gegen den TV. 1846 «Ziehen statt, das der Tv. 1846 erwartungsgemäß gewann. Die Ergebnisse:
100 Meter: 1. Becker, Mtv., 11,6 «Sek.; 2. Guyot, 1900, 11,7 Sek.; 3. Saarn, 21. T. D. Mar- bürg, 11,9 «Lek.
Hochsprung: 1. Pfeffer, A. T. B. Rheinfranken, 1,65 Meter; 2. Steines, Mtv., 1,60 Meter; 3. Hopfenmüller, 1900, 1,55 Meter.
Dreisprung: 1. Jung, 1900, 12,03 Meter;
2.. Linck, Ä. T. B. Rheinfranken, 11,62 Meter; 3. Hehmann, 1900, 11,55 Meter.
Kugelstoßen: 1. Mohl, B. f. B., 12,51 Me- ter; 2. Rothermel, Mtv., 11,03 Meter; 3. Gugel, Mtv., 10,71 Meter.
Schleuderball: 1. Mohl, B. f.D., 56,40
Meter; 2. 2lrndt, Mtv., 48,90 Meter; 3. «Seib, 1900, 48,80 Meter.
Speerwerfen: 1. Hopfenmüller, 1900, 42,90 Meter; 2. Rothermel, Mtv., 40,80 Meter; 3. Dachmann, 1900, 40,00 Meter.
4xl00-Meter-Staffel: 1. Mäünerturn- verein Gießen 46,8 Sek.; 2. Akad. Turnverbindung Marburg.
Schweden staffel: 1. Männerturnverein Gießen.
3x!000-Meter-Staffel: 1. 2lkad.
Turnverb. Kurhessen Marburg; 2. Spielvereinig. 1900 Gießen.
Faustballspiel: Rheinfranken gegen Tv. 1846 Gießen 54:42.
Wirtschaft.
OiepfälzischenMühlenwerkestillgelegi.
Mannheim. 31. Suli. (WTB.) Die Pfälzische Mühlenwerke 21G., Ludwigshafen, hat im Dersolg des bekannten Stillegungsantrags der südwestdeutschen Großmühlen nunmehr ihren Betrieb völlig eingestellt und die zuletzt noch beschäftigten zirka 140 Arbeiter entlassen. Auch bei den anderen Mannheimer und Ludwigshafener Mühlenbetrieben werden die Ar- beitcrentlasfungen demnächst erfolgen.
Nachdem die Pfälzische Mühlenwerke AG. ihren Betrieb eingestellt hat und der gesamten Belegschaft gekündigt wurde, hat jetzt die Rheinische Mühlen- und die Hildebrandt & Sohn AG. Komm. Gef. den Beschluß gefaßt, zum 1. August ihren Betrieb zu schließen. Rach einer weiteren Mitteilung schloß sich die Herrenmühle vormals C. Genz dieser Maßnahme an.
•
* Die Buderusschen Eisenwerke, Wetzlar, haben sich infolge der wirtschaftlichen Lage veranlaßt gesehen, auf ihrer Main-Weser- Hütte in Lollar rund 800 Mann zum 15. August zu kündigen. Mit der alsdann verbleibenden Belegschaft, die dem ungefähren Vorkriegsstände entspricht, beabsichtigt man den Betrieb während der Herbst, und Wintermonate durchzuhalten. Aus dem gleichen Anlaß sind auf den Gruben Abendstern und Atzenhain (Oberhessen) von Anfang dieses Monats an wöchentlich zwei Feierschichten vorgesehen. Die Belegschaft dieser beiden Gruben beträgt zur Zeit 160 Mann.
