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Vier 1900er erhalten die30-Besten"-Nadel der DGB. Die dieser Tage von der Deutschen Sportbehörde für Leichtathletik veröffentlichte offizielle Rangliste des Jahres 1930 für die dreißig Besten des Reichs in den einzelnen Disziplinen registriert auch eine innerhalb der Leichtathletik-Abteilung der Spieloer- einigung 1900 erzielte Leistung. Wie im Borjahre, so ist cs auch diesmal die in der 4X1500-Meter- Staftel erzielte Zeit sie beträgt 18:06,4 Min. und rangiert an 25. Stelle, die den Mannschaftsmit­gliedern P. Gerhard, R. Bepperling, R. Paul und j). Peters die hohe Auszeichnung eingebracht hat. Bepperling und Peters waren übrigens auch im Vorjahre unter den Ausgezeichneten. Beachtenswert ist, daß 1900 noch vor bekannten Vereinen, wie Hammer Spielverein, Hamburg-Eimsbüttel, Ar­minia Hannover, Heffen-Preußen Kassel und VfB. Stuttgart steht.

In der analogen Rangliste des Westdeutschen Spieloerbandes, die allerdings nur für die zwanzig Besten aufgestellt ist, nimmt die vorerwähnte Stasfcl natürlich einen weit besseren, nämlich den 8. Platz ein. Auch einige von Spielvereinigungsleuten er­zielte Einzelle'stungen sind in der WSV.-Liste ent­halten. Am besten schneidet H. Jung mit seiner zweimal in Stabhochsprung erzielten Leistung von 3,30 Meter ab, die ihm die 5. Stelle eingebracht hat. Dann folgen E. Schäfer als 10. im Kugelstoßen (12,99 Meter) und P. Gerhard im 5000-Meter-Lauf als 14. (16:32 Mm ). Auch die Frauen-Abteilung sah ihre Bemühungen belohnt. Ihre 4X100-Meter- Staffel hat die 14. Stelle inne, und zwar ausschließ­lich hinter westdeutschen Großvereinen.

Spiere des VfB.

VfB. Gießen LigaHessen" Hersfeld Liga 3:1.

Etwa 500 Zuschauer waren am Sonntag auf dem BfB.-Platz Zeugen eines überaus spannen­den, zum Teil sehr dramatischen Kampfes. Der VfB. konnte das Spiel für sich entscheiden auf Grund eines besseren Kombinationsvermögens, einer leichten Lleberlegenheit im Feldspiel, schließ­lich aber auf Grund einer zuverlässigen Ver­teidigung. Die Gäste verfügten ebenfalls über achtbares Können, waren schnell am Ball, schufen auch manche kritische Situation vor dem Tor des Plahbesihers, kamen jedoch nicht zum entscheiden­den Schlag. Torgelegenheiten wurden auf beiden Seiten ausgelassen, der VfB.-Sturm konnte bei seinen reichlichen Torchancen und bei etwas mehr Entschlossenheit im Sturm ein höheres Ergebnis erzielen.

v,u Beginn des Spiels drängte der VfB. energisch, setzte sich unmittelbar vor das Tor des Gastes, kam jedoch trotz vielversprechender Chancen zu keinem Erfolg. Vielmehr gelang den Gästen nach einem flotten Durchbruch und einem kurzen Ge­plänkel vor dem Tor der VfB.er der Führungs­treffer. Der Plahbesiher lieh sich dadurch jedoch nicht aus dem Konzept bringen, und machte alle Anstrengungen, den Ausgleich herbeizuführen, ein Tlnternehmen, dem trotz ständiger leichter Feldüberlegenheit der Erfolg versagt blieb. Mit 1:0 fürHessen" Hersfeld wurden die Seiten gewechselt. Während der zweiten Halbzeit gingen die Gäste etwas energischer ins Zeug und konnten die zweite Spielhälfte fast durchweg etwas offener halten. Das Spiel nahm sehr lebhafte Formen an. Sn der 22. Minute wurde den VfB.ern ein

