bei dem Kol­lektivabkommen um den Manteltarif, der die allge­meinen Arbeitsbedingungen reaelt. Betroffen von der Kündigung ist im wesentlichen die Metallin­dustrie der Städte Frankfurt a.M., Offenbach, Darmstadt und Hanau.

.* Mehlpreisermäßigung. Die Sudd. Mühlenoereinigung hat den Preis für Weizenmehl Spezial 0 um 25 Pf. auf 40.25 RM. pro dz ab Mühlenftation ermäßigt, nachdem am Montag eine starke Erhöhung vorgenommen wurde.

* Gründung einer Gefi-Kreditge- meinschaf t in München. Die Gefi, Ge- fellschnst für Finanzierung von Kreditgemern- fchnften m. b. H., Berlin, die sich im Besitz eines Bankenkonsortiums unter Führung der DD-CBanf befindet, hat ihren Geschastskreis durch Gründung der Kreditgemeinschaft Münchener Spezialge­schäfte erweitert, der 14 führende Firmen des Münchener Einzelhandels angehören. Damit ist das von der Gefi finanzierte und organisierte Kreditsystem für den Einzelhandel, das sich in der Praxis gut bewährt haben soll, in 23 Städ­ten Deutschlands eingeführt.

* Wayß 8- Freytag AG., Frankfurt a. M. Wie von der Verwaltung mitgeteilt wird, ist das seit einiger Zeit festzustellende Fallen des Aktienkurses in den inneren Verhältnissen der Ge­sellschaft nicht begründet. Dor allem sind Bauverluste weder zu verzeichnen, noch zu erwarten. Der Be- schäftigungsgrad in Deutschland läßt allerdings in­folge der außerordentlichen Zurückhaltung der öffent­lichen Hand und der Industrie zu wünschen übrig.

Schwcinemartt in Friedberg.

WSR. Friedberg, 1. Olt. Auf dem heu­tigen Schweinemarkt entwickelte sich bei einer Anfuhr von 472 Jungtieren flottes Ge­schäft. Es wurden bezahlt für bis sechs Wochen alte Tiere 20 bis 25 Mark, sechs bis acht Wochen alte 25 bis 30 Mark: acht bis zwölf Wochen alte 30 bis 35 Mark.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 2. Olt. Tenderu: freund­lich. An der heutigen Börse blieb Die Stim­mung freundlich, gestützt auf die festere Ten­denz der gestrigen Reuyorler Börse. In Anbe­tracht des israelitischen Feiertages herrschte je­doch äußerste Geschäfts stille. Umsätze kamen nur vereinzelt zustande. Kurse wurden zu den ersten Rotierungen nur wenig festgesetzt. Von den zustande gekommenen Kursen waren die meisten gut behauptet bzw. leicht befestigt. Ge­schäftshemmend wirkte der Ultimoausweis der Reichsbank, der eine starke Belastung und Gold- unb Devisenabgaben erkennen läßt. Demgegen­über konnten die Handelskammerberichte keine Anregung bieten. I.-G.«Farben eröffneten nur knapp gehalten, zogen jedoch später etwas an. Am Elektromarkt lagen AEG. 1 Proz. fester. Bankaktien waren bei stillem Geschäft nur wenig verändert. Montanwerke waren vollkommen ver­nachlässigt und umsatzlos. Am Bauunterneh­mungsmarkt konnten Wayß & Freytag auf die Verwaltungserklärung, daß der Kursrückgang der letzten Zeit nicht in den Verhältnissen der Ge­sellschaft begründet sei, weitere 3 Proz. gewinnen. Zellstoffwerte waren bis 1 Proz. gebessert. Sonst ergaben sich keine Kursveränderungen von Be­

lang. Am Rentenmarkt zogen Altbesitz etwas an. Ausländer lagen fast ohne Geschäft. Im Ver­laufe kam das Geschäft zwar fast vollkommen zum Stillstand die Stimmung blieb aber freund­lich, und die wenigen Kurse, die noch genannt wurden, lagen weiter fester. Tagesgeld 4,75 Pro­zent und etwas leichter. Am Devisenmarkt lag die Mark fester. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1985; gegen Pfund 20,405; London gegen Kabel 4,858750; gegen Paris 123,79; gegen Mailand 92,7850; gegen Madrid 46,95; gegen Schweiz 1 25,0390; gegen Holland 12,05.

Heute, Donnerstag, 2. Oktober, findet keine Abendbörse statt.