* Die Reichsindexziffer für d i e Lebenshaltungskosten im Juli. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und „sonstiger Bedarf") beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamtes für den Durchschnitt des Monats 3uli auf 149,3 gegenüber 147,6 im Dormonat. Sie ist somit um 1,2 Prozent gestiegen. Diese Steigerung ist auf eine zum größten Teil jahreszeitlich bedingte Erhöhung der Ernährungsausgaben zurückzuführen. Bei den Kartoffeln ist eine Erhöhung der Ausgaben infolge der Einbeziehung von Kartoffeln neuer Ernte eingetreten; außerdem haben auch die Preise für Milch, Butter und Eier angezogen. Dagegen weisen die Preise für Schweinefleisch einen Rückgang auf. Auch die Preise für Kleidung -haben weiter nachgegeben. Die Indexziffern für die einzelnen Gruppen betragen (1913/14 — 100): Für Ernährung 145,9, für Wohnung 130, für Heizung und Beleuchtung 150,1, für Bekleidung 165,5, für den „sonstigen Bedarf" einschließlich Verkehr 193,6.
* Weitere Arbeiterentlassungen 6$ i den Adlerwerken. Die Adlerwerke vormals Heinrich Kleher in Frankfurt a. M. haben bei den zuständigen Stellen den Antrag auf Genehmigung der Entlassung weiterer 500 Arbeiter gestellt. Die Derwaltung begründet diese Maßnahme damit, die Produktion den heutigen 2lbsatzverhältnissen anzupassen und damit das Ansammeln eines großen Lagers zu vermeiden. Das Werk beschäftigt jetzt rund 2800 Arbeiter, die einer Verkürzung der Arbeitszeit auf 40 Stunden in der Woche unter entsprechender Lohnreduzierung zuaestimmt haben.
* Stillegung der Weisenauer Zementwerke. Am 9. August sollen die Zementwerke in Weisenau bei Mainz stillgelegt werden. Als Grund werden schlechter Geschäftsgang und geringer Absatz angegeben. Betroffen werden Durch die Stillegung 520 Arbeiter und etwa 40 Beamte. Etwa 100 Arbeiter und Angestellte sollen weiterbeschäftigt werden.
* Weitere Bergarbeiterentlassun- geninGelsenkirchen-Buer. Wie WTD.-
Handelsdienst erfährt, wollen bei den zur Deutschen Erdöl gehörenden vier Bismarck-Schächten in Buer zum 15. August 500 Bergarbeiter und Angestellte zur Entlassung kommen. Diese Anzeige der Gesellschaft ist vorsorglich getroffen, da die Schächte trotz Einlegung von Feierschichten bereits 40 000 Tonnen Kohlen und 60 000 Tonnen Kots aufgespeichert haben, wodurch die Lagermöglichkeit nahezu erschöpft ist. Sollte eine Besserung der Absatzlage eintreten, so werden die Entlassungen nicht in voller Höhe erfolgen.
* Aufhebung der Kapitalertrags- steuer. Wie der Berliner Dörsenvorstand, Abteilung Wertpapiere, mitteilt, kommt bei der Stückzinsenberechnung für diejenigen festverzinslichen Werte, deren Zinsscheine nach dem 2. Januar 1931 fällig werden, ab 1. August 1930 der zehnprozentige Abzug der Kapitalertragssteuer in Fortfall. Der Dörsenvorstand hat diese Meldung herausgegeben, ohne daß bisher eine amtliche Verlautbarung darüber erfolgt ist. Daß der Dörsenvorstand aber die Bekanntmachung erlassen hat, läßt darauf schließen, daß die Regierung auf diesem oder jenem Wege entschlossen ist, die auf Grund des Ermächtigungsgesetzes vorgesehene Qkrortmung über die Aufhebung der Kapitalertragssteuer in Kraft zu setzen und dies dem Dörsenvorstand zu wissen gab.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 1. August. Tendenz: etwas freundlicher. — Die Stimmung an der heutigen Börse war wieder etwas freundlicher, nachdem sich bei der Lieberwindung des Llltimos keine Schwierigkeiten ergeben haben. Wirtschaftliche Anregungen fehlten aber, so daß das Geschäft klein blieb. Der Ordereingang war wiederum sehr minimal, und die Kulisse war im wesentlichen auf sich selbst angewiesen; doch erhielt sie durch Stützungskäufe von Bankseite einen Ansporn. Die innerpolitische Lage wird wesentlich beruhigter beurteilt. Die zum Schluß fester gewordene Reuyorker Börse trug zur Besserung der Börsensituation bei. Gegenüber der gestrigen Abendbörse ergaben sich in Spezialwerten Kursgewinne bis zu 2 Proz. Etwas mehr Interesse bestand am Elektromarkt für Siemens und «Schuckert, die bis zu 2 Proz. fester eröffneten. 