Keltag, 3. ZanuarMO
Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Rr. 2 viertes Blatt
Wirtfchafi.
Oie Wirtschaftslage imDezember^9L9
Rach den Berichten preußischer Industrie- und Handelskammern und des Deutschen Handvnrts- und Gewerbekammertags stellt das preußische Ministerium für Handel und Gewerbe fest, daN der letzte Monat des Jahres 1929 kerne b e - sonderen Veränderungen gegenüber der bisherigen Wirtschaftslage zeigte, die durch Ka- vitalmangel und die unausgeglichene smanz.age der öffentlichen Hand ungünstig beeinflußt wurde. Die geschäftlichen Zusammenbrüche besonders im Bankwesen, blieben unverändert hoch. Einzelne Wirtschaftszweige zeigten einen befriedigenden Stand. Insbesondere hatte der Kohlenbergbau auch im Dezember genügenden Absatz Einzelhandel und Handwerk litten imter dem spat einsetzenden Winter und dem Geldmangel der Konsumenten, was sich besonders im Wechnachts- geschäst ausprägte. Der Rückgang der Einfuhr und die Zunahme der Ausfuhr haben in diesem Iahr zu einer ausgeglichenen Handelsbilanz geführt die 1928 noch um 1,2 Milliarden Mark passiv war. Die Ausfuhr erfolgte allerdings zum Teil zu Rotpreisen. so daß die Wirtschaft keine oder nur geringe Gewinne aus ihr hatte. Der Arbeitsmarkt verschlechterte sich weiter, om Vergleich zum Vorjahre verringerte sich jedoch die Spanne in den ArbeitKlosenzisfern.
Starkes Ansteigen der Konkurse im Jahre 1929.
Ein betrübliches Bild der Statistik bzw. der Wirtschastslage gibt das starke Ansteigen der Konkursziffern im Iahre 1929. Sowohl die Zahl der Konkurse ist von 86c> nn Ao- vember auf 935 im Dezember angewachsen, als auch die der Vergleichsverfahren von 431 auf 502, so daß nach einer Zusammenstellung der ^eit- schrist „Die Vank" im ganzen ^>ahre 1929 10 303 Konkurse (im Vorjahre 8290) eröffnet und 5257 Vergleichsverfahren (im Vorjahre 3341) cingclci« tct worden sind. Der Monatsdurchschnitt 1929 liegt mit 859 erheblich über dem von 1928 nut 691 und dem von 1927 mit 484 Konkursen, erreicht aber nicht den hohen Monatsdurchsthnitt von 1926 mit 1033 Konkursen. Die entsprechende Durchschnittszahl für 1913 liegt etwa bei 800.
Buderussche Eisenwerke, Wehlar.
Die Verwaltung der Vuderusschen Eisenwerke in Wetzlar teilt uns mit: Den durch die Presse gegangenen Rotizen, die von einer 6-v. H. * Dividende für 1929 als einer bereits feststehenden Tatsache berichten, steht die Verwaltung fern. Wenn auch der Geschäftsgang im vergangenen Iahre, wie in der Veröffentlichung der Verwaltung vom 10. Oktober 1929 mitgeteut, sich günstiger als in 1928 gestaltete, so liegen doch die Abschlußziffern, die. für den Dividenden- Vorschlag der Verwaltung maßgebend sein /werden, noch nicht endgültig vor. Die Vilanzsihung des Aufsichtsrates wird voraussichtlich Ende Februar oder Anfang März stattsinden.
Auch die von einigen Zeitungen gebrachten Angaben über die Reu anlagen und Betriebe find teilweise mißverständlich. Die Verwaltung wird hierauf in ihrem Jahresbericht noch zurückkommen.
