ist und bleibt der GieSener Anzeiger
das
bis-
aus
griff genommen.
amtentaa in Frankfurt a. M. itatttmöen r Etwa eine Viertel Million deutscher Beamten allen Teilen des Reiches werden sich an der historischen Stätte, von der die nationalsozilistifche Beamtenbewegung ihren siegreichen Anfang nahm, zusammenfinden. Die Vorbereitungen zu dieser
Leitung der PO. der NSDAP, und Führer des Reichsbundes der deutschen Beamten, Hermann Neef, in Frankfurt a. M. unter stürmischem Beifall mit, daß zum ersten Male, vo^r aussichtlich am 12. August 1934, ein deutscher B e - in Frankfurt a. M. stattfinden wird.
Auf einer Arbeitstagung der Leiter des Amtes für Beamte bei den Gauen und der Abteilungsleiter und Unterabteilungsleiter des Amtes für Beamte teilte der Leiter des Amtes für Beamte der obersten
ist, von Tausenden geschäht, seit Urväterzeiten der Gießener Anzeiger mit seinen wertvollen, von eigener Schrifileitung bearbeiteten, in eigenem Betrieb hergestellten Heimatbeilagen: »Gießener Familienblätter", äußerst sorgfältig gewählte, der Unterhaltung und Belehrung dienende deutsche Geisteskost, »Heimat im Bild", der heimatlichen Landschaft, ihrem Volkstum, ihrer Kunst und Kultur in Bild und Wort gewidmet, „£>ie Scholle", von Kennern der Heimaterde für die Land- wirtschaft und Gartenbau treibende Bevölkerung bearbeitet, »Die Illustrierte", zu wahlfreiem Bezug gemeinschaftlich mit anderen deutschen Heimatblättern von Ansehen herausgegeben. Das alles ist im Laufe von vielen Iahrzehnten zu einem im heimatlichenVolkstumtief eingewurzelten Begriffgeworden, es
4,8 Pf., die Vergütung pro Fettprozent wie her 2 Pfennig."
Erster Deutscher Beamtentag im August in Frankfurt a. M.
Die Jeittms dev Seimal die Jettuns der Familie die Jettuns der Geschäftswelt
aufgabe zu sprechen, die vor allem auch darin liege, Menschen umzuformen, die bisher das eigene Wohl dem Wohl des Ganzen voranstellten. Das aus achtzehn Fachgruppen bestehende gewaltige Gebilde der DAF. müsse bis zum Herbst fix und fertig dastehen, um allen Aufgaben gerecht werden zu rönnen.
Nachdem der Redner noch kurz die Aufgaben der Betriebsführer und der Betriebsgefolgschaftsmänner streifte und die Organisation der NSBO. und NS.-Hago berührt hatte, schloß er mit der Versicherung, daß die DAF. alles tun werde, damit der letzte Arbeiter sagen könne, ich bin glücklich und stolz, mich Deutscher nennen zu können.
Die Sängeroereinigung brachte noch zwei Chöre, u. a. „Deutsch ist die Saar immerdar", zum Vortrag. Für ihre wirkungsvolle Mitwirkung wurde ihr Dank ausgesprochen. Pg. Betz richtete noch einmal kurze aufklärende Worte über die Organisation „Kraft durch Freude" an die Versammelten.
** Preuß. Südd. Klassenlotterie. Die Lose der 4. Klasse der laufenden Lotterie müssen laut heutiger Anzeige bis zum 4. Juli eingelöst werden. ,,. .
