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m. 176 Erstes Blatt

184. Jahrgang

Dienstag, 3|.)uli 1954

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Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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um jeden Preis verhindern wollen, daß die Deut­schen fernerhin ihr Wort im außerdeutschen Mittel­europa mitzureden haben. Dies ist ihnen damals nur gelungen durch einen offenen Bruch des Selbstbestimmungsrechts und eine völlige Verdrehung der naturgegebenen Aufgaben des Oefterreichertums. Oesterreich wird also seine Frei­heit noch gegen ganz andere Gefahren als die einer inneren Entzweiung schützen müssen. Es wird sie auf die Dauer nur mit Deutschland im Glauben an die gemeinsame Zukunft finden, und nicht in irgendwelchen papiernen oder handgreiflichen Garantien derSchutzmächte" von 1919.

Wien, 31. Juli. (DNB.) Vor dem Militär- g e r i ch t s h o f fand am gestrigen Montag die erste Verhandlung statt, und zwar gegen den Mörder des Bundeskanzlers Dr. Dollfuß, den 34jährigen Otto P l a ne t t a , und gegen den Anführer des Ueberfalls gegen das Bundeskanzleramt, den 29jäh- rigen Franz Holzweber. Beide sind des Hoch­verrats, Planetta überdies des Mordes an-

zur Anklagerede, in der er etwa ausführte: Am 25. Juli fuhren vor dem Ballhausplatz ein Per-

Nach Meldungen aus Udine sind die italienischen Alpenstraßen mit Truppen überfüllt, die in Richtung auf die österreichische Grenze marschieren. Die Hauptziele scheinen der Kreuzberg im Westen und Tarvis im Osten der italienisch-österreichischen Grenze zu sein. Die in Marsch gesetzten Streitkräfte werden auf vier Divisionen mit zusammen 32 000 Mann geschätzt. Der italienische Kriegsminister soll in Bozen eingetroffen sein.

teidigte, ist Montagabend mit seinen Leuten a u f südslawisches Gebiet übergetreten. Die Aufgabe des Widerstandes war durch die von der südslawischen Regierung angeordnete st r e n g e Grenzkontrolle notwendig geworden, durch die die Lebensmittelzufuhr an die Aufständischen von südslawischem Gebiet her unterbunden worden war. Im ganzen sind nach den bisher vorliegenden Meldungen 2 0 0 0 Flüchtlinge über d i e südslawische Grenze gegangen. Sie wurden nach U e s k ü b im Innern Serbiens in ein In­ternierungslager gebracht.

Oie italienischen Truppenbewegungen.

Berlin, 30. Juli. (DNB.) Die s ü d s l a w i s ch e Gesandtschaft in Berlin teilt mit: Gegen­über den Ereignissen in Oesterreich ist der Stand­punkt der südslawischen Behörden voll- st ä n d i g k o r r e k t. Es wird eine st r e n g e K o n- trolle an der Grenze vorgenommen, und von irgendwelchen Zwischenfällen oder Provokationen kann keine Rede fein. Bisher sind 7 00 öfter- reichische Flüchtlinge auf der Linie Mari­barDravograd (MarburgDrauburg) mit 200 Gewehren, einem Maschinengewehr und einigen Revolvern festgenommen, sofort entwaffnet und in­terniert worden. Es handelt sich durchweg um Leute jüngeren Alters.

Die Bewegungen an der Grenze werden mit offe­nen Augen beobachtet, und es wird allen Stellen zur Pflicht gemacht, die Ruhe zu bewahren. Es wurde alles Notwendige veranlaßt, um die Sicherheit der Grenze zu gewährleisten und die korrekten Beziehungen zu Oesterreich aufrechtzuerhalten.

Obwohl der Standpunkt eingenommen wird, daß die Vorgänge in Oesterreich streng inner­politischen Charakters sind, und wäh­rend alles getan wird, um die guten nachbar­lichen Beziehungen zu Oesterreich nicht zu ver­letzen, ist die südslawische Regierung der An­sicht, daß im Falle besonderer Verwick­lungen einzig und allein der Völker­bund zuständig ist, um über die österreichische Frage als internationales Problem zu ent­scheiden. Jede andere einseitige Maß - nähme bzw. eine Intervention wäre eine Verletzung der Friedensver­träge und könnte weitere Folgen Her­vorrufen.

