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Nr. 127 Erstes Blatt

ISO. Jahrgang

Nontag, 2. Juni 1950

Giehemr Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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$r«itfiin=mm«tn 11686. Crud unö Verlag: vrLHI'Ich« UntverfitStr-Lllch. Md Llkindrvckerel H. lange in Sieten. Sdfrtftlettnng und StschLftrfttllt: Sdjulftrate 7.

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Chefredakteur:

Dr. Friede. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton l)r H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Bietzen.

Erschein, täglich,autzer Sonntags und Feiertag» Beilagen:

Vie Illustrierte Gietzener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle OlonatsiBeiugsprels:

2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger- lohn, auch bei Nichter­scheinen einzelnerNummem infolge höherer Gewalt.

zentfprechanfchlllsse antcrSammeInummer2251 Anschrift für Drahtnach­richten: Anzeiger Sieben.

9er deutsch-polnische GrenMischensall wird untersucht.

Schwerer Llebergnff an der Danziger Grenze.

Danziger Staatsangehörige in ein polnisches Gefängnis verschleppt.

Berlin, 1.3uni. (OB.) Die polnische Grenz. Polizei Hal, wie die D.A.Z. berichtet, nach Befannl- roerben des deutsch-polnischen Grenzzwischenfalls bei Neuhöfen-Marienwerder d i e Handhabung der Grenzbeslimmungen an der Danzig- polnischen Grenze aufs äufjerfle ver­schärft und sich am Himmelfahrtstag einen schweren liebergriff gegen zwei Danziger Staatsangehörige an der Danzig-polnischen Grenze bei GoldkrugOliva zuschulden kommen lassen. Der Kaufmann Schneider in Danzig unternahm am Nachmittag des Himmelfahrtstages mit feiner Frau einen Spaziergang in die Danziger Wälder und kam bei Goldktug-Olioa infolge der dort sehr unüber­sichtlichen Grenzverhältnisse auf einen weg, der von der polnifchen Grenzpolizei als polnisches Gebiet bezeichnet wurde. Obwohl das Dan­ziger Ehepaar sich durch ihre Danziger Personal­pässe al» Danziger Staatsangehörige ausweisen konnten und erklärten, dah sie nur aus ver­sehen wenige Schritte über die Danziger Grenze gemacht hätten, wurde ihr Einwand von der polni- scheu Polizei nicht beachtet. Kurzerhand erklärten die polnischen Grenzpolizisten das Ehepaar für ver­haftet und führten es zunächst aus die polnische Grenzwache Maltern. Am folgenden Tage wurden beide in das Gerichtsgefängnis der meh­rere Stunden entfernt liegenden Stadt Karthaus verschleppt. Bis heute Hal es die polnische Polizei nicht für notwendig gehalten, die aus so nichtigem Grund verhafteten Danziger Staatsangehörigen sreizulassen. wie verlautet, hat die Danziger Regie­rung bereits die notwendigen diplomatischen Schritte bei der polnischen Regierung zur Aufklärung blefe» Falles unternommen.

Zaleski spricht mit Briand.

Ter Völkerbund soll bemüh, werden.

Paris, 31. Mai. (WTB.) Der polnische Außenminister Zaleski hatte gestern mit Außenminister Briand eine Unterredung, in der auch der deutsch-polnische Grenzzwischenfall erörtert worden sei. Journal" schreibt dazu, die eingeleitete Untersuchung tonne ziemlich heikel werden, wenn, wie die deutschen Zei­tungen behaupteten, es sich um eine Spionage­angelegenheit handele. Aber Deutschland wie Polen hätten kein Interesse daran, die Atmosphäre zu vergiften. Nötigenfalls könnten alle Dergleichsmittel des Völker­bundes in Anwendung gebracht werden. AuchPetit Parisien" glaubt, dah Briand mit Zaleski über den Grenzzwischenfall gesprochen habe.

Oie Untersuchung der gemischten Kommimon.

Marienwerder, 31.Mai. (WTB.)Die ge­mischte deutsch-polnische Kommission gibt folgen­des bekannt: Nachdem die zur Untersuchung des Grenzzwischenfalls in Neuhofen eingesetzte ge­mischte deutsch-polnische .Kommission heute eine Reihe von Zeugen in Mewe vernommen hat, ist die Anhörung von Schiehsachverstän- d i g e n, die aus Berlin und Warschau heran­gezogen werden müssen, beschlossen worden. Dies ergab die Notwendigkeit, die Verhandlungen der Kommission auf Dienstag, 3.3uni, 12 Uhr zu vertagen.

Oer ».Held" von Neuhofen.