* Llmschuldungs stelle für Answer- tungshypotheken. Das wachsende Interesse, das der für den 1. Januar 1932 bevorstehenden Fälligkeit der Aufwertungshypotheken entgegengebracht wird, ruft jetzt auch die Großbanken auf den Plan. So hat die Commerz- und Privat- Bank, wie WLB.-Handelsdjenst erfährt, eine „ Umschultungsstelle für Aufwertungs-Hypotheken" gegründet, deren Aufgabe hauptsächlich auf zwei Gebieten liegt. Einmal will sie den Aufwertungsschuldnern bei der Erlangung von Ersahhypo- theken behilflich sein und zum anderen will sie die Beschaffung der erforderlichen Liquidations- goldpfandbricfe finanzieren, sofern die Bewilligung der Reuhypothek sichergestellt ist. Es handelt sich also um eine Aktion der Zwischenfinanzierung, die den Hypothekenschuldner von der Sorge befreit, woher er die für die Ablösungskäufe vorübergehend gebrauchten Geldmittel nehmen soll.
* Die Preußische Landespfandbrief a n st a l t in Berlin (Grundkapital und offene Rcferven über 30 Millionen Mark), die
satzungsgemäß Darlehen zur Herstellung und Klein- und Mittelwohnungen gewährt, legt laut Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil in der Zeit vom 6. bis 25. Januar einen Betrag von drei Millionen Goldmark ihrer am 2. Jan. zur Ausgabe gelangenden 8proz. Goldmark- Pfandbriese. Reihe 18 zum Dorzugskurs von 96,50 Proz. zur öffentlichen Zeichnung auf. Die Pfandbriefe sind reichsmündelsicher: ihre Rotiz an den Börsen zu Berlin und Frankfurt a. M. wird Anfang Januar mit 97 Proz. erfolgen: die Lombardfähigkeit bei der Reichsbank wird demnächst beantragt werden. Die Stücke sind zu 100, 200, 500, 1000 und 5000 Goldmark lieferbar. Zahlung kann bis 25. Februar erfolgen. Alle durch den Verkauf der Papiere aufkommenden Beträge werden ausschließlich dem Wohnungsbau zugeführt.
* Zunahme der Konkurse i,n Dezember 1 929. Rach Mitteilung des Statistischen Reichsamts wurden im Dezember 1929 durch den Reichsanzeiger 881 neue Konkurse, ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung, und 459 eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen im Rovember stellten sich auf 813 bSto. 394.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M.. 3. Jan. Tendenz: Zurückhaltend. — Schon im heutigen Vormittagsverkehr machte sich eine starke Zurückhaltung bemerkbar, veranlaßt durch die heute beginnende Haager Konferenz. Auch drückte die weitere Zunahme der Arbeitslosigkeit im Reiche auf die Stimmung, ebenfalls blieb die stiller gewordene Reuyorker Börse von gestern nicht ohne Einfluß. Das Geschäft bewegte sich in den engsten Grenzen. Rach Feststellung der ersten Kurse kam jedoch eine etwas bessere und zuversichtlichere Stimmung zum Durchbruch, da • c verhältnismäßig günstigen Geldmarktverhältnis <e ihre Wirkung nicht verfehlten. Auch sollen später einige Kaufaufträge eingetroffen sein, so daß das Geschäft, wenn auch nur in Spezial- werten, etwas lebhafter wurde. Bei einem Vergleich mit den Kursen der gestrigen Abendbörse waren jedoch immer noch Abschwächungen bis zu 1 Proz. zu verzeichnen. Arn Eleltrornarkt eröffneten AEG. 1 Proz., Chadeaktien 1,50 Mk., Gesfürel 0,5, Siemens 1,5 Proz. schwächer. Lah- meyer lagen dagegen gut behauptet. Von Chen.ie- papieren waren Farben nur