Etwaige Unterstellungen bzw. Entstellungen hin­sichtlich des Verhaltens Südslawiens Oesterreich gegenüber würden auf das entschiedenste zurück­gewiesen.

Weitere Llebertritte nach Südslawien.

Wien, 31. Juli (DNB.) Nach Meldungen aus Kärnten ist dort der Widerstand der Auf­ständischen so gut wie g e b r o ch e n. Der Führer der 300 Aufständischen, der Förster W ö l z, der den R a b e n st e i n an der südslawischen Grenze drei Tage hindurch gegen Regierungstruppen ver-

15.45 Uhr ist der Bundeskanzler seinen Verletzun­gen erlegen. An seiner Leiche wurden zwei Schußverletzungen festgestellt.

Nach den Angaben des Gerichtsarztes, Unwerst- tätsprofessor Werk gärtner, ist'ein Schuß links am Hals eingedrungen, hat das Rückenmark durch­bohrt und ist durch den Körper bis zur rechten Achselhöhle gegangen. Der zweite Schuß drang in der linken Halsseite ein und ist ein Steckschuß. Keiner der beiden Schüsse war unmittelbar tödlich, vielmehr ist der Tod des Bundeskanzlers durch Verbluten e i n g e t r e t e n; Mehrere

Angeklagten Holzweber

eine Aufsehen erregende Wendung. Es kam zunächst das Abkommen zwischen den Pu t s ch i st e n und den eingeschlossenen Regierungsmitglie­dern auf freien Abzug zur Sprache. Der Der- handlungsleiter fragte den Angeklagten Holzweber: Hat bei der Uebergabeverhandlung Minister Fey schon von der schweren Verletzung des Bundeskanzler gewußt?" Angeklagter:

Der Mini st er hat davon gewußt und auch den Bundeskanzler in seinem Blute liegen sehen. Auch Minister Reusiädter-Stür- m e r hat durch Fey von der schweren Ver­letzung des Kanzlers Kenntnis erhalten. Mini­

ster Fey hat auch an das heeresministerium um 14.30 Uhr telephoniert, daß der Kanzler im Sterben liege. Minister Fey hat erklärt, daß diese Sache gütlich beigelegt werden solle:dies sei auch der Wunsch des Kanzlers". Minister Fey habe auch sein Soldatenehrenwort für die Ein­haltung des freien Abzuges, an den keine Be­dingung geknüpft war, gegeben.

Der Angeklagte Holzweber erklärte noch, daß er angenommen habe, die ganze Aktion fei legal.

Minister!?ey

erfärte bei feiner darauf folgenden Vernehmung, daß die Angabe des Angeklagten Holzweber rich- tig fei; er habe das freie Geleit unter Sol­dat e n e h r e n w o r t zugefichert, wenn die Putschisten die Waffen streckten. Zu dieser Zeit habe er von dem Tode des Bundeskanzlers bereits gewußt.

Die Verteidiger beantragten die Vernehmung des Gesandten Dr. Rieth.

Minister Fey schilderte die schon bekannten Er­eignisse von der Besetzung des Bundeskanzleramtes und die verschiedenen Gespräche mit dem sterben­den Bundeskanzler, dessen letzte Worte gelautet hät­ten:K e >i n Blutvergießen, es s o l l F r i e - den gemacht werden! Der Minister fuhr fort: Am späten Nachmittag ist dann Minister Neustädter-Stürmer vor dem Gebäude des Bundeskanzleramts erschienen und hat im Namen der Regierung ein Ultimatum gestellt, fcaß das Haus zu räumen und die Gefangenen frei­zulassen seien, widrigenfalls gestürmt werde. An­dernfalls werde freier Abzug gewährt.,

Vorsitzender:Sind an diesen anderen Fall .Bedingungen geknüpft worden?"

Minister Fey:Nein. Ich wurde dann neuer- I dings auf den Balkon geholt, um mit Minister Neu-

schen drüben immer wieder aufrichten, ist ja nichts anderes als die Idee der deutschen O st mark und der deutschen Kultursendung im Donauraum. Es glaubt niemand in Wirklich­keit daran, daß man in Versailles den Schlagbaum zwischen Berlin und Wien des­wegen habe niedersausen lassen, damit nicht die bösen Preußen die guten Oesterreicher verderben. Die Angst der Franzosen und ihrer Freunde war es vielmehr, daß jene große und ehrwürdige Tradition, die mit dem Zerfall der Doppelmonarchie ihr gewaltsames Ende gefunden hatte, sich vielleicht doch wieder in das neue Deutschland hinüberretten könnte. Unsere Feinde aus dem Weltkrieg haben es 1919

Oer Standpunkt Südslawiens

Deutlicher Wink nach Rom.