21®®. gewannen 1 Prozent. Am Chemiemarkt ergaben sich Erholungen bis zu 1,25 Proz., Zellstoffwerte blieben behauptet. Am Montanmarkt bestand für Mannesmann und Klöckner bei Besserungen bis zu 1,5 Prozent etwas mehr Interesse. Zellstoffwerte lagen nur knapp behauptet. 2L-®. für Verkehrswesen mit minus 2 Proz. angeboten. Auch in Banken konnten sich teilweise etwas größere Gewinne ergeben. Reichsbank waren wieder etwas gefragter und 2,5 Proz. fester. Rur Barmer Dank 1 Prozent schwächer. Kunstseideaktien nach der anfänglichen Abschwächung wieder leicht gebessert. Am Rentenmarkt konnten sich Reubesitz auf etwas zunehmende Rachfrage weiter leicht erholen. Alt- besitz knapp gehalten. Auf Abgaben in Kunstseideaktien, angeblich von holländischer Seite, sowie unter dem Druck der Geschäftsstille neigte die Tendenz eher zur «Schwache. 2lku wurden etwa 4 Proz. niedriger taxiert. Im übrigen ergaben sich Abbröckelungen bis zu 1,5 Proz. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 5 Proz. weiter versteift. Am Devisenmarkt lag das Pfund fest. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1835; gegen Pfund 20,3790; London gegen Kabel 4,8715.
Berliner Börse.
Berlin, 1. Aug. Die letzte Börse dieser Woche brachte einige Deckungen der Spekulation zum Wochenschluß. Die Rachrichten aus der Wirtschaft in der hiesigen Morgenprcsse lauteten
nicht besonders günstig. Die Arbeiter- und Angestelltenentlassungen hatten die Krisenstimmung noch verstärkt, ebenso die Schwierigkeiten in der Metallindustrie. Die rückläufige Kohlenförderung im Ruhrbergbau und im Osten (Deutsch-Ober- fchlesien) ist ebenfalls als retardierendes Moment zu erwähnen. Anderseits ging von dem Abbau der Kapitalertragssteuer (Stückzinsenwerden auf Beschluß des Börsenvorstandes schon ab heute ohne den bisherigen lOprozentigen Abschlag gerechnet) und den anscheinend doch glatten Verlauf des Zahltags und dem festeren Schluß der gestrigen Reuyorker Börse eine Anregung aus. Ohne daß das Geschäft wesentlich an Umfang zunahm, lagen die ersten Rotierungen überwiegend fester, lieber 1 Proz. hinaus konnten Julius Berger, Schles. Zement, Mannesmann, Köln-Reuessen, Salzdetfurth, AEG., Siemens und Schlesische Gas um 2 bis 3 Proz. anziehen. Auch Oberkoks lagen 1,60 Proz. höher. Etwas schwächer eröffneten AG. für Verkehrswesen, Mansfelder, Zellstoffwerte und Polyphon. Deutsche Anleihen waren behauptet. Reubesih im Verlaufe etwas anziehend. Von Ausländern konnten Mexikaner leichte Erholungen aufweisen. Am Pfandbriefmarkt gab natürlich die Aufhebung der Kapitalertragssteuer eine Anregung. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld 5 bis 7 Proz.; Monatsgeld 4.25 bis 5.50 Proz.; Warenwechsel 3,75 Proz. Auch im Verlaufe war das Geschäft ruhig; nachdem die Deckungen und kleinen Käufe zu den ersten Kursen zur Ausführung gekommen waren, wurde die Tendenz späterhin wieder unsicher. Als dann am Kunstseidemarkt Abgaben (angeblich holländische) einsehten, wobei Verluste von 2 bis 2,5 Proz. eintraten, und als Mansfelder ohne erkennbaren Grund plötzlich auf ein Angebot von wenigen Mill um 3,25 Proz. zurückgingen, überwog auch an den übrigen Markten die Abgabeneigung und, das Kursniveau ging ziemlich einheitlich um 1 bis 2 Proz. zurück.