geringfügig gedrückt, ebenso Scheideanstalt, während Deutsche Erdöl gut gehalten blieben. Zellstoffwerte bis 1,5 Proz. niedriger. Am Montanmärkt bestand für Klöckner bei leicht anziehendem Kurs einiges Interesse. Mansselder lagen vernachlässigt: obwohl die Aktien für Rheinische Braunkohlen ohne ersichtlichen Grund etwa 8 Proz. höher taxiert wurden, bestand für dieses Papier nur wenig Interesse. Bankaktien durchschnittlich bis 1 Proz. abgeschwächt. Rur Commerzbank lagen etwas gebessert. Der heute bekanntgewordene Reichsbankausweis, der eine ansehnliche Belastung aufweist, mahnte zur Zurückhaltung, doch war man in dieser Beziehung bald wieder beruhigter, da dies der Jahresultirnoausweis ist und als überholt gilt, was durch den flüssigen Geldmarkt bewiesen sein dürfte. Renten still. Schutzgebiete in Reaktion der starken gestrigen Aufwärtsbewegung nachgebend. Im Verlaufe wurde die Stimmung allgemein etwas freundlicher, und es konnten sich Besserungen bis zu 1 Proz. durchsetzen. Das Geschäft ließ aber immer noch viel zu wünschen übrig. Deutsche Linoleum lagen gegen Anfang etwa 1,5 Proz. schwächer. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 Prozent weiter erleichtert. Das Pfund lag zum Dollar international fester. Man nannte Mark gegen Dollar 4.1920, gegen Pfund 20.445, London gegen Kabel 4.8760, gegen Paris 123.94, gegen Madrid 36.65, gegen Mailand 93.19, gegen Holland 12.09.
Berliner Börse.
Berlin, 3. Jan. Den Erwartungen gemäß eröffnete die heutige Börse in etwas schwächerer Haltung. Infolge fehlender neuer Momente drückte die Geschäftslosigkeit wieder stärker auf die Stimmung. Die heute beginnende Haager Konferenz mahnte zur Zurückhaltung. Ebenso wurde der Reichsbankausweis per 31. Dezember v. Js. im ersten Moment sehr ungünstig kommentiert. Die Anspannung um über 800 Millionen ist in der Tat auch ziemlich erheb
lich. doch wies man später daraus hin, daß dieser Ausweis ja den Jahresultimo enthalte und vor allem durch die bereits jetzt erkennbare Gelderleichterung überholt sei. Auch die Errnä- jigung der Sähe am internationalen Geldmarkt machte Fortschritte. So gaben die ersten Rotierungen überwiegend etwas nach. Die Rückgänge hielten sich aber in kleinen Grenzen und gingen nur bei den Spezialwerten wie Aku., Dessauer und Schlesische Gas bis zu 3 v. H. Relativ fest lagen außer den Montanwerten unter Führung von Rheinischen Braunkohlen Feldmühle, Hotel- Betriebsgesellschaft, und von den Elektroneben- toerten Akkumulatoren, Felten und Transradio. Deutsche Anleihen unverändert. Ausländer behauptet. Psandbriesmarkt ruhig. Liguidations» Pfandbriefe und -anteile weiter fest. Man diskutierte lebhaft das neue Projekt der Commerz- Bank betreffs der weiteren älrnfchuldungsaktion für Aufwertungshypotheken. Die Geldsähe stellten sich für Tagesgeld auf 7,5 bis 9,5 fr. Sy. für Monatsgeld auf 9 bis 10,5 v. H. 2m Verlaufe stimulierte die feste Haltung der Montanwerte. Auch Harpener schlossen sich auf Dividendengerüchte der Rheinischen Braunkohlen der Aufwärtsbewegung an, so daß sich auf allen Märkten bei ruhigem Geschäft kleine Gewinne bis zu 1 v. Sy ergaben.