Das Drama im Wiener Bundeskanzleramt vor dem Mtärgericht

Oie Anklagerede des Staatsanwalts. - Vernehmung der Hauptangeklagten.

Oesterreich klagt an. I

Von Dr Max Clauß

Die tollen Vorgänge im Wiener Bundeskanzler­amt, die Ermordung des Dr. Dollfuß und die blutigen Wirren in den Alpenprovinzen haben un­mittelbar vor der zwanzigsten Wiederkehr des Kriegsanfangs aller Welt erschreckend deutlich ge­macht, wo heute die Gefahrengrenze für Ordnung und Sicherheit in Europa verläuft. Die westliche Presse steht nicht an, das Ereignis von Serajewo 1914 mit dem schwarzen Tag in Wien auf eine Stufe zu stellen. Das Pul­vermagazin des allgemeinen Kriegsbrandes sei nur vom Balkan herauf in das Herz des deutsch n Mit­teleuropa gerückt und die Zündschnur seit jenen hilflosenVersuchen der Lokalisierung des serbischen Konflikts nur um so kürzer geworden! Kein Deut­scher wird die grauenvolle Wahrheit dieser Feststel­lung bestreiten, kein Deutscher wird leugnen, daß die inneren Z u st ä n d e Oesterreichs v ö l - lig unhaltbar sind, allerdings nicht erst seit gestern und auch schon vor der antimarxistischen Kanonade vom Februür dieses Jahres. Oester-

fehl!" Er gab jedoch nicht an, auf wessen Be­fehl. Der Angeklagte erklärte sodann, daß er dem Bundesheer bis zu seiner Entlassung wegen ver­botener Betätigung für die Nationalsozialistische Partei bis zum Jahre 1932 angehört habe. Zuletzt sei er Stabswachtmeister gewesen. Planetta gab nun eine genaue Darstellung seiner Anordnungen. Am Vormittag des 25. Juli um 5 Uhr früh verstand er geklagt. die ihm als Truppführer unterstehenden Leute zu

Knapp nach 17 Uhr erschien der Gerichtshof im verständigen, daß sie zwecks einer Aktion in einer Saal. Den Vorsitz führt Oberst K u b i n. Der Saal Turnhalle im 7. Bezirk sich einzufmden hatten. Um steht unter militärischer Bewachung. Zunächst wur- 11.30 Uhr kam er selbst in die Turnhalle. Um 12.45 den die beiden Angeklagten nach ihren Personalien Uhr fuhren sie dann mit Kraftwagen vor das -Bun= befragt. Aus diesen geht hervor, daß beide unbe- deskanzleramt. Sein Kraftwagen war der letzte, und schölten sind. Hierauf erhob sich ! als er dort ankam, war die Wache bereits uberwal-

tigt. Planetta schilderte dann hingehend, wie er die öer OtOOtdaniDOlt ^Schüsse auf Öen Bundeskanzler abge­

geben habe. Als er den Kanzler niedersinken sah, sei er sofort aus dem Zimmer gelaufen, um Ver­bandswatte zu holen. Am Schluß feiner Vernehmung erklärte Planetta, es tue ihm sehr leid, daß er den Bundeskanzler erschossen haben.

Der Prozeß nahm nun bei der Vernehmung des

reich ist der kranke Mann der Gegen-, - , , , . ~

wart, und sein Fall wird keineswegs leichter, sonenauto und elf Lastkraftwagen vor, auf denen, weil es sich um ein kleines Land und nicht um eine sich 150 bis 200 a l s Militärpersonen ver- Großmacht handelt. Erstens ist das Schicksal von kleidete Männer befanden. Das Personen­sieben Millionen Menschen die benachbarte auto und vier Lastautos fuhren in den Hof des Schweiz hat nur zwei Millionen Einwohner Bundeskanzleramtes ein. Die Insassen aller Autos unter keinen Umständen eine Nebenfrage, und sprangen von den Wagen, überwältigten die Mili­zweitens liegt dieses Oesterreich unmittelbar im tärwache und die Kriminalbeamten und stürmten Brennpunkt der großen europäischen Politik. die Stiegen hinauf, wo sie mit vorgehaltenen Pisto-