Berliner Produktenmarkt.
Berlin, 31.Juli. Die flauen «Schluhmeldun- gen von den überseeischen Terminmärkten blieben hier völlig ohne Eindruck, da infolge des weiterhin unbeständigen Wetters das Jnlandangebot gering bleibt und vereinzelt bereits Qualitätsbefürchtungen laut werden. Im handelsrechtlichen Lieferungsgeschäft setzten die Julisichten von Roggen und Hafer unter Realisationen zwar 3 bzw. 7,50 Mark niedriger ein, im allgemeinen war die Grundstimmung jedoch fest. Weizen konnte 1 bis 2 Mark gewinnen, Roggen in den späteren Sichten stetig. Jnlandweizen zur sofortigen Lieferung ist kaum offeriert und die Erfüllung der bisher getätigten Abschlüsse von kurzfristiger Ware begegnet «Schwierigkeiten. Roggen zur prompten Verladung war auch nur mäßig angeboten und wurde von den Mühlen und Reporteuren zu etwa 1 Mark höheren Preisen ausgenommen. Weizen- und Roggenmehle haben laufendes Konsumgeschäft zu unveränderten Preisen. Umsätze auf Herbstlieferung kommen trotz leichter Belebung der Rachfrage nur vereinzelt zustande. Hafer bei kleinem Angebot von besserer Kauflust fester. Don Gersten kommen in letzter Zeit, mehrfach geringere Qualitäten zum Angebot, die schwer abzusehen sind. Feine Sorten sind im Preise behauptet. Es notierten (1000 Kilo): Weizen, märkischer, Juli 295 bis 296 (fest), Sept. 260 bis 262 bis 261, Oft. 262 bis 262,50 (Geld), Dez. 270 bis 271; Roggen, märkischer, 158 bis 161 (befestigt), Juli 174, Sept. 175,50 bis 176,50, Oft. 180 bis 181,50 bis 181, Dez. 186 bis 189; Gerste 174 bis 197 (stetig); Hafer, märkischer, 180 bis 188 (unregelmäßig), Juli 182 (Geld), Sept. 186, Oft. 191 bis 189,50, Dez. 194 bis 193,50 (Brief); (100 Kilo): Weizenmehl 31,75 bis 39; Roggenmehl 22,50 bis 25,25 (behauptet); Weizenkleie 9,75 bis 10,40 (ruhig); Roggenkleie 9,75 bis 10,50,
Fingierter Raubüberfall in Frankfurt.