D i r s ch a u, 31. Mai. (XU.) Am Samstag sand auf dem Dirschauer Kirchhof unter größtem Gefolge die Beerdigung des an der Grenze bei Münsterwalde erschossenen Unter- grenzkommissars Stanislaus Lies- k i e w i e z statt. An der Beerdigung nahm eine Abteilung der Grenzwache, eine Abteilung des hier stationierten 2. Schützen-Bataillons, Abord­nungen der Eisenbahner, der Postbeamten, dec Behörden, ja, selbst Schulkinder teil. 3n der polnischen Zeitung erschien ein Nachruf, in dem man ..den Heldentod des an der polnisch- preußischen Grenze bei Ausübung seiner dienstlichen Tätigkeit durch eine hinter­listige preußische Kugel Dahingerafften" verherr­lichte.

polens Spionage -Organisation.

Aufdeckungen aus verAffäre vonNeuhöfen.

Berlin, 31. Mai. Der Grenzzwischenfall bei Neuhofen hat insofern eine interessante Wendung genommen, als man auf diese Weise dem polni­schen Spionagedienst, der nach französischem Vor­bild in großzügiger Weise organisiert ist, auf die Spur kam. Die Zentralstelle des Spionage­dienstes liegt in Danzig, wo man ihm deut­scherseits nicht beikommen tonn, da sich die Polen hier als im Auslande in Sicherheit fühlen. Geleitet wird der Spionagedienst von dem außer­ordentlich vermögenden und weithin bekannten Kapitän Zcycbon. Neben der Zentrale gibt es noch fo genannte Unterkommandos, die sich in Posen, Thom, Lodz und Krakau beftnden.

Das Paßkontrollhaus Neuhöfen an der deutsch.polnischen Grenze, in dem zwei polnische Grenzoffiziere, die die Grenze zu Spionagezwecken überschritten hatten, verhaftet wurden.

Auch hier liegt die Leitung in den Händen von aktiven Offizieren, die nun wieder einen großen Stab von 3nformations- posten zur Verfügung haben. Diese 3nforma- tionsposten sind an der ganzen Grenze a u f g e st e l l t und stehen in engen Beziehungen zu der polnischen Grenzpolizei und Zoll­behörde. 3hre Methode ist dabei die gleiche wie in Frankreich, nur dah man polnischerseits auch vor Gewaltmitteln nicht zurückschreckt. Die Spione werden in einer Agentenschule be­sonders ausgebildet, ehe sie nach Deutschland entsandt toerben. Man schätzt ihre

Anzahl auf ungefähr 2000 Personen. Allerdings scheint man in Polen kein besonderes Derständ- nis für den Unterschied von echten und erdichteten Nachrichten zu haben, weshalb es oft vorkommt, dah der polnische Spionagedienst mit seinem Material, wie der Schreck-Prozeß bewies, her­einfällt. Neben dieser Spionage betreibt die pol­nische Regierung noch eine umfangreiche Luft- spionage, die gerade in der letzten Zeit außerordentlich überhand nahm. Man darf nur hoffen, dah deutscherseits jetzt ein Erempel statu­iert wird, um auf diese Weise der Polenspionage zu Leibe zu rüden.

Moldenhauers Vorschläge zum Aus- gabensenkungsgesetz.

Berlin, 1. Juni. (ERB.) Das sog. Aurgaben- fenkungsgefetz soll nach den dem Demokratischen Zcitungsbiensl zugegangenen besonderen Mitteilun­gen neben Kürzung der Bezüge, des Urlaubs und der Pension Personalabbau, Linstellungssperre, Aushebung der Gleichstellung der verheirateten weiblichen Beamten, Heraufsetzung der Dienstaltersgrenze und Wiedereinbringung eines neuen Befolbungssperrgefehes für Länder und Gemeinden, Zufammen- legung und Auflösung von Behörden ufro. oorsehen. Die Kürzung der Bezüge solle, wie der Informator des Demokratischen Zeitungs- dienstes wissen will, durch eine allmähliche Beseitigung der örtlichen Sonderzu- schlüge herbeigeführt werden. Angestrebl werde eine Verringerung der Kopfzahl des gesamten Personals der Rcichsmlni­st e r i e n um 10 Prozent, wobei gleichzeitig für die nächsten fünf Jahre Mehraufwen­

dungen in den Personalbezügen der Beamten und Angestellten durch Verringerung der Kopfzahl ausgeglichen werden sollen. Die Dienstaltersgrenze soll von 65 auf 68 Jahre herausgeseht werden. An Pensionskürzung wird für den JaU einer nebenberuflichen Tätigkeit gedacht. Die Möglichkeit der geplanten Kürzung für verheiratete weibliche Beamte fetze eine ver- safsungsänderung voraus. In Ergänzung dieser Mitteilungen des Demokratischen Zeitungsdiensle» will derMontag Morgen" aus authentischer Quelle noch erfahren, datz es sich im ganzen um sechs einzelne Gesetzentwürfe handele, die dem Reichstage innerhalb der nächsten 14 Tage zugehen sollen. Das Sparprogramm sehe zunächst die A b - schaffuug mehrerer Aemter vor. 21. a. sollen das Amt des R e l ch s k u n ft w a r t s, die Reichszentrale für Heimatbien st unb eine Reihe von Finanzämtern zu existieren aufhören.