** Achtet aus Insektenstiche! Die Gefährlichkeit der Insektenstiche, denen man in der wärmeren Jahreszeit wieder ausgesetzt ist, scheint noch immer nicht genügend bekannt zu sein. Die Insekten, die sich auf unsere Haut setzen, nähren sich nicht nur von den Säften lebender, sondern auch toter Tiere, saugen also gelegentlich sogenanntes Leichengift; durch die Insektenstiche kann derartiges Gift auf den Menschen übertragen werden, was auch schon der Tod der Betroffenen zur Folge hatte. Zunächst hilft als bestes Mittel ©ahmafgeift den man sofort in die Wunde reibt. Es empfiehlt sich daher, auf Spaziergängen und Wanderungen, stets ein Fläschchen Salmiakgeist bei sich zu tragen. Treten nach Insektenstichen starke Schwellungen auf, dann ziehe man sofort den Arzt zu Rate.
Oderheffe».
Kundgebung
der Deutschen Arbeitsfront in Wieseck.
X Wieseck, 29. Juni. Im Saal von Gastwirt Heinrich Braun hielt gestern die Ortsgruppe der Deutschen Arbeitsfront eine große Kundgebung ab, die gut besucht war. Nach kurzen Bearühungswor- ten des Ortsgruppenleiters der NSBO., Pg. Ernst Jung, eröffnete die Sängervereinigung unter der Leitung ihres Dirigenten Phil. Groh die Kund- aebung mit zwei Liedern. Zum Gedenken an die 15jährige Wiederkehr der Unterzeichnung des Der- sailler Schandfriedens erhoben sich die Besucher
um den Bürger als einen Menschen sah, der, genau dasselbe als er, sich mit Geringschätzung und Verachtung von ihm wandte. Hier mußte er sich gegen die damit verbundenen Eingriffe in feine Lebensweise zur Wehr setzen. Nie waren die Millionen der Arbeiter Marxisten, weil sie etwa das Buch oder die Lehre von Marx gelesen hatten, sondern weil jie durch die Sünde des Unternehmertums ihre Lebensrechte genommen bekamen. Bezeichnend sei es, fuhr der Redner fort, daß die erste Forderung der organisierten Arbeiterschaft die Anerkennung seiner Ehre war und nicht etwa Geld und Lohnerhöhung. Das Vorkriegsbürgertum hatte also
In üblicher Weise schloß sodann Pg. I u n g die ein- drucksvolle Kundgebung.
Ein Kind vom Blitz erschlagen
• Ettingshausen, 30. Juni. Gestern nach- mittag gegen 16.30 Uhr zog über unserem Orte ein kurzes, aber sehr schweres ©eroitter herauf, das mit Hagelschlag verbunden war. Das Unwetter hat bedauerlicherweise ein Todesopfer gefordert. Der 10jährige und einzige Sohn Bau! des Landwirts Philipp A l b a ch von hier befand sich mit feiner Mutter und seiner Großmutter bei der Arbeit auf dem Felde. Wahrend die beiden Frauen beim Herannahen des Unwetters zu Fuße nach Hause gingen, fuhr der Knabe auf dem Wagen, der mit zwei Kühe bespannt war, zuruck. Auf der Heimfahrt schlug der Blitz m das Fuhrwerk und tötete den Knaben, sowie die beiden Kühe auf der Stelle. JDer jo- ort herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tod des bedauernswerten Kindes feststellen. Den Eltern wendet sich allgemeine Teilnahme zu.
Landkreis Gtetzen.
* Alten - Bu°seck, 29. Juni. Der 25jährige Autoschlosser Wilhelm Leidner von hier stieß sich bei seiner Arbeit einen starken Stahlsplitter in die Hand, sodaß er sofort in die Chirurgische Klinik gebracht werden mußte.
Großen-Linden, 29. Juni. Frau Chri- firne Menges, geb. Menges, begeht am morgigen Sonntag, 1. Juli, in voller körperlicher und geistiger Frische ihren 77. Geburtstag.