Etfmeterball zugesprochen, den zu verwandeln erst im Vachschuh gelang. Sn der 35. Minute schob der Mittelstürmer der Hiesigen als Abschluß einer flüssigen Kombination, vom Gegner hart bedrängt, das zweite Tor. Schließlich aber ge­lang es K l e i n k e nach einem sehr eindrucks­vollen Alleingang, der dem 38jährigen Sportler alle Ehre machte, einen dritten Erfolg für seine Farben zu buchen und damit den Sieg sicher zu stellen. Die restlichen Minuten brachten dem Spiel eine etwas härtere Note. Der Schieds­richter, Hörner, Kassel, war dem Spiel ein gerechter Leiter.

Die Ligäreserve sollte im fälligen Verbands-Rück­spiel die 1. Mannschaft Niederweisels auf eigenem Platze zum Gegner haben. Nicderweisel trat jedoch nicht an, so daß dem VfB. die Punkte kampflos zu­fielen. Die 3. Mannschaft war spielfrei. Das Pflicht- spiel der ^.-1-Jugendmannschaft gegen die gleiche des VfR. Lich endete mit einem l:0-Sieg der VfBer. Diese zeigten im Feldspiel sehr ansprechende Leistun­gen und waren den Gästen während des ganzen Treffens an Ballbehandlung und Stellungsspiel überlegen. Lich war nur mit neun Spielern auf dem Felde und beschränkte sich fast ausschließlich auf Ver­teidigung.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Die Ligamannschaft der Spielvereinigung 1900 bereitete ihren Anhängern eine gewaltige Ent­täuschung, indem sie sich im Verbandsspiel in Brei­denbach (Kreis Biedenkopf) mit 6:1 schlagen ließ. (Halbzeit 1:0.) Wie immer fanden sich die Gießener auf dem nassen morastischen Boden nicht zurecht, dazu kam, daß die Läuferreihe und der Sturm einen sehr schwachen Tag hatten. Bis zpr Pause hielt sich die Blauweiße-Elf noch ganz ausgezeichnet, obwohl sie bergauf und gegen den Wind spielen mußte. Der einzige Treffer 4 Minuten vor dem Seiten­wechsel hätte sogar noch verhindert werden können. Beiderseits wurden bis dahin ganz glänzende Tor­chancen ausgelassen. Allgemein rechnete man nach dem Seitenwechsel mit einer größeren Ueberlegen- heit der Gießener und es gab wohl niemand unter den Zuschauern, der deren Sieg in Frage gestellt hätte. Aber gleich nach Wiederbeginn machte sich bemerkbar, daß die heftigen Anstrengungen beim Spiel bergauf der Mannschaft stark die Kräfte ge­nommen hatten, die Läufer (mittel und rechts) konnten nicht mehr so richtig mit, und innerhalb 3 Minuten war der Spielstand 3:0 für Breiden­bach. Die Gäste wurden dadurch übernervös, fingen an umzustellen, gestalteten das Spiel dadurch auch etwas flüssiger, konnten indessen nicht verhindern, daß der Platzbesitzer auf 6 Tore erhöhte, während den 1900ern lediglich das Ehrentor aus einem Foul­elfmeter vergönnt war. Breidenbach war die bedeu­tend schnellere Mannschaft, hat auf Grund ihrer ge­waltigen Energieentwicklung in der zweiten Spiel­hälfte das Spiel verdient gewonnen. Das Spiel war fair. Es gab trotz der mißlichen Platzverhältniffe fast kaum Entgleisungen. Die Spielleitung durch Schiedsrichter En gelter, Dreihausen, war recht befriedigend.

Don den unteren Mannschaften ist nur Erfreu­liches zu berichten. Die Ligäreserve fertigte einen ihrer schärfsten Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft, die Sportabteilung des Turnvereins Lollar mit 2:0 Toren (Halbzeit 2:0) ab. Das Spiel fand auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe statt

und zeigte die Mannschaft des Platzbesitzers in bester Spiellaune.