Infolge des israelitischen Feiertages findet der nächste Viehmarkt erst Freitag. 3.Ok­tober, statt.

Berliner Börse.

Berlin, 2. Oft. Nachdem an der gestrigen Reuhorker Börse eine Befestigung eingetreten i war und man aus diesem Grunde mit einer freundlicheren Eröffnung der europäischen Aus- landbörsen rechnete, konnte sich auch hier die zuversichtlichere Grund st immung er­halten. Die vorliegenden Momente waren zwar nicht ganz einheitlich. Es standen dem nunmehr gesicherten Ueberbrückungskredit von 100 Mil­lionen. dem etwas gebesserten Stickstoffabsah und der im Berichte der preußischen Industrie- und Handelskammern festgestellten Tetkbes^erung der Wirtschaftslage ungünstige Rachrichten aus der Montanindustrie und neue Arbeiterentlassungen gegenüber. Auch die Befriedigung über die vor­wiegend freundliche Aufnahme des Regierungs­programms im Auslande wurde durch den Hin­weis auf die zu erwartenden parlamentarischen Schwierigkeiten abgeschwächt. Vormittags und vor­börslich taxierte man etwas freundlichere Kurse, doch rechnete man schon morgens im Hinblick auf den hohen israelitischen Feiertag für heute mit keiner nennenswerten Geschäfts belebung. Bei sehr kleinen Geschäft lagen die ersten Kurse meist gut behorchtet und nur vereinzelt bis zu 1 Pro­zent schwächer. Werte wie Hoesch, Conti Gummi. Rheinische Braunkohlen, Stöhr und Svenska ge­wannen 2 bis 2,5 Prozent. Berger und Thürin­ger Gas waren bei ebenfalls minimalem Ge­schäft 4,5 bis 5 Prozent gebessert. Demgegen­über verloren Feldmühle, Schlesische Zement 2 bis 3 Prozent. Von deutschen Anleihen gaben Altbesitz 0.45 Prozent nach. Ausländer ruhig, bprozentige Mexikaner und 4prozentige Unga­rische Goldrente fester. Der Pfandbriefmarkt war vorläufig noch uneinheitlich und anscheinend freundlicher. Am Geldmarkt beschränkte sich die Entspannung nach dem Ultimo auf Tagesgeld, das heute mit 5 bis 7 Prozent zu hören war. Rach den ersten Kursen blieb die Grund- st immung freundlich. Es ergaben sich weitere Besserungen bis 1 Prozent, von benen hauptsächlich I.-G.-Farben, Elektrowerte und Kaliwerte profitierten. Der heute zur Veröffent­lichung gelangte Reichsbankausweis zum Quar­talsultimo brachte zwar eine Gesamtanspan- nung von fast einer Milliarde, vermochte je- ' doch keinen Einfluß auf die Tendenz zu nehmen.

Letzte Nachrichten.

Schwerer Verkehrsunfall in Wetzlar.

JZ Wetzlar, 2. Oft. Ein schweres Auto­unglück ereignete sich gestern kurz nach 21 Uhr in unserer Stadt. Ein Lastkrajtwagen mit Anhänger, der mit Heizkörpern dec Bu- derusschrn Eisenwerke in Lollar schwer beladen war, fuhr den Hindenburgring hinunter, wobei die Bremsen versagten, so daß der Last­kraftwagen in rasende Fahrt geriet. Hierbei wur­den eine Anzahl Pappelbäume umgeris­sen und ein Fußgänger auf dem Ebertplatze schwer verletzt. Dann stürzte das Fahrzeug mit Anhänger und der gesamten Ladung in die Wehbach. Der Führer des Lastkraftwagens und der Bremser im Anhänger blieben wie durch ein Wunder unverletzt. Der Schaden ist erheblich. j

Sprechstunden der Redaktion.

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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdisfont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.

Frankfurt

a. Dl.

Serkin

Frankfurt a. M.

Serkin

Schluß-s kutt I

1-ilhr- Kutt

Schluß­kurs

Anfang« Kurs

Schluß, kur»

l«llhr« ffutt

Schluß­kur»

Anfang- Äurt

Datum

1. 10 i

2. 10

1. 10

2. 10.

Datum

1. 10

2 10

1. 10

2 10

6% Deutsche ReichSanleihe

Vamdurg-Ämertka Bakel . . .

80,75

80,25

80,5

r.on 19°7..........

