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Jugendherberge ein. Die Herberasleitung be­trachtet es als ihre besondere Aufgabe, den Wanderern dankbare Wege vorzuschlagen, denn es ist nicht gleichgültig, mit welchem Eindruck der Wanderer unseren schönen Vogelsberg verläßt. Untere (Zugendherberge hat sich in den zwei Jahren ihres Bestehens viele Freunde erworben, die immer wieder bei ihr Einkehr halten. Der Weihnachtsverkehr fehlte wegen des Schneeman­gels in diesem Jahre ganz. 3m allgemeinen muh die st raffe Herbergsdisziplin her­vorgehoben werden. Ab 1. Januar 1930 besteht für alle Herbergsbesucher Schlafsackzwang, was vom hygienischen Standpunkte aus sehr zu begrüßen ist.

Ausschüttungen der Landeektfpochelcrterl f (fct.

WSA. Darmstadt, 1. Ian. Von der Hes­sischen Landeshypothekenbank erfah­ren wir, daß mit Genehmigung der Aufsichts­behörde am 1. April 1930 aus der Teilungs­masse für die Kommunalschuldverschreibungen eine lOproz. Teilausschüttung auf den Gold­markbetrag der noch umlaufenden Papiermark- Kommunalverschreibungen der Serien 1 bis 16 und 17 bis 24 durch Aushändigung von ab 1. Oktober 1929 mit 4,75 Proz. verzi s' chen Ko - rnunalschuldverschreibungen und Zertifikaten er­folgen wird. Die Inhaber werden daher auf­gefordert, auf den von der Landes-Hypotheken­bank unentgeltlich zu erhaltenden Formularen und 3nstruktionsöogen ihre Ansprüche ab l.März 1930 anzumelden. Gleichzeitig wird den In­habern derKommunalschuldverschreibungen der Serien 26 bis 29 (100 Papiermark gleich 4,50 Goldmark) eine 16proz., den der Serien 32 bis 37 (100 Papiermark gleich 1 Goldmark) eine 20proz., den der Serien 39 bis 50 (100 Papier­mark gleich 0,05 Goldmark) eine lOOproz. Dar­abfindung angeboten. Hinsichtlich der Pfand­briefteilungsmasse ist eine weitere Teilausschüt- tung beschlossen, die mit 5 Proz. in Liqui- dationspsandbriefen und mit 2,50 Proz. in bar erfolgen und demnächst näher angekündigt wer­den wird.

Eine 2 0-Millionen.Mark-Erbschast?

WSR. E i ch (Rhsinh.), 1. Jan. Dor etwa 150 Jahren wanderte ein Einwohner von hier namens Becker nach Amerika aus, brachte es dort zu großem Wohlstand und starb dann kinderlos. In seinem Testament bestimmte er, daß das aus dem Verkauf seiner Besitzungen erlöste Geld hundert Jahre nach seinem Tode mit Zinsen an seine deut­schen Erben ausgezahlt werden solle. Die Stadt Philadelphia, die die Besitzungen übernahm, hat die­ses Testament noch in einem Prozeß anerkannt, der um die Jahrhundertwende angestrengt wurde, als Bcckersche Erben die Auszahlung des Geldes errei­chen wollten. Sie wurden aber abgewiesen. Nun

sind die hundert Jahre um, und man hofft, daß das Geld nunmehr frei werden muß. Es handelt sich um rund vierMillonen Dollar, eingerechnet die Zinsen. Die Verwandtschaft Beckers ist hier sehr zahlreich, so daß die ganze Last der Millionen we­nigstens nicht einen einzelnen Menschen treffen wird.

Berliner Börse.

Berlin, 3.Jan. (WTB. Funkspruch.) Auch im heutigen Frühverkehr konnte sich noch kein Geschäft entwickeln. Die heute beginnenden Haager Verhand­lungen lassen die Spekulation sich abwartend ver- halten, doch hofft man, daß die gestern einsetzende Gelderleichterung Fortschritte macht.

Stirnen, Sport und Spiel.