WSR. Frankfurt a. M., 31. Juli. Rach den kriminalpolizeilichen Feststellungen hat der Bezirksvorsteher S u r e k den Raubüberfall offenbar vorgetäuscht und sich den Brust- schuß selbst beigebracht. Der Revolver, mit dem die Tat ausgeführt worden ist, ist im Ausguß des Klosetts der Surekschen Wohnung gefunden worden. Die Waffe gehört jedenfalls dem Surek. Er bestreitet vorerst noch, die Tat selbst ausgeführt zu haben, gibt aber zu, die Waffe, die der angebliche unbekannte Täter auf dem «Schreibtisch liegenaelassen hätte, ins Klosett geworfen zu haben, nachdem er vorher vergeblich versucht hätte, sie mit einem Hammer zu zerklei
nern. Es ist von Wichtigkeit, zu erfahren, tvo daS abhandengekommene Geld, 5500 Mark, verblieben ist. Surek hat es am Dienstag, 29. Juli, um 9.30 Uhr, vom Geldbriefträger ausgehändigt bekommen. Die Tat wurde am selben Tage gegen 17 Uhr verübt. Die Kriminalpolizei (Zimmer 366 des Polizeipräsidiums) bittet dringend, daß sich Personen umgehend melden, die angeben können, wo sich Surek am 29. d. M. in der Zeit von 9Vs bis 17 Uhr aufgehalten hat, und denen er Zahlungen geleistet hat. Insbesondere liegt es im eigensten Interesse derjenigen Personen, die von Surek Geld erhalten haben, sich umgehend bei der Kriminalpolizei einzufinden.
Akademische Ehrungen in Darmstadt.
WSN. 2) a r m ft a b t, 31. Juli. Rektor und Senat der Technischen Hochschule Darmstadt haben Dr. Aug. Dyckerhoff in Wiesbaden-Biebrich, Geschäfts- führer der Portlandzementfabrik Dyckerhoff Lc Söhne G. m. b. H. die Würde des D r.- I n g. e h r e n h a l - der verliehen in Anerkenung feiner hervorragenden technisch-wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiete der Zementerzeugung und der damit verbundenen Förderung der Industrie des Hessenlandes. Herr Otto Dyckerhoff in Wiesbaden-BieLrich, Geschäftsführer der Portlandzementfabrik Dyckerhoff & Söhne G. m. b. H. wurde in Anerkenung seiner Verdienste um die Einführung neuzeitlicher wirtschaftlicher Methoden der Zementfabrikation zum Ehrensenator der Technischen Hochschule ernannt.
Büchertisch.
— In der Entwicklung des Deutschen Reiches schon Jahrzehnte vor 1870 spielt die Gestalt des späteren Prinzregenten Luitpold von Bayern eine Rolle, die sowohl in der Öffentlichkeit wie in der Geschichtsschreibung noch wenig bekannt undi gewürdigt ist. Von besonderem Interesse ist deshalb das neueste Heft der Süddeutschem Monatshefte München, „Prinzregent Luitpold von Bayern", welches die Gestalt dieses! Herrschers zum erstenmal umfassend auch im allgemein deutschen Rahmen behandelt. Ihre besondere Bedeutung erhält die Schrift durch eine Reihe bisher unveröffentlichter Dokumente zur Lebensgeschichte des Regenten und zur Entmündigung König Ludwigs II. aus dem Geheimen Hausarchiv. Die innere Geschichte der Regentschaft schildert Dr. E. v. Aretin und es wird so recht bewußt, unter welchen ungeheuren Schwierigkeiten der schon 65jährige Prinz Luitpold die Regierung übernehmen muhte. Und trotzdem gelang es dem Regenten in überraschend kurzer Zeit, aller «Schwierigkeiten Herr zu werden unöi auch Bayerns Verhältnis zum Reich immer besser zu gestalten, trotz mancher Hindernisse, welche nicht zuletzt in der Person Wilhelms II. lagen. Bayern selbst erlebte unter Luitpold seine glücklichsten Jahrzehnte. In vielen Einrichtungen war Bayern vorbildlich für das Reich. Trotz der gebotenen Sparsamkeit des Staates wurde München damals die künstlerisch lebendigste und produktivste Stadt Deutschlands. Wenn Luitpold selbst vielleicht kein sehr kritisches Kunstverständnis besaß, so war er gleichwohl einer der persönlich bezauberndsten Mäzene seiner Zeit und hat durch persönliche Förderung außerordentlich viel für die Kunst und Wissenschaft getan. Dies bezeugen im gleichen Heft die sehr interessanten Erinnerungen von Ferdinand v. Miller, Max Slevogt, Oscar v. Miller u. a.