88,4

88

_

-

?% Deutsche Reichsanleihe

Hansa Dampfschiff.....10

125

Von 1929 ..........

99

_

qq 4

fl?rtrhh»titiAfr PLoöb ..... 8

80,75

81

Rfi 75

81.25

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Allgemeine Deutsche Credltanst. 10

102,4

102,4

Auslos.-Rechten.......

60

60,2

60

59,75

Barmer Bankverein .... 10

110

110

HO

110

DeSgl. ohne AuSlos.-Rechie . . .

6,9

6,825

6,8

Berliner Handelsgesellschaft . 12

133,13

133

8% Hell. BolkSslaat von 1989

Sommer;- und Privat-Bank. 11

120,5

120,5

120,5

120,5

(rtfdtablb 102%) ......

89,5

-

89,25

-

Daml^kil^r und Nationalbank 12

164,75

-

164,75

165.25

Oberhellcn Provinz. Anleihe mit

Deutsche Bank und

-

... 10

119

_

118.75

118 .5

Tt.utjrty' ttomm. (SammelabL

93auf ...... 10

117.5

117

117,75

117,5

55,75

56 5

AMiMfimif ...... 12

225,5

225,5

8% Franks- Hyp.-Bank Goldpse.

XIII unkündbar bis 1934 . . .

99,75

_

_

AEG .........b

124

124,9

124

124.75

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

Bergmann.........9

152

153

unkündbar bi« 1932 .....

94,5

Elekir LieserungSgesellschasi. 10

120,25

120,25

<yx% Rheinische Hyp.-Bank

Licht und Kraft......10

126,75

126,5

127,13

86,25

gellen ft (Siiillrmimp . 714

_

101,4

8%" Pr. LandeSPsandbriesanstalt,

Gesellschaft für Elektrische

'l<(<rnnhri. i-> 1 9 . . .

102

8% Pr. LandeSpsanobriesanstalt,

Hamburger ElektrizitLtS-Werke 10

130J5

13?,75

Romm.-Cbl. 01. 20......

98

98

Rheinische Elektrizität .... 9

7% Pr. 2anbeßi)ianbbtic|anfialt,

Schlcsifche Elektrizität. ... 10

125,5

125.5

Psandbriese R 21......

97,5

97,5

Schuckrrt L Co.......11

142,5

140,5

141

A.E.G. abg. BorUtegS-Obligatio-

Siemen» & HalSke.....16

183

-

182,75

138,75

nen, rück-ablbar 1932 .....

93,75

TranSradio ......... 8

124

Lahmeyer ch Co.. ..... 10

146,5

146

146,75

4% Oefterreichlsche Goldrente .

27,4

_

27,4

27

C,d 5

55

4,20% Oeslerreichische Silberrente 4% Oetterreichllche Einheitliche

3,15

Essener Steinkohle ...... 8

67,25

68,5

Rente..........

4% Ungarische Soldrenie . . .

24

24,1

1,95

24,5

Gelsenkirchener.......8

100,5

90,5

on°l

100,5

4% Ungarische Staatsrente v. 191C

_

19,4

19,5

Hoesch Eisen........

<y,% deSgl. von 1913 ....

20,5

5>se Bergbau.......

202

79202

202

4% Ungarische Kronenrente . .

1,95

2

2

Klöcknerwerke..... 7

73

73

73

4% Türkische Zollanleihe von 191

4,75

4,85

4,9

Köln-Neuellen

4% Türkische Bagdadbahn-Ani

ManneSmunn-Rbhren .... 7

74,5

74,25

74,25

1 ........

.

4,9

-

_

4,85

5% Rumänische vereinh. Rente

Cberichlrl. Kolowerke ..... 7

9,2

__

9,5

_

4V4% Rumänische vereinh. Rente

Rheinische Braunkohle» . . IC

178,5

18?, 5

183,75

fmn 191.3.........

15.13

-

fRheiufinbl . ...... 1

77

4% Rumänische vereinh. Rente

7,25

7,3

I 7,25

Riebeck Montan ...... 7,2

1

1

Frankfurt a. Dl.

Serkin

Schluß s hitt |

1-Uhr« ff litt

Schluß- futt

Anfang» Kurs

Serlin, 1. Oktober

Gelb

»rief

Amerikanische

Noten......

4,221

^71/

yciflimic vieren . . . . <

Dutum

1 10

2 10

1. 10

2 10

Dänische Noten .....

Englische Noten.....

112,18

20,395

16,445

169,28

112,62 20,475 16,505

169,96

Bereinigte Stahlwerke.....