Vizekanzler Fürst St ar Hemberg hat in len in die verschiedenen Zimmer eindrangen. Der starken Worten die traurigen Ereignisse dieser Tage Türhüter H e d v i c e k sah vom Fenster das Ein- dahin kommentiert, daßOesterreichs restlose und fahren der Kraftwagen und horte den Lärm. Er uneingeschränkte Freiheit und Unabhängigkeit er- trachtete danach, zunächst den B u n d e s k a n z l e r halten bleiben müsse". Indem er selbst sofort hinzu- in Sicherheit zu bringen. Er traf den Bundeskanzler fügte,die Regierung werde in Oesterreich deutsche im Säulenfaal an und bat ihn, ihm doch so schnell Politik betreiben, aber diese werde sie a 11 e i n mie möglich zu folgen. Er hatte die Absicht, ihn machen und sich nicht von außen her b e - durch einen rückwärtigen Ausgang ms Freie zu raten und beeinflussen lassen", hat er führen.

erfreulicherweise den größten Zweifel von vorn- Während hedvicek den Bundeskanzler auffor- herein beseitigt. Es ist in der Tat völlig bette, ihm zu folgen, wurde die zum Säulen- unrnaßgeblich, was sich gewisseitzose Zeitungs- jaa( führende Tür von außen gewaltsam einge- schreiber in Paris, London und Rom, ,a selbst in brü(ff unb 10 bis 12 Aufrührer drangen in

wohlmeinenden neutralen Landern unter der be- Raum {in Eine Fluchl war nun nicht

k-Ä vorstellen, solange wir nicht wissen, was die mehr möglich, da die Aufruhrer ihre Pislalen

verantwortlichen Männer in Wien anschlup"n. Einet der Terroristen, so schilderte

selber sich darunter denken. Hält Fürst Starhemberg hedvicek den Anschlag auf den Bundeskanz- für die Zukunst eine deutsche Politik in (er, ljaf vor dem Bundeskanzler stehend in dem Oesterreich nicht für notwendig, sondern für felbst- Augenblick, als der kanzlet wie zur Abwehr verständlich, dann verschwinden gewisse legi- bk $änbc über dem Kopf zusammenschlug, timisiische Gespenster der sllngsten Vergangenheit hintereinander zwei Schüsse an! ihn ab-

-?n'ln gegeben. Sic weiteren Dargänge konnte hei, ganz bestimmten, bisher internutio» vicek Nicht mehr verfolgen, weil er von den nal keineswegs zugestandenen Cha -1 Leuten gezwungen wurde, die Hände hochzu- rakter beanspruchen müssen. Die Ber- halten und sich mit dem Gesicht zur Zimmer- liner Reichspolitik und ihr Sondergesandter Herr wand zu stellen.

von P a p e n werden erfreut und erleichtert sein, .. hi,hpriQ(>n Erbebunaen ergeben haben, wenn sie feststellen, daß die österreichische Regierung $r Dollfuß trotz seiner schweren Ver- T das soeben Vorgefallene fetter ( - n nod) einige Stunden am Leben und teil-

denn fe entschlossen ist, das Staatsschiff m Wien . Bewußtsein, obwohl er erst nach

gegen Wind und Wetter einen geraden deut- 1 «ni« t »n n orb u n b e n wurde Gegen scheu Kurs zu steuern, Fürst Starhemberg kann I20 ®lnut,n verbunden wuroe, wegen überzeugt sein, dgß sich ihm aus Berlin kein ungebotener R a t und kein störender Einfluß aufdrängen wird. Allerdings wird er selbst schwerlich glauben, daß diese korrekte Enthalt­samkeit auch in anderen maßgebenden Haupt­städten ohne weiteres gegeben ist. Denn was sich bisher im europäischen Sprachgebrauch Oesterreichs Freiheit und Unabhängigkeit nannte, was alles andere als eine Freiheit zu deutscher Politik und eine Unabhängigkeit von deutsch-

feindlichem Zwange.