Köhlers Taschenliederbuch für das deutscheDolk (Wilhelm Köhler Verlag,Minden i. W.)., enthält auf 305 Seiten 550 der beliebtesten Volkslieder, Wanderlieder, Studenten-, Trink-, Turner- und Soldatenlieder. Trotz seines inhaltlichen Umfangs ist es kein unförmiger Band, sondern ein kleines, handliches Buch, bequem in der Tasche zu tragen. Es kostet 90 Pfennige, in biegsamem Ganzleinenband 1,60 Mark. Die vorliegende Reuauflage ist um fünfzig Lieder vermehrt worden. (164.)
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
Israelitische Religionsgerneinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 2. August. Vorabend 7.30 Uhr; morgens 8.30 Uhr; abends 8.20 und 9 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 2. August. Freitag abend 7.30 Uhr; Samstag vormittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 9. — Wochengottesdienst morgens 6.30; abends 7.15 Uhr.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdisfont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.
Jranlfurt a. Dl. |
Berlin
Schluß»! kur- |
1 «Uhr- Kurs
Schluß- kurs
Anfang- Kur-
Datum
3b ,.
1. 8.
31. /.
1. 8.
6% Deuuche uteiajeatueUje von 1927 .......
7% Deutsche Reichsanleihe
88
—
88,25
—
von 1929 ........
101,75
_
102,1
Deutsche Anl.»Abi öf.> Schuld mit
69,8
7,9
59,65
8,13
59,7 7.9
59,9
8
Desgl. ohne AuSIo,.-Rechte . . 8% He«. BolHftaal von 1929 (tüdiablb 102%)......
96
96,75
Lberhefsen Provinz - Anleihe mit
AuSioj.-Rechten......
Deutsche Komm. Sammelabl.
58,75
—
—
—
Anleihe Serie 1......
8% Franks. Hhp^Bank Soldpse XIII unkündbar bis 193-1 . . .
7% Franks. Hhp^Bank (Soldpse
59,1
—
59
—
101,5
—
_
96
Rheinische Hyp^BauI
£tqu. «Soldpse........
8% Pr. Landespfandbriesanstalt.
87,9
—
—
—
Pfandbriefe R. !7......
101,25
101,25
8% Pr. Landespfanvbriefanstalt,
—
Äomm^Cbl. 8t. 20......
98
98
7% Pr. LandeOpsandbriesanstalt,
Psandbriese S. 10......
A.E.B. adg. Bortriegi-Obligatio.
97
—
97
—
neu, rückzahlbar 1932 ...
—
—
—
—
<% Oesterreichlsche Goldrrnte .
26,4
26,6
3,25
4,20% Oesterreichlsche Silberrente
3,25
_
4% Oesterreichische Einheitliche
Rente .......
2,05
——
2.1
♦% Ungarische «Soldrente ....
23,65
23,75
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
—
—
20,25
4y,% deich, von 1918 . . .
20,5
2,175
—
20,8
4% Ungarische Kronenrente . .
—
2,15
4% Türkische Zollanleihe von 1911
4% Türkische Bogdadbahn-Anl
4,9
5,1
1.95
—
Serie 1...........
4,9
—
1,95
5,1
4% dergl. Serie ll . .... - ■
6% Rumänische Verein». Renke
4,9
9,45
—
4,95
von 1903 .........
—
9,3
_
4%% Rumänische vereinh. Rente
15,2
Von 1913 ..........
——
15,6
15,9
4% Rumänische vereinh. Renke
7.45
—
7.4
Frankfurt a. Hl.
Berlin
Schluß« fünf |
1-Uhr. Kurs
Echluß- lurs
Anfang« Kur-
Datum
31. /.
1. 8
31- /-
1. 8
üamburg-wmerita ‘Datei • •
91,25
91
91,4
90,9
Hamburg-Südam. Dampfschiss
. 8
—
151,25
Hansa Dampsschiss.....
10
—
—
126
—
Norddeutscher Lloyd ....