* Leihgestern, 29. Juni. Am Tag der Som- mersonnwende fanden in unserer Schule die Reichsjungendwettkämpfe statt. Am fru- hen Morgen versammelte sich die Schuljugend an der Neuen Schule und zog in festlichem Zuge zum Sportplatz an der Rindsmühle. Dort angekommen hielt Rektor Lotz eine Ansprache, in der er im besonderen auf die Bedeutung des Jugendtages im neuen Deutschland hinwies. Alsdann traten die oberen Schulklassen mit 95 Schülern in zwei Alters- klassen zu den vorgeschriebenen Wettkämpfen an, während sich die jüngere Schuljugend mit Spiel und Gesang die Zeit vertrieb. Mit den gebotenen Leistungen konnte man sehr zufrieden fein, erreichte doch in beiden Altersklassen die Hälfte der Teilnehmer mindestens 40 Punkte. Als Sieger (die drei besten) gingen hervor: 1. Altersklasse Knaben: Ewald Martini 64 P.; Emil Velten 55 P.: Karl Eisenbeis 52 P. Mädchen: Luise Winter 61 P.; Margret Sikora 59 P.; Else Martini 51 P. 2. Altersklasse Knaben: Robert Jung 71 P.; Walter Harnisch 61 P.; Artur Will und Hem- rich Velten je 60 P. Mädchen: Elli Schäfer 59 P.; Frieda Schäfer 57 P.; Toni Heß 54 Punkte. Nach Beendigung der Wettkämpfe erhielt jedes Schulkind seine von der Gemeindeverwaltung gestiftete Brezel.
* Watzenborn-Steinberg, 30.Juni. Unterem Bericht über die Feier der Heimatvereinigung Schiffenberg in der Ausgabe vom 19. Juni ist nach- zuttagen, daß die gesanglichen Darbietungen nicht vom Männergesangverein „Sängerkreis", sondern vom Gesangverein „Germania" Watzenborn-Stein- berg ausgeführt wurden.
(D Gröningen, 29. Juni. Im Rahmen des von der Reichsregierung veranstalteten Propagandafeldzuges gegen das Miesmacher- und Nörglertum fand am Donnerstagabend im Saale der Wirtschaft Becker eine Kundgebung statt, die von den Parteimitgliedern der Ortsgruppe der NSDAP, und deren Gliederungen außerordentlich stark besucht war. In seiner Begrüßungsansprache gedachte Ortsgruppenleiter Hofmann der jüngst ermordeten Nationalfozialisten. Die Versammlung ehrte die 23er- ftorbenen durch Erheben von den Plätzen. Alsdann hielt Pg. Bartholomaus» Gießen eine längere Rede, in der er sich gegen das volkszersetzende Treiben der Nörgler und Miesmacher wandte. Durch eine Versammlungswelle von unerhörtem Ausmaße sei das ganze deutsche Volk noch einmal über die Aufbauarbeit und das Aufbauwerk der Nationalsozialisten orientiert worden. Wer jetzt am Schlüsse des Propaganda- und Aufklärungsfeldzuges immer noch zu den ewig Gestrigen gehören würde, müßte die Folgen in unerbittlicher Strenge tragen. Die anschaulichen Darlegungen des Referenten fanden gro- 1 feen Beifall, den Ortsgruppenleiter H o f m a n n in ' seiner Schlufeansprache in Worte kleidete. Im An- 1 schlufe an die Versammlung fand eine Sitzung der
Gießener Wocheirirrarktpreise.