II. A'ademlM Wett-Winterspiele in Davos.

Dank der unermüdlichen Arbeit, die das Sport­amt des Verbandes der Schweizerischen Stu­dentenschaften unter Leitung von Donomo, Zürich, geleistet hat, weist die nunmehr abge­schlossene ofsizielle Rennungsliste 13 Stationen mit insgesamt 211 Bennungen in 11 winier- sportlichen Disziplinen auf. Durch die mit den 2. Akademischen Welt-Winierspiesen verbundenen Anlässe der 6. Akademischen Ski-Wettkämpfe der Universitäten aller Länder und der Schweize­rischen Hochschulmeisterschaften wird die Zahl der offiziellen Wettkampfieilnehmer auf über 300 gesteigert. Wintersportliche Veranstaltungen mit einem derartigen Massenaufmarsch beweisen am besten, wie tiefgreifend die akademische Sportbewegung in die studentischen Rationalver- verbände aller Länder eingedrungen ist. Als reise Frucht der während sechs Jahren durch den Schweizerischen Akademischen Skillub gegen die nordische Einseitigkeit im Skirennsport aus­gefochtenen Kämpfe steht heute fest, daß bei Anlaß der 2. Akademischen Welt-Winterspiele in Davos eine erfreuliche Betonung der alpinen Wettlausarten zu verzeichnen sein wird. Während am Start des Langlauses rund 80 Läufer, zum Sprunglauf an der Bolgenschanze rund 50 Sprin­ger antreten, bringt das Ab.ahrtsrennen von der Parsenn-Furka über 150 Fahrer an den Start, die zum größten Teil aüch für den Slalomlauf gemeldet sind. Immerhin werden im Slalom weniger Teilnehmer starten dürfen, weil diese Wettkampfart nur den wirklich erstklassigen Fahrern Vorbehalten bieiben soll. Besonderem Interesse wird der Stasettenlauf begegnen. Ueber ein Dutzend Stafetten-Mannschaften werden die­sen, in fünf, Aufstieg, Abfahrt und Flachlauf umfassenden Etappen eingeteilten Lauf bestreiten. Davos hat reichliche Schneefälle und damit eine sichere und ausgezeichnete Före erhalten.

V. f. B.

Die 1. Fußballmannschaft be6 Linienschiffe« .Hessen­aus dem waldsportplah.

Am nächsten Sonntag findet auf dem Wald- sportplah ein Spiel statt, dem weit über den ge­wöhnlichen Fußball- und Sportinteressentenkreis hinaus Interesse entgegengebracht wird. Cs ist

das zweitemal, seitdem in Gießen Fußball ge­spielt wird, daß eine Mannschaft der Reicys- marine nach hier kommt, um sich mit einer hie­sigen Mannschaft zu messen. Daß es wieder die erste Cif des Linienschiffes »Hessen" ist, die sich der D. f. B. eingeladen hat, verleiht dem Ganzen eine besondere Bote. Zum erstenmal war sie vor etwas mehr als 3x/2 Jahren auf frm Wald- sportplah zu Gast. Seit dieser Zeit bestehen zwi­schen ihr und dem Verein für Bewegungsspiele freundschaftliche Beziehungen. DaS schon längere Zeit geplante Treffen konnte nun endlich für kommenden Sonntag abgeschlossen werden, da das Linienschiff zur Zeit zur Ueberholung feiner Ma­schinen im Kieler Hafen liegt. Das im Sommer 1926 auf dem Waldsportplatz ausgetragene erste Spiel hatte den Rekordbesuch von 2000 Zu­schauern zu verzeichnen und dürfte dank der guten Leistungen beider Mannschaften und des spannenden Spielverlaufs noch in bester Erinne­rung fein. Die Plahelf blieb damals mit 4:1 glücklicher Sieger, gleichwohl hinterließen die Ma­trosen in jeder Beziehung Sen denkbar besten Eindruck. Inzwischen hat ihre Spielstärke durch das jahrelange Zusammenspiel sicherlich noch er­heblich zugenommen.