. 8
—
—
91,25
91
Allgemeine Deutsche Creditansk. 10
107,25
—
107,75
107,75
8armer Bankverein . . .
10
115,5
114,5
115
114,5
Berliner Handelsgesellschaft
12
146,5
—
«46,5
147
Commerz- und Privat-Bank .
11
132
132,5
132
132,5
Darmstädter und Nationalbank
12
185,5
—
185
186
Deutsche Bank und
Disconto^Sesellschast,. . .
10
126,75
126,5
126,25
Dresdner Bank ......
10
126,75
126,75
126,25
126,25
Reichsbank ........
12
—
246,25
244
A.E.G...........
. 8
140
141
«39,13
141,5
Bergmann........
. 9
—
—
172,5
172,5
Sleltr. Lieferungsgesellschaft.
10
128
—
128
129
Licht und Straft......
10
137
—
137
137,5
Felten & Guilleaume . . .
9,5
—
99
Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen ....
10
137
_
137,5
138,5
Hamburger Elektrizitäts-Werke Rheinische Elektrizität . . .
10
—
—
130,5
130,75
. 9
—
—
Schlesische Elektrizität. . . .
10
—
—
131
133
Schuckert & Co.......
11
155
152,75
154,5
Siemens & Halske .....
16
«90,5
192,5
190,5
193
Transrabio ..•••••
. 8
—
Lahmeyer L Co.. .....
10
155
—
154,9
154
Buderus ........
. o
61,75
—
62,5
_
Deutsche Erdöl ......
Essener Steinkohle .....
. 6
—
—
73
73,75
. 8
—
—
—
Gelsenkirchener......
. 8
«08,5
—
108,4
108
Harpener..... • • •
. 0
100
100
100
100,5
Harsch Eisen. ......
SK
—
—
85
87
Ilse Bergbau .......
10
—
223
223
Klöcknerwerke .......
e <
84
84
83
83
. 7
—
82
84
Mannesrnann-Röhreu ...
. 7
4,75
86,25
14,5
86,5
Mansfelder Bergbau ....
Oberschles. Eisenbedars . . .
. 7
59,5
58,25
. 6
—
_—
51
51
Oberschles. KokSwerke....
-7
—
16,9
8,5
Phönix Bergbau......
6V?
78
—
78
77.9
Rheinische Braunkohlen . •
10
215
—
215
216
Rheinstahl........
. 6
91
- ■
91,5
91,5
Riebeck Montan ......
7,2
'—
95,79
96,13
Frankfurt a. 2)1.
Berlin
Schluß« fürs
k-Uyr« Kur-
Schluß« kur-
Anfang- Kur-
Datum
31. /■
1. 8.
31. 7.
1. 8.
bereinigte Stahlwerke Otavi Minen ....
78
—
78
78
•
•
167.
-
40,25
39,9
Kaliwerke Aschersleben
•
10
187
—
186,75
186
Kaliwerke Westeregeln
•
10
195
195
194
Kaliwerke Salzdetfurth
•
•
16
319
—
319,5
323
5s. G. kiarben.Industrie Dynamit Nobel . . .
-
12
150,13
151,4
150,13
151,6
•
. 6
—
72,25
Scheideanstalt....
. 9
138,25
—
Goldschmidt ....
. 6
57
—
56,9
56,75
Rütgerswerke ....
. 6
50,75
51,75
50,4
51,75
Metallgefellschast. . .
•
•
. 8
105.25
105.75
Philipp Holzmann . .
. 7
76,5
102
—
76
75,75
Zementwerk Heidelberg
.
10
—
Gementroerf Karlstadt.
•
•
10
125
—
—
—
Wayß & Freyiag . .
. 8
70
70
70
—
Schultheis Patzenhofer
16
—
263
264
Cftrocrfe......
12
—
—
212
214
Aku........
18
0,5
91,25
)0,25
90,75
Bemberg......
14
90
90,5
91,26
92,5
flellftoff Waldhos . .
