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Januar April Juli Oktober

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Vornotizen.

Tageskalender füt Freitag. Stadt­theater:Tobias Wunderlich", 20 bis 22.15 Uhr. D.H.C.: Hauptversammlung, 20.30 Uhr, bei Hopfeld. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ..In­dizienbeweis" undIch hab' für SiI ein bißchen Sympathie". Astoria-Lichtspiele: Frauengasse von Algier" undDer geheimnisvolle Spiegel".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die Vorstellung »Tobias Wunderlich" beginnt heute um 20 Uhr. Am Sonntag, 5. Januar: 15 Uhr,Das tapfere Schneidcrlein": 18.30 Uhr,Kyritz Pyrih". Am Donnerstag, 30. Januar: einmaliges Gastspiel Paul Wegener:Der Gedanke" von Andrejew. Die nächste Premiere bringt das spannende StückDer Geisterzug" von Ridley. Freitag, 10. Januar.

Auch in derHeimat im Bild" desGießener Anzeigers" hat er wiederholt aus dem reichen Schatze seines Wissens Beiträge über die ober­hessische Heimatgeschichte veröffentlicht, ferner hat er als unser Mitarbeiter durch seine Tages­berichterstattung den Interessen der Stadt Lau­bach und darüber hinaus weiteren Kreisen der Provinz Oberhessen wertvolle Dienste geleistet. Das Andenken an diesen Mann von aufrechtem Charakter, von hohem Idealismus und von tiefer Liebe für sein Heimatland, an diesen selbstlos den öffentlichen Belangen dienenden Menschen wird bei allen, die ihn und seine Arbeit aus engster Berührung kennen, stets in hohen Ehren fort- leben.

Oie Wohnungsfrage in Gießen im Jahre 1929.

Die Nachfrage nach Wohnungen in der Stadt Gießen im Kalenderjahr 1929 ergibt die nachstehende Aufstellung:

Dezember 1560 510 690 870

Auf die kleinen Wohnungen (1 bis 2 Zimmer), die mittleren Wohnungen (3 bis 4 Zimmer) und die großen Wohnungen (5 und mehr Zimmer) verteilen sich die Wohnungsuchenden wie folgt:

ineinander, auch wurden beide Führersitze stark in Mitleidenschaft gezogen. Mit einem sofort herbei« gerufenen Ersatzwagen konnte das Theaterpcrsonal die We-iterfahrt nach Marburg antreten, wo es trotz leichter Verletzungen einiger Mitglieder die Auffüh­rung durchhielt. Die beiden beschädigten Wagen wurden von Leuten der Firma Neils & Kraft ab­geschleppt.

Der Verband deutscher Pflanzen­ärzte (Sitz Berlin) ist dem Reichsverband der höheren Beamten als Fachgruppe im Berufs- verband wissenschaftlicher Berufe beigetreten. Der Verband steht im Dienste der Sicherung der deut­schen Pflanzenbauerträge gegen die verheerenden Ausfälle durch tierische Schädiger, oder bakterielle und pilzliche Krankheiten und fördert damit die deutsche Dolksernährung aus heimischer Pro­duktion.

** Konzert in der Nervenklinik. Man berichtet uns: Am Vormittag des zweiten Weih­nachtsfeiertages erfreute der Kirchenchor Lang- Göns die Kranken der Nervenklinik durch ein Weihnachtskonzert. Es erweckte bei den Zuhörern lebhafte Freude, die schönen altvertrauten Weih­nachtslieder in klangvoller, fein abgestimmter Dar­bietung erklingen zu hören. Dem Kirchenchor Lana-Göns wird von der Direktion für seine Darbietungen Dank ausgesprochen.

* D ie Weihnachtsfeier der Land­wehrvereinigung ehemaliger 116er fand am Sonntag bei sehr starker Beteiligung im Saale des Cafe Leib statt. Der erste Vor­sitzende, Wilhelm Bopf begrüßte die Gäste. Frau Ruhl sprach ein sinniges Weihnachts­gedicht, worauf die Feier mit dem LiedeStille Nacht, heilige Nacht" eröffnet wurde. Das Pro­gramm des Abends war sehr umfangreich und abwechslungsvoll und brachte eine Kinderbesche­rung, Deklamationen, Puppentänze und ein klei­nes Theaterstück. Nach der reichhaltigen Ver­losung folgte zum Schlüsse Tanz.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

PH. Ä., Allendorf a. d. Lda. Das Wiederauf­leben von Rechten in der Invalidenversicherung kann nur bis zum 1. Oktober 1923 rückwirkend erfolgen, nicht aber auch bis 1921.

K. O. K. 311. Auf Grund vorausgegangener ärztlicher Begutachtung kann nach Jahren eine Kürzung der Rente eintreten, da eine Gewöhnung des Invaliden an den Deschädigtenzustand an­genommen wird.