Die dritte Mannschaft besiegte Garbenteichs zweite Elf erwartungsgemäß mit 7:0 Treffern, obwohl der Halbzeitftand schon 6:0 lautete und es nur ein Spiel auf ein Tor war, wurde nach der Pause nur noch ein Tor erzielt, da der Gegner mit allen Mannen verteidigte.

Einen glänzenden Erfolg errana die vierte Mann- chaft, indem sie Garbenteichs erste Elf ein Unent- chieden (3:3) abrang und damit der dritten Mann- chast Schrittmacherdienste leistete, da Garbenteich either noch ein ernster Bewerber um die Gruppen­meisterschaft war.

Handball der Sp.-Vg. 1900.

VfL. wehlar I 1900 II 5:5.

VfL. wehlar II 1900 I 0:2.

Zu den fälligen Verbandsrückspielen weilten am Sonntag 1900s erste und zweite Elf in Wetzlar. Gegner der ersten Garnitur war Wetzlars zweite, während die zweite Mannschaft der ersten des VfL. gegenüberzutreten hatte. Beide Treffen kamen jedoch nicht als Punktspiele zum Austrag, da die Wetzlarer Mannschaften nicht rechtzeitig zur Stelle waren. Das Resultat, das 1900s erste Vertretung gegen die VfL.-Reseroen herausholte, erscheint etwas mager, wird aber verständlich unter Berücksichtigung der Tatsache, daß, bis auf den Mittelstürmer, die gesamte Stürmerreihe ersetzt werden mußte. Das von der zweiten Mannschaft herausgeholte Unent­schieden ist eine ausgezeichnete Leistung, allerdings machte sich das Mitwirken einiger Spieler der ersten Elf stark bemerkbar.

Handball im Gau Hessen (O.T.)

Tv. Alsfeld I 2TUo. Gießen I 0:1 (0:1).

Am vergangenen Sonntag trug die 1. Mannschaft des hiesigen Männerturnvereins in Alsfeld das fäl­lige Derbandsrückspiel gegen die gleiche Mannschaft des dortigen Turnvereins aus. Zu diesem Spiel konnten die Mtoer infolge verschiedener unglück­licher Zufälle nur mit 8 Mann antreten. Trotzdem der Platz in wenig guter Verfassung mar, wurde das Spiel jederzeit fair durchgeführt. Die erste Halb­zeit stand im Zeichen der Ausgeglichenheit, die im Halbzeitresultat von 0:0 zum Ausdruck kam. In der zweiten Halbzeit waren die Mtoer etwas überlegen, ohne Positives zu erreichen. Erst in der Mitte der zweiten Halbzeit endete ein schnell vorgetragener Angriff der Gießener mit dem einzigen und fieg- bringenöen Tor des Tages.

To. Grohen-Linden I 2Nto. Gießen II 14:5.

Die 2. Mannschaft mußte in Großen-Linden, wie schon vorausgesagt, eine Niederlage, die zwar in dieser Höhe nicht ganz verdient war, entgegen­nehmen.

To. wehlar 1. 3gb. wto. Gießen 1. 3gb. 4:3.

Auf dem Mtv.-Platz am Schiffenberger Weg tru­gen die beiden ersten Jugendmannschaften des Turn­vereins Wetzlar und des Männerturnvereins Gie­ßen ihr letztes Derbandsfpiel aus. Die Gastgeber waren in der ersten Halbzeit stark überlegen und konnten das Halbzeitresultat nur auf 2:1 stellen. Da die Gäste in der zweiten Halbzeit eine sehr massive Spielweise zeigten, wurden die körperlich unter­legenen Einheimischen eingeschüchtert und mußten sich Ausgleich und noch ein weiteres Tor gefallen lassen.