Auf der Auslandfahrt derHessen" in diesem Frühjahr, die in spanische Gewässer führte, hat­ten die Gäste Gelegenheit, gegen den bekann­ten spanischen Fußball-Club Villa Garcia ein Gesellschaftsspiel auszutragen, das sie trotz un­gewohnter, drückender Hitze überlegen mit 5:2 gewannen. In diesem Jahre kämpften sie sich in den Spielen um die Flottenmeistevschaft bis zum Finale durch, das sie nach zweimaliger Verlängerung knapp mit 2:3 verloren, bei etwas mehr Glück aber auch mit demselben Resultat hätten gewinnen und damit Flottenmeister wer­den können. Dank des oben erwähnten Umstandes, daß das Schiff für längere Zeit im Hafen liegt, kann die Mannschaft, die über eine Anzahl sehr guter Spieler verfügt, in stärkster Besetzung kom­men. Die Elf des Gastgebers wird ebenfalls in bester Aufstellung, wahrscheinlich sogar verstärkt an treten. Die im letzten Derbandsspiel erlittene Riederlage gegen Breidenbach und die dabei gezeigten mäßi'en Leistungen müssen ihr Der- anlassung fein, durch restlose Hergabe ihres gan­zen Könnens den schlechten Eindruck wieder gutzumachen: gerade das Treffen gegen die Gäste von derHessen" gibt ihr die beste Gelegenheit,

durch ein tn jeder Weise einwandfreie- unb gutes Spiel sich zu rehabilitieren.

Die zweite, dritte und vierte Mannschaft find in Anbetracht des Spiels der Ligamcmnfchaft sämtlich spielfrei.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

ö. Die Meisterschaftsspiele der 1. Bezirks klasse im Lahnkreis gehen dem Ende zu. Dabei werden sie immer spannender, und es ist bei weitem noch nicht vorauszufagen, wer die glücklichen beiden ersten Tabellenplatzbesitzer, die allein zum Aufstieg berechtigt find, fein werden. Vorläufig kämpfen noch die beiden Marburger und die beiden Gießener Teilnehmer dieser Klaffe um diese Plätze. Die Punktdifferenz ist fo gering, daß schon eine einzige Riederlage von aller­größtem Rachteil sein kann. Die Wetzlarer werden wegen ihrer lehtsonntägigen Riederlage wohl ganz aus dem Wettbewerb ausgeschieden sein, haben allerdings schon am kommen, en Sonn­tag die große Chance, der Spielvereini­gung 190 0 Gießen in ihrem Streben nach einem dieser Plätze Einhalt zu tun, denn eS dürste den 1900cm, trotz des besseren technischen Könnens, sehr schwerfallen,ur die im Vorspiel erlittene 2:3-Riederlage in Wetzlar.Revanche zu nehmen. Für die Dlauweitze.t wird es bei die­ser Begegnung von allergrößter Bedeutung sein, wen man mit der Vertretung betraut, d. h., daß die stärkste Mannschaft das Treffen austrägt. Der Gastgeber Wetzlar wird sein Hauptbollwerk in der Verteidigung und im Torwart haben, wozu sich noch der gute Mittelläufer gesellen wird. Das Spiel dürfte erst nach schwerstem Kampf entschieden werden. Unter Ausnutzung des Vor­teiles, Platzverein zu sein, sollte auch wohl dies­mal Wetzlar als knapper Sieger aus dem Spiel hervorgehen, da sich dessen Schluhleute kaum überwinden lassen werden.

19008 Liga-Reserven tragen in Marburg ein Gesellschaftsspiel gegen die gleiche Els deS RasensportvereinsGermania 08" aus. Die Spielstärke deS Gastgebers ist nicht zur Genüge bekannt, um einen Schluß auf den Aus­gang dieses Treffens ziehen zu können. Die Gie­ßener Elf ist durch Reueinstellungen recht spiel­stark aufgestellt.

Die dritte Mannschaft der Spielver­einigung empfängt Garbenteichs erste Elf im Verbandsspiel und hofft dabei auf Revanche für die im Dorspiel in Garbenteich erlittene Riederlage.

Handball im T. V. Großen-Buseck.

Zum ersten Sonntag im neuen Jahr wurden für die beiden aktiven Mannschaften starke Gegner verpflichtet. Die erste Mannschaft empfängt die Handball^Slf der 1. Kompanie aus Gießen. Hier treffen gleichstarke Gegner aufeinander. Die zweite Mannschaft empfängt die gleiche des Mtv. Gießen. Ein knapper Sieg der Gäste ist zu er­warten.

Nachstehend nur einige Beispiele:

0.22

1.65

2.05

0.35

0.68

Mädchen-Hänger, verseh.

0.85

1.75

Qualität

0.95,

0.75

0.80

0.18

2.90. 1.90,

stoffen

1.45

0.95

Farben

1.95

2.75

0.35

0.85

4.90

0.58

3.90

1.45

1.95

0.95

0.95

1.65

0.48

2.95

0.95

0.58

0.85

1.25

0.38

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