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 2. Ian. Auftrieb: Rinder 80 Stück, Kälber 441, Schafe 206, Schweine 235. Es notierten: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 86 bis 83 Mark, mittlere Mast- und Saugkälber 82 bis 85, geringe Kälber 72 bis 81. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmek (Weidemast) 47 bis 49, mittlere Mastlärnmer, ältere Masthärnrnel und gut genährte Schase 40 bis 45, fleischiges Schasvieh 32 bis 33. — Marktverlauf: Kälber und Schafe mäßig- rege, ausverkauft. Beste Kälber über Rotiz. Schweine wegen des geringen Auftriebs nicht notiert.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 2. Jan. Der Produktenmarkt eröffnete das neue Jahr bei nur geringer Geschäftstätigkeit in gut stetiger Haltung. Das Angebot von Brotgetreide aus dem Jnlande war weiterhin nur recht gering zu nennen, für Weizen wurden höhere Preise gefordert, vereinzelt kamen auch auf etwa 1 Mark höherem Preisniveau Llmsähe zustande, dagegen blieb Roggen vernachlässigt. Vom Auslande vorliegende festere Meldungen führten zu weiteren Deckungskäufen am Liefe- rungsniarkt, so daß Weizen und Roggen um 0,50 bis 1 Mark im Preise anziehen konnten. Das Mehlgeschäft hat sich noch immer nicht entwickeln können. Die Forderungen sind im allgemeinen unverändert. Haser ist ausreichend offeriert, bei regulärem Konsumgeschäft stetig. Gerste ruhig. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt., 252 bis 253 (fester), März 274 (Brief), Mai 284 (Brief): Roggen, märk., 168,50 bis 170,50 (ruhig), März 196 bis 195,50, Mai 206 bis 205,75; Braugerste 187 bis 203 (ruhig): Futtergerste 165 bis 175 (ruhig): Hafer, märk., 150 bis 158 (ruhig), März 169,50, Mai 179; für je 100 Kilo: Weizenmehl 29,75 bis 35,50 (fest); Roggenmehl 23,50 bis 26,90 (behauptet); Weizenkleie 11 bis 11,25 (ruhig); Rogaenkleie 9,50 bis 10 (ruhig); Viktoriaerbsen 29 vis 38.
Die Mainzer Eingemeindungsfeier.
WSR. Mainz, 2. Ian. In feierlicher Rede und Gegenrede fanden gestern vormittag in den am 1. Ianuar an die Stadt Mainz übergegange- nen Gemeinden Brehenhain, Weisenau, Gustavsburg-Gimsheirn und Bischofsheim die ^lebergabefeierlichkeiten statt. In den einzelnen Gemeinden drückten bi 3 Ortsbürgermeister die Hoffnung aus, daß sich die Erwartungen, die an die Eingemeindung geknüpft seien, erfüllen würden. Oberbürgermeister Dr. K ü 1 b übernahm die Gemeinden in die Obhut der Stadt. An der Feier nahmen außer dem Oberbürgermeister noch teil Bürgermeister Dr. Ehrhardt, Beigeordneter Maurer, sowie eine Anzahl Mainzer Stadtratsmitglieder, für die Provinzialdirektion Rheinhessen und das Kreisamt Mainz Regierungsrat S e h f e r k h und, soweit die Gemeinden des Kreises Groß-Gerau in Betracht kommen, für die Provinzialdirektion Starkenburg Regierungsrat Schäfer und Kreisdirektor Dr. Merck. Bei den Starkenburger Gemeinden kam natur
gemäß eine gewisse wehmutsvolle Stimmung zum Durchbruch, da beispielsweise Ginsheim über HO Iahre selbständige Gemeinde des Kreises Groß- Gerau war. Trotz alledem kam aber bei den Ortsvorstehern immer wieder der Glaube zum Ausdruck, daß die Verbindung mit der Stadt Mainz die Gemeinden über die Rot der Zeit hinweghelfen würde, und daß sie im Zusammenhang mit dem großen Gemeinwesen einer besseren Zukunft entgegengeführt werden.
Oie neue elektrische Bergflraßenbahn.