To. Lankerdach I Tv. v. 1846 I 1:3 (0:2).

Das Spiel litt sehr unter den schlechten Platz­verhältnissen. Unter den bestehenden Umständen war deshalb der 3:1-Sieg doppelt hoch zu werten. Von Anfang bis zu Ende machte sich eine Überlegenheit der Gießener bemerkbar. Die Lauterbacher spielten

sehr eifrig, waren aber dem Stellungsspiel der 1846ct nicht gewachsen. Mit diesem Kampfe wurde die Ver» bandsrunde beendet. 1846 liegt mit fünf gewon­nenen Spielen und 10 Punkten hinter Nauheim und Buseck, die mit sechs gewonnenen Spielen und zwölf Punkten Tabellenführer sind und unter sich den Bezirksmeister auszutragen haben werden.

FechtenimTurngauHefsen(D.T.)

Unter Leitung von Gausechtwart Kühn (Fried­berg) veranstaltete die Fechterschaft des GaueS Hessen in Bad-Nauheim ihren Herb st lehr­gang. der aus allen Fechterriegen des GaueS gut beschickt war und wertvolle Anregungen für die Winterarbeit in den Vereinen bot. Der Vor­mittag begann mit einer Stunde Freifechten. An­schließend brachte die Ausbildungsarbeit einen reichhaltigen Aebungsstofs zur theoretischen und praktischen Belehrung. Der Nachmittag galt in der Hauptsache der Kampfrichterausbil­dung. Die damit verbundenen praktischen Uebungen boten sehr lehrreiche Fechthandlungen.

Bei einer sich anschließenden Besprechung der Fechtwarte stand der Arbeitsplanfür!931 zur Beratung. Es seien daraus die wichtigsten Veranstaltungen genannt: 25. Ikkpu»c: Anfänger- Prüfung und Gaufechtertag in Gießen; 8. Februar: Uebungsfechten für Altmannen (Fech­ter und Fechterinnen) in Butzbach; 29. März: Altmannen-Ausscheidung der Fechterinnen in Gießen; 26. April: Altmannen-Ausschei­dung für Fechter in Florett und leichtem Säbel in Bad-Nauheim; 6. und 7. Juni: Kreis­meisterschaften in Florett und leichtem- bei in Bad Homburg; 9. August: Lehrgang und Fechtertreffen in Gießen; 6. September: An­sängerprüfung und Lehrgang in Butzbach; 4. Ok­tober: Mannschaftskampf in Friedberg; 1. November: Jungmannen-Ausscheidung in Wetzlar.

Cambridge

schlägt Oxford im Staffelkampf.

Die Universitätsmannschaften von Oxford und Cambridge trugen zum 11. Male ihre üblichen Wett- kämpfe in den Staffelläufen aus. Cambridge entschied fünf Rennen für sich und blieb damit überlegener Sieger, da Oxford nur zwei Erfolge zu verzeichnen hatte.

100 Kilometer in der Westfalenhalle.

Die Dortmunder Westwlenhalle veranstaltet am 7. Dezember ein 100-Kilometer-Mannschaftsfahren, das von insgesamt zwölf Paaren bestritten werden soll. Als sichere Starter gelten bereits folgende acht Mannschaften: Rausch-Hürtgen, Krüger- Funda, Kilian-Pützfeld, Oszmella-Frankenstein, Eh- mer-Tietz, Jocksch-Benninghoff, Stübecke-Schneck und Manthey-Maczinfki.

Kurze Sportnotizen.

Ein Fußball-Länderspiel zwischen! Spanien und Portugal endete in Lissabon nur knapp 1:0 zugunsten der Spanier.

Dederichs (Köln), der bekannte Dauer­fahrer, ging in Marseille an den Start und wurde von Paillard, Constant und Prieto geschlagen.

Körnig gewann beim Fest der Breslauer Sportpresse einen Sprinterdreikampf gegen Lam- mers und Duckol (Breslau).

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