3. R. in G. Sie können die rückständige Miete in ortsüblicher Höhe verlangen, wenn nichts über die Höhe der Miete vereinbart ist. Bezahlt die Insassin nicht, so können Sie auf sofortige Räumung klagen. Ist die Betreffende künftig außerstande zu zahlen, so muß sie bei der Bürgermeisterei um Unterstützung nachsuchen. Sprechen Sie selbst doch einmal bei der Bürgermeisterei vor, damit vielleicht die Verhältnisse von dieser Behörde geregelt werden.

etwa 200 Familien in unhygienischen und unzu­reichenden Wohnungen untergebracht. Bei den Wohnungsuchenden ohne eigene Wohnung han­delt es sich um Personen, die noch bei Angehöri­gen wohnen, oder als Untermieter untergebracht sind. Die Vergebung der Wohnungen erfolgt durch den Beirat des Wohnungsamts, der auS zwei Stadtratsmitgliedern (ein Vertreter der Hausbesitzer, ein Vertreter der Mieter) und einem Beamten deS Wohnungsamtes besteht. In 45 Sitzungen wurde im Kalenderjahr 1929 von dem Beirat des Wohnungsamtes über 370 Wohnungen verhandelt. Frei geworden sind: 76

kleine Wohnungen, 104 mittlere Wobnungen, I 33 große Wohnungen, zusammen also 213 Woh­nungen.

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" Aus dem Gießener Standes­amtsregister. In der Zeit vom 16. bis 31. Dezember verstorben in Gießen: 18. Heinrich Delz, Schlachthofkassier i. R., 82 Jahre, Licher Straße 9. 18. Dr. Dierk Behrens, Univ.-Professor i. R., Geheimer Hofrat, 70 Jahre, Südanlage 10. 19. Elise Heil, geb. Fuchs, Witwe, 79 Jahre, Krofdorfer Straße 21. 19. Auguste Melanie Elise Mentzel, ohne Darus, 59 Jahre, Hofmann- strahe 8. 20. Maria Volkert, 6 Jahre, Ederstr. 6. 20. Elisabeths Struth, geb. Stein, Witwe, 81 Jahre, Marburger Straße 15. 21. Ma? Karl Otto Lewerenz, 2 Wochen, An der Kläranlage 76. 21. Magdalene Hofmann, geb. Hofmann, 64 Jahre, Wetzlarer Weg 53. 22. Dr. Georg Otto Ruppel, Chemiker, 30 Jahve, Steinstrahe 59. 22. Adolf Heinrich Peter Georg Johann Karl Wagner, ohne Beruf, 41 Jahve, Nordanlage 3. 22. Dorothea Stohr, geb. Decker, Witwe, 84 Jahre, Ludwigsplatz 5. 22. Konrad Schneider, Arbeiter, 67 Jahre, An der Kläranlage 8. 25. Friedrich Hugo Ernst Daumert, Verwaltungs­sekretär i. R., 63 Jahre, Landgraf-Philipp Platz 4. 25. Daniel Seegraber, Hausierer. 59 Jahre, Draugasse 3. 27. Philipp Horn, Weiß­bindermeister, 65 Jahre, Mühlstrahe 31. 28. Berta Marie Flett, Krankenpflegerin, 44 Jahre, Teufelslustgärtchen 22. 29. Jakob Weidrnhaus, Zugführer i. R., 74 Jahre, Mühlstrahe 26. 30. Margarete Haas, geb. Gerhard, Witwe, 73 Jahre, Dleichstrahe 9. 31. Johannes Wilhelm Schleifer, Lokomotivführer, 45 Jahre, Wart­weg 90. 31. Karoline Elisabeth Luh, geb. Scholl, 60 Jahre, Kaplansgasse 19.

* Autozusammenstoß. Gestern abend gegen 5.30 Uhr ereignete sich auf der Marburger Landstraße hinter der Wellersburg, kurz vor dem Walde, ein Autounglück. Ein Lastwagen der Brauerei Jh ri ng (Lich) kam aus der Richtung Lollar. Vor diesem Wagen befand sich ein Pferdefuhrwerk der Brauerei Denninghoff. Der Führer des Last« wagens bemerkte das Fuhrwerk wegen der Dunkel­heit erst auf einige Meter Entfernung. Er wollte nun noch dieses Fuhrwerk, das er etwas angefahren hatte, überholen. In diesem Augenblick kam ihm ein Dostauto mit Insassen (Personal des hiesigen Stadt­theaters, das nach Marburg xur Vorstellung fahren wollte, in mäßigem Tempo entgegen. Der Führer des Postautos hielt die rechte Fahrbahn ein. Der Führer des Lastwagens wollte nun mit seinem Wagen noch schnell rechts ausweichen, was ihm aber nicht mehr gelang. Er fuhr mit seinem Fahrzeug das Postauto linksseitig an. Die Kühler beider Wagen schoben sich

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Gießen, den 3. Januar 1930.

Professor Roeschen-Laubach f.

Gestern mittag ist unerwartet, infolge eines Herzschlags, Pros.Dr. August Roeschen in Bubach verstorben.