WSR. D a r m st a d t, 2. Ian. Wie wir an zuständiger Stelle erfahren, kann als Zeitpunkt der Inbetriebnahme der neuen elektrischen Dergstraßenbahn frühestens der Sommer 1930 in Betracht kommen. Die erste Hälfte der insgesamt 14 Kilometer langen Bahn, die etwa 7 Kilometer lange Strecke von Darmstadt nach Eberstadt, wurde bereits am 1. Mai 1914 in Betrieb genommen. Die ursprünglich vorgesehene Weiterführung der Elektrobahn über Bensheim, Weinheim nach Heidelberg, ein Projekt. das schon aus dem Iahre 1900 datiert, konnnt nicht mehr in Frage. Die Verlängerung wird lediglich bis I u g e n h e i m a. d. D. durchgeführt. Die 6.7 Kilometer lange Fortsetzung geht von Eberstadt aus über Molchen, Seeheim nach Sugenheim. Der Verlauf der neuen Linie, deren Konzessionsurkunde bereits vom 22. Oktober 1928 stammt, lehnt sich direkt an den Höhenzug der Bergstraße an und kommt größtenteils auf eigenen Bahnkörper zu liegen. Für die Linienführung bieten die Geländeverhältnisse keine Schwierigkeiten, da sie, mit Ausnahme von ungefähr 1000 Metern, neben der Straße verläuft. Die Steigungen gehen bis höchstens 10 Prozent. der kleinste Krümmungshalbmesser beträgt 80 Meter, der größte 800 Meter. Obwohl die neue Bahn, die als Schmalspurbahn gebaut wird, für den zweigleisigen Ausbau projektiert ist. erfolgt der Ausbau zunächst nur eingleisig. Die neue Strecke folgt von Eberstadt aus zunächst auf eigenem Bahnkörper der alten Bergstraße an Matchen vorbei, benutzt in Seeheim zeitweilig die Strahenmitte und endigt in der Ludwigstraße an der Kreuzung mit der Bahnhofstraße am Brunnen. Einstweilen ist ein stündlicher Verkehr vorgesehen mit einer durchgehenden De- triebszeit von 6 Ähr morgens bis 11 Uhr abends. Die Fahrpreise werden etwas über denen der Reichsbahn liegen; sie betragen nach Matchen 50 Pf., nach Seeheim 70 Pf., nach Iugenheim 80 Pf.
Aus dem Amtsverkündigungsblatt.
* Das Amtsoerkündigungsblatt Nr. 95 vom 31. Dezember enthält: Maßregeln gegen die Geflügelseuchen. — Feldbereinigung Watzenborn-Stciiv- berg.
Buntes Allerlei.
Zusammenbruch einer märkischen Gelreidefirma.
In Schwiebus hat die märkische Getreidefirma Carl Eitig, eine der größten Getreide- firmen in Brandenburg und der Grenzmark, ihre Zahlungen ein st eilen müssen. Die Passiven belaufen sich auf rund zwei Millionen Mark. Durch diese Zahlungsstockung sind annähernd 16 große Güter und etwa 40 Bauernstelten in Mitleidenschaft gezogen worden. Durch Vermittlung der Kreisbank sind Sanie- rungsverhandtungen mit der Darmstädter und Rational-Bank angeknüpft worden.
Ein Säugling unter dem Christdaum verbrannt
Das drei Wochen alte Kind der Familie Festen in Recklinghausen, das in seinem Wagen unter dem C h r i st b a u m lag, ist bei lebendigem Leibe verbrannt. In Abwesenheit der Eltern war vom Baum eine brennende Kerze in den Kinderwagen gefallen und hotte das Bettzeug in Brand gesetzt.
Zwei Todesopfer eines Automobilunglücks.
Ein Kraftwagen, der mit den Kaufleuten Emil Liebmann und Wilhelm Iakubwoski aus Chemnitz beseht war. fuhr bet Oldenburg i. Th. g eg e n einen Baum. Durch den Anprall geriet der Brenn st offbehälter in Brand, der in kurzer Zeit auf das ganze Auto übersprang. Liebmann trug so schwere Brandwunden davon, daß er bald darauf starb; fein Begleiter erlag seinen Verletzungen im Altenburger Krankenhaus kurz nach seiner Einlieferung.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 v. H., Lombardzinsfuß 8 u. Sy
Atanlfuti a M
Berlin
C<t)lU& fturt
-Uhr
Kur»
Schluß ftuti
Ansang. Kure
Saturn
2.1.