•
•
3'/.
—
—
130
130,25
Zellstoff Aschaffenburg
•
•
12
^7,5
97,25
100
95,75
Charlottenburger Wasser
•
. 8
—
—
4.13
94
Dessauer Gas ....
. V
—
—
130
130,75
Daimler Motoren . .
• 0
28
—
27,75
27,6
Deutsche Linoleum .
185
—
184
184,5
—>
_
«0,65
41
Nat. Automobll . .
e
e
. 0
—
—
11
11,25
Crenfleln & Kappel .
. 6
—
—
60,5
10
130
——
131,5
131,4
SvenSka ....
—
—
102,5
303
Frankfurter Maschine»
. 4
21,5 31
——
22
—-
G ri sm er......
. 6
—
32
—
Heyligenüaedt . . .
e
. 0
—
—
5<unghan»......
•
. 6
32
—
12,5
——
Lechwerke......
. 8
93,5
—
—
——
Mainkraftwerke Höchst a. M..
. 8
<1.25
——
—
—
Miag......
10
88
—
87
-1—
Gebr. Roeder . . .
10
100
—
—-
—
Botgt & Haefsner . .
Süddeutsche Zucker .
•
e
. 9
10
156 «50,26
—
156 150,25
—
Banknoten.
23erlln, 31. Juli
Gelb
Brief
Amerikanische 'Holen ......
4,166
4,186
Belgische Noten .......
58,435
58,675
Dänische Noten ........
111,87
112,31
Englische Noten .••••••.
20,32
20,40
Französische Noten .......
16,445
16,505
Holländische Noten .......
168,06
168,74
Italienische Noien........
21,96
22,04
Norwegische Noten.......
111,78
112,22
Deutsch-Oesterreich, ü 100 Schilling
59,045
59,285
Rumänische Noten.......
2,465
2,485
Schwedische Noten .......
112,25
112,69
Schweizer Noten ......
81,26
81,58
Spanische Noten ........
46,71
46,89
Tschechaslawakifche Noten.....
12,405
12,465
Ungarische Noten ......
73,15
73,45
Deoifcnmarkt Berlin — Frankfurt a. 2TC.
- 3L 3ub
1. August
Amtliche Geld
Notierung Srlr
Amtliche Notierung
Geld
Brie,
Amst.« iHott.
168,32
168,66
1,509
168,32
168,66
Buen.-AireS Brss.-Ankw.
1,505
1,503
1,507
58,495 '
58,615
58,495
58,615
Christiania -
112,05
112,27
112,05
112,27
Kopenhagen
112,10
112,32
112,11
112,33
Stockholm .
112,46
112,68
112,44
112,66
HelsingiorS.
10,52
10,54
10,516
10,536
Italien. . .
21,905
21,945
21,895
21,935
London. - .
20,355
20,394
20,357
20,397
Neunork - -
4,180
4,188
4,179
4,187
Paris....
16,45
16,49
16,44
16,48
Schweiz . .
81,235
81,395
81,225
81,385
Spanien .
47,05
47,15
47,10
47,20
Japan . . - 'Rio ve Fan
2,063
2,067
2,064
2,068 0,436
0,435
0,437
0,434
Wien In D-« £?eft ahnest
59,105
59,225
59,105
59,22 5
Prag . - . .
12,393
12,413
12,39
12,41
Sei trab . .
7,418
7,432
7,418
7,432
Budapest. .
73,30
73,44
73,29
73,43
Bulgarien .
2,032
3,038
3,032
3,038
Lissabon .
18,79
18,83
18,79
18,83
Danzig. . . Konstantin-
81,42
81,58
81,39
1,784
81,55
1,784
1,789
1,789
Athen. . .
5,435
5,445
5,43
5,44
Canada
4,185
4,193
4,185
4,193
Unt not). .
3,418
3,425
3,417
3,423
Cairo . . .
20,865
20,905
20,865
20,905