* Giefeen, 30. Juni. Auf dem heuttgen Wochenmarkt kosteten: Süferahmdutter, das Pfund 1,40 bis 1,50 Mark, Landbutter 1,30 bis 1,35, Matte 20 Pf- Käse, das Stück 4 bis 10, Eier Klasse S 10'/-, Klasse A 10, Klasse B 9'/-, Klasse C 9, Klasse O 8, ungestempelte 7'/-, Wirsing, das Pfund 15, Weißkraut 15, Gelbe Rüben, Bund 10, Rote Rüben, das Pfund 10, Spinat 15 bis 20, Bohnen (grün) 25 bis 30, (gelb) 25 bis 30, Erbsen 15 bis 20, Tomaten 30 bis 35, Zwiebeln 15, Rhabarber 8, Kartoffeln (alte), das Pfund 5 Pf., der Zentner 4,80 bis 5 Mark neue, das Pfund 10 bis 15 Pf., Himbeeren 40 bis 50, Kirschen 20 bis 25, Heidelbeeren 20 bis 30, Stachelbeeren 15 bis 20, Johannisbeeren 15 bis 25, Erdbeeren 50, junge Hähne 70 bis 100, Suppenhühner 60 bis 80, Tauben, das Stück 50 bis 70, Blumenkohl 10 bis 40, Salat 5 bis 10, Salatgurken 25 bis 30, Oberkohlrabi 8 bis 10, Suppengrünes 5, Rettich 5 bis 10, Sellerie 25, Radieschen, Bund 10 Pf.
Bornottzen.
— Tageskalender für Samstag: Deutsche Arbeitsfront, 20 Uhr, Turnhalle am Os- waldsgarten, Versammlung; Redner Pg. Dr. Nuß (Berlin). — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das Lied vom Glück". — Waldeslust, Stimmungskonzert.
— Tageskalender für Sonntag: NSDAP., Amt für Dolkswohlfahrt, Fachgruppen für das Schutz- und Dienstgebrauchshundewesen, Sportplatz der Spielvereinigung 190Ö, 14.30 Uhr, Werbevorführung zugunsten der NSV. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das Lied vom Gluck . — Bergschenke, 20.15 Uhr: Brillant - Feuerwerk, Gartenkonzert. — Waldeslust, Tanzmusik.
Der Beauftragte des Milchversorgungsverbandes Rhein-Main, Birkenholz, hat an sämtliche Molkereien und Molkereigenossenschaften im 23er- bandsgebiet des Milchversorgungsverbandes Rhein- Main folgendes Rundschreiben gerichtet:
„Wie ich feststellen mußte, haben sich verschiedene Molkereien nicht an die Preise der Anordnung des Milchversorgungsverbandes gehalten. Ich sehe mich daher gezwungen, Revisoren einzusetzen und eine Nachprüfung der einzelnen Betriebe bezüglich der ausbezahlten Milchgelder und der Verwendung der zu treuen Händen überwiesenen Werkmilchstützun- gen zu veranlassen. Von denjenigen Privat- und Genossenschaftsmolkereien, die die vorgeschriebenen Preise nicht bezahlt haben sollten, werde ich unbedingt Nachzahlung der den Erzeugern vorenthaltenen Milchgelder verlangen. Insbesondere behalte ich mir vor, die Lieferanten der einzelnen Molkereien von den Ergebnissen der Revisionen in Kenntnis zu setzen.
Ich mache nochmals darauf aufmerksam, dah vom 21. August 1933 bis 30. April 1934 der Werkmilchpreis auf 11,5 Pf. bet Bezahlung nach Liter festgesetzt war. Bei Bezahlung nach Fettgehalt waren 5 Pf. Grundpreis und 2 Pf. pro Fettprozent in Anrechnung zu bringen. Ab 1. Mai 1934 beträgt der Werkmilchpreis bei Bezahlung nach Fettgehalt
eine Minute still von ihren Plätzen. Kreisamtsleiter Betz sprach hierauf in etwa zweistündigen Aus- ührungen über Zweck, Ziel und zukünftige Bedeutung der Deutschen Arbeitsfront und setzte an den Beginn seiner Rede die Anfänge der modernen Arbeiterbewegung. Als vor etwa 80 Jahren aus dem reinen Agrarstaat Deutschland ein Industriestaat wurde mit seinen Millionen Arbeitern, kam die Zeit, wo diese sich die Frage vorlegen mufeten, ob auch der Arbeiter sich zusammenschließen solle gegen die sich immer mehr ausbreitenbe Macht des Unternehmertums. Als er es tat, ergriff der Jude sofort die Gelegenheit und riß unter der falschen Parole „Kampf gegen den Kapitalismus" die Führung an sich und wurde damit zum Schutzherr der Unterdrücker, der von ihm geführten Arbeiterschaft. Er konnte dies um so mehr, als der Arbeiter rings-
Amtswalter statt.