3. 1.
2-1
3. 1.
6»„ Leu jche iKetdisanlethe rßn 1P27 ........
87,4
. —
87,5
—
7% Deutsche ReichLanleihe von 1929 .........
98,5
—
97,9
—
D>. Ln;."Ablüi..Schutk> mit üui los.-Rechten........
50,1
—
50,1
50,1
Te«gl. ohne AuSIos. Rechte
6,95
—
771
7
8% -ess. VolMaot von 1929 (tüdjnfjlb. 102%) ....
Cbcrhclicn Provinz-Anleihe mit Aueloj..Rechten......
88,25
—
88,5
—
45
—
—
—
Deutsche Komm, Gammelabl.
Anleihe Serie 1.......
47
—
47,5
—
8% Franks. Hvp.-Bank Goldpse. XIII uiitüiibbor bii 1934 .
96,5
—
—
—
7% Franks. Hnp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1932 .....
82
—-
—
—
<%% 9ificiiiijd)e Hyp.-Bank Llqu. Goldpse........
80,5
_
—
—
8% Pr. Landcöpsandbrlesanstolt.
Psandbriese R. 17.....
8% Pr. Laudcspsandbriesansialt, Komm.-Obl. R. 16.....
98
_
97,5
_
95
_
95
7% Pr. Laudeepsandbriesanstalt, Psandbriese R. 10.....
Q.e.GJ. abg. Dorkrlcgr-Obltgatlon. ruck; ah Ivar 1932 ......
89
69
—
86
-
-
4% Oesterreichlsche Goldrte.. .
24,25
24,6
24,13
24.4
4,20% Ocsterr. Sitberrl- .
4% Oesterreichlsche Einheitliche
2,65
—
2,7
—
—
_
—
4% Ungarische Goldrre....
24
—
21,2
21,4
4% Ungarische Staatsr. v. 1910
19,5
—
—
19,5
4%% tcifll. von 1913 ....
——
—
——
—
4% Ungarische jironcnrle.. . -
1,9
-
1.95
1,95
4% Türl. Zollanlcihe v. 1911 .
6,85
7
6,75
7
4% Türlische Bagdadbahn-Anl.
Serie 1..........
6,8
—
6,75
4% be«gl. Serie II - x
6,8
—
6,75
—
5% Rumänische vereinh. Rente von 1903 • . . . .
4Rumänische vereinh. Rente von 1913 . .......
4% Rumänische vereinh. Rente .
8,9
_
13,9
—-
14
1
—
6,9
—
Frankfurt a M
Berlin
Schluss
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Äurt |
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Datum
2 1
3. L
2 1-
3 1.
Hamburg-Amerika Palet . .
——
96,75
97.25
96,4
Hamb.-Südam. Dampssch. -
. t-
—
—
174,5
174,5
Hansa Dampsschiss.....
IN
—
—
143
—
Norddeutscher Llovd ....
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96.5
95.9
96
95.5
AUg. Deutsche Eredttanst. . .
IC
117
—
117.75
117.75
Barmer Bankverein ....
1(
116
115
115,5
115
Berliner Handelögesellsch. . -
12
173
—
173
172,5
Commerz- und Prluat-Bank.
1
146.5
147
146,25
146
Darmst. u. Nationolbanl .
1
223.75
—
223,9
223,13
Deutsche Bank......
11
142
—
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141
Dleconto-Äesellschast, Aot. •
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—
141,9
—
Dresdner Baak......
1'
142.5
141,5
142,5
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Reichsbant........
1
276,5
—
277,5
277
OLG.®...........
158
157
157,75
156,25
Bergmann ...
—
—
205.5
205
Elektr. Lieferung sgeiellschast.