Der Verewigt« war am 7. Dezember 1855 zu Linnerod bei Gießen geboren. Nachdem er in 'em Privatinstitut seines Vaters in Winnerod >en ersten Unterricht empfangen hatte, besuchte r die Gymnasien zu Gießen und Büdingen. Er iudierte dann Geschichte und neuere Sprachen in den Universitäten Gießen, Paris, Bonn und London. Am 10. November 1881 bestand er an »er Universität Gießen das Staatsexamen für >as höhere Lehrfach. Don 1882 bis 1884 war t als Hilfslehrer am Realgymnasium zu Gießen ätig, von 1884 bis 1904 wirkte er als Ober- ehrer am Gymnasium zu Laubach, mittlerweile tum Professor ernannt von 1904 bis 1909 als Oberlehrer am Realgymnasium in Gießen, Wor­ms er in den Ruhestand trat. Studienhalber nachte er von 1882 bis 1906 wiederholt größere Reisen nach Frankreich, England und Italien, do er für seine wissenschaftlichen Arbeiten aus dem Gebiete der Geschichtsforschung vielfach« An­regungen fand. Don 1907 an wirkte er als Ur­kunden- und Denkmalpfleger, sowohl in Gießen, Die später und bis heute in Laubach und zahl­reichen Orten des Dogelsberges. Er gehörte dem Vorstand des Historischen Vereins für den Volksstaat Hessen an, war Mitglied der Histo­rischen Kommission für Hessen und Waldeck, ferner Hilfsarbeiter bei der Limes-Kommission. Im Zähre 1906 wurde ihm vom Großherzog das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Phi­lipps des Großmütigen verliehen. Die Stadt Ulrichstein ernannte ihn in Anbetracht seiner Verdienste um di« Erforschung der Ulrichsteiner Nefchichte und seines regen Wirkens für den Vogelsberg im Jahre 1915 zum Ehrenbürger von Ulrichstein. Im Jahre 1925 ernannte ihn der Historisch« Verein für den Volksstaat Hessen, im Jahre 1927 der Oberhessische Geschichtsverein zum Ehrenmitglied, um dadurch seine Verdienste um die hessische Geschichtsschreibung anzuerkennen.

Mit Professor Roeschen verliert die Stadt Laubach, wohin er 1912 übersiedelt war, aber auch die Provinz Oberhessen und das ganze Hessenland einen Mann, der von glühender Liebe für seine engere Heimat, ganz Hessen und darüber hinaus für das Deutsche Reich be­seelt war und der diese starke Heimatliebe durch zahlreiche geschichtliche Forschungen und fesselnd geschriebene Dücher zum Ausdruck brachte. Wer das Glück hatte, mit dem Heimgegangenen in nähere Deziehungen zu treten, lernte in ihm einen Mann kennen, dem der Dienst für das Allgemeinwohl Herzensbedürfnis war und der sich dieser Aufgabe mit vorbildlichem Eifer und größter Gewissenhaftigkeit unterzog. So hat er u. a. auch für die Ideale des Vogelsberger Höhen-Clubs sehr viel getan, und für die Ver­breitung der Kenntnis von den landschaftlichen Schönheiten des Vogelsbergs ist der von Professor Roeschen geschriebene Führer durch den Vogelsberg und die Wetterau von auher- >rdentlichem Wert geworden. Neben seinen chriftftellerischen Arbeiten als Geschichtsforscher hat er vielfach auch in Vorträgen, zuletzt erst noch vor etwa 14 Tagen im Oberhessischen Ge- schichtsv^rein in Gießen, die Früchte seiner For­scherarbeit der Allgemeinheit zugänglich gemacht.

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Nerven eind«die Grund­ursachen der meisten Krank­heiten. Bei Blut­armut, Herz­klopfen, Schwä- chezuständen aller Art, Zittern Appetitlosigkeit nervösen Ma­genbeschwer­den soll man Doppelherz, das anerkannte Nervenkröftig- ungsmittel neh­men. Probefla­sche M. 2.50, große Flasche 4.50 und 5.50. Doppel h e rz- | Dragees M.1.50.

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Wohnung Wohnung

Januar

466

163

320

146

April

518

165

358

160

Juli

542

171

372

170

Oktober

547

162

375

172

Dezember

557

167

380

177

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Gesamt­

Dringend Ohne eigene

Mit

Monat

zahl

geführt

Wohnung Wohnung

Januar

767

274

249

518

April

844

291

275

569

Juli

886

296

293

593

Oktober

903

300

293

610

Dezember

915

307

298

617

c) Große Wohnungen:

Gesamt­

Dringend Ohne eigene

Mit

Monat

zahl

geführt

Wohnung Wohnung

Januar

90

35

15

75

April

92

33

18

74

Juli

90

33

22

68

Oktober

88

36

18

70

Dezember

88

36

12

76

Unter

den 870

Familien

mit Wohnung sind

etwa 30

in baufälligen Häusern wohnhaft und