> Holzheim, 28. Juni. Die Gemeinden Holzheim und Dorf-Gill feiern am Mittwoch, 4. Juli, ihr diesjähriges M i s f i o n s f e st in Holzheim. Als Festredner werden die Herren Pfarrer Köhler (Darmstadt), Rohrbach (Frankfurt), C h r i st i a n (Gambach) und Missionar Theis (Lüdenscheid) sprechen. Propst Knodt (Gießen) hat auch sein Erscheinen zugesagt. Der Holzheimer Posaunenchor und der Gemischte Chor werden unter der bewährten Leitung ihres Dirigenten Wilh. Engel durch Vorträge die Festteilnehmer erfreuen.
* Nieder-Bessingen, 30. Juni. Frau Katharina Schröder, geb. Appel, kann am morgigen Sonntag, 1. Juli, das Jubiläum einer 50jährigen Tätigkeit als Heb amme feiern.
§ Aus der nördlichen Wetterau, 29. Juni. Die ergiebigen Niederschläge der letzten Tage haben den gesamten Feld- und Gartengewächsen ein frisches Aussehen verliehen, lieber 25 Zentimeter tief ist der Regen im Erdboden eingedrungen und ist der nock nicht abgestorbenen Frucht sowohl als auch den Kartoffeln, Dickwurz und vor allem den Kleeäckern von großem Nutzen. Die gleichsam wie versengt erscheinenden Wiesengründe haben schon über Nacht ein frisches Aussehen erhalten. Ganz besonders kamen die Niederschläge den Obstväumen und Obststräuchern aller Art zustatten. Nun steht ihnen die notwendige Feuchtigkeit zur Verfügung, um die noch an ihnen verbliebenen Früchte weiter entwickeln und zur Reife bringen zu können. Die Bienenstöcke konnten sich infolge der warmen sonnigen Witterung sehr gut entwickeln. Obwohl die Schwarmtätigkeit groß war, konnte bis jetzt überall eine zufriedenstellende Honigernte erzielt werden. Der Bienenhonig weist gerade in diesem Jahre eine hervorragende Qualität auf. Die Wintergerste ist herangereift und überall schreitet man zum Schnitt. Obgleich sie in der Länge der Halme nicht ganz an die des Vorjahres heranreicht, ist die Entwicklung der Aehren als gut zu bezeichnen.
Kreis Friedberg.
+ Butzbach, 29. Juni. Als heute morgen der Hilfsarbeiter Reinhard Müller auf feiner Arbeitsstätte sich zur Arbeit umkleiden wollte, erlitt er plötzlich einen Ohnmachtsanfall. Ein darauf folgender Herzschlag führte seinen Tod herbei.
— Der Alice - Fr auenoerei n vom Roten Kreuz hält am Mittwoch, 4. Juli, 14.30 Uhr, im Hörsaal der Medizinischen Klinik seine Mit- glieder-Versammlung ab. Neben dem Jahresbericht sind Vorträge von Professor Dr. Bohnenkamp und Privatdozent Dr. S ch l i e p h a k e vorgesehen. (Siehe heutige Anzeige!)
** Schwerer Verkehrsunfall. Gestern nachmittag ereignete sich in der Gnauthstraße ein schwerer Derkehrsunfall. Der 24jährige Schlosser Ernst Felder von Grofeen-Linden, der sich auf feinem Fahrrad unterwegs befand, wurde von einem Kraftwagen angefahren und kam dabei so schwer zu Fall, daß er einen Oberschenkel-, einen Unterschenkel-, einen Schlüsselbeinbruch und außerdem Rippenbrüche erlitt. Der bedauernswerte Mann mußte durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz sofort in die Chirurgische Klinik gebracht werden. Die Ursache des Unfalls konnte noch nicht völlig geklärt werden.