Jeder Tag österreichischen Schicksals seit jener Un-1 ~ ~ firh nuf Planetta,

Heilsstunde, wo man dem deutschen Restteil ber ^rfiüffe abgegeben hat Dieser

t.u.l Habsburger Monarchie in VersaMes und daß e^d.e^tödlichen Schusst^abge^eb-n^ab Dies St. Germain das natürliche Selbstbestim- 9 Schüsse abgegeben hat. Er erklärt jedoch, daß mungsrecht abschnitt, das man anderen Nach- nicht d?e Absicht gehab habe, den Bundeskanzler folgestaaten des Donaureiches so freigebig schenkte, er cy e Avftcyr :gM ; um |0 roe=

hat den Fehlspruch der Sieger laut anged 3 ireJJen* ^icyweige uerm ö klagt. Und schließlich war auch die Politik des jetzt 9 _ . _u,n(,nPhpn moröen fei

auf seinem Posten gefallenen Bundeskanzler Dr. ausdrücklich d.e Paro e ausgegeben worden fei,

Dollfuß alles andere' als unabhängig, sondern sie daß keinerlei Gewalllalen dieser Art, insbe-

stand vollkommen im Schatten des Lausan - sondere Erschießungen, vorgenommen roeroen

ner Protokolls vom Sommer 1932. dürften, ausgenommen in den dringendsten

Damals haben Frankreich, England und Notfällen.

Italien sich nicht gescheut, den wirtschaftlich bis Verteidigung unterbrach nach

zum Weißbluten erschöpften Staat noch einmal durch ^ntra9 mnr{ihpnbe die Verhandlung, bas >)ach der (5 e l b ft a u f g ab e, u ch9 Ö ____3 I . moriothi ^nn'^di^Möalichkeit einer Rück-

lassen. Unb obwohl bamals ber Nationalsozialismus um ber Verteidig g . .

im Reich noch keineswegs an der Macht war, bedeu- spräche mit den Angeagten ZU ten die inzwischen wieder erfolgten Garantie-- Nach der Wederaufnähme der -lleryano g erklärungen der drei genannten Mächte ohne wurde vom Militargench Y i

jeden Zweifel die gerade Fortsetzung des Hauptangettagte planetta Lausanner Protokolls, d. h. die unter w . K etrnn(, be5 Vorsitzenden,

Zwang erreichte Sicherheit, daß Oesterreich Zuerst oernommen Bunbeskanzleramt einge- alles treiben darf nur eben keine deut - warum Planetta in Öaö maeklagte:Auf B e> sche Politik. Damit soll die tragische Verwir- drungen fei, erwiderte 9 rung in den inneren Beziehungen zwischen Reichs-

deutschen und Oesterreichern keineswegs verkannt . , . ,

fein. Sie ist umso gefährlicher und für die Wiener des Nationalsozialismus in l^ner R r 4 . s"

Politik unheilvoller gewesen, als der unnatürliche 30. Juni über /'National_ >9 . jnnen

Trennungsstrich Zwischen Deutsch und Deutsch ja gesagt hat. Adolf Hitlers L l*>Bt n^d) niiien keineswegs mit der deutfch-osterreichifchen Grenze und nach außen an Einde g^em zusammenfiel, sondern mitten burch bas kleine Land a n t w o r t u n g s b e w u ß f in.

selber ging. Wenn schließlich ein völliger Stillstanb schen übrig, unb es hat ! - weg des normalen Lebens unb eine krasse Ueberspitzung göbie m Wien beburft, um

der zum Selbstzweck gewordenen Staatsgewalt kommen klar zu tun baran qel)t feine

daraus entstanden ist, st> stehen wir alle erfchüi- Wenn O -st - r :t! i Ü Z^^nst ^u 'sichern,

tert nor einem solchen Verhängnis, Und wenn der d e u i,<h e P ° N t .1 t O

Wiener Vizekanzler ,^'e verW-d-n-n Spielarten ° gut es nur ve g Wünfche schon des Bolschewismus in Oest-rrei-h anklagt und ihnen land ihm sem- w I um bie

d-n Ausrottungskneg erklärt, so wird er |a wohl deshalb nicht versag , ( Dasunbesiegbare

°uch zur Kenntnis genommen haben, was vierzehn deutsche > 6rinner (id) bie Men-

Tage zuvor ber deutsche Reichskanzler und Führer i Oesterreich , an