Oer Schnellzug Paris-Marseiile entgleist. T Tote. - Kommunistisches Attentat auf den Ministerpräsidenten Tardieu wird vermutet.

Paris, 2. Juni. (WTB.) Der Schnellzug ParisMarseille ist gestern nacht kur; vor b e r Einfahrt in den Bahnhof Mon tereau an der Seine, südlich von Paris, e n t g l e i st. Bis­her wurden 7 lote geborgen. Ungefähr 30 Per­sonen wurden verletzt. DasEcho de Paris" er­innert daran, dah Ministerpräsident Tardieu gestern gegen Abend d i e gleiche Strecke be­nutzte, um nach Dijon za reifen. Das Blatt spricht in diesem Zusammenhang die Vermutung aus, dah es sich hier um ein Attentat handele. Es sei ja bekannt, dah Montereau eines der aktiv st en Kommunistenzentren sei.

Unter den Toten befindet sich eine ganze Familie, bestehend aus Vater, Mutter und zwei Söhnen. Acht Personen sind verletzt. Der Minister für öffentliche Arbeiten, Pernot, begab sich sofort zur Unfallstelle. Lr erklärte, zweierlei stehe fest: 1. habe sich unvorschriftsmähigerweise ein kleiner Materialwagen aus den Schienen befunden; 2. sei an diesem Teil der Strecke während des ganzen gestrigen Tages überhaupt nicht gearbeitet worden. Diese Tatsachen legten bestimmter als die ersten Vermutungen bi e A nn a h m e einer böswil­lig verursachten Zugentgleisung nahe. Die Untersuchung hat mit einiger Bestimmtheit er­geben, dah es sich um einen Anschlag handelt. Die Dräsine, auf die der Zug auf lief, Hal nämlich 20 Minuten vor Passieren des Schnellzuges nicht auf dem Gleis gestanden, da um diese Zeit

ein anderer Schnellzug die Stelle passiert hatte. Um 22.30 Uhr fuhr dann der Marseiller Schnellzug auf das Hindernis auf. Innerhalb dieser 20 Minuten muh die Dräsine aufbie Schienen gestellt worden sein. Die Polizei will bereits ge­wisse Spuren von den Attentätern gefunden haben. Sie hofft, binnen kurzem die Täler verhaften zu können. Die Ermittlungen sollen ergeben haben, dah nicht nur an den Gleisen eine Vorrichtung angebracht worden war, um den Zug zum Entgleisen zu bringen, sondern dah auch e i n schwer beladener Seinekohn losge­macht worden war, der von der Strömung a n einen Brückenpfeiler getrieben werden sollte, um diesen zu rammen und die Brücke dadurch ein stürzen zu lasten.

Ministerpräsident Tardieu, der am Sonntag­abend wieder in Paris eingetroffen ist, hatte den Rückweg aus Dijon dazu benutzt, an der Un­glücks st eile vor Montereau halt zu machen und diese zu besichtigen. Bei seiner An­kunft hatte er eine Besprechung mit dem I u st i; m in lst e r und dem Minister für öffentliche Arbeiten, pernot, über die bereits eingeleitete Untersuchung. Minister Pernol lehnte es ab, den ihn befragenden Journalisten das Ergebnis seiner Feststellungen mitzuteilen. Lr bezeichnete es als ein Wunder, dah die Katastrophe nicht mehr Opfer gefordert habe, seien doch mehr ul» 700 Per­sonen im Zuge gewesen.

Die Entlastung des Arbeitsmarktes.

Tie neue Aktion der Rcichsregicrung.