** Tagung des O b e r h e s s i s ch e n Schwurgerichts. Am Montag, Dienstag und Mittwoch nächster Woche hält das Oberhessische Schwurgericht in Gießen Sitzungen ab. Am Montag wird über eine Anklage wegen gewerbsmäßiger Abtreibung verhandelt, am Dienstag steht ein Prozeß wegen Totschlags an, am Mittwoch folgt ein Prozeß wegen Meineids.
♦* Das Museum im Alten und im 91 e u e n Schloß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.
** Sonntagsrückfahrkarten zu dem Sängerfest in Grünberg. Zu dem am heutigen Samstag und morgigen Sonntag in Grünberg stattfindenden großen Sängerfest werden von den Bahnhöfen der Strecken Gießen —Grünberg, Lollar—Londorf—Grünberg, Kirchhain—Burg- und Nieder-Gemünden, Dillenburg—Gießen, Weilburg- Wetzlar, Friedberg—Gießen, Hungen—Mücke, Hungen-Gießen, Alsfeld—Grünberg und Kirchhain- Gießen Sonntagsrückfahrkarten ausgegeben. Die Karten haben normale Gültigkeitsdauer (Samstag 12 Uhr bis Montag 12 Uhr).
** Der Grünberger Pferdeverfiche- rungs-Verein gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß am Donnerstag, 5. Juli, und am Dienstag, 10. Juli, für die verschiedenen Orte der Rabenau, des Buseckertales, des Gebietes Gießen sowie Schiffenberg und Umgebung Besichtigungen und Neuaufnahmen von Pferden stattfinden. Es sei besonders darauf hingewiesen.
24 Teilnehmer fuhren zunächst nach Rüsselsheim, wo die Opelwerke besichtigt wurden. Unter Führung eines Angestellten der Opelwerke konnten die Ausländer auf einem über zwei Stunden dauernden Rundgang durch die einzelnen Betriebe die größte Autofabrik Deutschlands kennenlernen. Von Rüsselsheim ging es nach Mainz. Hier war Gelegenheit geboten, die verschiedenen Sehenswürdigkeiten der schönen Rheinstadt zu besichtigen. Nach dem Mittagessen fuhren die Ausländer weiter nach Wiesbaden, wo sie von einem Vertreter der Kurstadt empfangen wurden. Nach einem Rundgang durch das herrliche Wiesbaden trafen sich die Studenten in dem anläßlich des Blumenfestes festlich geschmückten Kurhaus, wo sie Zeugen echt rheinischer Fröhlichkeit sein konnten. Nur allzu rasch vergingen die schönen Stunden und bald mußte an den Aufbruch gedacht werden. Voll Freude über das Gesehene kehrten die Ausländer nach Gießen zurück. Besonders sei an dieser Stelle Herrn cand. med. vet. Ludo Gundelach gedankt, der es glänzend versteht, solche Fahrten zu organisieren.
I^eichSbund Volkstum und Heimat.
Ortering Gießen.
Arn morgigen Sonntag, 1. Juli, botanischer Ausflug auf den Hangelstein unter Führung von Univ.-Professor Dr. Fun k. Treffpunkt am Wie- secker Friedhof um 8.20 Uhr vormittags. Rückkunft gegen Mittag Gäste willkommen.
Polizeibericht
Jugendlicher Fahrraddieb ermittelt.
In den letzten Tagen konnten hier sieben Fahrraddiebstähle aufgeklärt und die Fahrräder an die Geschädigten zurückgegeben werden. Als Täter wurde ein 12jähriger Schüler der Pestalozzischule ermittelt. Der jugendliche Dieb hat ein Fahrrad > verkauft und die übrigen, nachdem er sie einige Tage gefahren hatte, wahllos auf den Straßen und Winkeln stehen lassen.