Olavi Minen......16'/.

72,13

72,13

28,25

72

29,5

Französische Noten . . . .

Kaliwerke Aschersleben ... 10

Kaliwerke Westeregeln . . . 10

Kaliwerke Salzdetfurth ... 16

287,5

200

199,5

201

288.13

287

Italienische Noten........

Norwegische Noten.......

Deulsch-Oesterreich, ä 100 Schilling

Rumänische Noten.......

22,03 112,10 59,155

2,475

22,11 112.54 59,395

2,495

I. G. Forben-Industrie ... 19

Schwedische Noten . . . .

112,73

113,17

141,5

141

141

140,9

Schweizer Noten.....

81,59

81,91

Dynamit Nobel ....... 6

*

65,5

Spanische Nolen.....

43,21

43.39

Echetdeanstalt........9

-

Tschechoslowakische Noten.

e e

2,425

12,485

Goldschmidt........6

44,5

44,5

45

Ungarische Noten . . .

73,24

73,54

ROtgerLwerke........6

52.5

52,25

52,5

Metallgesellschasi.......8

98

99

Deoifvamarfl Berlin

Frankfurt a. M

Philipp Holzmann......7

Zementwerk Heidelberg . . 10

Eementwerk Karlstadt. ... 10

Wayb & Freytag......8

76,5 99,75 118,5

48

99,75

51

76

1 Oktober

2 Oktober

48

111

Amtliche Kotierung

Geld | Ylrlt'

Amtliche Geld

.Notierung w" Briet

Am».. Rott.

169,35

169,69

169,15

169,49

Schultheis Patzenhoser ... 16

200

201,25

Buen.-AireS Brss.-Antw-

1,485

58,56

1,487

58,68

1,476

58,49

1.478

58,61

ONwerke.........12

160

160

Christlania.

112,28

112,50

112,24

112,46

Aku..... 18

66,25

66,25

66,4

Kopenhagen

112,33

112,55

112,26

112,48

Bemberg.........14

77

77,13

Stockholm -

112,72

112,94

112.66

112,82

Zellstoff Walbhof .... 13'/.

Zellstoff Aschaffenburg ... 12

123,75

87,75

123,25

86,75

122,5

HelsingforS- Atcltcn . . .

10,564

21,975

10,584

22,015

10,557

21,975

10,577

22,015

Charlottenburger Wasser . . . 8

84,9

85

London. . -

Neuyork . .

20,396

20,436

20,383

20,423

Dessauer @1a8........V

121.5

121,25

4,1980

4,2060

4,1955

4,2035

Daimler Motoren ...... 0

26

26,25

26,4

PariS....

16,465

16.505

16,46

16,50

Deutsche Linoleum ......

161

161

161,5

Schweiz . .

81,46

81,f

2

81,42

81,58

Maschinenbau A.-Ä. ..... v

37,25

*

Spanien.

43,61

43,69

43,42

43,50

Rai. Automobil.......0

Japan . . -

2,075

2,079

2,075

2,079

Orenstein & Koppel . .... 8

52

52

Hio de Jan

0,4405

0.4425

0,4395

0,4415

Leonhard Tietz ...... 10

122,5

121,5

Wien in D--

SvenSka...... . . .

293,5

296

Oest- abgest

59,255

59,375

59,215

59,335

Frag . . . .

12,453

12,473

12,448

12,468

Frankfurter Maschinen . ... <

19

19,75

Belgrad .

7,438

7,452

7,436

7,450

Gritzner..........P

30

30

-

Budapest. .

73,43

73,57

73,40

73,54

Hevligenstaedt.......(

Bulgarien.

3,045

3,051

3.042

3,048

InnghanS..........6

30

30

30,5

Lissabon .

18,83

18,87

18,84

18,88

Lechwerke. . ........8

93,5

-

Danzig. .

81,55

81,71

81,52

81,68

Mainkrastwerke Höchst a. M.. .8

76,75

-

Konst-uttin.

1,784

1,789

1,784

1,789

Miag...........10

77

78

Athen. .

5,44

5,45

4,207

5,44

5,45

®ebr. Roeder.......10

95

Canada .

4,199

4,197

4,205

Boigt L Haesfner ...... v

Süddeutsch« Zucker .... 10

150

151

Uru uay.

3,337

3,347

3,337

3,343

127,5

124,5

W

Cairo ..

20,91

20,95

20,395

I 20,935