Berlin, 31.Mai. Neben der bereits ge­meldeten Belebung deS Daumarktes schweben weitere Pläne, die vor allem auf eine Ford erung der Auftragserteilung bei der Reichspost und - der Reichs­bahn hinauslaufen. Bor allem will man auf diese Weise schon jetzt die volle Auftrags­erteilung des laufenden Etatsjahres herbeifüh­ren, in der Hoffnung, dah diese Wiederankurbe- lung der Wirtschaft genügt, um auch für den Winter genügend Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. Das Hauptproblem ist die Finan­zierung dieser Aktion, da daS Reich von sich ouS keine Mittel bereitstellen kann, und auch keine Anleihemöglichkeiten hat, sollen nun die Großbanken und zum Teil auch die 3n- d u ft r i e die Bahn- und Postaufträge kredi­tieren und finanzieren, wofür das Reich Bürg­schaft übernehmen würde. Der Reichsfinanzmini­ster hofft in seinen Besprechungen mit dem Reichsarbeitsminister noch bis zur Kabinetts- sihung am Dienstag zum Ziele zu kommen, da­mit diese grohzügige Aktion sofort in die Wege geleitet werden kann. Die zunächst erwartete Herabsetzung der A r b e i ts lv s c n z i f- fer um 150000 würde für die Arbeitslosen­versicherung eine EntlastungvvnlbOMil- Honen bedeuten. Rechnet man hinzu, dah die geplante einprozentige Beitragserhöhung rund 280 Millionen bringen wird und durch innere Reformen 80 Millionen eingespart werden kön­nen, so dürste auf diese Weise eine endgültige Abdeckung des 450-Millionen-DefizitS der Ver­sicherung herbeizuführen fein.

Mineralwaffersteuer und Volksgesundheit. Eine Eingabe der Hausfrauen.

Berlin, 2. 3unl Eine Reihe führender Frauenorganisationen, an der Spitze die Zentrale der Hausfrauenvereine Groß- BerlinS, hat an den Reichstag eine Eingabe ge­richtet und darin eine nochmalige Prüfung der veröffentlichten Durchführungsbestimmungen zur Mineralwassersteuer gefordert. Nach Ansicht der HauSfrouenorganisationen erscheint eine Abänderung der Bestlmmungen im 3ntcr- esse der Volksgesundheit dringend notwendig, da bei Destehenbleibon der Durchführungsbestimmun­gen der Verbrauch an natürlichen F r u ch t s ä f t e n völlig zum Erliegen kommen muh. Die genannten Organisationen sind der Ansicht, dah durch die in Aussicht genommene vermehrte Steuerbelastung eintretende Steige­rung der Kleinhandelspreise der Ver­brauch von alkoholfreien Obstsäften zugunsten alkoholischer Getränke so stark zurückaehen wird, dah mit einer Schließung zahlreicher Betriebe zu rechnen ist. 3nsbesondere würde auch durch die steuerliche Belastung der F r i sch­ob st a b s a tz Deutschlands auherordent- lich benachteiligt werden. Auherdem wird auf die Schädigung, die der deutschen Zucker­industrie zugefügt wird, hingewiesen. Um welche Mengen es sich bei der neuen steuerlichen Erfassung handelt, geht daraus hervor, dah jähr­lich für die 5 Millionen Liter Orangeade 630 Gramm Zucker pro Liter, also 5Vi Millionen Pfund, benötigt werden.

Die Demokraten und die Arbeitsgemeinschaft der Mitte

Berlin, 30. Mai. (TU.) Der Demokratische Zeitungsdienst teilt zu den Verhandlungen über die Arbeitsgemeinschaft der Mitte folgendes mit: Die Verhandlungen wurden von dem Vorsitzen­den der Deutschen Volkspartei geführt, die in der Regierung vertretenen Fraktionen m i t Ausnahme des Zentrums und der Bayerischen Volkspartei zu einer Ar­beitsgemeinschaft zu vereinigen. Die demokratische Reichstagsfraktion ist der Ansicht, dah. wenn eine bessere parlamentarische Zusammenarbeit der in der Regierung vertretener, Fraktionen bezweckt wird, hierzu die Bildung eines Ausschusses auS diesen Fraktionen sehr wohl geeignet fein konnte, dabei jedoch der Ausschuß auf alle in Betracht kommenden Fraktionen ausgedehnt werden mühte. Andernfalls würden, insbesondere durch den Ausschluh der größten und am stärksten in der Regierung vertretenen Zentrumsfraktion, die be­stehenden Schwierigteiten kaum vermindert, wahr­scheinlich sogar neue Schwierigkeiten her- vorgerusen werden.

Irgendeine Grundlage für die N e u g e st a l t u n g des deutschen P a r t e i we s e n s, konnten diese Verhandlungen nach ihrem Inhalt und nach der Zusammensetzung ihrer Teilnehmer überhaupt nicht bieten. Die Reichstagsfraktion ist in voller Uebereinftimmung mit den Beschlüssen des Partei- ausschusses in Halle zur Mitwirkung an einer Zusammenfassung gesinnungs- verwandter Kräfte durchaus bereit Der Weg hierfür kann aber nicht über eine bloß« Addition bestehender Parteien oder Fraktionen süh- ren. Die erste Vorbedingung wäre vielmehr ein» sorgfältige Klärung der Stellungnahme zu den wich­tigsten und dringendsten Aufgaben, deren Lösung die Not der Zeit heute gebieterisch fordert. Als solche Aufgaben hat der Parteivorsitzende in der letzten Parteiausschußsitzung die Reichsreform, die Wahlreform, die Parlamentsreform,