Diebstähle.
Gestohlen wurden am Nahrungsberg von einer Baustelle zwei Sturmlaternen, in der Neustadt von einem Drückkarren ein Karton Margarine und eine Anzahl Kakteen, die in verschiedenen Stadtteilen vor Fenstern ausgestellt waren. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Kriminalpolizeistelle.
(Eigentümer gesucht.
Bei der hiesigen Polizeidirektion ist ein älterer, zweirädriger Karren sichergestellt. Personen, die Eigentumsrechte geltend machen können, werden ersucht, sich bei der Kriminalpolizeistelle zu melden. Sim 44. unölS. Juli Tag der deutschen
Hosen!
Am 14. und 15. Juli werden von den deutschen Gärtnern der NS.-Volkswohlfahrt 20 Millionen lebende Rosen zur Verfügung gestellt und an alle hilfsbereiten Volksgenossen verkauft werden. Die Rosen werden mit einer Anstecknadel und einem Seidenband zum Preise von 20 Pf. im Straßen- und Hausverkauf vertrieben. Der Reingewinn dieser Aktion dient restlos zur Finanzierung der Mütterschulung des deutschen Frauenwerks und des Hilfswerks „Mutter und Kind". Durch eine völlig neuartige Propaganda wird erreicht werden, daß es am 14. und 15. Juli 1934 keinen Volksgenossen geben wird, der nicht eine deutsche Rose trägt. In diesem Zusammenhang wird schon heute auf einen Aufruf, der in den ersten Julitagen erscheinen wird, hingewiesen.
Letzte Mahnung!
Das Gaupresseamt teilt mit: Artisten, Variete-, Theater-, Kabarett- und Zirkusdirektoren, Singspiel- Hallenbesitzer, Schausteller mit artistischen Darbietungen, Puppenspieler und. Artistenvermittler! Bis zum 3 0. Juni 1 934 muß die Anmeldung in den Reichsverband der Deutschen Artistik e. 23. erfolgt sein und damit gleichzeitig die Zugehörigkeit zur Reichstheaterkammer. Die Ausübung der Tätigkeit bedingt die Zugehörigkeit zum RDA. Alle, die im RDA. aufgenommen find, gehören zur Deutschen Arbeitsfront, auch wenn sie vorher der Deutschen Arbeitsfront nicht angehörten. Die Anmeldung erfolgt an den Reichsverband der Deutschen Artistik e. 23., Berlin NW. 7, Schiffbauerdamm 15. Am 1. Juli 1934 i st e 5 zu spät!
Ordnungsmäßige Milchpreise!
Bei Magen Beschwerden u Sodbrennen Bullrich-Salz TabLlOPfg.
** Zuchtviehversteigerung in Alsfeld. Das Tierzuchtamt Gießen macht im heutigen Anzeigenteil darauf aufmerksam, daß am Montag, 9. Juli, in Alsfeld eine Zuchtviehversteigerung xuiunuiic»p«w„. .........—u- stattsindet, zu der etwa 30 vorbesichtigte Fleckvieh-
arofeen Beamtenkundgebung werden sofort in An- bullen zum Auftrieb gelangen werden. Der 23er- « .P ------- ' fteigerung wird eine Prämiierung vorausgehen.
kein Recht, sich darüber zu erregen, wenn der Arbeiter, der sich selbst als Prolet bezeichnete, den Rus anstimmte, er kenne kein Vaterland, das Deutschland heiße. Mit Recht lehnte er mitleidsvolle Wohltätigkeitsveranstaltungen usw. als entehrend und unwürdig ab. Dann kam Pg. Betz, ausgehend von der Uebernahme der Gewerkschaften are 2 Mai 1933 zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit und der Organisation der DÄF. auf die Zukünfte-