U
—
—
—
157,25
Licht und ftraft......
1'
144,5
—
143,5
—
Felten & Guilleaume....
7K
112
—-
112
113
Gel. s. Elektr. Untern.. . . .
10
145
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1
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—
—
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10
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11
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172
171,25
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16
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. b
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118,75
Lahmetier & Go.......
10
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161
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. 5
65
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. 6
—
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Essener Steinkohle.....
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—
135
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Gelsenkirchener......
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132
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140,5
131
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—
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109,5
Ilse Bergbau.......
10
220
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219,75
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91
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—
106,75
106
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92,5
—
92,75
92
Mansselder Bergbau ....
103,75
103,5
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103,13
Lberichlej. Encnaeoars . . .
—
-
71,5
——
Oberschles. Koiöwerle....
. 7
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—
94
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6H
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—
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Rheinische Braunkohle«. . .
10
234
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234,25
238-5
Rheinstahl . .......
.
105
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Frankfurt a 9)1
Berlin
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15
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85
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stungyans. . .......
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45,5
-
46
—
Lechwerke. . .
. t
103
1 —
—
—
Malnkrastwerie Höchst a. M.
. 8
-
—
—
Mag.
10
127
—
127
! 126,5
Gebe. Roeder.......
10
105
—
—
—-
Lolgt & Haeffner ......
222
222
Stott. Lucker.......
10
162
161,75
Banknoten.
Berlin, 2- Januar |
Geld
Bries
Amerikanische Noten.....
4,171
4.191
Belgische Noten. .......
58.33
58,57
Dänische Noten ........
111,90
112,34
Englische Noten ........
20,38
20 46
französische Noten .......
16.44
16,48
Holländische Noten .......
168,48
169,16
Italienische Noten. .......
21,86
21,94
Norwegische Noten.......
111,83
112,27
Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling
58,72
58,96
Rumänische Noten.......
2.475
2,495
Schwedische Noten . ......
112,33
112,77
Schweizer Noten ........
81,34
81,66
Spanische Noten ........
55,59
55,81
Tschechoslowakische Noten.....
12,35
12,41
Ungarische Noten .......
73,00
73,30
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. HL
2- Ianuar
3. Januar
Amtliche Geld
lotierunp Brte,
Amtliche Geld
Notierung
Bries
Am't.-Non
163,73 ।
169,07
168,88
169,22
Bucn- Aires
1-708
1,712
1,695
1,699
Brss.-Aniw
58,515
58,635
58.495
58,615
Ghriftimtia
112,11
112,33
112,12
112,34
Kopenhacien
112,17
112,39
112,16
112,38
Stockholm •
112,56
112.78
112,54
112.76
ßclfinaforS. Italien . .
10,51
10,53
10.515
10,535
21,895
21,935
21,905
21,945
London. . .
20,412
20,442
20,415
20,455
Neuyork . .
4,183
4,191
4,187
4,195
Paris....
18,48
16,52
16,465
16,505
Schmelz . .
81,23
81,39
81,21
81,37
Spanien.
55,91
56,03
55,79
55,91
Japan - - - Wo de Jan
2,055
2,059
2,054
2,053
0.459
0.461
0,459
0,461
Wien in D-- Ccft abfleft
58,88
59,00
58,91
59,03
Prag - . . -
12,377
12,397
12,389
12,409
Belzrad -
7,418
7,432
7,415
7,429
Budapest.
73,215
73.355
/ 3.27
73.41
Bulgarien
3,024
3.030
3,024
3.030
Lissabon
18.81
18,85
18.81
18.85
Danzig - -
81.60
81,76
81,63
81.79
Konstantin.
i.988
1,992
1.970
1,974
Athen. .
5,435
5,445
5,435
5,445
Lanada .
4.135
4,143
4,151
4.159
llnumat).
3,926
3,934
3,926
3-934
Tatro ..
20,925
20,965
I 20,932
20,952


